nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–09–28
thirty-one papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. KI-Governance und -Management nach COBIT® 2019 By Alexy, Karl; Gabel, Keanu; Klotz, Michael; Thiel, Ronny; Tode, Patrick; Wanke, Christina; Wójcicki, Leon Krzysztof; Zippel, Tim
  2. Weltwirtschaft im Herbst 2026: KI-Boom trägt die Konjunktur By Gern, Klaus-Jürgen; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-hsin; Reents, Jan
  3. Demokratieengagement: Ostdeutsche Unternehmen in der Defensive By Bergmann, Knut; Diermeier, Matthias
  4. Die kollektive Lösung der Frühstartrente: Empfehlungen für Anlagestrategie und Governance By Bucher-Koenen, Tabea; Laudenbach, Christine; Malmendier, Ulrike; Schaffranka, Claudia; Schwarz, Milena
  5. Noch eine Scheinwahl in Russland: Die bevorstehende Abstimmung über die neunte Staatsduma By Fischer, Sabine
  6. Deutsche Wirtschaft im Herbst 2026: Konjunkturtief überwunden - Defizite bleiben By Boysen-Hogrefe, Jens; Groll, Dominik; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Mentzer, Finn
  7. Desintegration durch Arbeit? Die Arbeitsmarktlage von Menschen aus Rumänien und Bulgarien im Ruhrgebiet By Schlee, Thorsten
  8. Große Summen, offene Fragen: Der deutsche Verteidigungshaushalt 2027 By Binder, Johannes; Döring, Antonia
  9. Ideologische Muster erkennbar - kleine Anfragen in Sachsen-Anhalt By Bergmann, Knut; Mertens, Armin
  10. Batterierecycling: Klimaschutz beginnt bei den Rohstoffen By Lichtenthäler, Sarah; Bähr, Cornelius
  11. Internationale Fachkräfte dämpfen Beschäftigungsrückgang in Ostdeutschland By Semsarha, Fabian; Kunath, Gero; Malin, Lydia
  12. Digitalisierung und KI in der Weiterbildung. Eine Position zu digitalen Kompetenzen und heutigen Anforderungen an Weiterbildung By Niedermeier, Sandra; Winkler, Katrin
  13. Regionale zirkuläre Wirtschaft im Altkleidergeschäft: Wunsch oder Wirklichkeit? By Meyer, Kerstin; Seiffert, Inga; Erhard, Sven Lucas; Palotz, Juliane; Austrup, Vera
  14. Direkte Zahlungen entlasten betroffene Haushalte zielgenauer als Eingriffe in den Spritpreis By Tomaso Duso
  15. Ausbildung erfolgreich gestalten vom Marketing bis zur Übernahme: Die zentrale Bedeutung von Ausbilderinnen und Ausbildern By Risius, Paula; Werner, Dirk; Herzer, Philip; Orange, Fritz; Flake, Regina; Arndt, Franziska; Küçükyavuz, Yasin; Schmitz, Edgar
  16. Demografische Krise im Osten: Ohne Zuwanderung geht es nicht By Deschermeier, Philipp; Geis-Thöne, Wido
  17. Die neuen Gewichtsreduktionsmedikamente By Beck, Hanno; Prinz, Aloys
  18. IW-Arbeitsmarktfortschreibung 2029: Beschäftigungspotenziale sinken By Burstedde, Alexander
  19. Industrietransformation im laufenden Betrieb By Hüther, Michael; Küper, Malte; Gerards Iglesias, Simon
  20. Zuwanderung leistet einen großen Beitrag zur Wertschöpfung im Osten By Geis-Thöne, Wido; Zink, Benita
  21. Ein Beitrag zur Debatte um das aktuelle Defizit in der Arbeitslosenversicherung: Wer wie lange Arbeitslosengeld bekommt - und was es kostet (A Contribution to the Debate on the Current Deficit in Unemployment Insurance: Who Receives Unemployment Benefits and for How Long - and What It Costs) By Stephan, Gesine; Trenkle, Simon; Fitzenberger, Bernd
  22. Einkommensgrenze und Kündigungsschutz By Klengel, Ernesto; Pusch, Toralf
  23. Öffentlicher Dienst: Potenziale durch mehr Vollzeit By Kauder, Björn
  24. Entgeltfortzahlung bei Krankheit kostet 85, 6 Milliarden Euro By Pimpertz, Jochen
  25. Die Diskussion um die 50plus1-Regel im deutschen Fußball zwischen Selbstregulierung und wettbewerbspolitischer Intervention By Budzinski, Oliver
  26. Endlagerung hochradioaktiver Abfälle in Deutschland: Empfehlungen von Raumplanung und Raumentwicklung By Geißler, Gesa; Hocke-Bergler, Peter; Hüben, Sarina; Kapitza, Katharina; Kelly, Ryan; Müller, Bernhard; Ristau, Sebastian; Schmidt, Nadine; Steinebrunner, Martin; Steinhoff, Mathias; Uthe, Anne-Dore; Weidlich, Oliver
  27. Rohstoffpolitik zwischen Markt und staatlicher Vorsorge: Warum Europa ein abgestuftes Betriebsmodell für "Normalbetrieb, Vorsorge und Krise" braucht By Schmidt, Mario
  28. Schienenpersonenfernverkehr zwischen Wettbewerb und Flächenanbindung: Handelbare Trassencredits als Ordnungsrahmen By Schmal, Wolfgang Benedikt
  29. Hybride Bedrohungen treffen deutsche Unternehmen By Gerards Iglesias, Simon; Muncaster, Dan; Schmitz, Edgar
  30. Fiskalregeln im Profifußball: Was bringt Financial Fair Play? By Budzinski, Oliver; Haucap, Justus
  31. Arbeitsmarkt und Familie: Ausbau der Kinderbetreuung erhöht die Erwerbstätigkeit von Müttern deutlich (Labor Market and Family: Expansion of Childcare Substantially Increases Mothers’ Labor Market Participation) By Duletzki, Lisa-Marie

  1. By: Alexy, Karl; Gabel, Keanu; Klotz, Michael; Thiel, Ronny; Tode, Patrick; Wanke, Christina; Wójcicki, Leon Krzysztof; Zippel, Tim
    Abstract: Mit der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelli-genz (KI) stehen Unternehmen vor der Herausforderung, den Einsatz derar-tiger KI-Systeme vor dem Hintergrund beträchtlicher Risiken und ethischer Anforderungen zu steuern und zu überwachen. Es stellen sich somit Fragen des Managements wie der Governance von KI gleichermaßen. Statt hierfür neue Konzepte und Modelle zu entwickeln, schlägt dieses Arbeitspapier einen anderen Weg ein und zeigt auf, dass der IT-Governance und -Manage-mentstandard COBIT® 2019 für den Einsatz von KI im Unternehmen genutzt werden kann. Hierzu werden insgesamt acht IT-Governance- bzw. IT-Managementzielsetzungen des COBIT® "Core Model" hinsichtlich des Einsatzes von KI-Systemen adaptiert. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Spe-zialisierung der verschiedenen Komponenten der Beschreibungsstruktur der IT-Governance- und -Managementzielsetzungen von COBIT® 2019 wirk-sam die Anforderungen an die KI-Governance im Unternehmen darstellen und in der Summe ein handlungsorientiertes Framework für die KI-Gover-nance und -Management bilden kann.
    Keywords: COBIT® 2019, Governance, Informationstechnologie, Künstliche Intelligenz, KI, Management
    JEL: L21 M14 M21 M42
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:simata:343999
  2. By: Gern, Klaus-Jürgen; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-hsin; Reents, Jan
    Abstract: Trotz höherer Energiepreise und gestiegener geopolitischer Risiken hat sich die weltwirtschaftliche Expansion im Frühjahr 2026 nur leicht abgeschwächt. Starke Produktionseinbußen blieben auf die Länder am Persischen Golf beschränkt; andernorts erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt zumeist weiter deutlich. In den Sommermonaten dürfte die Weltwirtschaft bereits wieder an Schwung gewonnen haben. Positive Impulse kommen nach wie vor vom Boom der KI-Technologie, der Handel und Investitionen anregt und insbesondere die Konjunktur im asiatischen Raum treibt. Ein Ende des Konflikts am Golf ist derzeit nicht abzusehen, und die Ölpreise sind zuletzt wieder gestiegen. An den Finanzmärkten wird zwar offenbar weiterhin damit gerechnet, dass Produktion und Transport von Öl und Gas in der Golfregion sich in absehbarer Zeit wieder normalisieren können. Die Risiken sind aber erheblich, und die Terminpreise für Rohöl sinken nur langsam, je weiter das Datum der Lieferung in der Zukunft liegt. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Prognose für den Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - für dieses Jahr von 2, 9 Prozent auf 3, 0 Prozent erhöht. Für das kommende Jahr rechnen wir unverändert mit einem Anstieg um 3, 2 Prozent, eine Rate, die wir auch für 2028 erwarten. Die Inflation wird bei der angenommenen Energiepreisentwicklung nur langsam nachlassen. Neben dem Risiko eines erneuten deutlichen Ölpreisanstiegs im Falle einer langanhaltenden Sperrung der Straße von Hormus bereitet auch der spürbare Anstieg der langfristigen Zinsen Sorge, der insbesondere die öffentlichen Finanzen belastet und auch die Finanzierung von privaten Investitionen erschwert.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkkb:344005
  3. By: Bergmann, Knut; Diermeier, Matthias
    Abstract: Deutsche Unternehmen messen der Demokratie eine hohe Bedeutung zu. Der Einsatz für ihre Stabilisierung ist im Westen etwas stärker ausgeprägt als in Ostdeutschland. Dort angesiedelte Unternehmen verstehen ihre Rolle zudem defensiver. Zugleich sind die Rahmenbedingungen für Engagement im Osten herausfordernder: Sorgen vor Boykotten, Hasskommentaren sowie Konflikten in der Belegschaft, mit Kunden und Lieferanten sind dort stärker ausgeprägt. Das größte Hemmnis für mehr Engagement ist deutschlandweit ein Mangel an Ressourcen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343504
  4. By: Bucher-Koenen, Tabea; Laudenbach, Christine; Malmendier, Ulrike; Schaffranka, Claudia; Schwarz, Milena
    Abstract: Mit der Frühstartrente wird in Deutschland erstmals eine Geldanlage am Kapitalmarkt zur voreingestellten Lösung (Default) für die Altersvorsorge. Ohne eigene Anlageentscheidung werden die Beiträge der Kinder und Jugendlichen künftig kollektiv und gebündelt am Kapitalmarkt investiert. Dieses Papier untersucht, wie diese kollektive Anlage ausgestaltet werden sollte, damit sie die breite Bevölkerung niedrigschwellig am Kapitalmarkt beteiligt und jungen Menschen früh eigene Erfahrungen mit Kapitalanlage ermöglicht. Basierend auf wissenschaftlicher Evidenz empfehlen wir ein breit diversifiziertes, aktienbasiertes Portfolio, sowie eine passive, regelgebundene und indexbasierte Verwaltung. Entscheidend ist zudem eine unabhängige Governance. Die Leitplanken in der Anlagestrategie sollten im parlamentarischen Verfahren festgelegt werden. Ein unabhängiger Expertenrat sollte die Anlagerichtlinie entwickeln und überwachen. Zuletzt sollte die Frühstartrente stärker bildungspolitisch flankiert werden, um die Finanzkompetenz von Kindern und ihren Familien zu stärken.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:safewh:343989
  5. By: Fischer, Sabine
    Abstract: 2026 ist kein gutes Jahr für das Putin-Regime. Die Front in der Ukraine bewegt sich kaum, ukrainische Drohnen und Raketen treffen Ziele weit im russischen Hinterland, die Wirtschaft schwächelt, und die Stimmung im Land verschlechtert sich. Unter diesen erschwerten Bedingungen muss die Kreml-Administration einen weiteren Sieg der Machtpartei Einiges Russland organisieren, denn im September steht die Wahl zur Staatsduma an. Dabei kann das russische Parlament seine Funktion als Legitimitätsressource in der personalistischen Putin-Diktatur kaum noch erfüllen. An der chronischen Schwäche der regimekonformen Parteien ist dies ebenso abzulesen wie an der Groteske um den Wahlausschluss der Jabloko-Partei.
    Keywords: Russland, Staatsduma, Duma-Wahl 2026, Wahlmanipulation, Kreml, Wladimir Putin, russische Parteien, Einiges Russland (ER), Jabloko, Liberal-Demokratische Partei Russlands (LDPR), Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF), Gerechtes Russland (GR), Neue Menschen (NM)
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:344004
  6. By: Boysen-Hogrefe, Jens; Groll, Dominik; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Mentzer, Finn
    Abstract: Die deutsche Wirtschaft hat wieder Tritt gefasst. Die wirtschaftliche Dynamik hat sich zuletzt erkennbar beschleunigt und die Unternehmen blicken trotz geopolitischem Gegenwind wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Damit mehren sich die Zeichen, dass die Konjunktur ihre Talsohle durchschritten hat. Trotz der zuletzt günstigen Entwicklung steht die Erholung aber noch auf wackeligen Beinen: So drohen nach wie vor Rückschläge durch die Folgen des Irankriegs und zusätzliche expansive Impulse seitens der Finanzpolitik, die dieses Jahr die Wirtschaftsleistung anschieben, werden in den kommenden Jahren schwinden. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre war zudem zu einem Gutteil strukturellen Ursachen geschuldet, die die wirtschaftliche Aktivität auch weiterhin dämpfen werden. Vor diesem Hintergrund wird die Wirtschaftsleistung trotz der Erholung einen deutlich niedrigeren Expansionspfad folgen als in der Vergangenheit. Alles in allem rechnen wir gegenüber der Sommerprognose nun mit einer deutlich höheren Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1, 3 Prozent (Sommer: 0, 8 Prozent). Für das kommende gehen wir unverändert von einem Anstieg von 1, 0 Prozent aus. Im Jahr 2028, wenn die konjunkturellen Spielräume zunehmend ausgeschöpft sind, wird die Wirtschaftsleistung wohl um 0, 5 Prozent zulegen. Da die Rohstoffpreisanstiege erst nach und nach an die Verbraucher weitergereicht werden, wird die Inflationsrate sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr mit 2, 7 Prozent hoch bleiben. Die damit verbundenen Kaufkraftverluste der privaten Haushalte werden den privaten Konsum dämpfen. Erst im Jahr 2028 dürfte die Inflation mit den dann wieder sinkenden Energiepreise deutlich auf 1, 9 Prozent zurückgehen und sich der private Konsum wieder etwas beleben. Die Exporte sind nach deutlichen Rückgängen der Vorjahre in der ersten Jahreshälfte kräftig gestiegen. Angesichts der massiven Marktanteilsverluste der vergangenen Jahre ist dies jedoch kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Insgesamt mehren sich jedoch die Zeichen, dass die Exporte ihre Talsohle durchschritten haben, auch wenn die rückläufige Wettbewerbsfähigkeit zu weiteren Weltmarktanteilseinbußen führen wird. Angesichts der Standortprobleme wird die private Investitionstätigkeit verhalten bleiben. Die Erholung wird am Arbeitsmarkt zusehends vom demografischen Wandel überlagert. So wird die Arbeitslosenquote zwar von 6, 3 Prozent im laufenden Jahr auf 6, 0 Prozent in 2028 sinken. Die Erwerbstätigkeit wird jedoch aufgrund des sinkenden Arbeitskräftepotenzials durchgängig zurückgehen. Das öffentliche Budgetdefizit wird ausgehend von 3, 0 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 auf 4, 3 Prozent im Jahr 2028 steigen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkkb:344006
  7. By: Schlee, Thorsten
    Abstract: Gegenwärtige Debatten um den Umbau des Sozialstaates lassen das bis jüngst zu verzeichnende außergewöhnliche Beschäftigungswachstum in Deutschland (plus 5 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte) zumeist unberücksichtigt. Dieser Anstieg beruht zu einem großen Teil auf Menschen ohne deutschen Pass. 2.600.000 EU-Bürger*innen, darunter 690.000 Menschen aus Rumänien und Bulgarien, waren im Jahr 2024 in der Bundesrepublik sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Davon lebten und arbeiteten 22.000 in den hier betrachteten Ruhrgebietskommunen. Die Beschäftigungsstruktur weist jedoch auf prekäre Arbeitsverhältnisse hin. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten aus Rumänien und Bulgarien arbeiten auf Helfer*innenniveau und im Niedriglohnbereich, insbesondere in Branchen wie der Leiharbeit, der Logistik und dem Baugewerbe. Arbeitsmarktintegration bedeutet in vielen dieser Fälle allerdings keineswegs gesellschaftliche Teilhabe. Oftmals besteht trotz Erwerbsarbeit Abhängigkeit von zusätzlichen sozialen Leistungen, sodass trotz Lohnarbeit Mechanismen sozialer Grenzziehung und der Reproduktion prekärer Lebensverhältnisse wirksam werden.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:344011
  8. By: Binder, Johannes; Döring, Antonia
    Abstract: * Die deutschen Verteidigungsausgaben haben sich zwischen 2022 und 2027 mehr als verdoppelt und erreichen mit rund 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ein sehr hohes, historisch jedoch keineswegs beispielloses Niveau. Dieser Aufwuchs kann sowohl für die Sicherheit als auch für die Wirtschaft wichtige Impulse setzen. * Im Haushaltsentwurf 2027 verschiebt sich das Gewicht innerhalb der Verteidigungsausgaben deutlich zugunsten der militärischen Beschaffung, deren Anteil an den Gesamtausgaben auf über 40 Prozent (2027) steigt. * Unter den größten Beschaffungstiteln (rund 50 Mrd. Euro, etwa 83 Prozent des gesamten Beschaffungsvolumens) dominieren weiterhin etablierte Waffensysteme, Munition und Feldzeugmaterial; neue Technologien wie Drohnen, unbemannte oder autonome Systeme spielen eine untergeordnete Rolle. Bei strategischen Fähigkeiten wie der Satellitenkommunikation setzt Deutschland eher auf nationale statt europäisch gebündelte Lösungen. * Forschung und Entwicklung sind zentral sowohl für militärische Fähigkeiten als auch für wirtschaftliches Wachstum, verharren im Haushaltsentwurf 2027 aber auf niedrigem Niveau: Ihr Anteil an den Verteidigungsausgaben liegt trotz nominal steigender Summen unverändert bei 3 bis 4 Prozent.
    Keywords: Verteidigungshaushalt, Militärische Beschaffung, Forschung und Entwicklung, Deutschland
    JEL: H56 H57 H61 O38
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:343997
  9. By: Bergmann, Knut; Mertens, Armin
    Abstract: Eine Auswertung der Kleinen Anfragen im Landtag von Sachsen-Anhalt zeigt: Bei der AfD dominieren thematisch Migration und innere Sicherheit. Im Bildungsbereich treten ideologische Muster hervor - bei insgesamt hoher thematischer Kontinuität.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343507
  10. By: Lichtenthäler, Sarah; Bähr, Cornelius
    Abstract: Die Elektrifizierung des Verkehrs erhöht den Bedarf an Lithium, Nickel und Kobalt signifikant. Gleichzeitig verursacht die Herstellung der Fahrzeugbatterien einen großen Teil der Emissionen im Lebenszyklus eines Elektroautos, das im Betrieb emissionsfrei ist. Durch ein effizientes Batterierecycling können beide Herausforderungen adressiert werden, sodass Elektrofahrzeuge und deren Batterien klimafreundlicher werden. Werden die Batterien der bis 2045 in Europa neu zugelassenen Elektroautos am Ende ihres Lebenszyklus recycelt, lassen sich verglichen mit der Primärmaterialherstellung knapp 385 Millionen Tonnen CO₂ sparen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343508
  11. By: Semsarha, Fabian; Kunath, Gero; Malin, Lydia
    Abstract: Der demografische Wandel trifft die ostdeutschen Flächenländer besonders stark. Internationale Fachkräfte leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung und dämpfen den Beschäftigungsrückgang. Im bundesweiten Vergleich arbeiten immer noch vergleichsweise wenige internationale Fachkräfte in den ostdeutschen Flächenländern - damit bleibt ein großes Potenzial für die wirtschaftliche Entwicklung der Region ungenutzt.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343518
  12. By: Niedermeier, Sandra; Winkler, Katrin
    Abstract: Digitalisierung ist mehr als ein Buzzword, ein Hype oder Trend. Während der Coronapandemie mussten Bildungsangebote kurzfristig in den digitalen Raum verlagert werden. Mit generativer künstlicher Intelligenz (KI) stehen Anwendungen zur Verfügung, die Inhalte erstellen, Fragen beantworten und bei der Bearbeitung von Aufgaben unterstützen können. Zugleich geraten Weiterbildungsanbieter wirtschaftlich unter Druck. Diese Entwicklungen treffen in der Weiterbildung aufeinander, verlangen aber unterschiedliche Antworten. Dieser Positionsartikel betrachtet deshalb, worauf es bei der Kompetenzentwicklung und der Gestaltung tragfähiger Weiterbildungsangebote heute ankommt. Ausgangspunkt ist eine Spannung, die durch generative KI an Bedeutung gewinnt: Inhalte und Lösungsvorschläge lassen sich leichter bereitstellen. Die Fähigkeit, damit in einer konkreten Situation begründet zu handeln, muss dennoch erworben werden. Wer einen Leitfaden für ein schwieriges Gespräch kennt, muss dieses noch nicht angemessen führen können. Zwischen einer verfügbaren Antwort und ihrer verantwortlichen Anwendung liegen Lernprozesse, die gestaltet und begleitet werden müssen. Mit den veränderten Kompetenzanforderungen stellt sich zugleich die Frage, unter welchen Bedingungen Weiterbildung diese aufgreifen kann. Ein wachsender Qualifizierungsbedarf führt nicht automatisch zu finanzierter Nachfrage. Die Ergebnisse des wbmonitor 2025 zeigen eine deutlich verschlechterte wirtschaftliche Stimmung, wobei sich die Lage der Anbieter je nach Finanzierung erheblich unterscheidet (Bundesinstitut für Berufsbildung [BIBB], 2026). Zugleich erschweren fehlende Zeit und finanzielle Hürden die Teilnahme an Weiterbildung (Organisation for Economic Cooperation and Development [OECD], 2025). Für die Gestaltung digitaler und KI-gestützter Angebote müssen deshalb Bildungsbedarf, reale Teilnahmebedingungen und die Finanzierung notwendiger Lernbegleitung von Beginn an zusammengedacht werden. Um diese Anforderungen einzuordnen, ist zunächst zu klären, was digitale Formate und KI jeweils verändern. Daran schließt die Frage an, welche Fähigkeiten Lernende benötigen und wie diese didaktisch aufgebaut werden können. Die Gestaltung eines Lernprozesses hängt wiederum davon ab, welche Leistungen Anbieter organisieren und finanzieren können. Kompetenzentwicklung verbindet damit die individuelle, die didaktische und die organisatorische Perspektive.
    Keywords: Weiterbildung, Digitalisierung, Bedarfsanalyse, Zielgruppen, KI, Medien
    JEL: I25
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esprep:343431
  13. By: Meyer, Kerstin; Seiffert, Inga; Erhard, Sven Lucas; Palotz, Juliane; Austrup, Vera
    Abstract: Der Alttextilmarkt befindet sich in einer strukturellen Krise: Steigende Mengen, sinkende Textilqualität und schrumpfende internationale Absatzmärkte führen zu fallenden Erlösen und steigenden Sortier-, Lager- und Entsorgungskosten. Für erhebliche Mengen unverkäuflicher Textilien fehlen wirtschaftlich tragfähige regionale Verwertungs- und Recyclingwege. Spezialisierte regionale Akteure könnten Sortierung, Störstoffentfernung, Materialerkennung und Recycling unverkäuflicher Ware übernehmen. Hier liegt regionales Kooperationspotenzial. Regionale Nachfragesteigerung nach Secondhand-Produkten mittels gemeinsamer Sichtbarkeit, Bildungsarbeit, Marketing und Veranstaltungen sind von Secondhand-Läden erwünscht.
    Keywords: Secondhand, Altkleider, Kreislaufwirtschaft, zirkuläre Wirtschaft, Geschäftsmodell, Secondhandladen, Wiederverwendung
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:344009
  14. By: Tomaso Duso
    Abstract: Die Bundesregierung will die hohen Kraftstoffpreise mit einem Tankrabatt und einem Preisdeckel abfedern. Der Tankrabatt kostet Bund und Länder rund 2, 5 Milliarden Euro. Eine Auswertung der 1, 6 Milliarden teuren Maßnahme vom Frühsommer zeigt, dass davon ein dreistelliger Millionenbetrag nicht bei den Verbraucher*innen ankam, sondern bei den Mineralölunternehmen blieb. Am stärksten profitiert zudem, wer am meisten verbraucht. Ein Preisdeckel belastet den Staatshaushalt zwar nicht, wird in der Praxis aber oft zum Zielpreis, an dem sich auch die günstigen Tankstellen nach oben orientieren. Und er bedeutet erheblichen bürokratischen Aufwand: Er muss laufend festgelegt, angepasst und kontrolliert werden. Wenn man entlasten will, wären direkte Zahlungen an einkommensschwache Haushalte und kleine Betriebe zielführender als Eingriffe in den Preis. Der Auszahlungsweg dafür steht seit Ende 2024 bereit und wurde bislang nicht genutzt
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:diw:diwakt:125de
  15. By: Risius, Paula; Werner, Dirk; Herzer, Philip; Orange, Fritz; Flake, Regina; Arndt, Franziska; Küçükyavuz, Yasin; Schmitz, Edgar
    Abstract: Die betriebliche Ausbildung ist ein zentraler Hebel der Fachkräftesicherung. Am Anfang der Investition in künftige Nachwuchskräfte steht die Ansprache und Gewinnung von neuen Auszubildenden. Für viele Unternehmen ist es eine Herausforderung, angebotene Ausbildungsplätze passend zu besetzen. Die Studie analysiert auf Grundlage einer Befragung von über 600 Ausbilderinnen und Ausbildern, welche Maßnahmen aus ihrer Sicht geeignet sind, um Auszubildende für eine Ausbildung zu gewinnen, sie währenddessen bedarfsgerecht zu begleiten, zu qualifizieren und anschließend langfristig im Unternehmen zu halten. Mit Blick auf konkrete Maßnahmen zeigen die Ergebnisse der Studie, dass erfolgreiches Ausbildungsmarketing alle Phasen der Ausbildung im Sinne einer "Candidate Journey" im Blick haben muss. Vor Ausbildungsbeginn wirken besonders solche Maßnahmen, die jungen Menschen direkte Einblicke und persönliche Kontakte ermöglichen, insbesondere Praktika erweisen sich als besonders erfolgreich. Bei der Anwerbung funktionieren Online-Stellenanzeigen besonders gut und beim Preboarding vor Ausbildungsbeginn informelle Kennenlernformate. Noch vergleichsweise selten schicken Unternehmen Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter zur Berufsorientierung in die Schulen oder setzen auf niedrigschwellige Bewerbungsformate für einen unkomplizierten Erstkontakt. Da auch diese Instrumente sehr gut funktionieren, liegen hier noch Potenziale für weitere Unternehmen. Zu Beginn der Ausbildung erachten die Ausbilderinnen und Ausbilder die soziale Einbindung als zentralen Erfolgsfaktor. Willkommensformate und Teambuildingmaßnahmen fördern die Unternehmenskultur und unterstützen die soziale Integration der neuen Auszubildenden. Auch Paten- und Mentoringprogramme sind erfolgreich, werden jedoch noch nicht flächendeckend eingesetzt. In der Kernphase der Ausbildung tragen regelmäßiges Feedback und eine enge Verknüpfung mit den Prozessen und Arbeitsabläufen im Betrieb entscheidend zum Ausbildungserfolg und zum selbstständigen Lernen bei. Mit Blick auf die zunehmend heterogenen Startvoraussetzungen der Auszubildenden gewinnt die individuelle Förderung an Bedeutung. Rund ein Drittel der Befragten sieht die Heterogenität insgesamt als große Herausforderung. Besonders fordernd sind psychische Belastungen, Motivation, Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie Unterschiede im schulischen Vorwissen von Auszubildenden. Merkmale wie Migrationshintergrund, Fluchterfahrung oder Alter spielen dagegen eine deutlich geringere Rolle. Unterstützungsbedarf besteht daher vor allem beim Umgang mit individuellen Belastungen und unterschiedlichen Lernvoraussetzungen. Die Ergebnisse zeigen alles in allem, dass Ausbilderinnen und Ausbilder während aller Phasen der Ausbildung - von der Berufsorientierung bis zur Übernahme - eine zentrale Rolle und zahlreiche Aufgaben ausfüllen. Daher gilt es, die Rahmenbedingungen der Ausbildungstätigkeit im Unternehmen positiv zu gestalten, die Position der Ausbilderinnen und Ausbilder sichtbar zu definieren und sie bedarfsgerecht mit Zeitbudgets und Weiterbildungsangeboten auszustatten.
    Abstract: In-company vocational training is a key factor in securing skilled labour. The first step in investing in future employees is to approach and recruit new apprentices. For many companies, filling the apprenticeship positions they offer is a challenge. Based on a survey of over 600 trainers, the study analyses which measures they consider suitable for attracting apprentices to an apprenticeship programme, supporting them throughout their apprenticeship in line with their needs, equipping them with the necessary skills and subsequently retaining them in the company in the long term. Regarding specific measures, the study's findings show that successful apprenticeship marketing must consider all phases of the apprenticeship programme as part of a 'candidate journey'. Before the apprenticeship begins, measures that enable young people to gain direct insights and make personal contacts are effective, with internships proving particularly successful. When it comes to recruitment, online job advertisements work particularly well, whilst informal get-to-know-you sessions are effective during pre-boarding before the apprenticeship begins. It is still relatively rare for companies to send apprentice ambassadors to schools for vocational orientation or to use low-threshold application formats to facilitate an uncomplicated initial contact. As these tools also work very well, there is still potential here for more companies. At the start of the apprenticeship, trainers regard social integration as a key factor for success. Welcome formats and team-building activities foster the corporate culture and support the social integration of new apprentices. Mentoring programmes are also successful but are not yet implemented across the board. During the core phase of the apprenticeship, regular feedback and close links to the company's processes and workflows make a decisive contribution to the success of the training and to independent learning. Given the increasingly heterogeneous starting points of apprentices, individual support is becoming increasingly important. Around one third of the respondents view this heterogeneity as a major challenge overall. Mental health issues, motivation, performance and concentration levels, as well as differences in trainees' prior educational knowledge, are particularly challenging. Characteristics such as a migrant background, refugees' experiences or age, on the other hand, play a significantly lesser role. There is therefore a particular need for support in dealing with individual challenges and differing learning requirements. All in all, the results show that trainers play a key role and carry out a wide range of tasks throughout all phases of the apprenticeship - from vocational orientation to retention. It is therefore important to create a positive framework for training activities within the company, to clearly define the role of trainers, and to provide them with the necessary time allowances and further training opportunities in line with their needs.
    JEL: M53 M51 J24
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:343995
  16. By: Deschermeier, Philipp; Geis-Thöne, Wido
    Abstract: Ohne Migrationsbewegungen würden die ostdeutschen Flächenländer bis zum Jahr 2035 über ein Achtel und bis zum Jahr 2045 über ein Fünftel ihrer Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 66 Jahren verlieren. Damit dürfte sich die Situation der Wirtschaft, insbesondere auch bei der Versorgung mit Dienstleistungen, kaum erhalten lassen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343509
  17. By: Beck, Hanno; Prinz, Aloys
    Abstract: Nie war es leichter, schlank zu werden - die neuen Gewichtsreduktionsmedikamente versprechen Essen ohne Reue. Doch ganz so einfach ist es nicht: Abnehmspritzen wie Wegovy senken zwar die individuellen Kosten einer Gewichtsreduktion, können aber zugleich die Ausgaben der solidarischen Krankenversicherung erhöhen, Eigenverantwortung schwächen und Prävention verdrängen. Entscheidend ist daher nicht, ob diese Medikamente genutzt werden sollen, sondern unter welchen Bedingungen: Wer bekommt diese Medikamente gezahlt? Wie verhindert man Missbrauch? Wie geht das Gesundheitssystem damit um? Der Beitrag "Die neuen Gewichtsreduktionsmedikamente" von Hanno Beck und Aloys Prinz (Beiträge der Hochschule Nr. 192) zeigt die neuen Herausforderungen, vor die diese Medikamente das Gesundheitssystem stellt und gibt Antworten auf die Frage, was zu tun ist.
    JEL: I18 I12 D62 H51 O33
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:pfobei:343985
  18. By: Burstedde, Alexander
    Abstract: Die Zukunft des deutschen Arbeitsmarktes ist stark abhängig von Erwerbszuwanderung, tatsächlichem Renteneintrittsalter, Berufswahlverhalten und den Investitionen in Weiterbildung und Strukturwandel. Die Fachkräftelücke dürfte demografisch bedingt steigen - ihre Höhe hängt wesentlich von politischen Weichenstellungen ab.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343520
  19. By: Hüther, Michael; Küper, Malte; Gerards Iglesias, Simon
    Abstract: Energieintensive Branchen stehen zwischen schwacher Nachfrage, globalen Überkapazitäten und handelspolitischen Hindernissen. Obendrauf muss der klimaneutrale Umbau gelingen - bislang massiv erschwert durch fehlende Voraussetzungen. Die Stahlindustrie zeigt das besonders deutlich.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343505
  20. By: Geis-Thöne, Wido; Zink, Benita
    Abstract: Insgesamt trugen Beschäftigte ohne deutsche Staatsangehörigkeit im Jahr 2025 rund 68, 3 Milliarden Euro oder 10, 5 Prozent zur Wertschöpfung in Ostdeutschland bei. Dabei gehen nicht nur altersbedingt zunehmend Arbeitskräfte verloren, sondern es zeichnet sich auch eine Rückwanderungsbewegung in die neuen EU-Mitgliedsländer ab. Daher muss die Zuwanderung von Arbeitskräften aus Drittstaaten gestärkt werden.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343506
  21. By: Stephan, Gesine (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Trenkle, Simon (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Fitzenberger, Bernd (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "In Germany, unemployment insurance expenditures currently exceed revenues. How much could be saved by shortening the maximum duration of unemployment benefit payments? In addition to this question, this report addresses increased expenditures and reduced revenues in other public budgets, potential behavioral effects, and considerations of equity." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Date: 2026–09–15
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202616
  22. By: Klengel, Ernesto; Pusch, Toralf
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsipbs:343998
  23. By: Kauder, Björn
    Abstract: Der öffentliche Dienst beklagt einen Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Der bezifferte Bedarf ließe sich rein rechnerisch zu einem erheblichen Teil durch eine Ausweitung der Tätigkeit in Richtung Vollzeit decken.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343517
  24. By: Pimpertz, Jochen
    Abstract: Die Fortzahlung der Entgelte für erkrankte Mitarbeiter kostete die Arbeitgeber im Jahr 2025 geschätzt 85, 6 Milliarden Euro. Die Aufwendungen haben sich damit binnen anderthalb Jahrzehnten nominal mehr als verdoppelt. Dazu hat auch die Entwicklung des Krankenstands beigetragen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343516
  25. By: Budzinski, Oliver
    Abstract: Bereits seit einiger Zeit wird darüber diskutiert, ob die sog. 50plus1- Regel, mit welcher die Deutsche Fußball Liga die Ziele Vereinsprägung und Mitbestimmung im Profifußball erreichen möchte, konform zu den Wettbewerbsregeln ist oder einen wettbewerbsrechtlichen Verstoß darstellt. Dem entsprechend beschäftigt sich auch das Bundeskartellamt mit diesem Fall. Der vorliegende Beitrag fokussiert auf die Ausnahmen von der Regel und arbeitet aus (sport- und wettbewerbs-) ökonomischer Sicht heraus, dass selbst wenn man die 50plus1-Regel akzeptieren könnte, die relevanten Ausnahmen davon jedoch den Wettbewerb unbotmäßig verzerren würden. Angesichts der Zurückhaltung des Bundeskartellamts, hier mit einem formalen Beschluss zu intervenieren, untersucht der Beitrag weiterhin, welche Anreize und Möglichkeiten der Ligaverband als marktinterner Regulierer hat, die Ausnahmen wirksam und zeitnah abzuschaffen. Die ökonomische Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass wirksame Maßnahmen der Selbstregulierung nicht zu erwarten sind. Daher wird ein formales Eingreifen des Bundeskartellamts befürwortet.
    Abstract: There is an ongoing discussion about whether the so-called 50+1 rule, with which the German Football League (DFL) aims to achieve the goals of club autonomy and codetermination in professional football, complies with competition rules or constitutes a violation of competition law. Accordingly, the Federal Cartel Office is also investigating this matter. This article focuses on the exceptions to the rule and, from a (sports and competition) economic perspective, argues that even if the 50+1 rule were acceptable, the relevant exceptions would unduly distort competition. Given the Federal Cartel Office's reluctance to intervene with a formal decision, this article further examines what incentives and options the league association, as an internal market regulator, has to effectively and promptly abolish the exceptions. The economic analysis concludes that effective self-regulatory measures are not to be expected. Therefore, formal intervention by the Federal Cartel Office is advocated.
    Keywords: Fußball, 50plus1-Regel, Antitrust, Wettbewerbsverzerrung, interner Marktregulierer, Sportökonomik, 0plus1-rule in European football, antitrust, restrictions of competition, marketinternal regulator, sports economics
    JEL: K21 L40 L83 Z20
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:tuiedp:343550
  26. By: Geißler, Gesa; Hocke-Bergler, Peter; Hüben, Sarina; Kapitza, Katharina; Kelly, Ryan; Müller, Bernhard; Ristau, Sebastian; Schmidt, Nadine; Steinebrunner, Martin; Steinhoff, Mathias; Uthe, Anne-Dore; Weidlich, Oliver
    Abstract: Die Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle zählt zu den langfristig bedeutendsten Infrastruktur- und Governanceaufgaben in Deutschland. Obwohl die Standortauswahl vorrangig durch Sicherheitsanforderungen und geowissenschaftliche Kriterien bestimmt wird, berührt sie zugleich grundlegende Fragen der räumlichen Entwicklung, der regionalen Zukunftsperspektiven, der Beteiligung betroffener Regionen sowie der gesellschaftlichen Legitimation des Verfahrens. Für Raumplanung und Raumentwicklung besteht die Herausforderung, sich aktiv und frühzeitig in den Prozess einzubringen. Das Positionspapier formuliert sechs Empfehlungen. Es plädiert dafür, die Standortsuche durch Maßnahmen der Regionalentwicklung und regionalen Innovation zu flankieren, die planungswissenschaftlichen Abwägungskriterien des Standortauswahlverfahrens zu überprüfen, Regionsabgrenzungen transparent und zweckbezogen zu gestalten sowie sozioökonomische Potenzialanalysen eng mit regionalen Entwicklungskonzepten zu verknüpfen. Darüber hinaus wird empfohlen, raumwissenschaftliche Expertise stärker in Umweltprüfungen und Fragen der Prüfung der Raumverträglichkeit einzubeziehen und die langfristigen räumlichen sowie gesellschaftlichen Auswirkungen der Standortauswahl durch kontinuierliche Analysen und ein begleitendes Monitoring zu erfassen. Das Papier kommt zu dem Ergebnis, dass Raumplanung und Raumentwicklung wesentliche Beiträge zur Qualität, Transparenz und Zukunftsorientierung des Standortauswahlverfahrens leisten können. Sie sollten deshalb ihre wissenschaftliche und praktische Expertise stärker in die Endlagersuche einbringen, die öffentliche Debatte aktiv mitgestalten und sich als langfristige Partner einer nachhaltigen nuklearen Entsorgung etablieren.
    Abstract: The search for a repository for high-level radioactive waste is among the most significant longterm infrastructure and governance challenges in Germany. While site selection is primarily determined by safety requirements and geoscientific criteria, it also raises fundamental questions regarding spatial development, regional future prospects, the participation of affected regions, and the societal legitimacy of the process. For spatial planning and regional development, the challenge is to engage actively and at an early stage in this process. The position paper puts forward six recommendations. It advocates complementing the site selection process with measures to promote regional development and innovation; reviewing the planning-related assessment criteria applied in the site selection procedure; ensuring that regional delineations are transparent and purpose-oriented; and closely linking socioeconomic potential analyses with regional development strategies. Furthermore, it recommends strengthening the integration of spatial research expertise into environmental assessments and evaluations of spatial compatibility, while systematically capturing the long-term spatial and societal impacts of site selection through continuous analysis and accompanying monitoring. The paper concludes that spatial planning and regional development can make substantial contributions to the quality, transparency, and future-oriented character of the site selection process. They should therefore play a more active role in the search for a repository by contributing their scientific and practical expertise, helping to shape public debate, and establishing themselves as long-term partners in the pursuit of sustainable radioactive waste disposal.
    Keywords: Standortauswahlgesetz, Endlager für hochradioaktiven Abfall, Narrative der Endlagerung, Regionalentwicklung, Planungswissenschaftliche Abwägungskriterien, Sozioökonomische Potenzialanalysen, Regionsabgrenzungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Monitoring, Site Selection Act, repository for high-level radioactive waste, narratives on final disposal, regional development, planning criteria, socio-economic potential analyses, regional boundaries, environmental impact assessments
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:arlpos:343994
  27. By: Schmidt, Mario
    Abstract: Die europäische Rohstoffpolitik leidet weniger unter einem Mangel an Problemdiagnosen als unter einem Ordnungsproblem. Über Jahrzehnte wurde die Wirtschaft auf einen Normalzustand optimiert, in dem internationale Märkte offen, Lieferbeziehungen im Wesentlichen verlässlich und staatliche Eingriffe die Ausnahme sind. Dieses Modell hat Wohlstand und Effizienz geschaffen. Es erzeugt aber zu wenig Redundanz, strategische Lager, Reservekapazität und Reaktionsfähigkeit, wenn wirtschaftliche Abhängigkeiten selbst zum geopolitischen Instrument werden. Für kritische Rohstoffe reicht es deshalb nicht, den Markt besser zu informieren oder Unternehmen zu mehr Vorsorge anzuhalten. Erforderlich ist ein vorab definiertes Betriebsmodell, in dem sich mit der Lage auch die Aufgabenverteilung zwischen Wirtschaft und Staat in drei Stufen ändert: Normalbetrieb, Vorsorgebetrieb und Krisenbetrieb. - Die folgenden Überlegungen richten sich ausdrücklich nicht gegen internationale Arbeitsteilung oder gegen marktwirtschaftliche Preisbildung. Deutschland kann keine Rohstoffautarkie erreichen. Die These ist enger und zugleich anspruchsvoller: Bei systemkritischen Rohstoffen ist die Entscheidung über das gesellschaftlich angemessene Maß an Vorsorge nicht identisch mit der einzelwirtschaftlich optimalen Beschaffungsentscheidung. Genau an dieser Stelle muss staatliche Rohstoffpolitik neu ansetzen.
    Abstract: European raw materials policy suffers less from a lack of problem identification than from a regulatory problem. For decades, the economy was optimized for a "normal" state in which international markets were open, supply chains were essentially reliable, and government intervention was the exception. This model has created prosperity and efficiency. However, it generates too little redundancy, strategic stockpiles, reserve capacity, and responsiveness when economic dependencies themselves become a geopolitical tool. For critical raw materials, it is therefore not enough to better inform the market or urge companies to take more precautionary measures. What is needed is a predefined operational model in which the division of responsibilities between the private sector and the government changes in three stages in response to the situation: normal operations, precautionary operations, and crisis operations.
    JEL: Q34 Q38 F13 F52
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:pfobei:343984
  28. By: Schmal, Wolfgang Benedikt
    Abstract: Im Schienenpersonenfernverkehr entstehen zunehmend neue Angebote auf nachfragestarken Verbindungen. Diese Entwicklung ist wettbewerbspolitisch zu begrüßen. Sie legt aber ein institutionelles Problem offen: Der Zugang zu besonders attraktiven Trassen ist bislang kaum systematisch mit den Netzbeiträgen anderer Fernverkehrsleistungen verknüpft. Der Beitrag entwickelt ein Trassencredit-System als regelgebundenen Allokationsrahmen: Für besonders knappe Premiumtrassen müssen Credits eingesetzt werden; netzergänzende Fernverkehrsleistungen erzeugen Credits. Bewertet werden ausschließlich objektivierbare Verkehrsleistungen, nicht die historischen Kosten eines etablierten Betreibers. Ordnungsökonomisch überführt das Modell eine bislang implizite Netzverantwortung in ein regulatorisch definiertes, handelbares Nutzungsrecht innerhalb einer regelgebundenen Wettbewerbsordnung. Seine Tragfähigkeit hängt davon ab, ob zwei Fehlerquellen institutionell beherrscht werden: die Marktmacht eines dominanten Anbieters im Creditmarkt und die Vereinnahmung der Bewertungsregel.
    Abstract: Open-access competition is bringing new long-distance rail services to high-demand routes. This is a welcome development from a competition-policy perspective, but it reveals an institutional problem: access to especially attractive paths is only weakly connected to the network contributions generated by other long-distance rail services. This paper proposes a track-credit scheme as a rule-bound allocation framework. Scarce premium paths require credits, while network-complementary services generate them. Valuation rests on observable transport outputs, not on the historical costs of an incumbent operator. The scheme converts an implicit network contribution into a regulatorily defined, tradable usage right within a rule-bound competitive order, provided two failure modes, incumbent market power and capture of the scoring rule, are contained.
    Keywords: Schienenpersonenfernverkehr, Open Access, Trassenvergabe, handelbare Credits, Netzökonomie, Wettbewerbspolitik, long-distance rail, open access, slot allocation, tradable credits, network economics, competition policy
    JEL: L92 R48 D47 D23
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:tuiedp:343554
  29. By: Gerards Iglesias, Simon; Muncaster, Dan; Schmitz, Edgar
    Abstract: Ob Drohnenangriffe, Anschläge auf die Energieinfrastruktur oder Desinformationskampagnen: Hybride Angriffe sind bei deutschen Unternehmen angekommen. In einer Unternehmensbefragung des Instituts der deutschen Wirtschaft berichten fast ein Fünftel aller befragten Unternehmen, dass sie in der jüngeren Vergangenheit durch hybride Bedrohungen ausländischer Akteure starke oder sehr starke Auswirkungen gehabt haben.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:343519
  30. By: Budzinski, Oliver; Haucap, Justus
    Abstract: Der vorliegende Beitrag untersucht die Wirkungen der Finanz- und Budgetregeln im europäischen Fußball in den letzten gut 15 Jahren. Es wird aufgezeigt, dass die negativen Externalitäten, welche eine solche Regulierung (sport-)ökonomisch rechtfertigen, durch die existierenden Finanzregeln auf europäischer und nationaler Ebene offenbar erfolgreich kontrolliert werden. Dazu reichen allerdings wohl bereits die mildesten und am wenigsten restriktiven der verschiedenen Regelsysteme und -elemente aus. Die wettbewerbsbeschränkenden und ökonomisch restriktiven Effekte der weitergehenden Regeln - wie der Break-Even-Regel oder Kaderkostenbegrenzungen - wären somit durch die Marktversagensproblematik nicht gerechtfertigt. Empirische Studien liefern zudem kaum Evidenz, dass sie weiterführenden Zielen (bspw. der Wettbewerbsausgeglichenheit) effektiv dienen würden. Vor diesem Hintergrund ist es bedenklich, dass die DFL gerade beschlossen hat, ihre Finanzregeln zukünftig noch stärker restriktiv und spürbar invasiver auszugestalten als bisher. Insbesondere die parallele Gültigkeit einer Kaderkostenbegrenzungsregel und der Investorenbegrenzungsregel ("50plus1-Regel") wird aus sport- und wettbewerbsökonomischer Perspektive kritisch gesehen.
    Abstract: This article examines the effects of financial and budgetary regulations in European football over the past 15 years. It demonstrates that the negative externalities that justify such regulation from a (sports) economics perspective are apparently successfully controlled by existing financial rules at the European and national levels. However, even the mildest and least restrictive of the various rule systems and elements seem to suffice for this purpose. The competition-restricting and economically limiting effects of more far-reaching rules - such as the break-even rule or squad cost limits - would therefore not be justified by the problem of market failure. Furthermore, empirical studies provide little evidence that these rules effectively serve broader objectives (e.g., competitive balance). Against this backdrop, it is concerning that the DFL (German Football League) has just decided to make its financial rules even more restrictive and noticeably more invasive than before. In particular, the intended parallel application of a new squad cost limitation rule and the existing investor limitation rule ("50plus1 rule") must be viewed critically from a sports and competition economics perspective.
    Keywords: Sportökonomik, Fußball, Regulierungsökonomik, Finanzregeln, Fiskalregeln, Wettbewerb, Kaderkostenregel, 50plus1-Regel, sports economics, football, regulatory economics, financial and fiscal rules, competition, antitrust, squad cost rule, 50plus1 rule
    JEL: H39 K21 L40 L83 Z20
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:tuiedp:343551
  31. By: Duletzki, Lisa-Marie (IAB, FAU und Universität Duisburg-Essen)
    Abstract: "Since the mid-2000s, publicly funded childcare for children under the age of three has been expanded substantially in Germany. But to what extent does improved access to childcare affect mothers’ labor market trajectories after the birth of their first child? An analysis of regional differences in the expansion of childcare shows how mothers’ labor market participation and earnings change around the birth of their first child." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Date: 2026–09–08
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202615

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