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on German Papers |
| By: | Christian Glocker (WIFO); Michael Klien; Thomas Url (WIFO) |
| Abstract: | Der sektorale Systemrisikopuffer für gewerbliche Immobilienfinanzierungen wird von der Finanzmarktaufsicht bis 2027 schrittweise auf 3, 5% angehoben. Dieser Research Brief bewertet die makroökonomischen Implikationen dieser Maßnahme vor dem Hintergrund der gleichzeitig umgesetzten makroprudenziellen Verschärfungen und fehlender systematischer Anzeichen für eine zyklische Überhitzung. Mikroprudenzielle Vorgaben für spezifische Kreditinstitute wären derzeit zielgenauer und verhältnismäßiger als ein pauschal wirkender sektoraler Systemrisikopuffer. Da gewerbliche Immobilienkredite auch Forderungen an gewerbliche Wohnbauträger umfassen, dämpft die makroprudenzielle Politik eine bereits labile Baukonjunktur, sie entfaltet eine mietensteigernde Wirkung und verstärkt die Zinswende der Europäischen Zentralbank. |
| Date: | 2026–06–29 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wfo:rbrief:y:2026:i:5 |
| By: | Simon Finster (WIFO); Bernhard Kasberger (WIFO); Simon Rütten (WIFO) |
| Abstract: | Der europäische Stromgroßhandel erzeugt einen strukturellen Zielkonflikt: Obwohl erneuerbare Energien nahezu keine laufenden Kosten verursachen, treiben CO 2 -Zertifikatskosten fossiler Kraftwerke den einheitlichen Großhandelspreis nach oben. Die daraus resultierenden Zusatzerlöse nichtfossiler Erzeuger erhöhen die Großhandelskosten der Verbraucherseite, schwächen Anreize zur Elektrifizierung und belasten die industrielle Wettbewerbsfähigkeit. Das WIFO Working Paper 725/2026 ("A Market Design Proposal for Decoupling Carbon and Electricity Prices") schlägt eine Änderung der Abrechnung im Stromgroßhandel vor: Liegt der Day-Ahead-Preis über einem Schwellenwert, erhalten nichtfossile Kraftwerke den Marktpreis abzüglich eines CO 2 -Proxy-Abschlags. Der Mechanismus verteilt einen Teil der inframarginalen Renten an die Verbraucherseite um, ohne den CO 2 -Preis selbst oder die Einsatzreihenfolge der Kraftwerke zu verändern. Statische Berechnungen auf Basis stündlicher Daten für 2025 ergeben Einsparungen von rund 8, 5% in Österreich und 4, 7% in Deutschland (gemessen an den durchschnittlichen Beschaffungskosten auf dem Day-Ahead-Markt; Netzentgelte und Abgaben bleiben unberücksichtigt). Die größere Entlastung in Österreich ergibt sich daraus, dass in Hochpreisstunden überproportional viel Wasserkraft verfügbar ist. Eine Variante für Gaspreiskrisen hätte in der zweiten Jahreshälfte 2022 die durchschnittlichen Großhandelskosten um rund 30% (Österreich) bzw. 25% (Deutschland) gesenkt. |
| Date: | 2026–04–15 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wfo:rbrief:y:2026:i:2 |
| By: | Godehardt, Nadine; Dieckmann, Oliver |
| Abstract: | Innerhalb weniger Tage empfing der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping im Mai 2026 zunächst Donald Trump und dann Wladimir Putin. Der Machthaber aus Moskau reiste bereits zum 25. Mal seit dem Jahr 2000 in die Volksrepublik, während mit Trump erstmals seit neun Jahren wieder ein US-Präsident zum Staatsbesuch nach Peking kam. Beide Gipfeltreffen waren akribisch choreographiert. Trump und Putin bekamen die für sie wichtigen Bilder geliefert, Xi indes präsentierte sich als Zeremonienmeister der Weltpolitik. Welche Bedeutung haben solche politisch ritualisierten Inszenierungen? Inwiefern ordnen sich auf visueller Ebene die Beziehungen zwischen China, Russland und den USA? Und welche Lehren sollten Deutschland und die EU in ihrem Umgang mit Peking daraus ziehen? |
| Keywords: | Volksrepublik China, Vereinigte Staaten, Russische Föderation, Xi Jinping, Donald Trump, Wladimir Putin, Gipfeltreffen, Visibilität, Visualität, konstruktive strategische Stabilität |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:341655 |
| By: | Paulus, Alexandra |
| Abstract: | Cybersicherheitsvorfälle verursachen Schäden - etwa, wenn gegnerische Staaten kritische Infrastrukturen lahmlegen oder sensible Daten erbeuten. Viele solcher Vorfälle sind nur deshalb möglich, weil zahlreiche Softwareprodukte bekannte Schwachstellen haben. Softwarehersteller könnten diese schließen, haben jedoch kaum Anreize, in die Sicherheit ihrer Produkte zu investieren. Mit Cybersicherheitspolitik und Schutzmaßnahmen werden bisher vor allem die Symptome unsicherer Software bekämpft, nicht aber die Grundursache, nämlich deren Unsicherheit. Daher besteht politischer Regelungsbedarf - konkret in den Bereichen des Produktsicherheitsrechts, der Produkthaftungsregelungen und der Cybersicherheitsanforderungen für die Anbieter von Software-Dienstleistungen. Die EU hat bereits erste Vorschriften erlassen, allerdings bestehen Regelungslücken und Zweifel an der konsequenten Durchsetzung. Daher sollte sich die Bundesregierung jetzt für eine umfassende europäische Produkthaftungsregelung für Software einsetzen und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sollte Unternehmen, die gegen bestehende Regeln verstoßen, konsequent mit Bußgeldern belegen. |
| Keywords: | Cybersicherheitspolitik, Produktsicherheit, Produkthaftung, Produkthaftungsrichtlinie, NIS-2-Richtlinie, Produkthaftungsgesetz, Schwachstellen, Open Source, OSS, kritische Infrastruktur, CrowdStrike, Mythos Preview, On-Premises, Software as a Service, SaaS, Cyberresilienz-Verordnung, Cyber Resilience Act, CRA, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, Speichersicherheit |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:341651 |
| By: | Ostertag, Katrin; Kunze, Sven; Zielinski, Andrea; Bodenheimer, Miriam; Kroll, Henning |
| Abstract: | Die sozial-ökologische Forschung ist ein breites Forschungsgebiet, das Wissen für die Transforma-tion zur Nachhaltigkeit bereitstellt. Sie stützt sich auf eine Vielzahl forschender Institutionen. Diese werden untersucht mit Blick auf die Rolle verschiedener Akteursgruppen insgesamt und in ausge-wählten inhaltlichen Clustern. Der Fokus liegt dabei auf Akteuren in Deutschland. Zusätzlich werden Kooperationspartner aus dem Ausland betrachtet und Genderaspekte beleuchtet. |
| Keywords: | sozial-ökologische Forschung, Monitoring, Akteursanalyse |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fisisi:341626 |
| By: | Bernhard Dachs; Katharina Jäger |
| Abstract: | Abstract:Die Studie analysiert die Exportaktivitäten von Klein- und Kleinstunternehmen (KKUs) in Österreich. KKUs exportieren seltener und weniger intensiv als größere Firmen. Es zeigt sich, dass Forschung und Entwicklung (F&E) und neue Produktionstechnologien ein entscheidender Faktor für Exporte sind: Wenn ein Unternehmen F&E betreibt, exportiert es in den allermeisten Fällen auch. Auch gibt es einige strukturelle Hindernisse für KKUs, wie etwa den Mangel an Fachkräften, die Kosten der Regulierung, den eingeschränkten Zugang zu Finanzmitteln oder mangelnde Ressourcen für strategische Projekte. Wenn es gelingt, diese Barrieren abzubauen, könnte die internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer KKUs nachhaltig gestärkt und einen wichtigen Beitrag zur Diversifizierung der österreichischen Exportbasis geleistet werden. |
| Keywords: | KMU, Kleinunternehmen, Exporte, Kleinstunternehmen, F&E |
| JEL: | F14 O33 |
| Date: | 2026–07 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wsr:ecbook:y:2026:m:07 |
| By: | Böttcher, Miranda |
| Abstract: | Im Januar 2027 steht die ersten Vertragsstaatenkonferenz des neuen Hochseeschutzabkommens der Vereinten Nationen an. Auf der Tagung dürften zentrale Konflikte zwischen Meeresschutz und Meeresnutzung im Kontext des Klimawandels verhandelt werden. Erneut in den Fokus rückt damit auch die 2024 ergangene Stellungnahme des Internationalen Seegerichtshofs zum Klimaschutz. Viele hatten erwartet, mit dem Gutachten würde das klimapolitische Verhältnis zwischen Schutz und Nutzung der Ozeane eindeutiger definiert. Besonders wichtig ist diese Klärung mit Blick auf neue marine CO2-Entnahmetechnologien (mCDR). Sie sollen eine höhere Aufnahme von Kohlenstoff durch das Meer ermöglichen, um den Klimawandel abzuschwächen. Der Seegerichtshof stellte klar, dass Staaten die Ozeane vor Verschmutzung durch atmosphärisches CO2 schützen müssen. Interpretationsspielraum blieb jedoch in der Frage, ob mCDR als Meeresverschmutzung oder als Beitrag zum Meeresschutz gilt. Diese Mehrdeutigkeit lässt sich politisch nutzen, um marine CO2-Entnahme entweder zu fördern oder einzuschränken. Internationale Organisationen, EU-Institutionen und nationale Behörden sollten darauf vorbereitet sein, dass unterschiedliche Auslegungen des Gerichtsentscheids die zukünftige Klima- und Meerespolitik beeinflussen werden. |
| Keywords: | Meerespolitik, Klimapolitik, marine CO2-Entnahme (mCDR), Abkommen der Vereinten Nationen zum Schutz der Biodiversität auf Hoher See (BBNJ), Internationaler Seegerichtshof Hamburg (ITLOS), Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (SRÜ) |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:341650 |
| By: | Feigl, Georg; Beran, Sarah; Schimmerl, Johannes; Witzani-Haim, Daniel |
| Date: | 2026–06–25 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:clr:mwugar:276 |
| By: | Kosyakova, Yuliya (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Reinold, Julia (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Koch, Theresa (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Olbrich, Lukas (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Gallegos Torres, Katia (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wagner, Simon (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Not everyone who immigrates to Germany stays permanently. The retention of immigrants in Germany is relevant from a labour market policy perspective, given the growing demand for skilled labour. In the first wave of the International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa), around 3 percent of immigrants had concrete plans to leave Germany, corresponding to a projected 312, 000 people. The 2025 follow-up survey now makes it possible for the first time to examine who actually left Germany, where they moved, which reasons were decisive, and whether they can imagine moving back to Germany." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | IAB-Befragung International Mobility Panel of Migrants in Germany |
| Date: | 2026–07–02 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202610 |
| By: | Wilp, Susanne Bleier |
| Abstract: | This paper develops a theoretical synthesis of the future of sex work in the Global South and argues for an inverted learning gradient. Where an earlier companion paper showed that in the Global North the future of sex work is decided in labour law and in digital and financial infrastructure that the state would have to provide, this paper shows that in the Global South the protective infrastructure exists where sex workers have built it themselves - as peer organisation, cooperative banking, and community health networks, often before and without the state. Drawing on peer-reviewed research and movement scholarship - including Mgbako's fieldwork on African sex worker activism, the literature on the Sonagachi project and the Durbar collective in India, research on the Latin American network RedTraSex, and Agustin's analysis of the 'rescue industry' - the paper makes three claims. First, the degree of self-organisation, not the legal framework, is the strongest predictor of protective capacity in the South. Second, the same extraterritorial US power that regulates the North through platform law operates in the South through funding and visa policy, exemplified by the PEPFAR anti-prostitution pledge, the 2012 visa denials that forced an alternative AIDS conference to Kolkata, and the 2025 dismantling of PEPFAR itself - which strikes hardest at precisely those structures that had made themselves dependent on it. Third, the learning gradient between North and South runs in both directions: the South can learn institutional permanence from the North, the North can learn self-built infrastructure and peer efficiency from the South. South Africa's ongoing decriminalisation process serves as the Southern counterpart to the Belgian experiment. Related work https://doi.org/10.31235/osf.io/df43j_v1 |
| Date: | 2026–06–16 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:ckru6_v1 |