nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–03–09
eighteen papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Nachhaltige Finanzierungsmodelle für eine resiliente Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen By Becker, Lisa; Reuschel, Saskia; Schuß, Eric; Stöver, Britta
  2. Investitionen in überbetriebliche Bildungsstätten des Handwerks - fiskalische und Kontexteffekte By Meub, Lukas; Erlei, Alexander; Proeger, Till; Bizer, Kilian
  3. Finanzwissenschaftliche Überprüfung des kommunalen Finanzausgleichs in Brandenburg für das Ausgleichsjahr 2027 By Döring, Thomas; Gerhards, Eva; Monsef, Roschan; Schuß, Eric; Thöne, Michael
  4. CEO-Aktivismus zum Schutz der liberalen Demokratie: Eine empirische Vermessung von Wahrnehmung und Wirkung By Bergmann, Knut; Diermeier, Matthias; Kapteina, Benedikt D. S.; Scholz, Markus
  5. Daten der Fördermaßnahmen im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG). Datendokumentation By Brachert, Matthias; Giebler, Alexander; Szymczak, Wiebke
  6. Green Startup Report 2026 By Fichter, Klaus; Neumann, Thomas; Olteanu, Yasmin; Grothey, Tim; Block, Jörn
  7. Branchenanalyse Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Textile Dienstleistungen: Struktur, Entwicklung und Zukunftschancen By Küster-Simić, André; Grelck, Michael; Gül, Okan; Schönfeldt, Janek
  8. Vom Anspruch zur Umsetzung: Kreislaufwirtschaft in NRW. Umfragebasierte Evidenz und Ableitungen By Lichtenthäler, Sarah; Neligan, Adriana
  9. Qualifizieren für die Transformation: Wie neue sozialrechtliche Weiterbildungsinstrumente durch Betriebs- und Tarifparteien genutzt werden können By Arpaci, Arnold; Tolke, Christoph
  10. Einstellungen zum Lebenslangen Lernen in der Bevölkerung: Sichtweisen auf Weiterbildung, Teilnahme an Weiterbildung By Käpplinger, Bernd; Reuter, Martin; Dietz, Caroline; Bilger, Frauke; Reimer, Rita
  11. Sichere Außengrenzen der EU: Umstrittene Wirkungszusammenhänge und Zielvorstellungen im Wandel By Bossong, Raphael
  12. Einsatzpotenziale von KI zur Lösung von Controlling-Fallstudien By Klimm, Johanna; Müller, Kathrin; Rößle, Felix
  13. Transparente Kommunikation stärkt lokale Transformationsakzeptanz: Ergebnisse eines kleinräumigen Befragungsexperiments By Diermeier, Matthias; Doliesen, Konrad; Mertens, Armin; Wendt, Jan
  14. Bürger*innenräte und die Demokratisierung der Demokratie By Küblböck, Karin
  15. Resilienz als Schlüsselkompetenz für zukunftsfähige Unternehmen im digitalen Zeitalter - Teil 4: Merkmale und Kernfaktoren resilienter Organisationen By Becker, Marco; Daube, Carl Heinz; Peskes, Markus; Reinking, Ernst; Semenischev, Corinna
  16. Wie lässt sich hybride Arbeit gesundheitsförderlich gestalten? Eine Studie zur Umsetzung hybrider Arbeit in zwei Organisationen in Bremen By Zenz, Cora; Becke, Guido
  17. KI-gestützte Digitalisierung im Klinikmanagement: Strukturierte Roadmap und exemplarischer Anwendungsfall Entlassmanagement By Anderie, Lutz; Agel, Harald
  18. Zinserhöhungen wirken weniger als erwartet By Enzinger, Matthias; Gechert, Sebastian; Heimberger, Philipp; Prante, Franz; Romero, Dani F.

  1. By: Becker, Lisa; Reuschel, Saskia; Schuß, Eric; Stöver, Britta
    Abstract: Hintergrund und Aufgabe der Überprüfung: Die Enquetekommission III "Wasser in Zeiten der Klimakrise" des nordrhein-westfälischen Landtages hat das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo Köln) mit einem Gutachten zu nachhaltigen Finanzierungsmodellen für eine resiliente Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen beauftragt. Die Forschungsarbeit wurde in Kooperation mit der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbh (GWS) aus Osnabrück umgesetzt. Zentrale Aufgabe der Untersuchung ist die Analyse der Finanzierungsinstrumente in den Handlungsfeldern der Trinkwasser- und Brauchwasserversorgung, Abwasserbewirtschaftung, Hochwasser- und Starkregenschutz sowie der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Kommunalabwasserrichtlinie. Wie in vielen anderen Bereichen der öffentlichen Infrastrukturen steigen die Investitionsbedarfe in der Wasserwirtschaft mit und durch den Klimawandel deutlich an. Damit wächst auch die Bedeutung von Instrumenten, die für eine nachhaltige Finanzierung einer resilienten Wasserwirtschaft sorgen können, ohne allein auf allgemeine Steuereinnahmen und wachsende Verschuldung angewiesen zu sein. Basierend auf der Analyse besonders der spezifisch wasserwirtschaftlichen Finanzierungsinstrumente werden in der Untersuchung Vorschläge gemacht, wie diese hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und der Verursachergerechtigkeit optimiert werden können. Auch potenzielle Kosten des Nicht-Handelns oder unzureichenden Engagements spielen hier eine wichtige Rolle. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung guter nationaler und internationaler Praxisbeispiele zeigt die Studie schließlich Optionen auf, wie bestehende Finanzierungsinstrumente optimiert und durch neue Ansätze verstärkt werden können.
    Keywords: Klimawandel, Wasserwirtschaft, Resilienz, Infrastrukturinvestition, Infrastrukturfinanzierung, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fifore:337460
  2. By: Meub, Lukas; Erlei, Alexander; Proeger, Till; Bizer, Kilian
    Abstract: Die überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks (ÜBS) sind zentrale Träger der technologischen und digitalen Modernisierung im Handwerk und sichern die Qualität der Fachkräfteausbildung. Ausbleibende Investitionen können daher Wachstums- und Produktivitätsverluste im Handwerk bewirken. Dabei sind Bund und Länder Sparzwängen ausgesetzt, die einen effizienten Mitteleinsatz erzwingen. Gleichwohl ist zu beachten, dass Investitionen in die berufliche Bildungsinfrastruktur sowohl Mehreinnahmen an Steuern und Sozialabgaben generieren, als auch Kosteneinsparungen seitens der öffentlichen Hand und der Sozialversicherungsträger ermöglichen. Kern des vorliegenden Gutachtens ist in diesem Zusammenhang die quantitative Analyse fiskalischer Effekte zugunsten der öffentlichen Haushalte sowie der Sozialversicherungsträger, die durch zusätzliche ÜBS-Investitionen ausgelöst werden. Ziel der Untersuchung ist es somit, ein effizientes Investitionsniveau zu bestimmen, das eine optimale Rendite der öffentlich eingesetzten Mittel aus Sicht der unterschiedlichen staatlichen Ebenen induziert. Zu diesem Zweck werden zwei Simulationen durchgeführt. Auf Basis der quantitativen Simulationen der fiskalischen Effekte legt das Gutachten ein deutlich höheres Investitionsvolumen aller staatlichen Ebenen für die überbetrieblichen Bildungsstätten des Handwerks nahe. Der Bund müsste für eine gesamtstaatlich optimale Rendite 415 Mio. € investieren, was eine Steigerung des Niveaus aus 2024 von 332 % impliziert. Gegeben der Ko-Finanzierung von Bundesländern und Bildungsträgern erzielen die zusätzlichen Investitionen aus gesamtstaatlicher Perspektive eine jährliche fiskalische Rendite von 265 %. Über einen Zeithorizont von 15 Jahren würden sich aus diesen Investitionssummen kumulierte Nettoerträge von etwa 32, 7 Mrd. € ergeben. Ergänzend zu dieser quantitativen Analyse erfolgt eine literaturbasierte qualitative Analyse von insgesamt 16 empirisch schwer zugänglichen Wirkungszusammenhängen. Dabei zeigt sich, dass Investitionen in ÜBS entlang von vier Wirkungsebenen positive Effekte entfalten: (I) individuelle Effekte (soziale Mobilität, Beschäftigungsstabilität, Bildungsrenditen, Anpassungsfähigkeit an den technologischen Wandel); (II) betriebliche Effekte (Technologietransfer, Kooperations- und Netzwerkeffekte, Erhalt einer kleinteiligen, regionalen Betriebsstruktur und damit regionale Resilienz, Produktivitäts- und Innovationssteigerungen); (III) gesamtwirtschaftliche Effekte (erhöhte Standortattraktivität für Investoren, lokale Wertschöpfungsimpulse, Wertschöpfungs- und Einkommenszuwächse, Handwerk-Industrie-Kooperationen, Zubringerfunktion von Fachkräften für Industrie und Mittelstand); (IV) gesellschaftliche Effekte (Erwerbsintegration, Attraktivitätssteigerung beruflicher Bildung, Beiträge zu Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Energiewende, Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse).
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifhfob:337475
  3. By: Döring, Thomas; Gerhards, Eva; Monsef, Roschan; Schuß, Eric; Thöne, Michael
    Abstract: Das Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg hat das Finanzwissenschaftliche Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo Köln) und Professor Dr. Thomas Döring (sofia Darmstadt) mit einer finanzwissenschaftlichen Begutachtung des brandenburgischen kommunalen Finanzausgleichs für das Ausgleichsjahr 2027 beauftragt. Nach dem Brandenburgischen Finanzausgleichsgesetz (BbgFAG) bestehen in einem mindestens dreijährlichen Turnus Überprüfungspflichten hinsichtlich folgender Bestandteile des BbgFAG: 1) Prozentsätze der Verbundquote nach § 3 Abs. 1 BbgFAG gemäß § 3 Abs. 4 BbgFAG einschließlich einer Erörterung, inwiefern sich der Einbezug der Extrahaushalte auswirken würde, 2) Prozentsätze der Teilschlüsselmassen für die kommunalen Gruppen nach § 5 Abs. 3 BbgFAG gemäß § 3 Abs. 4 BbgFAG und 3) Hauptansatzstaffel nach § 8 Abs. 2 in Verbindung mit § 8 Abs. 3 BbgFAG. Zusätzlich wurde überprüft, inwiefern die Anhebung der investiven Schlüsselmasse nach § 13 BbgFAG ab dem 2027 und das System der Schlüsselzuweisungen Plus als sachgerecht beurteilt werden kann. Darüber hinaus fand erstmals für Brandenburg eine bedarfsorientierte Überprüfung der kommunalen Mittelverteilung und damit auch der Hauptansatzstaffel statt. Die bedarfsorientierte Methodik wurde außerdem bei der Überprüfung der vertikalen Symmetrie sowie bei der Überprüfung der Teilschlüsselmassenbildung angewendet. Begleitet wurde das Gutachten durch eine regelmäßige Diskussion der Ergebnisse mit dem Beirat für den kommunalen Finanzausgleich. Im Zuge dessen fanden im Projektzeitraum von Oktober 2024 bis November 2025 insgesamt drei Zwischenpräsentationen, eine Abschlusspräsentation sowie die Erarbeitung zweier Zwischenberichte statt, die über den jeweils aktuellen Stand der Begutachtungsergebnisse informiert haben...
    Keywords: Kommunaler Finanzausgleich, Finanzwissenschaft, Brandenburg
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fifore:337461
  4. By: Bergmann, Knut; Diermeier, Matthias; Kapteina, Benedikt D. S.; Scholz, Markus
    Abstract: Einige Geschäftsführer deutscher Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren öffentlich gegen die AfD positioniert, Dabei verweisen sie entweder auf Risiken für die freiheitlich-demokratische Grundordnung oder auf potenzielle wirtschaftliche Schäden für das eigene Unternehmen, Unklar bleibt bisher jedoch, wie solche Positionierungen in der Bevölkerung wahrgenommen werden und welche Wirkungen sie entfalten. Die vorliegende Studie untersucht daher systematisch Wahrnehmungs-, Legitimitäts- und Bewertungseffekte solcher CEO-Positionierungen. Die eigens konzipierte Befragung zeigt, dass beide von Geschäftsführern vorgetragene Argumente jeweils in einem Drittel der Bevölkerung Gehör gefunden haben - fast jeder sechste hält eine entsprechende CEO-Positionierung für legitim, Grundsätzlich sieht die Bevölkerung in Deutschland den Einfluss der Wirtschaft auf die Politik aber kritisch, Nur rund jeder vierte Befragte hat Vertrauen, dass Unternehmen verantwortungsvoll im Interesse der Gesellschaft handeln. Auffällig ist eine politisch differenzierte Wahrnehmung, AfD-Anhänger weisen ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber etablierten politischen Akteuren auf, bringen Unternehmen jedoch relativ mehr Vertrauen entgegen als Anhänger von Parteien links der Mitte, Daraus ergibt sich ein möglicher, jedoch begrenzter Resonanzraum zwischen Wirtschaftsakteuren und Teilen dieser Wählerschaft. Tatsächlich nehmen die Rechtsaußen-Unterstützer die Positionierungen gegen "ihre" Partei überdurchschnittlich häufig wahr, Allerdings halten nur etwas mehr als ein Fünftel der AfD-Parteianhänger die öffentliche Kritik durch Geschäftsführer für legitim, Gleichzeitig führt öffentliche Kritik an der AfD vonseiten der Unternehmensvertreter nicht dazu, dass sich die Parteigänger von ihr abwenden, Vielmehr lassen sich Backlash-Effekte nachweisen: Werden AfD-Sympathisanten mit der AfD-Kritik von Geschäftsführern konfrontiert, sinkt das Vertrauen in das entsprechende Unternehmen, Zudem verstärkt sich teilweise die Nähe zwischen Partei und Anhängerschaft - und das unabhängig davon, wie die Kritik der CEOs an der Partei formuliert ist. Im AfD-Lager zeigt sich eine Reaktionslogik, die Kritik externer Akteure eher als gruppenbezogenen Angriff interpretiert. Im Gegensatz dazu betrachten die Anhängerschaften der Linken oder der Grünen den Einfluss von Wirtschaft auf Politik mehrheitlich kritisch und halten es gerade einmal zu knapp 55, 1 Prozent respektive 63, 2 Prozent für legitim, wenn sich ein Geschäftsführer in der Öffentlichkeit für (beispielsweise) niedrigere Steuern und Abgaben ausspricht - deutlich höher fällt hingegen der Anteil aus, der eine Geschäftsführer-Kritik an der AfD als legitim bewertet, Werden sie darauf hingewiesen, dass sich Geschäftsführer gegen die AfD positioniert haben, steigt zudem das Vertrauen in ein verantwortungsvolles Handeln des entsprechenden Unternehmens, Die Bewertung gesellschaftlicher Positionierungen von Geschäftsführern in diesen Milieus folgt erkennbar einer kontextabhängigen Allianzlogik ("der Feind meines Feindes ist mein Freund"). Die hier diagnostizierte begrenzte Überzeugungswirkung von CEO-Positionierungen macht diese allerdings weder illegitim noch entbehrlich, Die empirischen Befunde verschieben den Fokus unternehmerischer Verantwortung vielmehr vom "ob" zum "wie" eines strategisch klug ausgestalteten Engagements für den Schutz der liberalen Demokratie, Unternehmen verfügen über ein breites Spektrum direkter und indirekter Handlungsformen, mit denen sie dieser Verantwortung sowohl individuell als auch kollektiv und in Kooperation mit anderen gesellschaftlichen Akteuren nachkommen können (siehe Diskussion). [...]
    Keywords: Demokratie und Gesellschaft, Demokratische Resilienz, Demokratischer Zusammenhalt
    JEL: D72 M14 D83 L21
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkpps:337496
  5. By: Brachert, Matthias; Giebler, Alexander; Szymczak, Wiebke
    Abstract: Der vorliegende Report beschreibt fünf Datenprodukte zu den Fördermaßnahmen im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG). Über dieses Programm stellt die Bundesregierung bis zum Jahr 2038 Fördermittel im Umfang von bis zu 41, 09 Mrd. Euro zur Verfügung, um die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der thermischen Verwertung von Kohle abzufedern. Das InvKG besteht aus einer breiten Palette verschiedener Programme bzw. Programmfamilien. Nach einer Einordnung in den rechtlichen Rahmen geht der Datenreport detailliert ein auf die einzelnen Schritte der Aufbereitung sowie die in den Datenprodukten enthaltenen Informationen. Da das Fördergeschehen einer hohen Dynamik unterliegt, werden die Datenprodukte fortlaufend aktualisiert und erweitert.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwhtrp:337454
  6. By: Fichter, Klaus; Neumann, Thomas; Olteanu, Yasmin; Grothey, Tim; Block, Jörn
    Abstract: Der Green Startup Report 2026, herausgegeben vom Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit, analysiert die aktuelle Entwicklung der grünen Gründungslandschaft in Deutschland und setzt die seit 2013 kontinuierlich durchgeführte wissenschaftliche Beobachtung der Szene fort. Die Langzeitperspektive ermöglicht eine belastbare Einordnung struktureller Trends, technologischer Entwicklungen und Veränderungen der Gründungsdynamik. Die grüne Start-up-Community ist weiter gewachsen und umfasst inzwischen 4.668 Unternehmen (Gründungszeitraum 2016 - 2025). Grüne Start-ups leisten einen zentralen Beitrag zur technologischen Innovationsfähigkeit und zur Klimaschutzleistung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Sie zeichnen sich durch eine hohe Patentquote, überdurchschnittliche Forschungsintensität und ein erhebliches CO2-Minderungspotenzial aus. Im Durchschnitt reduzieren ihre Lösungen Treibhausgasemissionen um mehr als 70 Prozent gegenüber marktüblichen Technologien. Gleichzeitig zeigt der Report erstmals seit Jahren eine rückläufige Gründungsdynamik. Trotz stabiler und wachsender GreenTech-Märkte bremsen Aufmerksamkeitsverschiebungen in Politik und Öffentlichkeit sowie regulatorische Unsicherheiten insbesondere in kapitalintensiven Sektoren das weitere Wachstum. Der Green Startup Report 2026 liefert damit eine zentrale Datengrundlage für die strategische Weiterentwicklung der deutschen Start-up-, Innovations- und Klimapolitik.
    Keywords: grüne Start-ups, Gründungen, Kapital, Einhorn, Klimaschutzpotenzial, Finanzierung, Start-ups mit Investment, Patent, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft, Scale-up-Strategie, Klimaschutzmaßnahmen, Förderung, Green-Startup-Ökosystem, Marktzugang, Künstliche Intelligenz KI, Geschäftsmodell, nachhaltiges Geschäftsmodell, Volatilität, Branchen, Green-Tech-Geschäftsmodell, Wirkungspotenzial, Frauenanteil, Business Angels, Venture Capital, Corporate Investment, Crowd-Investment, Kooperation, Purpose, Finanzierungsrunde, Technologie, Umweltinnovation, Energiewende, nachhaltige Chemie, Förderinstrumente, Klimaschutz, doppelte Dividende, Naturschutz, CO2-Emissionen, Impact, Materialkreislauf, Produktlebensweg, Lieferkette, Hackathon, Biodiversität, Skalierung, Nachhaltigkeit, GreenTech, Grand Challenges, Transformation, EU, Monitoring, Gründungsförderprogramme, Climate Forward Financing
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:337499
  7. By: Küster-Simić, André; Grelck, Michael; Gül, Okan; Schönfeldt, Janek
    Abstract: Die Branchenanalyse betrachtet die historische und aktuelle Lage, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland. Im Fokus steht, wie Unternehmen unterschiedlicher Größe mit Themen wie Digitalisierung, Fachkräftemangel und Nachhaltigkeit umgehen und welche Rolle politische Rahmenbedingungen dabei spielen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Wachstumssegmenten Vliesstoffe, technische Textilien sowie Arbeits- und Berufsbekleidung. Darüber hinaus untersucht die Studie die zunehmende Bedeutung textiler Dienstleistungen und die strategische Notwendigkeit der Diversifikation nach Abnehmern, Produkten und Märkten. Die Ergebnisse zeigen ein heterogenes Branchenbild mit klaren Schwerpunkten für künftige Wettbewerbsfähigkeit.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:337477
  8. By: Lichtenthäler, Sarah; Neligan, Adriana
    Abstract: Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen (NRW) erarbeitet aktuell eine Kreislaufwirtschaftsstrategie auf Landesebene, deren Ziel es ist, Ressourceneffizienz, Abfallvermeidung und zirkuläre Wertschöpfung systematisch in die Wirtschafts- und Industriepolitik NRWs zu integrieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Region zu stärken. NRW steht dabei vor besonderen Herausforderungen: Die Kunststoff und Chemieindustrie zählt zu den größten in Europa und der Strukturwandel im Rheinischen Revier erfordert neue, ressourcenschonende Wertschöpfungsketten. Unternehmen spielen eine zentrale Rolle: Sie gestalten Produktionsprozesse, Produktdesigns und Geschäftsmodelle. Dieser Bericht liefert einen umfragebasierten Einblick zum Status quo der Kreislaufwirtschaft in nordrhein-westfälischen Unternehmen: Zirkuläre Geschäftsmodelle: In NRW setzen Industrieunternehmen zirkuläre Geschäftsmodelle bislang überwiegend durch graduelle Produkt- und Prozessanpassungen um, während tiefgreifende strategische Neuausrichtungen seltener sind. Zirkuläre Maßnahmen: Unternehmen in NRW setzen zunehmend auf zirkuläre Maßnahmen, um die Kreislaufführung von Rohstoffen und Materialien zu fördern. Der Fokus liegt bislang vor allem auf Rohstoffwiederverwertung und Energieeffizienz. Daten in einer Circular Economy: Der Digitale Produktpass (DPP) wird von verschiedenen produktbezogenen EU-Regulierungen vorgegeben und kann Daten für eine Circular Economy liefern. Allerdings sind viele Unternehmen, vor allem KMU noch nicht ausreichend vorbereitet. Handlungsbedarf und -empfehlungen: In der NRW-Industrie bremsen vor allem fehlendes Know-how, begrenzte finanzielle Mittel und unzureichende Informationen die Einführung digitaler Lösungen für zirkuläre Ansätze. Technische Hürden wie fehlende Datenschnittstellen, nicht nachrüstbare Anlagen und fehlende Komplettlösungen verstärken dies. Besonders groß ist der Bedarf bei Daten und dem DPP: Geringe Bekanntheit, fehlende Standards und mangelnde Umsetzung erfordern einen gezielten Kompetenzaufbau und eine digitale Infrastruktur. Rechtliche und finanzielle Barrieren müssen abgebaut und Investitionen gezielt unterstützt werden, um zirkuläre Geschäftsmodelle breiter zu ermöglichen.
    Keywords: IW-Panels, IW-Zukunftspanel, Kreislaufwirtschaft, Länder und Regionen, Umwelt
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkpps:337488
  9. By: Arpaci, Arnold; Tolke, Christoph
    Abstract: Die Transformation der Wirtschaft durch Digitalisierung, Dekarbonisierung und demografischen Wandel erfordert neue Qualifikationen der Beschäftigten. Dieses Working Paper analysiert die neuen sozialrechtlichen Förderinstrumente nach § 82 und § 82a SGB III und zeigt, wie Betriebs- und Tarifparteien sie sinnvoll einsetzen können. Es beantwortet weitere Fragen der Weiterbildung, die sich in dem Zusammenhang stellen: Wie können Betriebsräte und Tarifpartner die Weiterbildung strategisch verankern? Und welche rechtlichen Gestaltungsspielräume gibt es? Durch praxisnahe Entscheidungshilfen und Fallbeispiele bietet dieses Working Paper Orientierung für Unternehmen, Gewerkschaften und Betriebsräte, um Qualifizierung als Schlüssel zur erfolgreichen Transformation zu nutzen.
    Keywords: Betriebsvereinbarung, Betriebsverfassungsrecht, Qualifizierungsgeld, Tarifvertrag
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:337478
  10. By: Käpplinger, Bernd; Reuter, Martin; Dietz, Caroline; Bilger, Frauke; Reimer, Rita
    Abstract: Welche Einstellung haben die Deutschen hinsichtlich Weiterbildung und was sind ihre Gründe, an entsprechenden Maßnahmen teilzunehmen? Das zu wissen, ist die Grundlage für bildungspolitische Entscheidungen zur Gestaltung der Weiterbildung. Die vorliegende Erhebung zeigt, dass insbesondere subjektive Einstellungen, soziales Umfeld, schulische und berufliche Abschlüsse sowie das Haushaltseinkommen die Sicht auf Weiterbildung beeinflussen. Die finanzielle Verantwortung wird beim Arbeitgeber, aber auch beim Staat gesehen. Vor allem Frauen wünschen sich mehr staatliche Unterstützung, und das große Interesse von älteren Menschen und Personen mit Migrationshintergrund ist überraschend. Deutlich wird zudem, dass es an Informationen zu Fördermöglichkeiten und Rechtsansprüchen wie den Bildungszeitgesetzen der Länder mangelt.
    Keywords: Lebenslanges Lernen, Weiterbildung, Bildungspolitik, Bildungsverhalten, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:337479
  11. By: Bossong, Raphael
    Abstract: Die politische Debatte über Schwächen des EU-Außengrenzschutzes verengt sich auf quantitative Indikatoren wie die Zahl irregulärer Grenzübertritte. Diese Kennzahlen sind interpretationsbedürftig und blenden den rechtlichen Rahmen aus, der auch bei irregulärer Einreise den Zugang zum Asylverfahren garantiert. Als primärer Maßstab für die Funktionalität des Grenzmanagements sind sie daher ungeeignet. Die wissenschaftliche Forschungslage zeigt keine eindeutige Abschreckungswirkung verschärfter Grenzkontrollen. Rückgänge auf einzelnen Routen durch Vorverlagerung gehen häufig mit Ausweichbewegungen, einer Anpassung bzw. Professionalisierung des Schleuserwesens und höheren Risiken für Schutzsuchende einher. Von weiteren Verschärfungen der Grenzsicherung ist kein linearer Nutzen zu erwarten. Mit dem Europäischen Integrierten Grenzmanagement (EIBM) und dem Schengen-Aufsichtsverfahren verfügt die EU bereits über einen anspruchsvollen Maßstab für Grenzkontrollen, der mehr politische Aufmerksamkeit verdient. Die Umsetzung ist in allen Mitgliedstaaten stärker voranzutreiben; die derzeitigen Defizite rechtfertigen jedoch keine andauernden Binnengrenzkontrollen. Das Europäische Grenzmanagement wird kontinuierlich entlang der Achsen Externalisierung, Zentralisierung und Technologisierung ausgebaut. Zusätzliche Forderungen, etwa nach erneutem Ausbau von Frontex oder Aufbau von Drohnenkapazitäten, sind in diesem Kontext genau und sorgfältig auf Mehrwert und Machbarkeit zu prüfen. Eine harte Versicherheitlichung, der zufolge Grenzen primär als Verteidigungslinien definiert sind, würde einen Paradigmenwechsel mit hohen Rechts- und Legitimationskosten einleiten. Die Berufung auf hybride Bedrohungen oder nationale Notlagen als Rechtfertigung dafür, östliche EU-Außengrenzen zu schließen und das Asylrecht dort auszusetzen, taugt langfristig jedoch nicht als Maßstab zur Bewertung des regulären europäischen Grenzmanagements.
    Keywords: Europäisches Integriertes Grenzmanagement (EIBM)
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:337472
  12. By: Klimm, Johanna; Müller, Kathrin; Rößle, Felix
    Abstract: Diese Arbeit analysiert die Einsatzfähigkeit von Large Language Models (LLMs) wie Google Gemini und Microsoft Copilot bei der Bearbeitung komplexer Controlling-Fallstudien. Praxisnahe Themen wie Kapitalflussrechnung, Selbstkostenberechnung und Eigen- vs. Fremdfertigung werden in Deutsch und Englisch anhand von fünf Kriterien (Korrektheit, Vollständigkeit, Plausibilität, Anwendbarkeit, Verständlichkeit) geprüft und von und ChatGPT ein zweites Mal geprüft. Die Ergebnisse zeigen, dass LLMs im ersten Schritt strukturierte und plausible Lösungen liefern, jedoch ihre Leistung in der Selbsteinschätzung stark überbewerten. Signifikanztests bestätigen, dass die Selbsteinschätzungen deutlich positiver ausfallen als die Bewertungen durch eine neutrale Künstliche Intelligenz (KI) und den Vergleich mit Musterlösungen. Entgegen der Erwartung können die LLMs englischsprachige Aufgaben nicht besser lösen als deutschsprachige. Auch dieser Zusammenhang erweist sich als statistisch signifikant. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass menschliche Expertise und Kontrolle für strategische Entscheidungen weiterhin unerlässlich sind, während LLMs derzeit vor allem als Unterstützungstools geeignet sind.
    Keywords: Controlling, Künstliche Intelligenz, Large Language Models
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:rpaebs:337476
  13. By: Diermeier, Matthias; Doliesen, Konrad; Mertens, Armin; Wendt, Jan
    Abstract: Die industrielle Transformation wird Deutschland in den kommenden Jahrzehnten verändern - durch Umbauten von Industriestandorten, neue Leitungsinfrastrukturen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Eine kleinräumige Vermessung des aktuellen Planungsstands zeigt: Knapp die Hälfte der Bevölkerung wird vor Ort überhaupt keine, ein Viertel nur geringfügige Veränderungen erleben. Lediglich ein Viertel der Menschen lebt in Regionen mit hoher Relevanz von Transformationsinfrastrukturen. In Regionen mit großen anstehenden Veränderungen ist ein kritischer Blick auf die anstehenden Veränderungen im Wohnumfeld ausgeprägter. Auch dort nimmt jedoch nicht einmal jeder Fünfte die lokale Transformation als negativ wahr - eine große Gruppe (38, 6 Prozent) ist hingegen unentschieden. Gerade was die Umsetzung von neuen Transformationsinfrastrukturen wie Wasserstoff- oder CO2-Leitungen angeht, fühlt sich eine überwältigende Bevölkerungsmehrheit unzureichend informiert. In einem Befragungsexperiment wird gezeigt, dass sich die Transformationsablehnung durch Transparenz über eine große lokale Betroffenheit nicht weiter verfestigt. Dieser Befund ist auch daher bemerkenswert, da der Großteil der Bewohner von Regionen mit hoher Infrastrukturrelevanz die Betroffenheit im eigenen Wohnumfeld unterschätzt. Demgegenüber kann die lokale Transformationsakzeptanz sogar gestärkt werden, wenn auf einen offiziellen Planungsstand hingewiesen wird, der geringe oder keine Veränderungen ausweist. Diese Wirkung ist besonders ausgeprägt bei Personen mit hoher Besorgnis oder starker Heimatverbundenheit. Ganz besonders wird die Bewertung durch parteipolitische Präferenzen beeinflusst: Auffällig ist dabei, dass positive Informationen bei AfD-Sympathisanten nicht wirken. Die Befunde zeigen nicht nur, wie unterschiedlich die regionale Betroffenheit ausfällt, sondern auch, welche Kommunikationsstrategien daraus folgen können: Für nicht betroffene Regionen genügt die kommunikative Verbreitung des Planungsstands, während in stark betroffenen Gebieten partizipative Formate entscheidend sein können, um Widerstand lokaler Minderheiten zu vermeiden. Die Analyse belegt die Bedeutung der Kommunikation für eine erfolgreiche und gesellschaftlich kohäsive Dekarbonisierung.
    Keywords: Demokratie und Gesellschaft, Demokratische Resilienz, Demokratischer Zusammenhalt, Klimapolitik, Rohstoffe und Energie
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkpps:337487
  14. By: Küblböck, Karin
    Abstract: In der aktuellen Demokratiedebatte werden ein Vertrauensverlust in politische Institutionen, sozial ungleiche Beteiligung, Repräsentationsdefizite und zunehmende Polarisierung als zentrale Herausforderungen diskutiert. Als mögliche Antwort auf diese Entwicklungen rücken deliberative, losbasierte Beteiligungsformate - insbesondere Bürger*innenräte - zunehmend in den Fokus. Sie versprechen, gesellschaftliche Vielfalt systematischer einzubeziehen, neue Räume politischer Mitwirkung zu schaffen und politische Entscheidungen stärker zu legitimieren. Dieses Briefing Paper greift diese Debatte auf und ordnet Bürger*innenräte darin ein: Es stellt ihre theoretischen Grundlagen, historische Entwicklung und mögliche Anwendungsfelder dar und diskutiert ihre demokratiepolitischen Potenziale.
    Keywords: Bürger*innenräte, deliberative Demokratie, demokratische Innovationen, Sortition, Demokratisierung der Demokratie
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:oefseb:337481
  15. By: Becker, Marco; Daube, Carl Heinz; Peskes, Markus; Reinking, Ernst; Semenischev, Corinna
    Abstract: Organisationen sind heute mehr denn je in einem Umfeld hoher Dynamik, Unsicherheit und Komplexität tätig und wandeln sich zunehmend in digitale Organisationen. Globale Krisen, technologische Disruptionen, Lieferkettenstörungen oder regulatorische Veränderungen erfordern von Organisationen nicht nur Robustheit, sondern adaptive Anpassungsfähigkeit. Aufgrund dieser Entwicklungen hat Resilienz, im Sinne einer erhöhten Widerstandsfähigkeit, als organisatorisches Konzept nochmals erheblich an Bedeutung gewonnen. Vor dem Hintergrund des sog. 'Digitalen Wandels' und insgesamt wachsender globaler Unsicherheiten wird in dem vorliegenden Artikel der Serie zunächst untersucht, was 'Organisationale Resilienz' genau bedeutet und welche typischen Merkmale und Kernfaktoren resiliente Organisationen auszeichnen. Darauf aufbauend wird zum einen der Frage nachgegangen, welche Spannungsfelder bei der Umsetzung klassischer Strategien Organisationaler Resilienz im digitalen Zeitalter in der Praxis bestehen. Zum anderen wird untersucht, inwieweit resiliente Organisationen auf Basis klassischer Resilienzstrategien die konkurrierenden Ziele 'Konsistenz' und 'Flexibilität' in einem dynamischen Umfeld noch auszubalancieren vermögen und welche Rolle die 'Digitale Resilienz' für ein integriert-systemisches Resilienzmodell, das klassische und digitale Strategien vereint, spielen kann.
    Abstract: Organizations today operate more than ever in environments characterized by high levels of dynamism, uncertainty, and complexity, and are increasingly transforming into digital organizations. Global crises, technological disruptions, supply chain interruptions, and regulatory changes require organizations not only to be robust, but also to possess adaptive capabilities. In light of these developments, resilience - understood as enhanced resistance and adaptability - has gained renewed and significant importance as an organizational concept. Against the backdrop of the so-called 'digital transformation' and the overall increase in global uncertainties, this article within the series examines at first what is meant by 'organizational resilience' and identifies the typical characteristics and core factors that distinguish resilient organizations. Based on this, it subsequently addresses, on the one hand, the tensions that arise in practice when implementing classical organizational resilience strategies in in times of digital transformation. On the other hand, it investigates the extent to which resilient organizations, based on traditional resilience strategies, are still able to balance the competing objectives of 'consistency' and 'flexibility' in a dynamic environment, and what role 'digital resilience' may play in the development of an integrated systemic resilience model that combines classical and digital strategies.
    Keywords: Unternehmensresilienz, Digitale Transformation, Organisationale Anpassung, Geschäftsmodellgestaltung, Organisationale Resilienz, Kybernetik, Risikomanagement, Kulturelle Resilienz
    JEL: L20 M10 L26 M15 O33 D81 M12 K24
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esprep:337303
  16. By: Zenz, Cora; Becke, Guido
    Abstract: Mit der Corona-Pandemie hat die hybride, das heißt zeit- und ortsflexible, digital gerahmte Zusammenarbeit einen Aufschwung erlebt. Für den Arbeitsund Gesundheitsschutz und die gesundheitsförderliche Gestaltung hybrider Arbeit ist es wichtig zu wissen, wo Ressourcen und auch Anforderungen liegen. Die vorliegende Studie hat dies beispielhaft in zwei Organisationen untersucht. Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Ausprägungen von hybrider Arbeit stark variieren und sich die gesundheitlichen Ressourcen und Belastungen hybrider Arbeit sehr unterschiedlich auswirken. Es konnten vier gesundheitsrelevante Spannungsfelder hybrider Arbeit identifiziert werden. Die Umsetzung im jeweiligen Team und die individuellen Bewertungen der Beschäftigten spielen neben Führung und Arbeitskultur eine große Rolle bei der gesundheitsförderlichen Gestaltung. Neben einer grundlegenden Regulierung von hybrider Arbeit, bei der auch die Mitbestimmung eine wichtige Funktion hat, ist daher auch der Freiraum für teamindividuelle Regelungen entscheidend. Betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutzakteure sollten Sensibilität für die komplexen Anforderungen hybrider Arbeit und deren Spannungsverhältnisse entwickeln. Die Partizipation der Beschäftigten im Prozess der Gefährdungsbeurteilung hybrider Arbeit ist essenziell für deren gesundheitsförderliche Gestaltung.
    Abstract: The COVID-19 pandemic has led to accelerated digitalization in the service sector, as work has been shifted to employees working from home as much as possible for reasons of occupational safety and infection control. Since the pandemic, new hybrid working concepts have emerged in several service sectors for various reasons (e.g., employee retention, cost savings), which involve switching between working at the company and working from home. Findings from occupational and health science during the pandemic can only be applied to these new location-flexible and hybrid working concepts to a limited extent. In contrast to quasi-permanent working from home, these hybrid working concepts are based on alternating between the workplace and working from home. Hybrid working models are likely to bring about lasting changes in the world of work. For occupational health and safety, but also for the health-promoting design of hybrid work, it is important to know where resources and requirements lie. In this study, two organizations were examined as examples to determine the importance employees attach to various aspects of hybrid work for their own psychosocial health and the challenges this poses for occupational health and safety. These questions were explored in qualitative interviews and group discussions with employees, managers, and experts from occupational healthcare and staff council representatives. To this end, two contrasting comparative case studies were conducted in the public sector and in IT services. Both sectors differ relatively significantly in terms of occupational health and safety structures and working cultures. The results show that the characteristics of hybrid work vary greatly and that the health resources and strains of hybrid work have very different effects, depending on the team-specific implementations and individual assessments of the employees. The following key issues are identified: (...)
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iawraw:337490
  17. By: Anderie, Lutz; Agel, Harald
    Abstract: Dieses Working Paper beleuchtet die Integration Künstlicher Intelligenz (KI) in Krankenhausumfeldern, mit dem Ziel, die Qualität der Patientenversorgung zu steigern, klinische und administrative Prozesse zu optimieren und Kosten im Gesundheitswesen zu senken. Es startet mit einer Einführung in zentrale KIDefinitionen - wie maschinelles Lernen, Deep Learning und natürliche Sprachverarbeitung - und erläutert deren spezifische Relevanz im Krankenhauskontext, wobei zwischen schwacher und starker KI unterschieden wird und der Fokus auf aufgabenbezogenen Anwendungen liegt. Das Paper identifiziert systematisch KI-Anwendungsfälle und priorisiert diese anhand von Kriterien wie klinischem Nutzen, wirtschaftlicher Effizienz, technischer Machbarkeit, ethischer Konformität und Skalierbarkeit. Eine detaillierte Fallstudie zum KI-Einsatz im Entlassmanagement (§ 39 Abs. 1a SGB V) demonstriert das transformative Potenzial, einschließlich prädiktiver Analytik für Wiedereinweisungsrisiken, automatisierter Planung durch Tools wie Recare PREDICT und VOICE sowie agentischer KI zur Prozessorchestrierung, die Verweildauern verkürzen und erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen kann (z. B. 75.000 €/Monat für ein 850-Betten-Krankenhaus mit ca. 35.000 stationären Patienten). Weitere effizienzsteigernde Anwendungsfälle wie KI in der bildgebenden Diagnostik, Ressourcenplanung, Patientenüberwachung und personalisierten Medizin werden skizziert. Eine strategische Roadmap für die KI-Implementierung wird vorgeschlagen, in Kooperation mit Partnern wie HA&P Beratungsgesellschaft mbH, umfassend Bedarfsanalysen, Pilotprojekte (z. B. Chatbot-Prototypen) und modulare Skalierung. Ethische und regulatorische Aspekte werden kritisch bewertet, mit Schwerpunkt auf dem EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) und seinem risikobasierten Ansatz sowie DSGVO-Anforderungen an Datenschutz und Bias-Minimierung durch erklärbare KI. Maßnahmen zur Skalierung umfassen Serious Games wie "Keine Angst vor KI" und "Entlassmanagement Training" (inspiriert von Charités GameEducation-Initiativen) zur Personal-Schulung und gewährleisten Konformität bis August 2026 für Hochrisikosysteme. Das Paper schließt mit einem umfassenden, handlungsorientierten Rahmen ab, der Krankenhäusern den Weg zu ethischer, effizienter und nachhaltiger KI-Adoption ebnet und Innovationen fördert, ohne die Patientensicherheit und das Vertrauen zu gefährden.
    Abstract: This working paper examines the integration of Artificial Intelligence (AI) into hospital environments, with the objective of enhancing patient care quality, streamlining clinical and administrative processes, and reducing healthcare costs. It begins with an introduction to key AI definitions-such as machine learning, deep learning, and natural language processing-and delineates their specific relevance in hospital contexts, distinguishing between weak and strong AI while emphasizing the predominance of taskspecific applications. The paper systematically identifies and prioritizes AI use cases based on criteria including clinical benefits, economic efficiency, technical feasibility, ethical compliance, and scalability. A detailed case study on AI in discharge management (§ 39 Abs. 1a SGB V) illustrates transformative potential, featuring predictive analytics for readmission risks, automated planning via tools like Recare PREDICT and VOICE, and agentic AI for process orchestration, which can shorten hospital stays and yield significant cost savings (e.g., €75, 000/month for an 850-bed facility). Additional efficiency-optimizing use cases, such as AI in imaging diagnostics, resource planning, patient monitoring, and personalized medicine, are outlined. A strategic roadmap for AI implementation is proposed, in collaboration with partners like HA&P, encompassing needs analysis, pilot projects (e.g., Chatbot prototypes), and modular scaling. Ethical and regulatory aspects are critically evaluated, highlighting the EU AI Act (Regulation (EU) 2024/1689) with its risk-based approach, alongside DSGVO requirements for data protection and bias mitigation through explainable AI. Measures for scaling include serious games like "Keine Angst vor KI" and "Entlassmanagement Training" (inspired by Charité's Game Education initiatives) for staff training, ensuring regulatory conformity by August 2026 for high-risk systems. The paper concludes by providing hospitals with a comprehensive, actionable framework for ethical, efficient, and sustainable AI adoption, fostering innovation while safeguarding patient safety and trust.
    Keywords: Krankenhausmanagement, Künstliche Intelligenz, Patienten, Fallmanagement, Schnittstellenmanagement
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fhfwps:337483
  18. By: Enzinger, Matthias; Gechert, Sebastian; Heimberger, Philipp; Prante, Franz; Romero, Dani F.
    Abstract: Konventionelle Geldpolitik wird von der EZB weiterhin als das primäre Instrument zur Preisstabilisierung verwendet. Gleichzeitig verändern sich Preisdynamiken, angebotsseitige Schocks gewinnen an Bedeutung. Die Meta-Studie von Enzinger et al. (2025)[1] wertet über 400 Studien zur Effektivität konventioneller Geldpolitik aus und korrigiert systematische Verzerrungen, insbesondere den sogenannten Publication Bias. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass konventionelle Geldpolitik weniger effektiv ist, als der Durchschnitt bisheriger Schätzungen suggeriert. In diesem Artikel[2] stellen Enzinger, Gechert, Heimberger, Prante und Romero die Ergebnisse ihrer Studie vor. Als mögliche Implikationen schlagen sie unter anderem einen breiteren Instrumentenmix zur Preisstabilisierung vor.
    Keywords: Geldpolitik, Inflationsdynamik, EZB
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:337418

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