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on German Papers |
| By: | Eichfelder, Sebastian; Kiel, Yannis; Knaisch, Jonas David; Santiago da Costa, Sibel |
| Abstract: | Der vorliegende Beitrag schätzt die Bürokratiekosten der Grundsteuerreform 2022/2025 mit Hilfe des Standardkostenmodells der Bundesregierung (SKM) und qualitativer Experteninterviews auf eine Bandbreite von 3, 92 Mrd. € und 6, 50 Mrd. € (im Mittelwert 5, 21 Mrd. €). Dies entspricht 3, 38 % bis 5, 61 % des voraussichtlichen Steueraufkommens im Hauptfeststellungszeitraum von 2022 bis 2028. Die im vorliegenden Beitrag geschätzten Bürokratiekosten betragen das 3, 6-fache bis 6, 0-fache des 2019 durch den Nationalen Normenkontrollrat (NKR) ermittelten Erfüllungsaufwandes. Damit dokumentiert die vorliegende Untersuchung eine massive Unterschätzung der Bürokratiekosten der Grundsteuerreform 2022/2025 durch den NKR und die deutsche Bundesregierung. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:arqudp:341423 |
| By: | Schmal, Wolfgang Benedikt |
| Abstract: | Der Wettbewerb im Schienenfernverkehr konzentriert sich naturgemäß auf Verbindungen, auf denen hohe Nachfrage, attraktive Zahlungsbereitschaft und betriebliche Skalenvorteile zusammentreffen. Dazu zählen vor allem die großen Magistralen zwischen den Metropolregionen. Viele andere Fernverkehrsrelationen sind betriebswirtschaftlich weniger attraktiv, erfüllen aber eine wichtige netzpolitische Funktion. Das heutige Fernverkehrsangebot beruht deshalb in erheblichem Maße auf einer impliziten Mischkalkulation: Ertragsstarke Verbindungen stabilisieren ein Gesamtnetz, in dem auch weniger profitable Verbindungen enthalten sind. In einem kapazitätsbeschränkten Schienennetz stellt sich deshalb die Frage, wie der Zugang zu besonders knappen und nachfragestarken Trassen mit der Funktionsfähigkeit des Gesamtnetzes verbunden werden kann. Ein Trassencredit-System wäre ein möglicher Mechanismus, um die Nutzung hochwertiger Infrastrukturkapazität an objektiv messbare Netzbeiträge zu koppeln. Anbieter, die gemeinwohlrelevante Fernverkehrsleistungen erbringen, erzeugen Credits. Anbieter, die besonders wertvolle Trassen nutzen, setzen Credits ein. Maßstab wären nicht die historischen Kosten oder Defizite des bisherigen Betreibers, sondern objektivierbare Verkehrsleistungen wie Kapazität und tatsächliche Zuverlässigkeit. Der vorliegende Beitrag ist ein Versuch, die bislang implizite Netzverantwortung in ein transparentes, diskriminierungsfreies und wettbewerbskompatibles Regelwerk überführen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:formoe:341472 |
| By: | Meyer, Tim |
| Abstract: | Die Mobilisierung privaten Kapitals ist ein zentraler Hebel für private Investitionen und eröffnet neue Wachstumspotenziale. Kapitalmarktfinanzierung stärkt die wirtschaftliche Resilienz, begrenzt Risiken eines übergroßen Bankensektors und sichert Unternehmen den Zugang zu Liquidität. Schuldenfinanzierte Staatsausgaben ("Sondervermögen") oder die Aufweichung fiskalischer Regeln sind hingegen keine nachhaltige Alternativen und kontraproduktiv. Deutschlands Kapitalmärkte sind jedoch in Tiefe und Breite noch immer unterentwickelt. Der relativ kleine Wagniskapitalmarkt erhöht das Risiko, dass junge und innovative Unternehmen in attraktivere Finanzierungsstandorte abwandern. Gerade in einem Umfeld anhaltender Stagnation und schwacher gesamtwirtschaftlicher Dynamik kann durch die Mobilisierung privaten Kapitals neues Wachstumspotential entstehen, wenn Entwicklungshemmnisse auf nationaler und europäischer Ebene gezielt beseitigt werden: Der Abbau steuerlicher und bürokratischer Fehlanreize erleichtert Unternehmen den Kapitalmarktzugang und kann die Eigenkapitalfinanzierung attraktiver machen. Eine Lockerung regulatorischer Vorgaben für institutionelle Anleger setzt Impulse, das Angebot an Wagnis- und Beteiligungskapital auszuweiten. Eine Reform der privaten Altersvorsorge kombiniert mit besserer Finanzbildung legt die Grundlage für eine stärkere Beteiligung privater Haushalte am Kapitalmarkt. Harmonisiertes Insolvenzrecht, gemeinsame Standards bei Berichterstattung und paneuropäische Börsenplätze sind darüber hinaus zentrale Bausteine tiefer integrierter Kapitalmärkte in Europa. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwarg:341420 |
| By: | Brink, Siegrun; Icks, Annette; Kranzusch, Peter; Nielen, Sebastian |
| Abstract: | Für mittelständische Unternehmen bleibt die Sicherung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit eine zentrale Zukunftsaufgabe - insbesondere mit Blick auf die Steigerung der Arbeitsproduktivität. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Experten- und Expertinnenbefragung zur Zukunft des Mittelstand 2026, die bereits zum vierten Mal durchgeführt und erstmals durch den Einsatz von KI unterstützt wurde. Daneben gewinnen nach Ansicht der Expertinnen und Experten der Bürokratieabbau sowie der Fachkräftemangel an Bedeutung. Letzteres verschärft sich insbesondere infolge des demografischen Wandels sowie steigender Anforderungen an digitale Kompetenzen. Dies stellt nicht nur Unternehmen, sondern insbesondere die Wirtschaftspolitik vor erhebliche Herausforderungen. Digitalisierung und KI wirken als übergreifende Querschnittsthemen mit erheblichen Potenzialen für Innovation und Produktivität, sind jedoch zu gleich mit wachsenden Risiken etwa im Bereich IT-Sicherheit verbunden. |
| Abstract: | For the German Mittelstand, securing innovation capacity and competitiveness remains the central future challenge - particularly regarding increasing labor productivity. This is a key finding of the current expert survey on the future of the German Mittelstand 2026, which was conducted for the fourth time and, for the first time, supported by AI. In addition to this core challenge, reducing bureaucracy - now explicitly defined as a standalone issue for the first time - and the shortage of skilled workers are gaining importance. The latter is intensifying due to demographic change and rising demand for digital skills. This development poses significant challenges not only for firms but also for economic policy. Digitalization and AI act as crosscutting issues with significant potential for innovation and productivity, but they also come with risks, especially in IT security. |
| Keywords: | Mittelstand, Mittelstandsforschung, Mittelstandspolitik, KMU-Politik, German Mittelstand, Entrepreneurship Research, Mittelstand policy, SME policy |
| JEL: | L20 L26 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifmmat:341422 |
| By: | Dahlbeck, Elke; Jochimsen, Kerstin; Krüger-Willim, Carolin; Meise, Anne Sabine |
| Abstract: | Der demografische Wandel führt NRW-weit zu einem starken Anstieg des Altenquotienten und damit zu einem steigenden Bedarf altersspezifischer Wohnformen und Dienstleistungen. Das bestehende Angebot barrierefreier Wohnungen deckt bei Weitem nicht den Bedarf. Gleichzeitig verhindern langjährige günstige Wohnverhältnisse SeniorInnen einen Umzug in eine meist teurere barrierefreie Wohnung. Die Abnahme gesundheitsbezogener Dienste infolge von Bevölkerungsrückgängen führt zu einer drohenden Unterversorgung. Es erfordert ein vorausschauendes integriertes Handeln der relevanten kommunalen Ämter in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren. |
| Keywords: | Bevölkerungsprognose, Wohnen im Alter, kommunale Daseinsvorsorge, Integriertes kommunales Handeln |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:341379 |
| By: | Gerlmaier, Anja |
| Abstract: | Zunehmend mehr Beschäftigte sind infolge betrieblicher Transformationsprozesse von steigenden psychischen Belastungen und Stress betroffen, was zu erhöhten krankheitsbedingten Fehlzeiten, Fluktuation und Produktivitätsverlusten führen kann. Der Beitrag analysiert anhand einer interventionsbasierten Fallstudie in einem stahlverarbeitenden Unternehmen, welche Arbeitsbelastungen durch Reorganisation entstehen und welche konkreten Gestaltungsmöglichkeiten zur Entlastung bestehen. Es zeigt sich, dass lokal entscheidbare Maßnahmen zur Reduktion psychischer Belastungen wie Arbeitsverdichtung, entgrenzte Arbeitszeiten und digitale Stressoren kurzfristig umsetzbar sind, während ressourcenintensive Lösungen oft verschoben werden. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Arbeitsschutz in Transformationsphasen anspruchsvoll, aber machbar ist, insbesondere durch partizipative und kontextsensible Ansätze in der anlassbezogenen Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:341378 |
| By: | Heiland, Heiner; Seeliger, Martin |
| Abstract: | Der Beitrag entwickelt ein theoretisches Konzept arbeitspolitischer Öffentlichkeit zur Analyse der politischen Strukturierung von Erwerbsarbeit im Kontext der Transformation. Ausgehend von der Diagnose einer Leerstelle in der politischen Theorie wird die Bedeutung von Arbeit für demokratische Ordnungen über den Begriff der Industrial Citizenship gefasst und im Spannungsfeld von Globalisierung, Digitalisierung und Dekarbonisierung verortet. Zentral ist die These, dass industrielle Staatsbürgerrechte nicht automatisch wirksam sind, sondern in konflikthaften Prozessen arbeitspolitischer Öffentlichkeit hervorgebracht, stabilisiert und verändert werden. Auf Mikro-, Meso- und Makroebene wird gezeigt, wie sich öffentliche Aushandlungen von Arbeit konstituieren und zur (Re-)Konfiguration von Arbeitsrechten beitragen. Arbeitspolitische Öffentlichkeit erscheint damit als zentrale Voraussetzung für die demokratische Regulierung von Erwerbsarbeit unter Transformationsbedingungen. |
| Abstract: | This article develops a theoretical concept of the "labour-political public sphere" to analyze the political structuring of paid work in the context of transformation. Starting from the diagnosis of a gap in political theory, the significance of work for democratic orders is conceptualized through the notion of "industrial citizenship" and situated within the interplay of globalization, digitalization, and decarbonization. Central to this argument is the thesis that industrial civil rights do not take effect automatically, but are produced, stabilized, and transformed through conflict-ridden processes within the labour-political public sphere. At the micro, meso, and macro levels, the study demonstrates how public negotiations regarding labor are constituted and contribute to the (re)configuration of labor rights. Labour-political publics thus appear to be a central prerequisite for the democratic regulation of paid work under conditions of transformation. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iawsch:341399 |
| By: | Menzl, Marcus; Steinführer, Annett; Pötzsch, Katharina; Sondermann, Martin; Alisch, Monika; Frank, Susanne; Gruber, Elisabeth; Hilti, Nicola; Müller, Hannah; Musil, Robert; Rehling, Constanze; Rindsfüsser, Lea; Roth, Hélène; Sommer, Maria; Wagner, Madeleine; Yilmaz, Alp; Zalas, Lucyna Joanna |
| Abstract: | Das Wohnen in Kleinstädten ist ein zentrales Thema der Raumentwicklung, denn rund ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland lebt in diesem Siedlungstyp. Eine ausreichende und angemessene Wohnraumversorgung in Kleinstädten ist entscheidend für gleichwertige Lebensverhältnisse und eine nachhaltige Raumentwicklung. Trotz vielfältiger Strukturen und Entwicklungen - die sich auf den Wohnungsmärkten in Angebotsüberhängen ebenso wie in Form von Knappheiten und Verdrängungsprozessen ausdrücken können - werden wohnraumbezogene Fragen in Kleinstädten von Forschung, Politik und Planung häufig noch zu selten untersucht. Dadurch bestehen erhebliche Wissens- und Steuerungsdefizite. Das Positionspapier identifiziert aktuelle wohnungsbezogene Herausforderungen und kleinstadtspezifische Problemlagen und leitet daraus Forschungsbedarfe sowie Empfehlungen für die Praxis ab. Kleinstädtisches Wohnen ist durch eigentumsdominierte Wohnungsmärkte und eine typologische Engführung auf wenige Wohnformen charakterisiert. Flankiert werden diese Strukturen durch anhaltende Baulandausweisungen an den Siedlungsrändern sowie begrenzte personelle und finanzielle Ressourcen der städtischen Verwaltungen und somit eingeschränkte kommunale Einflussmöglichkeiten. Wir schlussfolgern, dass Kleinstädte in Abhängigkeit von spezifischen Problem- und Handlungskonstellationen ihrer Wohnungsmärkte, Wirtschaftsstruktur und soziodemographischen Entwicklung differenzierte, datengestützte Analysen benötigen, um passgenaue Strategien zu entwickeln. Forschungslücken bestehen im Bereich systematischer und vergleichender Analysen von Wohnungsmärkten und Wohnbedarfen, von Wohnpräferenzen und -praktiken. Zudem bedarf es der empirischen Erfassung kleinstadtspezifischer Entwicklungs- und Handlungsoptionen, um praxisnahe Wissensgrundlagen für das kommunale Handeln zu schaffen. |
| Abstract: | Around one third of the population in Germany lives in small towns, making this type of settlement a key issue in spatial development. A sufficient and adequate housing supply in small towns is essential for equivalent living conditions and sustainable spatial development. Despite their diverse structures and processes - which in housing-market terms manifests itself in the form of supply surpluses as well as shortages and displacement processes - housing-related questions in small towns are often viewed in an overly simplistic manner in research, politics and planning. Thereby considerable gaps in knowledge and spatial management options remain. This position paper identifies current housing-related challenges and problems that are specific to small towns and uses these to derive research needs and recommendations for practice. Small-town living is characterized by owner-occupied housing markets and a typological narrowing to a few housing patterns. These structures are accompanied by ongoing designations of building land on the outskirts of settlements, as well as limited personnel and financial resources of municipal administrations and thus restricted municipal influence. We conclude that small towns require differentiated, data-based analyses to develop tailored strategies, depending on specific problem constellations of their housing market, economic and socio-demographic developments. Research is needed in terms of systematic and comparative analyses of housing markets, as well as of housing needs, preferences and practices. Furthermore, empirical data on small-town-specific development and policy options are needed to create a practical knowledge base for municipal action. |
| Keywords: | Kleinstadt, Wohnungsmarkt, Wohnbedürfnisse und Wohnpraktiken, Innenentwicklung, Flächenmanagement, Kommunale Wohnraumpolitik, Raumentwicklung und Daseinsvorsorge, Small town, Housing market, Housing needs and practices, Inward development, Land-management, Municipal housing policy, Spatial development and provision of public services |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:arlpos:341398 |
| By: | Brandmann, Marco |
| Abstract: | Dieses Diskussionspapier behandelt die Fragestellung, ob Demokratie einen Einfluss auf die Investitionsentscheidungen multinationaler Unternehmen hat. Mithilfe bestehender Literatur inklusive des "Strategy Tripod" nach Peng et al. (2008) werden drei Hypothesen hergeleitet, bei denen zwischen dem Demokratiegrad, der Regierungsqualität und der wirtschaftspolitischen Attraktivität unterschieden wird. Die Investitionsentscheidungen werden in dieser Arbeit durch ausländische Direktinvestitionen dargestellt. Im Rahmen der empirischen Analyse werden zwei Modelle, die sich durch unterschiedliche Demokratievariablen unterscheiden, für den Zeitraum von 2010 bis 2023 untersucht. In beiden Modellen wird eine Fixed-Effects-Regression mit Jahresdummies und Driscoll-Kraay-Standardfehlern durchgeführt. Die Ergebnisse der empirischen Analyse zeigen, dass der Demokratiegrad im Gegensatz zu der Regierungsqualität und der wirtschaftspolitischen Attraktivität eines Landes keinen signifikanten Einfluss auf die Standortentscheidung multinationaler Unternehmen hat. Während das Vorhandensein von Demokratie für Unternehmen allein kein Standortfaktor hinsichtlich der Investitionsentscheidungen darstellt, spielen die Verlässlichkeit und Effektivität von Regierungen wie auch die wirtschaftspolitische Attraktivität hierfür eine entscheidende Rolle. |
| Abstract: | This discussion paper addresses the question of whether democracy influences the investment decisions of multinational enterprises. Drawing upon existing literature including the Strategy Tripod framework by Peng et al. (2008), three hypotheses are derived, distinguishing between the degree of democracy, the quality of government, and economic policy attractiveness. In this study, investment decisions are represented by foreign direct investment. As part of the empirical analysis, two models, distinguished by their use of different democracy variables, are examined for the period spanning 2010 to 2023. In both models, a fixed-effects regression is conducted, incorporating year dummies and Driscoll-Kraay standard errors. The results of the empirical analysis indicate that, in contrast to a country's quality of government and economic policy attractiveness, the degree of democracy exerts no significant influence on the location decisions of multinational enterprises. While the mere presence of democracy does not constitute a location factor for companies regarding their investment decisions, the reliability and effectiveness of governments as well as economic policy attractiveness play a decisive role in this regard. |
| Keywords: | Demokratie, Direktinvestitionen, Regierungsqualität, Standort, Wirtschaftspolitik |
| JEL: | C23 F21 F23 M16 P51 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:umiodp:341417 |
| By: | Wilp, Susanne Bleier |
| Abstract: | This paper develops a theoretical synthesis of the future of sex work along three interlocking axes: legal governance models, platformisation, and labour organisation. Drawing exclusively on peer-reviewed research and methodologically transparent evaluations - including the systematic review by Platt et al. (2018), the Lancet series on HIV and sex work (Shannon et al. 2015), the New Zealand evaluation literature following the Prostitution Reform Act 2003, the German federal evaluation of the Prostituiertenschutzgesetz (KFN 2025), and emerging implementation research on Belgium's 2024 labour law framework - it argues that the future of sex work will be decided less in criminal law than in labour law and digital infrastructure. The paper identifies a structural paradox: while the epidemiological and criminological evidence increasingly supports decriminalisation and labour rights, the political momentum in Europe, reinforced by the European Parliament's 2023 resolution and the European Court of Human Rights' 2024 ruling on the French client criminalisation law, points in the opposite direction. Simultaneously, platform capitalism and financial infrastructure exercise a form of private, extraterritorial regulation - exemplified by FOSTA-SESTA's global chilling effects - that increasingly overrides national legal frameworks. Three scenarios for 2040 are developed: labour-law normalisation (the Belgian path), neo-abolitionist expansion, and platform-mediated informalisation. The paper concludes that the third scenario is currently the most probable default, and that only deliberate institutional design - of the kind pioneered in Belgium - can shift the trajectory. |
| Date: | 2026–06–12 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:df43j_v1 |