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on German Papers |
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Issue of 2026–02–23
thirty-six papers chosen by Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München |
| By: | Risius, Paula; Arndt, Franziska |
| Abstract: | Auftragseingänge aus dem Sondervermögen und den höheren Verteidigungsausgaben erreichen schrittweise die deutsche Wirtschaft. Eine Unternehmensbefragung zeigt: Der Stellenwert der zusätzlichen Investitionen ist für die Erwartungen an Umsätze und Beschäftigung hoch. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:336912 |
| By: | Rammer, Christian; Doherr, Thorsten; Ehrlich, Alexander; Krieger, Bastian; Niggemann, Hiltrud; Peters, Bettina; Steines, Leon; Strecke, Linus; Schubert, Torben; von der Burg, Julian; Eibelshäuser, Svenja |
| Abstract: | Die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft sind im Jahr 2024 auf 213, 3 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 4, 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts einer Inflationsrate von 3, 1 Prozent bedeutet dies einen leichten realen Zuwachs. Die Innovationsplanung für die kommenden Jahre bleibt auf einem konstanten Niveau, wie der neue Bericht zur Innovationserhebung 2025 des ZEW Mannheim im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zeigt. |
| Keywords: | Innovationserhebung, Innovation, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewgis:336904 |
| By: | Lesch, Hagen; Seelhorst, Maya |
| Abstract: | Das Jahr 2025 war ein ruhiges Tarifjahr. Insgesamt fanden in lediglich zwölf der inzwischen 22 vom IW-Tarifmonitoring erfassten Branchen Tarifverhandlungen statt. Dabei wurden 15 Tarifverhandlungen geführt oder gestartet, allein neun im ersten Halbjahr. Im zweiten Halbjahr 2025 wurde in der Eisen- und Stahlindustrie, für die Kabine von Eurowings, für das Cockpit der Deutschen Lufthansa sowie im Öffentlichen Dienst der Länder verhandelt. In drei weiteren Branchen (Chemische Industrie, Deutsche Bahn und Bodenpersonal der Lufthansa) wurden Forderungen gestellt, aber noch keine Verhandlungen aufgenommen. Da es in vielen Branchen eine Verhandlungspause gab, kam es im Jahr 2025 zu weniger Konflikten als in den Vorjahren. Zudem wurden die Tarifrunden weniger konfliktintensiv ausgetragen. Ein Blick auf die Indikatoren zur Konfliktmessung von Tarifverhandlungen zeigt: Die maximale Eskalationsstufe erreichte im Jahr 2025 im Durchschnitt aller 15 Tarifkonflikte den Wert 2, 5 und die Konfliktintensität lag bei 6, 4 Punkten. Im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich die Konfliktintensität nahezu halbiert, während die maximale Eskalationsstufe vergleichsweise hoch blieb. Ging es im ersten Halbjahr 2025 zum Teil noch vergleichsweise konfrontativ zu, verliefen die Tarifverhandlungen des zweiten Halbjahres kooperativer. Zwar scheiterten die Tarifverhandlungen über die Altersversorgung der Piloten bei der Deutschen Lufthansa. Die Pilotengewerkschaft führte nach einer Urabstimmung aber keinen Arbeitskampf. Stattdessen strebte sie weiterhin eine Verhandlungslösung an. Die Konflikthandlungen des noch ungelösten Konflikts summierten sich bisher auf 8 Punkte. Im öffentlichen Dienst der Länder kam es nach der ersten Verhandlungsrunde punktuell zu Warnstreiks. Auch hier fielen bis zum Jahresende 8 Konfliktpunkte an. In der Eisen- und Stahlindustrie verzichtete die IG Metall auf die sonst üblichen Warnstreiks. Sie beließ es bei zwei Streikdrohungen (2 Konfliktpunkte). Beim Kabinenpersonal von Eurowings ging es - ebenso wie in den Tarifrunden in der Chemischen Industrie sowie beim Bodenpersonal der Lufthansa - konfliktfrei zu. Allerdings wurden in der Chemischen Industrie und bei der Lufthansa bisher nur Forderungen gestellt. Im Jahr 2026 wird es wieder deutlich mehr Tarifauseinandersetzungen als 2025 geben. Den Auftakt machen bereits im Januar 2026 die Chemische Industrie, die Deutsche Lufthansa und die Deutschen Bahn (mit der GDL). Im Frühjahr folgen Tarifrunden für die Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern, die Mitarbeiter der Deutschen Telekom sowie die Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzel- und Großhandel. Im Sommer wird unter anderem in der bayerischen Gastronomie und im Privaten Bankgewerbe verhandelt. Ende Oktober läuft dann der Entgelttarifvertrag in der Metall- und Elektro-Industrie aus. Zum Jahresende werden eine ganze Reihe von Tarifverträgen fällig, etwa in der Luftfahrt, in der Gebäudereinigung oder in der Systemgastronomie. Dadurch wird auch das erste Halbjahr 2027 ein verhandlungsintensiver Zeitraum. |
| Keywords: | Tarifverhandlungen, Arbeitskonflikt, Branche, Deutschland |
| JEL: | J50 J51 J52 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:336782 |
| By: | Kooths, Stefan |
| Abstract: | Das im Jahr 2023 erlassene "Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland" (EnEfG) setzt eine EU-Richtlinie in deutsches Recht um und bestimmt in § 4 Obergrenzen für den hierzulande künftig insgesamt zulässigen Energieeinsatz. Gemessen am Referenzjahr 2008 soll der Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2030 um mindestens 26, 5 Prozent sinken und dann einen Wert von 1867 TWh nicht überschreiten. Bis zum Jahr 2045 wird eine weitere Reduktion des Endenergieverbrauch um 18, 5 Prozent auf dann 55 Prozent des Wertes aus dem Jahr 2008 vorgegeben, was einer Obergrenze von dann 1414 TWh entspricht. Damit fällt die erste Zielmarke in den Zeitraum der Mittelfristprojektion, für den im Folgenden verschiede-ne Szenarien mit Blick auf den gesamtwirtschaftlichen Energieeinsatz bzw. die Energieeffizienz betrachtet werden. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:336899 |
| By: | Fasel, Christoph (Ed.); Kroschwald, Steffen (Ed.) |
| Abstract: | In dieser Festschrift vereinen sich in harmonischem Mehrklang der Disziplinen Menschen mit ihren Beiträgen aus unterschiedlichsten Fachgebieten und mit unterschiedlichsten Hintergründen. Die vorliegende Festschrift zeigt damit auch den Facettenreichtum der Interessen- und Aktivitätsgebiete von Tobias Brönneke. Ihn treiben Fragen der Ethik in modernen Ökonomien ebenso um wie die Beziehung der Menschen zur Natur und Umwelt. Sein Herz schlägt für den Verbraucherschutz, die Verbraucherforschung und -politik, deren Institutionen und Wege der Verbraucher zur Durchsetzung ihrer Rechte. Und ihn befassen schließlich auch die Herausforderungen der Digitalisierung für Menschen - insbesondere die dabei Schutzbedürftigen. |
| Keywords: | Umweltschutz, Verbraucherschutz, Rechtsstaat, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:pfobei:336778 |
| By: | Hoffmann, Timo |
| Abstract: | Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Kohortenmodelle insbesondere in der langen Frist die Prognosegüte für die Partizipationsquote in Deutschland verbessert hätten. Dies dürfte umso stärker für den aktuellen Rand gelten, da der Effekt der demografischen Entwicklung in Deutschland im Zeitverlauf zu- und nicht abnimmt. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:336900 |
| By: | Laser, Johannes; Ettl, Kerstin |
| Abstract: | Einsamkeit und soziale Isolation betreffen Menschen aller Altersklassen. Eine Gelsenkirchener Initiative versucht in einem Pilotvorhaben, Einsamkeit und sozialer Isolation mit aufsuchender Sozialarbeit zu begegnen. Die wissenschaftliche Begleitung des Vorhabens durch die Westfälische Hochschule dient der Datenerhebung, Ergebnisdokumentation und dem Erkenntnistransfer. Eine Befragung der Bewohner:innen im Quartier zeigt, dass das Quartier von den dort lebenden Menschen sehr unterschiedlich wahrgenommen wird. Eine große Bedeutung für ein gelingendes soziales Miteinander haben für sie das Zusammenleben in der Nachbarschaft sowie Treffpunkte und Austauschmöglichkeiten. |
| Keywords: | Einsamkeit, soziale Isolation, Quartier, aufsuchende Sozialarbeit |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:336914 |
| By: | Bispinck, Reinhard |
| Abstract: | Einleitung: Beim Abschluss von Vergütungstarifverträgen gilt die Aufmerksamkeit zunächst vor allem der vereinbarten Erhöhung der Löhne, Gehälter und Entgelte. Die Aussagekraft des materiellen Ergebnisses hängt jedoch maßgeblich davon ab, wie lang die Laufzeit des Tarifvertrages ist und wann die einzelnen Bestandteile des Abschlusses in Kraft treten. Gewerkschaftliche Tarifforderungen werden in der Regel für einen Zeitraum von zwölf Monaten gestellt und zumindest in früheren Jahren bestand die Erwartung, dass auch die Laufzeit des ausgehandelten Tarifabschlusses in etwa ein Jahr beträgt. Die Laufzeit der Vergütungstarifverträge war und ist zwischen den Tarifparteien stets umstritten. Die Gewerkschaften sind grundsätzlich eher an einer kurzen, idealerweise zwölfmonatigen Laufzeit interessiert. Sie erlaubt eine rasche Anpassung an die wirtschaftliche Entwicklung (Konjunktur, Produktivität, Inflation). Die Gewerkschaften bleiben als Tarifpartei kontinuierlich sichtbar und mobilisierungsfähig. Das erhöht in der Tendenz auch die Mitgliederbindung und -gewinnung. Aus Arbeitgebersicht spricht manches gegen eine kurze Laufzeit: Die künftige Entgeltentwicklung ist schwerer kalkulierbar, damit nimmt die Planungssicherheit eher ab. Die Konflikthäufigkeit steigt tendenziell, die Friedenspflicht der anderen Seite ist befristet. Allerdings kann sich die Interessenlage der Tarifparteien je nach ökonomischen und tarifpolitischen Rahmenbedingungen auch ändern: Wenn z. B. neben Entgelterhöhungen auch Themen wie Arbeitszeitverkürzungen oder andere manteltarifliche Regelungen verhandelt werden, ist dies mit längeren Laufzeiten eher realisierbar. In Abschwung- und Krisenphasen können kurze Laufzeiten das Durchsetzungsvermögen der Gewerkschaften verringern und die Arbeitgeber leichter niedrigere Abschlüsse realisieren. Nach lang andauernden, sehr konfliktreichen Tarifrunden können gegebenenfalls beide Tarifparteien Interesse an einer längeren Ruhephase haben. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft die Laufzeit seit vielen Jahren in den meisten Fällen erheblich mehr als ein Jahr beträgt. Die Laufzeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert, und es gibt auch innerhalb kürzerer Zeiträume deutliche Schwankungen. Durchschnittszahlen verdecken im Übrigen erhebliche Unterschiede zwischen den Branchen. Die Details der Entwicklungstendenzen der Laufzeit der Vergütungstarifverträge im Zeitraum von 1980 bis 2025 sind Gegenstand der folgenden Analyse. Die Angaben zu den Laufzeiten basieren auf den Daten des WSI-Tarifarchivs. Sie umfassen für Tarifverträge mit einem regionalen Geltungsbereich in den alten Bundesländern (West) den Zeitraum von 1980 bis 2025, für den Bereich der neuen Bundesländer (Ost) den Zeitraum von 1999 bis 2025. Daraus lassen sich ebenfalls für 1999 bis 2025 auch Zahlen für Gesamtdeutschland errechnen. Berücksichtigt werden in den Daten überwiegend regionale und/oder bundesweite Flächentarifverträge für rund 150 Branchen sowie eine Reihe von Firmentarifverträgen mit größerer Bedeutung (u. a. Volkswagen, Deutsche Telekom, Deutsche Post, Deutsche Bahn, Deutsche Lufthansa). |
| Keywords: | Lohn, Tarifvertrag, Dauer, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:336805 |
| By: | Spangenberg, Ulrike; Timpf, Siegfried |
| Abstract: | Digitale Arbeitsplattformen wecken aufgrund der Anonymität sowie der zeitlich und örtlich flexiblen Erwerbsmöglichkeiten zeitweise die Erwartung, Gleichstellung fördern und Entgeltdifferenzen abbauen zu können. Zwar existieren Studien, die sich mit der fairen Bezahlung von Plattformtätigen beschäftigen, jedoch mangelt es an vertieften Analysen zu den geschlechterbezogenen Vergütungsstrukturen auf Plattformen sowie an rechtlichen Bewertungen. Diese Lücke schließt das Working Paper. Verfasst wurde dies von Dr. Ulrike Spangenberg, ehemalige Co-Leiterin der Geschäftsstelle für den Dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung zum Thema Digitalisierung, sowie von Dr. Siegfried Timpf, Diplom-Sozialökonom und Autor des Dossiers "Digitalisierung im Rahmen der Kommission Arbeit der Zukunft". Inhaltlich befassen sich die Autor*innen mit geschlechterbezogenen Entgeltdifferenzen auf Plattformen, deren diskriminierungsrechtlicher Bewertung und Maßnahmen zur Verhinderung von Diskriminierungen. In diesem Zusammenhang werden die Umsetzung der Europäischen Richtlinie zur Förderung von Entgelttransparenz sowie der Richtlinie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Plattformarbeit berücksichtigt. Das Working Paper schließt mit Empfehlungen zur Vermeidung entgeltbezogener Diskriminierungen auf digitalen Arbeitsplattformen und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf. |
| Keywords: | Diskriminierung, Entgeltstrukturen, Vergütung, Plattformarbeit, Plattformwirtschaft, Gender Pay Gap, Entgelttransparenzrichtlinie, Plattformarbeitsrichtlinie, Plattformtätigte, Plattformbeschäftigte, Algorithmisches Management, automatisierte Entscheidungs- und Beobachtungssysteme, Plattformbetreiber, Ranking, Feedback, Helpling, Amazon Mechanical Turk |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hsiwps:336761 |
| By: | Grömling, Michael |
| Abstract: | In den krisengeplagten Jahren seit 2020 kam es in Deutschland zu einem Ausfall an Wirtschaftsleistungen von nahezu einer Billion Euro. Allein ein Viertel davon entfällt auf das vergangene Jahr. Je Erwerbstätigen entspricht dies einem Wertschöpfungsverlust von insgesamt deutlich über 20.000 Euro durch die Pandemie, die Folgewirkungen des Kriegs in der Ukraine und die konfrontative Politik der USA. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:336908 |
| By: | Sagner, Pekka; Voigtländer, Michael |
| Abstract: | Der vorliegende IW-Wohnindex untersucht die Entwicklung der Kauf- und Mietpreise für Wohnimmobilien in Deutschland. Der vierteljährig erscheinende Kurzreport präsentiert die Ergebnisse eines hedonischen Preisindex auf der Basis von mehreren Millionen Wohnimmobilieninseraten. Betrachtet werden dabei sowohl inserierte Kaufpreise als auch Neuvertragsmieten. Nähere Informationen zur Methodik finden sich im Anhang. Der Report fokussiert sich regelmäßig auf die allgemeinen Preisentwicklungen für den Kauf- und Mietmarkt sowie regionale Auswertungen nach Regionstypen und für die größten deutschen Städte. In einem weiteren Kapitel wird die Preisentwicklung für Wohnimmobilien vor dem Hintergrund ausgewählter Sonderthemen näher beleuchtet. Während der Kernteil der Studie sich auf die Darlegung der Ergebnisse konzentriert, rundet das letzte Kapitel die Studie durch eine immobilienökonomische und wohnungspolitische Einordnung ab. Als Sonderteil wird in dieser Ausgabe die Preis- und Mietentwicklung auf Jahressicht (2024 bis 2025) nach Städtekategorien differenziert ausgewertet. Ziel ist es, die aktuellen Marktbewegungen in A-, B-, C- und D-Städten vergleichend zu analysieren. Die Systematik erlaubt es, gemeinsame Muster innerhalb ähnlich strukturierter Städte sichtbar zu machen und zugleich Unterschiede in der Marktdynamik zwischen Metropolen, größeren Regionalzentren, Mittelstädten und kleineren Standorten herauszuarbeiten. Im Fokus steht dabei die Frage, in welchen Stadttypen sich Kauf- und Mietpreise zuletzt besonders dynamisch entwickelt haben, wo sich eher stabile oder verhaltene Tendenzen zeigen und in welchem Maße sich diese Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Kategorien angleichen oder auseinanderlaufen. |
| Keywords: | Wohnimmobilien, Immobilienpreis, Miete, Wohnungsmarkt, Regionaler Preisindex, Deutschland |
| JEL: | R31 R38 D31 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:336750 |
| By: | Lesch, Hagen; Bach, Helena |
| Abstract: | Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat ein "Gesetz zur Sicherung von Tarifentgelten bei öffentlichen Vergaben in Nordrhein-Westfalen (Tarifentgeltsicherungsgesetz - TESG) entworfen (MAGS NRW, 2025a). Das Ministerium verfolgt damit das im Koalitionsvertrag der Landesregierung aus CDU und Bündnis 90/Die Grünen festgelegte Ziel, "starke Sozialpartner und eine umfassende Tarifbindung zu fördern" (MAGS NRW, 2025b, 1). Anlass des Gesetzentwurfs ist die Beobachtung, die "auf kollektive Mitgliedschaft aufbauende Tarifautonomie" habe "starke Rückgänge erfahren". Es gebe "große weiße Flächen" in der tarifvertraglichen "Abdeckung durch tarifautonome Gestaltung der Arbeitsbedingungen in Tarifverträgen" (ebd.). Der nun vorgelegte Gesetzentwurf soll "angemessen" zahlende Unternehmen "vor einem unfairen Unterbietungswettbewerb" schützen, "der es insbesondere kleineren und mittelständischen Unternehmen erschwert, bei öffentlichen Vergaben erfolgreich mitzubieten" (ebd.). In der Begründung des Gesetzentwurfs wird dazu ausgeführt, dass das Einsetzen untertariflich entlohnter Beschäftigter bei öffentlichen Aufträgen zu ungerechtfertigten Wettbewerbsverzerrungen führe und unsoziale Folgen für die Beschäftigten habe. Es gefährde die Wettbewerbsposition von Unternehmen, die tarifgebundene Arbeitsplätze anbieten. Insbesondere tarifgebundene kleine und mittlere Unternehmen (KMU) könnten sich einem solchen Verdrängungswettbewerb durch nicht nach einem Tarifvertrag entlohnende Unternehmen nur schwer entziehen. Da der Staat über ein erhebliches Vergabevolumen und "große Marktmacht" verfüge, besitze er ein "Steuerungspotenzial, das er für die von ihm präferierten wirtschafts- und sozialpolitischen Ziele einsetzen kann" (ebd.). Der Regelungsinhalt des bestehenden Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfahlen (TVgG-NRW) gehe bis auf den Bereich des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPNV, SPNV) nicht über das hinaus, was aufgrund anderer Vorschriften (gesetzlicher Mindestlohn, allgemeinverbindliche Tarifverträge, tarifliche Mindestlöhne nach dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz) bereits verpflichtend sei. Die Zielsetzung des Entwurfs eines TESG besteht demnach darin, bei öffentlichen Aufträgen eine Entlohnung der Beschäftigten nach einem einschlägigen Tarifvertrag durchzusetzen. Dazu sollen für Branchen, "in denen maßgebliche Beschaffungsaktivitäten festzustellen sind und in denen Wettbewerbsverzerrungen durch den Einsatz von Beschäftigten, die untertariflich bezahlt werden" bestehen, Rechtsverordnungen erlassen werden. In diesen Rechtsverordnungen werden neben Mindestentgelten auch Überstundensätze, sonstige Zuschläge, Zulagen und Sonderzahlungen sowie die Eingruppierungsmerkmale festgelegt. Grundlage sind die in Nordrhein-Westfalen jeweils maßgeblichen Branchentarifverträge. Betroffen sind nach § 4 Abs. 1 TESG-Entwurf insgesamt 15 Branchen (MAGS NRW, 2025a). Offenbar geht die Landesregierung davon aus, dass bei der bisherigen Vergabe von öffentlichen Aufträgen vor allem nicht-tarifgebundene Unternehmen den Zuschlag erhalten und tarifgebundene Unternehmen dadurch aus dem Markt der öffentlichen Aufträge verdrängen. Indem dies unterbunden wird, soll einer untertariflichen Bezahlung im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe entgegengewirkt werden. Es ist erstaunlich, dass die Landesregierung hierzu keine empirische Evidenz vorlegt. In der 2015 durchgeführten Evaluierung des 2012 eingeführten Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfahlen (TVgG-NRW) wird dieser zentralen Frage ebenso wenig nachgegangen wie in einer neueren empirischen Evaluierung des Beschaffungs- und Vergabewesens in Nordrhein-Westfalen (Kienbaum, 2015; Bangert et al., 2024). |
| Keywords: | Öffentlicher Auftrag, Wettbewerb, Tarifvertrag, Gesetzgebung, Wirkungsanalyse, Nordrhein-Westfalen |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:336751 |
| By: | Scheufen, Marc; Mertens, Armin |
| Abstract: | Die Karnevalssession ist in diesem Jahr aufgrund der frühen Lage Osterns kürzer als im letzten Jahr. Die komprimierte Dauer bündelt den närrischen Konsum auf wenige Wochen und zeigt sich vor allem an den Höhepunkten zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch. Welche wirtschaftlichen Impulse daraus entstehen und welche Rolle Hotellerie und Gastronomie dabei spielen, zeigt ein genauer Blick auf die Session. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:336909 |
| By: | Carril, Rodrigo |
| Abstract: | Europa steht vor einem historischen Anstieg der Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit. Werden diese zusätzlichen Mittel gut geplant, verteilt und eingesetzt, kann dies die europäischen Verteidigungsfähigkeiten grundlegend verändern und die industrielle Basis der europäischen Verteidigung neu ausrichten. Wird dieser Umsetzungsprozess schlecht gestaltet, droht Europa Milliarden für veraltete und teure Ausrüstung zu verschwenden - mit nur geringen Verbesserungen der militärischen Leistungsfähigkeit. Die Anwendung zentraler ökonomischer Erkenntnisse aus der Mechanismusdesign-Theorie und Best Practices aus der Beschaffung ist entscheidend für den Erfolg. Dieser Report bündelt die wichtigsten Erkenntnisse aus der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung, um militärische Fähigkeiten, wirtschaftliche Resilienz und Innovationskraft Europas pro eingesetztem Euro zu maximieren. (i) Die innovationsorientierte Beschaffung muss ins Zentrum der europäischen Verteidigungsstrategie rücken. Empirische Evidenz aus US-Programmen zeigt, dass autonome, flexible Agenturen mit hochqualifizierten Programmmanagerinnen und -managern, bottom-up Projektselektion und aktivem Projektmanagement gegenüber starren, hierarchisch gesteuerten Systemen überlegen sind. Besonders wirksam ist dabei eine Kombination aus angebotsseitiger Förderung von Forschung und Entwicklung und nachfrageseitigen Anreizen durch verbindliche Abnahme- und Kaufzusagen. (ii) Europa muss sich auf Nachfragespitzen im Konfliktfall vorbereiten und durch Verträge entlang der gesamten Wertschöpfungskette die entsprechenden Produktionskapazitäten sichern. Die zukünftige Skalierbarkeit der Produktion, sinkende Stückkosten sowie robuste Lieferketten und die gesicherte Verfügbarkeit kritischer Vorprodukte müssen zentrale Be standteile dieser Strategie sein. (iii) Wirksame Beschaffungsprozesse erfordern gut ausgebildete und kompetente Einkäuferinnen und Einkäufer mit ausreichendem Entscheidungsspielraum, kombiniert mit starker ex-post-Rechenschaftspflicht. In der Praxis erweisen sich Flexibilität und Ermessen häufig als überlegen gegenüber starren ex-ante-Regeln und einer übermäßigen Spezifikation in langsamen bürokratischen Verfahren. Für standardisierte Güter wie Munition haben sich wettbewerbliche Auktionen und Festpreisverträge bewährt. (iv) Auf europäischer Ebene spricht viel für eine Zentralisierung der Verteidigungsbeschaffung. Ein einheitlicher europäischer Markt für Verteidigungsgüter würde erhebliche Kosteneinsparungen ermöglichen, die industrielle Basis Europas stärken, die Interoperabilität zwischen den Streitkräften erhöhen und die Koordinierung von Forschung und Entwicklung sowie von Investitionen in Spitzen- und Reservekapazitäten verbessern. |
| Keywords: | Verteidigungsbeschaffung, Verteidigungsausgaben, Governance, Vertragsgestaltung, Innovation, Vertragstheorie, Wettbewerb, militärisch-industrielle Basis, F&EAnreize, europäische Verteidigungsintegration |
| JEL: | H41 H56 H57 D44 L14 L52 O31 O38 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkrp:336808 |
| By: | Brussig, Martin |
| Abstract: | Die Anzahl der Erwerbstätigen im Rentenalter nimmt zu und setzt damit den Trend der vergangenen Jahre fort. Gründe liegen in den unterschiedlichen Kohortenstärken der betreffenden Altersjahrgänge und in den steigenden Altersgrenzen für Altersrenten. Hinzu kommt: Für die Erwerbstätigkeit parallel zum Rentenbezug haben sich die rechtlichen Rahmenbedingungen verbessert. Während ältere Erwerbstätige, die noch keine Rente beziehen, überwiegend in Vollzeit arbeiten, sind gleichaltrige Erwerbstätige im Rentenbezug überwiegend in Teilzeit. Der Anteil von erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentnern unterscheidet sich deutlich zwischen den Branchen. Dies deutet darauf hin, dass nicht nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen, sondern auch Personalpolitiken die Erwerbschancen von Rentnerinnen und Rentnern beeinflussen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqalt:336895 |
| By: | Begerow, Tatjana; Wild, Frank |
| Abstract: | Gesundheitspolitisch wird debattiert, mit einer Zuckersteuer einerseits zusätzliche Einnahmen für die GKV zu generieren und andererseits über eine Lenkungswirkung auf das Konsumverhalten langfristig zu einer gesünderen Ernährung und geringeren Gesundheitsausgaben beizutragen. Die WIP-Analyse geht der Frage nach, wie realistisch die mit einer Zuckersteuer verbundenen Erwartungen vor dem Hintergrund internationaler Erfahrungen und der vorliegenden Studienlage einzuordnen sind. Es ist dabei auch festzuhalten, dass es sich in anderen Ländern typischerweise um die Besteuerung von zuckerhaltigen Getränken handelt, wir also eher von einer "Softdrinksteuer" sprechen müssten. Dass ein geringerer Zuckerkonsum einen wichtigen Beitrag zur Prävention chronischer Erkrankungen leisten kann, ist unstrittig. Ebenso konnte das WIP in einer früheren Studie bereits verdeutlichen, dass Deutschland im europäischen Ländervergleich einen hohen Pro-Kopf-Zuckerkonsum aufweist, der oberhalb der WHO-Empfehlungen liegt. Die Wirkungen einer Zuckersteuer hängen jedoch maßgeblich von ihrer konkreten Ausgestaltung ab; die empirische Studienlage ist insgesamt heterogen. Eine Beschränkung auf zuckerhaltige Getränke begrenzt zwangsläufig den Einfluss auf den gesamten Zuckerkonsum. Die Besteuerung aller zuckerhaltigen Lebensmittel würde jedoch zu erheblichen agrar- und handelspolitischen Effekten führen. Während Simulationsstudien für Deutschland teilweise erhebliche langfristige Gesundheitsgewinne und Kosteneinsparungen einer Zuckersteuer prognostizieren, zeichnen Beobachtungsstudien aus anderen Ländern bislang ein gemischtes Bild - insbesondere mit Blick auf erwachsene Bevölkerungsgruppen. Zu beachten sind zudem Fragen der Steuerinzidenz und zur Verteilung der Steuerlast. Eine Zuckersteuer ist zudem ordnungspolitisch zu hinterfragen und mit alternativen Maßnahmen abzuwägen. Ein paternalistischer Eingriff in die Konsumentensouveränität braucht einen Nachweis, dass der Verbraucherschutz mit anderen Maßnahmen nicht erreicht werden kann. Für die gesundheitspolitische Bewertung einer Zuckersteuer ist entscheidend, wie sich die langfristigen Effekte tatsächlich darstellen und ob fiskalische Eingriffe gegenüber alternativen Präventionsmaßnahmen einen zusätzlichen Nutzen entfalten. Insgesamt spricht vieles dafür, dass gesundheitliche Effekte nur im Zusammenspiel eines Bündels unterschiedlicher Präventionsmaßnahmen zu erwarten sind. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wipana:336768 |
| By: | Mellies, Alexandra; Abendroth, Anja; Zimmermann, Florian; Ruf, Kevin; Lott, Yvonne |
| Abstract: | Dieser Policy Brief will zeigen, wie sich die Beschäftigten entschieden haben, die im Jahr 2022 von den tariflichen Wahloptionen Gebrauch machen konnten. Da gewerkschaftliche Regelungen wie die Wahl zwischen Zeit und Geld auf Betriebsebene ausgehandelt werden, betrachten wir zudem den Einfluss verschiedener betrieblicher Faktoren auf die Wahl. Basierend auf bisherigen Forschungsergebnissen zum Einfluss des betrieblichen Kontextes auf die Nutzung flexibler Arbeitsmodelle und Arbeitszeitverkürzungen gehen wir davon aus, dass sich auch im Kontext der Wahl von Zeit statt Geld bestimmte Nutzungsmuster zeigen. Es gilt herauszufinden, ob und inwiefern betriebliche Faktoren diese Muster abschwächen oder verstärken. Dabei beantworten wir die folgenden Fragen: - Wer hat Zeit statt Geld gewählt? - Wie unterscheiden sich Frauen und Männer mit und ohne Kinder in ihrer Wahl? - Inwiefern unterscheidet sich die Wahl von Zeit in Abhängigkeit von betrieblichen Rahmenbedingungen? Konkret: Welche Rolle spielen - a) eine stark verbreitete Vollzeiterwerbstätigkeit im Betrieb, - b) ein belastendendes betriebliches Arbeitsklima und - c) vorhandene Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatem und mehr Arbeitszeitsouveränität im Betrieb? Die Antworten auf diese Fragen sind ein wichtiger Schritt für die Evaluation der tariflichen Wahloptionen und ermöglichen die Erforschung arbeitnehmerund arbeitgeberseitiger Hindernisse der Wahl von Zeit statt Geld. |
| Keywords: | Tarifvertrag, Lohnpolitik, Arbeitszeitgestaltung, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsipbs:336792 |
| By: | Schaller, Christian |
| Abstract: | Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich als Verteidigerin des Völkerrechts und bekennt sich zu einer "regelbasierten internationalen Ordnung" (rules-based international order). Dabei handelt es sich um ein politisches Konzept mit unscharfen Konturen, das neben völkerrechtlichen Normen auch rechtlich unverbindliche Regeln, Praktiken und Standards als Elemente der internationalen Ordnung einschließt. China und Russland stellen die regelbasierte Ordnung als ein westliches Konstrukt dar, das darauf abziele, Völkerrecht durch selbstgeschaffene und nicht allgemein legitimierte Regeln zu ersetzen. Westlichen Staaten gehe es darum, eigene Interessen mithilfe solcher Regeln durchzusetzen und gleichzeitig "Systemrivalen" Regelverstöße vorwerfen zu können. Auf die USA als einstigen Verfechter der rules-based order können sich Deutschland und Europa nicht mehr verlassen. Die Trump-Regierung untergräbt systematisch das Fundament, das eine solche Ordnung tragen soll; das Völkerrecht spielt für Trump weder als Maßstab außenpolitischen Handelns noch als strukturierender Faktor der internationalen Politik eine Rolle. Umso wichtiger ist es für die Bundesrepublik, die noch vorhandenen Strukturen einer regelbasierten Ordnung gemeinsam mit anderen Staaten zu erhalten und auszubauen. Vorrangiges Ziel muss es sein, das Völkerrecht als Kern dieser Ordnung zu stabilisieren. China beansprucht in Weltordnungsfragen für sich, als Interessenvertreter des Globalen Südens aufzutreten, und verfügt dabei inzwischen über erhebliche Diskursmacht. Als Gegenentwurf zum Modell der rules-based order propagiert Peking das Leitbild einer "völkerrechtsbasierten internationalen Ordnung". Vor diesem Hintergrund bedarf es einer vertieften Auseinandersetzung mit den chinesischen Ordnungsvorstellungen. Wie definiert Peking eine völkerrechtsbasierte internationale Ordnung? In welchen Punkten weicht dieses Verständnis von eigenen normativen Positionen ab, und welche Konsequenzen ergeben sich, wenn China Völkerrecht nach seiner Lesart durchsetzt? |
| Keywords: | Völkerrecht, regelbasierte internationale Ordnung, rules-based order, Volksrepublik China, Russische Föderation, Vereinigte Staaten, US-Präsident Donald Trump, systemische Rivalität, Nationale Sicherheitsstrategie (2023) |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:336781 |
| By: | Matthes, Jürgen |
| Abstract: | Noch vor der Corona-Pandemie galt China als Eldorado für die deutsche Exportwirtschaft. Zwischenzeitlich waren deutlich mehr als eine Million deutsche Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Endverbrauch in China abhängig. Doch seit einigen Jahren sinken die deutschen Exporte nach China rapide. In der Folge dürfte die Zahl der Jobs, die exportseitig von China abhängen, seit 2021 um schätzungsweise rund 40 Prozent oder über 400 Tausend Stellen abgenommen haben. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:336911 |
| By: | Campagna, Sebastian; Giertz, Jan-Paul; Sekanina, Alexander |
| Abstract: | Im Rahmen der zweiten I. M. U.-Aufsichtsrätebefragung wurden Arbeitnehmervertreter*innen aus den Aufsichtsräten deutscher Unternehmen zu den Themenfeldern Unternehmens- und Personalstrategie befragt. Insgesamt beteiligten sich 357 Personen aus 308 Unternehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Arbeitnehmerseite in der Mehrheit der befragten Unternehmen zufrieden mit der Informationslage zum Strategieprozess im Aufsichtsrat ist und diesen in der Mehrheit der Unternehmen wesentlich mitgestalten kann. Die stärkste Einbindung des mitbestimmten Aufsichtsrats erfolgt auf Ebene der Strategieumsetzung und deren Kontrolle sowie im Rahmen der Definition strategischer Ziele. Inhaltlich erweisen sich die Auswirkungen des technologischen Wandels und der Digitalisierung als wesentliche Treiber zur Einbeziehung strategischer Fragen in die Aufsichtsratsdebatten. Mit Blick auf das strategische Kernthema Personalmanagement zeigen sich jedoch in der Mehrheit der Unternehmen Defizite. So misst nur ein geringer Anteil der Befragten den Personalmanagementsystemen ihrer Unternehmen einen hohen Reifegrad bei. Diese Schwachstellen korrelieren eng mit der Feststellung einer Vielzahl der befragten Aufsichtsräte, dass auch das unternehmerische Risikomanagement ihrer Unternehmen einen eher schwachen Reifegrad aufweist. Im Gegenzug zeigt sich jedoch auch, dass gerade ein stärkerer Einfluss der Arbeitnehmerseite auf den Strategieprozess und die Einbeziehung von Personalrisiken in das Risikomanagement zu einer Stärkung dieses Überwachungssystems führen könnte. Die Ergebnisse unterstreichen den betriebswirtschaftlichen Nutzen, der sich ergibt, wenn Arbeitnehmervertreter*innen sich aktiv in Fragen der Unternehmensstrategie und insbesondere als interne Experten in das Thema Personalstrategie einbringen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsmbr:336906 |
| By: | Scholz, Robert |
| Abstract: | Um die aktuelle sozialökologische Transformation zu bewältigen, sind Unternehmen auf finanzielle Mittel angewiesen. Daher ist ihre Attraktivität am Kapitalmarkt sehr wichtig, denn von dort kommt ein Teil dieser Mittel. Stark mitbestimmte Unternehmen zeichnen sich durch ihre etablierte Marktposition und ihre wirtschaftliche Substanz aus. Aus Kapitalmarktsicht sind sie damit eher dem Substanztyp zuzuordnen als dem Wachstumstyp. Einige Studien zeigen, dass Unternehmen mit Arbeitnehmer*innenvertretung im Aufsichtsrat an der Börse niedriger bewertet werden als Unternehmen ohne Mitbestimmung. Das ist allerdings nur eine Seite des Aktionärswerts (Shareholder-Value). Blickt man hingegen auf die Dividendenzahlungen dieser Unternehmen, tritt zutage, dass die Mitbestimmung die Interessen der Anteilseigner*innen nicht einschränkt. Im Aufsichtsrat mitbestimmte Unternehmen gewährleisten regelmäßigere und weniger schwankende Dividendenzahlungen im Vergleich zu nicht mitbestimmten Unternehmen. Das ist entscheidend für langfristige Anteilseigner*innen, die auf planbare und verlässliche Erträge setzen. Mitbestimmung und hohe Gewinne fördern die Beschäftigungsstabilität, wobei die Rolle der Mitbestimmung schwerer wiegt. Damit sind sowohl die Anteilseigner*inneninteressen (Dividenden) als auch die Beschäftigteninteressen (Kontinuität) stärker gewahrt als bei Unternehmen ohne oder mit schwach verankerter Mitbestimmung. Langfristig orientierte Anteilseigner*innen profitieren damit auch von einer stabilen Beschäftigungsentwicklung; umgekehrt schränkt die Kontinuität der Dividenden nicht die der Beschäftigung ein. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsmbr:336905 |
| By: | Hasche, Lilli; Kopp, Judith; Pichl, Maximilian |
| Abstract: | Vorwort: Ein neues Gesetz weckt Interesse, gerade in der Arbeitsrechtswissenschaft. So überrascht es nicht, dass das zum 1.1.2023 in Kraft getretene Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz Anlass für zahlreiche Veröffentlichungen gegeben hat. Die vorliegende Studie hat die Herausbildung des rechtswissenschaftlichen Meinungskanons zu Fragen der Auslegung von einer konkreten Vorschrift des Lieferkettengesetzes mit politikwissenschaftlichen Methoden analysiert. Ihr Ansatz mag für die Untersuchten - die Rechtswissenschaftlerinnen und Rechtswissenschaftler - durchaus provokant sein: Rechtswissenschaftliche Arbeit wird als Teil von Rechtskämpfen angesehen, von Auseinandersetzungen also, in denen es nicht nur um die juristisch zutreffende Auslegung geht, sondern um die Verlängerung von gesellschaftlichen Kämpfen in der juristischen Sphäre. Auf diesem Feld unterliegen die Auseinandersetzungen, so eine der Thesen, eigenen Regeln. Die vorliegende Studie hat sich dem Ziel verschrieben, offenzulegen, welche Veränderungen sich für gesellschaftliche Kämpfe ergeben, wenn sie sich auf das Terrain des Rechts verlagern. (...) |
| Keywords: | Globale Wertschöpfungskette, Mindestlohn, Sozialer Konflikt, Gerechtigkeit, Rechtswissenschaft, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hsiwps:336760 |
| By: | Hoffmann, Timo |
| Abstract: | Unternehmensbefragungen zur Kapazitätsauslastung dienen im EU-Verfahren zur Potenzialschätzung dazu, die Produktivität (TFP) in Trend und Zyklus zu zerlegen. Bereits seit längerem mehren sich die Anzeichen, dass die derzeit in Umfragen gemessene überaus starke Unterauslastung im Verarbeitenden Gewerbe weniger konjunkturell bedingt ist, sondern vielmehr das Symptom einer Strukturkrise darstellt. Entsprechend könnten die Schätzverfahren das Produktionspotenzial über- und die Produktionslücke unterschätzen. Im Folgenden soll analysiert werden, wie sensitiv die Potenzialschätzung bezüglich der umfragebasierten Kapazitätsauslastung reagiert und wie Fehleinschätzungen entgegengewirkt werden kann. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:336898 |
| By: | Kesternich, Martin; Werthschulte, Madeline |
| Abstract: | Die Energiekrise 2022/2023 in Europa hat gezeigt, wie zentral ein bewusster Gasverbrauch für die Versorgungssicherheit, die Kostenstabilität und den Klimaschutz ist. Doch wie kann man Haushalte in Krisenzeiten mit Hochpreisphasen dazu bringen, ihren Verbrauch anzupassen, auch wenn sich Preissignale aufgrund bestehender Verträge erst zeitverzögert darstellen? Mithilfe eines Feldexperiments und Umfragedaten aus dem Gasbonusprogramm eines Energieversorgers in Deutschland zeigen wir, dass verhaltensökonomische Designelemente wie Erinnerungen an Einsparziele und -maßnahmen die individuellen Sparanreize selbst in Hochpreisphasen weiter stützen können. Gleichzeitig zeigen sich jedoch klare Einschränkungen in der Wirkungsweise von etablierten Nudges: Haushalte schätzen die Wirksamkeit ihrer konkreten Energiesparmaßnahmen oft falsch ein und Erinnerungen mit Einspartipps allein können diese nicht korrigieren. Auch die Kluft zwischen guten Vorsätzen und tatsächlichem Handeln lässt sich nur begrenzt schließen. Des Weiteren kann ein Vergleichsfeedback, welches den eigenen Verbrauch im Vergleich zu anderen Haushalten darstellt, die Gaseinsparungen besonders engagierter Haushalte im Nachgang reduzieren und damit einen "Bumerang-Effekt" auslösen. Verhaltensökonomische Designelemente sollten daher nicht als "One size fits all"-Baustein verstanden werden. |
| Keywords: | Energiekrise, Erdgas, Energieeinsparung, Verhaltensökonomik, Feldforschung, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:336901 |
| By: | Kunath, Gero |
| Abstract: | Taiwan ist Weltmarktführer bei hochentwickelten Mikrochips und spielt eine Schlüsselrolle in kritischen Lieferketten auf der ganzen Welt. Auch Chinas Chipindustrie versorgt Unternehmen auf der ganzen Welt mit Mikrochips - spielt bei den modernsten Sub-10- nm-Chips jedoch keine Rolle. Chinas Abhängigkeit von Taiwan bei den besten Chips dient dem kleinen Inselstaat als Absicherung vor einer militärischen Eskalation, aber birgt auch ein Sicherheitsrisiko. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:336913 |
| By: | Gutzeit, Susanne |
| Abstract: | Das aktuelle iff-Überschuldungsradar der Sozialarbeiterin und Beraterin Susanne Gutzeit befasst sich mit Verschuldung durch zwanghaftes Kaufverhalten. Es zeigt darüber hinaus, wie soziale Medien und Online-Handel das Konsumverhalten beeinflussen und stellt Bezüge zur Internetnutzungsstörung her. Anhand von Fallbeispielen verdeutlicht Gutzeit Ursachen und Folgen von Kaufsucht, beschreibt präventive Ansätze sowie bestehende Behandlungs- und Informationsangebote und schließt mit konkreten Handlungsempfehlungen ab. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:336896 |
| By: | Oberst, Christian; Voigtländer, Michael |
| Abstract: | Der Anteil möblierter und temporär vermieteter Wohnungsangebote in den Großstädten ist deutlich gestiegen, wie eine aktuelle Studie zeigt (Krapp et. al., 2026). Die Politik fürchtet, dass dies vor allem zur Umgehung der Mietpreisbremse genutzt wird. Doch die Zahlen bedürfen einer sorgfältigen Einordnung: Sowohl die wesentlichen Gründe für die zunehmende Bedeutung dieses Segments als auch statistische Effekte in angespannten Wohnungsmärkten sind zu berücksichtigen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:336910 |
| By: | Forsmann, Daniel; Haenecke, Henrik; Zerres, Christopher; Zerres, Michael P. |
| Abstract: | Die Erfolgsfaktorenforschung will die Determinanten ermitteln, die den Erfolg oder den Misserfolg eines Unternehmens langfristig beeinflussen. Sie geht dabei von der Grundannahme aus, dass nur einige wenige Variablen über den Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens entscheiden. Ausgangspunkt einer Untersuchung der Erfolgsfaktoren ist stets, die Variablen zu bestimmen, mit denen der Erfolg quantifiziert werden kann. Diese Größen werden dann als Erfolgsindikatoren bezeichnet. Häufig sind dies Gewinn, Rentabilität oder Umsatz. In der Folge wird dann untersucht, welche Variablen einen Erfolgsindikator beeinflussen. Diese Variablen werden als Erfolgsfaktoren bezeichnet. |
| Keywords: | Erfolgsfaktorenforschung, Erfolgsfaktorenforschung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ouwpmm:336762 |
| By: | Becker, Marco; Daube, Carl Heinz; Peskes, Markus; Reinking, Ernst; Semenischev, Corrina |
| Abstract: | Organisatorische Resilienz ist ein integratives Konzept aus strukturellen, kulturellen und führungsbezogenen Faktoren, das in Familienunternehmen aufgrund ihrer werteorientierten Ausrichtung besondere Stärken aufweist. Sowohl resilienzfördernde Unternehmenskulturen als auch wertebasierte Führung erhöhen die Anpassungsfähigkeit von Organisationen und wirken positiv auf die externe Wahrnehmung, messbar etwa über den QScore. Das PwC-Resilienzmodell bietet hierfür einen praxisorientierten Rahmen, der normative Standards mit reifegradbasierten Entwicklungsprozessen verbindet und Resilienz als strategische Kernkompetenz verankert. |
| Abstract: | Organizational resilience is an integrative concept comprising structural, cultural, and leadership-related factors that is particularly strong in family businesses due to their value-oriented approach. Both resilience-promoting corporate cultures and value-based leadership increase the adaptability of organizations and have a positive effect on external perception, which can be measured using the QScore, for example. The PwC resilience model offers a practical framework for this, combining normative standards with maturity-based development processes and anchoring resilience as a core strategic competence. |
| Keywords: | Unternehmensresilienz, Geschäftsmodellgestaltung, Risikomanagement, finanzielle Stabilität, Unternehmenskultur, Nachhaltigkeit |
| JEL: | G21 G32 G33 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esprep:336644 |
| By: | Boysen-Hogrefe, Jens; Hoffmann, Timo |
| Abstract: | In der neoklassischen Wachstumstheorie wirkt der technische Fortschritt multiplikativ auf das Wachstum der Produktionsmöglichkeiten. Dabei wird angenommen, dass die als Solow Residuum (SR) berechnete totale Faktorproduktivität (TFP) einer konstanten oder zumindest hoch persistenten Wachstumsrate g folgt. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:336897 |
| By: | Kosyakova, Yuliya (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Jaschke, Philipp (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wagner, Simon (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Russia’s war of aggression against Ukraine has been ongoing for almost four years and has triggered the largest refugee movement in Europe since the Second World War. By the end of 2024, around 6.7 million Ukrainians had sought protection abroad, including approximately one million in Germany. This report analyses how the labour market integration of Ukrainian refugees has evolved since their arrival in Germany. The analyses are based on data from the IAB-BAMF-SOEP Refugee Survey, which are linked with the Integrated Employment Biographies (IEB), providing detailed longitudinal information on employment, earnings, benefit receipt, and participation in labour market policy measures." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | Integrierte Erwerbsbiografien ; IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten |
| Date: | 2026–02–17 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202603 |
| By: | Glock, C. H.; Weidinger, F.; Wildt, C.; Zheng, T. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159190 |
| By: | Voll, Kyra; Rau, Jonas; Amberg, Hans; Pfnür, Andreas |
| Date: | 2025–07 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159135 |
| By: | Fuchs, Philipp (Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik); Feldens, Stefan (Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik); Wellmer, Sabine (Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik); Globisch, Claudia (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Following the Hartz IV reforms, the employment service's efforts focused primarily on people with comparatively good chances of rapid reintegration into the labour market. However, this approach meant that people facing greater obstacles in finding work received less support, a phenomenon also known as 'creaming'. The INGA programme ('Interne ganzheitliche Integrationsberatung') was created under the Third Book of the Social Code (SGB III) to counterbalance this development. With a significantly lower staff-to-client ratio than regular services, INGA provided support to individuals with more complex problems and greater difficulty integrating into the labour market. Additionally, INGA counsellors undergo further training to strengthen their counselling skills. Over ten years after its establishment, INGA's counselling practice was examined in detail for the first time as part of the research project ('BafAlo'). This involved conducting exploratory interviews and group discussions, as well as qualitative surveys among counsellors, counselees and team leaders in three employment agencies. The research also involved observing counselling sessions and group events. This empirical study examines the organisational embedding and implementation of counselling within the INGA framework. Although INGA is an established service within employment agencies, local senior management sometimes regards INGA as a 'capacity reserve' due to the significantly lower staff-to-client ratio. This can result in additional tasks being delegated to INGA teams. Additionally, there is tension with regular job placement services, due to the more favourable INGA staff-to-client ratio and the process of referring counselling cases from regular job placement services to INGA. The workload of INGA specialists and the composition of the group they counsel are largely determined by the allocation practices of regular employment services. This is reflected primarily in the controlling of their advisory work, particularly the advisors' workload and the integration rate achieved. This can be regarded as a crucial task for INGA team leaders. They are responsible for mediating between the various teams and their managers, as well as representing the position of the INGA team within the agency vis-à-vis senior management. This is a task that the interviewed team leaders carry out with varying approaches and focus. Regarding actual counselling practice, four variants of labour market remoteness are identified among INGA clients, alongside the different approaches of the counsellors. The first manifestation of labour market remoteness involves clients who have experienced a prolonged period of professional stability and specialisation, followed by sudden unemployment. In a second group, the employment history of clients has been characterised by professional instability and volatility for many years, resulting in repeated unemployment. A third group comprises younger clients with no training who, after doing odd jobs and unskilled work, are unemployed, possibly for the second or third time. The fourth group comprises younger people who are facing considerable difficulties in re-entering the labour market after taking time out to raise a family. Regardless of their employment history, INGA clients often experience acute life crises, family issues or mental health problems. This means that each case tends to be rather complex. The understanding of counselling held by INGA's specialists strongly reflects the conceptual requirements of INGA. All of the specialists strongly identify with the holistic, individual and intensive nature of counselling work. Specifically, they see INGA's core values as being reflected in a lower staff-to-client ratio, greater time resources, an expanded scope for action and discretion, more pronounced cooperation with other agencies and networks, open-ended case processing and a perspective focused on the individual case and the sustainability of the placement. However, counsellors adopt different approaches to counselling, particularly regarding how directive, integrative and activating they are. These approaches vary significantly depending on the clients and their personal situation and needs. The results of our study can be summarised as follows: INGA is an important service within SGB III, in both conception and practice. In times of rising unemployment, dynamic structural change and pronounced labour market mismatch, many people dependent on SGB III benefits require more intensive support to find employment than can currently be provided by regular employment services. Counselling that devotes more time to individual cases and has a stronger methodological basis is well-suited to providing such support and preventing long-term unemployment. Our study identified areas for improvement, particularly regarding the professional support and guidance provided to counsellors. The INGA team leaders' professional supervision is sometimes too formal, partly due to their dual structural responsibilities, and does not always provide counselling staff with the necessary counselling-related guidance. Similarly, the practice of supervision as a systematic reflection on challenging counselling work is not well established. These findings suggest that team leaders require further training in the professional aspects of counselling, and that additional resources should be made available to provide supervision as needed. At an institutional level, the issue of how to deal with people who are extremely distant from the labour market remains unresolved, especially since INGA must also meet sometimes ambitious integration targets." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Date: | 2026–02–18 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202603 |
| By: | Sultan, Samina |
| Abstract: | Die Bedeutung des globalen Dienstleistungshandels hat in den letzten Jahren stark zugenommen. So erreichte der Dienstleistungsexport gemessen an den weltweiten Gesamtexporten im Jahr 2023 einen Anteil von über 27 Prozent, in der EU gar von rund 33 Prozent. Gegenüber 2010 ist das global gesehen eine Steigerung um 6 Prozentpunkte, für die EU gar um rund 8 Prozentpunkte. In Deutschland war der Anteil des Dienstleistungsexports mit rund 24 Prozent noch etwas geringer, was auch eine Folge des starken Industriesektors hierzulande ist. Doch selbst in Deutschland ist der Anteil der Dienstleistungen am Gesamtexport seit 2010 um 7 Prozentpunkte gestiegen. Die Relevanz des Dienstleistungshandels nimmt auch deshalb zu, weil dessen Wachstumsdynamik, anders als im Warenhandel, hoch bleibt. So ist der Weltdienstleistungsexport in den letzten zehn Jahren nominal um 60 Prozent gewachsen, während der Warenexport in derselben Zeit weniger als halb so viel zugenommen hat. Vor allem in den letzten drei Jahren seit der Coronapandemie ist der globale Dienstleistungsexport weiter kräftig gewachsen, während der Warenexport nur moderat zugelegt hat oder sogar rückläufig war. In der EU hat sich der Dienstleistungsexport zwischen 2005 und 2023 fast verdreifacht, in Deutschland ist er um das Zweieinhalbfache gestiegen. Der Dienstleistungshandel dürfte auch in den kommenden Jahren weiterhin deutlich stärker zulegen als der Warenhandel. Auch weil der zunehmende Protektionismus sowie die anhaltende Schwäche der deutschen Industrie, etwa aufgrund hoher Energie- und Bürokratiekosten, den Warenhandel stärker eintrübt als den Handel mit Dienstleistungen. Bislang gibt es jedoch wenig Forschung zum Dienstleistungshandel, was lange Zeit auch am Mangel an international vergleichbaren Daten auf disaggregierter Ebene zum Dienstleistungshandel lag. Hier setzt diese Studie an, indem sie den neuen Datensatz der OECD-WTO Balanced Trade in Services Datenbank (BaTIS) für den Zeitraum 2005 bis 2023 nutzt, um den globalen und insbesondere den europäischen Dienstleistungshandel zu untersuchen, etwa auf mögliche Stärken aber auch bestehende Abgängigkeiten [...] |
| Abstract: | The significance of global trade in services has increased substantially in recent years. In 2023, exports of services accounted for over 27 percent of total global exports, and even around 33 percent within the EU. Compared to 2010, this represents a global increase of 6 percentage points and an increase of approximately 8 percentage points for the EU. In Germany, the share of service exports was somewhat lower at around 24 percent, which is partly due to the strength of its industrial sector. Nevertheless, even in Germany, the share of services in total exports has risen by 7 percentage points since 2010. The relevance of trade in services is also growing because its growth dynamics remain strong-unlike in goods trade. Over the past ten years, global service exports have grown nominally by 60 percent, while goods exports have increased by less than half that amount. Particularly in the last three years since the COVID-19 pandemic, global service exports have continued to expand robustly, whereas goods exports have grown only moderately or even declined. Within the EU, service exports have nearly tripled between 2005 and 2023, while Germany's have increased by a factor of 2.5. Service trade is expected to continue growing significantly faster than goods trade in the coming years, not least because rising protectionism and the persistent weakness of German industry-due to high energy and regulatory costs-are weighing more heavily on goods trade than on services trade. However, research on trade in services remains limited, largely due to the historical lack of internationally comparable, disaggregated data. This study addresses that gap by using the new OECD-WTO Balanced Trade in Services (BaTIS) database for the period 2005 to 2023 to examine global and, in particular, European trade in services, identifying potential strengths as well as existing vulnerabilities [...] |
| Keywords: | Dienstleistungshandel, Welt, Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Internationaler Wettbewerb, Wirtschaftliche Abhängigkeit, EU-Staaten, Deutschland, USA, China |
| JEL: | F10 F14 F15 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:336749 |
| By: | Pfnür, Andreas; Günther, Maria; Rau, Jonas |
| Date: | 2025–09 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159180 |