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on German Papers |
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Issue of 2026–03–23
sixty papers chosen by Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München |
| By: | Röhl, Klaus-Heiner; Seyda, Susanne; Schmitz, Edgar |
| Abstract: | Die Unternehmen in Deutschland beklagen eine stetig anwachsende Belastung aus bürokratieträchtigen Ge- setzen und Verordnungen. Inzwischen gibt es allein in der Bundesgesetzgebung circa 100.000 zu befolgende Regelungssachverhalte, über ein Fünftel mehr als 2010. Hinzu kommen wachsende Reporting-Auflagen aus dem EU-Recht im Bereich Klima, Umwelt, Menschenrechte und Soziales. Auch die für Unternehmen zustän- digen Verwaltungen in den Ländern und Kommunen sehen sich in der Umsetzung zunehmend überfordert, sodass Genehmigungsverfahren für Bauten und Anlagen immer länger dauern. In einer repräsentativen Un- ternehmensbefragung mit dem IW-Zukunftspanel hat das IW über 1.000 Unternehmen danach befragt, wie sich die Bürokratielasten aus ihrer Sicht in den letzten drei Jahren entwickelt haben, wo sie die wesentlichen Gründe und Treiber für Bürokratie sehen und welche Wege zum Bürokratieabbau zielführend sein könnten. Auch die Arbeit der Verwaltungen wurde von den Unternehmen beurteilt. 55 Prozent der Unternehmen geben an, dass der Bürokratieaufwand spürbar gestiegen ist, ein weiteres Vier- tel sieht ihn zumindest als etwas gestiegen. Fast ein Fünftel der Befragten musste zu seiner Bewältigung neue Stellen schaffen, bei den Unternehmen ab 250 Beschäftigten mussten dies sogar 73 Prozent. Die zuneh- mende Anzahl und die zunehmende Komplexität der Rechtsnormen werden gleichermaßen als Haupttreiber des Anstiegs genannt. Als tieferliegende Gründe für den mangelnden Bürokratieabbau werden das Streben nach Rechtssicherheit durch mehr Detailregelungen, fehlende Gesetzesevaluationen und auch der deutsche Trend zur Übererfüllung des EU-Rechts (Goldplating) aufgeführt. Bezüglich der Arbeit der Verwaltungen wird vor allem die geringe Geschwindigkeit bei Entscheiden und die fehlende Ausnutzung von Ermessensspielräu- men kritisch gesehen. Im Bereich des Bürokratieabbaus stehen, wahrscheinlich aufgrund der in den letzten fünf Jahren stark anwachsenden Regulierungstätigkeit der EU-Kommission, verschlankte EU-Vorgaben mit über 90-prozentiger Zustimmung an erster Stelle. Es folgen mehr Möglichkeiten zu außergerichtlichen Eini- gungen, eine bessere Abstimmung der Berichtspflichten und eine Verwaltungs-Datencloud, die Einzelbe- richtspflichten an Behörden zentral bündeln und Verfahren beschleunigen könnte. Aus der Unternehmensbefragung und weiteren Analysen abgeleitete Empfehlungen an die Politik umfassen eine wirksame Bremse bei der Anzahl der zu beachtenden Bestimmungen aus Gesetzen und Verordnungen für die nationale und die EU-Ebene, eine stärker vertrauensbasierte Regulierung mit weniger Detailbestim- mungen und mehr Alternativoptionen wie Selbstverpflichtungen, die systematische Beseitigung von Wider- sprüchen in der Gesetzgebung, eine konsequente und zügige Umsetzung des E-Governments und der Ver- waltungsdigitalisierung sowie ein Abschaffen des oft vorhandenen Zuständigkeitswirrwarrs im deutschen Fö- deralsystem, das den aktuellen Herausforderungen nicht mehr gewachsen ist. |
| Keywords: | Bürokratie, IW-Panels, IW-Zukunftspanel, Mittelstand, Uniternehmen und Märkte |
| JEL: | D73 E61 L59 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkpps:338095 |
| By: | Hammermann, Andrea; Stettes, Oliver |
| Abstract: | Im Koalitionsvertrag zur 21. Legislaturperiode sehen CDU, CSU und SPD vor, die Arbeitszeiterfassung unbürokratisch zu regeln und Vertrauensarbeitszeiten im Einklang mit der EU-Arbeitszeitrichtlinie weiterhin ohne Zeiterfassung zu ermöglichen. Ein Versprechen, welches Befürworter von verschärften Aufzeichnungspflichten mit dem Verweis auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz kritisch sehen. Eine faktische Abschaffung von Vertrauensarbeitszeiten würde in Deutschland jedoch bestehende Gestaltungsspielräume vieler Beschäftigten einschränken, bei denen keine gesundheitlichen oder arbeitsschutzrelevanten Risiken bestehen. In Deutschland ist die Vertrauensarbeitszeit ein weit verbreitetes Arbeitszeitmodell, mit dem der Arbeitgeber den Beschäftigten ein erhebliches Maß an Handlungsspielräumen in der Arbeitszeitgestaltung einräumt. Rund jede beziehungsweise jeder fünfte Beschäftigte arbeitet in einem Arbeitszeitmodell, bei dem der Arbeitgeber auf die Festlegung der Lage der Arbeitszeit und eine betriebliche Zeiterfassung verzichtet und die Beschäftigten selbst große Handlungsspielräume bezüglich des Beginns und Ende ihrer Arbeitszeiten haben. Zur Messung der Vertrauensarbeitszeit wird die Arbeitszeiterhebung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Wellen 2019, 2021 und 2023) verwendet. Hochqualifizierte Experten und Spezialisten arbeiten besonders häufig in Vertrauensarbeitszeitmodellen. Im Vergleich zur Vorgängererhebung im Jahr 2021 ist der Anteil der Beschäftigten, die von Vertrauensarbeitszeitmodellen profitieren, um 3 Prozentpunkte gestiegen. Beschäftigte mit Vertrauensarbeitszeiten weisen eine signifikant größere Zufriedenheit mit den eigenen Arbeitszeiten und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf als Beschäftigte mit anderen Arbeitszeitregimes. Das hohe Maß an eigenverantwortlicher Arbeitszeitgestaltung in Vertrauensarbeitszeitmodellen wirkt sich auch positiv auf die Selbstwirksamkeitserfahrung aus. Die empirische Analyse geht schließlich der Sorge nach, dass Vertrauensarbeitszeiten gesundheitliche Risiken für die Beschäftigten bergen, denen einzig durch eine lückenlose elektronische Zeiterfassung entgegengetreten werden kann. Die Befunde auf Basis der BAuA-Arbeitszeiterhebung können diese Sorge nicht bestätigen. Im Gegenteil: Beschäftigte mit Vertrauensarbeitszeiten haben häufiger das Gefühl, gut mit ihren Arbeitsbelastungen umgehen zu können, und zeigen seltener Symptome einer chronischen Erschöpfung. |
| Keywords: | Arbeitszeitgestaltung, Vertrauen, Arbeitsbedingungen, Empirische Methode, Deutschland |
| JEL: | J22 J28 J88 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:338108 |
| By: | Drygalla, Andrej; Heinisch, Katja; Holtemöller, Oliver; Lindner, Axel; Schult, Christoph; Zeddies, Götz |
| Abstract: | Der Beitrag untersucht die mittelfristige Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der öffentlichen Finanzen vor dem Hintergrund der seit 2025 geltenden neuen EU-Fiskalregeln und der jüngsten Lockerung der nationalen Schuldenbremse. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob und unter welchen Bedingungen Deutschland die europäischen Vorgaben zu Defizit, Schuldenstand und Nettoprimärausgaben einhalten kann. Auf Basis einer makroökonomischen Projektion bis zum Jahr 2040 wird zunächst das Produktionspotenzial mit zwei alternativen Verfahren geschätzt: der von der EU-Kommission verwendeten Methode sowie einer modifizierten EU-Methode (MODEM), die demografische Effekte stärker berücksichtigt. Darauf aufbauend werden die öffentlichen Finanzen bis zum Jahr 2030 projiziert und die resultierenden Nettoausgabenpfade mit den Vorgaben des deutschen finanzpolitisch-strukturellen Plans verglichen. Ergänzend werden finanzpolitische Szenarien bis 2040 simuliert, die sich hinsichtlich der Entwicklung des strukturellen Primärsaldos unterscheiden. Das Potenzialwachstum dürfte in den kommenden Jahren deutlich geringer ausfällen als in der Vergangenheit. Ohne zusätzliche Konsolidierungsmaßnahmen steigen Defizite und Schuldenquote spürbar an, und die EU-Fiskalregeln werden verfehlt. Die im finanzpolitisch-strukturellen Plan unterstellte Einhaltung der Vorgaben erfordert erhebliche, bislang nicht konkretisierte Einsparungen. Langfristig lässt sich die Schuldenstandsquote nur durch eine deutliche Verbesserung des strukturellen Primärsaldos stabilisieren; andernfalls drohen stark steigende Zinsausgaben und eine nachhaltige Einschränkung fiskalischer Spielräume. |
| Keywords: | EU-Fiskalregeln, makroökonomische Projektion, mittelfristiger finanzpolitisch-struktureller Plan, öffentliche Finanzen, Produktionspotenzial, Schuldenstandsquote |
| JEL: | C53 E32 E37 E62 H60 H61 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwhpno:338071 |
| By: | Lang, Kai-Olaf |
| Abstract: | Am 15. Januar 2026 hat die tschechische Abgeordnetenkammer der von Andrej Babiés geführten Koalitionsregierung das Vertrauen ausgesprochen. Damit wurde der Prozess des Machtwechsels abgeschlossen, der durch die Parlamentswahlen von Anfang Oktober 2025 eingeleitet worden war. Das Regierungsbündnis aus der Partei ANO des Ministerpräsidenten, der ultranationalistischen SPD und der rechtsnationalen Autofahrerpartei ("Motoristen") hat sich in der Außen- und Europapolitik einen Kurswechsel auf die Fahnen geschrieben. Es will von der proeuropäischen und Ukraine-freundlichen Politik der Mitte-Rechts-Regierung des Premierministers Fiala abrücken. Ungeachtet einer markigen Rhetorik und der radikalen Parolen der schwer kontrollierbaren kleineren Koalitionsparteien, wird es aber in der politischen Praxis nicht zu einer Kehrtwende, sondern eher zu einer graduellen Neuausrichtung kommen. Ministerpräsident Babiés sieht sich trotz der Kritik an der Vorgängerregierung auch als Garant von Kontinuität und vor allem als Pragmatiker. Deutschland sollte daher weiter einen Ansatz des Engagements und der Kooperation mit Tschechien verfolgen. |
| Keywords: | Macinka, Petr, ANO, Motoristen, Motoristé sobě, SPD, Svoboda a přímá demokracie, SPOLU, Bürgermeisterpartei, STAN, Patrioten für Europa, Slavk |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338251 |
| By: | Berndt, Caro |
| Abstract: | Leitsätze wie "Schuldnerberatung wirkt" oder "Für jeden investieren Euro in die Schuldnerberatung fließen zwei Euro in die öffentliche Hand zurück" werden im Rahmen von Wirkungs- und Qualitätsdebatten im Kontext der Schuldnerberatung vielfach herangezogen. Gleichzeitig existieren nur wenige differenzierte und breit angelegte Untersuchungen zur Wirkung sozialer Schuldnerberatung. Das Radar von Caro Berndt reflektiert den Diskurs um die Wirkungsorientierung in der Sozialen Arbeit und setzt sich daher kritisch mit Chancen und Risiken in der sozialen Schuldnerberatung auseinander. Das Radar bietet neben fachlichen Argumenten auch Einblicke in methodische Ansätze sowie Beispiele und Projekte. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:338258 |
| By: | König, Jörg; Meyer, Tim |
| Abstract: | Die Pläne zur Einführung eines digitalen Euros werden immer konkreter. Im Mai 2026 soll das Europäische Parlament über das Vorhaben abstimmen. Bis Ende des Jahres soll der europäische Gesetzgebungsprozess abgeschlossen sein. Der digitale Euro dürfte jedoch vor allem ein Prestigeprojekt europäischer Institutionen sein, dessen Nutzen nur schwer ersichtlich ist. Die Einführung des digitalen Euros hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit Wettbewerbsverzerrungen und Risiken für das Finanzsystem zur Folge. Zudem könnte sie zu einer sukzessiven Verdrängung des Bargelds führen, die diskret von den unterschiedlichen interessierten Seiten vorangetrieben wird. Entgegen der Hoffnung seiner Befürworter dürfte der digitale Euro zudem kaum dazu in der Lage sein, technologischen Fortschritt zu befördern oder die Rolle des Euros als globale Reservewährung zu stärken. Deshalb bedarf es eines ergebnisoffenen Prozesses ohne Zeitdruck, an dessen Ende auch die Entscheidung stehen kann, den digitalen Euro nicht einzuführen. Vielmehr sollten andere Optionen in den Entscheidungsprozess einbezogen werden: Neben der Möglichkeit, der EZB die Bereitstellung der digitalen Infrastruktur anzuvertrauen, sollten private Initiativen Vorrang bei der Entwicklung digitaler Zahlungsdienstleistungen erhalten. Denn eines scheint offensichtlich: Europas Rückstände und Abhängigkeiten bei digitalen Zahlungssystemen lassen sich nicht durch eine mehr oder weniger staatliche Digitalwährung beheben, sondern erfordern Vertrauen in marktwirtschaftliche Prozesse und Offenheit gegenüber privaten Innovationen. |
| Keywords: | Bargeld, Digitalisierung, Europa, Finanzmärkte |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwpos:338087 |
| By: | Matthes, Jürgen |
| Abstract: | Im Jahr 2025 wirkt der China-Schock über schrump- fende Ausfuhren und zugleich steigende Importe im Handel mit China. Das setzt die deutsche Industrie von zwei Seiten unter Druck. Besonders betroffen ist die Autoindustrie, aber auch der Maschinenbau als inzwi- schen wichtigste Branche beim China-Export. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:338252 |
| By: | Eilfort, Michael |
| Abstract: | Die vom Verein "Stiftung Verantwortungseigentum" initiierte "Gesellschaft mit gebundenem Vermögen" ist nicht nur überflüssig, sondern mit erheblichen Fehlanreizen verbunden. Der Vorschlag für eine neue Rechtsform für Unternehmen wird eingängig mit vermeintlich größerer Nachhaltigkeit und angeblich besseren Nachfolgeregelungen in Betrieben begründet. In Wahrheit handelt es sich eher um eine Mogelpackung, die zu mehr Steuergestaltung, neuer Bürokratie und Erstarrung führen dürfte. Volkswirtschaftlich ist nichts Gutes zu erwarten, betriebswirtschaftlich profitieren allenfalls Einzelne. Dies vor allem, wenn - wie von den Initiatoren gefordert - die Erbschaft- und Schenkungsteuer vollständig umgangen werden kann (im Rahmenkonzept des Bundesjustiz- und Bundesfinanzministeriums vom 4. März ist wenigstens das nicht vorgesehen). Mit Marktwirtschaft, Innovation, unternehmerischer Abwägung zwischen Risiken und Gewinnchancen hat das Vorhaben kaum etwas zu tun. |
| Keywords: | Steuern, Unternehmertum |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwpun:338119 |
| By: | Pfahl, Svenja; Unrau, Eugen; Lott, Yvonne |
| Abstract: | Wie fällt der Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem deutschen Arbeitsmarkt aus und welche Entwicklungen zeigen sich in den letzten Jahren? Welchen Einfluss hat insbesondere Fürsorgearbeit für Kinder und/oder pflegedürftige Personen auf geschlechterbezogene Unterschiede bei Erwerbsarbeit und Einkommen? Anhand zentraler Indikatoren aus dem WSI GenderDatenPortal (www.wsi.de/genderdatenportal) - mit einem Fokus auf Elternschaft und Sorgeverantwortung - liefert der vorliegende Report eine knappe und zusammenfassende Übersicht über den aktuellen Stand der Geschlechtergleichstellung in Deutschland. Die Analysen zeigen, dass sich positive Trends der Geschlechtergleichstellung vor allem bei den Einkommen und Rentenansprüchen (für Frauen) fortgesetzt haben. Bei der Erwerbsbeteiligung, den Teilzeitquoten sowie der Aufteilung von Haus- und Sorgearbeit stagniert die Geschlechterungleichheit hingegen auf hohem Niveau. Hintergrund hierfür sind die geschlechterspezifische Arbeitsteilung, die ungleiche Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit und das gerade in Paarhaushalten vorherrschende sogenannte Zuverdienermodell, in welchem die Männer in Vollzeit und die Frauen in Teilzeit erwerbstätig sind, während die Frauen den Großteil der unbezahlten Haus- und Sorgearbeit leisten |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:338256 |
| By: | René Böheim (WIFO); Marian Fink; Christine Zulehner |
| Abstract: | Diese Analyse basiert auf Mikrozensusdaten und untersucht die Entwicklung der geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede von unselbständig Beschäftigten in Österreich. Es zeigt sich ein deutlicher Rückgang des unbereinigten Unterschieds im durchschnittlichen Bruttostundenlohn der 20- bis 59-Jährigen von 19, 6% im Jahr 2011 auf 12, 6% im Jahr 2024. Der bereinigte Lohnunterschied, der für Unterschiede in der Bildung und der Berufserfahrung sowie bei horizontaler und vertikaler Segregation kontrolliert, sank zwischen 2011 und 2012 und blieb anschließend von 2012 bis 2024 mit rund 6, 4% weitgehend stabil. Eine detaillierte Untersuchung legt nahe, dass der Rückgang sowohl des erklärten als auch des unerklärten Lohnunterschieds überwiegend mit einer Angleichung der Merkmale zusammenhängt. Der Rückgang des unbereinigten wie auch des bereinigten Lohnunterschieds ist dabei vor allem in der Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen ausgeprägt, bei den ab 40-Jährigen zeigt sich ein deutlich schwächerer Rückgang. |
| Date: | 2026–03–04 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wfo:rbrief:y:2026:i:1 |
| By: | Behrens, Martin; Brehmer, Wolfram |
| Abstract: | In den alle vier Jahre stattfindenden Betriebsratswahlen entscheiden die Beschäftigten darüber, wer sie im Betrieb vertritt. Die Wahlen sind wichtig für die Erneuerung und Stabilisierung der Betriebsräte, sie stärken darüber hinaus auch deren Verankerung in der Belegschaft. Daher kommt auch der Wahlbeteiligung eine große Bedeutung zu. Analysen auf Basis der Betriebsräte- und der Erwerbspersonenbefragung des WSI zeigen, dass die Wahlbeteiligung durch drei Faktorenbündel beeinflusst wird: Neben betrieblichen Einflüssen und hier insbesondere der Betriebsgröße, spielen Aspekte der Schutzbedürftigkeit und Integration der Beschäftigten ebenso eine Rolle wie das genutzte Verfahren der Betriebsratswahl. Insgesamt steigt die Wahlbeteiligung - so zeigen multivariate statistische Analysen -, wenn die Möglichkeit der Personenwahl angeboten wird und der gewerkschaftliche Organisationsgrad hoch ist; sie sinkt bei einem hohen Anteil atypisch Beschäftigter (insbesondere von Minijobs), aber auch mit zunehmender Betriebsgröße. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:338257 |
| By: | Burbach, Jörg |
| Abstract: | Point-&-Click-Adventures (PCAs) zählen zu den prägenden Spielgenres der Heimcomputer- und PC-Geschichte der 1980er- und 1990er-Jahre, konnten sich auf Spielkonsolen jedoch nie in vergleichbarer Weise etablieren. Dieses Discussion Paper untersucht die Ursachen dieser asymmetrischen Entwicklung und analysiert PCAs als plattformspezifische Interaktionssysteme. Im Fokus stehen historische Entwicklungsphasen von Konsolen-PCAs, zentrale Steuerungs- und Interface-Probleme sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Auf Basis einer Auswertung von n = 92 PCAs, die zwischen 1988 und 2024 für Konsolen erschienen sind, zeigt der Beitrag, dass PCAs auf Konsolen nur unter spezifischen technischen und kulturellen Voraussetzungen zeitweise erfolgreich waren. Die begrenzte Etablierung des Genres erweist sich dabei als Ergebnis eines historisch PC-gebundenen Interface-Paradigmas, das sich nur eingeschränkt in konsolenspezifische Interaktions- und Nutzungskontexte übertragen ließ. |
| Keywords: | Point-&-Click-Adventures, Game Studies, Konsolengeschichte, Interface-Design, Plattformkultur |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iudpda:338113 |
| By: | Bahnsen, Lewe; Wild, Frank |
| Abstract: | Die Studie zeigt die finanzielle Bedeutung, die Privatversicherten für die größten Leistungsbereiche des deutschen Gesundheitswesens aufweisen. Die zentralen Ergebnisse im Überblick: - Der Mehrumsatz der PKV-Versicherten beträgt im Jahr 2024 insgesamt 15, 52 Mrd. Euro. Gegenüber 2023 (14, 46 Mrd. Euro) entspricht dies einem Anstieg um 1, 06 Mrd. Euro bzw. 7, 3 %. - Den größten Mehrumsatz erzielt weiterhin die ambulant-ärztliche Versorgung mit 8, 76 Mrd. Euro (+0, 77 Mrd. Euro). 21, 8 % der Gesamteinnahmen (Vorjahr: 21, 4 %) in diesem Bereich entfallen auf PKV-Versicherte - bei einem Bevölkerungsanteil von 10, 5 %. Der Finanzierungsanteil der PKV-Versicherten übersteigt in allen betrachteten Leistungsbereichen den Bevölkerungsanteil. - Der Mehrumsatz je Arztpraxis liegt bei durchschnittlich 82.171 Euro. Dies ist eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr (73.839 Euro). Der Anstieg fällt zum zweiten Mal hintereinander markant aus: Im Jahr 2022 lag der Mehrumsatz je Arztpraxis noch bei 64.050 Euro. - Der Mehrumsatz nahm in fast allen Leistungsbereichen zu. Im Arzneimittelbereich liegt der Mehrumsatz jetzt bei 1, 13 Mrd. Euro, nachdem er im letzten Jahr erstmals bei über 1 Mrd. Euro lag. - Die Leistungsausgaben je Versicherten erhöhten sich im Zeitraum 2014-2024 sowohl in der PKV als auch in der GKV erheblich, in der PKV um +54, 4 % und in der GKV um +50, 3 %. Der Mehrumsatz stellt den Betrag dar, der den Leistungserbringern nicht mehr zur Verfügung stünde, wenn die PKV-Versicherten zu GKV-Bedingungen versorgt würden. Er trägt damit maßgeblich zur Finanzierung von Infrastruktur, Innovation und Personal im Gesundheitswesen bei - mit positiven Effekten für die Versorgung der Gesamtbevölkerung. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wipana:338089 |
| By: | Tenkhoff, Leona; Voigt, Lisa |
| Abstract: | Als in Belém die 30. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (COP30) zusammenkam, stand der umliegende Regenwald im Mittelpunkt des Interesses. Die Tagung wurde daher auch als "Wald-COP" bezeichnet. Als eines ihrer Schlüsselprojekte initiierte die brasilianische Regierung als Gastgeberin die Tropical Forest Forever Facility (TFFF). Es handelt sich dabei um einen Fonds für den Schutz und die Wiederherstellung bestehender Regenwälder, der auf innovative Weise multilaterale Zusammenarbeit durch Mischfinanzierung ermöglichen soll. Nach wie vor besteht eine Lücke zwischen der aktuellen Waldfinanzierung und dem, was erforderlich ist, um die Ziele der Rio-Konventionen von 1992 zu erreichen. Deutschland und weitere europäische Staaten haben Investitionen in den Fonds zugesagt und könnten dessen Umsetzung mitgestalten. Für die Waldrestaurierung bedarf es allerdings ergänzender Finanzierungsmechanismen, die ausgebaut werden sollten. Dennoch liegt nicht aller Erfolg darin, Gelder verfügbar zu machen. Mechanismen zur Waldfinanzierung müssen das Anliegen, die Kohlenstoffbindung und -speicherung in Wäldern zu erhöhen, mit Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitszielen in Einklang bringen und gleichzeitig die Rechte der lokalen Bevölkerung wahren. |
| Keywords: | 30, Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (COP30), Belém, Tropical Forest Forever Facility (TFFF), Wälder, Waldfinanzierung, Waldrestaurierung, Rio-Konventionen, Klimaziele, Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation (REDD+)ANO, Tropical Forest Forever Facility (TFFF) |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338260 |
| By: | Meier, Amrei |
| Abstract: | Digitale und auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Systeme prägen mittlerweile alle Phasen internationaler Migration - von der Vorauswahl von Anträgen und Profilen über das Grenzmanagement bis zur Integration von Migrant:innen. Staaten, internationale Organisationen und private Anbieter setzen digitale Plattformen, biometrische Systeme und algorithmische Verfahren ein, um Migration gezielter zu steuern. Zugleich nutzen auch Migrant:innen selbst digitale Tools, um Informationen zu erhalten, Entscheidungen vorzubereiten und Zugang zu Arbeit oder Unterstützung zu finden. Diese Entwicklung verändert Migration nicht nur operativ, sondern auch strukturell: Sie fördert neue Formen digitaler Arbeitsmobilität, verschiebt Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse und bindet Migration in eine globale Datenökonomie ein. Für Deutschland und die EU stellt sich die Frage, wie Digitalisierung und KI migrations-, außen- und entwicklungspolitisch so gestaltet werden können, dass sie Effizienzgewinne in Verwaltung und Verfahren ermöglichen, ohne Datenschutz, Gleichbehandlung und menschenrechtliche Standards zu unterminieren. |
| Keywords: | Migration, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Arbeitsmobilität, virtuelle Migration, Datenschutz, Menschenrechte, European Travel Information and Authorisation System (ETIAS), Migration Information and Data Analysis System (MIDAS), Population Registration and Identity Management Ecosystem (PRIMES), EU AI Act |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338244 |
| By: | Holz, Lisa; Krämer, Christine; Birkenstock, Maren; Röder, Norbert; Sietz, Diana; Pingel, Martin; Klimek, Sebastian; Golla, Burkhard |
| Abstract: | Rund 50 % der Fläche Deutschlands werden landwirtschaftlich genutzt. Damit kommt der Landwirtschaft eine besondere Bedeutung für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt zu. Allerdings liegen auf nationaler Ebene aktuell keine hinreichenden Daten vor, um den Zustand, die Trends und die Treiber von Biodiversitätsveränderungen in Agrarlandschaften wissenschaftlich belastbar bewerten zu können. Ziel des Projektes "Entwicklung der grundlegenden Standards für die Umsetzung eines Biodiversitätsmonitorings in der Landwirtschaft" (kurz: BM-Landwirtschaft) war es daher, grundlegende Standards als Vorbereitung für die konkrete Umsetzung eines Biodiversitätsmonitorings in der Landwirtschaft in Deutschland zu entwickeln. Der vorliegende Teilbericht befasst sich mit der agrarraumspezifischen Bewertung der Wirksamkeit und Realisierbarkeit1 bestehender Politikziele und -maßnahmen. Dafür wurden Politikziele und -maßnahmen systematisiert und zusammengefasst, die für den Schutz der Biodiversität in der Agrarlandschaft relevant sind. Insgesamt konnten acht Politikziele und -maßnahmen identifiziert werden, die für eine Operationalisierung hinreichend konkret beschrieben sind. Diese sind: • Einsatz chemischer Pestizide reduzieren, • Düngemitteleinsatz reduzieren, • Steigerung der THG-Senke des Sektors Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF)), • Kulturartenvielfalt erhöhen, • mehr Leguminosenanbau, • Arten und Lebensräume fördern, • mehr diverse Landschaftselemente. Die Wirksamkeit und Realisierbarkeit der einzelnen Politikziele und -maßnahmen wurde für ausgewählte Agrarräume im Rahmen von Expertenworkshops diskutiert. Es zeigt sich, dass sich die Wirksamkeit und Realisierbarkeit zwischen den Agrarraumtypen unterscheiden. So kann die Verfolgung eines Ziels in einem Agrarraumtyp eine hohe ökologische Wirksamkeit entfalten, während es in einem anderen Agrarraumtyp sogar nachteilige Effekte auf den Schutz der Biodiversität haben kann. Eine agrarräumlich differenzierte Betrachtung und Verfolgung von Politikzielen und -maßnahmen könnte somit die Effektivität und Effizienz hinsichtlich des Erhaltes und der Förderung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft steigern. Aktuell sind bestehende Politikziele und -maßnahmen kaum an agrarräumlichen Gegebenheiten ausgerichtet. Dies hat zur Folge, dass Chancen zur Erreichung von Politikzielen und -maßnahmen ungenutzt bleiben, da der agrarraumspezifische Kontext bei der Auswahl und Priorisierung nicht in hinreichendem Maße berücksichtigt wird. Auch eine agrarräumlich angepasste Ausgestaltung von Politikinstrumenten wie z. B. Prämien, Ordnungsrecht, Beratung und die Berücksichtigung regionaler Potenziale sowie Problemlagen ist notwendig, um Politikziele zu erreichen. |
| Abstract: | Around 50 % of Germany's land is used for agriculture. Agriculture is therefore of particular importance for the conservation and promotion of biodiversity. However, there is currently insufficient data available at national level to enable a scientifically robust assessment of the status, trends and drivers of biodiversity changes in agricultural landscapes. The aim of the project 'Development of basic standards for the implementation of biodiversity monitoring in agriculture' (BM-Landwirtschaft for short) was therefore to develop basic standards in preparation for the concrete implementation of biodiversity monitoring in agriculture in Germany. This report Nr. 2 deals with the assessment of the effectiveness and achievability2 of existing policy objectives and measures for specific agricultural areas. To do so, policy objectives and measures that are relevant for the protection of biodiversity in the agricultural landscape were systematised and summarised. Eight policy objectives and measures were identified that are described in sufficiently concrete terms for operationalisation. These are: • Reduced use of chemical pesticides, • reduced use of fertilisers, • increased GHG sink of the land use, land use change and forestry sector, • increased crop diversity, • increased legume cultivation, • promote species and habitats, • increased diversity of landscape elements. The effectiveness and achievability of the individual policy objectives and measures were discussed for selected agricultural areas in expert workshops. It was found that these differ between the types of agricultural areas. For example, the pursuit of an objective in one type of agricultural area can have a high ecological impact, while in another type of agricultural area it can even have a negative effect on the protection of biodiversity. A spatially differentiated consideration and pursuit of policy objectives and measures could therefore increase effectiveness and efficiency with regard to the conservation and promotion of biodiversity in the agricultural landscape. At present, existing policy objectives and measures are hardly aligned with the specifics of agricultural areas. As a result, opportunities to achieve policy objectives and measures remain unused because the specific context of the agricultural area is not sufficiently taken into account when selecting and prioritising measures. The design of policy instruments such as premiums, regulatory law, advice and the consideration of regional potentials and problems is also necessary in order to achieve policy objectives. |
| Keywords: | Agrarpolitik, Umweltpolitik, Biodiversität, Landnutzung, Agricultural policy, environmental policy, biodiversity, land use |
| JEL: | Q15 Q18 Q57 R52 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtiwp:338123 |
| By: | Lünich, Marco; Keller, Birte; Flaßhoff, Florian Golo; Marcinkowski, Frank |
| Abstract: | Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse einer Segmentierungsstudie des Projekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0, die im Juni 2025 durchgeführt wurde. Analysiert werden Einstellungen, Bewertungen und Reaktionen von 1.987 Erwerbstätigen in Deutschland gegenüber dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) am Arbeitsplatz, differenziert nach Erwerbsklassen auf Grundlage der Oesch-Klassifikation. Die Ergebnisse zeigen ausgeprägte Unterschiede zwischen Erwerbsklassen. Höher qualifizierte und technisch orientierte Gruppen bewerten KI affektiv positiver, sehen größere berufliche Nutzenpotenziale und berichten von geringeren Belastungs- und Substitutionssorgen. Erwerbsklassen mit organisationaler oder interpersoneller Arbeitslogik sowie niedrigeren Qualifikationsniveaus reagieren hingegen ambivalenter und äußern häufiger Sorgen, insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes, sozialer Kontakte und der allgemeinen Ersetzbarkeit menschlicher Arbeit. Über alle Erwerbsklassen hinweg werden Entlastungspotenziale durch KI in Hinblick auf die Arbeitsbelastung und den Gesundheitsschutz wahrgenommen, während Widerstands- und Protestneigungen insgesamt moderat bleiben. Insgesamt verdeutlichen die Befunde, dass Wahrnehmungen von KI am Arbeitsplatz stark von beruflicher Position, Arbeitslogik und Qualifikation geprägt sind. |
| Date: | 2026–03–12 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:kt8dq_v1 |
| By: | Brunhart, Andreas; Geiger, Martin; Hasler, Elias |
| Abstract: | Geopolitische Verwerfungen und die damit verbundene wirtschaftspolitische Unsicherheit treffen Liechtenstein früher und stärker als seine grösseren Nachbarn. Während das Bruttoinlandsprodukt im europäischen Vergleich sehr sensitiv auf solche Zäsuren reagiert, erweist sich der heimische Arbeitsmarkt als bemerkenswert widerstandsfähig. Der LI Focus analysiert Wirkungskanäle und zeigt auf, warum Agilität und finanzielle Puffer zentrale Pfeiler der liechtensteinischen Resilienz bleiben. |
| Keywords: | Liechtenstein, Konjunktur, Unsicherheit, Bruttoinlandsprodukt, Resilienz, Aussenhandel |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:338070 |
| By: | Krause, Rüdiger |
| Abstract: | Um den ständig wachsenden Anforderungen an die Aufsichtsratsarbeit gerecht zu werden und ihren Sorgfaltspflichten - die auch eine Pflicht zur Fort- und Weiterbildung umfassen - nachzukommen, sind Arbeitnehmervertreter*innen darauf angewiesen, auch unternehmensexterne, ggf. entgeltliche Weiterbildungsangebote wahrzunehmen. Das vorliegende Rechtsgutachten zeigt auf, wann Unternehmen zu einer Kostenübernahme und zur entgeltlichen Freistellung von Arbeitnehmervertreter*innen im Zusammenhang mit Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen verpflichtet sind. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:imumbp:338099 |
| By: | Jansen, Andreas; Brussig, Martin |
| Abstract: | Die vielfach diskutierte Wirtschaftstransformation ist auf den Arbeitsmärkten in der Region Berlin-Brandenburg schon heute sichtbar. In manchen industriellen Segmenten und Regionen entstehen neue Jobs, während vor allem die klassischen Bereiche der Metall- und Elektroindustrie Beschäftigung verlieren. Die Heterogenität zwischen Arbeitsmarktregionen und Branchen nimmt zu. In Berlin besteht in einzelnen Berufsgruppen kein oder nur ein geringer Engpass an Fachkräften. Hingegen bestehen Engpässe in den meisten brandenburgischen Regionen und betreffen mehrere Berufsbereiche der Metall- und Elektroindustrie. Für die Arbeitsmarktsteuerung und Fachkräftesicherung bedeutet dies, dass vor allem für die peripheren und industriell geprägten Regionen Brandenburgs eine klare und akute Notwendigkeit besteht, Arbeitskräftemangel zu beheben. Aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive ist ein kleinräumiges und sektorales Matching unerlässlich, um sowohl Überhänge als auch Engpässe auszugleichen. Der mit der Transformation einhergehende Bedarf an passgenauer und flexibler Arbeitsmarktsteuerung sollte die Sozialpartner einbeziehen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:338249 |
| By: | Paul, Michael |
| Abstract: | Die strategische Lage der Insel und ihre Ressourcen sind der Grund, weshalb seit dem 19. Jahrhundert in Regierungskreisen der USA immer wieder die Idee diskutiert wird, Grönland zu erwerben. Im Sommer 2019 wollte US-Präsident Donald Trump dem Königreich Dänemark erstmals Grönland abkaufen. Mittlerweile hat Trump den Besitz und die Kontrolle Grönlands zur "absoluten Notwendigkeit" für die nationale Sicherheit erklärt, woraufhin der dänische Geheimdienst erstmals die USA als eine potentielle Bedrohung für die Sicherheit des Königreichs bezeichnete, weil diese nicht länger den Gebrauch militärischer Gewalt sogar gegen Verbündete ausschlössen. Aber geht es Trump tatsächlich um Sicherheit oder nur um den größtmöglichen Immobilienbesitz? Wie ist sein Griff nach Grönland zu bewerten und welche Implikationen und Lösungsansätze sind damit verbunden? |
| Keywords: | Selbstbestimmungsrecht der Völker, Mette Frederiksen, Donald Tusk, Lisa Murkowski, Jeanne Shaheen, polare Seidenstraße, Golden Dome, Freedom Cities, Kangerlussuaq, Seeraumüberwachung, Monroe-Doktrin, Zypern-Konflikt |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338234 |
| By: | Budzinski, Oliver; Haucap, Justus |
| Abstract: | Der vorliegende Beitrag untersucht die Wirkungen der Finanz- und Budgetregeln im europäischen Fußball in den letzten gut 15 Jahren. Es wird aufgezeigt, dass die negativen Externalitäten, welche eine solche Regulierung (sport-)ökonomisch rechtfertigen, durch die existierenden Finanzregeln auf europäischer und nationaler Ebene offenbar erfolgreich kontrolliert werden. Dazu reichen allerdings wohl bereits die mildesten und am wenigsten restriktiven der verschiedenen Regelsysteme und -elemente aus. Die wettbewerbsbeschränkenden und ökonomisch restriktiven Effekte der weitergehenden Regeln - wie der Break-Even-Regel oder Kaderkostenbegrenzungen - wären somit durch die Marktversagensproblematik nicht gerechtfertigt. Empirische Studien liefern zudem kaum Evidenz, dass sie weiterführenden Zielen (bspw. der Wettbewerbsausgeglichenheit) effektiv dienen würden. Vor diesem Hintergrund ist es bedenklich, dass die DFL gerade beschlossen hat, ihre Finanzregeln zukünftig noch stärker restriktiv und spürbar invasiver auszugestalten als bisher. Insbesondere die parallele Gültigkeit einer Kaderkostenbegrenzungsregel und der Investorenbegrenzungsregel ("50plus1-Regel") wird aus sport- und wettbewerbsökonomischer Perspektive kritisch gesehen. |
| Keywords: | Sportökonomik, Fußball, Regulierungsökonomik, Finanzregeln, Fiskalregeln, Wettbewerb, Kaderkostenregel, 50plus1-Regel |
| JEL: | H39 K21 L40 L83 Z20 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:diceop:338090 |
| By: | Ziebarth, Nicolas R. |
| Abstract: | Aufgrund des demografischen Wandels und stark steigender Sozialversicherungsbeiträge skizziert dieser Policy Brief eine mögliche "Agenda 2035" zur nachhaltigen Finanzierung der deutschen Sozialversicherungssysteme. Ohne Reformen könnte der Gesamtsozialversicherungsbeitrag in den nächsten zehn Jahren auf über 50 Prozent steigen. Steigende Beiträge belasten Beschäftigte und Unternehmen, schwächen Investitionen und gefährden Wachstum und Beschäftigung. Um die bis noch vor kurzem politisch etablierte 40-Prozent-Grenze einzuhalten, wäre bis 2035 eine Konsolidierung von rund zehn Beitragspunkten durch entsprechende Strukturreformen erforderlich. Als Reformleitlinien werden der Abbau ineffizienter Leistungen, eine gezielte Reallokation von Mitteln und höhere Steuerzuschüsse genannt. In der gesetzlichen Krankenversicherung können Effizienzreserven insbesondere durch gesundheitsnutzenbasierte Zuzahlungen und Boni, stärkere Prävention und eine bessere Patientensteuerung durch Zuzahlungen bei Facharztbesuchen ohne Hausarztüberweisung gehoben werden. Nutzenbasierte Zuzahlungen und Boni können die Patientennachfrage nach medizinischen Leistungen lenken und die Inanspruchnahme von Leistungen mit geringem Zusatznutzen senken. Zusätzlicher Finanzbedarf könnte über höhere Verbrauchssteuern auf gesundheitsschädliche Konsumgüter erzielt werden. In der Pflegeversicherung sind die zu hebenden Effizienzspielräume begrenzt. Produktivitätssteigerungen in einem lohnintensiven Sektor könnten aber durch den breiten Einsatz neuer Technologien generiert werden. In der Rentenversicherung wäre eine Rückkehr zu früheren Reformelementen sowie die Kopplung des Regelrentenalters an die Lebenserwartung sinnvoll. Insgesamt wird ein ausgewogener Maßnahmenmix gefordert, um Finanzierungssicherheit, Generationengerechtigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz zu sichern. 30, Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (COP30), Belém, Tropical Forest Forever Facility (TFFF), Wälder, Waldfinanzierung, Waldrestaurierung, Rio-Konventionen, Klimaziele, Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation (REDD+)ANO, Motoristen, Motoristé sobée, SPD, Svoboda a pérímá demokracie, SPOLU, Bürgermeisterpartei, STAN, Patrioten für Europa, Slavk |
| Keywords: | Finanzierung der Sozialversicherung, Sozialreform, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:338261 |
| By: | Heiduk, Felix; Müller, Melanie; Aydın, Yaşar; Kluge, Janis; Scholz, Tobias; Stanzel, Angela; Thimm, Johannes |
| Abstract: | Multipolarität ist in der internationalen Politik zu einem zentralen, aber höchst ambivalenten Bezugspunkt von Debatten über die künftige Weltordnung geworden. Verwendet wird der Begriff sowohl deskriptiv, nämlich zur Beschreibung von Machtverschiebungen, als auch normativ, und zwar als Konzept für eine gerechtere internationale Ordnung. Die vergleichende Analyse von sieben Staaten zeigt jedoch, dass selbst in Ländern, die Multipolarität propagieren, kein kohärentes Verständnis davon vorherrscht. Scharfe Trennlinien verlaufen vorwiegend zwischen einerseits den USA, die das Konzept Multipolarität lange als gegen sich gerichtet verstanden haben, andererseits Russland und China, die mit ihm die Infragestellung der US-Hegemonie verbinden. Dabei strebt Russland eine disruptive und gewalttätige Transformation an, China hingegen eine evolutionäre. Andere Staaten wiederum, allen voran Indien und Südafrika, erhoffen sich von Multipolarität in erster Linie erweiterte außenpolitische Spielräume und leiten daraus teilweise eigene Reformvorschläge auf multilateraler Ebene ab. Deutschland und die EU müssen sich intensiver mit den unterschiedlichen Interpretationen und Verwendungen des Konzepts Multipolarität auseinandersetzen. Es sollte nicht per se als irrelevant oder antiwestlich abgetan werden, da es wesentliche Erkenntnisse über außenpolitische Anschlussfähigkeiten ermöglicht. Auch birgt die unreflektierte Verwendung des Begriffs Risiken, da er hochgradig politisiert ist und von verschiedenen Akteuren mit zum Teil gegensätzlichen Zielen verknüpft wird. Wichtiger als Grundsatzdiskussionen zu führen ist es, konkrete ordnungspolitische Reformansätze in diversen Politikfeldern zu entwickeln, etwa Handel, Gesundheit, Energie und Klima. Deutschland und die EU sollten die Forderung nach Multipolarität auch als Indikator für Reformbedarf verstehen und über die europäische Ebene Aushandlungsprozesse mit anderen Staaten anstoßen. Hierfür müssen sie zunächst klären, welche Ordnungsvorstellungen sie selbst bevorzugen, um darauf aufbauend passende Partner und Institutionen zu identifizieren. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:338077 |
| By: | Semsarha, Fabian; Quispe, Valeria; Werner, Dirk |
| Abstract: | Die Entgeltprüfung der Bundesagentur für Arbeit (BA) soll faire Arbeitsbedingungen für Drittstaatsangehörige gewährleisten. In ihrer aktuellen Ausgestaltung kann es für kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) in bestimmten Regionen und Berufen jedoch schwierig sein, die geforderten Mindestgehälter zu erreichen. Eine bürokratiearme Lösung könnte sein, Prüfungsobergrenzen analog zur Blauen Karte EU einzuführen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:338255 |
| By: | Jannsen, Nils |
| Abstract: | Unsere Einschätzung zu den wirtschaftlichen Perspektiven für das laufende Jahr hat sich seit der Winterprognose 2024 kaum geändert. Bereits damals waren wir davon ausgegangen, dass die deutsche Wirtschaft vornehmlich unter strukturellen Problemen leidet und weniger unter einer Konjunkturschwäche. Zwar hatten wir gewisse Spielräume für eine konjunkturelle Erholung gesehen. Jedoch hatten wir diese erst für das Jahr 2026 erwartet und sie relativ zu der im internationalen und historischen Vergleich ausgesprochen schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren auch nur als moderat eingeschätzt. Die Prognoseanpassungen für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2025 waren insgesamt gering. Die etwas größere Abwärtsrevision im Winter 2024 ging nicht zuletzt darauf zurück, dass wir zu jenem Zeitpunkt erstmals von spürbaren Zollerhöhungen seitens der Vereinigten Staaten ausgegangen waren. Den negativen Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt hatten wir in Anlehnung an die Ergebnisse einschlägiger Handelsmodelle (Kiel Institut für Weltwirtschaft 2025) auf etwa 0, 3 Prozent beziffert, wobei sich der vollständige Effekt auf das Niveau der Wirtschaftsleistung erst im Jahr 2026 zeigen sollte. An dieser Einschätzung haben wir im Verlauf des Jahres festgehalten. Die mittleren absoluten Prognosefehler für die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts im jeweils laufenden Quartal entsprachen mit etwa 0, 2 Prozentpunkten dem Durchschnitt der Jahre 2010 bis 2019. |
| Keywords: | Winterprognose, Prognose, Konjunktur, Wirtschaft, BIP, Bruttoinlandsprodukt, Wirtschaftsleistung |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:338246 |
| By: | Lünich, Marco; Keller, Birte; Marcinkowski, Frank |
| Abstract: | Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse einer Segmentierungsstudie des Projekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 (MeMo:KI 3.0), die im Juni 2025 durchgeführt wurde. Analysiert wird die Nutzungshäufigkeit von Künstlicher Intelligenz (KI) unter 1.987 Erwerbstätigen in Deutschland sowie deren Zusammenhang mit Erwerbsklassen, soziodemografischen Merkmalen und arbeitsbezogenen Einstellungen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen Erwerbsklassen auf Grundlage der Oesch-Klassifikation. Höher qualifizierte Gruppen mit technischer oder soziokultureller Arbeitslogik – etwa technische Experten oder selbstständige Fachkräfte – berichten deutlich häufiger von regelmäßiger KI-Nutzung. Niedrigere Nutzungsraten finden sich dagegen in Erwerbsklassen mit geringerer formaler Qualifikation oder stärker standardisierten Tätigkeitsprofilen, etwa bei qualifizierten Arbeitern, Fachkräften im Dienstleistungsbereich oder kaufmännischen Angestellten. Insgesamt zeigt sich, dass ein erheblicher Teil der Erwerbstätigen bislang nur selten oder gar nicht mit KI arbeitet. Häufigere KI-Nutzung geht zugleich mit höherer subjektiver KI-Kompetenz und positiveren affektiven Einstellungen zu KI am Arbeitsplatz einher. Vielnutzende bewerten zudem die erwarteten Auswirkungen von KI auf Arbeitsbedingungen deutlich positiver und berichten geringere negative affektive und verhaltensbezogene Reaktionen auf die KI-Einführung am Arbeitsplatz. Insgesamt weisen die Befunde auf eine digitale Spaltung der KI-Nutzung entlang von Alter, Bildung und beruflicher Position hin. |
| Date: | 2026–03–12 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:32r6d_v1 |
| By: | Berlemann, Michael; Hinze, Jörg |
| Abstract: | Die deutsche Wirtschaft hatte sich zum Ende vergangenen Jahres hin stabilisiert; viele Konjunkturindikatoren entwickelten sich positiv. Die Wachstumschancen für 2026 und 2027 wurden aufgrund der von der Koalitionsregierung auf den Weg gebrachten fiskalpolitischen Ausgabenprogramme und Fördermaßnahmen günstig eingeschätzt. Mit dem Irankrieg und den dadurch ausgelösten Preisschocks bei Öl und Gas haben sich die Perspektiven für Inflation und Wachstum - nicht nur in Deutschland, sondern weltweit - jedoch zunächst verschlechtert. Die weitere Entwicklung im Irankonflikt ist unklar - hier wird davon ausgegangen, dass sich das Kriegsgeschehen bis spätestens Jahresmitte allenfalls auf das Gebiet des Iran beschränkt und die Straße von Hormus wieder frei passierbar ist. Öl- und Gaspreise würden sich dann wieder in Richtung des Vorkriegsniveaus bewegen. Die für 2026/2027 angelegte Erholung der deutschen Wirtschaft könnte dann in der zweiten Hälfte dieses Jahres neu "Fahrt aufnehmen". Unter diesen Bedingungen erwartet das HWWI für 2026 ein jahresdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von ¾ % (vor Kriegsausbruch: 1 ½ %) und für 2027 eins von 1 ½ %. Die Inflationsrate für die Verbraucherpreise in Deutschland bewegte sich in letzter Zeit um die Stabilitätsmarke von 2 %. Dies war nicht zuletzt günstigen Energiepreisen zu verdanken. Hier hat sich die Lage nun drastisch gedreht. Davon wird in den kommenden Monaten ein deutlicher Inflationsschub ausgehen; bis Mitte dieses Jahres könnte die Inflationsrate auf 3 % steigen. Bei der hier unterstellten Entwicklung würde die Inflationsrate sich bis Ende dieses Jahres wieder in Richtung 2 % bewegen. Im Jahresdurchschnitt 2026 würde sie dann 2 ½ % betragen, 2027 könnte sie wieder 2 % erreichen. Die geopolitischen und geoökonomischen Rahmenbedingungen bergen erhebliche Risiken für diese Prognose. Die weitere Entwicklung im US-IranKonflikt ist unklar. Bei Eskalation, wie größeren Zerstörungen von Öl- und Gasanlagen auch in den anderen Golfstaaten oder längerer Blockierung der Straße von Hormus, müssten die Inflationsprognose nach oben und die Wachstumsprognose nach unten angepasst werden. Umso wichtiger ist, dass die Koalitionsregierung die Strukturreformen weiter vorantreibt und die Sonderverschuldungsmöglichkeiten ausschließlich für zusätzliche Investitionen verwendet werden; eine Umschichtung von Ausgaben aus dem eigentlichen Kernhaushalt würde die möglichen Wachstumsimpulse mindern. |
| Abstract: | The German economy had stabilised towards the end of last year; many economic indicators developed positively. The growth opportunities for 2026 and 2027 were assessed favourably due to the fiscal spending programmes and support measures launched by the coalition government. However, with the Iran war and the resulting price shocks for oil and gas, the prospects for inflation and growth - not only in Germany, but worldwide - have initially deteriorated. The further development of the Iran conflict is unclear - here it is assumed that the war will be limited to the territory of Iran by the middle of the year at the latest and that the Strait of Hormuz will be freely passable again. Oil and gas prices would then move back towards pre-war levels. The recovery of the German economy, scheduled for 2026/2027, could then "pick up speed" again in the second half of this year. Under these conditions, the HWWI expects average annual economic growth of 3/4% for 2026 (before the outbreak of war: 1 1/2%) and one of 1 1/2% for 2027. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hwwifo:338130 |
| By: | Fiedler, Charlotte; Lorch, Jasmin; Mross, Karina; Leininger, Julia |
| Abstract: | Zivile Krisenprävention ist von zentraler Bedeutung für das Leitbild der integrierten Sicherheit, an dem sich die Nationale Sicherheitsstrategie der Bundesregierung derzeit orientiert. Dies umfasst auch Konfliktprävention: Gewaltkonflikten mit zivilen Mitteln vorzubeugen oder sie einzudämmen. Konfliktprävention ist auch zentral, um die Außenpolitik der Bundesregierung als wehrhafte Friedenspolitik zu gestalten und das Prinzip zu stärken, Gewalt nur als Ultima Ratio einzusetzen. Dafür ist es wichtig zu wissen, ob und mit welchen Mitteln zivile Konfliktprävention wirkt. Hierfür fasst dieser Policy Brief wissenschaftliche Evidenz über die Wirksamkeit von Konfliktprävention durch Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zusammen. Der Überblick zeigt, dass bestimmte EZ-Ansätze nachweisbar Konflikte verhindern oder abmildern können, EZ insgesamt aber nicht automatisch konfliktpräventiv wirkt. Eine Ausdifferenzierung nach verschiedenen Bereichen von EZ macht deutlich, dass vor allem Demokratie- und Friedensförderung konfliktpräventiv wirken. Verschiedene Formen von Gewalt wie Bürgerkrieg oder Wahlgewalt treten seltener auf, wenn in Demokratieförderung investiert wird. Friedensförderung kann maßgeblich den Wiederausbruch von Gewaltkonflikten verhindern, Friedensmissionen Todesopfer reduzieren oder Gewalt eindämmen. Für die EZ insgesamt sind derartige Effekte aber nicht nachgewiesen. Schlimmstenfalls kann EZ in Konfliktkontexten zur umkämpften Ressource werden und Gewalt befeuern. Schlecht geführte Projekte ohne Monitoring und solche, die nicht ausreichend kontextsensibel waren, haben Gewaltkonflikte begünstigt. Gleichzeitig wirken EZ-Schocks - abrupte Rückgänge von EZ - erwiesenermaßen konfliktfördernd. Soll EZ dabei unterstützen, Gewaltkonflikte zu verhindern oder einzudämmen, so muss sie bewusst auf diese Ziele ausgerichtet und mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden. Außerdem sind gutes Projektmanagement und eine konfliktsensible Umsetzung für alle Arten von EZ maßgeblich, um nicht-intendierte konfliktfördernde Auswirkungen zu vermeiden. Es empfehlen sich folgende Handlungsgrundsätze: Friedens- und Demokratieförderung priorisieren und Ressourcen umsteuern. Um EZ als Konfliktprävention aufzustellen, empfiehlt es sich, Demokratie- und Friedensförderung prominenter auf die Agenda zu setzen und Mittel gezielt in diese Felder zu investieren. Analyseinstrumente schärfen und als Entscheidungsgrundlage nutzen. Die bestehenden Analyseinstrumente sollten in ihrem Fokus auf Konfliktprävention geschärft und konsequenter genutzt werden. Besondere Bedeutung kommt der strategischen Vorausschau zu, die Frühwarnung mit Szenarienarbeit kombiniert. Do-no-Harm durch EZ bleibt Handlungsmaxime. Exit-Schocks vermeiden. Wo EZ erheblich reduziert oder beendet werden soll, hilft die detaillierte Analyse möglicher konfliktverschärfender Auswirkungen im Vorhinein, um diese mit entsprechenden Übergangsstrategien abzufedern. Wo der Ausbruch oder die Eskalation von Gewalt als Folge wahrscheinlich sind, gilt es, geplante Rückzugsentscheidungen zu überdenken. |
| Keywords: | Sicherheit, Frieden und fragile Staaten |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:idospb:338241 |
| By: | Friemer, Andreas; Warsewa, Günter |
| Abstract: | Aktuelle Transformationsprozesse erzeugen erhebliche Anpassungserfordernisse an den Arbeitsmärkten: Qualifizierung und Weiterbildung sollen dazu beitragen, neu entstehende Qualifikationsanforderungen zu decken, (Fach-)Kräfteengpässe zu entschärfen, Arbeitslosen und Geringqualifizierten Wege in akzeptable Arbeitsverhältnisse zu eröffnen und Aufstiege in hochwertigere Jobs und bessere Einkommensklassen ermöglichen. Zum Teil geht es auch darum, Quer- statt Aufstiegsmobilität zu fördern, um stabile Beschäftigung für diejenigen zu sichern, deren Arbeitsplätze im Transformationsprozess verloren gehen. Über die dafür erforderliche Weiterbildungsinfrastruktur ist allerdings relativ wenig bekannt. Vorliegende Analysen lassen vermuten, dass der Weiterbildungssektor selbst, wie viele andere Arbeitsmarktbereiche, von Fachkräftemangel, Überalterung, Qualifizierungsdefiziten und Prekarität betroffen ist und dadurch in Umfang und Funktionsfähigkeit bedroht sein könnte. Ob und in welchem Umfang der Weiterbildungssektor aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht werden kann, wurde daher im Auftrag der Arbeitnehmerkammer im Bundesland Bremen untersucht. In ausführlichen Fallstudien bei sieben Weiterbildungsträgern, die das gesamte Spektrum von beruflicher Fortbildung über öffentlich finanzierte Qualifizierungsmaßnahmen bis zu allgemeiner und politischer Weiterbildung abdecken, wurde gefragt, wie sich Finanzierungs- und Marktbedingungen auf deren Personalbestand und -struktur, Rekrutierungs-, Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen auswirken und welche Anpassungsleistungen dazu beitragen könnten, die Funktionsweise der Weiterbildungsanbieter, ihre Attraktivität als Arbeitgeber und die Situation ihrer Beschäftigten zu verbessern. (...) |
| Abstract: | Current transformation processes lead to significant demands on labour markets: Qualifying and training are intended to meet newly emerging qualification requirements, alleviate (skilled) labour shortages, open pathways to acceptable employment for the unemployed and low-skilled, and enable advancement to higher-quality jobs and better incomes. In part, it is also about promoting lateral rather than upward mobility in order to secure stable employment for those whose jobs get lost in the transformation process. However, only little is known about the training sector's infrastructure. Existing analyses suggest that the qualifying and training sector itself, like many other labour market segments, is affected by skills shortages, an aging workforce, qualification deficits, and precarious employment, and could therefore be threatened in terms of its scope and functionality. Whether and to what extent the training sector can meet current and future requirements was therefore investigated on behalf of the Arbeitnehmerkammer Bremen (Chamber of Labour Bremen). Detailed case studies of seven providers of continuing training and education, covering the entire spectrum from professional training, publicly funded qualification and integration programs up to general and political further education, explored how financing and market conditions affect their staffing levels and structure, recruitment, employment, and working conditions. Further research questions addressed what adjustments could improve the providers' functioning, their attractiveness as employers, and the situation of their employees. (...) |
| Keywords: | Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Arbeitskräftemangel, Arbeitsmobilität, Soziale Mobilität, Bremen, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iawraw:338086 |
| By: | Geis-Thöne, Wido |
| Abstract: | Ab dem Schuljahr 2029/2030 wird dieser dann in allen Jahrgangsstufen der Grundschulen gelten. Sämtliche ostdeutschen Länder und Hamburg werden diesen ohne weiteren Ausbau ihrer Betreuungsinfrastrukturen erfüllen können. Zwar gibt es hier noch kleine Lücken zwischen den von den Eltern geäußerten Betreuungsbedarfen und den aktuellen Ganztagsbetreuungsquoten. Jedoch wird der Rückgang bei den Kinderzahlen voraussichtlich ausreichen, um diese vollständig zu schließen. Dass es in den Ländern tatsächlich in größerem Maße Eltern geben könnte, die sich erfolglos um einen Ganztagsbetreuungsplatz für ihre Kinder bemühen, erscheint ohnehin unwahrscheinlich. So gelten in einigen dieser Länder bereits landesrechtliche Ansprüche auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter, die über das Niveau des GaFöG hinausgehen. Anders stellt sich die Lage im Rest Westdeutschlands dar. Geht man von den Betreuungswünschen der Eltern im Jahr 2024 aus, müssten dort noch insgesamt 149.700 Ganztagsplätze geschaffen werden, um im Schuljahr 2029/2030 den Bedarf zu decken. Von diesen entfielen 45.300 auf Nordrhein-Westfalen und 42.300 auf Bayern. Relativ zur Zahl der Kinder im Grundschulalter wäre die ohne weiteren Ausbau entstehende Lücke allerdings mit 10 Prozent in Schleswig-Holstein am größten, gefolgt von Bremen mit 9 Prozent und Bayern mit 8 Prozent. Dabei ist nicht berücksichtigt, dass die bestehenden Ganztagsbetreuungsangebote die Anforderungen des GaFöG teilweise gar nicht vollständig erfüllen. Dies betrifft insbesondere die Ferien, für die das GaFöG eine Unterbrechung des Betreuungsangebots von maximal vier Wochen zulässt. Viele der Ganztagsschulen in Westdeutschland beschränken sich jedoch auf die Schultage, sodass eine eigenständige ergänzende Ferienbetreuungsinfrastruktur notwendig wird, bei der weiterreichende Engpässe bestehen können. Wählt man statt den von den Eltern geäußerten Bedarfen einen Wert von 75 Prozent als Referenzpunkt - dies kommt sowohl dem Ist-Stand bei der Ganztagsbetreuung von 77 Prozent in Sachsen-Anhalt, dem Schlusslicht unter den Ländern ohne Ausbaubedarf, als auch der Bedarfsquote von 74 Prozent im Saarland, dem Spitzenreiter unter den Ländern mit Ausbaubedarf, nahe - kommt man auf insgesamt 570.900 in den Ländern mit Ausbaubedarf zusätzlich benötigte Betreuungsplätze, von denen 204.300 in Bayern geschaffen werden müssten. Bayern sticht bei den Ganztagsbetreuungsquoten von Kindern im Grundschulalter mit nur 34 Prozent im Jahr 2024 sehr stark heraus. Gleichzeitig liegt allerdings auch die Bedarfsquote mit 43 Prozent gerade einmal auf dem Niveau des Ist-Stands des zweitletzten Bundeslandes, Schleswig-Holstein, das bei 42 Prozent steht. Dabei sollten die Länder mit niedrigen Bedarfsquoten prüfen, ob die institutionelle Ausgestaltung ihrer Ganzbetreuungsangebote - insbesondere auch im Hinblick auf die Elternbeiträge - für die Familien attraktiv ist oder die Inanspruchnahme hemmt. Letzterem sollte unbedingt entgegengewirkt werden, da die Ganztagsbetreuung nicht nur der Vereinbarkeit von Familie und Beruf dient, sondern auch Entwicklungs- und Teilhabechancen für die Kinder schafft. |
| Abstract: | With the Full-Day Care Act (GaFöG), a legal right to a full-day care place during the first four years of school was established in 2021 for children enrolled in school from the 2026/2027 school year onwards. From the 2029/2030 school year onwards, this will apply to all year groups in primary schools. All states in eastern Germany and Hamburg will be able to fulfil this right with this without further expansion of their childcare infrastructure. The decline in the number of children can be expected to be sufficient to close the existing small gaps between the childcare needs expressed by parents and the current full-day childcare rate completely. Moreover, it seems unlikely that there could actually be a large number of parents in these states who are unable to find full-day childcare for their children. In some of these states, state law already provides for full-day childcare for primary school children that goes beyond the level of the GaFöG. The situation is different in the rest of western Germany. Based on parents' childcare preferences in 2024, a total of 149, 700 full-day places would need to be created there to meet demand in the 2029/2030 school year. Of these, 45, 300 would be necessary in North Rhine-Westphalia and 42, 300 in Bavaria. However, relative to the number of children of primary school the gap arising without further expansion would be greatest in Schleswig-Holstein at 10 per cent, followed by Bremen at 9 per cent and Bavaria at 8 per cent. This does not take into account the fact that existing all-day care facilities do not always fully meet the requirements of the GaFöG. This applies in particular to the holidays, for which the GaFöG allows a maximum interruption of four weeks in the provision of care. However, many of the all-day schools in western Germany are limited to school days, making it necessary to have a separate supplementary holiday care infrastructure, which may be subject to greater bottlenecks. If, instead of the needs expressed by parents, a value of 75 per cent is chosen as a reference point - this is close to both the current level of all-day care of 77 per cent in Saxony-Anhalt, which ranks last among the states with no need for expansion, and the demand rate of 74 per cent in Saarland, which ranks first among the states with a need for expansion - a total of 570, 900 additional childcare places would be required in the states with expansion needs, of which 204, 300 would have to be created in Bavaria. Bavaria stands out sharply with a full-day childcare rate for primary school-aged children of only 34 per cent in 2024. At the same time, the demand rate of 43 per cent is just about on a par with the current level of 42 per cent in Schleswig-Holstein, which is second to last. The states with low demand rates should examine whether the institutional design of their full-time childcare services - especially with regard to parental contributions - is attractive to families or inhibits take-up. The latter should be counteracted, as full-day childcare not only helps to reconcile family and work life but also creates opportunities for children's development and participation. |
| Keywords: | Kinderbetreuung, Kinderbetreuungseinrichtung, Grundschule, Bildungsfinanzierung, Deutschland |
| JEL: | H75 I21 J13 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:338075 |
| By: | Aydın, Yaşar |
| Abstract: | Dreißig Jahre nach Gründung der Zollunion mit der Europäischen Union (EU) sieht Ankara durch die Freihandelsabkommen der EU mit Drittstaaten, zuletzt mit Indien, wachsende wirtschaftliche Risiken. Während die Verhandlungen zum EU-Indien-Freihandelsabkommen Ende Januar abgeschlossen wurden und nun ebenfalls die Sicherheitskooperation zwischen der EU und Indien ausgeweitet werden soll, bleibt Ankara außen vor. Aus Sicht der Türkei könnte das Abkommen zudem ihr Gewicht im strategischen Kalkül der EU schwächen. Mit Nachdruck fordert Ankara daher die Modernisierung der Zollunion. Denn nicht auszuschließen ist, dass sich die strukturellen Asymmetrien in der Zollunion zu seinen Lasten weiter verfestigen: Marktintegration ohne politische Mitgestaltung kann eine dauerhafte Benachteiligung der Türkei bedeuten und belastet ihre Beziehungen zur EU. Mit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens werden indische Produkte leichter auf den türkischen Markt gelangen, türkische Produkte aber nicht nach Indien. Aufgrund geopolitischer Divergenzen mit Indien bestehen aus türkischer Perspektive überdies Risiken für eigene regionale Interessen. Brüssel und Berlin könnten diese Konstellation nutzen, um die Kooperation mit Ankara auf eine tragfähige institutionelle Grundlage zu stellen. |
| Keywords: | EU, Türkei, Indien, Zollunion, Freihandelsabkommen, FHA, Zölle, Modernisierung Zollunion, Beziehungen Türkei-EU, Beziehungen Türkei-Indien, Handel Türkei-EU, Lieferketten, Investitionen, Handel Türkei-Indien, Wirtschaftskooperation EU-Türkei, europäische Sicherheitsarchitektur, Beziehungen EU-Türkei |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338243 |
| By: | Schneider, Sebastian; Brink, Siegrun; Löher, Jonas; Icks, Annette; Becker, Felix |
| Abstract: | Diese Studie untersucht, welchen Beitrag der Einsatz von KI zur Deckung des Fachkräftebedarfs im Mittelstand leisten kann. Anhand exemplarischer Fallbeispiele werden Treiber und Hemmnisse sowohl für den substitutiven als auch den komplementären KI-Einsatz identifiziert. Es zeigt sich: Das Potenzial von KI zur Deckung des Fachkräftebedarfs hängt von ihrer Einsatzart ab. Die Unternehmen nutzen KI derzeit vor allem substitutiv, indem einzelne Tätigkeiten übernommen und Beschäftigte entlastet werden, ohne Arbeitsplätze abzubauen. Auf diese Weise kann der KI-Einsatz Stellenbesetzungsprobleme mindern und indirekt zur Verringerung des Fachkräftemangels beitragen. Perspektivisch ist ein zunehmend komplementärer KI-Einsatz zu erwarten, der Tätigkeitsprofile sowie Qualifikationsanforderungen nachhaltig verändert. Das kann neue Stellenbesetzungsprobleme und potenziell einen zunehmenden Fachkräftemangel nach sich ziehen. |
| Abstract: | This study examines the contribution of AI for overcoming the shortage of skilled workers in the German Mittelstand. Therefore, case studies are utilized to identify drivers and barriers for a substitutive and complementary use of AI. The results of our qualitative study show that the potential of AI to overcome shortages of skilled workers depends on how it is used. Currently, companies primarily use AI as a substitute, taking care of individual tasks and reducing the workload of employees without cutting positions. In this way, the use of AI can reduce the shortage of skilled workers. In the future, we expect to see an increasing complementary use of AI, which will change job profiles and skill requirements. This could potentially lead to an increasing shortage of skilled workers. |
| Keywords: | Fachkräfte, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Unternehmensführung, Beschäftigungseffekte, Skilled Employees, Artificial Intelligence, Digitalization, Enterprise Management, Employment Dynamic |
| JEL: | M10 O15 O33 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifmmat:338083 |
| By: | Rausch, Sebastian; Hornung, Mirko |
| Abstract: | Die Dekarbonisierung des Luftverkehrs stellt eine erhebliche Herausforderung dar und erfordert entschlossene politische Maßnahmen sowie starke Anreize für den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe (Sustainable Aviation Fuels, SAF). Derzeit kommen sowohl marktbasierte als auch regulative Instrumente zum Einsatz - etwa das europäische Emissionshandelssystem (EU ETS), die EU-weite SAF-Quote und das internationale Kompensationssystem CORSIA (Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation). Eine neue ZEW-Studie zeigt: Die Marktstruktur und der Wettbewerbsgrad haben entscheidenden Einfluss auf die Kosteneffektivität klimapolitischer Instrumente. Unter Bedingungen des vollkommenen Wettbewerbs sind CO2-Steuern ein kosteneffektiver Weg, um Emissionen zu mindern. Haben Fluggesellschaften jedoch Marktmacht, sind SAF-Quoten vorteilhafter, da sie die Nachfrage stabilisieren und zugleich den Einsatz nachhaltiger Kraftstoffe fördern. Die klimapolitischen Maßnahmen der EU im Luftverkehrssektor sind geeignet, um Emissionen zu reduzieren. Ihre globale Wirkung bleibt jedoch begrenzt. Das stark steigende Passagieraufkommen treibt die Kosten für die Erreichung eines Netto-Null-Emissionswachstums erheblich und unterstreicht, dass internationale Maßnahmen sowie regulatorische Anreize für den Einsatz von SAF unverzichtbar sind. Sollten die im Rahmen von CORSIA verwendeten Offsetting-Zertifikate keine echten Emissionseinsparungen bewirken, besteht die Gefahr, dass die Abhängigkeit von fossilen Flugkraftstoffen fortgeschrieben und die Dekarbonisierung des Luftverkehrs verzögert wird. |
| Keywords: | Luftverkehr, Dekarbonisierung, EU-Klimapolitik |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:338262 |
| By: | Aksoy, Hürcan Aslı |
| Abstract: | Seit dem 7. Oktober 2023 haben sich die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel von einer konflikthaften Partnerschaft zu einer Rivalität entwickelt. Getrieben wird diese Dynamik von regionalen Machtverschiebungen, innenpolitischen Eskalationslogiken und divergierenden Ordnungsvorstellungen - besonders sichtbar im Hinblick auf Syrien, das östliche Mittelmeer und zunehmend auch das Horn von Afrika. Zwar vermeiden beide Staaten bislang eine direkte militärische Konfrontation, doch die wachsende Überschneidung ihrer Einflusszonen erhöht das Risiko einer nicht intendierten Eskalation. Denn die bestehenden diplomatischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Kommunikationskanäle sind fragil und entfalten nur in begrenztem Maße stabilisierende Wirkung. Für Deutschland und die Europäische Union ergibt sich daraus die Aufgabe, gegenüber beiden Seiten auf Deeskalation hinzuwirken und diese als Voraussetzung für mögliche Kooperationsansätze zu definieren. |
| Keywords: | Palästina-Frage, Mavi Marmara, Abraham-Abkommen, Griechenland, Zypern, Syrien, Iran, Jemen, Somalia, Somaliland, Bab al-Mandab, Hisbollah, Hamas, Huthi, Syrian Democratic Forces, SDF, Volksverteidigungseinheiten, YPG, Eastern Mediterranean Gas Forum, Recep Tayyip Erdoægan, Hakan Fidan, Benjamin Netanyahu, Gideon Sa'ar, Ahmed al-Sharaa |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338240 |
| By: | Eckle, Lennart |
| Abstract: | Die Verankerung der Gewerkschaften unter den Beschäftigten ist in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gesunken. Im Jahr 2023 war weniger als jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland Mitglied einer Gewerkschaft. Eine Auswertung des Soziooekonomischen Panels (SOEP) zeigt, dass innerhalb Deutschlands dabei deutliche regionale Unterschiede bestehen. Während Beschäftigte im Nordwesten vergleichsweise häufig gewerkschaftlich organisiert sind (19, 4 Prozent), liegt Süddeutschland (11, 6 Prozent) deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (14, 8 Prozent). |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:338253 |
| By: | Heiduk, Felix |
| Abstract: | Fünf Jahre nach dem blutigen Militärputsch und inmitten eines Bürgerkrieges haben in Myanmar Wahlen stattgefunden. Sie waren weder frei noch fair, noch wurde bei ihrer Durchführung auch nur versucht, den Schein demokratischer Mindeststandards zu wahren. Der Hauptzweck der Wahlen war von vornherein nicht die politische Mitbestimmung, sondern lag in der autoritär gelenkten Transition von einer Militärregierung hin zu einer "zivilen" Regierung. Letztere soll national wie international durch Abhaltung der Wahl als legitim erscheinen und gleichzeitig die Dominanz des Militärs festigen. Die militärische Führung Myanmars präsentiert die Wahlen zudem als "Neubeginn", um politische Stabilität im Land wiederherzustellen und dessen internationale Isolation aufzubrechen. Letztgenanntes richtet sich unter anderem an die Europäische Union (EU) und ihre Mitgliedstaaten. Diese sollten jedoch der Mär von einer "zivilen", gewählten Regierung und einer "Rückkehr" zur verfassungsmäßigen Ordnung keinen Glauben schenken und daher bis auf Weiteres keine Normalisierung der Beziehungen zu Myanmar anstreben. |
| Keywords: | Myanmar, Bürgerkrieg, Parlamentswahlen, Militärputsch 2021, Min Aung Hlaing, Militärregierung, Junta, "zivile" Regierung, Transition, National League for Democracy, NLD, Aung San Suu Kyii, National Unity Government, NUG, ethnic armed organizations, EAOs, bewaffnete Gruppen, "Polykrise" Myanmars, Union Solidarity and Development Party, USDP, Thailand, China, Indien, ASEAN, seltene Erden, Rohstoffe, organisierte Kriminalität, USA, EU, Deutschland, humanitäre Hilfe |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338238 |
| By: | Stupak, Nataliya; Ebers, Niklas; von Zepelin, Ruben; Ilgen, Konstantin; Schröter, Kai; Müller-Thomy, Hannes |
| Abstract: | Ausreichende Wasserversorgung ist eine der wichtigsten Herausforderungen für den Pflanzenbau in Deutschland im Kontext des fortschreitenden Klimawandels. Niedrige Grundwasserstände, Änderung der räumlichen Variabilität des Niederschlags, zunehmende Häufigkeit des Niederschlags in Form von Starkregenereignissen sowie Einschränkungen von Wasserentnahmen verringern die Wasserverfügbarkeit für Pflanzen und die Bewässerungssicherheit. Das Verbundprojekt LAWAMAD - Landwirtschaftliches Wassermanagement in Deutschland - untersucht das Potenzial und die Umsetzbarkeit der oberirdischen Wasserspeicherung für eine Erhöhung der Wasserverfügbarkeit für Bewässerung. Wasserspeicherbecken können im Winterhalbjahr gefüllt und im Sommerhalbjahr für die Bewässerung genutzt werden. Somit können die zunehmend ungünstige jahreszeitliche Niederschlagsverteilung ausgeglichen, die Zuverlässigkeit der Bewässerung für Betriebe verbessert sowie die Interessenkonflikte um Wassernutzungen im Sommerhalbjahr abgemildert werden. Dimensionierung von Wasserspeicherbecken. Für Landschaftsausschnitte in der Magdeburger Börde (Sachsen- Anhalt) und in der Region Weingarten (Rheinland-Pfalz) wurde die Speicherung (i) von Wasserentnahmen aus Fließgewässern I. Ordnung (überregionales Konzept), (ii) von Entnahmen aus Fließgewässern II.-III. Ordnung (regionales Konzept), und (iii) von Oberflächenabfluss (lokales Konzept) untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass in den ausgewählten Landschaftsausschnitten der Abfluss in den Fließgewässern im Winterhalbjahr ausreichend ist, um die für die Bewässerung erforderlichen Wassermengen zwischenzuspeichern. Die Möglichkeit zur Speicherung von Oberflächenabfluss ist sehr standortspezifisch und stark von den Gelände- und Bodeneigenschaften abhängig. Im Vergleich zu den Abflussmengen in Fließgewässern können bei dieser Option nur deutlich kleinere Wassermengen für die Zwischenspeicherung zurückgehalten werden. Zusätzlich entstehen bei dieser Option Interessenkonflikte zwischen Wasserspeicherung und Erosionsschutz. Planung von Wasserspeicherbecken und Ermittlung des Investitionsbedarfs. Der Bau eines Wasserspeicherbeckens ist eine kostenintensive Maßnahme. Je nach Gesamtvolumen des Beckens, liegt der Investitionsbedarf für 1 m3 im Folienbecken gespeichertes Wasser zwischen 20-70 €. Dieser Preis umfasst neben den Bauarbeiten und Materialien auch technische Anlagen und Baunebenkosten. Die Wirtschaftlichkeit der Wasserspeicherung kann durch (i) Minderung des Bewässerungs- und Wasserspeicherungsbedarfs, (ii) Verringerung der Kosten durch die Bauform und Ausführung des Wasserspeicherbeckens, und (iii) multifunktionale Nutzung des Wasserspeicherbeckens, z. B. für Energieerzeugung verbessert werden. Synergien zwischen Wasserspeicherung und Energieerzeugung. Die Ergebnisse zeigen auf, dass bei maximaler Belegung der Wasseroberfläche mit schwimmender Photovoltaik die Verdunstung erheblich reduziert werden kann. Dies wirkt sich positiv auf die Dimensionierung von Speicherbecken und den erforderlichen Investitionsbedarf aus. Stromerzeugung stellt eine zusätzliche Einkommensquelle dar und ermöglicht die Einführung von intelligenter Bewässerungssteuerung auch auf den Flächen, die keinen Anschluss an ein Stromnetz haben. Das Potenzial und die Umsetzbarkeit der oberirdischen Wasserspeicherung sind in breiterem rechtlichem und politischem Kontext zu betrachten. Erforderlich ist die einheitliche und ökologisch sichere Regelung von Entnahmen aus Fließgewässern und Erteilung von wasserrechtlichen Erlaubnissen. Weiterentwicklungen des Wasserhaushaltsgesetzes und des Erneuerbaren Energien Gesetzes sind geboten, um die Synergien zwischen Wasserspeicherung und Energieerzeugung auszuschöpfen. Um das ganze Potenzial von Wasserspeicherbecken für die landwirtschaftliche Wasserversorgung, den Grundwasserschutz und weitere gesellschaftliche Leistungen (z. B. Hochwasserschutz, Energieerzeugung) auszuschöpfen, soll die Wasserspeicherung zukünftig besser koordiniert und in die räumliche Landschaftsplanung integriert werden. |
| Abstract: | Sufficient water supply is one of the major challenges for German crop production in the context of advancing climate change. Low groundwater levels, changes in rainfall patterns, and increasing frequency of precipitation in form of heavy rainfall together with restrictions on water exstraction for irrigation reduce water availability for crops and reliability of irrigation. The joint research project LAWAMAD - Agricultural Water Management in Germany - examines the potential and feasibility of water storage to increase water availability for crop production. The main principle of this technical measure is to store water extracted in winter and use it for irrigation in summer. In this way the increasingly unfavourable rainfall distribution can be balanced, the reliability of irrigation improved, and the seasonal conflicts of interests regarding water use alleviated. Dimensioning of water storage reservoirs. The storage of (i) water extractions from watercourses of 1st order (supra-regional concept), (ii) water extractions from watercourses of 2nd and 3rd order (regional concept) and (iii) surface runoff in case of heavy rain (local concept) was examined for two case studies in Magdeburg Börde (Saxony-Anhalt) and the Weingarten region (Rhineland-Palatinate). The results demonstrate, that for these cases the river discharge in winter is sufficient for storing necessary amounts of water for irrigation. Storage of surface run-off is very site-specific and depends strongly on terrain and soil characteristics. Comparing with the levels of river discharge, much smaller amounts of water for storage can be generated when implementing the local concept. Furthermore, the conflicts of interests between water storage and soil protection from erosion are to be considered. Planning of water storage reservoirs investment requirements. The construction of water storage reservoirs for securing irrigation implies high investment requirements ranging between 20-70 € per 1 m3 of stored water, depending i. a. on the total volume of a reservoir. These estimated investment costs cover construction works, materials, technical facilities and ancillary expenses. The economic efficiency of water storage can be improved by (i) measures reducing irrigation demand and therefore water storage needs, (ii) decreasing investment requirements by choice of the reservoir's construction form and design, and (iii) multifunctional use of water storage reservoirs, i. e. for energy production. Synergies between water storage and power generation. The research results demonstrate, that the maximum coverage of water surface with floating photovoltaic can significantly reduce evaporation from a water storage reservoir, which has positive effects on dimensioning of the latter and the corresponding investment costs. Power generation constitutes an additional income source for agricultural producers and enables implementation of intelligent irrigation scheduling systems on farmland without connection to electricity supply. The potential and feasibility of water storage for irrigation are to be considered in a broader legal and political context. There is a clear need for coherent and environmentally safe regulation of water extractions from watercourses and for issuance of water extraction permits. Amendments to the Germany's Federal Water Act and the Renewable Energy Act are advisable for exploiting the synergies between water storage for irrigation and power generation. In the future, water storage should be better coordinated and integrated into regional landscape planning, in order to exploit the full potential of storage reservoirs both for agricultural water supply and groundwater protection as well as for provision of further public services such as flood protection and power generation. |
| Keywords: | Klimaanpassung, Wassermanagement, Wasserspeicherung für Bewässerung, schwimmende Photovoltaik, climate adaptation, crop production, water management, water storage for irrigation, floating photovoltai |
| JEL: | Q15 Q25 Q42 Q54 Q55 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtiwp:338112 |
| By: | Matthes, Jürgen; Sultan, Samina |
| Abstract: | Die US-Zölle auf Basis eines Notstandsgesetzes sind unzulässig, so der US Supreme Court. Das Urteil ist ein Tiefschlag für Trump, dessen Zollstrategie aber auch in anderen Aspekten gescheitert ist. So bleibt das US-Warenhandelsdefizit bisher anhaltend hoch. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:338254 |
| By: | Robert Stehrer (The Vienna Institute for International Economic Studies, wiiw) |
| Abstract: | Struktur und Dynamik von Firmen und Produkten im österreichischen Außenhandel This publication is available in German language only. For a brief English summary see further below. Die Export- und Importbeziehungen Österreichs unterliegen einem ständigen Wandel, der auf makroökonomischer Ebene meist als Wachstum nach Warengruppen, Branchen und Partnerländern betrachtet wird. Hinter diesen aggregierten Entwicklungen verbergen sich jedoch komplexe mikroökonomische Dynamiken auf Firmenebene. Diese betreffen die Struktur und Veränderung der Handelsaktivitäten einzelner Unternehmen, ihre Markt- und Produktkonzentration sowie die Charakteristika der gehandelten Produkte, die in dieser Studie detailliert untersucht werden. Zentrale Fragestellungen sind folgende Wie viele Firmen sind im Außenhandel aktiv? Mit wie vielen Produkten und auf wie vielen Märkten handeln sie? Wie lange bestehen Export- und Importbeziehungen? Zudem wird die Konzentration der Unternehmen auf bestimmte Produkte und Länder analysiert. Darauf aufbauend erfolgt eine Untersuchung der Handelsdynamik entlang des ‚intensiven Randes‘ (Veränderung bestehender Beziehungen) und des ‚extensiven Randes‘ (Neuaufnahme oder Aufgabe von Handelsbeziehungen sowie Ein- und Austritte von Firmen). Ergänzend werden ökonometrische Analysen zur Performance der Firmen durchgeführt, insbesondere in Bezug auf Größe, Produktivität und die Qualität ihrer Exporte. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Identifikation potenzieller Importabhängigkeiten nach Produkten und Ländern über die Zeit. Die Studie bietet damit einen umfassenden Überblick über die mikroökonomische Struktur und Dynamik des österreichischen Außenhandels und schafft eine Grundlage für weiterführende Analysen. Structure and dynamics of companies and products in Austrian foreign trade Austria’s export and import relations are subject to constant change, which at the macroeconomic level is usually viewed in terms of growth by product group, industry, and partner country. However, these aggregate developments conceal complex microeconomic dynamics at the company level, such as those related to the structure and change in the trading activities of individual companies, their market and product concentration, and the characteristics of the products traded. While examining these dynamics in detail, this study asks the key questions How many companies are active in foreign trade? How many products do they trade and in how many markets? How long have export and import relationships existed? In addition, the concentration of companies on specific products and countries is analysed. Based on this, trade dynamics along the ‘intensive margin’ (change in existing relationships) and the ‘extensive margin’ (new establishment or abandonment of trade relationships as well as entries and exits of companies) are investigated. In addition, econometric analyses of company performance are carried out, particularly with regard to the size, productivity, and quality of their exports. Another focus is on identifying potential import dependencies by product and country over time. The study thus provides a comprehensive overview of the microeconomic structure and dynamics of Austrian foreign trade and creates a basis for further analysis. |
| Keywords: | Firmenanalyse von Außenhandelsbeziehungen, extensiver und intensiver Rand, Produktqualität, Firmenperformance, Importabhängigkeiten |
| JEL: | D22 F14 L60 |
| Date: | 2026–03 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wii:ratpap:rpg:34 |
| By: | Dilger, Alexander |
| Abstract: | Dieser Leitfaden enthält grundsätzliche Informationen zu Seminaren am Institut für Organisationsökonomik, zur Anmeldung und Durchführung, zum Seminarvortrag, der Seminararbeit und deren Beurteilung. Über die Zeit oder auch bei einzelnen Seminaren, insbesondere von Lehrbeauftragten, sind Abweichungen möglich, die separat bekannt gegeben werden und dann Vorrang haben. |
| Abstract: | These guidelines contain basic information about seminars at the Institute for Organisational Economics, including registration and participation, seminar presentations, seminar papers, and their assessment. Deviations may occur over time or for individual seminars, particularly those taught by adjunct lecturers; these will be announced separately and will then take precedence. |
| Keywords: | Bachelor, Betriebswirtschaftslehre, Lehre, Master, Seminar |
| JEL: | A22 A23 I23 M20 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:umiodp:338096 |
| By: | Josef Zuckerstätter |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:clr:mwugar:273 |
| By: | Braunschweig, Luisa (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Bruckmeier, Kerstin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Buhmann, Mara (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Hohmeyer, Katrin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Roth, Duncan (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "This report examines the sustainability of transitions from SGB II benefit receipt to employment subject to social security contributions using data from the Sample of Integrated Welfare Benefit Biographies (SIG). It pays particular attention to the occupations that are taken up. In 2018 we observe approximately 890, 000 transitions of unemployed benefit recipients into employment. One third of these recipients left the benefit system for at least six months after taking up employment. Approximately 55 percent of the jobs taken up in 2018 lasted for at least six months, while 41 percent of all employment relationships lasted at least one year. Almost 70 percent of job starts are accounted for by ten main occupational groups. The most common occupations were transport and logistics (17 percent). Cleaning and sales occupations followed in second and third place (9 percent each). The duration of employment varies greatly between occupations. Employment in educational, social, domestic, and theological occupations is the most stable, with a median of just under 20 months (590 days). This is followed by occupations in business management and organization (approximately 14 months) and driving vehicles and transport equipment (approximately 8 months). The shortest duration is in transport and logistics occupations at 129 days, but the employment duration is also relatively short in cleaning occupations (210 days) and sales occupations (240 days). Occupations in which the duration of employment tends to be shorter account for a larger share of employment transitions than occupations with longer durations. Previous work experience in the occupation taken up is associated with an increased probability of a longer employment duration. If two people with otherwise identical personal and job characteristics are compared, one of whom has one more year of work experience in the chosen occupation than the other, the expected probability of at least two years of employment is approximately 1.7 percentage points higher. This corresponds to an increase in the probability of being employed for at least two years of almost 6 percent. However, the positive correlation between professional work experience and employment duration weakens with increasing work experience." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | Stichprobe der Integrierten Grundsicherungsbiografien |
| Date: | 2026–03–18 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202604 |
| By: | Asam-van den Boogaart, Elisabeth |
| Abstract: | Der vorliegende Artikel untersucht die zentrale Bedeutung von Ethik in der (Kindheits-)Pädagogik und zeigt auf, dass pädagogisches Handeln stets wertebasiert ist - sowohl bei der Festlegung erzieherischer Ziele als auch in der Gestaltung pädagogischer Beziehungen. Unter Rückgriff auf klassische ethische Positionen (u. a. Aristoteles, Kant) sowie moderne Ansätze der Professions- und Care-Ethik (u. a. Prengel, Kesselring, Textor) wird erläutert, wie Werte wie Würde, Gerechtigkeit, Fürsorge, Autonomie und Anerkennung die professionelle Praxis in der frühen Bildung prägen. Außerdem wird diskutiert, in welchem Ausmaß ethische Fragestellungen in der Praxis und in der Ausbildung verankert sind. Angesichts häufiger Wertekonflikte im beruflichen Alltag betont der Artikel die Notwendigkeit strukturierter ethischer Reflexionsprozesse. Ethische Fallbesprechungen werden als methodisches Instrument vorgestellt, das Teams dabei unterstützt, Dilemmata systematisch zu analysieren, Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und fundierte Entscheidungen zu treffen. Vorgestellt wird zudem eine neu entwickelte und erprobte Leitlinie für ethische Fallbesprechungen in Teams der Kindheitspädagogik. Sie strukturiert diesen Prozess - von der Falldarstellung über die Werteanalyse bis hin zu Entscheidungsfindung, Umsetzung und Evaluation. Abschließend argumentiert der Artikel, dass ethische Reflexionskompetenz eine Grundvoraussetzung professioneller pädagogischer Praxis ist. Gleichzeitig erschweren Zeitmangel und ein unzureichendes Bewusstsein für die Bedeutung ethischer Reflexion deren Umsetzung. Eine stärkere Akademisierung und Professionalisierung der frühpädagogischen Arbeitsfelder könnte langfristig dazu beitragen, eine ethisch begründete Praxis zu etablieren. |
| Abstract: | The present article examines the central importance of ethics in (childhood) pedagogy and demonstrates that pedagogical action is always value-based-both in defining educational goals and in shaping pedagogical relationships. Drawing on classical ethical positions (including Aristotle, Kant) as well as modern approaches to professional and care ethics (including Prengel, Kesselring, Textor), it explains how values such as dignity, justice, care, autonomy, and recognition shape professional practice in early education. The degree to which ethical questions are embedded in practice and professional trainings is discussed as well. In view of frequent value conflicts in everyday professional life, the article emphasizes the need for structured ethical reflection processes. Ethical case discussions are presented as a methodological tool which helps teams systematically analyze dilemma situations, develop courses of action, and make well- founded decisions. A newly developed and tested guideline for ethical case discussions in childhood education teams is presented. It structures this process-from case description through value analysis to decision-making, implementation, and evaluation. Finally, the article argues that ethical reflection competence is a prerequisite for professional pedagogical practice. At the same time, lack of time and insufficient awareness of the importance of ethical reflection hinder its implementation. Greater academicization and professionalization of childhood education fields could, in the long term, contribute to establishing ethically grounded practice. |
| Keywords: | Pedagogical ethics, professional ethics, reflection, ethical case discussion, Pädagogische ethik, berufsethik, reflexion, ethische fallbesprechung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhso:338115 |
| By: | Wagner, Christian |
| Abstract: | Die Außenpolitik Indiens ist von einem Paradox geprägt. Das Land hat in letzter Zeit auf internationaler Bühne an Einfluss gewonnen, zugleich aber im regionalen Kontext an Bedeutung verloren. Seit Mitte der 2010er Jahre konnte China seine wirtschaftliche und politische Position in Südasien stärken. Dies hat einer Reihe von Staaten aus Indiens Nachbarschaft neue Möglichkeiten eröffnet, sich kritisch gegenüber Neu-Delhi zu positionieren. Neu ist, dass die USA und China infolge des indisch-pakistanischen Konflikts von Mai 2025 begonnen haben, Indiens Rolle als Regionalmacht in Frage zu stellen - und damit auch seine Ambitionen als aufstrebende Großmacht. Diese Entwicklungen werden Indiens Gewicht in der Region weiter sinken lassen. Eine Reaktion Neu-Delhis besteht darin, verstärkt mit Partnern im Indo-Pazifik sowie Mittelmächten wie Deutschland und Frankreich zu kooperieren, um seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Abzuwarten bleibt, ob und wie sehr Indien damit auch seinen Handlungsspielraum auf regionaler Ebene wieder erweitern kann. |
| Keywords: | Indien, Region Südasien, Premierminister Narendra Modi, South Asian Association for Regional Cooperation (SAARC), Multi-Sectoral Technical and Economic Cooperation (BIMSTEC), Pakistan, indisch-pakistanischer Konflikt, Kaschmir, Volksrepublik China, Sri Lanka, Bangladesch |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338237 |
| By: | Oberst, Christian; Voigtländer, Michael |
| Abstract: | Erstmalig wurden die Angebotsdaten mit Hilfe von OpenStreetMap-Einzelhandelseinträgen lageentsprechend gewichtet und die zentrale Innenstadtlage über die Fußläufigkeit zur Haupteinkaufsstraße detailliert abgegrenzt. Dies sind die Kernergebnisse der Untersuchung: Die Mieten im städtischen Einzelhandel sind in den 16 betrachteten Großstädten (Metropolen) im Jahr 2025 um durchschnittlich 6, 0 Prozent gestiegen (A7-Städte: +6, 4 Prozent). Damit liegt die qualitätsbereinigte Mietpreisentwicklung im großstädtischen Einzelhandel deutlich über der allgemeinen Inflationsrate von rund 2, 3 Prozent und kompensiert die schwächere Entwicklung in den Vorjahren. Für die zentrale Innenstadtlage wird im Jahresdurchschnitt ein Preisaufschlag von etwa 60 Prozent zum üblichen Stadtgebiet geschätzt. Dieser ist jedoch im Untersuchungszeitraum (2018 bis 2025) merklich rückläufig (von 69 Prozent auf 52 Prozent). Allerdings wird bei direkter Lage auf der Haupteinkaufsstraße dieser Rückgang kompensiert, insbesondere in den A7-Städten. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Einzelhandel in der Innenstadt erholt, dort allerdings zunehmend auf besonders zentrale Standorte konzentriert. Im Jahr 2025 besonders auffällig sind hohe Mietpreissteigerungen bezogen auf die gesamten Stadtgebiete in München (+10, 2 Prozent) und Düsseldorf (+9, 5 Prozent) sowie bezogen auf die Innenstädte Dortmund (+16, 3 Prozent), Bremen (+12, 8 Prozent) und München (+12, 0 Prozent), wobei Vorjahresvergleiche bei Einzelstandorten aufgrund erhöhter Volatilität und geringeren Beobachtungszahlen vorsichtig zu interpretieren sind. Für den Gesamtzeitraum (2018 bis 2025) überwiegen jahresdurchschnittliche Mietpreisentwicklungen zwischen 2 Prozent und 4 Prozent pro Jahr, sowohl bezogen auf das gesamte Stadtgebiet als auch fokussiert auf die Innenstadt. Ausreißer: Bremen mit der stärksten mittelfristigen Mietpreisentwicklung (+4, 7 Prozent pro Jahr, sowohl im gesamten Stadtgebiet als auch in der Innenstadt) und Stuttgart mit der schwächsten Entwicklung (+1, 8 Prozent im gesamten Stadtgebiet, +0, 4 Prozent pro Jahr in der Innenstadt). Trotz dieser geringen Dynamik bleibt Stuttgart - nach München - der zweitteuerste Innenstadtstandort gemessen an den Median-Mieten. Insgesamt zeigen die Ergebnisse aktuell eine Aufwärtstendenz im stationären Handel an, der sowohl auf einer Bereinigung des Marktes - die Zahl der Inserate ist insgesamt gefallen - als auch auf einer weniger dynamischen Entwicklung im Online-Handel beruht. |
| Abstract: | The present report analyses the development of retail rents on the basis of listing data, using a hedonic pricing model. For the first time, the listing data were weighted using OSM retail entries; in addition, the central inner-city location is delineated in more detail based on walkable access to the main shopping street. The key findings of the analysis are as follows: - Retail rents in urban areas across the 16 metropolitan markets analysed (entire city area) increased by an average of 6.0 percent in 2025 (A7 cities: +6.4 percent). As a result, quality-adjusted retail rent growth in major cities significantly exceeded the general inflation rate of around 2.3 percent, thereby offsetting the weaker performance observed in previous years. - For central inner-city locations, an average annual price premium of around 60 percent compared with the wider city area is estimated. However, this premium declined noticeably over the period under review (2018-2025), falling from 69 percent to 52 percent. This decline is offset in prime locations on main shopping streets, particularly in the A7 cities. The results suggest that retail activity in city centres is recovering, while increasingly concentrating on the most central and prominent high streets. - Currently, particularly high rent increases in the overall city area are observed in Munich (+10.2 percent) and Düsseldorf (+9.5 percent). However, year-on-year comparisons at individual location level should be interpreted with caution due to increased volatility and heterogeneity combined with a limited number of observations. - Over the full period from 2018 to 2025, average annual rent growth predominantly ranges between 2 and 4 percent per year, both in the overall city area and in inner-city locations. Outliers include Bremen, with the strongest medium-term rent growth (+4.7 percent per year in both the city area and the inner city), and Stuttgart, with the weakest growth (+1.8 percent per year in the city area and +0.4 percent per year in the inner city). Despite this low growth dynamic, Stuttgart remains the second most expensive inner-city location after Munich, based on median rents. Overall, the results indicate an upward trend in brick-and-mortar retailing. This development is driven both by a consolidation of the market-reflected in an overall decline in the number of listings-and by a less dynamic development in online retail. |
| Keywords: | Einzelhandel, Miete, Innenstadt, Großstadt, Empirische Methode, Deutschland |
| JEL: | O18 R33 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:338074 |
| By: | Bellmann, Charlotte; Naschert, Lisa |
| Abstract: | Die vorliegende Studie untersucht den Einfluss von Groß- und Megaevents auf die Urlaubsreiseplanung der deutschen Wohnbevölkerung im Jahr 2024. Im Fokus stehen Sport- und Musikevents, die im Jahr 2024 in großer Zahl stattfanden und für viele Menschen einen wichtigen Bestandteil ihres Freizeitverhaltens darstellen. Eine repräsentative Online-Befragung von 976 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren zeigt, dass Großevents die Urlaubsplanung in vielfältiger Weise beeinflussen, beispielsweise attraktivitätssteigernd oder -hemmend bei der Destinationswahl. Ebenfalls können Großevents und Urlaubsreisen in Konkurrenz zueinander stehen. Dabei werden sowohl soziale als auch ökonomische Faktoren als Einflussgrößen untersucht. Jüngere Zielgruppen zeigen eine höhere Bereitschaft, für den Eventbesuch ins Ausland zu reisen und den Urlaub entsprechend anzupassen. Die Ergebnisse unterstreichen die Relevanz von Großevents als Reisemotiv und zeigen Ansatzpunkte für das Destinationsmanagement sowie die Tourismusforschung auf. Zukünftige Untersuchungen sollten eine detailliertere Betrachtung spezifischer Zielgruppen und der wirtschaftlichen Effekte solcher Events einbeziehen. |
| Abstract: | The present study examines the influence of major and mega events on the holiday travel planning of the German resident population in 2024. The focus lies on sports and music events, which took place in large numbers in 2024 and represent an important part of the leisure time behaviour for many people. A representative online survey of 976 people aged between 18 and 74 shows that major events influence holiday planning in a variety of ways, for example by increasing or decreasing the attractiveness of a destination when it comes to choosing where to go. Furthermore, major events and holidays may compete with each other. Both social and economic factors are examined as influencing variables. Younger target groups are more willing to travel abroad to attend the event and to adjust their holidays accordingly. The results underline the relevance of major events as a travel motive and provide starting points for destination management and tourism research. Future research should include a more detailed examination of specific target groups and the economic effects of such events. |
| Keywords: | Großevents, Megaevents, Urlaubsreiseplanung, Reisemotive, Reiseverhalten, major events, mega events, holiday travel planning, travel motives, travel behaviour |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ditfwp:338101 |
| By: | Overhaus, Marco |
| Abstract: | Die US-amerikanische Verteidigungspolitik ist von Widersprüchen gekennzeichnet, die sich auch in den jüngsten Strategiedokumenten der Trump-Administration widerspiegeln. Die Ursachen dafür liegen weit tiefer als nur im erratischen Verhalten des Präsidenten. Im Kern geht es um die unbeantwortete Frage, wie die USA mit dem Verlust globaler Dominanz umgehen sollen. Für Europa liegen in dieser Gemengelage nicht nur Risiken, sondern auch Chancen. Die Politik sollte hierzulande dennoch nicht der trügerischen Hoffnung erliegen, dass die Nato in ihrer jetzigen Form auch die zweite Amtszeit von Trump überdauern wird. |
| Keywords: | Westliche Hemisphäre, National Security strategy, NSS, National Defense Strategy, NDS, Pete Hegseth, unipolarer Moment, Isolationismus, Monroe-Doktrin, Westliche Hemisphäre, Cooperative Security Locations, Pituffik Space Base, Operation Southern Spear, Shields of the Republic, Strategy of Denial, Elbridge Colby, Nuclear Posture Review, Golden Dome, Golden Fleet, burden-shifting, Mathew Whitaker |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:338239 |
| By: | Demary, Vera; Küper, Malte |
| Abstract: | Er fächert das Thema jedoch umfassender auf und gliedert sich wie folgt: Kapitel 2 zeigt auf, welche Standortfaktoren für Rechenzentren als Kern der KI-Infrastruktur allgemein von Bedeutung sind. Darauf aufbauend untersucht Kapitel 3 die KI-Infrastruktur in NRW und deren benötigten Ausbau, insbesondere mit einem Blick auf mittelständische Unternehmen, eingehend. Kapitel 4 widmet sich ausführlich dem Zusammenhang zwischen KI-Infrastruktur und Energieaspekten und leitet daraus spezifische Implikationen für NRW ab. KI-Infrastruktur sollte auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Friktionen im Sinne von Wertschöpfungsketten gedacht werden, um Souveränität in den Fokus zu rücken. Diese Zusammenhänge analysiert Kapitel 5 für NRW. Kapitel 6 schließt mit Ableitungen für das Bundesland. KI ist neben der Klimatransformation das große Transformationsthema für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren. Die Technologie bietet umfassende Potenziale - um sie heben zu können, ist jedoch eine leistungsfähige, KI-gerechte Infrastruktur Voraussetzung. Unternehmen in NRW nutzen zunehmend KI in ihren Prozessen und Produkten (Statistisches Landesamt NRW, 2026): Im Jahr 2024 gaben knapp 20 Prozent der nordrhein-westfälischen Unternehmen an, KI einzusetzen. Das entspricht einer Steigerung von fast 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angesichts des geringen Anteils bei gleichzeitig umfassenden Chancen durch KI ist für die nächsten Jahre von einer weiteren deutlichen Zunahme auszugehen. Dies sollte von einer Weiterentwicklung der KI-Infrastruktur in NRW begleitet werden. Oftmals fokussiert sich die Diskussion zu dieser Infrastruktur auf die KI-Rechenkapazitäten in entsprechenden Rechenzentren. Tatsächlich sollte der Begriff KI-Infrastruktur jedoch weitergefasst werden, wie Kapitel 3 zeigt. Nicht nur in Bezug auf die Rechenzentren ist die Situation in Deutschland und NRW auch geopolitisch geprägt. Die wachsende Nachfrage nach KI-Rechenleistung trifft in Deutschland und Europa auf begrenzte Rechenzentrums- und Infrastrukturkapazitäten. Zahlreiche Unternehmen greifen daher auf Rechenkapazitäten außerhalb Europas zurück, insbesondere in den USA. Dieser Rückstand wird zunehmend als strategisch problematisch eingeschätzt, da er nicht nur wirtschaftliche Nachteile, sondern auch Risiken für Datensouveränität und geopolitische Resilienz mit sich bringt. Auch für die Unternehmen selbst ist der Standort der Rechenzentren, deren Dienste sie nutzen, von zentraler Bedeutung. Nach Ewald et al. (2024) geben 45 Prozent der Unternehmen an, dass es für sie wichtig ist, dass sich die von ihnen genutzten Rechenzentren in Deutschland befinden. Ansiedlungen innerhalb Deutschlands wirken zudem datenschutzrechtlichen Bedenken entgegen, die knapp die Hälfte der Unternehmen als Grund nennt, bislang keine Cloud-Technologien zu nutzen. Dabei mangelt es nicht an privater Investitionsbereitschaft. Entscheidend sind vielmehr geeignete Standort- und Rahmenbedingungen, die den Ausbau von KI-Infrastruktur im Allgemeinen und KI-Rechenzentren im Speziellen in Deutschland ermöglichen. Mit Blick auf die installierte Rechenzentrumskapazität ist NRW bereits heute bundesweit auf Platz drei (vgl. Abbildung 1-1). Durch die Vielzahl an Projektankündigungen kann dieser Platz in den kommenden Jahren möglicherweise sogar noch ausgebaut werden, wobei ein deutlicher Abstand zum führenden Standort um Frankfurt verbleibt. Das dena et al. (2025) sieht im Milliarden-Engagement von Microsoft im Rheinischen Revier (WDR, 2024) und dem damit verbundenen Bau mehrerer Groß-Rechenzentren ein Anzeichen, dass sich in der Region in den nächsten Jahren weitere Rechenzentren ansiedeln werden. Die zunehmende räumliche Bündelung von Rechenzentren folgt dabei häufig dem Prinzip der sogenannten Data Gravity: Bestehende Daten- und Rechenkapazitäten ziehen weitere datenintensive Anwendungen an, da Datenverlagerungen aufwendig sind und geringe Latenzen erforderlich bleiben. Cloud-Anbieter verstärken diesen Effekt, indem sie aus Gründen der Ausfallsicherheit meist drei oder mehre Rechenzentren innerhalb einer Region betreiben (dena et al., 2025; IW Consult/Detecon, 2025). |
| Abstract: | Preconditions for Competitive AI Locations Data centres-the backbone of Artificial Intelligence (AI)-depend on a bundle of critical enabling conditions. These include reliable and efficient permitting procedures, a sufficiently skilled workforce, comprehensive fibre and mobile network coverage, adequate electricity grid capacities and access to renewable energy, suitable industrial land, secure water availability, and public acceptance at the local level. Ensuring that these framework conditions are in place is essential for attracting and scaling AI-related infrastructure investments. Strengths and Bottlenecks of AI Infrastructure in North Rhine-Westphalia North Rhine-Westphalia (NRW) has developed a dynamic and growing foundation for AI infrastructure. The region benefits from the planned expansion of large-scale data centre capacities and strong industrial demand for AI applications. At the same time, several structural challenges persist. Fibre network coverage currently stands at around 43 percent, putting the achievement of national 2030 connectivity targets at risk. Labour shortages affect nearly all AI-relevant technical professions, while cybersecurity capabilities remain uneven across municipalities. In addition, data-related capabilities within firms are limited, with only a minority of companies able to effectively manage and utilise data resources. Energy as a Key Location Factor Growing interest in AI applications is driving up electricity demand. Already today, data centres account for approximately 4 percent of Germany's total electricity consumption, making access to reliable and affordable energy an increasingly important factor in location decisions for new data centre investments. Grid connection procedures represent a potential short-term bottleneck that can delay the commissioning of new facilities. Improved coordination of connection requests and faster permitting procedures could help alleviate these constraints. Security of supply continues to be one of the most important location factors for data centres-and remains a key strength of both Germany and NRW. NRW's Role in AI Value Chains and Europe's Technological Sovereignty NRW is comparatively well positioned in the industrial segments of the AI value chain, including system integration, application development, and data management. However, the region remains dependent on global actors when it comes to advanced AI chips and the development of large-scale foundation models. Significant potential lies in the use of European industrial and domain-specific data, as well as in the development and application of sectoral data spaces, for example in the chemical, automotive, and healthcare industries. Policy Recommendations for NRW The expansion of AI infrastructure in NRW is currently constrained by bottlenecks in networks, permitting procedures, resources, and skilled labour. At the same time, the region offers significant location advantages that can be leveraged through clear policy guidance and forward-looking resource planning. Key policy priorities include strengthening strategic governance and implementing harmonised digital permitting processes to accelerate investment decisions; expanding network infrastructure through prioritised fibre deployment and 5G/6G rollout; improving access for SMEs to data, computing capacity, and AI applications; enhancing technological sovereignty through multicloud strategies, open standards, and federated data spaces; and promoting sustainable AI solutions by integrating data centres into regional energy and heating systems, for example through waste heat utilisation and demand-side flexibility |
| Keywords: | Künstliche Intelligenz, Infrastrukturpolitik, Standortpolitik, Nordrhein-Westfalen, Deutschland |
| JEL: | H54 O33 Q55 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:338076 |
| By: | Kleiner, Tuuli-Marja; Norén, Fredrik |
| Abstract: | Der vorliegende Methodenbericht präsentiert die Umfrage "Jung und aktiv in ländlichen Räumen", welche vom Thünen-Institut für Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen von Januar 2023 bis April 2023 durchgeführt wurde. Die Online-Befragung ist zentraler Bestandteil des Forschungsvorhabens "Jung, im Verein und engagiert (JIVE) - Engagementkulturen junger Menschen in ländlichen Räumen und die Rolle von Vereinen", das im Zeitraum von Mai 2021 bis Juli 2024 im Rahmen der Forschungsinitiative "Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen" durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurde. Im Methodenbericht werden Konzeption, Design und methodisches Vorgehen der quantitativen Primärerhebung ausführlich dargestellt. Zentrales Ziel der Befragung war die Untersuchung des zivilgesellschaftlichen Engagements junger Menschen in sehr ländlich geprägten Regionen Deutschlands. Um ein vertieftes Verständnis vom Engagement junger Menschen zu gewinnen, wurde daher in den drei sehr ländlichen Landkreisen Harz, Börde und Gifhorn eine Online-Befragung durchgeführt, wobei die Studie sich auf organisationsgebundenes Engagement, Einstellungen zum Engagement und zum Vereinsleben konzentrierte. Die Befragung geht über bisherige Befragungsstudien hinaus, indem sie erstens das zivilgesellschaftliche Engagement detailliert und mit einer für umfassende Analysen ausreichend großen Stichprobe erfasst; zweitens die konkreten Engagementtätigkeiten kategorisiert erfasst; drittens bisher unterbelichtete Aspekte der Engagementforschung integriert und viertens neue Fragestellungen systematisch berücksichtigt. Die zentralen Ergebnisse dieser Befragung werden zeitnah in einem Thünen-Report publiziert. |
| Abstract: | This methodological report presents the survey 'Young and active in rural areas', which was conducted by the Thünen Institute of Rural Studies between January and April 2023. The online survey represents a central component of the research project 'Young and committed in associations (JIVE) - volunteering cultures of young people in rural areas and the role of associations', funded by the Federal Ministry of Food and Agriculture from May 2021 to July 2024 as part of the research initiative "Ehrenamtliches Engagement in ländlichen Räumen (volunteering in rural areas)". The methodology report provides a comprehensive account of the concept, design, and methodological approach employed in the quantitative primary survey. The primary objective of the survey was to examine the extent and nature of volunteering among young people in Germany's very rural regions. To gain a deeper understanding of young people's engagement, an online survey was conducted in the three very rural districts of Harz, Börde and Gifhorn. The focus of the study was on organisation-bound volunteering as well as on attitudes towards volunteering and voluntary organisations. The survey is distinguished from previous studies in several ways. Firstly, it records civic engagement in detail and with a sufficiently large sample size for comprehensive analysis. Secondly, it categorises the specific engagement activities. Thirdly, it integrates aspects of volunteering research that have been underexposed to date. Fourthly, it systematically takes new questions into account. The key findings of this survey will be published in a Thünen Report in the near future. |
| Keywords: | Zivilgesellschaftliches Engagement, quantitative Primärerhebung, methodisches Vorgehen, ländliche Räume, Deutschland, civic engagement (volunteering), quantitative primary survey, methodological approach, rural areas, Germany |
| JEL: | C00 C83 D71 L31 R28 Z13 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtiwp:338125 |
| By: | Huke, Nikolai |
| Keywords: | Rechtsschutz, Menschenrechte, Rechtsökonomik, Empirische Methode, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:cessdp:338093 |
| By: | Asam-van den Boogaart, Elisabeth |
| Abstract: | Im Rahmen eines Seminars zu Sozialgeschichte, Philosophie und Ethik setzten sich dual Studierende der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik (IU Ulm, WS 24/25) mit berufsethischen Grundlagen auseinander. Ausgangspunkt waren beobachtete Unterschiede zwischen eigenen ethischen Orientierungen in der Praxis und den Schwerpunkten relevanter Positionspapiere wie den Reckahner Reflexionen und der Berliner Erklärung des DBSH. Um die berufsethischen Leitlinien erfahrener Fachkräfte zu erfassen, erhielten die Studierenden einen offenen Fragebogen zu berufsethischen Fragen und Handlungsroutinen, den sie in ihren Praxisstellen verteilten. Die Rücklaufquote umfasste 36 ausgefüllte Fragebögen aus kindheitspädagogischen und sozialarbeiterischen Arbeitsfeldern. Mithilfe thematischer Analyse wurden zentrale Werte, deren Umsetzung in Hand- lungspraxis sowie mögliche Diskrepanzen zwischen Leitbildern und gelebten Routinen identifiziert. Die Ergebnisse zeigen sowohl viele geteilte ethische Grundorientierungen (z. B. Respekt, Empathie, Selbstbestimmung) als auch Unterschiede der ethischen Orientierungen nach den Hand- lungsfeldern. Ergänzt wurden die Befragungsergebnisse im Seminar sowie ein abschließendes Open-Space-Format zur Förderung und konkreten Umsetzung berufsethischer Praxis. |
| Abstract: | As part of a seminar on social history, philosophy, and ethics, dual students of Social Work and Early Childhood Education (IU Ulm, WS 24/25) explored the foundations of professional ethics. The seminar began by examining observed differences between students' own ethical orientations in practice and the emphasis of relevant position papers, such as the RECKAHNER REFLECTIONS and the BERLIN DECLARATION of the DBSH. To capture the professional ethical frameworks of experienced practitioners, students distributed an open-ended questionnaire on ethical questions and routine practices at their field placements. A total of 36 completed questionnaires were returned from early childhood education and social work settings. Through thematic analysis, key values, their implementation in practice, and potential discrepancies be- tween guiding principles and everyday routines were identified. The findings indicate both widely shared ethical orientations (e.g., respect, empathy, self-determination) and differences in ethical priorities depending on the field of practice. The survey results were further discussed in the seminar and concluded with an Open Space session aimed at fostering professional ethical practice. |
| Keywords: | Berufsethik, Soziale Arbeit, Kindheitspädagogik, Werte und Normen, Thematische Analyse, Professional ethics, social work, early childhood education, values and behavioral norms, thematic analysis |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhso:338111 |
| By: | Sietz, Diana; Birkenstock, Maren; Golla, Burkhard; Krämer, Christine; Pingel, Martin; Holz, Lisa; Röder, Norbert; Klimek, Sebastian |
| Abstract: | Die Intensivierung und Spezialisierung der Nahrungsmittelproduktion haben die Landwirtschaft fundamental umgestaltet und die Biodiversitätskrise angetrieben. Bisher einheitlich formulierte agrarumweltpolitische Ziele und Maßnahmen konnten diesen Verlust nicht aufhalten. Jedoch können regional differenzierte Zielbilder eine wichtige Grundlage liefern, um Agrarlandschaften so umzugestalten, dass sich Biodiversität und Landwirtschaft in der Zukunft wirkungsvoll ergänzen. Zielbilder beschreiben einen zukünftig angestrebten Zustand von Biodiversität und Ökosystemleistungen in der Landwirtschaft zusammen mit einer dafür notwendigen Transformation, d. h. einem nachhaltigen Umbau von landwirtschaftlichen Produktionssystemen und Agrarlandschaften. In diesem Working Paper stellen wir eine Methodik vor, um transformative Zielbilder zu entwickeln. Die Methodik basiert auf einer Klassifizierung der Agrarräume Deutschlands, die Hinweise auf typische Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen der landwirtschaftlichen Produktion und Biodiversität liefert. Diese Klassifizierung bildet die Grundlage, um agrarökologische Bewirtschaftungsansätze als Eckpunkte des transformativen Wandels zu bündeln und transformative Zielbilder auf agrarraumspezifische Charakteristika zuzuschneiden. Der Zuschnitt berücksichtigt das gegenwärtige Niveau der landwirtschaftlichen Produktion, den potentiell erreichbaren Zustand der Biodiversität und die zugrundeliegenden Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen der landwirtschaftlichen Produktion und biologischen Vielfalt. Zum Beispiel fokussiert das Zielbild für aktuell sehr intensiv ackerbaulich genutzte, ausgeräumte Agrarlandschaften darauf, vielfältige Lebensräume für wildlebende Arten wiederherzustellen und weitgehend auf synthetische Dünger und chemischen Pflanzenschutz zu verzichten. Im Gegensatz dazu betont das Zielbild in derzeit sehr intensiven Tierhaltungsregionen die Notwendigkeit, die Tierbestände stark zu mindern, an die Fläche das Pflanzenbaus zu binden und artgerecht zu halten. Demgegenüber ist eine standortangepasste und wirtschaftlich vertretbare Weiternutzung in aktuell extensiv beweideten Agrarlandschaften zielführend. Die hier vorgestellten Zielbilder, die handlungsleitend wirksam sein sollen, ermöglichen es, die Wirksamkeit und Effizienz von Biodiversitäts- und Agrarpolitiken zu überprüfen. Sie helfen, agrarumweltpolitische Förderinstrumente in Zukunft auf typische Wirkungsbeziehungen auszurichten und die Zielerreichung anhand spezifischer Indikatoren zu überprüfen. Damit fördern die Zielbilder eine wissenschaftlich fundierte Beratung der Agrarumweltpolitik und deren Neuausrichtung auf wirksame Agrarumweltmaßnahmen, die den Trend des Biodiversitätsverlustes aufhalten und umkehren können. |
| Abstract: | Intensification and specialisation of food production have fundamentally altered agriculture and triggered the biodiversity crisis. Currently uniformly defined agri-environmental policy goals and measures have not overcome this crisis. However, regional differentiated guiding principles can deliver an important basis to transform agricultural landscapes in such a way that biodiversity and agriculture meaningfully complement each other. Guiding principles depict desired future ways in which biodiversity and ecosystem services interact with agriculture together with a transformation, i.e., a fundamental reorganisation of agricultural production systems and landscapes, necessary to enable the desired interactions. In this Working Paper, we present a methodology to develop transformative guiding principles. The methodology rests on a classification of agricultural land systems in Germany delivering hints on typical cause-effect relations between agricultural production and biodiversity. This classification provides the basis to bundle agroecological approaches as cornerstones of transformative change and to tailor transformative guiding principles to the specific characteristics of agricultural land system types. The tailoring considers the current level of agricultural production, the potential future biodiversity state and the underlying cause-effect relations between agricultural production and biodiversity. For example, guiding principles in currently very intensively used cropping systems in homogenised landscapes focus on re-establishing diverse habitats for wild species and largely refraining from the use of synthetic fertilisers and chemical pesticides. In contrast, guiding principles in very intensive livestock production regions highlight the need to significantly reduce livestock numbers, adapt these numbers to the available area of plant production and comply with standards of animal welfare. Moreover, a locally adapted and economically viable continuation of land use would be essential in presently extensive grazing in biodiverse agricultural landscapes. The guiding principles presented here, defined to trigger transformative action, enable an evaluation of the effectiveness and efficiency of biodiversity and agricultural policies. They help tailor future agri-environmental policy instruments to typical causal relations and to monitor the achievement of policy goals based on specific indicators. The guiding principles foster a science-based policy advice and a re-design of agri-environmental measures so that they enable a halt and reversal of the on-going biodiversity loss. |
| Keywords: | Agrarökologie, Biodiversität, Landnutzung, Lenkung, Transformation, Zielbilder, Agroecology, biodiversity, guiding principles, land use, tailoring |
| JEL: | Q10 Q15 Q18 Q57 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtiwp:338124 |
| By: | Blaschke, Ronald; Schachtschneider, Ulrich |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fribpd:338263 |
| By: | Schubart, Constantin; Dulgeridis, Marcel; Meyer, Anne |
| Abstract: | In a changing world of work, career success is no longer determined solely by objective criteria such as salary or promotion, but increasingly by subjective evaluations such as job satisfaction, personal goal attainment, and self-fulfillment. Against this background, the concept of subjective career success and failure has gained growing attention. The present study examined the influence of selected psychological constructs - self-efficacy, learning goal orientation, self-doubt and maladaptive perfectionism - on the subjective experience of career success or failure among employed individuals. It was hypothesized that self-efficacy and learning goal orientation are positively related to subjective professional success, while self-doubt and maladaptive perfectionism are positively associated with subjective career failure. The results largely confirm these assumptions: Self-efficacy showed a significant positive correlation with subjective career success, while both self-doubt and maladaptive perfectionism were significant predictors of subjective career failure. No significant correlation was found between learning goal orientation and subjective career success. The findings underline the relevance of psychological constructs for the subjective experience of career success and failure and provide initial indications of potential starting points for promoting occupational self-efficacy as well as for preventive approaches to dealing with self-doubt and maladaptive perfectionism. |
| Keywords: | self-efficacy, self-doubt, maladaptive perfectionism, learning goal orientation, subjective career success, subjective career failure |
| JEL: | M12 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhhr:338109 |
| By: | Kraußer, Vanessa; Perst, Florian; Schubart, Constantin; Veichtlbauer, Maximilian |
| Abstract: | Artificial intelligence (AI) has long since arrived in the world of work, including in the field of media design. This work focusses on AI-generated images and examines copyright challenges in this context. It becomes clear that not only the generated images should be considered, but that AI training data and user input also play a significant role. The aim of the work is to provide an overview of the laws and regulations currently in force in Germany. The empirical study carried out confirms that most employees in the field of media design use AI image generators, but at the same time also reveals uncertainties regarding the legal situation in this subject area. Recom- mendations for dealing with AI-generated images are therefore formulated on the basis of the analysis of applicable laws and other regulations. In addition, various approaches to solving the copyright problems associated with the use of AI-generated works are discussed. To summarise, it can be said that the current copyright law can only be applied to modern technologies to a limited extent. |
| Keywords: | Künstliche Intelligenz, Generative künstliche Intelligenz, Urheberrecht, KI-Bildgenerator, Prompt als Nutzereingabe, Trainingsdaten |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iudpda:338117 |
| By: | Schularick, Moritz; Binder, Johannes |
| Abstract: | • Europa gab 2025 nach den USA weltweit am meisten für Verteidigung aus - sogar mehr als China. Dennoch verfügt Europa nur über einen Bruchteil der militärischen Fähigkeiten anderer Mächte. Bislang hat es Europa zudem versäumt, seine Aufrüstungsstrategie an neue Verteidigungstechnologien und die damit verbundene Massenproduktion kostengünstiger autonomer Systeme anzupassen. • Im Kern der europäischen Verteidigung steckt weiter eine eklatante Ineffizienz: Europa unterhält 14 verschiedene Kampfpanzermodelle, die USA nur eines; Europa hat 23 Haubitzenvarianten, die USA zwei; bei U-Booten stehen 16 europäische Typen vier amerikanischen gegenüber. Die Fragmentierung der europäischen Verteidigungsplanung und Rüstungsbeschaffung entlang nationaler Grenzen sowie der kleinteilige Charakter nationaler Rüstungsproduktion führen zu geringen Stückzahlen, hohen Kosten und technologischem Rückstand. • In keinem anderen Land ist die Herausforderung, stärker auf die erreichten Fähigkeiten statt auf die eingesetzten Mittel zu fokussieren, drängender als in Deutschland, wo die Verteidigungsausgaben in den kommenden Jahren auf das Dreifache steigen sollen. Wichtig ist dabei aus ökonomischer Sicht, dass Deutschland eine Verteidigungsstrategie verfolgt, die seinen komparativen Vorteilen entspricht: die Mobilisierung seiner Industriebasis - einschließlich des Ausbaus von Produktionskapazitäten - sowie Investitionen in das technologische Potenzial. • Legt man diesen Maßstab an die verfügbaren deutschen Haushaltszahlen sowie an die vom Bundestag verabschiedeten Verpflichtungsermächtigungen an, ergibt sich ein ernüchterndes Bild. Nahezu das gesamte 100-Mrd.-Euro-Sondervermögen der Bundeswehr - rund 95% - wurde für traditionelle bemannte Plattformen gebunden, während der Kapazitätsaufbau gering blieb. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben stagniert bei rund 2% - weniger als ein Fünftel des amerikanischen Wertes. • Wir formulieren fünf Grundsätze für deutsche Verteidigungsausgaben: (i) Vorrang für die Beschaffung von Innovationen und Erhöhung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf mindestens 10% des Verteidigungshaushalts; (ii) Ausbau der Produktionskapazitäten durch Kapazitätsverträge statt klassischer Stückzahlbeschaffung; (iii) Ausweitung der Unterstützung für die Ukraine als kurzfristig kostengünstigster Weg zur Sicherheit in Europa; (iv) Aufbau eines gemeinsamen europäischen Rüstungsmarktes; (v) gemeinsame Finanzierung - einschließlich Eurobonds - für den Aufbau von gemeinsamen europäischen Verteidigungskapazitäten der nächsten Generation als erster Schritt hin zu einer integrierten europäischen Verteidigung. |
| Abstract: | • Europe is the world's second largest defence spender after the U.S., ahead of China. Yet despite substantial financial inputs, Europe has a fraction of the military capabilities of others. So far, it has also failed to update its rearmament strategy to include new defence technologies and associated mass production of low cost autonomous systems. • At the root of European military weakness lies a blatant inefficiency: Europe fields 14 different main battle tank models to America's one, 23 howitzer variants to America's two, 16 submarine types to 4 in the U.S. The fragmentation of European defence planning and procurement along national lines, and the artisanal nature of national defence production condemns Europe to low volumes, high unit costs, limited interchangeability, and technological backwardness. • The imperative to focus on outputs, not inputs, is nowhere more consequential than in Germany, where defence spending is set to triple over the coming years. Germany should pursue a defence strategy in line with its comparative advantage - mobilizing its capital base (i.e., German industry) to allow for the rapid scaling-up of military capabilities, including the expansion of production capacities to sustain a longer conflict. At the same time, Germany must invest massively in upgrading its technological potential to pursue a technology and automation-driven defence strategy. • Taking this yardstick to the publicly available German budget numbers as well as future appropriations passed by the Bundestag leads to a sobering conclusion. Germany so far has neither invested heavily in next generation defence capabilities, nor has it used capital (its industrial base) to substantially increase defence output. Nearly all of the Bundeswehr's €100 billion Special Fund - around 95% - has been committed to traditional crewed platforms while production capacity increases have been slow and small. At the same time, the share of the defence budget allocated to R&D stagnates at around 2% - less than 1/5 of the U.S. share, limiting technological renewal. • We set out five principles for smart German spending on defence: (i) prioritise the procurement of innovation and raise R&D expenditure to at least 10% of the defence budget; (ii) focus on increased production capabilities and industrial scale through capacity contracts rather than classic procurement; (iii) expand support for Ukraine in the short-run as the cheapest and most effective way for security in Europe in the shortrun; (iv) centralise procurement and create a common European defence equipment market; (v) establish joint financing, including Eurobonds, for joint ownership of next generation defence technologies as a first step toward integrated European defence. |
| Keywords: | Verteidigungsausgaben, Governance, Resilienz, Defence spending, NATO burden sharing, Military capability, Defence industrial policy, European integration |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:338121 |
| By: | Presberger, David (Swiss Federal Institute of Technology (ETH Zürich)); Di Tommaso, Paolo |
| Abstract: | As a result of growing international tensions, digital sovereignty has become a topic of increasing relevance for European and Swiss stakeholders. Beyond the significance of digital sovereignty to states and citizens, companies also start to make up their minds about how to control their data and technology. In this paper, we examine how digital sovereignty is perceived in the context of corporate data governance. To this end, we conducted 16 qualitative interviews with politicians, business associations, experts, and representatives of large and small companies from Switzerland. Our results show that knowledge about digital sovereignty is still in its infancy and that many companies have not yet developed specific strategies to address the issue. Nevertheless, many Swiss companies express their willingness to expand efforts on dealing with issues affected by digital sovereignty. Especially smaller companies expressed their interest in reinforcing digital sovereignty and promoting Swiss IT solutions. It also became apparent that the costs of sovereignty-enhancing measures did not play a decisive role for many companies, as digital sovereignty was frequently perceived as a basic component of security. From our findings, we derive detailed recommendations on actions companies should take to develop a so-called sovereignty-centered data governance strategy. Digitale Souveränität ist ein Thema, das aufgrund zunehmender internationaler Krisen und Konflikte im europäischen und Schweizer Diskurs zunehmend an Bedeutung gewinnt. Hierbei spielt diese nicht nur für Staaten und Bürger eine wichtige Rolle, sondern zunehmend auch für Unternehmen. Wir untersuchen in unserer Arbeit, wie die digitale Souveränität im Kontext der Data Governance von Unternehmen wahrgenommen und bewertet wird. Hierfür haben wir 16 qualitative Interviews mit Politikern, Unternehmensverbänden, Experten und Vertretern von grossen und kleineren Unternehmen durchgeführt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Wissen über digitale Souveränität noch rudimentär ist und viele Unternehmen keine speziellen Strategien in ihrer Data Governance zum Umgang mit dem Thema gefunden haben. Dennoch drücken viele Unternehmen aus, mehr für digitale Souveränität tun zu wollen. Besonders kleinere Unternehmen sind an Schweizer IT-Lösungen interessiert. Es zeigte sich auch, dass Kosten von souveränitätssteigernden Massnahmen für viele Unternehmen keine massgebende Rolle spielten, da digitale Souveränität oft als elementarer Bestandteil einer Sicherheitsstrategie wahrgenommen wurde. Aus unseren Ergebnissen leiten wir konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen in einem souveränitätszentrierten Data Governance Framework ab. |
| Date: | 2026–03–07 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:6dj35_v1 |
| By: | Schümann, Jakob; Weege, Maria |
| Abstract: | Amusement parks are more popular than ever in Germany, transporting their guests into artificial worlds that tell their own stories. Theming and storytelling are an integral part of the holistic experience in many parks and inevitably have an effect on visitors. Nevertheless, there is a lack of scientific understanding of the psychological effects triggered by immersive amusement park design and how it influences consumer behavior. This work therefore aims to explore the psychological effects of immersive amusement park design and its influence on the choice of the amusement park visited. To this end, 115 people who had visited at least one amusement park in the past three years were asked about their subjective feelings during their visit in an online survey. The research revealed that aesthetic amusement park design triggers positive emotions, which in turn appear to promote customer loyalty. The immersion experienced during the visit promotes flow states, can satisfy social needs and the need to escape from everyday life, and is a relevant decision-making criterion when choosing an amusement park. These findings can help amusement parks make strategic investment decisions and form the basis for further research in this field. |
| Keywords: | amusement park design, theming, immersion, emotion, flow, customer loyalty, consumer decisions |
| JEL: | M31 M37 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhma:338110 |
| By: | Dulgeridis, Marcel; Kahl, Axel |
| Abstract: | Financial wellbeing refers to managing money confidently, achieving personal goals, and buffering financial risks. Representative evidence for Germany indicates substantial strain: 52% experience financial worries at least weekly, 27% report lacking an overview of their finances, and the national financial wellbeing score is 53 (OECD mid-range). At the same time, societal indicators point to widespread caution and low baseline trust, with only 24.59% endorsing general trust in others and 74.38% reporting concern about fraud. This discussion paper argues that trust is a prerequisite for scaling integrated financial wellbeing solutions beyond niche adoption. The macro perspective is complemented by microlevel evidence from an acceptance study of personality-based digital financial advice: in an extended UTAUT model (n=100; ages 18-29), perceived functional value, trust, and social influence strongly predict behavioral intention (R²=.63), while privacy concerns are non-significant at the intention level. Based on this combined lens, the paper derives trust-by-design principles as well as governance and measurement requirements to make integrated, digital wellbeing offerings scalable and credible. |
| Keywords: | Financial wellbeing, trust, fraud concern, technology acceptance, UTAUT, personalization, explainability, governance |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:338118 |