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on German Papers |
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Issue of 2026–11–02
forty-one papers chosen by Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München |
| By: | Sultan, Samina; Matthes, Jürgen |
| Abstract: | Der geopolitische Druck und die Debatte um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit machen eine genauere Kenntnis der deutschen Direktinvestitionen im Ausland notwendig. Dieser Report liefert dazu eine umfassende empirische Analyse und erörtert auch die Frage nach den Auswirkungen auf den deutschen Standort [...] Aus den Studienergebnissen lassen sich wichtige Politikempfehlungen ableiten. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland wieder zu verbessern, sind umfassende kostensenkende Reformen nötig. Spezifische Politikempfehlungen zu China beziehen sich erstens auf durch Marktverzerrungen übersteigerte Produktionsverlagerungen. Solche Verlagerungsanreize sollten durch Ausgleichszölle auf chinesische Waren gemindert werden. Gegen Lokalisierungsanforderungen und andere Marktzugangshemmnisse in China sollte die Bundesregierung zudem vorgehen und bestehende Anreize wie Investitionsgarantien weiter zurücknehmen. Zweitens braucht es eine glaubwürdige No-Bailout-Aussage der Politik, um mögliche Steuerzahler-Risiken durch hohe Firmenabhängigkeiten von China zu mindern und Fehlanreize zu vermeiden. Wenn Firmenund Standortinteressen divergieren, muss die Politik die Interessen der heimischen Wirtschaft priorisieren und stärker als bisher die Herausforderungen mittelständischer Firmen berücksichtigen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:344240 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Michael Zürn (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Die Europäische Union verfolgt mit der Richtlinie 2024/1799 zum „Recht auf Reparatur“ das Ziel, den Übergang zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Durch die neuen gesetzlichen Vorgaben, die bis zum 31. Juli 2026 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden müssen, sollen Verbraucherinnen und Verbraucher gestärkt, Elektroschrott reduziert und Ressourcen geschont werden. Vor diesem Hintergrund und angesichts der aktuell laufenden Umsetzung durch die Bundesregierung wird in der vorliegenden Studie untersucht, wie es um die Reparaturkultur in Deutschland steht. Dafür hat das NIM eine bevölkerungsrepräsentative Befragung aus dem Jahr 2025 für Deutschland im Mai 2026 wiederholt und um zusätzliche Fragen ergänzt. Im Kern sollen folgende Fragen geklärt werden: Hat sich infolge des EU-Gesetzes samt begleitender Diskussionen auch auf nationaler Ebene bereits etwas an der Einstellung zu Reparaturen verändert? Wie häufig reparieren die Menschen in Deutschland tatsächlich kaputte Elektrogeräte und welche Hürden stehen dem entgegen? Und wie könnte die Reparaturkultur schließlich gestärkt werden? |
| Keywords: | Recht auf Reparatur, Reparaturkultur, Elektrogeräte |
| Date: | 2026–06 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-020 |
| By: | Truger, Achim |
| Abstract: | Die im Themenblock E der Anhörung relevanten Teile des vorliegenden Gesetzentwurfs konkretisieren in Art. 1 die Umsetzung der neuen strukturellen Kreditaufnahmemöglichkeit für die Länder gemäß Art. 109 Abs. 3 Satz 6 und 7 GG sowie Strukturkomponente-für-Länder-Gesetz (StruKomLäG) für den Haushalt des Landes Brandenburg. Darüber hinaus ist in Art. 11 eine Änderung des Gesetzes über die Investitionsbank des Landes Brandenburg vorgesehen. Die vorliegende Stellungnahme beantwortet die diesbezüglichen Fragen 2 bis 4 des Fragenkatalogs in den Abschnitten C bis E. In Abschnitt B wird zuvor noch auf die grundsätzliche Frage 1 des Fragenkatalogs bezüglich der generellen Angemessenheit der gegenwärtigen Ausgestaltung der Schuldenbremse angesichts aktueller und zukünftiger Herausforderungen eingegangen. Aus Zeitgründen muss in der Stellungnahme leider größtenteils auf Quellenangaben und ein Literaturverzeichnis verzichtet werden. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifsoex:344226 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Der militärische Konflikt zwischen Israel/USA und dem Iran hat die weltpolitische Lage fundamental verändert – mit unmittelbaren Konsequenzen für Europa. Insbesondere die steigenden Öl- und Gaspreise belasten die Haushalte und treiben die Kosten für Benzin, Diesel und weitere Energieträger kurzfristig in die Höhe. Sollten die kriegerischen Auseinandersetzungen anhalten, droht langfristig durch steigende Erzeugerpreise eine breite Inflationswelle. Wie bewerten die Menschen in Deutschland diesen Krieg? Welche wirtschaftlichen Folgen halten sie für wahrscheinlich? Und vor allem: Wie drücken sich Krieg und steigende Energiepreise kurzfristig im Verbraucherverhalten aus? Die vorliegende Studie des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) liefert Antworten auf diese Fragen. Basis der Analyse ist eine im März 2026 durchgeführte repräsentative Befragung unter Erwachsenen in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen nicht nur das Stimmungsbild einer Nation im Krisenmodus, sondern skizzieren auch die Erwartungen der Bürger an das künftige staatliche Handeln. |
| Keywords: | Iran-Krieg, Energiepreise, Verbraucherverhalten |
| Date: | 2026–03 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-017 |
| By: | Grömling, Michael |
| Abstract: | Das konjunkturelle Umfeld der deutschen Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren durch vielfältige Schocks in Teilen drastisch verändert. In sektoraler Hinsicht haben sich bei den Investitionen und beim Konsum markante Divergenzen aufgebaut. Die jeweils privaten und öffentlichen Teilbereiche laufen seit Anfang dieser Dekade mit deutlich unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Während die realen öffentlichen Investitionen zuletzt um gut 20 Prozent über dem Jahresdurchschnitt von 2019 lagen, unterschritten die privatwirtschaftlichen Investitionen dieses Niveau um über 10 Prozent. Der reale Staatskonsum lag zuletzt um über 16 Prozent über dem Jahresvolumen von 2019, die privaten Konsumausgaben nur um 4, 5 Prozent. Im folgenden Beitrag werden die Einflussfaktoren auf die Konsum- und Investitionstätigkeit des Staates und der nichtstaatlichen Sektoren beschrieben. Anschließend wird dargelegt, wie diese Entwicklungen die gesamtkonjunkturelle Dynamik in der laufenden Dekade im Vergleich mit früheren Dekaden beeinflusst und verändert haben. Im Durchschnitt der vergangenen sechs Jahre hat der privatwirtschaftliche Sektor in Deutschland aggregiert nichts zum Wachstum des realen BIP beigetragen. Das Wirtschaftswachstum kommt vielmehr ausschließlich aus dem aggregierten staatlichen Beitrag. In der aggregierten Aufteilung zwischen Staatssektor und Nichtstaatssektor kann vor allem im Vergleich mit den 1990er und den 2010er Jahren von einer anderen Wachstumsqualität gesprochen werden. Im Zeitvergleich fällt der aktuell positive Wachstumsbeitrag des Staatskonsums nicht merklich höher aus. Dagegen tragen die staatlichen Investitionen - etwa durch höhere Verteidigungsausgaben - deutlich mehr zur Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts bei. Daraus wird allerdings eher die über die letzten Dekaden bestehende Investitionsschwäche des Staates erkennbar. Im Vergleich mit den 1990er und 2010er Jahren zeigt sich eine private Konsumschwäche. Einen in negativer Hinsicht auffallenden Befund liefert die privatwirtschaftliche Investitionstätigkeit in Deutschland. Zwar gab es auch in den 2000er Jahren einen im Jahresdurchschnitt negativen Beitrag. Dieser Bremseffekt ist in der laufenden Dekade jedoch mehr als viermal so hoch. Für die aktuelle Wachstumsschwäche in Deutschland sind die Ursachen explizit bei den privaten Investitionen und den dort zugrunde liegenden Rahmenbedingungen zu verorten. |
| Keywords: | Konjunktur, Staatliche Investitionen, private Investitionen, Staatlicher Konsum, privater Konsum |
| JEL: | E32 E22 E21 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:344241 |
| By: | Michael Zürn (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Florian Ritter (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Der Heizungsmarkt in Deutschland befindet sich im Wandel. Steigende Energiepreise, klimapolitische Zielsetzungen und neue gesetzliche Vorgaben beeinflussen die Entscheidungen von Verbraucherinnen und Verbrauchern rund um die Wärmeversorgung ihrer Gebäude. Mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz sollen die Rahmenbedingungen das Heizen erneut angepasst werden. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie, welche Heizsysteme Menschen in Deutschland derzeit nutzen und welche Heizungen sie sich für die Zukunft wünschen. Darüber hinaus wird analysiert, wie Verbraucherinnen und Verbraucher auf die geplanten Änderungen durch das Gebäudemodernisierungsgesetzes blicken. Da eine vergleichbare Befragung bereits im Jahr 2024 durchgeführt wurde, können Veränderungen bei der Verbreitung von Heiztechnologien und den Präferenzen der Bevölkerung über die Zeit betrachtet werden. Dafür wurden vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. (NIM) im März und Juni 2026 repräsentativ erwachsene Personen in Deutschland befragt. |
| Keywords: | Heizungsmarkt, Wärmewende, Gebäudemodernisierungsgesetz |
| Date: | 2026–06 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-022 |
| By: | Knie, Andreas; Raupbach, Armin; Schmidt, Anke |
| Abstract: | Weniger Autos, mehr Busse und Bahnen: Kaum ein kommunales Mobilitätsleitbild kommt ohne dieses Versprechen aus. Doch zwischen Vision und Realität klaffte eine Lücke und genau die sollten On-Demand-Verkehre (ODV) schließen. Denn seit den 1990er Jahren ist Stand der gemeinsamen Erkenntnis, dass der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) zwar allerseits als Backbone der Verkehrswende gehandelt wird, dies allein aber nicht schaffen kann. Als ab 2016 On-Demand-Verkehre wie CleverShuttle, Berlkönig oder MOIA auf den Markt kamen, schien plötzlich möglich, woran der klassische Linienverkehr seit Jahrzehnten scheiterte: flexible Tür-zu-Tür-Mobilität, per Smartphone buchbar, und als geteilte Fahrten preislich zwischen ÖPNV und Taxi für viele erschwinglich. Gestartet als vornehmlich privatwirtschaftliche Initiativen, erkannte die ÖPNV-Branche das Potenzial dieses Angebotsmodells und trieb die Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) aktiv voran. Damit war erstmals eine rechtliche Grundlage für den Betrieb von On-Demand-Verkehren gegeben. Zwischenzeitlich entstanden über 150 solcher Dienste, die über ganz Deutschland verteilt unterwegs waren. Doch Ende 2026 wird ein Großteil wieder verschwunden sein. Die naheliegende Erklärung lautet: Der Personenkilometer ist viel zu teuer, es gibt zu wenig Nachfrage und zu wenig Wirkung im Mobilitätssystem. Den Analysen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) zufolge ist aber nicht die Idee des On-Demand-Verkehrs gescheitert, sondern ihre institutionelle Absicherung unter der Regie des ÖPNV. Die zentrale Frage lautet daher nicht, ob flexible Bedarfsverkehre wirtschaftlich sein können, sondern warum sie in Deutschland so organisiert wurden, dass ihre wichtigsten Effizienzvorteile weitgehend verloren gingen. Die Antwort führt mitten in das Zusammenspiel von Personenbeförderungsrecht, kommunaler Steuerungs- und Vergabepraxis. Im Ergebnis zeigt sich, dass aus einer potenziell disruptiven Mobilitätsinnovation ein domestizierter Bestandteil des bestehenden ÖPNV-Systems geworden ist: kleinteilig, ohne Aussicht auf Skalierung und praktisch schon am Ende, bevor es richtig losging. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wzbgwp:344223 |
| By: | Michael K. Zürn (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Matthias Unfried (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Im Juni 2025 tritt die neue Ökodesign-Verordnung der Europäischen Union in Kraft. Darin werden neue Vorgaben für Smartphone-Hersteller mit Blick auf Verbraucherinformation, Produkthaltbarkeit und Reparierbarkeit etabliert. Ziel ist, dass Elektrogeräte effizienter, langlebiger und ressourcenschonender werden. Auch Recycling und Kreislaufwirtschaft sollen gestärkt werden. Aktuell stellt Elektroschrott ein großes und wachsendes Problem dar. Dem Global E-WasteMonitor 2024 der UNO zufolge fielen im Jahr 2022 weltweit 62 Millionen Tonnen an elektronischem Abfall an, was einem Anstieg von 82 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010 entspricht. Eine Möglichkeit, mit dem Elektroschrott umzugehen, ist Recycling. Eine andere ist die Reparatur, sodass Elektroschrott gar nicht erst in dem Umfang entsteht. Für die vorliegende Studie wurde ermittelt, wie Verbraucher über Reparaturen und Reparierbarkeit denken. Unter welchen Bedingungen wird ein kaputtes Elektrogerät repariert? Wie hoch ist die Zahlungsbereitschaft? Besteht der Wunsch nach einer stärkeren Reparaturkultur und was müsste passieren, damit diese Realität wird? Am Ende hängt es auch vom Verbraucher und seinen Marktentscheidungen ab, ob Langlebigkeit und Kreislaufwirtschaft Realität werden können. Um das nationale Reparaturverhalten besser einordnen zu können, wurden in der Studie sieben Länder berücksichtigt: mit Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Polen, Großbritannien und den USA werden fünf EU-Länder und zwei Nicht-EU-Länder analysiert. Die Studie basiert auf repräsentativen Befragungen von jeweils 2.000 Erwachsenen pro Land. |
| Keywords: | Reparierbarkeit, Elektrogeräte, Reparatur |
| Date: | 2025–06 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-011 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Sebastian J. Goerg (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist weiterhin von verhaltener Dynamik geprägt. Der private Konsum, traditionell eine zentrale Stütze der Binnenkonjunktur, entwickelt sich etwa seit geraumer Zeit nur schwach. Auch infolge des Irankriegs und steigender Preise befindet sich das NIM Konsumklima derzeit im Sinkflug. Diese Entwicklungen finden ihren Niederschlag in den aktuellen Reformdebatten. Ein wiederholt vorgetragener Vorschlag geht in die Richtung, eine Entlastung bei der Einkommensteuer mit einer stärkeren Besteuerung des Konsums – etwa über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer – zu kombinieren. Damit sollen Wachstumskräfte gestärkt und zugleich staatliche Einnahmen gesichert werden. In der vorliegenden Studie wird untersucht, wie sich eine solche Reform auf das Konsumverhalten der Menschen auswirken könnte. Sie basiert auf einer repräsentativen Befragung von erwachsenen Personen in Deutschland. Damit möchte das NIM einen Beitrag zur aktuellen wirtschafts- und steuerpolitischen Debatte leisten und die Perspektive der Verbraucherinnen und Verbraucher sichtbar machen. |
| Keywords: | Mehrwertsteuer, Steuerreformen, privater Konsum |
| Date: | 2026–05 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-019 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Das transatlantische Handelsgefüge ist insbesondere seit der Amtsübernahme von Donald Trump von erheblichen Spannungen geprägt. Der amtierende US-Präsident hat dabei nicht nur neue Zölle auf europäische Waren erhoben, sondern sorgt auch mit Drohungen zur Aufkündigung der atlantischen Sicherheitsallianz für politische Verunsicherung. Mit der angedeuteten Annexion Grönlands kam es in Dänemark zu ersten Boykotten amerikanischer Produkte. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Studie untersucht, ob und wie Verbraucher in Deutschland auf diese Lage reagieren. Ziel ist es zu klären, inwieweit politische Differenzen auf die Wahrnehmung amerikanischer Marken abfärben und ob dies zu einer bewussten Kaufzurückhaltung oder gar zu Boykottbestrebungen führt. Dafür wurden vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) Anfang 2026 repräsentativ erwachsene Personen in Deutschland befragt. Im Zentrum steht die Frage, ob US-Produkte gezielt gemieden werden und ob sich Konsumenten mehr Transparenz hinsichtlich der Produktherkunft wünschen. |
| Keywords: | US-Marken, Konsumverhalten, Kaufboykott |
| Date: | 2026–02 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-014 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Sebastian Goerg (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Florian Ritter (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Große internationale Sportereignisse ziehen regelmäßig die Aufmerksamkeit von Millionen Menschen auf sich und prägen nicht nur das Freizeitverhalten, sondern auch Konsum- und Ausgabenentscheidungen. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bildet dabei keine Ausnahme und wird von vielen Fans in Deutschland mit Spannung erwartet. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende repräsentative Studie, ob und auf welche Weise Menschen in Deutschland die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 verfolgen möchten. Darüber hinaus wird analysiert inwieweit die Weltmeisterschaft zusätzliche Konsumausgaben, etwa für Gastronomiebesuche, Fanartikel oder technische Geräte, auslösen könnte. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, welche Bedeutung das Turnier für den Alltag und das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher hat. Dafür wurden vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) im Mai und Juni 2026 1.010 erwachsene Personen in Deutschland befragt. |
| Keywords: | Fußball-WM 2026, Konsumausgaben, Fanartikel |
| Date: | 2026–06 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-021 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Florian Ritter (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Der Spielzeugmarkt befindet sich im Wandel. Neben dem klassischen stationären Handel gewinnt der Onlinehandel seit Jahren zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig drängen neue internationale Plattformen, insbesondere aus China, verstärkt auf den europäischen Markt und werben mit günstigen Preisen, großer Produktauswahl und direkter Lieferung an Verbraucherinnen und Verbraucher. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie, wo Menschen in Deutschland Spielzeug bevorzugt kaufen, im stationären Handel oder online. Darüber hinaus wird analysiert, wie Verbraucherinnen und Verbraucher zu neuen chinesischen Onlineplattformen stehen und inwieweit diese Plattformen bereits Teil ihrer Einkaufsroutine sind. Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu gewinnen, wie sich der Spielzeugkauf im Zuge der zunehmenden Digitalisierung und Internationalisierung des Handels verändert. Dafür wurden vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen e.V. (NIM) im Februar und März 2026 repräsentativ erwachsene Personen in Deutschland befragt. |
| Keywords: | Spielzeug, stationärer Handel, Onlinehandel |
| Date: | 2026–03 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-016 |
| By: | Benedikt Brand (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Florian Ritter (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Unsere Ernährung ist neben der Energiegewinnung und Mobilität eines der Felder, bei dem laut Klimawissenschaftlern eine große Umstellung erforderlich wäre, um den Klimawandel zu bekämpfen. Besonders der Fleischkonsum steht aufgrund seiner schlechten CO2-Bilanz und ineffizienten Landnutzung in der Kritik. Gleichzeitig ist dies ein hochemotionales Thema, die Frage nach mehr oder weniger Fleischkonsum wird in Deutschland in der Öffentlichkeit zunehmend polarisierend diskutiert. Doch wie sehen die Konsumenten das Thema Fleischkonsum? Und wie stehen sie zu den verschiedenen Arten von Fleischersatzprodukten, die bereits auf dem Markt sind oder dorthin kommen wollen? In der vorliegenden Studie wurde untersucht, welches Ernährungsverhalten die Deutschen bevorzugen, wie ihr Konsumverhalten beim Thema Fleisch aussieht, welche Einstellung sie zu Fleischkonsum haben und welche Art von Fleischersatz sie bevorzugen würden. In einem zweiten Teil der Studie wurde der Fokus auf ein bestimmtes Fleischersatzprodukt gelegt, das sogenannte Myzel-Fleisch, bei dem das unterirdische Geflecht von Pilzen verarbeitet wird. Diese Variante zeichnet sich dadurch aus, dass sie wenig Geschmacksverstärker benötigt und effizient in der Herstellung ist. Als Novel Food ist es in der EU allerdings noch nicht zugelassen und in Deutschland noch weitestgehend unbekannt. Gefragt wurde unter anderem nach der Bereitschaft, Pilz-Myzel zu testen. |
| Keywords: | Fleischkonsum, Fleischersatz, Myzel-Fleisch |
| Date: | 2025–10 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-013 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Angesichts des demografischen Wandels und einer alternden Gesellschaft gerät das umlagefinanzierte Alterssicherungssystem in Deutschland zunehmend unter Druck. Mit einer Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge – bislang bekannt unter dem Namen Riester-Rente – möchte die Bundesregierung Anreize schaffen, damit mehr Menschen zusätzlich privat fürs Alter sparen. Zu diesem Zweck wurde ein Gesetzentwurf vorgelegt, der Ende Februar in erster Lesung im Bundestag diskutiert wurde. Im parlamentarischen Verfahren wurde dieser Entwurf noch angepasst, eine Entscheidung darüber ist Ende März 2026 geplant. Für die vorliegende Studie des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) wurden repräsentativ ausgewählte Menschen in Deutschland befragt, was sie von der Reform halten und wie die neue Förderung ihre Vorsorgeentscheidungen beeinflussen könnte. Dafür wurden die Eckpunkte des Entwurfs aus der ersten Lesung genutzt. Da sich diese im parlamentarischen Verfahren zwar im Detail, jedoch nicht im Grundsatz geändert haben, sind die Ergebnisse der Befragung weiterhin relevant. |
| Keywords: | private Altersvorsorge, Riester-Rente, Vorsorgeentscheidungen |
| Date: | 2026–03 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-018 |
| By: | Hinz, Thomas; Marczuk, Anna; Multrus, Frank |
| Abstract: | Seit dem 7. Oktober 2023 hat sich die Zahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland vervielfacht; an Hochschulen fiel der Anstieg besonders stark aus. Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse der dritten Welle einer Schnellbefragungsreihe der AG Hochschulforschung der Universität Konstanz, die deutschlandweite Studierenden- und Bevölkerungsstichproben in Bezug auf israelbezogenen Antisemitismus, Zustimmung zur Boykottbewegung BDS (Boycott, Divestment, and Sanctions) sowie Einstellungen zum Genozid-Vorwurf gegen Israel und zum Existenzrecht des jüdischen Staates vergleicht. Der israelbezogene Antisemitismus ist unter Studierenden seit 2023 gestiegen, vor allem im Bereich der teilweisen Zustimmung zu antisemitischen Aussagen, liegt aber weiterhin unter dem Vergleichswert der Bevölkerungsstichprobe. Studierende berichten jedoch deutlich häufiger als die Bevölkerung, Antisemitismus selbst beobachtet zu haben - allerdings wird dies selten explizit der Institution Hochschule zugeschrieben, sondern eher informellen Räumen (soziale Medien, Demonstrationen, Peergroups). Dies stützt eine Deutung der Hochschule als Katalysator, der bestehende Ressentiments sichtbarer und sozial wirksamer macht, statt sie grundlegend neu zu erzeugen. Die Zustimmung zu Boykottforderungen gegenüber Israel hat sich unter Studierenden seit 2023 erhöht, sehr deutlich ebenso die Zustimmung zum Vorwurf, Israel begehe einen Genozid (auf zwei Drittel der Studierenden). Ein experimentelles Info-Treatment zeigt, dass die Bereitstellung der völkerrechtlichen Genozid-Definition diese Einschätzung nicht verändert, was auf eine moralisch-politisch bereits gefestigte statt wissensbasierte Urteilsbildung hindeutet. Ein Discrete-Choice-Experiment zum Existenzrecht Israels zeigt, dass mit steigendem Antisemitismus-Score die Präferenz für delegitimierende gegenüber das Existenzrecht anerkennende Positionen unter Studierenden zunimmt, wobei eine historisch aus der NS-Verfolgung begründete Legitimation besonders stark an Zustimmung verliert. Ergänzend werden Befunde zum wahrgenommenen Diskursklima ("Silencing" von Israelkritik, Polarisierung) sowie Implikationen für die antisemitismuskritische Bildungsarbeit an Hochschulen diskutiert. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:cexwps:344209 |
| By: | Buchner, Johannes |
| Abstract: | Die dramatischen ökonomischen Folgen des Klimawandels werden in dem in weiten Teilen der Wirtschaftswissenschaft vorherrschenden neoklassischen Paradigma fundamental unterschätzt. Das hat auch mathematische Gründe, da dort Gleichgewichtsmodelle dominieren, die für die nichtlineare Struktur des Klimasystems ungeeignet sind. Wir schlagen daher eine "kritische mathematische Ökonomie" vor, um einen solchen Missbrauch mathematischer Modelle zu kritisieren, bessere Modelle zu entwickeln, und auch über den Kapitalismus hinausweisende Wirtschaftsweisen mit Methoden aus der Mathematik und Informatik zu unterstützen. Es geht dabei insbesondere um die Möglichkeit und Notwendigkeit einer ökologischen und demokratischen Wirtschaftsplanung, auch mit Blick auf aktuelle KIEntwicklungen. Wir betrachten sowohl technische Möglichkeiten als auch die Ambivalenz von KI aus progressiver Sicht genauer (inkl. verschiedener grundlegender Definitionen, was "KI" genau bedeutet), mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Wirtschaftsdemokratie. |
| Keywords: | mathematical economics, nonequilibrium climate modelling, AI, democratic economic planning, circular economy |
| JEL: | A12 C02 Q54 Q57 P21 P41 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:znwudp:344210 |
| By: | Blank, Florian; Brehmer, Wolfram |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsipbs:344230 |
| By: | Fabian Buder (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Matthias Unfried (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Politischer Konsum bezeichnet das bewusste Konsumverhalten von Personen, das auf politischen, ethischen oder sozialen Überzeugungen basiert. Dabei nutzen Konsumenten ihre Kaufentscheidungen als Mittel, um Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen, Unternehmen oder politische Prozesse zu nehmen. Infolge gesteigerten Sozial- und Umweltbewusstseins, aber auch durch globale Krisen wie kriegerischen Auseinandersetzungen oder Handelskonflikten gehen Forscher und politische Beobachter von einer Zunahme politischer Konsummuster aus, insbesondere in westlichen Wohlstandsgesellschaften. Auf der anderen Seite berichten Händler und Marktforscher davon, dass sich der politische Konsum kaum in realen Verkaufszahlen widerspiegelt. Beispielsweise habe ein breiter Boykott von US-Produkten in Deutschland bisher kaum stattgefunden, trotz politischer Spannungen und öffentlicher Boykottaufrufe. Für Unternehmen und Politik stellen sich in diesem Kontext zahlreiche Fragen: Wie wichtig sind politische Kriterien bei der Kaufentscheidung wirklich? Wie groß ist der Anteil „politischer“ Verbraucher und an welchen Kriterien orientieren sie sich bei der Produktauswahl? Sollten sich Unternehmen politisch positionieren? Die vorliegende Studie möchte einen Beitrag leisten bei der Beantwortung dieser Fragen. Dafür werden exklusive Daten genutzt, die auf einer zu diesem Zweck durchgeführten repräsentativen Befragung in Deutschland beruhen. Die Ergebnisse sollen Orientierung bieten in einer Welt, die zunehmend zwischen Markt und Moral zu schwanken scheint. |
| Keywords: | politischer Konsum, Kaufentscheidungen, politische Einstellungen |
| Date: | 2026–02 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-015 |
| By: | Katharina Gangl (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Florian Ritter (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Die Förderung eines gesunden Lebensstils steht zunehmend im Fokus gesundheitspolitischer Debatten. Aktuell wird in Deutschland unter anderem über höhere Steuern auf gesundheitsschädliche Produkte wie Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Getränke diskutiert. Solche Maßnahmen sollen nicht nur frisches Geld für den Staat organisieren sondern auch den Konsum ungesunder Produkte reduzieren und langfristig die Gesundheit der Bevölkerung fördern. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie, wie groß das Potenzial für einen Verzicht auf Alkohol, Tabak und Zucker in Deutschland ist. Analysiert wird, welche Bevölkerungsgruppen bereits heute ihren Konsum einschränken oder sich zumindest vorstellen können, dies künftig zu tun. Darüber hinaus wird betrachtet, wie die Deutschen staatliche Maßnahmen zur Förderung eines gesünderen Lebensstils bewerten und wie sich ihre Einstellungen im internationalen Vergleich einordnen lassen. Dafür wurden Erwachsene in Deutschland sowie in weiteren Ländern zu ihren Einstellungen zu Gesundheit und Langlebigkeit repräsentativ befragt. |
| Keywords: | Genusssteuern, Alkohol, Tabak, Zucker |
| Date: | 2026–07 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-024 |
| By: | Fabian Buder (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Das Geschäftsmodell Warenhaus steckt in der Krise. Immer wieder ist von Geschäftsschließungen zu lesen. Mit Galeria hat der größte Warenhauskonzern Deutschlands zuletzt innerhalb weniger Jahre mehrfach Insolvenz angemeldet. Erklärt wird diese Entwicklung etwa durch den Aufstieg des E-Commerce und den Wandel des Einkaufsverhaltens. Einzelhandelsgeschäfte mit großer Verkaufsfläche in Innenstadtlage erfüllen nach dieser Lesart keinen Zweck mehr. Gleichzeitig gibt es immer wieder Versuche, das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln. In internationalen Metropolen werden neue Konzepte getestet, und auch Galeria hat neue Eigentümer, die offenbar an eine Zukunft der Shopping-Tempel glauben. Wir wollten wissen, welches Bild sich Verbraucher vom Warenhaus machen – und haben sie darum nach ihrer Meinung gefragt. Warum geht man ins Warenhaus, warum nicht? Welches Image haben die großen Häuser und welche Visionen existieren für ihre Zukunft? |
| Keywords: | Warenhäuser, Einzelhandel, Einkaufsverhalten |
| Date: | 2024–12 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-010 |
| By: | Florian Ritter (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Michael Zürn (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Der Heizungssektor befindet sich im Wandel. Als Teil der deutschen Bestrebungen hin zur CO2-Neutralität 2045 sollen Haushalte sukzessive weg von der Wärmeerzeugung mit fossilen Brennstoffen. Dafür sollte auch das 2023 aktualisierte Gebäudeenergiegesetz sorgen. Aber der Wandel stockt, die Verkaufszahlen von Wärmepumpen sind 2024 deutlich zurückgegangen, die Technologie wird zunehmend kontrovers diskutiert. Gleichzeitig werden weiterhin große Zahlen fossiler Gas-Heizungsanlagen verbaut. Diese Entwicklung wird mit der schlechten wirtschaftlichen Lage sowie mit einer großen Verunsicherung der deutschen Immobilienbesitzer erklärt. Mit der vorliegenden Studie möchten wir die Perspektive der Verbraucher in die Debatte einbringen. Wann planen Immobilienbesitzer den nächsten Heizungstausch, welche Heizung wird bevorzugt? Wie zufrieden sind Wärmepumpenbesitzer, und wo liegen die Hürden für den Kauf? |
| Keywords: | Gasheizungen, Wärmepumpen, Heizungstausch |
| Date: | 2024–12 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-009 |
| By: | Schaffranka, Claudia; Schwarz, Milena |
| Abstract: | Die Alterssicherungskommission empfiehlt, die gesetzliche Rentenversicherung um eine kapitalgedeckte Kapitalrente zu ergänzen, finanziert über einen zusätzlichen Beitragssatz von zwei Prozent und angelegt in einem öffentlichen Fonds mit privaten Alternativen. Wir schätzen ab, wie groß dieser öffentliche Fonds werden könnte. Bei voller Bemessungsgrundlage fließen im Jahr 2031 rund 41 Milliarden Euro in die Kapitalrente, 2050 rund 68 Milliarden Euro. Unter Annahmen zu Rendite, Wechselverhalten und Auszahlungsphase erreicht der öffentliche Fonds ein Volumen von rund 560 Milliarden Euro im Jahr 2040, und 2.180 Milliarden Euro im Jahr 2060 (nominal). Er würde damit innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einem der größten Pensionsfonds weltweit werden. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt bliebe er aber auch 2070 mit gut 21 Prozent des BIP unter dem Niveau ausgereifter beitragsfinanzierter Systeme. Wichtigster Treiber ist die Rendite, gefolgt vom Anteil der Versicherten, die im öffentlichen Fonds bleiben. Die Größenordnung eines solchen Fonds stellt hohe Anforderungen an Governance, Anlagestrategie und politische Unabhängigkeit des Fonds. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:safepl:344225 |
| By: | Hüther, Michael; Hentze, Tobias |
| Abstract: | Im Vorfeld eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsmäßigkeit der Begünstigung von Betriebsvermögen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer hat das Gericht eine Anhörung angesetzt, an der sich das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) beteiligt hat. Im Kern geht es um folgende sieben Punkte: 1. Wirkung der Erbschaftsteuer auf Unternehmensbestand, Investitionen und Arbeitsplätze: Eine Erbschaftsteuerbelastung kann Liquidität binden und dadurch Investitionen, Rücklagen und Beschäftigung beeinträchtigen, da das Vermögen im Betrieb gebunden ist und freie Mittel in der Regel begrenzt sind. 2. Bedeutung von Höhe und Ausgestaltung der Erbschaftsteuer: Ohne Begünstigung würde ein erheblicher Teil der Unternehmenserträge zur Steuerzahlung benötigt werden. Freibeträge und Stundung können die Belastung je nach Einzelfall abfedern oder strecken. Im Verlustfall wäre die Substanz bedroht. Zwar sind Erben als Privatpersonen steuerpflichtig, rationales Verhalten legt jedoch nahe, den jeweiligen Vermögensgegenstand zur Zahlung zu verwenden. 3. Daten zur Vermögensverteilung: Für 2023 weist die Bundesbank einen Gini-Koeffizienten von 0, 724 aus, die Vermögensbilanz der EZB für Deutschland einen Wert von 0, 766. Die Unterschiede erklären sich vor allem durch die jeweilige Datengrundlage und die Hinzuschätzung sehr hoher Vermögen. Beide Werte sind in den vergangenen 15 Jahren nicht gestiegen. Der Gini-Koeffizient berücksichtigt in beiden Fällen nicht die in Deutschland ausgeprägten Rentenansprüche. Um diese korrigiert, liegt der Gini-Koeffizient schätzungsweise bei 0, 58 statt 0, 724. 4. Umfang und Verteilung übertragener Vermögen: Im Jahr 2025 wurde übertragenes Vermögen in Höhe von rund 151 Milliarden Euro statistisch erfasst. Betriebsvermögen erreicht mit rund 21 Milliarden Euro daran einen Anteil von 14 Prozent. Die Steuervergünstigung von Betriebsvermögen wird auf knapp 9 Milliarden Euro beziffert. Mögliche Mehreinnahmen bei Wegfall der Begünstigung dürften jedoch geringer ausfallen, da Verhaltensanpassungen in Form von Ausweichund Vermeidungsreaktionen nicht berücksichtigt sind. 5. Umverteilung, Vermögensungleichheit, Wettbewerb und Chancengleichheit: Erbschaften führen nicht zwangsläufig zu einer Zunahme der relativen Vermögensungleichheit, sondern können kurzfristig entgegengesetzt wirken. Berechnungen zur Vermögensteuer legen nahe, dass die Erbschaftsteuer die gemessene Vermögensungleichheit nicht wesentlich verändert. Um Familienunternehmen nicht zu benachteiligen, begünstigen viele Länder, in denen es eine Erbschaftsteuer gibt, Betriebsvermögen. 6. Empirische Grundlagen: Amtliche Statistiken und Vermögensdaten sind essenziell zur Beantwortung der Fragen. Für Deutschland fehlt eine belastbare Schätzung der gesamtwirtschaftlichen Folgen einer höheren Erbschaftsteuer, da sich die hypothetische Situation ohne Steuer und die Verhaltensanpassungen nicht beobachten lässt. 7. Möglichkeiten künftiger empirischer Untersuchungen: Bessere Erkenntnisse wären durch eine Veröffentlichung der anonymisierten Erbschaftsteuerdaten möglich, die zudem mit anderen Unternehmensdaten verknüpft werden könnten. Ein Vergleich belasteter Unternehmenserben mit ähnlichen Unternehmen ohne Steueranfall könnte Hinweise auf die Wirkungen geben. |
| Abstract: | Ahead of a ruling by the Federal Constitutional Court on the constitutionality of preferential treatment for business assets under inheritance and gift tax law, the Court has scheduled a hearing in which the German Economic Institute (IW) is participating. The hearing focuses on the following seven aspects: 1. Business continuity, investment and employment: An inheritance tax burden can restrict liquidity and thereby affect investment, reserves and employment, since assets are committed to the business and freely available funds are limited. 2. The importance of the tax rate and tax design: Without preferential treatment, a substantial share of business revenues would be needed to pay the tax. Tax-free allowances and deferrals can mitigate or spread the burden over time, depending on the individual case. In the event of losses, business assets could be at risk. Although heirs are liable for the tax as individuals, rational behaviour suggests that they may use the inherited assets to pay the tax. 3. Data on wealth distribution: For 2023, the Bundesbank reports a Gini coefficient of 0.724, while the ECB's Distributional Wealth Accounts put the figure for Germany at 0.766. The difference is mainly due to the underlying data and the imputation of very high net worths. Neither measure has increased over the past 15 years. In both cases, the Gini coefficient excludes Germany's substantial pension entitlements. Adjusting for these entitlements, the Gini coefficient is estimated at 0.58 rather than 0.724. 4. The volume and distribution of transferred wealth: In 2025, transfers of wealth of €151 billion were recorded statistically. Business assets accounted for around €21 billion, or 14 per cent, of this amount. The tax relief for business assets is estimated at just under €9 billion. However, the additional revenue from abolishing the preferential treatment is likely to be lower, since behavioural responses are not considered. 5. Redistribution, wealth inequality, competition and equality of opportunities: Inheritances do not necessarily increase relative wealth inequality. Moreover, they can have the opposite effect in the short run. Wealth-tax simulations suggest that inheritance tax cannot materially change measured wealth inequality. To avoid disadvantages for family businesses, many countries that levy inheritance tax grant preferential treatment to business assets. 6. Empirical evidence: Official statistics and wealth data are essential to answering these questions. For Germany, there is no reliable estimation of the economic effects of a higher inheritance tax, since the hypothetical situation without the tax and the resulting behavioural responses cannot be observed. 7. Scope for future empirical research: Better evidence could be obtained by making anonymized inheritance tax data available and linking them to other business data. Comparing heirs whose businesses are subject to the tax with similar businesses that do not incur an inheritance tax liability could provide further insights. |
| JEL: | D31 H20 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:344243 |
| By: | Gross, Friedhelm; Hild, Jonathan; Kolev, Stefan |
| Abstract: | Die Langlebigkeit der Bürokratiekritik wirft eine aktuell selten aufgeworfene Frage auf. Wenn seit etwa zweihundert Jahren Bürokratiekritik geübt wird, wie lässt sich dann ein gegenwärtiger Zustandsbefund von einer bloßen Kritiktradition unterscheiden? Dieses Papier argumentiert, dass eine belastbare Antwort eine empirisch fundierte Messung der Normakkumulation und der Gesetzgebungsaktivität beinhalten muss - und dass die gegenwärtig dominante Messung über den Erfüllungsaufwand des Nationalen Normenkontrollrats dafür nicht ausreicht. Auf der Grundlage von komplementären Zeitreihen wird die quantitative Entwicklung der Regulierung in Deutschland und der EU nachgezeichnet. Während die Zahl verabschiedeter Gesetze pro Kalenderjahr moderat wächst, hat das Wortvolumen des Bundesrechts in nur zwei Jahrzehnten um über achtzig Prozent zugenommen; zugleich hat sich die Dauer der Gesetzgebungsvorgänge zwischen 1978 und 2024 um annähernd 40 Prozent reduziert. Die EU-Rechtsetzung hat sich strukturell in Richtung exekutiver Rechtsetzung verschoben und die Anzahl der Wörter in geltenden EURechtsakten hat sich seit 2010 mehr als verdoppelt. Eine theoretische Erklärung für diese empirische Beobachtung wird durch die Policy-Accumulation-Forschung sowie durch das Konzept adaptiver Präferenzen vorgenommen. Anschließend leitet das Papier eine erste Messagenda ab, um quantitative Normdaten mit wirtschaftlichen Indikatoren zu verknüpfen und so die Voraussetzung für eine statistisch fundiertere Bürokratieforschung zu schaffen. |
| Keywords: | Policy Accumulation, Regulation, Bureaucracy, Performance ofGovernment, Economics of Regulation, Institutions and Growth |
| JEL: | K20 H11 D73 L51 O43 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:lefpes:344229 |
| By: | Fabian Buder (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Tobias Biró (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Produkte, Start-ups und neue medizinische Ansätze rund um Longevity - verstanden als das Ziel, die eigene gesunde Lebensspanne zu maximieren - erleben derzeit große Aufmerksamkeit. Begleitet von unzähligen Medienberichten und einer umfangreichen Ratgeberliteratur hat sich ein ganzes Ökosystem an Produkten und Anbietern sowie vermeintlichen oder tatsächlichen Fachleuten rund um das Thema entwickelt. Unklar ist jedoch, wie stark Longevity als Ziel tatsächlich in der breiten Bevölkerung verankert ist. In der vorliegenden Studie wird die aktuelle Relevanz von Longevity analysiert. Darüber hinaus wollten wir wissen, welche Maßnahmen dahingehend bereits ergriffen werden und für welche sich zukünftig Potenzial zeigt. Schließlich soll gezeigt werden, welche Rolle der Staat dabei spielen soll und wofür Menschen zusätzliche gesunde Lebensjahre nutzen würden. Um die Erkenntnisse einordnen zu können, wurde die Befragung bevölkerungsrepräsentativ in fünf Ländern durchgeführt: Deutschland, die USA als Gesellschaft, von der der Trend ausgeht, Frankreich und Schweden als Vergleichsländer mit unterschiedlichen kulturellen Haltungen zu Prävention und staatlicher Verantwortung sowie Japan als alternde und technologisch aufgeschlossene Gesellschaft. |
| Keywords: | Longevity, Langlebigkeit, Gesundheit |
| Date: | 2026–07 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-023 |
| By: | Arbursu, Recep Nurî |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hsuopa:344250 |
| By: | Matthias Unfried (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen); Florian Ritter (Nürnberg Institut für Marktentscheidungen) |
| Abstract: | Herkunftsangaben wie „Made in Germany“ oder „Made in China“ finden sich auf unzähligen Produkten –von Kleidung über Elektronik bis hin zu Autos. Doch was verbinden Verbraucher weltweit mit diesen Labels? Geht es nur um den geografischen Ursprung oder schwingen dabei auch bestimmte Vorstellungen von Qualität, Sicherheit oder Nachhaltigkeit mit? Und wie stark beeinflussen Herkunftsangaben am Ende tatsächlich das Vertrauen in eine Marke oder die Kaufentscheidung? In der vorliegenden Studie wurde untersucht, welche Einstellungen Menschen in verschiedenen Ländern gegenüber sogenannten „Made in“-Labels haben. Dabei standen sowohl allgemeine Aspekte wie Vertrauen und Kaufintention im Fokus als auch Unterschiede je nach Produktkategorie. Zusätzlich wurde erhoben, wie der Begriff „Made in“ überhaupt verstanden wird und welche Eigenschaften Konsumenten mit unterschiedlichen Herkunftsländern verbinden. Die Ergebnisse geben Einblicke in ein Thema, das für internationale Markenstrategien ebenso relevant ist wie für die Verbraucherwahrnehmung im globalen Wettbewerb. |
| Keywords: | Herkunftskennzeichnung, Made in, Kaufentscheidungen |
| Date: | 2025–09 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:nimpul:nimpul-012 |
| By: | Geis-Thöne, Wido |
| Abstract: | Welche fiskalischen Effekte Kinder und Jugendliche haben, ist für verschiedene politische Handlungsfelder von Bedeutung. Etwa gilt dies für die Frage, welche staatliche Umverteilung zwischen kinderlosen Personen und Familien mit Kindern als fair zu werten ist und welche positiven ökonomischen Effekte aus besseren Bedingungen für Bildung und Aufwachsen von Kindern resultieren. Die vorliegende Studie ermittelt, dass eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern in Preisen des Jahres 2025 langfristig insgesamt 603.800 Euro mehr zum öffentlichen Haushalt beiträgt als ein entsprechendes kinderloses Paar. Nicht berücksichtigt sind die Ausgaben des Staates für Leistungen, die nicht personenbezogen sind, deren Bedarf aber von der Bevölkerungsgröße abhängt, wie dies bei der Verkehrsinfrastruktur der Fall ist. Nimmt man sie mit in den Blick, verringert sich der positive Beitrag eines durchschnittlichen Kindes von 301.900 Euro auf 83.100 Euro. Gleichzeitig gibt es auch positive Zweitrundeneffekte der Kinder auf die staatlichen Einnahmen, die hier nicht berücksichtigt werden konnten. Dies gilt insbesondere für die Steuern auf Unternehmensgewinne, die durch die Arbeits- und Innovationskraft der Kinder entstehen. Beschäftigt man sich mit bildungs- und familienpolitischen Fragestellungen, können nach Bildungswegen differenzierte Fiskalbilanzen von Kindern helfen, den Nutzen einschlägiger Maßnahmen abzuschätzen. Hier ergibt sich für einen akademischen Bildungsweg ein durchschnittlicher fiskalischer Beitrag eines Kindes (ohne Berücksichtigung der nicht personenbezogenen staatlichen Leistungen) von 943.000 Euro. Bei einem Bildungsweg mit beruflichem Abschluss sind es 117.600 Euro; bei einem einfachen beruflichen Abschluss sind es 44.200 Euro und bei einem Bildungsweg mit Aufstiegsfortbildung, etwa zum Meister, 531.200 Euro. Erreichen die Kinder keinen berufsqualifizierenden Abschluss, entsteht insgesamt kein Einnahmeüberschuss, sondern ein Defizit von 377.100 Euro für den Staat. Bei derartig großen Abständen rechnen sich auch teure Maßnahmen zur Förderung der Bildung der Kinder sehr stark, wenn sie effektiv wirken. Neben den Bildungswegen hat auch die gesundheitliche Entwicklung einen Einfluss darauf, wie viel Steuern und Abgaben die Kinder im Lauf ihres Lebens zahlen und in welchem Umfang sie staatliche Leistungen beziehen. So können auch Unterstützungsangebote in diesem Bereich für den Staat Investitionen darstellen, die sich langfristig sehr stark rechnen. Allerdings ist die Datenlage sehr viel ungünstiger als bei der Bildung. Für die vorliegende Studie wurde auf Basis von Angaben zu Tabakkonsum, Alkoholkonsum, Verzehr von Gemüse, Obst und Salat sowie einem Mindestmaß an sportlichen Aktivitäten ein Indikator zum gesundheitsbewussten Lebenswandel im Erwachsenenalter gebildet und im Hinblick auf die Zusammenhänge mit den langfristigen Größen untersucht; allerdings ohne wichtige Wirkungszusammenhänge über den Gesundheitszustand mit in den Blick nehmen zu können. Für ein durchschnittliches Kind ergibt sich bei einem gesunden Lebenswandel (ohne mögliche Anpassungen bei den Bildungswegen) ein Mehrbeitrag zum öffentlichen Haushalt in Höhe von 130.900 Euro. Ebenfalls wurden die Auswirkungen einer depressiven Erkrankung auf die Beteiligung am Arbeitsmarkt und die Einkommen sowie die Ausgaben der Krankenkassen abgeschätzt. Hieraus ergibt sich insgesamt ein negativer fiskalischer Effekt von 345.500 Euro für ein durchschnittliches Kind. Diese Studie versteht sich vorwiegend als Hintergrundpapier zu weiterführenden Analysen zu den fiskalischen Effekten verschiedener bildungs- und familienpolitischen Maßnahmen. Daher werden hier auch bewusst (noch) keine Handlungsempfehlungen für die Politik abgeleitet und präsentiert. |
| Abstract: | The fiscal effects of children are relevant to various areas of policymaking. This applies, for example, to the question of what degree of public redistribution between people without children and families with children should be considered fair, and to the positive economic effects that result from better conditions for children's education and development. The present study found that, at 2025 prices, an average family with two children contributes a total of 603, 800 Euro more to public finances over the long term than a comparable childless couple. This calculation does not include government expenditure on services that are not attributable to individuals, but whose need depends on the size of the population, as is the case with transport infrastructure. If these costs are taken into account, the positive contribution of an average child falls from 301, 900 Euro to 83, 100 Euro. At the same time, children also generate positive second-round effects on government revenue, which could not be considered here. This applies in particular to taxes on the corporate profits generated by children through their employment and innovations. When examining education and family policy issues, fiscal balances differentiated by children's educational pathways can help assess the benefits of relevant measures. For an academic educational pathway, the average fiscal contribution of a child is 943, 000 Euro, excluding the fiscal effects of parenthood and government services that are not attributable to individuals. For an educational pathway leading to a vocational qualification, the figure is 117, 600 Euro; for a basic vocational qualification, it is 44, 200 Euro and for a pathway involving advanced vocational training, for example to become a master craftsperson, 531, 200 Euro. If children do not obtain a vocational qualification, there is no net surplus in government revenue; instead, the state incurs a deficit of 377, 100 Euro. Given such substantial differences in the overall fiscal effects, even costly measures to support children's education can generate very strong returns if they are effective. In addition to educational pathways, the development of health also affects the amount of tax and social security contributions children pay over the course of their lives and the extent to which they receive government benefits. Thus, support services in this area can also represent investments for the state that generate very substantial long-term returns. However, the available data are considerably less favourable than in the field of education. For the present study, an indicator of a health-conscious lifestyle in adulthood was developed on the basis of information on tobacco and alcohol consumption, the consumption of vegetables, fruit and salad, and a minimum level of physical activity. Its relationship with long-term outcomes was then analysed. However, important causal links involving health status could not be taken into account. For an average child, a healthy lifestyle, without any possible adjustments to educational pathways, results in an additional contribution to public finances of 130, 900 Euro. The effects of depressive illness on labour-market participation and income, as well as on health-insurance expenditure, were also estimated. Taken together, these effects result in a negative fiscal impact of 345, 500 Euro for an average child. This study is primarily intended as a background paper for further analyses of the fiscal effects of various education and family policy measures. It therefore deliberately does not yet derive or present any policy recommendations. |
| JEL: | I26 H20 J15 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:344244 |
| By: | Schrader, Klaus |
| Abstract: | * Dänemark erreicht regelmäßig vordere Plätze in internationalen Standortrankings und in Rankings, in denen Länder nach der Qualität ihres staatlichen Handelns beurteilt werden. In diesen Rankings schneidet Deutschland durchgehend schlechter ab. * Als Markenzeichen des Unternehmensstandorts Dänemark erscheint die "Wirtschaftsfreundlichkeit", die sich in niedrigen bürokratischen Hürden, einem hohen Maß an unternehmerischer Freiheit und der Vertrauenswürdigkeit des dänischen Staates zeigt. Die dänische Regulierungsqualität trägt entscheidend zu den positiven Bewertungen bei. * Der dänische Regulierungsansatz folgt dem Prinzip, dass Kosten vermieden werden sollen, ehe sie entstehen. Dafür werden von der dänischen Wirtschaftsbehörde Regulierungskosten von Gesetzen und Verordnungen vor ihrer Verabschiedung abgeschätzt und Alternativen vorgeschlagen. * Einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsfreundlichkeit leistet das dänische Regulierungsforum, in dem große Teile der Wirtschaft vertreten sind. Das Forum identifiziert Regulierungslasten und entwickelt Vorschläge für Vereinfachungen und Optimierungen, die von der Politik nicht einfach ignoriert werden dürfen. * Zum Markenzeichen Dänemarks gehören auch die Digitaltauglichkeit der Gesetzgebung und ein zentrales digitales Portal für die Wirtschaft zur Erledigung sämtliche Behördenangelegenheiten, wodurch Bürokratiekosten gesenkt werden. Investoren erhalten darüber hinaus projektbezogene Betreuungsangebote in der digitalen Welt Dänemarks. * Die Wirtschaftsfreundlichkeit der dänischen Regulierung und die effiziente Ausgestaltung von Dänemarks "E-Governance" bieten Lerneffekte für die schleswig-holsteinische Standortpolitik. |
| Abstract: | * Denmark consistently ranks among the top countries in international business location rankings and in rankings that assess the quality of countries' government performance. Germany consistently performs worse in these rankings. * "Business-friendliness" appears to be a hallmark of Denmark as a business location due to low bureaucratic barriers, a high degree of entrepreneurial freedom, and the trustworthiness of the Danish government. The quality of Danish regulation contributes significantly to these positive evaluations. * The Danish regulatory approach follows the principle that costs should be avoided before they arise. To this end, the Danish Business Authority estimates the regulatory costs of laws and regulations before they are enacted and proposes alternatives. * The "Danish Business Regulation Forum", in which a wide range of Denmark's business community is represented, makes an important contribution to business-friendliness. The forum identifies regulatory burdens and develops proposals for simplifications and optimizations that policymakers cannot simply ignore. * Denmark's hallmarks also include a digitally-friendly legislation and a central digital portal for businesses to handle all government affairs, thereby reducing bureaucratic costs. Investors also receive project-specific support services within Denmark's digital ecosystem. * The business-friendly nature of Danish regulations and the efficient design of Denmark's "e-governance" system offer valuable lessons for Schleswig-Holstein's business location policy. |
| Keywords: | Standort-Rankings, Regionalpolitik, Digitalisierung, Wirtschaftskraft, Dänemark, Schleswig-Holstein, Deutschland, Competitiveness Rankings, Regional Policy, Digitalization, Economic Strength, Denmark, Schleswig-Holstein, Germany |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:344207 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | Managers of medium-sized industrial firms have access to more data than ever before, yet they are still regularly surprised by developments whose early indications were already present within their own organisation. Consulting practice answers this problem with the notion of a Lagebild, an operational situational picture borrowed from military and governmental situation assessment. A scientific construct definition is missing at the level of the individual firm, whereas the term is well established in the public- authority domain and even codified in German law. This paper develops one. It rests on an inductive content analysis of seven independently written domain texts, each of which delineates the situational picture against an established instrument: the KPI dashboard, the compliance file, the supplier list, condition monitoring, the age structure report, the CRM system and the portfolio review. The 21 distinguishing dimensions named in these texts reduce to five domain-invariant characteristics: anticipation, assessment, inside-outside coupling, executive addressing with criticality weighting, and continuity. Two further characteristics, action coupling and confidence disclosure, do not stem from the delineations but from the design description, and are therefore reported as more weakly evidenced. The construct is theoretically grounded in Endsley's model of situation awareness, Ansoff's weak signals, Simons' distinction between diagnostic and interactive control systems, and the attention-based view of the firm. A delineation matrix covering ten established instruments shows that none of them satisfies inside-outside coupling and confidence disclosure at the same time. Seven testable propositions are derived from the effectiveness claims made in the practitioner material. The paper offers neither empirical data nor proof of effectiveness; it establishes the conceptual basis on which such proof can first be attempted. Führungskräfte mittelständischer Industrieunternehmen verfügen über mehr Daten als je zuvor und werden dennoch regelmäßig von Entwicklungen überrascht, deren Vorzeichen im eigenen Haus bereits vorlagen. In der Beratungspraxis kursiert für die Antwort auf dieses Problem der Begriff des Lagebildes, übertragen aus der militärischen und behördlichen Lagearbeit. Eine wissenschaftliche Konstruktdefinition fehlt für die einzelbetriebliche Führungsebene bislang, während der Begriff im hoheitlichen Bereich bestimmt und in § 40 Absatz 3 Nummer 3 BSIG sogar gesetzlich verankert ist. Dieses Papier entwickelt sie. Grundlage ist eine induktive Inhaltsanalyse von sieben unabhängig verfassten Domänentexten, in denen das Lagebild jeweils gegen ein etabliertes Instrument abgegrenzt wird: gegen das Kennzahlen- Dashboard, den Compliance-Ordner, die Lieferantenliste, das Condition Monitoring, die Altersstatistik, das CRM und den Portfolio-Review. Aus den 21 dort genannten Unterscheidungsdimensionen lassen sich fünf domäneninvariante Merkmale ableiten: Antizipation, Bewertung, Innen-Außen-Kopplung, Führungsadressierung mit Kritikalitätsgewichtung und Kontinuität. Zwei weitere Merkmale, Handlungskopplung und Belastbarkeitsausweis, stammen nicht aus den Abgrenzungen, sondern aus der Konstruktionsbeschreibung, und werden entsprechend schwächer belegt geführt. Das Konstrukt wird theoretisch an Endsleys Modell der Situation Awareness, Ansoffs Konzept schwacher Signale, Simons' Unterscheidung diagnostischer und interaktiver Steuerungssysteme sowie die aufmerksamkeitsbasierte Sicht auf die Unternehmung zurückgebunden. Eine Abgrenzungsmatrix gegen zehn etablierte Instrumente zeigt, dass keines von ihnen Innen-Außen-Kopplung und Belastbarkeitsausweis zugleich erfüllt. Aus den Wirkungsbehauptungen der Praxisliteratur werden sieben prüfbare Propositionen formuliert. Das Papier liefert keine Empirie und keinen Wirksamkeitsnachweis; es schafft die begriffliche Grundlage, auf der ein solcher Nachweis erst geführt werden kann. |
| Keywords: | operational situational picture; situation awareness; weak signals; early warning systems; management control; Mittelstand; NIS2; supply chain risk; construct development; Betriebslagebild; Frühwarnsystem; Unternehmenssteuerung |
| JEL: | D81 D83 L60 M10 M41 |
| Date: | 2026–09–04 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:130917 |
| By: | Kauder, Björn |
| Abstract: | Zur Sicherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse beeinflusst der Bund die Einnahmen von Ländern und Gemeinden. Im Rahmen des Finanzkraftausgleichs erhalten finanzschwache Länder Zuschläge bei der Verteilung der Umsatzsteuereinnahmen, finanzstarke Länder müssen Abschläge in Kauf nehmen. Darüber hinaus gewährt der Bund Bundesergänzungszuweisungen und Sonderbedarfs-Bundesergänzungszuweisungen zur zusätzlichen Stärkung finanzschwacher Länder. Hinzu kommen weitere laufende Zuweisungen und Zuschüsse an Länder und Gemeinden wie etwa für den Schienenpersonennahverkehr und Sozialausgaben sowie Schuldendiensthilfen. Ungeachtet der Frage, ob die Umverteilung mit dem Konnexitätsprinzip begründet wird oder andere Motive zugrunde liegen, ist von Interesse, welches Ausmaß die Umverteilung annimmt. Wie stünden die Länder samt ihren Gemeinden da, wenn der Bund nicht umverteilend eingreifen würde? Dieser Beitrag untersucht, wie sich die Verteilung der Einnahmen zwischen den Bundesländern und die Rangfolge der Länder bezüglich ihrer Einnahmen verändert. Die Ergebnisse zeigen, dass erwartungsgemäß die neuen Bundesländer, Berlin, Bremen und das Saarland von der Verteilung profitieren, zulasten von Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Die verbleibenden Bundesländer erhalten in etwa die gleichen Mittel, wie sie sich auch bei einer neutralen Verteilung auf alle Einwohner Deutschlands ergeben würden. Konkret verliert beispielsweise Bayern pro Einwohner 1.168 Euro im Vergleich zu einer neutralen Verteilung, während Bremen pro Einwohner 2.790 Euro gewinnt. Es kommt zu teils deutlichen Verschiebungen in der Einnahmen-Rangliste um bis zu sechs Positionen, sodass originär einnahmeschwache Länder durch die Verteilung des Bundes teilweise besser dastehen als originär einnahmestarke Länder. |
| Abstract: | To ensure equivalent living conditions, the federal government influences the revenues of the states and municipalities. Under the fiscal equalization system, financially weak states receive surpluses in the distribution of sales tax revenues, while financially strong states must accept shortfalls. In addition, the federal government provides federal supplemental grants and federal supplemental grants for special needs to further strengthen financially weak states. In addition, there are other ongoing allocations and grants to states and municipalities, such as those for local passenger rail transit, social spending, and debt service assistance. Regardless of whether redistribution is justified by the principle of connectivity or is based on other motives, it is interesting to consider the extent of this redistribution. What would be the situation for the states and their municipalities if the federal government did not intervene to redistribute funds? This article examines how the distribution of revenue among the federal states and the ranking of the states in terms of revenue are changing. The results show that, as expected, the new federal states, Berlin, Bremen, and Saarland benefit from this distribution, at the expense of Bavaria, Hesse, and Baden-Württemberg. The remaining federal states receive roughly the same amount of funding as they would under a neutral distribution among all residents of Germany. Bavaria, for example, loses 1, 168 euros per resident compared to a neutral distribution, while Bremen gains 2, 790 euros per resident. This results in shifts in the revenue ranking of up to six positions, so that states that are inherently low-revenue end up, in part, better off than states that are inherently high-revenue because of the federal government's distribution. |
| JEL: | H71 H77 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:344242 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | Five preceding working papers define the operational situational picture through seven characteristics, trace its causal chain, clarify its coupling to machine procedures, render it measurable and describe its implementation. None of them states what a situational picture consists of. The first paper closes its domain section with the observation that the structure is invariant across subject areas and names four building blocks in a subordinate clause. That sentence has never been worked out. This paper works it out. It codes six situational picture tools built by the author at two levels, the level of display components and the level of data fields, and derives fourteen content elements in four groups: the frame, the condensation, the reliability and the connection. For each element it states purpose, assignment to a characteristic of the construct, minimum content and delimitation against the neighbouring element. The resulting order is held against two external, legally binding content prescriptions, the layer structure of the situational pictures of the European border surveillance system and the level based response order of the same regulatory family, as well as against the five dimensions of a public agency situation report. Four findings carry the paper, and three of them are unfavourable to the author's own stock. The first is the most important. Ten of the fourteen elements appear in all six tools, and none of those ten is the action connection. The characteristic treated as a moderator in the first paper and as a factor in the fourth is the first to be dropped in construction. The theoretical frame explains why this is no accident: models of situation awareness separate the assessment of a situation from the decision, and the built stock falls back to precisely that boundary, while the construct definition crosses it. The second concerns anticipation. It is carried as a field in one of six tools and appears in the others at best in the free text of a signal. The first named characteristic of the construct is the weakest in content. The third concerns reliability. It is carried in one of two places, aggregated across sources or per individual signal, and no tool carries both. The external prescription requires both and makes the statement per report a mandatory component of the report. The fourth concerns the author's own account. None of the six texts in which the author describes the construction of his situational pictures mentions the action connection, the cadence or ownership. The described construction is shorter than the built one, and it is shorter at precisely the point where the built stock itself has gaps. A promise in the author's own marketing material, that each of the six tools does not end at observation but carries measures with responsible parties and deadlines, holds for four of six. Six propositions state the effect claims as testable conjectures. The paper is conceptual. It contains no survey of users, and the assignment of elements to characteristics is a stipulation by the author. Zusammenfassung (deutsch): Fünf vorangegangene Arbeitspapiere bestimmen das Betriebslagebild über sieben Merkmale, ordnen seine Wirkungskette, klären seine Kopplung an maschinelle Verfahren, machen es messbar und beschreiben seine Einführung. Keines von ihnen sagt, woraus ein Lagebild besteht. Das erste Papier schließt seinen Domänenabschnitt mit dem Satz, die Struktur sei über die Sachgebiete hinweg invariant, und nennt vier Bausteine in einem Nebensatz. Ausgeführt worden ist dieser Satz nie. Dieses Papier führt ihn aus. Es kodiert sechs gebaute Lagebildwerkzeuge des Verfassers auf zwei Ebenen, auf der Ebene der Anzeigebestandteile und auf der Ebene der Datenfelder, und gewinnt daraus vierzehn Inhaltselemente in vier Gruppen: das Gerüst, die Verdichtung, die Belastbarkeit und der Anschluss. Je Element werden Zweck, Zuordnung zu einem Merkmal des Konstrukts, Mindestinhalt und Abgrenzung gegen das Nachbarelement angegeben. Die so gewonnene Ordnung wird gegen zwei fremde, rechtlich verbindliche Inhaltsvorschriften gehalten, gegen die Schichtenordnung der Lagebilder des europäischen Grenzüberwachungssystems und gegen die stufenbezogene Reaktionsordnung derselben Verordnungsfamilie, sowie gegen die fünf Dimensionen eines behördlichen Lageberichts. Vier Befunde tragen das Papier, und drei davon fallen zulasten des eigenen Bestandes aus. Der erste ist der wichtigste. Zehn der vierzehn Elemente stehen in allen sechs Werkzeugen, und keines dieser zehn ist der Handlungsanschluss. Das Merkmal, das im ersten Papier als Moderator und im vierten als Faktor geführt wird, ist inhaltlich das erste, das beim Bauen wegfällt. Der theoretische Bezugsrahmen erklärt, warum das kein Zufall ist: Die Modelle des Lagebewusstseins trennen die Lageerfassung von der Entscheidung, und der gebaute Bestand fällt genau auf diese Grenze zurück, während die Konstruktdefinition sie überschreitet. Der zweite betrifft die Antizipation. Sie ist in einem von sechs Werkzeugen als Feld geführt und steht in den übrigen allenfalls im Fließtext eines Signals. Das erstgenannte Merkmal des Konstrukts ist inhaltlich das schwächste. Der dritte betrifft die Belastbarkeit. Sie wird an zwei Orten geführt, aggregiert über die Quellen oder je einzelnem Signal, und kein Werkzeug führt beide. Die fremde Vorschrift verlangt beides und macht die Angabe je Bericht zu einem Pflichtbestandteil der Meldung. Der vierte betrifft die eigene Darstellung. Keiner der sechs Texte, in denen der Verfasser den Aufbau seiner Lagebilder beschreibt, nennt den Handlungsanschluss, den Takt oder die Eigentümerschaft. Der beschriebene Aufbau ist kürzer als der gebaute, und er ist an derselben Stelle kürzer, an der der gebaute Bestand selbst Lücken hat. Eine Zusage des eigenen Vertriebsmaterials, jedes der sechs Werkzeuge ende nicht bei der Beobachtung, sondern führe Maßnahmen mit Verantwortlichen und Fristen, trifft auf vier von sechs zu. Sechs Propositionen halten die Wirkungsaussagen als prüfbare Vermutungen fest. Das Papier ist konzeptionell. Es enthält keine Erhebung bei Anwendern, und die Zuordnung der Elemente zu den Merkmalen ist eine Setzung des Verfassers. |
| Keywords: | operational situational picture; content; element taxonomy; reference content; information requirements; confidence disclosure; action coupling; situational picture layers; Mittelstand; content analysis; Elementlehre; Referenzinhalt |
| JEL: | D83 L60 M10 M15 M41 |
| Date: | 2026–09–14 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:131127 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | Four preceding working papers describe what an operational situational picture must look like. None of them describes how it comes into being. The gap is named in three places. The build sequence stands as an untested proposition without a procedural model, action coupling is treated as the practically most consequential variable without any account of how it is established, and the measurement model of the fourth paper supplies an ordering that so far serves assessment only and not guidance. This paper proposes a process model resting on two claims. The first concerns the object of implementation. What is introduced is not a tool but an information product together with a management routine, and two of the construct's seven characteristics are properties of the organisation rather than of the product. An implementation that addresses the product side alone does not introduce a situational picture. The second concerns order. Because the construct is defined by exclusion, the order is neither free nor given by phases. The next step is always the one at the currently binding characteristic, that is, at the weakest point. The model thus converts the reporting form of the measurement model into a step rule and orders implementation by what currently prevents membership of the class rather than by the state of a project plan. The form of combination from which this rule follows has a precedent in implementation research. A model published in 1996 derives implementation effectiveness from two variables, neither of which can substitute for the other, and sets out the consequences for six cases. This supports the form of the combination, not the substance: there the two variables are conditions of use, here the characteristics are constituents of the definition. Three findings run against the proposal and are reported nonetheless. First, the step rule does not order the beginning, because before the first threshold is crossed no characteristic binds more than any other; the entry order is therefore a stipulation and is marked as such. Second, the observation of an early and brief window for adaptation argues against leaving the remaining characteristics untouched. Third, a threshold once crossed is not a permanent possession, so the model requires a path backwards and provides one. A test of the author's own approach concludes the main part. It is unfavourable. The author's service offering is a stage model of precisely the kind this paper criticises. Six propositions state the effect claims as testable conjectures. The paper is conceptual; it contains no empirical study and no trial of the proposed model. Zusammenfassung (deutsch): Vier vorangegangene Arbeitspapiere beschreiben, wie ein Betriebslagebild beschaffen sein muss. Keines von ihnen beschreibt, wie es entsteht. Die Lücke ist an drei Stellen benannt. Die Aufbausequenz steht als ungeprüfte Proposition ohne Vorgehensmodell, die Handlungskopplung gilt als die praktisch folgenreichste Größe ohne Angabe, wie sie herzustellen wäre, und das Messmodell des vierten Papiers liefert eine Ordnung, die bisher nur zur Bewertung dient und nicht zur Steuerung. Dieses Papier schlägt ein Prozessmodell vor und stützt es auf zwei Sätze. Der erste betrifft den Gegenstand der Einführung. Eingeführt wird kein Werkzeug, sondern ein Informationsprodukt samt einer Führungsroutine, und von den sieben Merkmalen des Konstrukts sind zwei keine Eigenschaften des Produkts, sondern der Organisation. Eine Einführung, die nur die Produktseite bearbeitet, führt kein Lagebild ein. Der zweite betrifft die Reihenfolge. Weil das Konstrukt über Ausschluss bestimmt ist, ist die Reihenfolge nicht frei und auch nicht durch Phasen gegeben. Der nächste Schritt ist stets jener am gegenwärtig bindenden Merkmal, also an der schwächsten Stelle. Das Modell setzt damit die Ausweisform des Messmodells in eine Schrittregel um und ordnet die Einführung nach dem, was die Zugehörigkeit zur Klasse gerade verhindert, statt nach dem Stand eines Projektplans. Die Verknüpfungsform, aus der diese Regel folgt, ist in der Einführungsforschung vorgebildet. Ein Modell von 1996 bestimmt die Wirksamkeit einer Einführung aus zwei Größen, von denen keine die andere ersetzen kann, und schlüsselt die Folgen für sechs Fälle auf. Das stützt die Form der Verknüpfung und nicht die Sache, denn dort sind die beiden Größen Bedingungen der Nutzung, hier sind die Merkmale Bestandteile der Definition. Drei Befunde stehen gegen den eigenen Vorschlag und sind nicht weggeschrieben. Erstens ordnet die Schrittregel den Beginn nicht, weil vor der ersten genommenen Schwelle kein Merkmal bindender ist als ein anderes; die Eintrittsordnung ist deshalb eine Setzung und als solche gekennzeichnet. Zweitens spricht die Beobachtung eines frühen und kurzen Zeitfensters für Anpassungen dagegen, die übrigen Merkmale zunächst liegen zu lassen. Drittens ist eine genommene Schwelle kein dauerhafter Besitz, weshalb das Modell einen Rückweg braucht und ihn führt. Eine Prüfung des eigenen Vorgehens schließt den Hauptteil ab. Sie fällt ungünstig aus. Das Leistungsangebot des Verfassers ist ein Phasenmodell jener Art, die dieses Papier kritisiert. Sechs Propositionen halten die Wirkungsaussagen als prüfbare Vermutungen fest. Das Papier ist konzeptionell; es enthält keine eigene Erhebung und keine Erprobung des vorgeschlagenen Modells. |
| Keywords: | operational situational picture; implementation; organisational routine; threshold logic; binding characteristic; build sequence; stage model; Mittelstand; process model; Einführung; Routinebildung; Prozessmodell |
| JEL: | D83 L60 M10 M12 O33 |
| Date: | 2026–09 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:131126 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | Three preceding working papers end at the same point. Each names the development of a maturity measure as an open task, and none of them delivers it. Without such a measure, twenty propositions remain untestable because the independent variable is missing. This paper does not develop a further construct. It operationalises the existing one. The contribution has three parts. First, a re-examination of the construct definition that yields a non-obvious finding. Of the seven characteristics of the operational situational picture, six appear in the definition. The seventh, action coupling, does not, even though the preceding work treats it as the practically most consequential variable. It therefore does not belong in the scale but at a different place in the measurement model. Second, a decomposition of each remaining characteristic into a threshold question and a degree question. The threshold decides membership of the class and is verified; the degree decides maturity within the class and is graded. Combining both into a single number produces precisely the figure that certifies as mature an information product that fails the definition. Third, a measurement model whose form of aggregation follows from the type of definition rather than from convention. Because the construct is defined by exclusion, compensatory aggregation is inadmissible. The paper proposes non-compensatory aggregation, separate disclosure of the weakest characteristic, and multiplicative treatment of action coupling. It deliberately refrains from reporting an overall value without naming the weakest characteristic. A calculation shows that the chosen form of aggregation achieves less than its justification suggests: the difference from the summative form amounts to between three and sixteen per cent of the scale range. The information therefore lies in the threshold finding and in the named weakest characteristic, not in the overall value. A test of the author's own instruments against the model concludes the main part. The result is unfavourable and is reported nonetheless. Six propositions state the effect claims as testable conjectures. The paper is conceptual; it contains no empirical study and no validation of the proposed measure. Zusammenfassung (deutsch): Drei vorangegangene Arbeitspapiere enden an derselben Stelle. Sie nennen die Entwicklung eines Reifegradmaßes als offene Aufgabe, und keines von ihnen löst sie. Ohne ein solches Maß bleiben zwanzig Propositionen unprüfbar, weil die unabhängige Größe fehlt. Dieses Papier entwickelt kein weiteres Konstrukt. Es operationalisiert das vorhandene. Der Beitrag besteht aus drei Teilen. Erstens einer Gegenprobe an der Konstruktdefinition, die einen Befund ergibt, der nicht auf der Hand liegt. Von den sieben Merkmalen des Betriebslagebildes kommen sechs in der Definition vor. Das siebte, die Handlungskopplung, kommt dort nicht vor, obwohl es in der vorangegangenen Arbeit als die praktisch folgenreichste Größe geführt wird. Es gehört deshalb nicht in die Skala, sondern an eine andere Stelle des Messmodells. Zweitens einer Zerlegung jedes verbleibenden Merkmals in eine Schwellen- und eine Gradfrage. Die Schwelle entscheidet über die Zugehörigkeit zur Klasse und wird geprüft, der Grad über die Reife innerhalb der Klasse und wird gestuft. Wer beides in einer Zahl verrechnet, erzeugt genau die Kennzahl, die ein Unternehmen als reif ausweist, dessen Informationsprodukt die Definition nicht erfüllt. Drittens einem Messmodell, dessen Aggregationsform aus der Definitionsart folgt und nicht aus einer Konvention. Weil das Konstrukt über Ausschluss bestimmt ist, ist die kompensatorische Verrechnung unzulässig. Das Papier schlägt eine nicht-kompensatorische Aggregation vor, den gesonderten Ausweis der schwächsten Stelle und die multiplikative Behandlung der Handlungskopplung. Es verzichtet ausdrücklich auf einen Gesamtwert ohne Angabe der schwächsten Stelle. Eine Gegenrechnung zeigt, dass die gewählte Aggregationsform weniger austrägt, als ihre Begründung verspricht. Der Unterschied zur summierenden Form liegt bei drei bis sechzehn Prozent der Skalenbreite. Die Information liegt deshalb nicht im Gesamtwert, sondern im Schwellenbefund und in der benannten schwächsten Stelle. Eine Prüfung der Werkzeuge des Autors gegen das Modell schließt den Hauptteil ab. Sie fällt ungünstig aus und steht dennoch im Papier. Sechs Propositionen halten die Wirkungsaussagen als prüfbare Vermutungen fest. Das Papier ist konzeptionell; es enthält keine eigene Erhebung und keine Validierung des vorgeschlagenen Maßes. |
| Keywords: | operational situational picture; maturity model; formative measurement; composite indicator; non-compensatory aggregation; moderator; operationalisation; Mittelstand; construct development; Lagebildreife; Messmodell; nicht-kompensatorische Aggregation |
| JEL: | C43 D83 L60 M10 M41 |
| Date: | 2026–09–13 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:131113 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | Six preceding working papers define the operational situational picture through seven characteristics, trace its causal chain, clarify its coupling to machine procedures, render the construct measurable, describe its introduction and determine its content. Together they state thirty-eight propositions about effects. Each names a dependent variable, as required. The rule does not ask whether the variable is determinate, that is, whether it shows what is counted. The fourth paper described and remedied the same deficiency on the independent side. It observes that without a measure no proposition can be tested, and develops the measure for situational picture maturity. On the dependent side the observation was left standing, and the fourth paper itself names "the effect of the situational picture" as the dependent variable of one of its own propositions, that is, precisely the variable for which no measure exists. This paper closes the gap. It codes the thirty-eight propositions across six fields, condenses the named dependent variables into twelve distinct effect variables and four measurement-quality variables, supplies a measurement specification for each, and orders a research programme by cost and yield. It develops no construct, no further measure for the independent side and no further conjecture. Four findings carry the paper, three of them against the author's own body of work. First, ten of the thirty-eight propositions claim an effect on a proportion, across four papers, using seven different numerator-denominator pairs; no two count the same thing. Second, "usage" carries seven propositions from five papers and is defined in none of them. Third, six propositions name no determinate dependent variable; of nineteen variables carried, nine are immediately measurable, seven require a counting rule, and three require construction work of their own. Fourth, the thirty-eight statements fall into four mechanism families that bundle across paper boundaries; the largest holds eight propositions from five papers claiming that build order outweighs component quality, and the most striking holds six propositions from five papers, all counterintuitive, all claiming that disclosure of one's own weaknesses raises usage rather than lowering it. The paper is conceptual. It contains no survey, no evidence of effectiveness and no test of any of the thirty-eight propositions. It deliberately opens no proposition series of its own. Zusammenfassung (deutsch): Sechs vorangegangene Arbeitspapiere bestimmen das Betriebslagebild über sieben Merkmale, ordnen seine Wirkungskette, klären seine Kopplung an maschinelle Verfahren, machen das Konstrukt messbar, beschreiben seine Einführung und bestimmen seinen Inhalt. Zusammen führen sie achtunddreißig Propositionen über Wirkungen. Jede von ihnen benennt pflichtgemäß eine abhängige Größe. Ob die Größe auch bestimmt ist, ob also erkennbar wird, was gezählt wird, hat die Regel nicht verlangt. Das vierte Papier hat denselben Mangel für die unabhängige Seite beschrieben und behoben. Es stellt fest, dass ohne Maß keine Proposition prüfbar ist, und entwickelt das Maß für die Lagebildreife. Für die abhängige Seite ist der Satz stehen geblieben, und das vierte Papier führt in einer seiner eigenen Propositionen „die Wirkung des Lagebildes" als abhängige Größe, also genau jene Größe, für die es kein Maß gibt. Dieses Papier schließt die Lücke. Es kodiert die achtunddreißig Propositionen der sechs Papiere auf sechs Feldern, verdichtet die genannten abhängigen Größen zu zwölf unterscheidbaren Wirkungsgrößen und vier Messgütegrößen, legt je Größe eine Messvorschrift vor und ordnet ein Prüfprogramm nach Aufwand und Ertrag. Es entwickelt kein Konstrukt, kein weiteres Maß für die unabhängige Seite und keine weitere Vermutung. Vier Befunde tragen das Papier, und drei davon fallen zulasten des eigenen Bestandes aus. Der erste betrifft die größte Gruppe. Zehn der achtunddreißig Propositionen behaupten eine Wirkung auf einen Anteil, verteilt über vier Papiere. Diese zehn Aussagen verwenden sieben verschiedene Zähler-Nenner-Paare. Keine zwei von ihnen zählen dasselbe, und keines der Papiere sagt, ob es dasselbe meint wie das vorige. Die Reihe hat siebenmal eine Folgequote behauptet und siebenmal etwas anderes gezählt. Der zweite betrifft die meistgenutzte Größe. „Nutzung" trägt sieben Propositionen aus fünf Papieren und ist in keiner bestimmt. Ob der Aufruf eines Werkzeugs, die Befassung in einer Besprechung, der Verweis in einem Protokoll oder die Entscheidung unter Bezugnahme gezählt wird, steht nirgends. Vier der sieben nennen zwölf Monate als Beobachtungszeitpunkt, drei nennen kein Zeitfenster. Der dritte betrifft die Prüfbarkeit. Sechs Propositionen nennen keine bestimmte abhängige Größe. Vier von ihnen nennen ein Konstrukt, für das kein Maß vorliegt, eine nennt gar keine Größe, und eine wirkt als Moderator und verlangt deshalb, dass die moderierten Größen bestimmt sind. Von neunzehn geführten Größen sind neun unmittelbar erhebbar, sieben erst nach Festlegung einer Zählregel, und drei verlangen eigene Konstruktionsarbeit. Der vierte fällt zugunsten des Bestandes aus und ist der einzige, der eine Richtung angibt. Die achtunddreißig Aussagen lassen sich vier Mechanismusfamilien zuordnen, die über Papiergrenzen hinweg bündeln. Die größte umfasst acht Propositionen aus fünf Papieren und behauptet durchgehend, die Reihenfolge des Aufbaus schlage die Qualität der Bestandteile. Die auffälligste umfasst sechs Propositionen aus fünf Papieren, die alle gegen die naheliegende Erwartung gerichtet sind und behaupten, Offenlegung eigener Schwächen erhöhe die Nutzung, statt sie zu verringern. Diese Familie ist unabhängig voneinander fünfmal entstanden und ist damit der aussichtsreichste Prüfgegenstand der Reihe. Das Papier ist konzeptionell. Es enthält keine Erhebung, keinen Wirksamkeitsnachweis und keine Prüfung einer der achtunddreißig Propositionen. Es eröffnet ausdrücklich keine eigene Propositionsserie, und Abschnitt 12 begründet, warum nicht. |
| Keywords: | operational situational picture; effect measurement; proposition; dependent variable; operationalisation; follow-up rate; usage measurement; reactivity; research programme; Mittelstand; Wirkungsmessung; Propositionsinventar |
| JEL: | C80 D83 L60 M10 M15 |
| Date: | 2026–10–22 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:131514 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | In firm-level decision chains, machine procedures increasingly occupy the front links. Formal authority remains with the human, yet the decision is confirmed rather than taken. This paper treats that situation as a design problem rather than a behavioural defect. It models a chain of n stations, each with two error directions, under an action window that binds the sum of processing times, with one machine station whose quality the organisation does not know but learns from observations that its own stopping censors. The paper claims four contributions. The first is the object itself: no work in the reviewed corpus combines these five conditions, and the two closest are named. Taken together they yield a mechanism in three parts. Under full censoring exactly one quantity is unidentified, namely the share of effective cases among those stopped, and the data restrict it to the entire unit interval, that is, not at all. The same quantity alone determines the verification threshold for a rejection. And that verification is the first to be abandoned when effective cases are rare: the threshold that collapses first is the one that never self-corrects. The resulting state of rest is an inequality in verification cost, return and prior. It is absorbing as long as the verifying station follows the threshold rule, and it traps only the overly favourable belief and not the overly unfavourable one, because only verification generates data. The second contribution is the duration law. That state of rest holds only under full censoring; once a share of stopped cases becomes visible without the organisation acting, it is not an equilibrium but an episode of closed-form duration in two regimes. Tested against four administrative fields and two platforms, that duration falls to days and minutes respectively in the five cases that publish disclosure counts. The field supplies the number of disclosures; the remaining quantities of that calculation are illustrative values. A return channel with a few per cent take-up dissolves the state. The third contribution is the verification burn-in, and it is a condition rather than a magnitude. The model states under which conditions the first rejections should be checked against the myopically correct judgement; where they should, a single period of them is enough. The fourth contribution is the evidential asymmetry. The state is to be expected in fields without a measured return flow, and there no figure exists, for the same reason that it can occur there. It is evidenced in no field, and the paper states which survey would evidence or refute it. The paper explicitly retracts five claims of its preparatory work, among them permanent mislearning and a determinable exploration share. It states propositions rather than proofs, runs no simulation and collects no field data of its own. In betrieblichen Entscheidungsketten übernehmen maschinelle Verfahren die vorderen Glieder. Die formale Entscheidung bleibt beim Menschen, sie wird aber bestätigt und nicht getroffen. Dieses Papier führt diese Lage als Entwurfsproblem und nicht als Verhaltensdefekt. Es modelliert eine Kette aus n Stellen, von denen jede zwei Fehlerrichtungen hat, unter einem Handlungsfenster, das über die Summe der Zeitverbräuche bindet, mit einer maschinellen Stelle, deren Güte die Organisation nicht kennt, sondern aus Beobachtungen lernt, die ihr eigenes Stoppen zensiert. Das Papier beansprucht vier Beiträge. Der erste ist der Zuschnitt des Gegenstands: Diese Verbindung von fünf Bedingungen führt keine Arbeit des aufgearbeiteten Bestandes zusammen, und die beiden Arbeiten, die ihr am nächsten kommen, sind benannt. Was der Zuschnitt hergibt, ist eine Verschränkung in drei Schritten. Unter vollständiger Zensur ist genau eine Größe nicht identifiziert, nämlich der Anteil der wirksamen unter den gestoppten Fällen, und die Daten schränken ihn auf das ganze Einheitsintervall ein, also auf nichts. Dieselbe Größe bestimmt die Prüfschwelle bei einer Ablehnung allein. Und genau diese Prüfung wird bei seltenem wirksamem Fall zuerst aufgegeben: Die Schwelle, die zuerst einbricht, ist dieselbe, die sich nie korrigiert. Der daraus entstehende Ruhezustand ist eine Ungleichung in Prüfkosten, Ertrag und Vorverteilung. Er ist absorbierend, solange die prüfende Stelle nach der Schwellenregel verfährt, und er fängt allein die zu gute Meinung ein und nicht die zu schlechte, weil nur die Prüfung Daten erzeugt. Der zweite Beitrag ist das Dauergesetz. Der Ruhezustand gilt nur bei vollständiger Zensur; wird ein Anteil der gestoppten Fälle ohne Zutun sichtbar, so ist er kein Gleichgewicht, sondern eine Episode mit geschlossener Dauer in zwei Regimen. An vier Verwaltungsfeldern und zwei Plattformen geprüft, fällt diese Dauer in den fünf Fällen mit veröffentlichten Aufdeckungszahlen auf Tage beziehungsweise Minuten. Aus dem Feld kommt dabei die Zahl der Aufdeckungen, die übrigen Größen der Rechnung sind Beispielwerte. Ein Rückflusskanal mit wenigen Prozent Inanspruchnahme erledigt den Zustand. Der dritte Beitrag ist der Prüfvorlauf, und er ist eine Bedingung und keine Größe. Das Modell gibt an, wann die ersten Ablehnungen gegen das kurzsichtig richtige Urteil zu prüfen sind, und wo das zutrifft, reicht dafür eine Periode. Der vierte Beitrag ist die Belegasymmetrie. Zu erwarten ist der Zustand in den Feldern ohne gemessenen Rückfluss, und dort gibt es keine Zahl, aus demselben Grund, aus dem er dort auftreten kann. Belegt ist er in keinem Feld, und das Papier sagt, welche Erhebung ihn belegen oder widerlegen würde. Das Papier nimmt fünf Behauptungen seiner Vorarbeit ausdrücklich zurück, darunter die eines dauerhaften Irrtums und die eines bestimmbaren Erkundungsanteils. Es führt Propositionen und keine Beweise, es simuliert nicht und erhebt keine eigenen Felddaten. |
| Keywords: | delegation; real authority; formal authority; decision chain; error architecture; type I and type II error; action window; censored feedback; selective labels; self-confirming equilibrium; identification; algorithmic assessment; Mittelstand; Delegationsgrenze; zensierter Rückkanal; Delegation |
| JEL: | D23 D81 D83 L23 O33 |
| Date: | 2026–10–12 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:131392 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | Corporate AI applications are debated as a question of impact and fail as a question of proof. Surveys and field studies confirm that AI has an effect. None of the field studies read here sets money against cost, and a single mid-sized firm is left without conditions under which it can substantiate a return. This paper develops a procedure. It classifies corporate AI applications into five types by mode of effect, because the type determines the path from technical effect to cash flow. It decomposes proof into six stages and names for each stage and type the measures that a firm of 50 to 500 employees can obtain without new IT. Six attribution conditions, four substitutes for a counterfactual that are feasible in mid-sized firms, and five evidential grades determine how well a claim about returns is supported. A valuation model computes net present value as a distribution over parameter ranges. In the simulation, the effect at the workplace dominates over five years as long as it is unmeasured and its sign remains open. Once it is measured, the monetisation rate governs the result for capacity effects. Two protocols link valuation and verification, and every assumption in them can be refuted by an observation. The procedure has limits. For rare events, small error counts and low closing counts, a claim about returns carries at most evidential grade 2. The effect of a single application on a firm's result cannot be attributed. The findings rest on the literature read, on construction, and on a computation with invented example values. They are not tested against firm data. [Deutsche Zusammenfassung] Betriebliche KI-Anwendungen werden als Wirkungsproblem verhandelt und scheitern als Nachweisproblem. Erhebungen und Feldstudien bejahen die Wirkung. Keine der gelesenen Studien stellt jedoch Geld gegen Kosten, und für den einzelnen mittelständischen Betrieb bleibt offen, unter welchen Bedingungen er den Ertrag belegen kann. Dieses Papier entwickelt dafür ein Verfahren. Es ordnet betriebliche KI-Anwendungen nach der Wirkungsart in fünf Typen, weil der Typ den Pfad vom technischen Effekt zum Zahlungsstrom bestimmt. Es zerlegt den Nachweis in sechs Stufen und benennt je Stufe und Typ die Größen, die ein Unternehmen mit 50 bis 500 Beschäftigten ohne neues IT-System erheben kann. Sechs Zurechnungsbedingungen, vier im Mittelstand machbare Ersatzformen der Kontrafaktik und fünf Nachweisgrade legen fest, wie gut eine Ertragsaussage belegt ist. Ein Bewertungsmodell rechnet den Kapitalwert als Verteilung über Parameterbereiche. In der Simulation dominiert über fünf Jahre zuerst die Wirkung am Arbeitsplatz, solange sie nicht gemessen ist und ihr Vorzeichen offen bleibt. Ist sie gemessen, bestimmt bei der Kapazitätswirkung die Monetarisierungsquote das Ergebnis. Zwei Protokolle verbinden Bewertung und Nachprüfung, und jede Annahme darin ist durch eine Beobachtung widerlegbar. Das Verfahren hat Grenzen. Bei seltenen Ereignissen, kleinen Fehlerzahlen und niedrigen Abschlusszahlen trägt der Ertrag höchstens Nachweisgrad 2. Die Wirkung einer einzelnen Anwendung auf das Unternehmensergebnis ist nicht zurechenbar. Die Ergebnisse beruhen auf gelesener Literatur, auf Konstruktion und auf einer Rechnung mit erfundenen Beispielwerten. An Betriebsdaten sind sie nicht geprüft. |
| Keywords: | artificial intelligence; business value; benefits realization; impact measurement; attribution; counterfactual; monetization; investment decision; Mittelstand; SME |
| JEL: | C15 D24 G31 M15 O33 |
| Date: | 2026–10–16 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:131467 |
| By: | Franke, Günter; Farina, Tatiana; Krahnen, Jan Pieter; Lindner, Vincent; Lüders, Erik; v. der Decken, Jasper; Straka, Max |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:safewh:344248 |
| By: | Platvoet, Ralf |
| Abstract: | A preceding working paper defined the operational situational picture as a construct with seven characteristics. It left open what happens when machine-based methods take over part of its production. This paper closes that gap and treats the connection in both directions: what models contribute to the situational picture, and what the situational picture contributes to governing the use of models. The contribution consists of three parts. First, a thesis on the direction of automation effects: automation does not remove the attentional scarcity that limits the construct, it relocates it. As the marginal cost of signal generation falls, the burden shifts to verifying what has been generated. Second, a reference architecture of five layers and one cross-cutting concern, with a delegation boundary drawn into it. Third, a delegation grid crossing the seven characteristics of the construct with the four function classes of automation research, assigning a permissible level of autonomy to each cell. The grid yields a non-obvious finding: the delegation boundary is a property of the task stage, not of the characteristic. It runs between information analysis and action selection, and it does not run straight. A meta-analysis of 106 experimental studies reports performance losses of human-AI combinations precisely on tasks involving decisions, and gains on tasks involving content creation. That dividing line falls in the same place. The characteristic carrying the highest recurring cost is also the most fully delegable, whereas the characteristic that assigns meaning is bound one stage earlier. For the construct this shifts the weight among its characteristics. The reliability disclosure, the weakest evidenced characteristic in the preceding paper, becomes load-bearing under model use and expands from disclosing data quality to disclosing mode of production. Six propositions record the effect claims as testable conjectures, each stating whether evidence from adjacent fields supports it, contradicts it, or is absent. For one proposition the evidence runs counter, and this is disclosed as such. The paper is conceptual and contains no original empirical study. Zusammenfassung (deutsch): Ein vorangegangenes Arbeitspapier hat das Betriebslagebild als Konstrukt mit sieben Merkmalen bestimmt. Offen blieb, was geschieht, wenn maschinelle Verfahren einen Teil seiner Erzeugung übernehmen. Dieses Papier schließt die Lücke und führt die Verbindung beidseitig: als Frage, was Modelle für das Lagebild leisten, und als Frage, was das Lagebild für die Steuerung des Modelleinsatzes leistet. Der Beitrag besteht aus drei Teilen. Erstens einer These zur Wirkungsrichtung der Automatisierung: Sie beseitigt die Aufmerksamkeitsknappheit nicht, die das Konstrukt begrenzt, sondern verlagert sie. Fallen die Grenzkosten der Signalerzeugung, so verschiebt sich die Last auf die Prüfung des Erzeugten. Zweitens einer Referenzarchitektur aus fünf Schichten und einem Querschnitt, in die eine Delegationsgrenze eingezeichnet ist. Drittens einem Delegationsraster, das die sieben Merkmale des Konstrukts mit den vier Funktionsklassen der Automatisierungsforschung kreuzt und je Feld einen zulässigen Autonomiegrad ausweist. Aus dem Raster ergibt sich ein Befund, der nicht auf der Hand liegt: Die Delegationsgrenze ist eine Eigenschaft der Aufgabenphase und nicht des Merkmals. Sie verläuft zwischen Informationsanalyse und Handlungsauswahl, und sie verläuft nicht gerade. Das Merkmal mit den höchsten laufenden Kosten ist zugleich das am weitesten delegierbare, während das Merkmal, das Bedeutung zuweist, schon eine Stufe früher gebunden ist. Für das Konstrukt folgt daraus eine Verschiebung im Gewicht seiner Merkmale. Der Belastbarkeitsausweis, im vorangegangenen Papier das am schwächsten belegte Merkmal, wird unter Modelleinsatz zum tragenden und erweitert sich vom Ausweis der Datenqualität zum Ausweis der Erzeugungsart. Sechs Propositionen halten die Wirkungsaussagen als prüfbare Vermutungen fest. Das Papier ist konzeptionell; es enthält keine eigene Erhebung. |
| Keywords: | operational situational picture; artificial intelligence; levels of automation; human oversight; automation bias; reference architecture; situation awareness; Mittelstand; construct development; Betriebslagebild; Delegationsgrenze; KI-Verordnung |
| JEL: | D83 K23 L60 M10 M15 O33 |
| Date: | 2026–09–06 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:131112 |
| By: | Reinhart, Sophia Valentina; Berghammer, Anja |
| Abstract: | Organizational change frequently triggers psychological uncertainty among employees which can manifest as destructive resistance. Utilizing the concept of health-oriented leadership (staff-care), this article investigates the extent to which health-oriented leadership behavior can act as a buffer to mitigate the negative effects of uncertainty on active and passive resistance during change processes. Within a quantitative research design, an online survey was conducted, resulting in a finalized net sample of N = 121 employees. The statistical testing of the hypothesized moderation effects was carried out using Hayes' PROCESS macro (model 1). The regression analyses provided highly consistent results across the three examined dimensions of staff-care (awareness, value, behavior). No significant interaction effects buffering mechanisms could be detected. Consequently, the moderation hypotheses had to be rejected. However, explorative post-hoc analyses revealed a significant mediation effect (PROCESS, model 4). Staffcare directly reduces organizational uncertainty, which in turn leads to a significant decrease in both active and passive resistance. These findings suggest that health-oriented leadership does not operate reactively as a buffer once uncertainty has manifested. Rather, the statistical mediation pattern illustrates the role of health-oriented leadership as a lever that directly reduces the emergence of uncertainty. For business psychology practice, this study highlights the crucial importance of implementing healthoriented leadership early on to actively reduce uncertainties and minimize resistance in change management. |
| Keywords: | health-oriented leadership, staff-care, organizational uncertainty, resistance to change, change management, neuroleadership |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhhr:344246 |
| By: | Thomas, Pia Teresa; Tse, Emily; Fasold, Svenja; Hattula, Cansu |
| Abstract: | Digitalization has profoundly reshaped our everyday communication, social interaction, and relationship practices. Particularly smartphones have become deeply embedded in daily life, influencing attention, presence, and perceived relationship quality. In this context, the concept of digital minimalism - defined as a conscious, reflective, and value-oriented reduction of digital media usage - has gained increasing relevance. This study explores how digital minimalism relates to perceived relationship quality. Based on a qualitative research design, nine semi-structured interviews with participants aged 13 to 62 were conducted and analyzed using the Gioia methodology in line with grounded theory principles. In vivo coding was applied to remain close to participants' language and perspectives. The findings reveal an ambivalent relationship to digital media: while participants rely heavily on smartphones for communication, they also experience distraction, emotional strain, and reduced presence in their social interactions. Indeed, face-to-face interactions are consistently perceived as more meaningful, emotionally rich, and relationally satisfying than digital communication. Although most participants express a desire to reduce their media use, they face both social and structural barriers in doing so. Supportive social environments emerge as a key enabling factor. Overall, the study suggests that digital minimalism can enhance relationship quality by fostering presence, attention, and shared time, particularly when it is socially supported and collectively practiced. |
| Keywords: | Digitaler Minimalismus, Beziehungsqualität, digitale Mediennutzung, Grounded Theory, soziale Beziehungen, Smartphone-Nutzung, Selbstregulation, soziale Präsenz, Kommunikation |
| JEL: | Z13 I31 D91 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhma:344245 |