nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–02–09
seventeen papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Fachkräftemangel in KMU: Eine Analyse der Fachkräftesituation nach Betriebsgrößenklassen By Arndt, Franziska; Risius, Paula; Malin, Lydia; Quispe, Valeria
  2. Abschlussbericht für DFG-Sachbeihilfe - Economic Decision-Making in Groups: An Experimental Analysis of the Effect of Group Size and Gender Composition By Muehlheusser, Gerd; Roider, Andreas
  3. Einkommenspolitik von Staat und Sozialpartnern in der Krise: Kurz- und langfristige Auswirkungen der Inflationskrise von 2022 und 2023 By Barthel, Georg; Jaehrling, Karen; Breuer, Michel
  4. "Organizing" als Instrument zur Stärkung der Tarifbindung "von unten"? Eine Studie im Rahmen des IAQ/WSI Projektes "Stärkung der Tarifbindung" By Dribbusch, Heiner; Schulten, Johannes; Thiel, Marcel
  5. Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft – Kurzbericht der ersten Befragungswelle. Zwischen Interesse, Ambivalenz und Unsicherheit: Wie Erwerbstätige KI bewerten und nutzen By Marcinkowski, Frank; Anicker, Fabian; Lünich, Marco; Keller, Birte; Flaßhoff, Florian Golo
  6. Steuer- und Abgabenleistung nach Branchen- und Firmencharakteristika By Sandra M. Leitner; Roman Römisch; Robert Stehrer
  7. Lohnnebenkosten und ihre Bedeutung für Handwerksunternehmen By Töpfer, Felix; Reher, Leonie; Meub, Lukas
  8. Resilienz als Schlüsselkompetenz für zukunftsfähige Unternehmen im digitalen Zeitalter - Teil 1: Resilienz als Fundament unternehmerischer Zukunftsfähigkeit By Becker, Marco; Daube, Carl Heinz; Peskes, Markus; Reinking, Ernst; Semenischev, Corinna
  9. Die Verschiebung des deutschen Ziels der Treibhausgasneutralität vom Jahr 2045 auf das Jahr 2050: Mögliche ökonomische und ökologische Effekte By Frondel, Manuel
  10. Wissenschaft zum Anfassen: Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem H2PopUpLab Gelsenkirchen By Flögel, Franz; Diekmann, Jan Ole; Hahn, Gesine; Balgar, Thorsten
  11. Das Phänomen "akademischer Widerstand" an deutschen Hochschulen: Eine Untersuchung am Beispiel der Einführung von Qualitätsmanagement By Lust, Michael
  12. Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft – Kurzbericht der zweiten Befragungswelle. Steigende Informiertheit und kollegiale Unterstützung durch KI By Marcinkowski, Frank; Lünich, Marco; Keller, Birte; Flaßhoff, Florian Golo
  13. Mutual Interest Development Cooperation: Entwicklungszusammenarbeit am beiderseitigen Interesse ausrichten By Heidland, Tobias; Schularick, Moritz; Thiele, Rainer
  14. Künstliche Intelligenz in der Versicherung: Von der Dunkelverarbeitung zu autonomen Agenten By Oletzky, Torsten; Delbrück, Moritz
  15. Umschulungsbereitschaft von Geringqualifizierten und finanzielle Anreize By Artmann, Elisabeth
  16. Ein Vorschlag zur Governance und Finanzierung der europäischen Verteidigung By Hildebrand, Philipp; Rey, Hélène; Schularick, Moritz
  17. Apfelproduktion: Eine handlungsorientierte Stationenarbeit im Verbund mit einem außerschulischen Lernort zum Regionalen Lernen für die fünfte und sechste Jahrgangsstufe By Meyer zu Erbe, Fried; Meier, Manon

  1. By: Arndt, Franziska; Risius, Paula; Malin, Lydia; Quispe, Valeria
    Abstract: Mit 64, 3 Prozent arbeiten knapp zwei Drittel aller qualifizierten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland in kleinen oder mittleren Unternehmen (KMU). Diese umfassen 99, 3 Prozent aller Unternehmen und sind somit prägend für den Standort Deutschland. Eine neue Auswertung der Daten der Bundesagentur für Arbeit erlaubt erstmals die Analyse der Fachkräftelücke nach Betriebsgröße. Die Daten zeigen, dass zwischen Juli 2024 und Juni 2025 72, 3 Prozent aller offenen Stellen von KMU ausgeschrieben wurden und ihnen insgesamt 281.532 Fachkräfte fehlten. Kleinunternehmen mit maximal 49 Mitarbeiter:innen verzeichneten mit 177.347 fehlenden Fachkräften den größten absoluten Engpass. In Großunternehmen lag die Fachkräftelücke zuletzt bei 111.240 fehlenden Fachkräften. Damit entfielen gut sieben von zehn (71, 7 Prozent) aller nicht besetzbaren offene Stellen auf KMU.
    Keywords: KMU, Fachkräfte, Arbeitskräftemangel, Betriebsgrößenstruktur, Personalmarketing, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkofa:335880
  2. By: Muehlheusser, Gerd; Roider, Andreas
    Abstract: The main aim of the project was to contribute to a better understanding of group decisions. In a series of randomized experiments, we study the effects of important group characteristics such as group size, group gender composition, and other potential determinants of group behavior. Due to the frictions caused by the Covid-19 pandemic, the initial project plan had to be adapted. Developing the video chat tool chaTree necessary to allow for face-to-face communication in online experiments took considerable time, which lead us to focus on the domains of unethical behavior and solving complex tasks as fields of application. Our results also have interesting implications outside academia, in particular for the design of work teams and committees. For example, a diffusion of responsibility seems to be a highly relevant phenomenon in the context of unethical decisions. Moreover, larger groups behave more unethically than smaller ones, and all-male groups seem to be particularly prone to unethical behavior and should hence be avoided. Moreover, we also find that group diversity seems to enhance group performance, particularly in smaller groups. The experiments were originally planned to be conducted in the lab, allowing group members to interact and communicate with each other. However, this was made impossible by the pandemic, which hit shortly after the project started. This forced us to resort to online experiments. Thereby, we were facing the challenge that at that point, in online experiments there was no possibility of having face-to-face communication in groups, and the only feasible mode of communication was the exchange of (written) chat messages. For the purpose of our project, this was not satisfactory. As a response, one (unforeseen) methodological contribution of the project was the development of the tool chaTree. We are convinced that it will also be helpful to other researchers.
    Abstract: Das Hauptziel des Projekts war es, zu einem besseren Verständnis von Gruppenentscheidungen beizutragen. In einer Reihe ökonomischer Experimente untersuchen wir die Auswirkungen wichtiger Gruppenmerkmale, wie der Gruppengröße, der Zusammensetzung der Gruppe nach Geschlecht und anderen potenzielle Determinanten des Gruppenverhaltens. Aufgrund der durch die Covid-19-Pandemie verursachten Friktionen waren im Verlauf Anpassungen des Projektplans nötig. Die Entwicklung des Video-Chat-Tools chaTree, die notwendig war, um die Kommunikation in Bild und Ton in Online-Experimenten zu ermöglichen, hat substanzielle Zeit in Anspruch genommen. Dies hat uns veranlasst, uns auf unethisches Verhalten und das Lösen komplexer Aufgaben als Anwendungsgebiete zu konzentrieren. Unsere Ergebnisse haben auch außerhalb der Forschung Relevanz, insbesondere hinsichtlich der Ausgestaltung von Arbeitsteams oder Gremien. Beispielsweise scheint die Diffusion von Verantwortung ein höchst relevantes Phänomen im Zusammenhang mit unethischen Entscheidungen zu sein. Außerdem scheinen sich größere Gruppen unethischer zu verhalten als kleinere, und rein männliche Gruppen sind offenbar besonders anfällig für unethisches Verhalten und aus dieser Perspektive potenziell problematisch. Darüber hinaus scheint es, dass Heterogenität in der Zusammensetzung insbesondere für die Leistung kleinerer Gruppen förderlich ist. Ursprünglich sollten die Experimente im Labor durchgeführt werden, um den Gruppenmitgliedern die Möglichkeit zu geben, miteinander zu kommunizieren. Dies wurde durch die Pandemie, die kurz nach Beginn des Projekts ausbrach, jedoch unmöglich gemacht. Dadurch waren wir gezwungen, auf Online-Experimente auszuweichen. Dies war jedoch mit der Herausforderung verbunden, dass es zu diesem Zeitpunkt in Online-Experimenten keine Möglichkeit gab, in Bild und Ton zu kommunizieren. Die einzig praktikable Art der Kommunikation war vielmehr der Austausch von schriftlichen Chat-Nachrichten. Für die Zwecke unseres Projekts war dies nicht zufriedenstellend. Ein (unvorhergesehener) methodischer Beitrag des Projekts war daher die Entwicklung des Tools chaTree. Wir sind überzeugt, dass es auch für andere Forschende hilfreich sein wird.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:335700
  3. By: Barthel, Georg; Jaehrling, Karen; Breuer, Michel
    Abstract: Die in den letzten Jahren eingeleiteten Kurskorrekturen zur Aufwertung unterer Lohngruppen und Haushaltseinkommen wurden durch die Inflationskrise massiv auf die Probe gestellt. Die Kaufkraftverluste während der Inflationskrise wurden (Stand Ende 2025) annähernd ausgeglichen. Im Interesse des politischen Kompromisses entlastete die Bundesregierung untere Einkommensgruppen relativ, aber höhere Einkommensgruppen absolut am stärksten. Die Fortsetzung und teilweise Verstärkung der Aufwertung unterer Einkommensgruppen durch staatliche und tarifliche Lohnpolitik führte zu verstärkten Konflikten. Die Konflikte um Tarif-, Steuer- und Sozialpolitik, die in der Inflationskrise manifest oder verstärkt wurden, sind auch in aktuellen Debatten virulent.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:335930
  4. By: Dribbusch, Heiner; Schulten, Johannes; Thiel, Marcel
    Abstract: Die vorliegende Studie geht der Frage nach, inwieweit an angelsächsischen Vorbildern orientierte Organizing-Konzepte, die seit Mitte der 2000er Jahre zunehmend Eingang in die gewerkschaftliche Praxis gefunden haben, zu einer Stabilisierung des Tarifsystems beitragen können. Die Erwartung dabei ist, dass Gewerkschaften durch die Stärkung ihrer Organisationsmacht in Betrieb und Branche wirkungsvoller Tarifflucht entgegentreten und Lücken in der Tarifbindung schließen können. Bei der Untersuchung waren sich die Autoren von vornherein zweier Begrenzungen bewusst. Zum einen konnte die Studie wegen ihres begrenzten Umfangs keineswegs alle mit dem Etikett "Organizing" versehenen Projekte und Praxisansätze auf einen möglichen Beitrag zur Stabilisierung der Tarifbindung hin untersuchen. Sie musste von daher auf eine exemplarische Auswahl beschränkt werden. Von größerer Bedeutung für unsere Untersuchung war aber eine zweite, eher systematische Begrenzung. Alle in Deutschland adaptierten Organizing-Varianten zielen zunächst unmittelbar auf den Auf- bzw. Ausbau gewerkschaftlicher Stärke im Betrieb. Nur in sehr wenigen Fällen ist dieser Prozess explizit mit dem erstmaligen Abschluss eines Tarifvertrags verbunden. In der Regel werden gewerkschaftliche Ressourcen dort eingesetzt, wo auf bestehende Strukturen aufgebaut werden kann und zumeist eine Tarifbindung vorhanden ist. Wenn im Zuge von Organizing-Prozessen überhaupt unmittelbare tarifpolitische Ziele formuliert werden, geht es deshalb zumeist um die Verbesserung bestehender Tarifverträge, sei es durch die Durchsetzung neuer Regelungstatbestände (z. B. Entlastung) oder den Wechsel von Haus- in Flächentarifverträge bzw. entsprechende Angleichungen. (...)
    Keywords: Gewerkschaftsmitgliedschaft, Tarifvertrag, Wirkungsanalyse, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:335889
  5. By: Marcinkowski, Frank; Anicker, Fabian; Lünich, Marco; Keller, Birte; Flaßhoff, Florian Golo
    Abstract: Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der ersten von vier repräsentativen Befragungswellen der Studie Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft, die im Rahmen des Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 durchgeführt wurde. Untersucht wurden die Wahrnehmungen und Einstellungen sowie das Nutzungsverhalten der 1.657 Befragten (1.119 Erwerbstätige, 538 Nichterwerbstätige) zu Beginn des Jahres 2025. Die überwiegend ambivalenten Einstellungen gegenüber KI in der Bevölkerung weisen lediglich geringfügige Unterschiede zwischen Erwerbstätigen und Nichterwerbstätigen auf. In der Arbeitswelt äußern Erwerbstätige zunächst eine eher positive affektive Haltung gegenüber KI, die sich jedoch bei der konkreten Bewertung einzelner Arbeitsbedingungen relativiert. Während Befragte Entlastungspotenziale durch den KI-Einsatz in Hinblick auf Arbeitsbelastung und Gesundheitsschutz sehen, bewerten sie die KI-Auswirkungen auf Datenschutz, soziale Kontakte und Mitbestimmung kritisch. Konkrete Sorgen um Arbeitsplatzverlust oder Karriere bleiben bislang begrenzt. Zugleich zeigt sich eine zunehmende, überwiegend freiwillige Nutzung von KI am Arbeitsplatz. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf noch instabile und kontextabhängige Einstellungsmuster hin, die durch eine hohe Ambivalenz gekennzeichnet sind.
    Date: 2026–02–02
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:fravw_v1
  6. By: Sandra M. Leitner (The Vienna Institute for International Economic Studies, wiiw); Roman Römisch (The Vienna Institute for International Economic Studies, wiiw); Robert Stehrer (The Vienna Institute for International Economic Studies, wiiw)
    Abstract: Steuer- und Abgabenleistung nach Branchen- und Firmencharakteristika This publication is available in German language only. For a brief English summary see further below. Der Produktionsfaktor Arbeit wird in Österreich im internationalen Vergleich hoch mit Abgaben belastet, was sich auch auf die Industrieebene auswirkt. Die Studie untersucht die Abgabenstruktur in Bezug auf Lohnsteuer, Körperschaftsteuer und Sozialversicherungsbeiträge. Einschließlich der Sozialversicherungsbeiträge tragen Arbeitseinkommen überproportional zur gesamten Abgabenlast bei. Hauptursache sind die Sozialversicherungsabgaben, die direkt an die Löhne gekoppelt sind, wodurch lohnintensive Industrien stärker belastet werden. Beschränkt man die Betrachtung auf Lohn- und Körperschaftsteuer, zeigt sich ein ausgewogeneres Verhältnis. Daraus abgeleitet analysieren drei Reformszenarien mögliche Umschichtungen der Steuerlast, etwa durch eine höhere Körperschaftsteuer oder alternative Finanzierungsformen des Familienlastenausgleichsfonds. Tax and social security payments by industry and company characteristics In Austria, labour as a factor of production is subject to high taxes compared to other countries, which also has an impact on industry. The study examines the tax structure with regard to income tax, corporate tax and social security contributions. When social security contributions are included, labour income accounts for a disproportionately large share of the overall tax burden. This is primarily due to social security contributions being directly linked to wages, which places a higher burden on wage-intensive industries. If the analysis is limited to income tax and corporation tax, a more balanced distribution of the tax burden emerges. On this basis, three reform scenarios examine possible shifts in the tax burden, for example through higher corporate tax rates or alternative methods of financing the Family Burden Equalisation Fund (Familienlastenausgleichsfonds).
    Keywords: Steuer- und Abgabenstruktur, Branchen- und Firmenanalysen
    JEL: H20 H23
    Date: 2026–02
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:wii:ratpap:rpg:33
  7. By: Töpfer, Felix; Reher, Leonie; Meub, Lukas
    Abstract: Die Studie untersucht die wirtschaftliche Bedeutung von Lohnnebenkosten im Handwerk und analysiert strukturelle Mechanismen der Belastung von Betrieben durch deren Steigerung. Ausgangspunkt ist die besondere Kosten- und Beschäftigungsstruktur im Handwerk: eine generell hohe Arbeitsintensität, vergleichsweise niedrige Entgelte und ein hoher Anteil regulärer Beschäftigung. Entsprechend führen Beitragssatzerhöhungen und Ausweitungen der Beitragsbemessungsgrundlagen zu substanziellen Kostensteigerungen für Arbeitgeber im Handwerk. Auf theoretischer Ebene wird gezeigt, dass Lohnnebenkosten ökonomisch wie eine Erhöhung des effektiven Lohnsatzes wirken und im arbeitsintensiven Handwerk überproportional starke Ausweichreaktionen sowie Mengeneffekte auslösen. Die empirische Literatur bestätigt diese Wirkungsmechanismen und weist signifikante Effekte von Lohnnebenkosten auf Beschäftigung, Löhne und damit Wettbewerbsfähigkeit nach. Diese Studie analysiert die Strukturumfrage 2025 des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) hinsichtlich der Arbeitskosten über die gemessene Personalkostenquote. Die Personalkostenquote im Handwerk liegt dabei über dem Durchschnitt des Mittelstands insgesamt und variiert erheblich nach Betriebsgröße, Gewerk und Region. Besonders stark steigt sie beim Übergang von Solo-Selbstständigkeit zu Arbeitgeberbetrieben sowie von Kleinstbetrieben zu Betrieben mittlerer Größe. Multivariate Regressionsmodelle zeigen an, dass der Kosteneffekt sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung vor allem in kleinen, arbeitsintensiven Betrieben ausgeprägt ist. Insgesamt stellen Lohnnebenkosten entsprechend einen strukturabhängigen Kostentreiber dar. Diese strukturabhängige Wirkung beeinflusst dabei Beschäftigungsformen, Investitionsentscheidungen sowie langfristige Unternehmensstrategien zur Leistungserbringung. Vor diesem Hintergrund unterstreicht die vorliegende Studie die Notwendigkeit einer differenzierten wirtschaftspolitischen Betrachtung der Effekte von Steigerungen der Lohnnebenkosten, welche die besonderen strukturellen Eigenschaften arbeitsintensiver Branchen berücksichtigt. Gerade das Handwerk bedarf auf Grund seiner hohen arbeitsmarktpolitischen und gesellschaftlichen Relevanz einer spezifischen Analyse.
    Keywords: Personalzusatzkosten, Handwerk, Wirkungsanalyse, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifhfob:335866
  8. By: Becker, Marco; Daube, Carl Heinz; Peskes, Markus; Reinking, Ernst; Semenischev, Corinna
    Abstract: Der erste Beitrag der Artikelreihe legt das konzeptionelle Fundament zur Analyse unternehmerischer Resilienz, indem der Begriff auf individueller, organisationaler und strategischer Ebene systematisch eingeordnet und die Relevanz internationaler Normen und Standards als integratives Managementinstrument untersucht wird. Darauf aufbauend wird das unternehmerische Geschäftsmodell als Zusammenspiel von Strategie, Organisation, Markt und Technologie analysiert und anschließend um eine resilienzorientierte Perspektive erweitert. Aus dieser Betrachtung lassen sich zentrale strukturelle und funktionale Dimensionen zukunftsfähiger Unternehmensgestaltung ableiten. Es zeigt sich, dass nachhaltige Geschäftsmodellresilienz nur durch eine ganzheitliche Verankerung von Resilienz über verschiedene Ebenen und Unternehmensbereiche hinweg erreicht werden kann.
    Abstract: The first article in this series establishes a foundation for analysing corporate resilience, considering its individual, organisational, and strategic dimensions, and examining the role of international norms and standards as integrative management instruments. Building on this foundation, the business model is analysed as the interplay of strategy, organisation, market, and technology and subsequently extended through a resilience-oriented perspective. This approach allows key structural and functional dimensions of future-oriented corporate design to be derived. The analysis demonstrates that sustainable business model resilience can only be achieved through the holistic integration of resilience across multiple organisational levels and functional areas.
    Keywords: Unternehmensresilienz, Geschäftsmodellgestaltung, Organisationale Anpassung, Digitale Transformation
    JEL: L20 M10 L26
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esprep:335699
  9. By: Frondel, Manuel
    Abstract: Aktuell fordern Wirtschaftsverbände, das Zieljahr Deutschlands für das Erreichen der Klimaneutralität von 2045 auf 2050 zu verschieben und damit das nationale Ziel dem Klimaneutralitäts-Ziel der Europäischen Union anzugleichen. Für diese Forderung gibt es gute Gründe, wie in diesem Beitrag erläutert wird, allen voran immense Kosteneinsparungen für die deutsche Volkswirtschaft. Eine Verschiebung wäre aber auch deshalb geboten, weil eine effektive Klimapolitik, die etwas im globalen Maßstab bewirkt, nur in internationaler Kooperation möglich ist, nicht aber im nationalen Alleingang (Ockenfels, Schmidt 2019). Angesichts der mit einer zeitlich überambitionierten Klimapolitik einhergehenden Herausforderungen stellt sich die Frage, warum Deutschland die damit verbundenen Risiken und Kosten eingehen sollte, wenn die daraus resultierenden Treibhausgaseinsparungen im globalen Maßstab betrachtet allenfalls symbolischer Natur sein können. Diese Frage stellt sich umso mehr, als die Vorreiterrolle gravierende kontraproduktive Rückwirkungen für Deutschland haben kann, allen voran den möglichen Verlust an gesellschaftlicher Akzeptanz für die Klimapolitik.
    Abstract: Business associations are currently calling for Germany's target year for achieving climate neutrality to be postponed from 2045 to 2050, thereby aligning the national target with the European Union's climate neutrality target. There are good reasons for this demand, as explained in this article, foremost among them the immense cost savings for the German economy. However, a postponement would also be advisable because effective climate policy that has an impact on a global scale is only possible through international cooperation, not through unilateral national action (Ockenfels, Schmidt 2019). In view of the challenges associated with an overly ambitious climate policy, the question arises as to why Germany should take on the associated risks and costs when the resulting greenhouse gas savings can only be symbolic on a global scale. This question is all the more pertinent given that playing a pioneering role could have serious counterproductive repercussions for Germany, above all the possible loss of social acceptance for climate policy.
    Keywords: Emissionshandel, konditionierte Klimaziele, Reziprozität
    JEL: Q21 I38
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:rwimat:335879
  10. By: Flögel, Franz; Diekmann, Jan Ole; Hahn, Gesine; Balgar, Thorsten
    Abstract: Das H2PopUpLab zielte darauf ab, Wissenschaft und Transfer in der Gelsenkirchner Innenstadt erlebbar zu machen und die Chancen der Wasserstoffforschung für regionale und individuelle Entwicklung aufzuzeigen. Im Eingangsbereich des ca. 500 m² großes Ladenlokal in 1A-Lage stand das Selbermachlabor, in dem die Besucherschaft direkt Wasserstoffexperimente durchführen konnte. Die "Wand der Chance" informierte über Karriere- und Bildungsangebote rund um das Thema Wasserstoff und Energiewende, wobei akademische und berufliche Bildung gleichberechtigt dargestellt wurden. Über 1800 Menschen besuchten das H2PopUpLab während der 70-tägigen Öffnungszeit. Die Mehrheit der Besucherschaft kann als Laufkundschaft (Spontanbesucherinnen und -besucher) gelten; 460 Personen nahmen an Workshops, Vorträgen, Schülerlaborkursen etc. teil. Dem H2PopUpLab ist es gelungen, eine sehr diverse Zielgruppe zu erreichen und mit Personen ins Gespräch zu kommen, die bisher wenig Berührung mit Wissenschaft hatten.
    Keywords: Wissenschaftskommunikation, H2, Wasserstoff, Energiewende, Wissenstransfer, Gelsenkirchen, berufliche Orientierung, PopUp-Formate, Zukunftsenergie, MINT, Schülerlabor
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:335929
  11. By: Lust, Michael
    Keywords: Hochschule, Hochschulmanagement, Einführung, Qualitätsmanagement, Sozialer Konflikt, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hsuopa:335885
  12. By: Marcinkowski, Frank; Lünich, Marco; Keller, Birte; Flaßhoff, Florian Golo
    Abstract: Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der zweiten von vier repräsentativen Befragungswellen der Studie Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft, die im Rahmen des Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 durchgeführt wurde. Grundlage sind die Angaben von 1.651 Befragten (925 Erwerbstätige, 726 Nichterwerbstätige) im Juli 2025; der Bericht legt einen besonderen Fokus auf Entwicklungen im Vergleich zur ersten Erhebung zu Beginn des Jahres 2025. Insgesamt bleiben die Einstellungen gegenüber Künstlicher Intelligenz (KI) in der Bevölkerung ambivalent, zeigen jedoch leichte Verschiebungen hin zu größerer Informiertheit, differenzierteren Bewertungen und steigender Akzeptanz, insbesondere unter Erwerbstätigen. Diese berichten häufiger persönlichen Nutzen durch KI, während die Wahrnehmung gesellschaftlicher Risiken verhaltener positiv ausfällt. In der Arbeitswelt bleibt die affektive Haltung gegenüber KI stabil positiv, zugleich entwickeln sich einzelne kognitive Bewertungen moderat in Richtung positiverer Einschätzungen, etwa in Bezug auf Einkommen, Karrierechancen und Kompetenzanforderungen. Die Jobunsicherheit bleibt insgesamt niedrig; die allgemeine Sorge vor einer KI-bedingten Ersetzung menschlicher Arbeit nimmt leicht ab. Parallel dazu steigt die berufliche Nutzung von KI deutlich, insbesondere von generativer KI, und weitet sich von routinisierten hin zu komplexeren und kreativen Aufgaben aus. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf einen graduellen Übergang von Unsicherheit zu stärker erfahrungsbasierter Auseinandersetzung mit KI hin, wobei KI zunehmend als kollegiale Unterstützung wahrgenommen wird, ohne dass bestehende Ambivalenzen vollständig aufgelöst sind.
    Date: 2026–02–03
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:kw965_v1
  13. By: Heidland, Tobias; Schularick, Moritz; Thiele, Rainer
    Abstract: Wir schlagen Mutual Interest Development Cooperation (MIDC) als neue Blaupause für Entwicklungszusammenarbeit (EZ) vor. Der Ansatz richtet EZ konsequent am beiderseitigen Interesse von Geber- und Partnerländern aus und setzt passende Anreize, um damit politische Legitimität wiederzustellen und die langfristige Wirksamkeit der EZ zu erhöhen. MIDC ist ein übergeordnetes Governance-Modell, kein Instrument "von der Stange". Es formuliert ein kohärentes Set an Prinzipien und Regeln, die Regierungen und Institutionen in einer Weise anwenden können, die zu ihren institutionellen Strukturen und politischen Kontexten passt. Die Kernelemente dieses Ansatzes sind im Folgenden zusammengefasst. Entwicklungszusammenarbeit hat an Glaubwürdigkeit und politischer Unterstützung verloren. Trotz hoher Ausgaben haben nur wenige Länder selbsttragendes Wachstum erreicht, und große Teile der Öffentlichkeit in Geberländern nimmt EZ als Wohltätigkeit mit geringen Erträgen wahr. Statt auf Altruismus und Konditionalität zu setzen, braucht es in Zeiten geopolitischer Fragmentierung, fiskalischer Zwänge und globaler Schocks eine neue Herangehensweise, die die Anreize für Geber- und Partnerländern zusammenbringt. Mutual Interest Development Cooperation (MIDC) bietet ein solches Modell: Die Wahl zwischen unterschiedlich tiefen Partnerschaftsarten, die auf Reziprozität, Reformsignalen und vorhersehbarer Finanzierung beruhen. Indem sichtbare, gegenseitige Vorteile für Partner- und Geberland sichergestellt werden, wird EZ transformativ für reformorientierte Staaten und gewinnt zugleich politische Legitimität in Geberländern. MIDC baut auf bewährten Initiativen auf und verbindet diese mit einem starken Fokus auf das beiderseitige Interesse von Geber- und Partnerländern.
    Keywords: Auslandshilfe, Vorteile für Geberländer, Wirksamkeit der Hilfe, Entwicklungspolitik, strukturelle Transformation, "Mutual Interest Filter"
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkrp:335874
  14. By: Oletzky, Torsten; Delbrück, Moritz
    Abstract: Künstliche Intelligenz (KI) beeinflusst heute als Technologie alle Lebensbereiche und in besonderer Weise auch die Versicherungswirtschaft, deren Geschäftsmodell stark auf Datenverarbeitung beruht. Zu unterscheiden sind drei Formen von: Diskriminative KI, die vorhandene Inhalte interpretiert und daraus Schlussfolgerungen zieht bzw. Handlungsempfehlungen entwickelt; Generative KI, die aus bestehenden Daten - Texten, Bildern, Videos, Code - neue Inhalte generiert und Agentische KI, die selbstständig Aktionen auslöst und im definierten Autonomierahmen eigene Entscheidungen trifft. Dieser Artikel untersucht die Anwendungsfelder für die drei Formen der KI in der Versicherungswirtschaft, entwickelt Thesen, wie die KI die Versicherungswirtschaft verändern wird und Handlungsempfehlungen für Versicherer im Umgang mit KI.
    Abstract: Artificial intelligence (AI) is a technology that influences all areas of today's life, and in particular the insurance industry, whose business model is heavily based on data processing. There are three distinct forms of AI: Discriminative AI, which interprets existing content and draws conclusions or develops recommendations for action; Generative AI, which generates new content from existing data - text, images, videos, code - and Agentic AI, which independently triggers actions and makes decisions within a defined framework of autonomy. This article examines the fields of application for the three forms of AI in the insurance industry, develops theories on how AI will change the insurance industry, and provides recommendations for insurers on how to deal with AI.
    Keywords: Künstliche Intelligenz, Vergleich, Versicherung
    JEL: G G2 G22
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:thkivw:335871
  15. By: Artmann, Elisabeth (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Technological change, increasing digitalisation and demographic shifts are bringing about significant transformations in the world of work. This makes continuous training and lifelong learning increasingly important. Training measures can increase the employability of individuals without vocational qualifications, thereby improving their chances in the labour market. Nevertheless, low-skilled workers remain underrepresented in company-sponsored training, but also in programmes subsidized by the Federal Employment Agency (FEA). Retraining programmes, which are subsidised further training programmes leading to a vocational qualification, are an important form of further training offering low-skilled workers the opportunity to obtain a vocational qualification. This report is based on an ad hoc survey conducted as part of the IAB Online Panel Survey ”Working and Living in Germany” (IAB-OPAL), to which low-skilled individuals aged between 25 and 60 were invited, regardless of their employment status. About 61 percent of the participants indicated that they received citizen’s benefit. The survey first asked whether individuals without a vocational qualification know that retraining can be funded by the FEA. Knowledge of the further training bonus introduced in 2016 and the further training allowance introduced in 2023 was also surveyed. Other topics covered included respondents’ willingness to participate in retraining, the criteria they consider important for the attractiveness of retraining, and the reasons why they would reject such further training. To gain insight into the expected benefits of retraining, respondents were asked to estimate their potential income increase resulting from completing a retraining programme. Finally, a vignette study examined some of the factors influencing the probability of participating in retraining. The results show that only about 62 per cent of respondents were aware that retraining courses are funded by employment agencies and jobcenters. Of those receiving citizen’s benefit, only around half knew about this general funding option. A relatively small minority of respondents had heard of the further training bonus and allowance. Nevertheless, respondents expressed a high willingness to participate in retraining. Important criteria of further training programmes for low-skilled respondents were a training occupation that is a good fit for the individual and the prospect of better labour market opportunities. While the majority of participants rated the two incentive payments (the further training bonus and allowance) as (somewhat) important, they were least often considered to be very important compared to all other indicated attractiveness criteria. However, according to the survey responses, these financial incentives play a more important role for citizens’ benefit recipients than for people outside the citizens’ benefit system. Frequently cited reasons for rejecting possible retraining included having to forgo a regular income during retraining and its uncertain financial return. Compared to people not receiving citizens’ benefit, citizens’ benefit recipients more frequently cited care responsibilities and health problems as barriers to further training. Uncertainty about the profitability of further training was reflected in respondents’ estimates of the change in their income after completing retraining. Around 27 per cent of respondents expected no change in income, while around 18 per cent expected an increase of only up to 100 euros per month. Compared to people without this benefit, individuals receiving citizens’ benefit support were much less likely to expect no increase in income; however, the majority also estimated their potential earnings gain to be low. As the multivariate analyses based on the vignette study show, better earning prospects significantly increased the self-assessed probability of participation. The further training bonus and allowance also positively influenced the intention to participate. Conversely, longer commuting times to the training institution significantly reduced the self-assessed probability of participation. Support in finding care for children and persons in need of care also increased the stated probability of participation. The report provides some insights as to which structural factors and training conditions influence the willingness of low-skilled workers to undertake further training. The survey found that many low-skilled workers face multiple barriers, meaning needs-based counselling is necessary to find a further training programme that is suitable for individuals’ circumstances and life situation. For instance, many respondents seemed unaware of the financial benefits of vocational qualifications and the necessity of further training. A significant proportion of respondents expected no or only a slight improvement in income from retraining; did not want to repeatedly start something new; or believed that their existing qualifications were (rather) sufficient. At the same time, better opportunities in the labour market and higher earning potential were frequently indicated as attractiveness criteria for retraining. However, only part of those surveyed seem to expect such improvements from subsidised retraining that would also outweigh their subjective costs of further training. Furthermore, only part of the respondents were aware of the general funding opportunities for retraining, and only a small proportion had heard of the further training bonus and allowance. The most frequently cited barrier to retraining was not being able to forgo a proper income for so long. Providing better information about the incentive payments for further training could counteract this to some extent. People receiving a citizen’s benefit frequently cited care responsibilities and/or health issues as barriers to further training. Formats such as virtual/hybrid further training or part-time measures could offer a remedy here, as they potentially allow for a better reconciliation of training and caregiving responsibilities, and may be more manageable in the event of health problems. If longer retraining is not feasible despite an interest in further training, participation in shorter, non-degree-oriented measures or partial qualifications could be an alternative." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Keywords: IAB-Befragung Arbeiten und Leben in Deutschland
    Date: 2026–02–03
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202601
  16. By: Hildebrand, Philipp; Rey, Hélène; Schularick, Moritz
    Abstract: • Europa muss seine militärischen Fähigkeiten substanziell ausbauen und seine strategische Handlungsfähigkeit stärken, um die Abhängigkeit von externen Akteuren zu reduzieren. • Dieser Vorschlag skizziert eine europäische Verteidigungsarchitektur der Zukunft, die auf Militärtechnologien der nächsten Generation sowie strategische Enabler wie KI, Cyber und Satelliten setzt - Bereiche, in denen eine europäische Zusammenarbeit effizienter ist als nationale Lösungen. • Die Finanzierung erfordert einen gemeinsamen Ansatz über die Emission von gemeinsamen Anleihen zur Finanzierung der Europäischen Verteidigung mit gesamtschuldnerischer Haftung, um die Finanzierungskosten zu senken. Ein solches Instrument wäre ein wesentlicher Schritt hin zu einem sicheren europäischen Anleihemarkt (safe asset). • Die Governance-Struktur sollte auf einem zwischenstaatlichen Vertrag einer Koalition williger EU-Mitgliedstaaten ("Team Europa") basieren. Vorgesehen sind Lenkungsausschüsse für Verteidigung/Technologie sowie für Finanzierung; letzterer könnte in eine reformierte ESM-Struktur integriert werden. • Das vorgeschlagene Ausgabeprofil sieht über zehn Jahre ein Ausgabevolumen von 1 % des BIP vor, was 1, 8 bis 2 Billionen € (abhängig von der Größe des "Team Europa") entspricht. Diese Schulden würden danach durch die Haushaltsmittel der Mitgliedsländer stabilisiert.
    Abstract: • Europe must urgently strengthen its defence capabilities and secure strategic autonomy to avoid vulnerability to external pressures. • The proposal outlines a European Future of Defence Architecture focusing on next generation military technologies and strategic enablers (like AI, cyber, and satellites) which have a distinct European dimension and are inefficient at the national level. • Financing requires a joint approach through the issuance of European Future of Defence Bonds (with joint and several liabilities) to minimize costs. This joint financing is a critical step toward the emergence of a European safe asset. • The governance structure relies on an intergovernmental treaty among a coalition of willing EU countries (the European Team). It proposes Steering Committees for both Defence/Technology and Financing, with the financing mechanism possibly housed within an amended ESM structure. • A suggested spending profile involves a 1% of GDP annual catch-up phase for 10 years, potentially totaling 1.8 tn to 2 tn (depending on the team size). This debt would be stabilized thereafter by member country fiscal resources.
    Keywords: Verteidigungsausgaben, Governance, Resilienz, Defence spending, governance, resilience
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:335872
  17. By: Meyer zu Erbe, Fried; Meier, Manon
    Abstract: Am Institut für Geographie der Universität Bremen wurde in den Jahren 2021 bis 2025 in der Arbeitsgruppe Geographiedidaktik ein Unterrichtsmodul zur Apfelproduktion mit einer handlungsorientierten Stationenarbeit entwickelt. Das Unterrichtsmodul steht im Verbund mit einem außerschulischen Lernort zum Regionalen Lernen und ist für Schülerinnen und Schüler der fünften bzw. sechsten Jahrgangsstufe formuliert. Der außerschulische Lernort ist für einen Obstbaubetrieb im Alten Land (Landkreis Stade) konzeptioniert worden, wobei die Stationenarbeit nicht zwingend im Verbund mit diesem Apfelbetrieb gesehen werden muss, sondern auch auf andere Obstbetriebe übertragen werden kann. Das Unterrichtsmodul ist explizit handlungsorientiert sowie auf eine forschend-entdeckende Herangehensweise ausgerichtet. Im nachfolgenden Beitrag wurde im Rahmen eines Design-Based-Research mit seinem iterativ-prozessualen Vorgehen in mehreren Design-Zyklen das Unterrichtsmodul dargestellt, evaluiert und modifiziert, um die geplante Stationenarbeit optimal auszugestalten und didaktisch-methodisch umzusetzen.
    Keywords: Außerschulischer Lernort, Regionales Lernen, Apfelanbau bzw. -produktion, Handlungsorientierung, Design-Bases-Research (DBR), Stationenarbeit
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:brebwr:335875

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