nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–01–26
forty-six papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. "Golden Dome" und das illusorische Versprechen der Unverwundbarkeit. US-Raketenabwehr unter Trump: Risiken und Chancen für Europa By Horovitz, Liviu; Süß, Juliana
  2. Ein Ende der Misere? Ergebnisse der IW-Verbandsumfrage für 2026 By Grömling, Michael
  3. Digitales Deutschland: Politische, ökonomische und gesellschaftliche Impulse für eine nachhaltige Digitalisierung in Deutschland auf acht Ebenen By Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH (Ed.)
  4. Die Stabilisierung des Rentenniveaus bringt einen generationenübergreifenden Nutzen mit sich - Schriftliche Stellungnahme zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Stabilisierung des Rentenniveaus und zur vollständigen Gleichstellung der Kindererziehungszeiten By Ulrike Stein
  5. Die OSZE als Gradmesser multilateraler Sicherheit By Douglas, Nadja
  6. Mit dem Euro nach Bulgarien By Kolev-Schaefer, Galina
  7. Zur Berücksichtigung normativer Wertungen im Verfahren der Potenzialschätzung By Müller, Michael W.
  8. NRW-Haushalt: Chancen für eine umfassende Modernisierung des Landes nutzen - Schriftliche Stellungnahme für die Anhörung des Haushalts- und Finanzausschusses am 30. Oktober 2025 zum Gesetz über die Feststellung des Haushaltsplans des Landes Nordrhein-Westfalen für das Haushaltsjahr 2026 By Katja Rietzler
  9. IMK Inflationsmonitor - Inflation steigt im September auf 2, 4 %, vorübergehende Effekte dominieren By Silke Tober
  10. Gewerbliche Standortsicherung in Berlin durch Gewerbehöfe : Organisation und Betrieb durch alternative Rechts- und Verbundformen wie Genossenschaften oder Standortgemeinschaften By Suwala, Lech; Franke, Hendrik
  11. Eine kritische Reflexion des Förderansatzes Modellregionen Grüner Wasserstoff in BadenWürttemberg: Policy Brief I By Stahlecker, Thomas; Schnabl, Esther
  12. Lockerung der Schuldenbremse 2025 findet deutlichen Rückhalt in der Bevölkerung - Erkenntnisse aus einer Online-Umfrage By Jan Behringer; Lukas Endres
  13. IMK Inflationsmonitor - Inflation sinkt im Oktober auf 2, 3 %, Preisauftrieb bei Dienstleistungen weiterhin kräftig By Silke Tober
  14. IMK Inflationsmonitor - Inflation verharrt im November bei 2, 3 %, deutsche Rate verhindert Rückgang der Euroraum-Inflation By Silke Tober
  15. Fachliche und konzeptionelle Weiterentwicklung des DVL-Punktemodells als Grundlage der GAP-Förderung ab 2028: Vorschläge für eine inhaltlich-konzeptionelle Erweiterung und Optimierung By Horlitz, Thomas; Pawletko, Karoline; Röder, Norbert; Birkenstock, Maren; Krämer, Christine; Schubert, Dirk
  16. Das Ende des diplomatischen Frühlings zwischen Japan und China: Wie geopolitische Rivalität das bilaterale Verhältnis prägt By Fukuta, Kento; Sakaki, Alexandra
  17. Sozialstaat 2025 - was ist gesetzlich neu geregelt worden? By Voss-Dahm, Dorothea; Bäcker, Gerhard; Kalina, Thorsten; Ulgar, Melike; Zink, Lina
  18. Die Zukunft von Europol: Wo tatsächlicher Mehrwert entsteht. Wichtiger als eine erneute Mandatsreform sind operative Weiterentwicklungen in den Kernbereichen der Agentur By Cavigneaux, Elie
  19. Investitionen in eine zukunftsfähige Daseinsvorsorge. Von kleinen Stadtwerken bis zum Konzern - wie gelingt die Finanzierung der Energienetze? By Kraus, Anna; Wauer, Niels; Weiß, Uta; Herrndorff, Mareike; Digulla, Frederik; Steitz, Janek; Inan, Mediha; Gassen, Nicolas
  20. Kapitalbedarfe und Finanzierung von Energieverteilnetzen: Technisches Hintergrundpapier By Inan, Mediha; Gassen, Nicolas; Steitz, Janek
  21. Künstliche Intelligenz in der Medizinrobotik – regulatorische Herausforderungen durch die KI-Verordnung By Gries, Christin-Isabel; Wernick, Christian; Tenbrock, Sebastian
  22. Finanzierung von Glasfaser ausbauenden Unternehmen: Wer ist wie stark von den aktuellen Herausforderungen betroffen? By Knips, Julian; Wernick, Christian; Lachmann, Menessa Ricarda
  23. Kompetenzen und Karrierewege in der internationalen Zusammenarbeit: Verbleibstudie des IDOS Postgraduierten-Programms. Ergebnisbericht By Engin-Stock, Tülin; Schulz, Isabella
  24. Durch Bereichsausnahme Verteidigung könnte deutsche Schuldenquote auf über 90 % des BIP steigen By Christoph Paetz; Katja Rietzler; Sebastian Watzka
  25. Quantitative Prognosemodelle zur Nachfrage von Briefdienstleistungen: Deutlicher Briefmengenrückgang bis 2035 im WIK-Prognosemodell By Thiele, Sonja
  26. Künstliche Intelligenz im EU-Vergleich: Einflussfaktoren und Potenziale By Roloff, Malte; Papen, Marie-Christin; Lundborg, Martin
  27. Industrielle Transformationsinfrastrukturen: Ein methodischer Ansatz mit kleinräumiger Perspektive By Diermeier, Matthias; Mertens, Armin; Wendt, Jan
  28. Prioritäten setzen, Steuergeschenke vermeiden By Sebastian Dullien; Katja Rietzler; Silke Tober
  29. Rentenpaket macht Rentenversicherung auch für Jüngere attraktiver, belastet aber Bundeshaushalt - Simulationsergebnisse für verschiedene Geburtsjahrgänge zum Rentenpaket 2025 der Merz-Regierung By Joao Domingues Semeano; Sebastian Dullien; Camille Logeay; Ulrike Stein
  30. Scope 3-Emissionen in der Telekommunikationsbranche: Wie wird methodisch vorgegangen und was sind die wesentlichen Emissionsquellen? By Tenbrock, Sebastian; Wernick, Christian; Gries, Christin-Isabel
  31. Overshoot: Rückkehr zu 1, 5 °C erfordert netto-negative Emissionsziele By Geden, Oliver; Reisinger, Andy
  32. Europäische Autonomie im Weltraum: Satellitensysteme als Pfeiler europäischer Verteidigung By Süß, Juliana
  33. Eckpunkte für die Finanzierung eines zukunftsfähigen Verkehrssystems: Abschlussbericht mit Empfehlungen des Sachverständigenrats für die Finanzierung eines zukunftsfähigen Verkehrssystems By Agora Verkehrswende (Ed.); Dezernat Zukunft (Ed.)
  34. Backhauling im Kontext eines wettbewerblichen FTTH-Ausbaus: Bedeutung des Footprints für die Backhaul-Kosten – eine modellgestützte Analyse By Ockenfels, Martin; Kulenkampff, Gabriele; Eltges, Fabian; Kiesewetter, Wolfgang; Sabeva, Desislava; Zoz, Konrad
  35. Auswirkungen neuer Technologien auf Paketmärkte: Wie KI, IoT und Robotik Innovation und Wettbewerb im Paketmarkt prägen By Junk, Petra; Niederprüm, Antonia
  36. Implikationen einer Mobilfunk-Grundversorgung für den Infrastrukturwettbewerb By Lucidi, Stefano; Niedick, Lars; Sörries, Bernd
  37. Die Folgen einer Euro-Internationalisierung By Gerresheim, Nils; Krahé, Max; van 't Klooster, Jens
  38. Datasharing-Anreize im Kontext von Data Act und Data Governance Act By Liebe, Andrea; Bürger, Katrin; Happ, Marina; Wiewiorra, Lukas
  39. Energieeffizienz von Mobilfunknetzen: Die Bedeutung von Nutzungsverhalten und transferierten Datenvolumina By Zuloaga, Gonzalo; Plückebaum, Thomas; Kulenkampff, Gabriele; Ockenfels, Martin
  40. Wahrnehmung der Risikofaktoren von Künstlicher Intelligenz in deutschen Unternehmen By Roloff, Malte; Puhl, Pirmin; Papen, Marie-Christin; Bürger, Katrin; Schrade-Grytsenko, Lisa; Lundborg, Martin
  41. Formen und Risiken politischer Brandmauern By Dilger, Alexander
  42. CO2-Bilanz einer Kupfer-Glasfaser-Migration in Deutschland By Zuloaga, Gonzalo; Plückebaum, Thomas; Kulenkampff, Gabriele; Eltges, Fabian
  43. Stellungnahme - Dezernat Zukunft e. V.: Entwurf eines Gesetzes für einen Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten für das Jahr 2026. BT-Drucksache 21/1863 By Steitz, Janek
  44. Die Auswirkungen regulatorischer Rahmenbedingungen (insb. Versorgungsauflagen) auf die Mobilfunkqualität: Mit dem Fokus auf Versorgungsauflagen bei der Vergabe von Frequenznutzungsrechten By Baischew, Dajan; Niedick, Lars; Sörries, Bernd; Stronzik, Marcus
  45. Verbreitung und Auswirkungen von Desinformation im Kontext des DSA & Online-Plattformen By Steffen, Nico; Kroon, Peter; Wiewiorra, Lukas
  46. Kaufentscheidungen im digitalen Zeitalter: Die Rolle von User Generated Content und Künstlicher Intelligenz entlang der Customer Journey By Perst, Florian

  1. By: Horovitz, Liviu; Süß, Juliana
    Abstract: Die aktuelle US-Administration plant, das gesamte Territorium der Vereinigten Staaten vor allen Luft- und Raketenangriffen zu schützen. Im Mittelpunkt steht der Einsatz großer Satellitenkonstellationen, die Langstreckenraketen kurz nach dem Start erkennen und abfangen können. Auch wenn vermutlich nur ein Bruchteil der ehrgeizigen Pläne umgesetzt werden kann, sind Fortschritte bei der Raketenabwehr in den kommenden Jahren wahrscheinlich. Für Deutschland und Europa lassen sich Risiken und mögliche Vorteile - besonders hinsichtlich einer weltraumgestützten US-Raketenabwehr - derzeit nur schwer abschätzen. Den meisten Spielraum bewahrt sich Europa, indem es eine offene Auseinandersetzung mit Trumps Plänen vermeidet.
    Keywords: USA, Trump, Golden Dome, Frühwarnung, Raketenabwehr, ballistische Rakete, Russland, China
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:334555
  2. By: Grömling, Michael
    Abstract: Die Bewegungslosigkeit der deutschen Wirtschaft im Jahr 2025 kommt bei der Lagebewertung der vom Institut der deutschen Wirtschaft befragten Verbände deutlich zum Ausdruck. Zum Jahreswechsel 2025/2026 geben 18 der 46 teilnehmenden Verbände an, dass die aktuelle Stimmungslage in ihrem Wirtschaftsbereich schlechter ist als vor einem Jahr. Vor allem in den Industriebereichen zeigt sich die Krise. Dabei muss in Teilen die ebenfalls schlechte Lage vom letzten Jahr mitgedacht werden. 14 Verbände diagnostizieren eine stabile Wirtschaftslage und ebenso 14 Verbände sprechen von einer Verbesserung binnen Jahresfrist. Der Saldo aus positiven und negativen Lageeinschätzungen ist damit weiter im Minus, aber bei weitem nicht mehr so ausgeprägt wie in den beiden Vorjahren. Nach vorne gerichtet schaut es besser aus. Gemäß der aktuellen IWVerbandsumfrage erwarten 19 Verbände eine höhere Produktion als im Jahr 2025. Mit 18 erwartet nahezu die gleiche Anzahl an Verbänden eine gleichbleibende Wirtschaftsleistung ihrer Branche. Dagegen gehen 9 Wirtschaftsverbände von einem Rückgang im Jahr 2026 aus. Die Anzahl der pessimistisch gestimmten Verbände ist seit dem Höchstwert 2023 durchgehend gesunken. Von einem dominierenden Optimismus ist das aktuelle Erwartungsbild jedoch noch ein gutes Stück entfernt und aus dem leicht positiven Saldo lässt sich keine starke wirtschaftliche Dynamik und hohe Aufschwungsqualität ableiten. Die Optimisten finden sich vor allem im Dienstleistungssektor. In der Industrie geht allein der Luft- und Raumfahrzeugbau von einem wesentlich besseren Geschäftsjahr 2026 aus. Eine etwas höhere Produktion erwarten Schiffbau/Meerestechnik, Maschinenbau und Elektroindustrie. Eine wesentlich niedrigere Produktion sehen die Papierfabriken sowie die Zeitschriftenverlage. Die Beschäftigungs- und Investitionserwartungen für das Jahr 2026 fallen deutlich schlechter aus als die Produktionsperspektiven. Dies untermauert die Einschätzung, dass eine konjunkturelle Wende in Deutschland mit einer echten Aufschwungsdynamik nicht in Aussicht steht. Während 14 Verbände ein Minus bei den Investitionen melden, gehen nur 11 Verbände von einem Plus im Vergleich mit dem Jahr 2025 aus. In 21 von 46 Verbänden wird zumindest mit stabilen Investitionen im Jahr 2026 gerechnet. Besorgniserregend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung sind die unterm Strich schlechten Beschäftigungsperspektiven. Nur in 9 Verbänden wird mit einer ansteigenden Beschäftigung gerechnet. Dagegen fallen die Beschäftigungspläne in 22 Verbänden im Vergleich mit dem Jahr 2025 negativ aus. Für 15 Branchen melden die entsprechenden Fachverbände eine stabile Belegschaft. Vor allem die Industrieverbände erwarten, dass in ihrem Bereich im Jahr 2026 Personal abgebaut wird. Nur die Pharmaindustrie, der Luft- und Raumfahrzeugbau sowie Schiffbau und Meerestechnik beabsichtigen 2026 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
    Keywords: Konjunktur, Investitionen, Beschäftigung
    JEL: E32 E22 H77
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:334501
  3. By: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH (Ed.)
    Abstract: In acht kompakten Kapiteln umreißen die Autor*innen dieser Publikation den aktuellen Stand und die Perspektiven einer nachhaltigen Digitalisierung in Deutschland - und zeigen, welche Ansätze in den einzelnen Bereichen zielführend sind. Der Zukunftsimpuls "Digitales Deutschland: Politische, ökonomische und gesellschaftliche Impulse für eine nachhaltige Digitalisierung in Deutschland auf acht Ebenen" umfasst folgende Themen: Digitale Produktinformationssysteme und Digitale Produktpässe, Künstliche Intelligenz als Treiber zukunftsfähiger Wettbewerbsfähigkeit, User Interfaces zur Förderung nachhaltigen Verbraucherverhaltens, Smart Sustainable City: Lösungen für die nachhaltige Stadtentwicklung, Smart Mobility: Verkehr intelligent vernetzen und effizienter gestalten, Die Rolle des Ökodesigns für die digital-ökologische Transformation, Der Ressourcenaufwand für die Digitalisierung, Transformationspolitik: Digitalisierung eine Richtung geben. Jedes Kapitel enthält einen konkreten Fünf-Punkte-Plan: Die Autor*innen zeigen, welche Schritte möglich und sinnvoll sind für eine transformative Digitalisierung, die Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenzialen verbindet.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wupimp:335014
  4. By: Ulrike Stein (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Das Rentenpaket 2025 zielt auf die Stabilisierung des Rentenniveaus und der Gleichstellung der Kindererziehungszeiten ab. Eine dauerhafte Stabilisierung des Rentenniveaus ist zur Lebensstandardsicherung unerlässlich, da eine Befristung bis zum 1. Juli 2031 zu kurz greift. Alle Generationen profitieren gleichermaßen von der Maßnahme; jüngere Generationen werden nicht benachteiligt, und die Reform ist finanziell tragbar. Die Mütterente III ist aus Gerechtigkeitsgründen nachvollziehbar, jedoch teuer und bürokratisch; die Mittel sollten in anderen Bereichen eingesetzt werden. Die Erhöhung der Nachhaltigkeitsreserve auf 0, 3 Monatsausgaben ist sinnvoll, sollte jedoch nicht ausschließlich zu Lasten der Versicherten gehen. Fortschreiberegeln und Bundeszuschüsse sollten transparenter gestaltet, verlässlich sein und nicht beitragsgedeckte Leistungen ausreichend finanziert werden. Arbeitsrechtliche Anpassungen zur freiwilligen Weiterbeschäftigung nach der Regelaltersgrenze sollten bürokratisch vereinfacht werden, wobei der Schwerpunkt auf der Aktivierung ungenutzter Erwerbspotentiale im erwerbsfähigen Alter liegen sollte.
    Keywords: Rentenversicherung, Beitragssatz, Sicherungsniveau, Bundeszuschüsse, Regelaltersgrenze, Rentenpaket 2025, Dynamisches Rentenversicherungsmodell, DyReMo, Generationengerechtigkeit, Mütterrente III
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:200-2025
  5. By: Douglas, Nadja
    Abstract: Die europäische Sicherheitsordnung ist dysfunktional und in besonderem Maße von der Krise des Multilateralismus betroffen. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), gegründet als Forum zur Förderung kooperativer Sicherheit und normenbasierter Zusammenarbeit, ist heute Ausdruck der Schwäche klassischer multilateraler Institutionen. Das Berichtswesen im politisch-militärischen Bereich der OSZE ist ein Seismograph für den Wandel von Normen und Dynamiken in der Staatengemeinschaft. Es zeigt aber auch, dass trotz der Veränderungen auf der politisch-strategischen Ebene und einer Politisierung der offiziellen Agenda die Implementierung von Vereinbarungen auf der technisch-militärischen Ebene der OSZE relativ geräuschlos weiterläuft. Das birgt Chancen, aber auch Risiken, die den 57 teilnehmenden Staaten bewusst sein sollten.
    Keywords: UN-Charta, Helsinki-Prinzipien, kooperative Sicherheit, Vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen, VSBM, Rüstungskontrolle, Rüko, Forum für Sicherheitskooperation, FSK, Information Management and Reporting System, iMars, Verhaltenskodex zu politisch-militärischen Aspekten der Sicherheit, Global Military Exchange, GMA, Dayton-Abkommen, Dayton-Vertrag, Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa, KSE-Vertrag, Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr, ZVBw
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:334567
  6. By: Kolev-Schaefer, Galina
    Abstract: Im Januar 2026 tritt Bulgarien als 21. EU-Mitgliedstaat dem Euroraum bei und führt somit den Euro als offizielle Währung ein. Davon wird der Außenhandel profitieren: Es wird noch einfacher, Preise zu vergleichen und Geschäfte mit Unternehmen aus dem Euroraum abzuwickeln. Ähnlich wie in Deutschland entfielen bereits 2024 mehr als 40 Prozent des bulgarischen Außenhandels auf die Euroraum-Länder. Und auch die Urlauber aus den anderen Euroländern können demnächst mit der eigenen Währung in Bulgarien bezahlen. Zudem bekommt Bulgarien Mitspracherecht bei der Europäische Zentralbank (EZB) und wird bei Zinsentscheidungen berücksichtigt. Herausfordernd bleiben die Inflationsentwicklung sowie die institutionellen Rahmenbedingungen und die politische Instabilität.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:334580
  7. By: Müller, Michael W.
    Abstract: Die Methode der Potenzialschätzung hat erheblichen Einfluss auf den finanzpolitischen Spielraum in Deutschland und der EU. Die Potenzialschätzung ist notwendigerweise wertungsabhängig, weil in sie Prognosen über die Entwicklung von Arbeitsmarkt, Investitionen und Produktivität eingehen. Die Studie stellt die diesbezüglichim Primärrecht der Europäischen Union und im Verfassungsrecht der Bundesrepublik Deutschland bestehenden Zielvorgaben eines hohen Beschäftigungsniveaus, der Gleichstellung der Geschlechter sowie des Klimaschutzes dar. Sie zeigt, dass sowohl die europäischen als auch die nationalen Fiskalregeln bereits nach geltendem Recht eine Berücksichtigung dieser Zielvorgaben zulassen, plädiert jedoch für eine klarere Regelung im Rahmen etwaiger Reformen.
    Keywords: Schuldenbremse, Grundgesetz, Europa
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:334899
  8. By: Katja Rietzler (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die Haushaltslage in NRW bleibt angespannt. Dennoch bietet sich mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität und den erweiterten strukturellen Verschuldungsmöglichkeiten auf der Landesebene die Möglichkeit, klare Prioritäten bei der Erneuerung der Infrastruktur und der Modernisierung der Landesverwaltung zu setzen. Die aktuelle Steuerschätzung weist zudem gegenüber dem Stand Mai kurzfristig spürbare Mehreinnahmen aus und die Konjunkturkomponente fällt auf der Grundlage der Herbstprojektion der Bundesregierung um gut 300 Mio. Euro stärker negativ aus, was die Verschuldungsmöglichkeiten entsprechend erhöht. Die Verschuldungsspielräume sollten so weit wie möglich genutzt werden, um Reserven wie die Selbstbewirtschaftungsmittel zu schonen und für die Zukunft zu sichern. Zentrale Priorität der Landesregierung sollte sein, die Bundesmittel aus dem SVIK möglichst vollständig für zusätzliche Investitionen zu nutzen. Der allergrößte Teil der Mittel sollte dabei an die Kommunen weitergereicht werden. Damit das gelingen kann, muss vermieden werden, dass bestehende Haushaltslöcher auf Umwegen durch die Mittel des SVIK geschlossen werden. Ein erster Schritt wäre, über den Bundesrat weitere Steuersenkungen zu verhindern. Darüber hinaus sollte NRW eine Bundesratsinitiative für eine Erbschaftsteuerreform starten.
    Keywords: Nordrhein-Westfalen, Landeshaushalt, Haushaltslage
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:204-2025
  9. By: Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die Inflationsrate in Deutschland erhöhte sich im September 2025 abermals leicht auf nun 2, 4 %. Die Energiepreise dämpften mit einem Rückgang von 0, 7 % deutlich weniger stark als im Vormonat (-2, 4 %). Zugleich erhöhte sich die Teuerung bei Dienstleistungen um 0, 3 Prozentpunkte auf 3, 4 %. Dabei dominieren temporäre Effekte – bereits im Oktober 2025 dürfte die Inflation wieder sehr nah am Inflationsziel der EZB liegen. Dasselbe gilt für den Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex mit zuletzt 2, 4 %. Die Inflationsraten der neun hier betrachteten Haushaltstypen in verschiedenen Einkommensklassen stiegen im September 2025 auf 1, 8 % bis 2, 3 %. Die in den Jahren 2022 und 2023 entstandene Kaufkraftlücke dürfte mittlerweile überwiegend geschlossen sein, es bestehen in der längerfristigen Betrachtung aber weiterhin Inflationsunterschiede zwischen den Haushalten. Die Inflationslage ist in Deutschland und im Euroraum entspannt. Im kommenden Jahr dürfte die Inflation sogar unter dem Inflationsziel der EZB liegen. Zugleich belasten die hohen Energiepreise, die starke Aufwertung des Euro und die US-Zölle die Wirtschaft. Bis die staatlichen Investitionen in Deutschland an Breite gewinnen, wird auch die Unsicherheit hoch bleiben. Daher sollte die EZB die Zinsen erneut senken und damit einen Beitrag zur Stärkung der Investitionstätigkeit insgesamt leisten.
    Keywords: Verbraucherpreise, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, haushaltsspezifische Inflationsraten, Energiepreise
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:199-2025
  10. By: Suwala, Lech; Franke, Hendrik
    Abstract: Die Kurzstudie versucht zu ergründen, wie gewerbliche Standortsicherung in Berlin durch Gewerbehöfe im Rahmen von alternativen Rechts- und Verbundformen (z.b. Genossenschaften, Standortgemeinschaften etc.) gelingen kann. Es werden insbesondere Gewerbehöfe /Standorte mit einem starken Handwerksbesatz und deren institutionelle Strukturen identifiziert, analysiert und typologisiert. Die Studie nutzt einen Mehrmethodenansatz. Die vorgestellten Anschauungsbeispiele wurden auf der Basis einer explorativen Desktoprecherche, eigenen Erfahrungen, der Analyse öffentlicher Dokumente und interner Gutachten sowie Gesprächen mit einschlägigen Expertinnen eruiert. Den Kern der Studie bildet eine räumliche GIS-Analyse des gesamten Bestandes der Handwerksunternehmen und deren potentielle Verankerung in den Gewerbehöfen Berlins. Die Auswertung der Anschauungsbeispiele zeigt zunächst, dass es nur wenige verallgemeinerbare, übertragbare und skalierbare Anhaltspunkte für die Implementierung der Genossenschaftsidee im Handwerk in Gewerbehöfen gibt. Dennoch lassen sich vier Typen von Gewerbehöfen identifizieren: Typ 1 (z. B. Gewerbehöfe Gerichtsstraße, Urbanstraße) ist als Musterbeispiel für das Ziel und die Umsetzung der Studie zu betrachten. Innerstädtisch gelegen und zumeist in Kieze integriert, zeichnet er sich vor allem durch Einzelunternehmen aus, die insbesondere Handwerke für den gewerblichen und privaten Bedarf abdecken und damit maßgeblich zur gewerblichen Daseinsvorsorge in der Nachbarschaft beitragen. Typ 2 (z. B. Gewerbehöfe Mehringdamm / Hagelberger Straße) ist ebenfalls innerstädtisch angesiedelt, hier muss jedoch abstrahiert und differenziert werden: Abstrahiert um Ladenhandwerke (z. B. Friseure, Kosmetiker), die auf direkte Kundenkontakte und Passantenfrequenz angewiesen sind und in der Regel keine nennenswerten Werkstätten betreiben. Differenziert nach Spezialbetrieben (z. B. Musikinstrumentenbau), die besonders im Sinne der Bestandserhaltung und für nutzungsgemischte sowie resiliente Quartiere relevant sind. Typ 3a (z. B. Gewerbehof Innungsstraße) befindet sich in einer randstädtischen Lage innerhalb eines EpB-Gebiets. Hier geht es weniger um die Flächensicherung als vielmehr um lokale Vernetzung und den Aufbau von Wertschöpfungsketten im Ausbau- und Bauhauptgewerbe. Ziel ist es, Betriebe zu identifizieren, die potenziell für eine genossenschaftliche Eigentumsbildung gewonnen werden können. Typ 3b (Plauener Str./ Großbeeren Str.) teilt im Grunde die Merkmale des Typs 3a, ist aber für die Zielsetzung der Studie ungeeignet, da er sich im Eigentum von internationalen Immobilienkonzernen befindet, von größeren Betreibergesellschaften (z.B. GSG) verwaltet wird und somit ein anderes Geschäftsmodell verfolgt. Aufbauend auf den Erkenntnissen aus Auswertung der Anschauungsbeispiele und der räumlichen Analyse wird folgendes empfohlen. Es ist von einem längeren Prozess zur Bildung eines genossenschaftlichen Gewerbehofs auszugehen, den wir in der Folge in fünf Stufen (Information /Vernetzung, Standortgemeinschaften, Genossenschaft light, Genossenschaft medium, Genossenschaft max) unterteilen. Auch wenn höhere Stufen wünschens- und erstrebenswert sind, gibt es nicht das ‚Endziel‘, vielmehr steht jede Stufe für einen Teilerfolg.
    Keywords: Gewerbehöfe, Handwerk, Genossenschaften, Standortgemeinschaften, Berlin
    JEL: R11 R12 R53 R58 R52 O18
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:335107
  11. By: Stahlecker, Thomas; Schnabl, Esther
    Abstract: Die Analyse bezieht sich auf die Umsetzung der Förderung der beiden Wasserstoff-Modellregionen in Baden-Württemberg im Rahmen der EFRE-Förderperiode 2021-2027. Ziel ist der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft durch Investitionen in Infrastruktur, Forschung, gesellschaftliche Akzeptanz und Innovationen. In diesem Sinne soll die nachhaltige Transformation des Energiesystems in Baden-Württemberg angestoßen werden. Die geförderten Projekte umfassen den Ausbau von Elektrolyseuren, Pipelines und die Nutzung von Wasserstoff in Industrie, Verkehr und Wohnen. Trotz positiver Ausgangsbedingungen und langjähriger technologischer Expertise bestehen Herausforderungen wie hohe Kosten, lange Genehmigungsverfahren, regulatorische Unsicherheiten und gesellschaftlicher Widerstand. Die Förderung soll die regionale Produktion, Innovation und Marktdurchdringung vorantreiben, wobei die langfristigen Wirkungen noch nicht abschließend bewertet werden können.
    Keywords: grüner Wasserstoff, Modellregionen, Baden-Württemberg, Förderung und Wirkungen
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fisidp:335049
  12. By: Jan Behringer (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Lukas Endres (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Im März 2025 einigten sich CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen auf eine Reform der Schuldenbremse. Diese ermöglicht nun kreditfinanzierte Ausgaben für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz außerhalb der ursprünglichen Schuldenregel. Anhand einer aktuellen Online-Umfrage wird in diesem Policy Brief gezeigt, dass die Reform von großen Teilen der Bevölkerung in Deutschland befürwortet wird. Besonders ausgeprägt ist die Unterstützung unter Anhänger:innen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und CDU/CSU. Bei den einzelnen Elementen der Reform erhalten das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie die Bereichsausnahme für Verteidigungsausgaben eine größere Unterstützung als die Ausweitung des Verschuldungsspielraums der Bundesländer. Im Vergleich zu früheren Umfragen deuten die Ergebnisse darauf hin, dass sich in Teilen der Bevölkerung zuletzt eine Neubewertung der Schuldenbremse vollzogen hat und vor allem zweckgebundene Formen der staatlichen Kreditaufnahme Akzeptanz finden. Mit Blick auf die Modernisierung der Schuldenbremse liefern unsere Umfragedaten zudem Hinweise, dass Weiterentwicklungen der Schuldenregel, die Raum zur Finanzierung öffentlicher Investitionen schaffen, in der Bevölkerung auf breite Zustimmung stoßen dürften.
    Keywords: Reform der Schuldenbremse, Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität, Bereichsausnahme für Verteidigungsausgaben, kreditfinanzierte Staatsausgaben
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:205-2025
  13. By: Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die Inflationsrate in Deutschland verringerte sich im Oktober 2025 leicht auf 2, 3 % und damit weniger stark als erwartet. Die Teuerung bei Dienstleistungen erhöhte sich gar auf 3, 5 %. Die Energiepreise dämpften mit einem Rückgang von 0, 9 % etwas stärker als im Vormonat (-0, 7 %) und der Preisauftrieb bei Lebensmitteln schwächte sich deutlich ab. Der Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex verringerte sich ebenfalls auf 2, 3 % und lag damit weiterhin etwas über der Inflationsrate im Euroraum insgesamt (2, 1 %). Die Inflationsraten der neun hier betrachteten Haushaltstypen in verschiedenen Einkommensklassen lagen im Oktober 2025 bei 1, 8 % bis 2, 3 %. Die EZB hat im Oktober erneut die Chance vertan, ihren Zinssenkungsspielraum zu nutzen. Die Inflation ist unter Kontrolle und dürfte im kommenden Jahr in Deutschland und im Euroraum unter dem 2-Prozent-Ziel der EZB liegen. Die Konjunktur aber bleibt schwach, insbesondere in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Euroraums. Gegen die hohen Energiepreise und US-Zölle kann die EZB wenig tun, es liegt aber in ihrer Macht der starken Euro-Aufwertung entgegenzuwirken und die Binnennachfrage, insbesondere die Investitionen, zu stützen.
    Keywords: Verbraucherpreise, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, haushaltsspezifische Inflationsraten, Energiepreise
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:202-2025
  14. By: Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die Inflationsrate in Deutschland lag im November 2025 unverändert bei 2, 3 %. Die Teuerung bei Dienstleistungen verharrte dabei bei hohen 3, 5 %, während die Teuerung von Nahrungsmittel mit 1, 2 % und die Kernrate ohne Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak mit 2, 6 % etwas geringer ausfielen als zuvor. Die Energiepreise dämpften mit einem Rückgang von 0, 1 % deutlich weniger als im Vormonat (-0, 9 %). Der Anstieg des harmonisierten Verbraucherpreisindex erhöhte sich deutlich auf 2, 6 % und war dafür verantwortlich, dass die Euroraum-Inflation auf 2, 2 % stieg, statt zu fallen. Die Inflationsraten der neun hier betrachteten Haushaltstypen in verschiedenen Einkommensklassen lagen im November 2025 bei 1, 9 % bis 2, 4 %. Für die noch über 2 % liegende Inflation in Deutschland ist die weiterhin hohe Teuerung bei Dienstleistungen verantwortlich. Eine Rolle spielt der starke Lohnanstieg, der sich aber im weiteren Verlauf abschwächen dürfte. Hingegen ist der starke Anstieg der deutschen HVPI-Inflation im November auf Besonderheiten des zugrundeliegenden Kettenindex zurückzuführen und damit auch der dadurch bewirkte Anstieg der Euroraum-Inflation. Da die Inflation unter Kontrolle ist, sollte die EZB die Konjunktur stützen, die nicht nur unter hohen Energiepreisen leidet, sondern auch unter dem Nachfrageschock der US-Zölle und starken Euro-Aufwertung.
    Keywords: Verbraucherpreise, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, haushaltsspezifische Inflationsraten, Energiepreise
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:206-2025
  15. By: Horlitz, Thomas; Pawletko, Karoline; Röder, Norbert; Birkenstock, Maren; Krämer, Christine; Schubert, Dirk
    Abstract: Die vom Deutschen Verband für Landschaftspflege entwickelte "Gemeinwohlprämie" (GWP) soll Agrarzahlungen stärker an Umweltleistungen koppeln. Sie folgt fünf Prinzipien: (1) öffentliches Geld für öffentliche Leistungen, (2) Verbesserung des Zustandes der adressierten Umweltgüter / ökologische Wirksamkeit, (3) Freiwilligkeit / hoher Freiheitsgrad, (4) Einkommenswirksamkeit, (5) Einfachheit. Die Honorierung der Betriebe erfolgt über ein Punktesystem. Ausgehend vom bestehenden Maßnahmenkatalog werden Vorschläge gemacht, wie dieser erweitert werden sollte, um möglichst konsistent und zielgerichtet die unterschiedlichen Umweltgüter zu adressieren. Ferner wird untersucht, wie eine regionale Differenzierung des Maßnahmenkatalogs ausgestaltet sein könnte und welche Rolle die GWP in einem Modell übernehmen könnte, das die 1. und 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik in der Ausgestaltung von 2023 bis 2027 umfasst. Dabei reflektiert der Bericht den Stand der GAP und die Diskussionen um deren Weiterentwicklung bis zum Januar 2025. Die Analyse zeigt, dass viele Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen integriert werden können, ohne die Grundprinzipien der GWP zu verändern; andere Interventionen würden die Komplexität erhöhen. Auch die Honorierung der Standards des guten landwirtschaftlichen und ökologischen Zustands (GLÖZ) und des ökologischen Landbaus sind grundsätzlich anschlussfähig. Eine Erweiterung des Maßnahmenkatalogs um die Schutzgüter Boden und Tierwohl sowie acht neue Maßnahmen werden vorgeschlagen. Für eine effektive und effiziente Ausgestaltung sind regional differenzierte Prämien und Auflagen sinnvoll. Bezüglich der Weiterentwicklung der GWP werden im vorliegenden Thünen Report eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Diese betreffen das Gemeinwohlverständnis der GWP, das Maßnahmenangebot, die Honorierung der Maßnahmen, die Fristigkeit der Maßnahmen und die Rollenverteilung zwischen Bund und Ländern. Empfohlen werden die Beibehaltung des à-la-carte-Ansatzes, eine vorsichtige Prüfung der Einführung von Schwellenwerten und die strikte Trennung zwischen leistungsorientierter Punktelogik (GWP) und dem Ausgleich für erhöhten Aufwand und Einkommensverluste der AUKM. Mehrjährige Öko-Regelungen sind in der 1. Säule kaum realisierbar; ein säulenübergreifendes Budget müsste auf EU-Ebene geschaffen werden. Als pragmatischste Governance-Option sehen die Autoren ein "Regionalbudget 1. Säule" an. Unabhängig von der Systemintegration könnte das GWP-Punktemodell auch in der 2. Säule genutzt werden und Transparenz, Ambition und Akzeptanz erhöhen.
    Abstract: The 'public goods bonus' (PGB) developed by the German Association for Landscape Conservation is intended to link agricultural payments more closely to environmental performance. It follows five principles: (1) public money for public services, (2) improvement of the condition of the environmental goods addressed / ecological effectiveness, (3) voluntariness / high degree of freedom, (4) income effectiveness, (5) simplicity. Farms are rewarded via a points system. Based on the existing catalogue of measures, proposals are made as to how this should be expanded in order to address the various environmental goods as consistently and purposefully as possible. Furthermore, the study examines how the catalogue of measures could be differentiated at regional level and what role the PGB could play in a model that encompasses the both pillars of the Common Agricultural Policy in its 2023-2027 form. The report reflects the status of the CAP and the discussions surrounding its further development until January 2025. The analysis shows that many agri-environmental and climate measures (AECM) can be integrated without changing the basic principles of the PGB; other interventions would increase complexity. Rewarding standards of good agricultural and environmental condition (GAEC) and organic farming are also fundamentally compatible. An expansion of the catalogue of measures to include soil and animal welfare as protected resources, as well as eight new measures, is proposed. Regionally differentiated payments and requirements are advisable for effective and efficient implementation. This report addresses a number of questions regarding the further development of the PGB. These relate to the PGB's understanding of common goods, the range of measures offered, the remuneration of measures, the duration of measures and the division of roles between the federal government and the states. The report recommends retaining the à la carte approach, carefully considering the introduction of thresholds, and strictly separating performance-based point logic (PGB) from compensation for increased costs and income losses incurred (AECM). Multi-annual eco-schemes pose marked challenges in the Pillar 1 framework; a cross-pillar budget would have to be created at EU level. The authors consider a 'Pillar 1 regional budget' to be the most pragmatic governance option. Regardless of system integration, the GWP points model could also be used in Pillar 2, increasing transparency, ambition and acceptance.
    Keywords: Gemeinsame Agrarpolitik, Europäische Union, Agrarumweltzahlungen, öffentlicheLeistungen/Güter, grüne Architektur, Common Agricultural Policy, European Union, agri-environmental payments, public welfare/goods, green architecture
    JEL: Q15 Q18 Q57 Q58
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtire:335015
  16. By: Fukuta, Kento; Sakaki, Alexandra
    Abstract: Für den Frieden und die Stabilität im Indo-Pazifik ist das Verhältnis zwischen Japan und China von weitreichender Bedeutung, sind diese beiden Länder doch die viert- bzw. die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. In den letzten eineinhalb Dekaden haben sich die sicherheits- und geopolitischen Spannungen zwischen ihnen erheblich verschärft - auch wenn weiterhin enge Handelsbeziehungen bestehen. In der einjährigen Regierungszeit des japanischen Premierministers Ishiba Shigeru (Oktober 2024 bis Oktober 2025) gab es jedoch Anzeichen einer Entspannung. Die Beziehungen seien "in einer kritischen Phase der Verbesserung und Entwicklung", hatte der chinesische Präsident Xi Jinping im November 2024 verkündet. Daraufhin kam es nicht nur zu einer Reihe diplomatischer Austausche, China ging auch auf Tokios Forderung ein, Einfuhrbeschränkungen für japanische Fischereiprodukte und Rindfleisch aufzuheben. Trotzdem waren die Beziehungen von einem echten Tauwetter weit entfernt. Nachdem sich die neue japanische Premierministerin Takaichi Sanae Anfang November zu Taiwan geäußert hat, ist Beijing auf eine konfrontative Linie umgeschwenkt. Die Beziehungen sind und bleiben fragil.
    Keywords: japanisch-chinesische Beziehungen, sino-japanische Beziehungen, Ishiba Shigeru, Takaichi Sanae, Xi Jinping, Taiwan, Taiwan-Frage, Ostchinesisches Meer, Senkaku-Inseln, Diaoyu-Inseln, Territorialstreit, diplomatischer Austausch, Handelsbeziehungen, sicherheits- und geopolitische Spannungen, geopolitische Rivalität, Aufrüstung, Eskalation, USA, Donald Trump, Deutschland, Europa, G7
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:334558
  17. By: Voss-Dahm, Dorothea; Bäcker, Gerhard; Kalina, Thorsten; Ulgar, Melike; Zink, Lina
    Abstract: Chronologie seit 2015 in sechs Politikfeldern ê Arbeitsförderung/SGB III & Arbeitsrecht ê Grundsicherung/Sozialhilfe & Wohngeld ê Rentenversicherung & Alterssicherung ê Krankenversicherung & Gesundheitswesen ê Pflegeversicherung & Pflege ê Familie & Kinderbetreuung Verabschiedete Gesetze aus dem Jahr 2025 sind unter anderem: ê Gesetze des Rentenpakets ê Mindestlohnanpassung ê Gesetze für Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen und für ein Hilfesystem bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt ê Gesetze zur Befugniserweiterung, Entbürokratisierung und bundeseinheitlichen Assistenzausbildung in der Pflege
    Keywords: Sozialstaat, Sozialreform, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqfor:335028
  18. By: Cavigneaux, Elie
    Abstract: Die Europäische Kommission erwägt seit 2024, die Zuständigkeiten und Aktivitäten von Europol auszubauen. Das Personal der Agentur soll dabei verdoppelt und ihr Mandat um drei Themen erweitert werden - Sabotage, Desinformation und hybride Bedrohungen. Angepeilt werden eine noch zu definierende Umgestaltung von Europol in eine "schlagkräftige" Polizeibehörde und eine stärkere Kontrolle über die Agentur. Diese Vorhaben, die auf politischen wie bürokratischen Überlegungen beruhen, kamen ohne vorherige Konsultation der EU-Mitgliedstaaten und technische Abschätzung zustande. 2026 will die Kommission den Mitgliedstaaten einen Vorschlag für die Mandatsänderung vorlegen. Der Schwerpunkt einer Weiterentwicklung von Europol sollte jedoch nicht unbedingt auf einem neuen Mandat liegen, sondern sich vorrangig nach dem operativen Bedarf richten, den die nationalen Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung von Drogenhandel, Cyberkriminalität und Terrorismus haben. In diesen Kernbereichen sind Personalaufstockung und Innovation erforderlich, jedoch nicht zwingend durch eine Mandatsreform. Generell bedarf es bei der EU einer langfristigen Strategie für die künftige Architektur der inneren Sicherheit, an der sich eine Ausgestaltung von Europol orientieren sollte.
    Keywords: Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Strafverfolgung (Europol), Europäische Kommission, Mandatsänderung, europäische Architektur der inneren Sicherheit, Sabotage, Desinformation, hybride Bedrohungen, Drogenhandel, Cyberkriminalität, Terrorismus
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:334572
  19. By: Kraus, Anna; Wauer, Niels; Weiß, Uta; Herrndorff, Mareike; Digulla, Frederik; Steitz, Janek; Inan, Mediha; Gassen, Nicolas
    Keywords: Energieinfrastruktur, Infrastrukturinvestition, Infrastrukturfinanzierung, Klimaneutralität, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:334921
  20. By: Inan, Mediha; Gassen, Nicolas; Steitz, Janek
    Abstract: Bis 2045 müssen deutsche Energieversorgungsunternehmen nominal rund 627 Milliarden Euro in Stromverteil-, Gasverteil- und Wärmenetze investieren. Die Finanzierung dieser Investitionen stellt die Branche vor erhebliche Herausforderungen; Kapitalengpässe drohen den Infrastrukturausbau auszubremsen. In einer Gemeinschaftsstudie mit Agora Energiewende und der Stiftung Klimaneutralität (Agora Energiewende u. a. 2025) analysieren wir die Kapitalbedarfe der rund 900 Energieversorger. Wir beziffern den zusätzlichen Eigenkapitalbedarf bis 2045 auf insgesamt 63 Milliarden Euro und zeigen, wie ein Bündel an Maßnahmen die Finanzierungslücke schließen kann. Hierfür haben wir im Dezernat Zukunft das betriebswirtschaftliche Finanzierungsmodell entwickelt. Das vorliegende Papier dient als technisches Hintergrunddokument zum methodischen Vorgehen der Kapitalbedarfsberechnungen. Es vertieft die zugrunde liegende Modellierung und ist für ein tieferes Verständnis der Ergebnisse der gemeinsamen Studie heranzuziehen.
    Keywords: Finanzierungslücke, Energieversorgungsunternehmen, Verteilnetz, Energiewende
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:334920
  21. By: Gries, Christin-Isabel; Wernick, Christian; Tenbrock, Sebastian
    Abstract: Künstliche Intelligenz gehört zu den wesentlichen technologischen Treibern im Markt für Medizinrobotik. Sie bietet in vielfältiger Weise Potential für Neu- und Weiterentwicklungen in den Anwendungsfeldern Diagnostik, Chirurgie, Labor und Reha/Therapie. Die verschiedenen Marktsegmente sind dabei sehr spezifisch hinsichtlich ihrer Anbieterstruktur, der Marktreife robotischer Systeme und der Rolle von KI. Die Chirurgie-Robotik ist dabei das am weitesten entwickelte Anwendungsfeld, während die noch junge robotergestützte Diagnostik eine hohe KI-getriebene Dynamik aufweist, Laborrobotik mit ihren logistischen Anwendungen dem industriellen Einsatz ähnelt und Reha- und Therapierobotik als Nischensegment zu sehen ist. Insgesamt sind die aktuell verbreiteten Robotik-Systeme durch einen eher geringen Autonomiegrad gekennzeichnet. Sie unterstützen Menschen bei ihren Tätigkeiten und bieten Entscheidungshilfen. Der Markt für Medizinrobotik ist bereits streng reguliert und unterliegt größtenteils der im Jahr 2017 verabschiedete Medical Device Regulation (MDR), die zeitlich verzögert implementiert wurde und sich aktuell in der Überarbeitung befindet. Mit dem im Mai 2024 verabschiedeten AI Act (KI-Verordnung) müssen sich Unternehmen in allen Branchen auf neue regulatorische Anforderungen einstellen, die als komplex wahrgenommen werden und noch einer stärkeren Konkretisierung bedürfen. Für die Medizinrobotik gilt dies in besonderem Maße, da sie voraussichtlich überwiegend als Hochrisiko-KI eingestuft wird. An der Schnittstelle zwischen den gleichzeitig zu erfüllenden Anforderungen aus KI-Verordnung und MDR gibt es derzeit noch zahlreiche offene Fragen. Die KI-VO als einheitlicher Rechtsrahmen bietet grundsätzlich die Chance, bei einer erfolgreichen Implementierung das Vertrauen in sichere KI-Systeme zu stärken. Dies ist insbesondere für die Akzeptanz KI-basierter Medizinprodukte von herausragender Bedeutung und kann die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Medizintechnikhersteller durch Skalierungsmöglichkeiten stärken. Diese Vision erfordert jedoch insbesondere die Schaffung von Rechtssicherheit, Klarheit und Einheitlichkeit bei gleichzeitiger Vermeidung ineffizienter Strukturen und bürokratischer Hemmnisse sowie Unterstützung durch innovationsfreundliche Konzepte. Aktuell ist die Ausgestaltung der KI-VO noch im Fluss, der zeitliche Plan steht ebenso zur Diskussion wie mögliche Vereinfachungen der Anforderungen durch den digitalen Omnibus.
    Abstract: Artificial intelligence is one of the key technological drivers in the medical robotics market. It offers high potential for new and further developments in the fields of diagnostics, surgery, laboratories and rehabilitation/therapy. The various market segments are very specific in terms of their supplier structure, the market maturity of robotic systems and the role of AI. Surgical robotics is the most advanced field of application, while robot-assisted diagnostics is in an early phase, highly driven by AI. Laboratory robotics focusing on logistical applications , is similar to industrial use, and rehabilitation/ therapy can be seen as a niche segment. Overall, the robotics systems currently in use are characterised by a relatively low degree of autonomy, supporting humans in their activities and providing decision-making assistance. The market for medical robotics is already strictly regulated and is largely subject to the Medical Device Regulation (MDR) adopted in 2017. It was implemented with a delay and is currently being revised. With the AI Act passed in May 2024, companies in all industries must adapt to new regulatory requirements that are perceived as complex and still need to be further specified. This applies in particular to medical robotics, as it is likely to be classified predominantly as high-risk AI. There are currently still numerous unresolved issues regarding the interplay between the requirements of the AI Regulation and the MDR, which must be met simultaneously. As a uniform legal framework, the AI Regulation offers the opportunity to strengthen confidence in safe AI systems if implemented successfully. This is particularly important for the acceptance of AI-based medical devices and can strengthen the competitiveness of European medical technology manufacturers through scaling opportunities. However, this vision requires, in particular, the creation of legal certainty, clarity and uniformity, while avoiding inefficient structures and inappropriate bureaucratic burden, as well as support through innovation-friendly concepts. The AI Act is still open to change with a postponed timetable and simpler requirements being discussed in the context of the Digital Omnibus which is proposing amendments to the EU's digital regulatory framework as part of a broader simplification and competitiveness initiative.
    Keywords: Medizintechnik, Roboterisierung, Künstliche Intelligenz, EU-Recht, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334486
  22. By: Knips, Julian; Wernick, Christian; Lachmann, Menessa Ricarda
    Abstract: Der flächendeckende Glasfaserausbau in Deutschland stellt eine große finanzielle Herausforderung für die ausbauenden Unternehmen dar. Neben dem initialen Ausbau, für den in den kommenden Jahren Investitionen in zweistelliger Milliardenhöhe benötigt werden, wird auch die Nachverdichtung bestehender Netze, die größtenteils als Homes Passed ausgebaut wurden, mehrere Milliarden Euro an Investitionsmitteln erfordern. Finanzierungsmöglichkeiten und -konditionen rücken vor diesem Hintergrund zunehmend ins Zentrum der Diskussionen innerhalb der Glasfaserbranche. In einer sowohl gesamtwirtschaftlich, als auch branchenspezifisch anspruchsvollen Gesamtsituation findet sich eine Reihe von Marktteilnehmern in der Situation wieder, investive Mittel für Refinanzierungen sowie die Fortführung bestehender und die Initiierung neuer Projekte einwerben zu müssen. Die Herausforderungen, die sich aus dem gestiegenen Zinsniveau und der Zurückhaltung von Investoren im Hinblick auf Investitionen in den Glasfaserausbau ergeben, betreffen nicht alle Unternehmen bzw. Unternehmensformen in gleichem Umfang. Große börsennotierte Unternehmen, die sich insbesondere über Anleihen finanzieren, sind weniger zinssensibel und oft langfristig finanziert. Zudem finanzieren sie sich bei entsprechender Bonität im Branchenvergleich relativ günstig und können über Anleihenplatzierungen am öffentlichen Kapitalmarkt Mittel von einer Vielzahl von Investoren akquirieren. Stadtwerke und Energieversorger sind in ihren Glasfaseraktivitäten von den Problemen zwar betroffen, jedoch erscheint der Erhalt von Finanzierungen hier als nicht übermäßig kritisch. Als diversifizierte Unternehmen mit oftmals stabilen Cashflows können sie in der Regel Unternehmensfinanzierungen in Anspruch nehmen und haben im Falle von Stadtwerken einen öffentlichen Sicherheitengeber im Hintergrund. Hier steht der kapitalintensive Glasfaserausbau allerdings in einer Mittelverwendungskonkurrenz zur Finanzierung der Energie- und Wärmewende, was die Finanzierungsbedingungen perspektivisch erschweren könnte. Kritisch kann sich die Situation für investorenfinanzierte Unternehmen darstellen. Da ihr Fremdkapital meist aus Projektfinanzierungen stammt, sehen sie sich mit deutlich kürzeren Kreditlaufzeiten und höheren Zinsen als börsennotierte Unternehmen oder Stadtwerke und Versorger konfrontiert. Einige von ihnen müssen aktuell zusätzlich ihre initialen Darlehen aus den späten 2010er Jahren refinanzieren. Während das gestiegene Zinsniveau für die Glasfaserunternehmen als exogener Schock angesehen werden kann, liegt die Zurückhaltung der Fremdkapitalgeber, insbesondere im Bereich der Projektfinanzierung, nicht ausschließlich, aber in hohem Maße an der Kombination aus (zu hohen) Ausbaukosten und (zu niedrigen) Take-up-Raten bzw. Cashflows. Mutmaßlich sind die tatsächlichen Zahlen in vielen Fällen schlechter als die den Businessplänen zugrundeliegenden Annahmen. Sollten Investoren, sowohl im Eigen- wie auch im Fremdkapitalbereich, noch zurückhaltender werden, droht eine Negativspirale: Höhere Take-up-Raten in den HPAusbaugebieten, die die Finanzierung erleichtern bzw. die Zinsen reduzieren würden, bedingen Kapitalzuflüsse für Nachverdichtungs- und Vermarktungsmaßnahmen, so dass sich negative Effekte immer weiter zu verstärken drohen, wenn Unternehmen ihren Ausbau ohne zusätzliche Mittel nicht vervollständigen können, Investoren aber nur zusätzliche Mittel bereitstellen wollen, wenn sich die Geschäftszahlen der Unternehmen wieder verbessern. All dies könnte die Ausbaudynamik im deutschen Glasfasermarkt in den nächsten Jahren spürbar reduzieren, kurzfristig insbesondere im Ausbau von Wettbewerbern. Mittelfristig könnte dies durch den niedrigeren Wettbewerbsdruck aber auch eine Verlangsamung der Ausbauaktivitäten der Deutschen Telekom nach sich ziehen. Im Ergebnis besteht die Gefahr, dass die politisch definierten Breitbandziele verfehlt werden. Risikoabsorbierende staatliche Maßnahmen, wie insbesondere Programme für (Teil- )Bürgschaften oder eine Ausweitung ggf. nachrangiger Kreditmengen von Förderbanken für Glasfaserprojekte, könnten helfen, die Finanzierungssituation zu verbessern, bedürfen jedoch einer punktgenauen Ausgestaltung. Auch Maßnahmen, die darauf ausgerichtet sind, die Take-up-Raten auf FTTH-Netzen zu erhöhen und/oder die Ausbaukosten zu senken, können die Finanzierungsmöglichkeiten der im FTTH-Ausbau engagierten Unternehmen verbessern. Hierzu zählen z.B. eine klar geregelte, zeitnahe Kupfer-Glas-Migration und die Beschleunigung und Digitalisierung von Genehmigungsprozessen.
    Abstract: The nationwide rollout of fibre networks in Germany poses a major financial challenge for the companies involved. In addition to the initial rollout, which will require investments in the double-digit billion euro range in the coming years, the densification of existing networks, most of which were built as homes passed, will also require several billion euros in funds. Against this backdrop, financing options and conditions are increasingly becoming the focus of discussions within the fibre industry. In a challenging overall situation, both in terms of the economy as a whole and the industry specifically, a number of market participants find themselves in a position where they need to raise funds for refinancing, continuing existing projects and initiating new ones. The challenges arising from higher interest rates and reluctance of banks and other players to invest in fibre network expansion do not affect all companies or types of companies to the same extent. Large, publicly listed companies, which are financed primarily through bonds, are less sensitive to interest rate changes and are often financed long-term. In addition, if they have the appropriate credit rating, they can obtain financing relatively cheaply compared to other companies in the sector and can raise funds from a large number of investors by placing bonds on the capital market. Municipal utilities and energy suppliers are affected by the problems in their fibre activities, but obtaining financing does not appear to be overly critical for them. As diversified companies with often stable cash flows from other activities, they can usually take advantage of corporate financing and, in the case of municipal utilities, have a public guarantor in the background. However, capital-intensive fibre rollout is in competition with the financing of the energy and heating transition to renewable sources, which could make financing conditions more difficult in the future. The situation can be critical for investor-financed companies. Since their debt usually comes from project financing, they are faced with significantly shorter loan terms and higher interest rates than listed companies or municipal utilities and suppliers. Some of them currently have to refinance their initial loans from the late 2010s. While the rise in interest rates can be seen as an exogenous shock for fibre companies, the reluctance of lenders, particularly for companies in need of project financing, is not exclusively, but to a large extent, due to the combination of (excessively high) rollout/build costs and (excessively low) take-up rates or cash flows. Presumably, the actual figures are worse in many cases than the assumptions underlying the business plans. If investors, both in the equity and debt space, become even more cautious, there is a risk of a negative spiral: higher take-up rates in the homes passed expansion areas, which would facilitate financing and reduce interest rates, require capital inflows for densification and marketing measures. Therefore negative effects threaten to intensify further if companies are unable to complete their expansion without additional funds, but investors are only willing to provide additional funds if the companies' business figures improve. All of this could significantly reduce the pace of rollout in the German fibre market in the coming years, particularly in the short term with regard to expansion by competitors of the incumbent. In the medium term, however, this could also lead to a slowdown in Deutsche Telekom's expansion activities due to lower competitive pressure. As a result, there is a risk that the politically defined broadband goals will not be met. Risk-absorbing government measures, such as programmes for (partial) guarantees or an expansion of subordinated credit volumes from development banks for fibre projects, could help to improve the financing situation, but would need to be designed with precision. Measures aimed at increasing take-up rates on FTTH networks and/or reducing expansion costs can also improve the financing options for companies involved in FTTH rollout. These include, for example, a clearly regulated, timely copper-to-fibre migration and the acceleration and digitisation of approval processes.
    Keywords: Glasfaserkommunikation, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334505
  23. By: Engin-Stock, Tülin; Schulz, Isabella
    Abstract: Das Postgraduierten-Programm (PGP) des German Institute of Development and Sustainability (IDOS, vormals Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, DIE) ist ein renommiertes, neunmonatiges Ausbildungsprogramm für Hochschulabsolvent:innen, das seit 1965 jährlich durchgeführt wird. Ziel ist die gezielte Vorbereitung auf Fach- und Führungsaufgaben in der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklungszusammenarbeit. Die Verbleibstudie wurde anlässlich des 60-jährigen Programmjubiläums 2025 durchgeführt, um erstmals systematisch die Berufswege und den Nutzen des Programms für die bislang fast 1.000 Absolvent:innen zu analysieren. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung aller Absolvent:innen der Jahrgänge 1965-2023. Es wurden rund 800 ehemalige Teilnehmer:innen erreicht, von denen sich 366 an der Befragung beteiligten (Rücklaufquote: 46%). Die Auswertung erfolgte Kohorten vergleichend (10-Jahres-Gruppen), um Hinweise auf über die Zeit erfolgte Veränderungen zu gewinnen. Das PGP des IDOS/DIE hat sich in den Augen der Alumni und Alumnae des Programms als wirkungsvolles Sprungbrett in den Arbeitsbereich der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklungszusammenarbeit erwiesen. Es bietet nach ihren Einschätzungen gute Möglichkeiten für Kompetenzaufbau, Netzwerkbildung und persönliche Entwicklung. Die ehemaligen Absolvent:innen empfehlen das Programm überwiegend weiter, sehen aber auch Potenzial für mehr Praxisnähe, Diversität und gezielte Vernetzung. Ihre Aussagen decken sich mit Aussagen, die bereits in den letzten Jahren in Rückmeldungen von den jeweiligen Kursteilnehmenden geäußert wurden. Sie bestätigen damit die Stoßrichtung grundlegender Reformen des Programms im Jahr 2024. Die Ergebnisse dieser Verbleibstudie liefern weitere Hinweise für die Entwicklung des Programms, um es an die sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarktes und an die Bedürfnisse künftiger Teilnehmender anzupassen.
    Keywords: Internationale Zusammenarbeit, Entwicklungszusammenarbeit, Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklung, Kompetenzentwicklung, Netzwerke, Ausbildungsprogramm, Deutsche Entwicklungspolitik, Europäische Entwicklungspolitik, Multilaterale Entwicklungspolitik, Kooperationskompetenzen
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:diedps:335011
  24. By: Christoph Paetz (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Katja Rietzler (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Sebastian Watzka (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Es werden die kurz- und langfristigen makroökonomischen und fiskalischen Auswirkungen der Bereichsausnahme für Verteidigung und des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaschutz (SVIK) mithilfe des makroökonometrischen Mehrländermodells NiGEM für den Zeitraum von 2026 bis 2050 simuliert. Dabei werden für das SVIK zwei Szenarien simuliert, eines, in dem alle Mittel in zusätzliche Investitionen fließen und eines, in dem nur die Hälfte für zusätzliche Investitionen, der Rest für zusätzlichen Staatskonsum verwendet wird. Unsere Simulationen zeigen, dass das reale BIP zwischen 0, 5 % und 1 % höher ist als ohne kreditfinanzierte Ausgabenprogramme. Insbesondere zeigt sich, dass Erhöhungen des öffentlichen Konsums keine dauerhaften Wachstumsauswirkungen auf das BIP haben, während dies bei öffentlichen Investitionen anders ist. Im Szenario, in dem das SVIK ausschließlich für zusätzliche Investitionen genutzt wird, fällt das BIP Mitte der 2040 Jahre 1, 4 % höher aus als es ohne die zusätzliche Kreditaufnahme der Fall gewesen wäre. Mit der Berücksichtigung der Bereichsausnahme und des SVIK erreicht die Schuldenquote Deutschlands im Jahr 2040 einen Stand von über 90 % des BIP.
    Keywords: Infrastruktur, öffentliche Investitionen, Bereichsausnahme, Schuldenquote
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:207-2026
  25. By: Thiele, Sonja
    Abstract: Das Ziel des vorliegenden Diskussionsbeitrags ist es, quantitative Einschätzungen zur zukünftigen Briefmenge bis zum Jahr 2035 zu entwickeln. Die Briefmengenprognose soll dazu dienen, die Auswirkungen auf die zukünftige Erbringung des Universaldienstes und mögliche Anpassungen der Universaldienstanforderungen zu diskutieren. Methodisch wurde dazu eine Auswertung bestehender Prognosestudien und der akademischen Literatur durchgeführt. Basierend auf den Auswertungen der Literatur wurde ein parametrisches, Excel-basiertes Prognosemodell für den deutschen Briefmarkt entwickelt, das als Einflüsse konjunkturelle Einflüsse, Preiseffekte sowie digitale Substitution berücksichtigt. Die Modellannahmen wurden mithilfe von Gesprächen mit Marktteilnehmern und der Bundesnetzagentur verifiziert. Das Modell berechnet die zukünftige Briefmenge bis zum Jahr 2035 ausgehend von der Menge eines Basisjahres und den gewählten Parametern für die Veränderung und die Stärke der Einflussfaktoren. Es entwickelt zwei mögliche Zukunftspfade als Ober- und Untergrenze der zukünftigen Briefmengenentwicklung auf Basis zweier Szenarien. Im Ergebnis können im "schnellen" Szenario die Briefmengen um ca. 70% im Jahr 2035 im Vergleich zu 2023 sinken, im "langsamen" Szenario um ca. 53%. Die Verteilung der prognostizierten Mengen auf die Bundesländer verdeutlicht die ungleiche Verteilung der Briefmengen in der Fläche sowie eine starke Spreizung der pro Quadratkilometer zugestellten wöchentlichen Briefmenge zwischen den Stadt- und Flächenstaaten. Wir erwarten je nach Szenario für das Jahr 2030, dass auf einer Fläche von 88% bis 91% des Bundesgebiets (sowohl ländliche als auch teilweise städtische Räume) weniger Briefe pro Quadratkilometer als im Bundesdurchschnitt des Jahres 2023 zugestellt werden. Sofern die zukünftigen Universaldienstanforderungen die aktuellen gesetzlichen Laufzeitvorgaben von E+3/E+4 konstant halten sollen, müsste die wöchentliche Zustellhäufigkeit im Jahr 2030 für konstante Durchschnittskosten pro Sendung auf 3, 3 Tage (langsames Szenario) bzw. 2, 6 Tage (schnelles Szenario) sinken - unter der Annahme, dass es keine Verbundzustellung gibt, und nur inländische Briefe zugestellt werden. Unter diesen vereinfachten Annahmen müsste im Jahr 2035 die wöchentliche Zustellhäufigkeit für konstante Durchschnittskosten pro Stück weiter sinken (auf 2, 3 bzw. 1, 5 Tage). Dann wären die gesetzlich vorgegebenen Laufzeitzielen E+3/E+4 nicht realisierbar. Um die Laufzeiten dennoch konstant halten zu können, müssten in dem Fall die Briefpreise real steigen. In der Praxis stellt die Deutsche Post inländische Briefe mit Paketen, Warensendungen und internationalen Briefen im Verbund zu. Dadurch sowie durch die Einführung der A/B-Zustellung kann es der Deutschen Post gelingen, den Anstieg der durchschnittlichen Stückkosten zu verringern. Aus unternehmerischer Perspektive würde sich folglich auch der Druck reduzieren, die Laufzeitvorgaben anzupassen.
    Abstract: The aim of this discussion paper is to develop quantitative estimates of future letter volumes up to 2035. The letter volume forecast will serve to discuss the impact on the future provision of universal service and possible adjustments to universal service requirements. Methodologically, a comprehensive desk research of existing forecast studies and academic literature was carried out. Based on the evaluation of the literature, a parametric, Excel-based forecast model for the German letter market was developed, which takes into account economic developments, price effects and digital substitution. The model assumptions were verified through discussions with stakeholders. The model calculates future letter volumes up to 2035 based on the volume of a base year and the parameters for change and their elasticities. It develops two possible future paths as upper and lower limits for future letter volume development based on two scenarios. As a result, in the 'fast' scenario, letter volumes could fall by approximately 70% in 2035 compared to 2023, and in the 'slow' scenario by approximately 53%. The distribution of the forecast volumes across the German Federal states highlights the uneven distribution of letter volumes across the country and a wide variation in the weekly letter volume delivered per square kilometre between urban and rural areas. Depending on the scenario for 2030, we expect that in 88% to 91% of the Federal Territory (including rural and partly urban areas), the number of letters delivered per square kilometre will be lower than the Federal average in 2023. If future universal service requirements are to maintain the current transit time objectives of D+3/D+4, the weekly delivery frequency in 2030 would have to decrease to 3.3 days (slow scenario) or 2.6 days (fast scenario) in 2030 for constant average costs per item - assuming that there is no joint delivery and only domestic letters are delivered. Under these simplified assumptions, the weekly delivery frequency would have to decrease further in 2035 (to 2.3 and 1.5 days, respectively) to maintain constant average costs per item. In that case, the transit time objectives of D+3/D+4 would no longer be feasible. In order to maintain constant transit times, letter prices would have to increase in real terms. In practice, Deutsche Post delivers domestic letters jointly with parcels, goods shipments and international letters. This, together with the introduction of A/B delivery, enables Deutsche Post to limit the increase in average unit costs. From a business perspective, this would also reduce the pressure to adjust transit time targets.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334503
  26. By: Roloff, Malte; Papen, Marie-Christin; Lundborg, Martin
    Abstract: Die vorliegende Studie untersucht die treibenden Faktoren hinter der Implementierung von Künstlicher Intelligenz in den Europäischen Mitgliedsstaaten. Während nordeuropäische Länder und die Benelux-Staaten bei der KI-Nutzung führend sind, liegt Deutschland nur knapp über dem europäischen Durchschnitt. Vor dem Hintergrund eines gemeinsamen europäischen Wirtschaftsraums und einer europäischen Digitalagenda stellt sich die Frage, was sich zwischen den fortschrittlicheren KI-Ländern und Ländern wie Deutschland unterscheidet. Die Analyse basiert auf einem zweistufigen Ansatz, um strukturelle Unterschiede zwischen KI-Vorreiter- und KI-Mittelfeld-Ländern zu identifizieren und mögliche Ansätze für Deutschland abzuleiten: Quantitative Analyse: In der quantitativen Analyse werden zunächst statistisch signifikante Unterschiede zwischen ausgewählten KI-Vorreiter-Ländern (Dänemark, Belgien, Niederlande) und dem KI-Mittelfeld (Deutschland, Schweden, Österreich) identifiziert. Dazu werden 270 KI-Variablen und 133.689 sozioökonomische, infrastrukturelle und bildungsbezogene Merkmale aus Eurostat-Daten für die Jahre 2021, 2023 und 2024 analysiert. Die Analyse erfolgt mittels Hauptkomponentenanalyse und Partial-Least-Squares-Regression; Mit diesen statistischen Methoden wird nach Mustern in der KI-Nutzung und nach möglichen erklärenden Variablen gesucht. Im Unterschied zu manuell erstellten Indizes mit subjektiven Gewichtungen oder einer Analyse einzelner Variablen wird mit einer automatisch ermittelten Gewichtung gearbeitet. Unsere Methode eignet sich somit insbesondere um nach bisher unentdeckten Treibern für die KI-Nutzung zu suchen. Qualitative Einordnung: Im zweiten Schritt werden die quantitativen Ergebnisse um ein vertiefendes Desk Research zu den Strategien und Programmen der KI-Vorreiter-Länder ergänzt, mit dem Ziel mögliche Erklärungsansätze für die identifizierten Unterschiede zu finden. Der Fokus liegt dabei auf Bereiche, in denen die KI-Vorreiter signifikant bessere Werte aufweisen als das KI-Mittelfeld. Die quantitative Analyse identifiziert systematische Unterschiede in vier Hauptbereichen. Im Bereich Bildung und Weiterbildung weisen KI-Vorreiter deutlich höhere Teilnahmequoten an formalen und nicht-formalen Lernaktivitäten auf, insbesondere bei IKT-Schulungen über alle Altersgruppen hinweg. Im Bereich Arbeitsmarkt weisen die Vorreiter-Länder niedrigere durchschnittliche Wochenarbeitsstunden auf, gleichzeitig ist die Arbeitsproduktivität aber durchweg höher, was auf effizientere Arbeitsmarktstrukturen hindeuten könnte. Im Bereich digitale Infrastruktur verzeichnen die Spitzenreiter höhere Internet-Konnektivität in Unternehmen aller Größenklassen. Das Benchmarking zeigt, dass die KI-Vorreiter Dänemark, Belgien und die Niederlande ihre digitale Transformation durch kohärente nationale Strategien, praxisorientierte Weiterbildungsangebote und enge Kooperationen zwischen Staat, Wirtschaft und Bildungseinrichtungen vorantreiben. Besonders erfolgsversprechend sind Programme zur gezielten Förderung unterrepräsentierter Gruppen im IKT-Bereich, flexible Jobrotationsmodelle zur Weiterqualifizierung. Für Deutschland ergeben sich mehrere Ansatzpunkte. Die systematische Integration von Weiterbildung in die nationale Digitalstrategie könnte priorisiert werden, wobei leicht zugängliche, praxisorientierte Angebote durch öffentliche Förderung und Kooperationen ermöglicht werden müssten. Programme nach dänischem Vorbild zur Jobrotation können Weiterqualifizierung und Fachkräftegewinnung effektiv verbinden. Die pragmatische Anerkennung nicht-formaler Qualifikationen, wie in Belgien und den Niederlanden praktiziert, kann berufliche Mobilität erhöhen. Zudem sollten einheitliche, verbindliche Ausbaukonzepte für digitale Infrastruktur mit klaren Zuständigkeiten etabliert werden, um die Digitalisierung von Unternehmensprozessen zu beschleunigen und die Datenverfügbarkeit für KI-Anwendungen zu verbessern. Die Studie verdeutlicht, dass erfolgreiche KIImplementierung nicht isoliert erfolgen kann, sondern eingebettet sein muss in umfassende Strategien zur digitalen Kompetenzentwicklung, Arbeitsmarktintegration und Infrastrukturausbau.
    Abstract: The present study investigates the drivers of AI implementation in EU member states. While Northern European countries and the Benelux states lead the field in AI usage, Germany ranks just above the European average. Given the existence of a common European economic area and a European digital agenda, the question arises as to what distinguishes the more advanced AI countries from countries such as Germany. The analysis is based on a two-stage approach to identify structural differences between AI frontrunners and AI midfield countries and to derive possible approaches for Germany: Quantitative analysis: In the quantitative analysis, statistically significant differences between selected AI leader countries (Denmark, Belgium, Netherlands) and AI midfield countries (Germany, Sweden, Austria) will be identified. For this purpose, 270 AI variables and 133, 689 socioeconomic, infrastructural, and education-related variables from Eurostat data for the years 2021, 2023, and 2024 are analysed. The analysis is performed using principal component analysis and partial least squares regression. These statistical methods are used to search for patterns in AI usage and possible explanatory variables. In contrast to manually constructed indices based on subjectively weighted variables or analyses of individual variables, our method seeks to identify hidden patterns. It is therefore particularly well suitable for identifying previously undiscovered drivers of AI usage. Qualitative assessment: In the second step, the quantitative results are supplemented by in-depth desk research on the strategies and programs of the AI leader countries, with the aim of finding possible explanations for the identified differences. The focus is on areas in which the AI leaders perform significantly better than the AI midfield. The quantitative analysis identifies systematic differences in four main areas. In the area of education and training, AI pioneers have significantly higher participation rates in formal and non-formal learning activities, particularly in ICT training across all age groups. In the labour market, the leading countries have lower average weekly working hours, but at the same time, labour productivity is consistently higher, which could indicate more efficient labour market structures. In the area of digital infrastructure, the frontrunners have higher internet connectivity in companies of all sizes. Benchmarking shows that the AI pioneers Denmark, Belgium, and the Netherlands are driving their digital transformation through coherent national strategies, practice-oriented continuing education programs, and close cooperation between government, industry, and educational institutions. Particularly promising are programs for the targeted promotion of underrepresented groups in the ICT sector and flexible job rotation models for further training. There are several possible approaches for Germany. The systematic integration of continuing education into the national digital strategy could be prioritized, whereby easily accessible, practice-oriented offerings would have to be made possible through public funding and cooperation. Programs based on the Danish model of job rotation can effectively combine further training and the recruitment of skilled workers. The pragmatic recognition of non-formal qualifications, as practiced in Belgium and the Netherlands, can increase professional mobility. In addition, uniform, binding expansion concepts for digital infrastructure with clear responsibilities should be established in order to accelerate the digitization of business processes and improve data availability for AI applications. The study makes it clear that successful AI implementation cannot take place in isolation, but must be embedded in comprehensive strategies for digital skills development, labour market integration, and infrastructure expansion.
    Keywords: Künstliche Intelligenz, Einführung, Vergleich, EU-Staaten
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334488
  27. By: Diermeier, Matthias; Mertens, Armin; Wendt, Jan
    Abstract: Deutschlands industrielle Transformation folgt einem klaren Ziel: Bis 2045 sollen Wirtschaft und Gesellschaft klimaneutral sein. Der Weg dorthin hat längst begonnen, aber sowohl die Unternehmen als auch die Bevölkerung haben auf diesem Pfad noch einen weiten Weg vor sich. Dies gilt insbesondere in einem industrialisierten Bundesland wie Nordrhein-Westfalen, wo vielfach tiefgreifende Veränderungen von Produktionsprozessen, Infrastrukturen und Wertschöpfungsketten umgesetzt werden. Dabei verläuft dieser Wandel nicht überall gleichförmig, sondern konzentriert sich räumlich: Einige Regionen eignen sich besser zum dringend notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien, in anderen Regionen müssen bestehende Industrieanlagen umgebaut werden, und nicht zuletzt braucht es Infrastrukturen zum Transport neuer Energie- und Stoffströme. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: In welchen Regionen treten die Veränderungen in Zukunft besonders intensiv auf? Wo liegen die Schlüsselregionen der industriellen Transformationinfrastrukturen? Um diese Fragen datenbasiert und systematisch zu beantworten, wurde ein Transformationsinfrastrukturindex entwickelt. Dieser Index dient ebenso dazu, die Schlüsselregionen der industriellen Transformationsinfrastrukturen, also Räume, in denen die Veränderungen besonders intensiv auftreten werden, zu identifizieren, wie auch Regionen mit geringerer Infrastrukturrelevanz sichtbar zu machen. Der Index bildet die räumliche Infrastrukturrelevanz nicht nur anhand von Emissionen oder Branchenschwerpunkten ab, sondern berücksichtigt gezielt die infrastrukturellen und technologischen Anforderungen der Dekarbonisierung [...]
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:335030
  28. By: Sebastian Dullien (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Katja Rietzler (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die geplante Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen in der Gastronomie sowie die Anhebung der Entfernungspauschale sind aus mehreren Gründen nicht zu empfehlen. Zum einen sind die Haushalte der Gebietskörperschaften - wenn man vom Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität und der Bereichsausnahme für Verteidigung absieht - sehr angespannt. Zusätzliche Maßnahmen mit negativen fiskalischen Auswirkungen sollten daher nur dann ergriffen werden, wenn sie eindeutig dem zentralen Ziel dienen, die deutsche Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen. Bezüglich dieses Ziels sind die hier betrachteten Maßnahmen des Steueränderungsgesetzes 2025 nicht prioritär. Sie begünstigen zudem Haushalte mit hohem Einkommen. Es wird empfohlen auf diese Maßnahmen zu verzichten.
    Keywords: Steuerpolitik, Umsatzsteuer, Entfernungspauschale
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:201-2025
  29. By: Joao Domingues Semeano (HTW Berlin); Sebastian Dullien (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Camille Logeay (HTW Berlin); Ulrike Stein (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: In diesem Policy Brief wird untersucht, welche Effekte das Rentenpaket 2025 auf den Beitragssatz, das Sicherungsniveau, den Bundeszuschuss und die individuellen Renditen von Standardbeschäftigten in der gesetzlichen Rentenversicherung hätte. Dazu werden zunächst mit dem dynamischen Rentenversicherungsmodell (DyReMo) die makroökonomischen Größen einschließlich des aktuellen Rentenwerts simuliert - sowohl nach aktueller Gesetzeslage wie auch nach Verabschiedung des Rentenpakets 2025. Dabei wird zwischen einigen Reformkomponenten unterschieden, um die einzelnen Effekte besser zu erfassen. In einem zweiten Schritt werden basierend auf diesen Ergebnissen die interne Rendite für Männer und Frauen aus Westdeutschland verschiedener Geburtsjahrgänge von 1940 bis 2010 errechnet. Für alle noch lebenden untersuchten Geburtsjahrgänge steigen dabei durch das Rentenpaket 2025 die internen Renditen. Die Einzahlung in die Rentenversicherung wird damit für alle betrachteten Geburtsjahrgänge attraktiver. Diese Verbesserung geht allerdings auf Kosten des Bundeshaushaltes. Die Zahlungen des Bundes an die Rentenversicherung steigen durch das Rentenpaket langfristig um etwa 0, 3 zusätzliche Prozentpunkte des BIP. Insgesamt bleiben aber die Mittel, die vom Bund in die gesetzliche Alterssicherung fließen, relativ zum BIP unter dem Höchststand von 2003.
    Keywords: Rentenversicherung, Beitragssatz, Sicherungsniveau, Bundeszuschüsse, Bundesmittel Regelaltersgrenze, Rentenpaket 2025, Rentenpaket II, Dynamisches Rentenversicherungsmodell, DyReMo, Nachhaltigkeitsrücklage, Generationengerechtigkeit, Mütterrente III
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:203-2025
  30. By: Tenbrock, Sebastian; Wernick, Christian; Gries, Christin-Isabel
    Abstract: Die Erfassung und Berechnung der indirekten Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3-Emissionen) stellt Telekommunikationsunternehmen in der Praxis der Berichterstattung vor besondere Herausforderungen. Die Studie untersucht, wie TK-Anbieter ihre Scope-3-Emissionen entlang ihrer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsketten erfassen. Dabei wurden die Nachhaltigkeitsberichte von 16 europäischen, börsennotierten TK-Anbietern ausgewertet und Expertengespräche mit 15 Vertretern von Telekommunikationsanbietern, Verbänden und Stadtwerken in Deutschland geführt. Scope 3 machen in der TK-Branche den größten Anteil an den Gesamtemissionen aus, insbesondere solche Emissionen, die im Zusammenhang mit eingekauften Gütern und Dienstleistungen und Kapitalgütern sowie bei der Nutzung der verkauften Produkte durch gewerbliche und private Endkunden entstehen. Diese drei Scope 3-Kategorien dominieren bei allen betrachteten europäischen und deutschen Anbietern und zeigen, dass die zentralen Emissionstreiber branchenweit vergleichbar sind. Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass die Erfassung von Scope 3 aufgrund der Komplexität, kleinteiliger Strukturen und Prozesse sowie begrenzter Datenverfügbarkeit ungenau und mit Unsicherheiten behaftet ist. Hinzu kommt, dass die verschiedenen möglichen Reportingansätze z.T. stark voneinander abweichende Ergebnisse generieren. Die meisten Unternehmen haben in den letzten Jahren ihr Reporting deutlich ausgeweitet, sowohl was die umfassten Kategorien als auch die Detailtiefe innerhalb der Kategorien angeht. Im Ergebnis haben diese beiden Aspekte zur Folge, dass eine Vergleichbarkeit sowohl im Zeitablauf auf Unternehmensebene als auch zwischen den berichtenden Unternehmen nur eingeschränkt möglich ist. Branchenweite Best Practices werden bislang nur punktuell umgesetzt. Die Entwicklung gemeinsamer Ansätze hängt dabei auch von der Größe der TK-Anbieter ab. Während kleinere Unternehmen vor allem in projektbasierten Verbandsformaten kooperieren, entwickeln größere multinational tätige Anbieter in internationalen Initiativen gemeinsame Standards weiter. Insgesamt verfügen größere Unternehmen über mehr Ressourcen und sind in der Lage, ihre Zulieferer stärker zur Mitwirkung beim Reporting und zur Umsetzung von Nachhaltigkeitszielen zu verpflichten. Bis zu den Änderungen des europäischen Rechtsrahmens im Zuge der CSRD- und EU-Omnibus-Initiative bestand bei kleineren Anbietern Unsicherheit darüber, ob und wenn ja ab wann, sie einer Verpflichtung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung unterliegen werden. Diese Unsicherheit ist durch die Verabschiedung der Trilog-Einigung weitgehend beseitigt worden. Bei den Unternehmen, die wider Erwarten doch nicht der Berichtspflicht unterliegen werden, steht nun allerdings zu erwarten, dass das Thema Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich an Relevanz verlieren wird.
    Abstract: The collection and calculation of indirect greenhouse gas emissions along the entire value chain (Scope 3 emissions) pose particular challenges for telecommunications companies in their reporting practices. The study examines how telecommunications providers record their Scope 3 emissions along their upstream and downstream value chains. The sustainability reports of 16 European, publicly traded telecommunications providers were evaluated, and expert discussions were held with 15 representatives of telecommunications providers, associations, and municipal utilities in Germany. Scope 3 emissions account for the largest share of total emissions in the telecommunications industry, particularly emissions from purchased goods and services, capital goods, and the use of sold products by commercial and private end customers. These three Scope 3 categories dominate among all European and German providers considered and show that the key emission drivers are comparable across the industry. At the same time, the study shows that the recording of Scope 3 is inaccurate and subject to uncertainty due to its complexity, fragmented structures and processes, and limited data availability. In addition, the various possible reporting approaches sometimes generate widely differing results. Most companies have significantly expanded their reporting in recent years, both in terms of the categories covered and the level of detail within the categories. As a result, these two aspects mean that comparability is only possible to a limited extent, both over time at the company level and between the reporting companies. Industry-wide best practices have so far only been implemented selectively. The development of common approaches also depends on the size of the telecommunications providers. While smaller companies cooperate primarily in project-based association formats, larger multinational providers continue to develop common standards in international initiatives. Overall, larger companies have more resources and are in a position to oblige their suppliers to cooperate more closely in reporting and implementing sustainability goals. Until the changes to the European legal framework in the wake of the CSRD and EU Omnibus Initiative, there had been uncertainty among smaller providers as to whether, and if so when, they would be subject to sustainability reporting requirements. This uncertainty has been largely removed with the adoption of the trilogue agreement. For companies that, contrary to expectations, will not be subject to reporting requirements, it is to be expected that the topic of sustainability and sustainability reporting will become significantly less relevant.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334506
  31. By: Geden, Oliver; Reisinger, Andy
    Abstract: Die globale Erwärmung wird voraussichtlich bis Anfang der 2030er Jahre über 1, 5 °C steigen. Eine Rückkehr zu 1, 5 °C vor Ende des 21. Jahrhunderts würde zwar nicht alle Schäden verhindern, die in einer Phase überhöhter Temperaturen entstehen. Doch verglichen mit einer dauerhaften Erwärmung über 1, 5 °C würde sie die Risiken verringern. Um Ausmaß und Dauer des »Overshoot«, also der Phase oberhalb der 1, 5°C-Linie, sowie die damit einhergehenden Klimarisiken zu begrenzen, sind verstärkte Klimaschutzmaßnahmen dringend erforderlich. Ziel muss es dabei sein, die maximale globale Erwärmung deutlich unter 2 °C zu halten. Für das anschließende Wiederabsenken der globalen Durchschnittstemperatur sind global anhaltende netto-negative Emissionen von Kohlendioxid (CO2) notwendig, möglicherweise sogar netto-negative Emissionen aller Treibhausgase (THG). Dies stellt die internationale Klimapolitik in ihrem Bemühen, »1, 5 °C in Reichweite zu halten«, vor neue Herausforderungen. Für klimapolitische Vorreiter wie die Europäische Union (EU) bedeutet dies, dass »Netto-Null« nicht mehr als Endpunkt, sondern nur als Übergangspunkt auf dem Weg zu netto-negativen THG-Emissionen betrachtet werden muss, begleitet von der Entwicklung neuer politischer Instrumente.
    Keywords: globale Erwärmung, Anstieg um 1, 5 °C, Treibhausgase (THG), Overshoot, Kohlendioxid (CO2)
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:334556
  32. By: Süß, Juliana
    Abstract: Weltraumfähigkeiten gehören zu jedem modernen Verteidigungsarsenal. Doch die militärischen Weltraumfähigkeiten in Europa bestehen oft nur ansatzweise, und die Abhängigkeit von den USA ist groß. Europa muss eigene Fähigkeiten aufbauen, um Abhängigkeiten zu reduzieren, seine Handlungsfähigkeit zu vergrößern und so europäische Autonomie zu schaffen. Um den Aufbau eigener Weltraumfähigkeiten effizient zu gestalten, sollte ermittelt werden, welche Abhängigkeiten von den USA besonders schwerwiegend sind und welche Hürden einem europäischen Aufbau entgegenstehen. Den Fähigkeiten Weltraumlageerfassung, militärische Aufklärung, Navigationsresilienz und Raketenfrühwarnung sollte Priorität eingeräumt werden.
    Keywords: Weltraumfähigkeiten, Weltraumsicherheit, Weltraumsicherheitsstrategien, Weltraumindustrie, Resilienz, Startfähigkeiten, Weltraumlageerfassung, Satellitenkommunikation, Kommunikationsnetzwerke, Multi-Domain Operations, MDO, militärische Aufklärung, Navigation, Raketenfrühwarnung, Raketenfrüherkennung, Satellitensysteme, Satellitendaten, Satellitendienste, USA, Europa, Nato, EU, ESA, Europäische Weltraumorganisation, Deutschland, Russland, Ukraine, Copernicus, Galileo, Starlink, SpaceX, Ariane 6, Drohnen, EU Space Surveillance and Tracking, EU SST, OneWeb, IRIS2, ICEYE, GPS, TWISTER, Odin's Eye, JEWEL
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:334570
  33. By: Agora Verkehrswende (Ed.); Dezernat Zukunft (Ed.)
    Keywords: Verkehrspolitik, Verkehrsinfrastruktur, Infrastrukturfinanzierung, Öffentlicher Nahverkehr, Elektrofahrzeug, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:334909
  34. By: Ockenfels, Martin; Kulenkampff, Gabriele; Eltges, Fabian; Kiesewetter, Wolfgang; Sabeva, Desislava; Zoz, Konrad
    Abstract: Diese Studie untersucht, wie sich die Backhaul-Kosten im Glasfaserausbau in Abhängigkeit vom räumlichen Footprint unterschiedlicher Netzbetreibertypen unterscheiden. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass neben der Besiedlungsdichte auch die Anzahl, Größe und räumliche Verteilung der Anschlussbereiche maßgeblich die Backhaul-Kosten pro Anschluss beeinflussen. Vor dem Hintergrund heterogener Siedlungsstrukturen in Deutschland sind diese Kostenunterschiede insbesondere für den wettbewerblichen Glasfaserausbau von Bedeutung. Die Analyse basiert auf einer modellgestützten Bottom-up-Methodik, mit der relative Backhaul-Kosten für generische Netzbetreibertypen berechnet werden. Diese Typen repräsentieren unterschiedliche Ausbaukonstellationen und Footprints, die anhand öffentlich verfügbarer Daten zu Postleitzahlregionen approximiert werden. Ergänzend werden reale, adaptierte Netzbetreiber-Footprints in das Typenschema eingeordnet. Die Modellierung beschränkt sich auf die Backhaul-Kosten pro Anschluss und berücksichtigt weder vor- noch nachgelagerte Wertschöpfungsstufen. Die Ergebnisse werden als relative Kostenvergleiche ausgewiesen und haben aufgrund der exemplarischen Szenarien indikativen Charakter. Zusätzlich wurden qualitative Interviews mit Netzbetreibern geführt, um die Modellergebnisse einzuordnen und zu plausibilisieren. Die Ergebnisse zeigen deutliche Kostenunterschiede im Backhaul in Abhängigkeit vom Footprint. Unter der Annahme monopolistischer Versorgung weisen große Netzbetreiber mit zusammenhängenden, dicht besiedelten Versorgungsgebieten signifikante Kostenvorteile pro Anschluss gegenüber kleineren oder räumlich fragmentierten Netzbetreibern auf. Urbane Regionen sind dabei grundsätzlich kostengünstiger als ländliche. Dieses intuitive Muster verliert jedoch an Klarheit, sobald reale Rahmenbedingungen wie tatsächliche Glasfaserverfügbarkeit, aktive Anschlüsse und Kontrahierungsquoten berücksichtigt werden. Insbesondere in urbanen Gebieten können Infrastrukturwettbewerb und geringe Auslastung zu vergleichsweise hohen Backhaul-Kosten pro Anschluss führen. Die ergänzend durchgeführten Interviews verdeutlichen die Grenzen der Modellierung. Regionale Kostenunterschiede, projektbezogene Investitionsentscheidungen sowie die Verfügbarkeit von Wholesale-Backhaul-Angeboten werden im Modell nur unzureichend abgebildet. In der Praxis tragen insbesondere vorleistungsbasierte Infrastrukturen Dritter - soweit verfügbar - zur Kostensenkung und damit Replizierbarkeit bei, während diese Optionen in ländlichen Regionen häufig fehlen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Backhaul-Kosten einen relevanten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit des Glasfaserausbaus haben. Ein funktionierendes Wholesale-Angebot kann dabei insbesondere für regionale Anbieter ein "Level Playing Field" schaffen. Es ist unklar, in welchem Umfang dies für einen flächendeckenden Glasfaserausbau in Deutschland zur Verfügung steht.
    Abstract: This study examines how backhaul costs in FTTH networks differ depending on the spatial footprint of different types of network operators. The starting point is the assumption that, in addition to population density, the number, size and spatial distribution of access areas also have a significant influence on backhaul costs per connection. Given the heterogeneous settlement structures in Germany, these cost differences are particularly important for competitive FTTH deployment. The analysis is based on a model-supported bottom-up methodology that calculates relative backhaul costs for generic network operator types. These types represent different expansion constellations and footprints, which are approximated using publicly available data on postcode regions. In addition, real, adapted network operator footprints are classified in the scheme of stylised network operators. The modelling is limited to the backhaul costs per connection and does not consider upstream or downstream stages of the value chain. The results are presented as relative cost comparisons and are indicative in nature due to the exemplary scenarios. In addition, qualitative interviews were conducted with network operators to classify and validate the model results. The results show significant cost differences in backhaul depending on footprint. Assuming monopolistic supply, large network operators with contiguous, densely populated service areas have significant cost advantages per connection over smaller or spatially fragmented network operators. Urban regions are generally more cost-effective than rural areas. However, this intuitive pattern becomes less clear when real-world conditions such as actual fibre availability, active connections and contracting rates are taken into account. In urban areas in particular, infrastructure competition and low utilisation can lead to comparatively high backhaul costs per connection. The supplementary interviews highlight the limitations of modelling. Regional cost differences, project-related investment decisions and the availability of wholesale backhaul offerings are not adequately reflected in the model. In practice, third-party wholesalebased infrastructures - where available - contribute to cost reduction and thus replicability, while these options are often lacking in rural areas. Overall, the results show that backhaul costs can have a relevant impact on the economic viability of FTTH deployment. Availability of wholesale offers can create a level playing field, especially for regional providers. It remains questionable to what extent this is available for nationwide FTTH deployment in Germany.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334510
  35. By: Junk, Petra; Niederprüm, Antonia
    Abstract: Paketdienstleister stehen vor steigenden Herausforderungen: wachsende Kundenerwartungen an Transparenz, Schnelligkeit und Komfort erfordern eine Optimierung der Customer Journey, während das durch die Corona-Pandemie beschleunigte E-CommerceWachstum eine effiziente Bereitstellung von Kapazitäten für CO₂-optimierte Zustellungen notwendig macht. Gleichzeitig begrenzt der Mangel an qualifizierten Fachkräften das Wachstumspotenzial der Branche. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzen die Paketdienste verstärkt auf neue Technologien wie Robotik, Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI). Die Untersuchung fokussiert auf Anwendungen dieser Technologien entlang der Paketwertschöpfungskette und betrachtet Lösungen, die bereits eingesetzt werden oder in den nächsten fünf Jahren an Bedeutung gewinnen könnten. Forschungsschwerpunkte sind der konkrete Einsatz neuer Technologien, Einflussfaktoren auf Innovationsbereitschaft und -fähigkeit der Paketdienste sowie Auswirkungen auf den Wettbewerb im deutschen Paketmarkt. Methodisch basiert die Analyse auf umfassendem Desk Research, ergänzt durch Besuche von Fachmessen und des DHL Innovation Centers sowie Interviews mit großen Paketdiensten und Branchenexperten. Die Untersuchung verschiedener Anwendungsfelder zeigt, dass bislang nur wenige Technologien in der Paketlogistik breit eingesetzt werden: IoT ist etabliert, KI gewinnt an Bedeutung, Robotik bleibt selten. Unternehmen setzen Innovationen ein, um sich über Servicequalität, Geschwindigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis vom Wettbewerb abzuheben. Paketdienste mit hoher Innovationskraft können neue Technologien früh testen, Prozesse verbessern und so ihre Marktposition stärken. Technologischer Fortschritt erfolgt meist durch kontinuierliche, praxisnahe Verbesserungen im laufenden Betrieb, unter Berücksichtigung bestehender Systeme und Prozesse. Der Einsatz neuer Technologien muss für die Paketdienste wirtschaftlich sinnvoll sein, weshalb sie finanzstark sein sollten, um die Risiken möglicher Fehlschläge tragen zu können. Die Untersuchung hat gezeigt, dass Amazon dank hoher Agilität und geringer Altlasten Innovationen schnell entwickeln und umsetzen kann. DHL und UPS verfügen über umfangreiche Ressourcen, ihre Innovationskraft wird jedoch durch historisch gewachsene Prozesse und zentrale Strukturen gebremst. Mittelgroße, europäische Dienstleister wie GLS und DPD sind operativ flexibel, stoßen bei der großflächigen Skalierung neuer Technologien jedoch an Grenzen. Hermes ist stärker auf den deutschen Markt fokussiert und verfügt infolge seiner spezifischen Eigentümer- und Organisationsstruktur über andere, teils stärker eingeschränkte Skalierungs- und Innovationsspielräume. Neueinsteiger und internationale Plattformen stoßen in Deutschland auf begrenzte Marktchancen, da etablierte Anbieter bereits über Kapazitäten, Netzwerke und First-MoverVorteile z.B. bei Paketstationen verfügen. Innovationen durch neue Anbieter dürften daher eher bestehende Services ergänzen, etwa durch Same-Day-Zustellung, statt die Marktpositionen der etablierten Anbieter substanziell zu schwächen.
    Abstract: Parcel service providers are facing increasing challenges. Growing customer expectations in terms of transparency, speed and convenience require optimisation of the customer journey. At the same time, the growth in e-commerce accelerated by the Coronavirus pandemic necessitates the efficient provision of capacity for CO2-optimised deliveries. Concurrently, the scarcity of skilled postal workers is constraining the industry's capacity for expansion. In order to address these challenges, parcel operators are increasingly turning to new technologies such as robotics, the Internet of Things (IoT) and artificial intelligence (AI). The study focuses on applications of these technologies along the parcel value chain and considers solutions that are already in use or could gain importance in the next five years. The research focuses on the concrete use of new technologies, the factors influencing the willingness and ability of parcel services to innovate, and the impact on competition in the German parcel market. Methodologically, the analysis is based on comprehensive desk research, supplemented by visits to trade fairs and the DHL Innovation Centre, as well as interviews with major parcel service providers and industry experts. A survey of current practices reveals that only a small number of technologies have been widely adopted in the field of parcel logistics. IoT is well established, AI is gaining prominence, and robotics remains in its infancy. Companies use innovations to differentiate themselves from their competitors in terms of service quality, speed and price-performance ratio. Parcel operators that embrace innovation are able to test new technologies at an early stage, improve processes and strengthen their market position. Technological progress is typically driven by continuous, practical improvements in ongoing operations, leveraging existing systems and processes. The implementation of new technologies must be financially viable for parcel services. It is essential for them to have robust financial health to sustain the risks associated with potential failures. The study has demonstrated that Amazon is capable of developing and implementing innovations in a rapid manner, a feat attributable to its high agility and minimal legacy burdens. DHL and UPS have extensive resources at their disposal, but their innovative strength is hampered by historically grown processes and centralised structures. Medium-sized European service providers such as GLS and DPD have a proven track record of operational flexibility. However, they do face limitations when it comes to scaling new technologies on a large scale. Hermes's focus is on the German market. Due to its specific ownership and organisational structure, the company has different, and sometimes more limited, scope for scaling and innovation. New entrants and international platforms face limited market opportunities in Germany, as established providers already have capacity, networks and first-mover advantages for example in parcel stations. Innovations by new providers are therefore likely to complement existing services, for example through same-day delivery, rather than substantially weakening the market positions of established providers.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334504
  36. By: Lucidi, Stefano; Niedick, Lars; Sörries, Bernd
    Abstract: Im Zuge der Verlängerung der Frequenznutzungsrechte verpflichtete die Bundesnetzagentur die etablierten Mobilfunknetzbetreiber, bis zum Jahr 2030 eine bundesweite Flächenabdeckung von 99, 5% mit Mobilfunkdiensten sicherzustellen. Je umfassender solche Versorgungauflagen sind, desto weniger können sich die Mobilfunknetzbetreiber durch unterschiedliche räumliche Versorgungsstrategien im Markt differenzieren. Insoweit könnten solche Versorgungsauflagen im Widerspruch zum Infrastrukturwettbewerb, ein Leitbild des europäischen und nationalen Rechtsrahmens, stehen. Im ersten Teil der vorliegenden Studie wird deshalb das mögliche Spannungsverhältnis von Versorgungsauflagen und Infrastrukturwettbewerb analysiert. Da modernste Mobilfunktechnologien die technischen Vorgaben der Telekommunikations-Mindestversorgungsverordnung (TKMV) erfüllen, besteht das Interesse, außerhalb von Messungen vor Ort festzustellen, bei welchen Adressen die in der TKMV festgelegten Datenübertragungsraten im Up- und Downlink mit hoher Wahrscheinlichkeit vorliegen. Die Studie greift diese Diskussion auf und prüft netztechnische Parameter und vorhandene Daten, die für eine Prognose der Versorgungsqualität verwendet werden könnten. Die Studie zeigt, dass der deutsche Mobilfunkmarkt durch einen Infrastrukturwettbewerb geprägt ist. Gerade für Mobilfunknetzbetreiber, die in ländlichen Regionen einen unterdurchschnittlichen Marktanteil haben, stellt die Flächenversorgungsauflage einen Anreiz dar, den Wettbewerb in diesen Regionen zu verstärken. Netzqualitätsauswertungen zeigen einen Trend abnehmender Qualitätsabstände zwischen den Mobilfunknetzen, was als Indikator für intensiven Wettbewerb und Modernisierungsprozesse interpretiert werden kann. Insoweit ist festzustellen, dass das Ziel eines Infrastrukturwettbewerbs und Versorgungsauflagen kein Gegensatz sein müssen. Im Hinblick auf die TKMV zeigt sich, dass der Mobilfunk grundsätzlich einen Beitrag zur Grundversorgung leisten kann. Die tatsächliche Eignung ist jedoch von den verfügbaren Kapazitäten, der Nutzerzahl pro Funkzelle sowie potenziellen Priorisierungsinstrumenten, wie etwa Network Slicing, abhängig. Die derzeit verfügbare Datengrundlage über Qualitätsparameter in den Mobilfunknetzen ist jedoch weder hinreichend harmonisiert noch methodisch einheitlich. Dies erschwert eine verlässliche Einschätzung der Leistungsfähigkeit des Mobilfunks für das Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten (RaVT). Für eine belastbare Prognose wäre daher ein standardisiertes, interoperables Mess- und Datenkonzept erforderlich, das netzseitige Parameter und nutzungsbasierte Messungen zusammenführt. Darüber hinaus könnte die Entwicklung eines Machine-Learning-Tools zur Prognose der Mobilfunkqualität hilfreich sein.
    Abstract: As part of the extension of frequency usage rights, the Federal Network Agency required established mobile network operators to ensure nationwide coverage of 99.5% with mobile services by 2030. The more comprehensive such coverage obligations are, the less mobile network operators can differentiate themselves in the market through different geographical coverage strategies. In this regard, such coverage obligations could conflict with infrastructure competition, a guiding principle of the European and national legal framework. The first part of this study therefore analyzes the potential conflict between coverage obligations and infrastructure competition. Since advanced mobile communications technologies meet the technical requirements of the Telecommunications Minimum Supply Ordinance (TKMV), there is interest in using forecasts to determine at which addresses the data transmission rates specified in the TKMV are highly likely to be available in the uplink and downlink, beyond on-site measurements. The study takes up this discussion and examines network parameters and existing data that could be used to forecast service and coverage quality. The study shows that the German mobile communications market is characterized by infrastructure competition. For mobile network operators with a below-average market share in rural areas, the coverage obligation provides an incentive to intensify competition in these regions. Network quality evaluations show a trend toward decreasing quality differences between mobile networks, which can be interpreted as an indicator of intense competition and modernization processes. In this respect, it can be said that the objectives of infrastructure competition and coverage obligations do not have to be in conflict with each other. With regard to the TKMV, the mobile communications network can contribute to ensure basic service provisions. However, its actual suitability depends on available capacities, the number of users per cell, and potential prioritization tools such as network slicing. At present, the available data on mobile network quality parameters is neither sufficiently harmonized nor methodologically consistent. This makes it difficult to reliably assess the performance of mobile communications in terms of fulfilling the right to supply with telecommunications services (RaVT). A reliable forecast would therefore require a standardized and interoperable measurement and data concept that combines network parameters and usage-based measurements. In addition, the development of a machine learning tool to forecast mobile communications quality could further support such analyses.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334502
  37. By: Gerresheim, Nils; Krahé, Max; van 't Klooster, Jens
    Abstract: Der US-Dollar verliert an Reservewährungsdominanz. Bisher konnte der Euro davon kaum profitieren. Wir untersuchen, ob eine stärkere Internationalisierung des Euro wünschenswert wäre. Dazu analysieren wir die strukturellen Vor- und Nachteile einer Reservewährung und quantifizieren die Effekte einer hypothetischen Euro-Dominanz. Unsere Ergebnisse zeigen leicht positive Nettoeffekte von 0, 2 bis 0, 8 Prozent des Eurozonen-BIP. Dahinter verbergen sich jedoch beträchtliche Bruttoeffekte einzelner Kanäle. Eine Eurodominanz vergleichbar mit der des US-Dollar heute erscheint somit nicht eindeutig vorteilhaft: Während niedrige Kapitalkosten erhebliche Vorteile bieten, würde eine potenzielle Währungsaufwertung signifikante Kosten und sektorale Umverteilungen implizieren. Eine beschränktere Internationalisierung des Euros wäre nur vorteilhaft, falls es möglich ist, eine übermäßige Aufwertung zu vermeiden.
    Keywords: Reservewährung, Wechselkurse, Euro, Geldpolitik
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:334898
  38. By: Liebe, Andrea; Bürger, Katrin; Happ, Marina; Wiewiorra, Lukas
    Abstract: Die Studie untersucht, warum das Teilen von Daten zwischen Unternehmen sein vorhandenes Potenzial bislang nicht ausschöpft, obwohl empirische Befunde zeigen, dass Datenteilen im B2B-Kontext zu zusätzlichen Umsätzen, Effizienzgewinnen und Innovationschancen führen kann. Derzeit bleiben rund 80 Prozent der industriellen Daten ungenutzt. Zentrale Hemmnisse sind rechtliche Unsicherheiten, unzureichende Datenqualität sowie fehlender Zugang zu Daten Dritter. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen mit mittlerer Bereitschaft zum Datenteilen. Diese sind dem Datenaustausch grundsätzlich aufgeschlossen, zögern jedoch aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich des Datenwerts, der Preisbildung und der Fairness der Austauschbeziehungen. Die Studie basiert auf einem theoriegeleiteten, literaturbasierten Ansatz sowie leitfadengestützten Expertengesprächen. Ziel ist es, ökonomische Anreizmechanismen zu identifizieren, die Informationsasymmetrien reduzieren, Transparenz erhöhen und eine faire Wertverteilung im Datenaustausch ermöglichen. Ergänzend werden der Data Act und der Data Governance Act hinsichtlich ihrer Eignung zur Förderung tragfähiger Datasharing-Strukturen analysiert. Beide Rechtsakte wirken komplementär: Der Data Act etabliert als regulatorische Ultima Ratio verbindliche Mindeststandards, etwa durch Transparenzpflichten, standardisierte Zugangsrechte und faire Vertragsbedingungen. Der Data Governance Act stärkt über zertifizierte Intermediäre, Neutralitätsanforderungen und institutionelle Vertrauensmechanismen insbesondere Konstellationen mit mittlerer Datenteilungsbereitschaft. Die Studie zeigt bestehende Defizite bei Datenbewertung, dynamischer Preisbildung und Wertverteilungsmodellen auf und betont, dass ein funktionierender europäischer Datenmarkt nur durch das Zusammenspiel von Regulierung und ökonomisch fundierten Anreizsystemen entstehen kann.
    Abstract: The study examines why data sharing between companies has not yet reached its full potential, even though empirical findings show that data sharing in a B2B context can lead to additional revenue, efficiency gains and innovation opportunities. Currently, around 80 per cent of industrial data remains unused. The main obstacles are legal uncertainties, insufficient data quality and a lack of access to third-party data. The focus is on companies with a moderate willingness to share data. These companies are generally open to data exchange, but hesitate due to uncertainties regarding data value, pricing and the fairness of exchange relationships. The study is based on a theory-driven, literature-based approach and guided expert interviews. The aim is to identify economic incentive mechanisms that reduce information asymmetries, increase transparency and enable fair value distribution in data exchange. In addition, the Data Act and the Data Governance Act are analysed in terms of their suitability for promoting sustainable data sharing structures. Both pieces of legislation are complementary: as a regulatory last resort, the Data Act establishes binding minimum standards, for example through transparency requirements, standardised access rights and fair contractual terms. The Data Governance Act strengthens constellations with a medium willingness to share data in particular through certified intermediaries, neutrality requirements and institutional trust mechanisms. The study highlights existing deficits in data valuation, dynamic pricing and value distribution models and emphasises that a functioning European data market can only be created through the interaction of regulation and economically sound incentive systems.
    Keywords: Data Sharing, Unternehmen, Datenschutz, Datenmanagement, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334489
  39. By: Zuloaga, Gonzalo; Plückebaum, Thomas; Kulenkampff, Gabriele; Ockenfels, Martin
    Abstract: Mobilfunknetze müssen sich immer wieder veränderten Nutzungsbedürfnissen anpassen, da sie mit knappen Frequenzressourcen arbeiten. Im Vordergrund steht dabei primär das ständig steigende Datenvolumen, dann aber auch die sich ändernden Qualitätsanforderungen, insbesondere in Bezug auf Signallaufzeiten und Zuverlässigkeit der Übertragung. Diese werden wesentlich in den Funkzugangsnetzen (RAN) bestimmt, die ca. 50 % des Energieverbrauchs der Mobilfunknetze benötigen. Daher konzentriert sich diese Studie auf dieses Netzsegment. Die Anpassung der Mobilfunknetze erfolgt einerseits durch den Einsatz neuer Funkschnittstellen, neuer und leistungsfähigerer Codierungsverfahren, neuer Antennentechniken und zusätzlicher neuer Frequenzbänder in höheren Frequenzlagen. Höhere Frequenzlagen (Trägerfrequenzen) haben jedoch andere, i.d.R. beschränktere Ausbreitungscharakteristika bzgl. Reichweite, Störungsempfindlichkeit und Umgehung/Penetration von Sichtbehinderungen, wie z. B. Geländestrukturen, Bäume oder Gebäude. Die neuen Technologien und die neuen Frequenzressourcen bieten erhebliche Bandbreitenverbesserungen und übertragen den Verkehr effizienter. Sie bieten durch die neuen Codierungen und Antennentechniken deutlich mehr Kapazität zur Datenübertragung, aber natürlich haben sie auch einen anderen Energiebedarf. Ein Kernproblem in Mobilfunknetzen ist die Grundlast im RAN, d.h. die permanente Sende- und Empfangsbereitschaft, wegen der das RAN in Niederlastzeiten nicht vollständig abgeschaltet werden kann. Hier gab es mit der 5G Funkschnittstelle deutliche Fortschritte. Die Studie beschreibt auf der Basis von Erfahrungen aus der Modellierung des Energieverbrauches in bestehenden Mobilfunknetzen die Zusammenhänge von Nutzerbedarfsveränderungen und Energieverbrauch, unter Einbeziehung neuer, energieeffizienterer Technologien und neuer Frequenzen, bis hin zur Wirkung von Funkzellverdichtungen. Dabei wird gezeigt, dass das Datenvolumen nur ein eingeschränkt geeigneter Proxy für die Prognose des Energieverbrauchs von Funkzugangsnetzen ist. Im Ergebnis bleibt die Perspektive, dass der Energieverbrauch der Mobilfunknetze angesichts der stark wachsenden Nachfrage und trotz einer deutlichen Steigerung der Energieeffizienz der Netztechnologien, sichtbar ansteigen wird. Dem kann weiterhin begegnet werden, indem ergänzend zu den Mobilfunknetzen, insbesondere in Gebäuden, das Zusammenspiel von Smartphones durch Mobile-Offloading über Wi-Fi in Glasfaserfestnetze weiter ausgebaut wird und so die Mobilfunknetze entlastet werden.
    Abstract: Mobile telecommunication networks must be adapted to changing user demand in a frequent manner, because they rely on scarce frequency resources. In the fore is the permanently increasing data volume per user, but next comes the increasing quality demand, especially regarding the latency and reliability of the transmission. All will be dominantly determined by the Radio Access Networks (RAN). The RAN consumes approximately 50 % of the power consumption of the mobile networks. Thus, this study concentrates on this important network segment. The adaption on the increasing demand will be taken care off by introducing new radio interfaces with new and more powerful coding methods, new antenna techniques, additional frequency blocks in higher frequency spaces. Higher frequency spaces (bearer frequencies) have different typically more restricted emission characteristics regarding reach, noise susceptibility and surrounding/ penetration of walls, line of sight interruptions, by landscape/ surface, trees/ forests or buildings. The new technologies and frequency resources offer significant bandwidth improvements and transmit traffic more efficiently. By new coding and new antenna techniques they offer significantly higher data transmission capacity. But of course, they have a different power consumption demand. A mobile radio network's core problem is the basic power demand for being always on to send or receive transmissions, thus the RAN cannot be switched off completely. 5G new radio improves this situation by allowing to switch-off frequency blocks completely, if at least some blocks remain ready to operate for sensing and activating on demand. Based on experience on modelling energy demand in existing mobile networks the study describes the interdependencies of changing user demand and power demand, taking into account new and more energy efficient technologies and new frequency blocks up to radio cell densification This shows that data volume is only a limited proxy for forecasting the energy consumption of wireless access networks. As a result, the view remains that the total power consumption of mobile networks will increase significantly due to strong demand, which exceeds the substantial increase in the energy efficiency of telecommunications network elements. One can counteract these effects by improving the inhome/indoor interaction of smartphones and Wi-Fi access points for mobile off-loading, thus relaxing the mobile network load.
    Keywords: Telefonnetz, Energieeinsparung, Telekommunikationsnetz, Konsumentenverhalten, Telekommunikationspreis
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334507
  40. By: Roloff, Malte; Puhl, Pirmin; Papen, Marie-Christin; Bürger, Katrin; Schrade-Grytsenko, Lisa; Lundborg, Martin
    Abstract: Empirische Studien belegen, dass Künstliche Intelligenz (KI) den Unternehmen Effizienz- und Produktivitätsgewinne ermöglicht, zugleich aber erhebliche Risiken wie Compliance-Verstöße, den Verlust von Geschäftsgeheimnissen sowie neue Cyber- und Safety-Bedrohungen birgt. Diese Studie betrachtet die Einsatzbereiche und Risiken von KI anhand einer Literaturerhebung und einer empirischen Analyse der Geschäftsberichte der DAX-Unternehmen. Unser Untersuchungsfokus liegt auf Geschäftsberichten von Aktiengesellschaften aus der DAX-Indexfamilie (DAX, MDAX, SDAX, TecDAX) der letzten drei Jahre. Methodisch erfolgt eine zweistufige Vorgehensweise: Zuerst wurde auf Basis wissenschaftlicher Literatur und aktueller Statistiken Einsatzbereiche und Risiken von KI erfasst, relevante Inhalte der KI-Verordnung aufbereitet und eine Taxonomie zur Strukturierung von KI-Risiken basierend auf einer bestehenden Struktur weiterentwickelt. Darauf aufbauend erfolgte eine Analyse aller Geschäftsberichte der Unternehmen aus der DAX-Indexfamilie der Jahre 2022-2024. Mithilfe deskriptiver und explorativer Methoden (z. B. Topic Modeling mit TF-IDF, Sentiment-Analyse) wurden Einsatzfelder von KI sowie Risikofaktoren identifiziert, mit der Literatur abgeglichen und in die Risiko-Taxonomie eingeordnet. Unsere Untersuchungen zeigen, dass in der Berichterstattung der börsennotierten Unternehmen der Fokus auf der Betonung von Chancen oder auf einer formellen Beschreibung des KI-Einsatzes im Unternehmen liegt. Sie berichten jedoch weniger von potenziellen Risiken und Problemen des Einsatzes. Wenn die Unternehmen Risiken thematisieren, handelt es sich meist um abstrakte Beschreibungen [...] Zwischen der tatsächlichen Risikoberichterstattung in den Geschäftsberichten und den in Umfragen genannten Risiken zeigt sich eine deutliche Diskrepanz. Empirische Umfrageergebnisse aus der Literatur verdeutlichen, dass die meisten Unternehmen zwar ebenfalls den erheblichen Nutzen des Einsatzes von KI anerkennen, gleichzeitig jedoch die damit verbundenen Risiken deutlich stärker betonen. Insbesondere werden Datenschutzund Sicherheitsbedenken sowie Hemmnisse wie unklare rechtliche Rahmenbedingungen und Ressourcenengpässe in Umfragen wesentlich häufiger hervorgehoben als in den Geschäftsberichten.
    Abstract: Empirical studies show that artificial intelligence (AI) enables companies to achieve efficiency and productivity gains, but at the same time poses significant risks such as compliance issues, the loss of trade secrets, and new cyber and safety threats. This study examines applications and risks of AI on the basis of a literature review and an empirical analysis of the annual reports of publicly listed companies. Our research focuses on the annual reports of companies included in the DAX index family (DAX, MDAX, SDAX, TecDAX) from the last three years. The methodological approach adopted involved a two-stage process. First, applications and risks of AI were assessed, based on scientific literature and current studies, the AI Regulation was analyzed, and a taxonomy for AI risks was refined. In the second step, an analysis was conducted on the annual reports of companies from the DAX index family for the years 2022-2024. Using descriptive and exploratory methods (e.g., topic modeling with TF-IDF, sentiment analysis), areas of application for AI and risk factors were identified, compared with the literature, and classified in the refined risk taxonomy. Our research shows that the reporting of listed companies focuses on emphasizing opportunities or providing a formal description of the use of AI. However, they report less on the potential risks and problems associated with its use. When companies do address risks, it is usually in abstract terms [...] A clear discrepancy has been identified between the actual risk reporting in annual reports and the risks cited in scientific surveys. Empirical findings from the literature demonstrate that the majority of companies also perceive significant advantages in the utilization of AI. However, they place much greater emphasis on risks, such as those pertaining to data protection and security concerns, as well as risks posed by obstacles such as unclear legal frameworks and resource constraints.
    Keywords: Künstliche Intelligenz, Risiko, Wahrnehmung, Unternehmen, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334487
  41. By: Dilger, Alexander
    Abstract: Eine politische Brandmauer bezeichnet die systematische Ausgrenzung von einer oder mehreren Parteien dahinter durch die übrigen (relevanten) Parteien. Sie kann aus einem Koalitionsverbot bestehen. Aktuell verbieten sich die anderen Parteien eine zustimmende Mehrheit, die nur mit Stimmen der ausgegrenzten AfD zustande kommt. Konsequenter wäre das symmetrische Verbot auch einer ablehnenden Mehrheit nur mit Stimmen einer ausgegrenzten Partei, wodurch eine relative Mehrheit diesseits der Brandmauer ausreichen würde statt einer (über)großen Koalition. Eine Brandmauer soll die ausgegrenzte Partei von der Macht und vor allem Regierung fernhalten, kann ihr jedoch Wähler zuführen, bis sie allein regieren kann. Wenn sie verfassungswidrig ist, ist das besonders gefährlich und wäre ein Parteiverbot besser. Wenn sie nicht verfassungswidrig ist, scheitert ein Verbotsverfahren, ist die Brandmauer aber auch nicht wirklich gerechtfertigt. Besser als die Ausgrenzung von ganzen Parteien ist deshalb die Ausgrenzung von verfassungsfeindlichen Personen in allen Parteien.
    Abstract: A political firewall refers to the systematic exclusion of one or more parties behind it by the other (relevant) parties. It can consist of a ban on coalitions. Currently, the other parties prohibit themselves from forming an approval majority that would only be possible with votes from the excluded AfD. A more consistent approach would be a symmetrical ban on a rejection majority also only with votes from an excluded party, whereby a relative majority on this side of the firewall would suffice instead of a (super)grand coalition. A firewall is intended to keep the excluded party out of power and, above all, out of government, but it can also steer voters towards this party until it can govern alone. If it is unconstitutional, this is particularly dangerous, and a party ban would be preferable. If it is not unconstitutional, a ban will fail, but the firewall is also not truly justified. Therefore, excluding individuals hostile to the constitution from all parties is preferable to excluding entire parties.
    Keywords: Ausgrenzung, Brandmauer, Demokratie, Mehrheit, Parteiverbot
    JEL: D72 D74 K19
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:umiodp:335024
  42. By: Zuloaga, Gonzalo; Plückebaum, Thomas; Kulenkampff, Gabriele; Eltges, Fabian
    Abstract: Diese Studie analysiert die energie- und emissionsbezogenen Wirkungen der Kupfer-Glasfaser-Migration im deutschen Anschlussnetz vor dem Hintergrund der klimapolitischen Zielsetzungen des European Green Deal, der seit 2019 eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 50 % bis 2030 sowie Klimaneutralität bis 2050 vorsieht. Ziel der Analyse ist es, den Beitrag des Glasfaserausbaus zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduktion der CO₂-Emissionen differenziert zu bewerten und auf Basis szenariobasierter Modellrechnungen Maßnahmen zu identifizieren, die diese Effekte gezielt unterstützen. Methodisch basiert die Studie auf einem Bottom-Up-Modellansatz. In einem ersten Schritt wird über eine detaillierte Netzdimensionierung das Mengengerüst sowohl der passiven Infrastruktur für den FTTH/B-Netzausbau als auch der aktiven Netzkomponenten für den Netzbetrieb ermittelt. Der Ausbau berücksichtigt ausschließlich die noch erforderlichen Trassenkilometer für eine flächendeckende Glasfasererschließung. Das Mengengerüst des Netzbetriebs differenziert nach Zugangstechnologien und wird im Zeitverlauf durch die modellierte Kupfer-Glasfaser-Migration variiert. In einem zweiten Schritt werden diese Mengengerüste mit technologiespezifischen Stromverbräuchen und globalen Emissionsfaktoren für Deutschland verknüpft, sodass sowohl der Energieverbrauch als auch die CO₂-Emissionen von Netzausbau und -betrieb jahresbezogen bis 2050 ermittelt werden können. Die zugrundeliegende Datenbasis besteht aus gemeindespezifischen Struktur- und Versorgungsdaten von DESTATIS, dem Breitbandatlas der Bundesnetzagentur sowie technischen und umweltbezogenen Kenndaten einzelner Netzelemente, insbesondere standardisierte Energiegrenzwerte aus dem EU Code of Conduct on Energy Consumption of Broadband Communication Equipment. Die Modellergebnisse zeigen, dass eine vollständige Anschlussmigration auf FTTH relevante Energieeinsparpotenziale aufweiset, die die Emissionen des Glasfaserausbaus bis 2040 vollständig amortisieren. Somit ist bis 2050 mit einer insgesamt positiven Netto-Bilanz des Glasfaserausbaus durch die Kupfer-Glasfaser-Migration in Deutschland zu rechnen. Ein Verbleib von FTTB-, DOCSIS- oder Mobilfunkanschlüssen würde diese Entwicklung nachteilig beeinflussen und könnte sogar die positive ökologische Netto-Bilanz von Glasfaserausbau- und -Migration gefährden. Zusätzlich kann die Dekarbonisierung des Energiemixes zum Multiplikator der Migration werden. Die Kupfer-Glasfaser-Migration steigert Energieeffizienz im Netzbetrieb, die Dekarbonisierung trägt ferner dazu bei, dass die erzeugte Energie zunehmend ohne CO₂- Emissionen erzeugt werden kann. In jedem Fall ist eine Verringerung des Energiebedarfs oder dessen unterproportionalem Wachstum im Verhältnis zur Steigerung der Datenvolumina von wesentlicher Bedeutung, unabhängig davon, wie sauber die Energie erzeugt wird. Elektrische Energie benötigt immer Ressourcen, und sei es zur Herstellung und Aufstellung von photovoltaischen Kollektoren und Speicherverfahren zum Ausgleich zwischen Erzeugungs- und Verbrauchszyklen. Ein Verbrauch für die Telekommunikation bedeutet immer, dass diese ggf. sauber erzeugte Energie für andere Zwecke nicht zur Verfügung steht, sieht man einmal von den Kosten für die Energie ab.
    Abstract: This study examines the energy- and emissions-related impacts of the copper-to-fibre migration in the German access network in the context of the climate policy objectives of the European Green Deal, which aims to reduce greenhouse gas emissions by 50 % by 2030 and to achieve climate neutrality by 2050. The analysis seeks to assess, in a differentiated manner, the contribution of fibre deployment to improvements in energy efficiency and reductions in CO₂ emissions, and to identify - based on scenario-based modelling - measures that can effectively enhance these outcomes. Methodologically, the study applies a bottom-up modelling approach. In a first step, detailed network dimensioning is used to derive the quantity framework for both the passive infrastructure required for FTTH/B deployment and the active network components involved in network operation. The expansion considers exclusively the remaining fiber optic network infrastructure needed to achieve nationwide fibre coverage. The quantity framework for network operation is differentiated by access technology and evolves over time as a result of the modelled copper-to-fibre migration. In a second step, these quantities are combined with technology-specific electricity consumption values and national average emission factors, enabling the quantification of both energy consumption and CO₂ emissions from the network deployment and network operation over multiple periods up to 2050. The analysis is based on municipality-level demographical data from DESTATIS, and coverage data from the Breitbandatlas and Bundesnetzagentur, complemented by technical and environmental data of individual network elements, particularly from the standardised energy benchmarks from the EU Code of Conduct on Energy Consumption of Broadband Communication Equipment. The modelling results show that a complete migration to FTTH offers significant energy savings potential, which will completely offset the emissions from fibre optic network rollout by 2040. By 2050, fibre optic expansion is expected to have an overall positive net balance in Germany as a result of the migration from copper to fibre optics. Retaining FTTB, DOCSIS or mobile based connections would have a negative impact on this development and could even jeopardise the positive net ecological balance of fibre optic expansion and migration. In addition, the decarbonisation of the energy mix can become a multiplier for the savings effects of the migration. Copper-fibre migration increases energy efficiency in network operation, while decarbonisation also contributes to the required energy being produced with fewer CO₂ emissions. In any case, reducing energy consumption or ensuring that it grows at a slower rate than the data volumes increase, is essential, regardless of how cleanly the energy is generated. Energy production always requires resources, whether for the production and installation of photovoltaic collectors or for storage methods to balance generation and consumption cycles. Consumption for telecommunications always means that this energy, which may have been generated cleanly, is not available for other purposes, apart from the cost of the energy itself.
    Keywords: Glasfaserkommunikation, Energieeinsparung, Telekommunikationsnetz, Netzwerk, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334509
  43. By: Steitz, Janek
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:334900
  44. By: Baischew, Dajan; Niedick, Lars; Sörries, Bernd; Stronzik, Marcus
    Abstract: Die vorliegende Studie untersucht, ob Versorgungsauflagen im Rahmen der Vergabe von Frequenznutzungsrechten einen Einfluss auf die Qualität der Mobilfunkversorgung haben. Analysiert werden Daten von Mobilfunknutzenden für 112 Netzbetreiber in 32 EUund OECD-Ländern im Zeitraum 2019 bis 2025. Ziel ist es, den Effekt der Auflagen von anderen Faktoren abzugrenzen. Methodisch kommen zwei Ansätze zum Einsatz: Die Differenz-in-Differenzen-Schätzung erlaubt es, Effekte der Strenge der Auflagen isoliert zu betrachten und länder- sowie netzbetreiberspezifische Unterschiede weitgehend zu kontrollieren. Ergänzend wird die Data Envelopment Analysis (DEA) genutzt, um die Effizienz der Netzbetreiber in Bezug auf die bereitgestellte Mobilfunkqualität zu messen. Als Indikatoren dienen Download- und Uploadgeschwindigkeit, Games-Erlebnis sowie Sprachqualität in Apps. Die Ergebnisse zeigen einen leicht positiven und statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen strengeren Versorgungsauflagen und einer verbesserten Mobilfunkqualität. Dies betrifft vor allem die Messgrößen Uploadgeschwindigkeit, Games-Erlebnis und Sprachqualität in Apps. Bei der Downloadgeschwindigkeit konnten hingegen keine Unterschiede festgestellt werden. Robustheitstests zeigen, dass unterschiedliche Klassifikationen der Auflagen keinen Einfluss auf die Ergebnisse haben. Darüber hinaus stärkt die Kombination beider Methoden die Validität der Resultate. Da die in dieser Studie betrachteten Versorgungsauflagen vor allem auf eine Flächenabdeckung bzw. eine Abdeckung einer bestimmen Bevölkerungszahl abzielen, die Daten zur Mobilfunkqualität jedoch nutzergeneriert werden und eher kapazitätsbezogen sind (d.h. vor allem Messungen bezogen auf Datenraten, und zwar dort, wo viele Nutzer sind), besteht eine gewisse Diskrepanz zwischen den Messgrößen zur Mobilfunkqualität als abhängige Variable und den Versorgungsauflagen als Erklärungsvariable. Im Gegensatz können aber Spillover- bzw. Crowding-out-Effekte der Versorgungsauflagen analysiert werden. Strengere Auflagen gehen einher mit Verbesserungen bei Uploadgeschwindigkeit, Games-Erlebnis und Sprachqualität in Apps. Dies deutet darauf hin, dass Auflagen zusätzliche Investitionen auslösen, die zu einer insgesamt besseren Netzqualität führen. Dies gilt auch für Regionen, wo die Nutzung schwerpunktmäßig gemessen wird, auf die die Versorgungsauflagen jedoch nicht direkt abzielen. Negative Crowding-out-Effekte, also Verschlechterungen der Netzqualität in städtischen Gebieten zugunsten ländlicher Regionen, konnten nicht festgestellt werden. Die Versorgung in Ballungsräumen, wo die meisten Nutzerdaten entstehen, bleibt gleich bzw. wird leicht besser, während ländliche Gebiete von den Auflagen profitieren.
    Abstract: The present study examines whether coverage obligations imposed in spectrum licensing have an impact on the quality of mobile network services. The analysis uses data from mobile network users for 112 operators across 32 EU and OECD countries over the period from 2019 to 2025. The aim is to isolate the effect of such obligations from other factors. Two methodological approaches are applied: The Difference-in-Differences (DiD) estimation allows to isolate the effects of such coverage obligations while largely controlling for country- and operator-specific fixed effects. In addition, Data Envelopment Analysis (DEA) is used to measure the efficiency of mobile operators with respect to the quality of service they provide. Indicators include download and upload speed, gaming experience, and voice quality in apps. The results show a slightly positive and statistically significant relationship between stricter coverage obligations and improved mobile service quality. This effect is particularly pronounced for upload speed, gaming experience, and voice quality. No significant effects were found for download speed. Robustness tests indicate that different classifications of the obligations do not affect the results. Furthermore, the combination of both methods enhances the validity of the findings. Since the coverage obligations considered in this study mainly target geographic coverage or population coverage, while the mobile quality data are user-generated and more capacity-related, there is a certain discrepancy between the dependent variable (mobile service quality) and the explanatory variable (coverage obligations). However, the study allows for the analysis of potential spillover or crowding-out effects of these obligations. Stricter obligations are associated with improvements in upload speed, gaming experience, and voice quality. This suggests that such obligations trigger additional investments, leading to an overall improvement in network quality. This also applies to regions where usage is primarily measured but which are not directly targeted by the coverage requirements. Negative crowding-out effects - i.e., deteriorations in network quality in urban areas in favour of rural regions - were not observed. Coverage in urban areas, where most user data originate, remains stable or slightly improves, while rural areas benefit from the obligations.
    Keywords: Mobilkommunikation, Dienstleistungsqualität, Universaldienst, Telekommunikationspolitik, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334490
  45. By: Steffen, Nico; Kroon, Peter; Wiewiorra, Lukas
    Abstract: Die Studie untersucht die systemischen Ursachen, Verbreitungsmechanismen und Gegenstrategien von Desinformation auf Online-Plattformen. Jenseits der reinen Inhaltsprüfung analysiert sie, wie ökonomische Anreizstrukturen im Ad-Tech-Markt und engagement-basierte Algorithmen die Verbreitung polarisierender Inhalte systemisch begünstigen. Ein zentraler Befund ist, dass Desinformation keine zufällige Anomalie, sondern eine profitable Externalität der Aufmerksamkeitsökonomie darstellt. Das Geschäftsmodell der Plattformen priorisiert emotionalisierende Inhalte, während das intransparente Ökosystem der programmatischen Werbung unbeabsichtigt Desinformationsakteure refinanziert. Technologische Trends wie generative KI (inkl. Deepfakes, aber auch "AI Slop") und koordinierte Cross-Platform-Strategien verschärfen diese Dynamik durch sinkende Produktionskosten und Umgehung von Moderationsfiltern. Psychologisch wird die Anfälligkeit der Nutzer weniger durch Wissensdefizite als durch Mechanismen wie "Identity-Protective Motivated Reasoning" und den passiven "News-Finds-Me"-Effekt verstärkt, was reale Schäden bis hin zu stochastischem Terrorismus begünstigen kann. Hinsichtlich der Bekämpfungsstrategien zeigt die Evaluation von Ansätzen wie Prebunking, Friktion und Community Notes deren Grenzen bei Skalierbarkeit, Konsensfindung und möglichen Negativeffekten ("Skeptizismus-Paradoxon") auf. Im regulatorischen Teil kontrastiert die Arbeit das prozessorientierte, risikobasierte Modell des EU Digital Services Act (DSA) mit repressiven, inhaltszentrierten "Fake-News"-Gesetzen in anderen geopolitischen Kontexten. Abschließend leitet die Studie die Notwendigkeit ab, den Fokus von individueller Medienkompetenz auf strukturelle Eingriffe zu verlagern, um die Monetarisierung von Desinformation zu unterbinden und algorithmische Transparenz durchzusetzen.
    Abstract: The study examines the systemic causes, dissemination mechanisms, and counterstrategies of disinformation on online platforms. Beyond traditional fact-checking, it analyzes how economic incentive structures in the ad tech market and engagement-based algorithms systematically favor the dissemination of polarizing content. A key finding is that disinformation is not a random anomaly, but a profitable externality of the attention economy. The business model of platforms prioritizes emotional content, while the opaque ecosystem of programmatic advertising unintentionally refinances disinformation actors. Technological trends such as generative AI (including deepfakes, but also "AI slop") and coordinated cross-platform strategies exacerbate this dynamic by lowering production costs and circumventing moderation filters. Psychologically, users' vulnerability is reinforced less by knowledge deficits than by mechanisms such as "identity-protective motivated reasoning" and the passive "news finds me" effect, which can ultimately facilitate real damage, including stochastic terrorism. With regard to countermeasures, the evaluation of approaches such as prebunking, friction, and community notes reveals their limitations in terms of scalability, consensus building, and possible negative effects ("skepticism paradox"). In the regulatory section, the paper contrasts the process-oriented, risk-based model of the EU Digital Services Act (DSA) with repressive, content-focused "fake news" laws in other geopolitical contexts. Finally, the study concludes that it is necessary to shift the focus from individual media literacy to structural interventions in order to prevent the monetization of disinformation and enforce algorithmic transparency.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:334508
  46. By: Perst, Florian
    Abstract: The digitalized communication landscape has revolutionized consumer purchasing behavior, with User Generated Content (UGC) playing a central role. UGC significantly influences the customer journey, particularly in the phases of awareness, consideration, and purchase. The use of AI in UGC is viewed as particularly critical, as consumers may perceive artificially generated content as inauthentic or unreliable, thereby intensifying the so-called "uncanny valley" effect. Companies must understand the dynamics of UGC and respond to the increasing presence of AI-generated content in order to foster trust and purchase intention. This study explores the importance of authenticity in UGC and the challenges of dealing with AIgenerated content in the context of digital consumer behavior.
    Keywords: User Generated Content, Customer Journey, AI-generated Content, Uncanny Valley Effect, Consumer Behavior
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:335032

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