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on German Papers |
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Issue of 2026–10–26
thirty-one papers chosen by Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München |
| By: | Seele, Stefanie |
| Abstract: | Frankreich holt nach Reformen bei der Aktivierung von Jüngeren und Älteren aus der Nicht-Erwerbstätigkeit im Vergleich zu Deutschland auf. In Frankreich wuchs das Arbeitsvolumen und das Bruttoinlandsprodukt legte deutlich stärker zu als hierzulande. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:344126 |
| By: | Noack, Anika; Dunkl, Anna; Otto, Andreas |
| Abstract: | Wie gelingt Strukturwandel, der die Potenziale von Frauen konsequent einbezieht? Das Working-Paper zeigt am Beispiel des Deutschen Zentrums für Astrophysik, wie Fachkräftesicherung, Gleichstellung und regionale Transformation zusammengedacht werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Frauen im Mint-Bereich für neue wissenschaftliche und technologische Arbeitsfelder gewonnen, und dann gehalten und gefördert werden können. Es werden konkrete Ansatzpunkte für eine geschlechtergerechte Organisationsentwicklung und eine attraktive Arbeitskultur in der Lausitz herausgearbeitet. Die Ergebnisse machen deutlich: Strukturwandel gelingt nachhaltiger, wenn Gleichstellung als strategischer und integraler Bestandteil von Innovations-, Personal- und Regionalentwicklung verstanden wird. |
| Keywords: | Lausitz, Gleichstellung, Transformation, Region |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:344097 |
| By: | Meyer, Tim |
| Abstract: | Der Handel von Gütern, Waren und Dienstleistungen ist zentraler Bestandteil einer marktwirtschaftlichen Ordnung. Er schafft neue Märkte, indem Angebot und Nachfrage an unterschiedlichen Orten zusammengeführt werden. Handel ist die Basis für eine globale Arbeitsteilung und Spezialisierung entlang komparativer Kosten- und Standortvorteile, was mit Effizienzsteigerungen und Skaleneffekten bei Ausweitung von Produktionsmöglichkeiten einhergeht. Zudem ermöglicht er die Nutzung von regionalen Preisunterschieden (Arbitrage) sowie eine Anpassung an Nachfragestrukturen. Die Öffnung der globalen Handelsmärkte und der aktuell zu beobachtende Grad der internationalen Vernetzung sind in der jüngeren Geschichte nach wie vor beispiellos. Die enorme Ausweitung der Handelsintensität, insbesondere seit den 1950er Jahren, ist eng mit dem seither erzielten Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und der weltweiten Steigerung des Wohlstandsniveaus korreliert. Außenhandel ist dementsprechend ein zentraler Faktor für wirtschaftliche Prosperität und Wohlstand, von dem nicht nur Industriestaaten, sondern ebenso Schwellen- und Entwicklungsländer profitieren. |
| Keywords: | Europa, Freihandel, Wettbewerbsfähigkeit |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwarg:344086 |
| By: | Adrián Santonja |
| Abstract: | In diesem Sommer haben verheerende Waldbrände für Schlagzeilen gesorgt. Im Fokus standen die Brände in den spanischen Provinzen Ávila und Madrid sowie an der französischen Atlantikküste bei Bordeaux. Doch auch Deutschland blieb nicht verschont: Ende Juli brannten bei Jüterbog in Brandenburg rund 300 Hektar auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz, Mitte August folgte im Hürtgenwald in der Eifel der größte Waldbrand in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der bundesweiten Aufzeichnungen 1991. Diese Studie zeigt auf Basis aktueller Satellitendaten, dass bis Ende September 2026 in der gesamten EU und auch in Deutschland die drittgrößte Fläche seit 2016 von Vegetationsbränden betroffen war. In Deutschland brannte mehr als doppelt so viel Fläche wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Dies deutet auf eine Trendwende hin. Mit zunehmenden Hitze- und Trockenperioden dürften die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen von Bränden deutlich zunehmen. Dies unterstreicht die Bedeutung von Klimaschutz sowie einer besseren Vorbereitung auf Vegetationsbrände, etwa durch Aufklärung der Bevölkerung und den Einsatz neuer Technik zur Brandbekämpfung. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:diw:diwakt:127de |
| By: | Kuebart, Andreas Sebastian Carl |
| Abstract: | In der Debatte um Deutschlands Position im globalen KI-Wettbewerb dominieren oft aggregierte, nationale Durchschnittswerte. Diese Makroperspektive greift zu kurz, denn sie verdeckt die tatsächliche Dynamik: Die deutsche KI-Ökonomie ist von extremen räumlichen, finanziellen und strukturellen Brüchen geprägt. Um gezielte wirtschafts- und regionalpolitische Maßnahmen entwickeln zu können, reicht ein pauschaler Ländervergleich nicht aus - es bedarf einer detaillierten Kartierung. Genau hier setzt der KI-Atlas Deutschland an. Aus der Perspektive der Wirtschaftsgeographie blickt dieser Bericht hinter die Kulissen des Hypes. Er kartiert die deutsche KI-Landschaft entlang ihrer Wertschöpfungskette: von der Infrastruktur über die Grundlagenforschung hin zur ökonomischen Wertschöpfung im Startup-Ökosystem und in etablierten Unternehmen. Dabei wird deutlich, dass sich Innovationskraft zunehmend in wenigen urbanen "Superstar-Clustern" konzentriert, während andere Regionen kaum partizipieren. Gleichzeitig offenbaren sich kritische Abhängigkeiten bei Wachstumskapital und technologischer Souveränität. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:irsdia:344108 |
| By: | Becker, Peter |
| Abstract: | Im Juli 2025 hat die Europäische Kommission ihren Vorschlag für einen mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der EU für die Jahre 2028 bis 2034 unterbreitet. Seither verhandeln die Mitgliedstaaten im Rat der EU darüber und bereiten eine Konsenslösung vor, die im besten Falle noch im Jahr 2026 zu einer Einigung der Staats- und Regierungschefs führen soll. Mit dem neuen MFR soll der Haushalt umfassend modernisiert und die EU auf neue Aufgaben und Herausforderungen vorbereitet werden. Dabei spielt die Flexibilisierung des nächsten MFR eine herausgehobene Rolle. Sowohl die Mitgliedstaaten als auch die europäischen Institutionen unterstützen das Anliegen, die Ausgabenpolitiken der EU flexibler zu gestalten, um die EU besonders in Krisensituationen und bei unvorhergesehenen neuen Problemen handlungsfähiger zu machen. Dieses Vorhaben steht jedoch in Konflikt zum besonderen Wert des siebenjährigen Budgets, nämlich seiner Vorhersehbarkeit und der Planbarkeit seiner Förderprogramme. Neben der Beilegung der traditionellen Verteilungskonflikte zwischen Nettozahlern und Nettoempfängern wird dann auch eine Verständigung über die Flexibilisierung des MFR und die damit vebundenen institutionellen Fragen gefunden werden müssen. |
| Keywords: | Europäische Union, EU, Europäische Kommission, Mehrjähriger Finanzrahmen, MFR, 2028-2034, EU-Haushalt, NGEU-Rückzahlung, NRPP, GAP, ECF, EU-Fazilität, Flexibilität, Berechenbarkeit, Catalyst Europe, Krisenmechanismus |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:344119 |
| By: | Demary, Markus; Grömling, Michael; Henger, Ralph; Hentze, Tobias; Obst, Thomas; Pimpertz, Jochen; Puls, Thomas; Schäfer, Holger; Seele, Stefanie; Sultan, Samina |
| Abstract: | Das gute erste Halbjahr infolge steigender Exporte und hoher staatlicher Impulse bewirkt ein Plus beim realen Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2026 von knapp 1, 2 Prozent. Die Dynamik lässt jedoch wieder nach. Sondereffekte beim Export laufen aus, der private Konsum leidet unter hohen Energiepreisen und rückläufiger Beschäftigung, die privaten Investitionen verharren im Vorsichtsmodus. Obwohl die Beschäftigung deutlich sinkt, bleibt die Arbeitslosenquote bei 6, 3 Prozent. Das Staatsdefizit steigt auf 4 Prozent. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:344124 |
| By: | Adar, Sinem (Ed.); Werenfels, Isabelle (Ed.) |
| Abstract: | Autoritäre und sich autokratisierende Staaten widmen ihrer Diaspora zunehmend Aufmerksamkeit. Die sechs in dieser SWP-Studie untersuchten Fälle zeigen, dass Diasporapolitik immer strategischer und systematischer betrieben wird und auf eine Identifizierung auch postmigrantischer Generationen mit dem Herkunftsstaat zielt. Die Beweggründe staatlicher Diasporapolitik reichen von der Machtsicherung herrschender Eliten oder einer politischen Strömung über wirtschaftliche, regionale und globale Interessen sowie Nation Branding bis hin zur Abwehr politischer Herausforderungen durch Diasporaakteure. Dabei variieren die jeweiligen Schwerpunkte und Instrumente erheblich: Russland begreift Diasporapolitik als Teil seiner Kriegsführung, für China und Indien ist sie eng mit globalen wirtschaftlichen Ambitionen und dem technologischen Wettbewerb verbunden. Der Türkei geht es um postkoloniale Ordnungsvorstellungen und regionale Ansprüche. Für Marokko stehen territoriale Souveränität sowie die Maximierung von Rücküberweisungen und Investitionen im Vordergrund. Eritrea wiederum strebt nach Ertragssteigerungen aus Auslandssteuern zur Stabilisierung des Staatshaushalts. Die Reaktionen der oftmals sehr heterogenen Diaspora fallen nicht immer nach Wunsch aus. Die Politik des Herkunftsstaats kann auf Desinteresse oder gar Widerstand stoßen und Spannungen in der jeweiligen Diaspora begünstigen. Für Deutschland eröffnet Diasporapolitik einerseits Chancen: außen- und entwicklungspolitisch, teilweise auch mit Blick auf Integration und soziale Mobilität. Andererseits ist sie mit Herausforderungen verbunden, insbesondere hinsichtlich transnationaler Repression. Im Umgang mit Diasporapolitik und ihren Auswirkungen sollte Deutschland sich vorrangig an Rechtsstaatlichkeit orientieren. Eine effektive Nutzung der Chancen setzt überdies ein genaues Verständnis der Motivation, Instrumente und Grenzen dieser Politik voraus. Pauschalisierende und ausgrenzende Diskurse gegenüber Diasporagruppen können hingegen destruktiven Strategien von Drittstaaten das Feld bereiten. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:344101 |
| By: | Proeger, Till; Meub, Lukas |
| Abstract: | Die Flutkatastrophe vom Juli 2021 traf im Landkreis Ahrweiler auf eine kommunale Verwaltung, die durch das Ereignis selbst weitgehend handlungsunfähig wurde. Das Handwerk wurde in dieser Lage - neben Einsatzorganisationen, Zivilgesellschaft und staatlicher Hilfe - zu einem zentralen Träger der Krisenbewältigung, zunächst ohne Auftrag, ohne Vergütung und ohne Verankerung in den Strukturen des Bevölkerungsschutzes. Diese Studie rekonstruiert auf der Grundlage zweier Gruppengespräche mit Schlüsselakteuren, welche Leistungen das Handwerk erbrachte, wie sich die Hilfe organisierte, wo sie an Grenzen stieß und was daraus für die Krisenvorsorge folgt. Es gibt dabei drei Kernbefunde: - Das Handwerk erbrachte weit mehr als technische Gewerkeleistungen. Selbst massiv betroffene Betriebe leisteten technische Nothilfe, sicherten die Wärmeversorgung vor dem Winter und trugen den mehrjährigen Wiederaufbau; hinzu kamen Materiallogistik, Helfer- und Auftragsvermittlung sowie Vertrauens-, Beratungs- und Schutzfunktionen. - Die Koordination der Hilfe erfolgte weitgehend informell, aber über benennbare Mechanismen. Obermeister-Netzwerke, überregionale Kollegenhilfe, die wöchentliche "Dienstagsrunde" sowie die Treuhänder- und Logistikfunktion der Kammer ergänzten die überlasteten staatlichen Strukturen - getragen von Vertrauen, Gegenseitigkeit und persönlichen Netzwerken, jedoch institutionell ungesichert. - Eine systematische Einbindung des Handwerks in die Krisenstrukturen fehlt. Nothilfe ohne Finanzierungsgrundlage, Haftungsunsicherheit, blockierte Versorger-Schnittstellen und ein fehlender gemeinsamer Übungsbetrieb begrenzten die Wirkung; im Kontrastfall Trier band eine handlungsfähige Verwaltung das Handwerk unmittelbar ein. Daraus ergeben sich acht Handlungsempfehlungen unter dem Leitprinzip der "vorbereiteten Informalität" mit dem Ziel, Selbstorganisation zu stärken und abzusichern statt sie zu verregeln: - E1 - Etablierung Verbindungsstellen Handwerk in Krisen- und Verwaltungsstäben - E2 - Etablierung Koordinationsrunden als vorbereitetes, regional aktivierbares Modul - E3 - Aufbau gewerkescharfer Nothilfe-Kataloge mit Vergütungsregeln - E4 - Prüfung regionaler Notfallfonds und Treuhandmodelle der Kammern - E5 - Aufstellung Material- und Verbandskaskade mit Koordinationskapazität - E6 - Erhalt verstetigter, im Krisenfall sofort aktivierbarer Vermittlungsplattform - E7 - Einbeziehung Handwerk in Übungen und Lagebildern des Katastrophenschutzes - E8 - Prüfung der rechtlichen und ökonomischen Absicherung der Nothilfe Einen Teil der Empfehlungen können Handwerksorganisationen eigenständig umsetzen; die übrigen erfordern das Zusammenwirken von Staat, Katastrophenschutz und Versicherungswirtschaft. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifhfob:344107 |
| By: | Werding, Martin; Harter, Anina; Hauber, Philipp; Hermann, Tim; Holler, Lenard; Kress, Peter; Neef, Theresa; Ochsner, Christian; Püschel, Veronika Anna; Rochell, Charlotte |
| Abstract: | Der demografische Alterungsprozess, der in Deutschland besonders ausgeprägt ist, tritt nun in eine akute Phase. Aufgrund der Renteneintritte der "Baby boomer" schrumpft die Zahl der Erwerbstätigen in den nächsten Jahren. Gleichzeitig wächst die Zahl der Leistungsempfängerinnen und -empfänger der Sozialversicherungen. Durch diese Entwicklung stehen die größtenteils umlagefinanzierten Sozialversicherungen unter Druck. Langfrist-Simulationen zeigen, dass die Beitragssätze der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV), der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) steigen. Unter geltendem Recht und basierend auf Annahmen der jüngsten Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes erhöht sich der Gesamtsozialversicherungsbeitragssatz von 41, 0 % in 2024 auf 47, 7 % in 2035, 53, 7 % in 2050 und auf bis zu 59, 8 % im Jahr 2080. Sensitivitätsanalysen mit abweichenden Annahmen zur zukünftigen Entwicklung der Bevölkerung, des Arbeitsmarktes und des Produktivitätswachstums stützen die Analyse. Ergänzend werden Risikovarianten sowie Reformszenarien für die GKV und die SPV betrachtet. Insbesondere für die SPV zeigen sich dabei Handlungsoptionen, mit denen sich der langfristig absehbare Anstieg des Beitragssatzes stark dämpfen ließe. In der GKV haben kontinuierlich steigende Beitragssätze bislang nur wenig mit demografischer Alterung, sondern mit Ineffizienzen im deutschen Gesundheitswesen sowie mit Effekten des medizinisch-technischen Fortschritts zu tun. Konkrete Ansatzpunkte zu finden, um den projizierten Anstieg des GKV-Beitragssatzes nicht nur vorübergehend aufzuhalten, sondern langfristig zu begrenzen, erweist sich als schwierig. Die hier dokumentierten Analysen waren Grundlage für das Frühjahrsgutachten 2026 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:svrwwp:344099 |
| By: | Strecke, Linus; Krieger, Bastian; Hottenrott, Hanna |
| Abstract: | Unternehmen in Deutschland stehen unter erheblichem Anpassungsdruck. Demografischer Wandel, Fachkräfteengpässe, Digitalisierung, gestiegene Kosten und ein intensiver Innovationswettbewerb erhöhen die Anforderungen an betriebliche Organisationsformen. Innovationen in der Arbeitsorganisation können dabei ein wichtiges Instrument sein, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Sie fördern die Integration unterschiedlicher Beschäftigungsgruppen, verbessern die Nutzung vorhandener Potentiale und können zugleich zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Unternehmen beitragen. Eine Analyse auf Basis des Mannheimer Innovationspanels zeigt, dass solche Maßnahmen in der Unternehmenspraxis bereits relevant sind, aber noch nicht flächendeckend umgesetzt werden. Besonders bedeutsam scheint ihre erstmalige Einführung, die mit positiven Effekten auf den Umsatz und die Anzahl der Beschäftigten einhergeht. Die Befunde legen nahe, Innovationen in der Arbeitsorganisation neben ihrer sozialen Bedeutung auch als wirtschafts und innovationspolitisch relevantes Instrument zu verstehen, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:344120 |
| By: | von Witzendorff, Anna; Renz, Augustin; Engels, Barbara |
| Abstract: | Aufmerksamkeit ist die knappe Ressource der digitalen Welt. In Deutschland stiegen die Ausgaben für Social-Media-Werbung zwischen 2022 und 2025 deutlich, während die tägliche Nutzungsdauer nahezu konstant geblieben ist. Immer mehr Werbegeld verteilt sich auf eine kaum wachsende Zeitmenge. Umso entscheidender ist, wie Plattformen ihre Vermittlungsmacht einsetzen und wie wirksam der Digital Services Act durchgesetzt wird. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:344127 |
| By: | Douglas, Nadja; Hemmelskamp, Jonas; Muschick, Simon |
| Abstract: | Die Zahl der Cybervorfälle durch staatliche und von Staaten kontrollierte Akteure steigt weltweit an - insbesondere im OSZE-Raum -, während die diplomatischen Instrumente zu ihrer Eindämmung wenig Aufmerksamkeit erfahren. Die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) und andere Regionalorganisationen haben eine Reihe von vertrauensbildenden Maßnahmen (VBMs) im Cyberbereich verabschiedet, welche die Grundlage für eine tiefergehende multilaterale Kooperation darstellen. Doch es ist unklar, inwieweit diese Maßnahmen den Anforderungen einer sich wandelnden Bedrohungslandschaft Rechnung tragen. Auch gibt es nach wie vor strukturelle Defizite in der Cyberdiplomatie und unterschiedliche Bedrohungsperzeptionen in den jeweiligen Regionen. Prinzipiell stellt sich die Frage, in welchen Konstellationen Staaten im Kontext von Cybervorfällen zusammenarbeiten und wann nationale Souveränitätsinteressen überwiegen. |
| Keywords: | Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE, Cyberangriff, Cybervorfall, Cyberdiplomatie, Cybersicherheit |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:344118 |
| By: | Meyer, Matthias; Freund-Möller, Cynthia; Wéber, Júlia; Mülling, Eric; Krüger, Christine |
| Abstract: | Dieses Working Paper untersucht vergleichend parlamentarische Aktivitäten und Strategien der AfD-Landtagsfraktionen in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern im Zeitraum Juli 2020 bis Juni 2025, mit Fokus auf ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit. Die Befunde zeigen: Die AfD nutzt parlamentarische Instrumente zunehmend, um Einfluss auf die Praxis und Profession zu nehmen. Neben der politischen Oppositionsarbeit werden Strategien sichtbar, die auf die Delegitimierung, Verunsicherung und langfristige Schwächung öffentlicher wie zivilgesellschaftlicher Infrastruktur im Bildungs- und Sozialwesen zielen. Die Befunde werden in aktuelle Debatten über Deprofessionalisierung in der Sozialen Arbeit eingeordnet. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:344098 |
| By: | Lang, Thorsten |
| Abstract: | Die Beschäftigung in der Schmiede-, Press-, Zieh- und Stanzindustrie ist räumlich stark konzentriert. Die Branchenbeschäftigung steht insgesamt seit 2019 unter Druck. Allerdings gibt es deutliche regionale Unterschiede. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:344122 |
| By: | Geraldine Dany-Knedlik; Konstantin A. Kholodilin; Alexander S. Kritikos; Alexander Kriwoluzky |
| Abstract: | Nach dem Sieg der Partei Die Linke bei den Landtagswahlen in Berlin spielt die Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen in den Gesprächen über die nächste Landesregierung eine zentrale Rolle. In Berlin fehlen Wohnungen, und die Mieten steigen seit Jahren. Die Linke fordert daher eine Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen. Was dies den Landeshaushalt kosten würde, hängt von der Höhe der Entschädigung und künftiger Mieten ab. In der vorliegenden Studie werden Szenarien mit Entschädigungssummen zwischen acht und 29 Milliarden Euro und unterschiedlichen Mieteinnahmen berechnet. Selbst bei einer Miete von acht Euro pro Quadratmeter, was in etwa dem heutigen Mietniveau in den Beständen entspricht, müsste der Landeshaushalt ab einer Entschädigungshöhe von 21 Milliarden Euro jährlich Millionenbeträge zuschießen, bei niedrigeren Mieten steigen die Zuzahlungen entsprechend. Nicht nur die Belastungen für den Landeshaushalt wären enorm, auch die Wirkungen auf den Wohnungsmarkt wären verheerend. Die Vergesellschaftung schafft keinen zusätzlichen Wohnraum und würde Investoren verschrecken. Damit wirkt sie sowohl auf das Angebot als auch auf die Nachfrage in die falsche Richtung: Das Angebot dürfte weiter schrumpfen, die Nachfrage wegen der günstigeren Mieten aber steigen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:diw:diwakt:126de |
| By: | Zeiner, Robert; Schlogl, Lukas |
| Abstract: | Die vorliegende Studie entwickelt Reformvorschläge, wie Österreich seine Entwicklungspolitik stärker an angestrebten Wirkungen ausrichten und politische Ziele, öffentliche Mittel und Wirkungsevidenz besser miteinander verbinden könnte. Sie stützt sich auf Budget- und Strategiedokumente, Evaluierungen, Prüfberichte und Fachliteratur sowie Hintergrundgespräche und einen Fachworkshop. Ausgangspunkt der Analyse ist ein gut ausgebautes System wirkungsorientierter Haushaltsführung, dessen Potential für die Entwicklungspolitik allerdings nur teilweise genutzt wird. Die Studie schlägt vor, das Dreijahresprogramm zu einem wirkungsorientierten entwicklungspolitischen Mehrjahresprogramm weiterzuentwickeln. Darin sollen gemeinsame Wirkungsbereiche, nachvollziehbare Wirkungsmodelle und eine Strategische Wirkungs- und Ressourcenmatrix gesamtstaatliche entwicklungspolitische Ziele, Mittel und Zuständigkeiten über Ressortgrenzen hinweg verbinden. Ein jährlicher Bericht soll vorhandene Informationen für Planung, parlamentarische Kontrolle und institutionelles Lernen nutzbar machen. Einzubeziehen sind auch die entwicklungspolitischen Folgen anderer Politikbereiche und mögliche Zielkonflikte. Dabei gilt es jeweils, Österreichs Wirkungsbeitrag unter Berücksichtigung begrenzter Einflussmöglichkeiten realistisch zu beurteilen. In Summe skizziert die Studie einen schrittweise umsetzbaren Reformweg, der bestehende Instrumente zusammenführt und Wirkung stärker zur Grundlage politischer Entscheidungen macht. |
| Keywords: | Entwicklungspolitik, Wirkung, Berichtswesen, Verwaltung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:oefser:344095 |
| By: | Bürger, Miriam; Dietrich, Carla; Durben, Sebastian |
| Abstract: | Vorwort: Die deutschen Gewerkschaften stehen seit vielen Jahren vor enormen Herausforderungen: sinkende Mitgliederzahlen und rückläufige Tarifbindung sind Messgrößen für den kontinuierlichen Rückgang von institutioneller Macht und Organisationsmacht (Schmalz/Dörre 2014), der die Gewerkschaften zunehmend in die Defensive (vgl. Urban 2008; Goes 2016) bringt. In unserer gewerkschaftlichen Praxis hat sich dadurch ein Grundrauschen der Mutlosigkeit eingestellt: Gewerkschaftsmitglieder, Funktionär*innen und Hauptamtliche trauen sich immer seltener zu, ihre betrieblichen oder tariflichen Konflikte erfolgreich zu führen und zu gewinnen. Proaktive Kämpfe, die auf die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ausgerichtet sind, werden selten eingegangen. Wenn gekämpft wird, dann meistens als Abwehrkampf: gegen Arbeitsplatzabbau, gegen tarifliche Verschlechterungen, gegen Restrukturierungsmaßnahmen oder Tarifflucht. Am Ende dieser Auseinandersetzungen stehen oft schmerzhafte Kompromisse, die keine Jubelstimmung aufkommen lassen. |
| Keywords: | Tarifpolitik, Tarifvertrag, Tarifverträge, Tarifverhandlungen, Gewerkschaften |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:344110 |
| By: | Sebastian Eichfelder; Julia Jirmann (Faculty of Economics and Management, Otto-von-Guericke University Magdeburg); Sibel Santiago da Costa |
| Abstract: | Wir ermitteln anhand eines datengestützten Berechnungsmodells die effektive Steuerlast von Investitionen in eigengenutzte und vermietete Wohnimmobilien. Als Maßgröße verwenden wir die Veränderung der Vorsteuerrendite sowie die Effective Average Tax Rate nach Devereux und Griffith. Die Steuerlast hängt von der Finanzierungsform, der Haltedauer und der Anlageoption ab. Für kurze Haltedauern (5 Jahre) und Eigenfinanzierung ermitteln wir eine Belastung von 20% bis 26% für selbstgenutzte Immobilien und 25% bis 59% für Mietimmobilien. Mit zunehmender Fremdkapitalquote und Haltedauer gehen die Belastungen stark zurück. Bei vollständiger Fremdfinanzierung und einer Haltedauer von etwas mehr als 10 Jahren ermitteln wir Belastungen von 8% bis 9% bei Eigennutzung, 10% bis 16% bei Vermietungsgesellschaften (ohne Ausschüttung) sowie -3% bis -2% bei Vermietungen im Privatvermögen. Wir stellen damit fest, dass das Steuerrecht effektiv Vermietungen im Privatvermögen in bestimmten Konstellationen subventioniert. |
| Keywords: | Effektive Steuerlast, Immobilien, Wohnimmobilien, Investitionen |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:mag:wpaper:26018 |
| By: | Schaller, Christian |
| Abstract: | Bereits vor Ausbruch des Iran-Kriegs bestand Streit darüber, ob die Straße von Hormus dem Regime der Transitdurchfahrt unterliegt oder ob dort - wie von Teheran vertreten - lediglich das Recht der friedlichen Durchfahrt gilt. Letzteres würde Iran weitergehende Eingriffsrechte gewähren. Unter keinem der beiden Regime darf die Durchfahrt jedoch von einer Genehmigung abhängig gemacht oder ausgesetzt werden; auch ist es Iran in keinem Fall gestattet, von ausländischen Schiffen Gebühren für die Passage zu erheben. Nach Maßgabe des Seekriegsrechts können militärische Handlungen in internationalen Meerengen zwar zulässig sein. Die faktische Sperrung der Straße von Hormus findet darin jedoch keine Grundlage. Auch aus dem Recht auf Selbstverteidigung lässt sich in diesem Fall keine Rechtfertigung für ein solches Vorgehen ableiten. Bei einem nachhaltigen Waffenstillstand soll eine multinationale Marinemission unter Beteiligung Deutschlands den Handelsschiffsverkehr in der Straße von Hormus schützen und dort Minenräumungen durchführen. Voraussetzung für einen solchen Einsatz ist eine tragfähige völkerrechtliche Grundlage. Im Übrigen wird es darauf ankommen, Versuchen Irans entgegenzutreten, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus künftig einem Gebührensystem zu unterwerfen. Hierfür bedarf es einer breiten Staatenkoalition, die geschlossen für die Geltung und Durchsetzung des Seerechts eintritt und Teheran unmissverständlich verdeutlicht, dass einseitige Beschränkungen der Transitdurchfahrt keine internationale Anerkennung finden werden. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:344082 |
| By: | Gerards Iglesias, Simon; Schlößer, Stefanie |
| Abstract: | Spaniens liberale Migrationspolitik wird auch in Deutschland teils kritisch beäugt. Arbeitsmarkt- und Wachstumsdaten zeigen aber, dass Zuwanderung wesentlich zur Ausweitung des Arbeitskräfteangebots beiträgt. Nur so konnte Spaniens Wirtschaft starke Wachstumszahlen erreichen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:344125 |
| By: | Barbara, Engels; Andrea, Hammermann |
| Abstract: | Knapp drei von zehn Beschäftigten, die Künstliche Intelligenz (KI) beruflich nutzen, greifen dabei auf Tools zurück, die ihr Arbeitgeber nicht bereitgestellt hat. Diese "Schatten-KI" ist ein Nachfragesignal. Sie ist dort am weitesten verbreitet, wo Arbeitgeber den Aufbau von KI-Kompetenzen fördern, wo Beschäftigte also gelernt haben, was KI kann, und es anwenden wollen. Das deutet auf eine Bereitstellungslücke hin: Das offizielle Tool-Angebot hält mit der Nutzungsbereitschaft nicht Schritt. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:344123 |
| By: | Heining, Jörg (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kuhn, Sarah (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Jahn, Daniel (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Rossen, Anja (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Sujata, Uwe (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Uhlig, Max Andreas (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wapler, Rüdiger (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Weyh, Antje (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Despite improved economic prospects, there is no sign of a general turnaround in the German labour market yet. On a national scale, employment is set to decline slightly while unemployment will rise through the year 2027. Although some positive developments are emerging at the level of individual federal states and employment agency districts, most of regional labour markets continue to show unfavourable trends." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Date: | 2026–10–09 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202618 |
| By: | Mayr, Ilona; Rößle, Felix |
| Abstract: | Diese Studie untersucht die finanzielle Performance von börsennotierten Unternehmen aus High-Tech- und Mid-Tech-Sektoren aus Investorenperspektive. Basierend auf einer umfassenden Analyse von 2.349 börsennotierten Unternehmen aus dem EU Industrial R&D Investment Scoreboard führen wir eine Performanceanalyse mittels nach Marktkapitalisierung gewichteter Portfolios durch. Die Evaluierung erfolgt durch mehrdimensionale Faktorenmodelle (Carhart-Vier-Faktoren- und Fama-French-Fünf-Faktoren-Modell) mit expliziter Unterscheidung von Krisen- und Nicht-Krisenphasen sowie Berücksichtigung regionaler und sektoraler Unterschiede. Die Ergebnisse zeigen eine konsistente und statistisch signifikante Überrendite von High-Tech-Unternehmen gegenüber Mid-Tech- und sonstigen Sektoren sowohl auf absoluter als auch auf risikoadjustierter Basis. Mid-Tech Industrien offenbaren eine ausgeprägte Krisenfestigkeit, generieren jedoch geringere abnormale Renditen als der High-Techsektor. Sektoral-differenzierte Analysen verdeutlichen erhebliche Heterogenität und unterstreichen die Bedeutung von Diversifikation. Eine Sensitivitätsanalyse offenbart zudem, dass die krisenbezogene Outperformance des Mid-Tech-Sektors maßgeblich durch Tesla getrieben wird: Ohne Tesla sinkt das Krisen-Alpha der Automobilbranche drastisch von 1, 42% auf 0, 21% pro Monat. Dies belegt, dass die scheinbare Stärke traditioneller Mitteltechnologie im Wesentlichen auf einzelne Unternehmen zurückzuführen ist, die konzeptionell eher dem High-Tech-Sektor zuzuordnen sind. |
| Keywords: | High-Tech-Unternehmen, Krisenfestigkeit, Mid-Tech-Unternehmen |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:rpaebs:344096 |
| By: | Bossong, Raphael; Koch, Anne; Molla, Zefitret Abera |
| Abstract: | Die EU-Rückführungsverordnung schafft eine Rechtsgrundlage dafür, Personen, gegen die eine rechtskräftige Ausreiseanordnung ergangen ist, in aufnahmebereite Drittstaaten zu überstellen, auch wenn sie zu diesen Staaten keinerlei vorherige Verbindung haben. Die Einrichtung sogenannter Rückkehrzentren wird damit zu einer realistischen Option. Politisch sind diese attraktiv: Sie bieten Regierungen eine Möglichkeit, auf besonders sichtbare Weise Durchsetzungsfähigkeit zu demonstrieren - zu einem Zeitpunkt, an dem die Glaubwürdigkeit des gerade erst in Kraft getretenen EU-Migrations- und Asylpakets davon abhängt, dass seine neuen Verfahren in der Praxis funktionieren. Politische Sichtbarkeit ist jedoch nicht mit operativer Wirksamkeit gleichzusetzen. Präzedenzfälle aus Europa und die jüngere US-Praxis sprechen dafür, dass Überstellungen in entfernte Drittstaaten auf wenige Fälle beschränkt, teuer und von fragilen Absprachen abhängig bleiben dürften. Als zusätzliches Instrument könnten Rückkehrzentren allenfalls für eine kleine Gruppe besonders schwer rückführbarer Personen relevant sein; eine allgemeine Antwort auf niedrige Rückkehrquoten sind sie nicht. Ihr Nutzen sollte daran gemessen werden, ob sie rechtmäßige und tragfähige Ergebnisse ermöglichen, die sich mit den bestehenden Instrumenten der Rückkehrpolitik nicht erzielen lassen. |
| Keywords: | EU-Rückführungsverordnung, Rückkehrzentren, EU-Migrations- und Asylpaket, Rückkehrpolitik, Ausreiseanordnung, Rückkehransordnung, Rückführungsanordnung, Drittstaatsabschiebung, Übernahmevereinbarung, Gemeinsames Europäisches Asylsystem, GEAS, Refoulement, Ruanda, UK, Vereinigtes Königreich, Italien, Albanien, EU-Türkei-Erklärung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:344117 |
| By: | Cara Dabrowski (The Vienna Institute for International Economic Studies, wiiw); Philipp Heimberger (The Vienna Institute for International Economic Studies, wiiw); Simon Perschke; Juliane Unger |
| Abstract: | Budgetkonsolidierung in Österreich von 1995 bis 2028 Eine vergleichende Analyse von Maßnahmen bei Steuern und Sozialtransfers This publication is available in German language only. For a brief English summary see further below. Die österreichische Budgetpolitik steht seit 2025 erneut im Zeichen der Konsolidierung. Vor dem Hintergrund des EU-Defizitverfahrens vergleicht diese Kurzstudie die aktuellen Maßnahmen mit früheren Konsolidierungsperioden. Grundlage ist ein eigens erstellter Datensatz zu legislativen Änderungen bei Steuern und monetären Sozialleistungen auf Bundesebene seit Mitte der 1990er-Jahre. Untersucht werden die Perioden 1995–1998, 2000–2003, 2011–2014 und 2025–2028. Gemessen an den erfassten Steuer- und Sozialtransfermaßnahmen war das Konsolidierungsvolumen 1995–1998 mit 2, 95% des BIP am höchsten; für 2025–2028 beträgt es 2, 07%. Breitere Berechnungen, die weitere Ausgabenkategorien einbeziehen, kommen auf 4, 5% bzw. 3, 5% des BIP. Der historische Vergleich zeigt, dass Steuern und Abgaben auf Arbeit eine zentrale Rolle spielen, ergänzt durch Verbrauch- und Verkehrsteuern sowie Kapital- und Unternehmenssteuern; vermögensbezogene Steuern sind dagegen kaum relevant. In der aktuellen Konsolidierung entfällt der größte steuerseitige Beitrag auf Arbeit, gefolgt von Unternehmens- sowie Verbrauch- und Verkehrsteuern. Auf der Transferseite verteilen sich die Maßnahmen auf Pensionen, Arbeitsmarkt- und Familienleistungen. Der Beitrag der Pensionen ist geringer als 2000–2003 und 2011–2014, während Haushalte mit Kindern auch aktuell wieder erheblich betroffen sind. Fiscal Consolidation in Austria from 1995 to 2028 A Comparative Analysis of Tax and Social Transfer Measures Since 2025, Austrian fiscal policy has been characterised by consolidation efforts. Against the backdrop of the EU excessive deficit procedure, this short study examines how the current consolidation measures compare with earlier episodes. The analysis focuses on legislative changes to taxes and social transfers whose fiscal effects can be quantified directly from the legislative process. It draws on a newly compiled dataset that records federal-level consolidation measures since the mid-1990s based on legislative and budgetary documents as well as fiscal impact assessments. We compare four major consolidation periods 1995–1998, in the context of meeting the Maastricht convergence criteria for euro accession; 2000–2003, under the objective of achieving a 'zero deficit'; 2011–2014, during the euro-area crisis; and the current consolidation period from 2025 to 2028. |
| Keywords: | Budgetkonsolidierung, Sozialtransfers, Steuerreform, Österreich, Budget, EU-Defizitverfahren |
| JEL: | E62 H20 H60 |
| Date: | 2026–10 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wii:ratpap:rpg:35 |
| By: | Jacoby, Annette (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Stips, Felix (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Since 2023, Germany has reformed its rules on skilled labour immigration through the Skilled Labour Immigration Act 2.0, which was phased in over several stages. Around eighteen months after these reforms were completed, current findings from the IAB Job Vacancy Survey show that the vast majority of German establishments do not recruit workers from outside the EU. The picture varies considerably, though: larger establishments and those facing skilled labour shortages are notably more likely to recruit from third countries." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | Drittstaatsangehörige ; Fachkräftebedarf ; Einwanderung ; Personalrekrutierung ; Sprachbarriere |
| Date: | 2026–10–15 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202619 |
| By: | Diegmann, André (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany ; IWH); Gürtzgen, Nicole (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kovalenko, Tim (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kubis, Alexander (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Pirralha, André (IAB); Pohlan, Laura (IAB); Popp, Martin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Vetter, Franka (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "The IAB Job Vacancy Survey is a quarterly and representative establishment survey on labour demand and recruitment processes in Germany. The survey identifies the overall stock of vacancies in the German labour market, including those vacancies that are not reported to the Federal Employment Agency (FEA). The main survey in the fourth quarter of each year consists of three modules. The first module contains questions about the number and structure of vacancies, future personnel requirements, about the current economic situation, and the expected development of participating establishments. The second module enquires about employers’ attitudes and use of current labour market instruments, as well as how employers deal with disadvantaged people in the labour market. The third module asks for information about the last new hire and the last case of a failed recruitment effort. In the first, second, and third quarters of the following year, short follow-up surveys covering, among other things, the core questions are conducted among the establishments that took part in the main survey. The Research Data Centre of the Federal Employment Agency makes the data sets from the survey waves from 2000 onwards, including all modules and the follow-up surveys, available to external researchers." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | 10.5164/ IAB.IABSE0023.de.en.v1 |
| Date: | 2026–10–09 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfda:202608(de) |
| By: | Bernzott, Paul; Munkow, Jan; Schiereck, Dirk |
| Date: | 2026–09–25 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:162742 |
| By: | Löhr, Dirk |
| Abstract: | Der Beitrag entwickelt ein dynamisches Strukturmodell des Erbbaurechts (D) und vergleicht es mit Volleigentum (V) sowie einem konventionellen Erbbaurecht (K), bei dem der Erbbauzins an den Verbraucherpreisindex gekop-pelt fortgeschrieben wird. Ausgangspunkt ist ein einfaches Problem: K kann über lange Laufzeiten wirtschaftlich altern. Der Erbbauzins entfernt sich vom standortbezogenen Bodenertrag, die Restlaufzeit sinkt und die Finanzie-rung wird schwieriger. D setzt genau an diesen Punkten an. Im Referenzfall folgt der Erbbauzins einem extern beobachtbaren Bodenertrags-Proxy; zugleich wird die Restlaufzeit regelgebunden stabilisiert. Der Rohproxy verbindet den zonalen Bodenrichtwert mit einem Bodenertragssatz aus geglätteter langfristiger Bundesrendite und einem bei Vertragsbeginn kalibrierten, danach fixierten Aufschlag. Kurzfristige Ausschläge können über eine vertragliche Glättung gedämpft werden. Als einfachere und verständlichere Alternative bleibt eine lage- und seg-mentbezogene Referenzmiete möglich. Analysiert werden drei eng verbundene Kanäle: Bodenertrag und Bewer-tung, Laufzeit und Rechte sowie Finanzierung und Kapitalstruktur. Die Superiorität wird als Differenz des ge-meinsamen monetären Sicherheitsäquivalentwerts von Bodeninvestor und operativem Investor gegenüber dem jeweiligen Referenzmodell gemessen; für den D-K-Vergleich wird daraus eine Superioritätsmarge gebildet. Die zentrale These lautet: D ist K nicht nur in günstigen Einzelfällen überlegen. Wo die für K typischen Anpas-sungs-, Laufzeit- und Finanzierungsfriktionen wirtschaftlich relevant sind und die zusätzlichen Kosten sowie die kurzfristige Proxyvolatilität von D begrenzt bleiben, ist D regelmäßig gegenüber K superior. Gegenüber V ist die Aussage enger: D kann V dann übertreffen, wenn die Vorteile der Bodentrennung - insbesondere bessere Risiko-zuordnung, geringere Finanzierungs- und Distressfriktionen sowie stabilere Nutzungsrechte - die zusätzlichen Transaktions-, Informations-, Kontroll- und Governancekosten der Aufspaltung übersteigen. Die Modellrech-nungen zeigen, dass diese Bedingungen in ökonomisch plausiblen Größenordnungen erfüllt sein können; der empirische Nachweis ihrer Marktbreite bleibt Aufgabe weiterer Tests. |
| Abstract: | The paper develops a dynamic structural model of the heritable building right (D) and compares it with full ownership (V) and a conventional heritable building right (K), under which the ground rent is adjusted in line with the Consumer Price Index. The starting point is a simple problem: over long contract periods, K may become economically obsolete. The ground rent may diverge from the location-specific return to land, the remaining term declines, and financing becomes more difficult. D addresses precisely these issues. In the reference case, the ground rent follows an externally observable proxy for the return to land, while the remaining term is simultaneously stabilized according to predefined rules. The raw proxy combines the zonal standard land value with a land yield rate derived from a smoothed long-term German government bond yield and a premium calibrated at contract inception and fixed thereafter. Short-term fluctuations can be dampened through contractual smoothing. As a simpler and more transparent alternative, a location- and segment-specific reference rent remains possible. The analysis focuses on three closely interrelated channels: land returns and valuation, term and legal rights, and financing and capital structure. Superiority is measured as the difference in the joint monetary certainty-equivalent value of the land investor and the operating investor relative to the respective reference model; for the D-K comparison, this difference is used to derive a superiority margin. The central proposition is that D is superior to K not merely in favorable individual cases. Where the adjustment, term, and financing frictions typical of K are economically relevant, while the additional costs and short-term proxy volatility associated with D remain limited, D is regularly superior to K. Relative to V, the proposition is narrower: D can outperform V where the benefits of separating land ownership from building ownership-in particular, improved risk allocation, lower financing and distress frictions, and more stable use rights-exceed the additional transaction, information, monitoring, and governance costs created by the separation. The model calculations show that these conditions can be satisfied within economically plausible parameter ranges; establishing how broadly they hold across the market remains a task for further empirical testing. |
| Keywords: | Erbbaurecht, Bodenertrag, Alterung, Kaldor-Hicks-Kriterium, Kapitalstruktur, Laufzeitstabilisierung |
| JEL: | D23 D61 G12 G32 K11 R30 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esprep:344075 |
| By: | Schwarzer, Beate; Berghammer, Anja |
| Abstract: | Discussions about changing work environments and the resulting demands on employees and leaders have become increasingly relevant (Van & Duy, 2020, p. 593). Current studies indicate that hybrid work will remain an important future of work (Hofmann et al., 2022, p. 11). Nevertheless, there remains a need for further research into the practical transformation of leadership: while numerous studies focus on hybrid work itself, the specific perspective and operational reality of leaders have received comparatively less attention. This study addresses this gap by investigating the specific challenges hybridity poses for leaders and the core competencies required to navigate them. To answer these questions, nine expert interviews were conducted with leaders and evaluated using qualitative content analysis. The empirical results indicate that the interviewed leaders perceive hybrid leadership as increasing operational and emotional complexity, leading to fragmented tasks and strained social relations. The findings point to a multidimensional competence profile that extends far beyond digital media and communication skills, placing a distinct emphasis on psychosocial capabilities and leaders' self-management. Finally, the study highlights that individual competencies must be backed by organizational frameworks, deriving concrete practical implications for corporate regulations and leadership culture. |
| Keywords: | Hybrid leadership, competence model, qualitative content analysis, leadership challenges, remote work, psychosocial skills |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhhr:344088 |