nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–09–21
39 papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Konjunkturbedingte Kreditaufnahmen und Tilgung: Kurzgutachten By Truger, Achim
  2. Türkische Außenpolitik nach dem Nato-Gipfel in Ankara: Kein Zurück zur "Westorientierung", aber Grenzen der "strategischen Autonomie" By Aydın, Yaşar
  3. Innovationen im lokalen Verwaltungshandeln während der Corona-Pandemie: Öffentlicher Gesundheitsdienst, Krisenkommunikation und Einbindung der Zivilgesellschaft By Zenker, Andrea; Heyen, Nils B.; Hummler, Andreas; Karaboga, Murat; Runge, Greta; Schlüfter, Claudia
  4. Branchenanalyse Pharma- und Biotech-Industrie: Herausforderungen, Transformationen und Perspektiven der Branche als Segment der industriellen Gesundheitswirtschaft By Dispan, Jürgen
  5. Regionale Resilienz: Eine Fallstudie aus der Region Nahetal-Hunsrück By Latour, Ulrich
  6. "Der NPT ist tot, lang lebe der NPT!": Der Nichtverbreitungsvertrag nach der gescheiterten Überprüfungskonferenz By Horovitz, Liviu; Schneider, Jonas
  7. Berliner Parteien werden progressiver, aber die AfD radikalisiert sich By Marcel Fratzscher
  8. Demografischer Wandel, ausländische Beschäftigte und der Arbeitsmarkt Sachsen-Anhalts vor der Landtagswahl am 6. September 2026 By Gropp, Reint; Reifschneider, Alexander
  9. Industriellen Wandel mitbestimmt gestalten: Das Transformationsprojekt der Gebr. Heller Maschinenfabrik als Praxisfall industrieller Wertschöpfungsveränderung By Hämmerle, Moritz; Hornung, Tim; Menez, Raphael
  10. Robotaxis in China: Erfahrung zuerst, Gesetze später. Regulierungsansätze und Stand der kommerziellen Flottenbetriebe By Musitz, Lia; Daum, Timo
  11. Moderne Entgeltsysteme für die Transformation: Ein beteiligungsorientierter Weg zu systematischen und gerechten Entgelten am praktischen Beispiel By Jochmann-Döll, Andrea
  12. Branchenanalyse Halbleiterindustrie: Wirtschaftliche Strukturen, Beschäftigungstrends und Herausforderungen By Hinz, Sarah; Scheier, Franziska; Holst, Gregor; Jahn, Anja
  13. Branchenanalyse Bahnindustrie: Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven By Vetter, Mark; Mittelhaus, Tristan; Dörkßen, Katharina
  14. Südostasien - mehr als ein Nebenschauplatz im Indo-Pazifik: Die strategische Bedeutung der Region für die deutsche Außenpolitik By Dannhauer, Pia
  15. Ist das AfD-Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt finanzierbar? Kosten und Gegenfinanzierung vor der Landtagswahl am 6. September 2026 By Dorsch, Nic; Gropp, Reint; Reifschneider, Alexander
  16. ESG-Pflichten und ihre Nebenwirkungen für die Personalberichterstattung: Chancen und Leerstellen - Eine Analyse am Beispiel von sechs Nachhaltigkeitsberichten By Beile, Judith; Schöneberg, Katharina
  17. Optimierung betrieblicher Trennungsprozesse: Ein integrierter wirtschaftspsychologischer Ansatz By Weihmann, Franziska
  18. Das Potential der Europäischen Staatsanwaltschaft in der EU-Sanktionspolitik: Warum die Idee reaktiviert werden sollte, das Mandat der Behörde zu erweitern By Cavigneaux, Elie
  19. Die Region Tigray in der Grauzone des Krieges: Der Konflikt zwischen der TPLF und der äthiopischen Regierung hat ein Eskalationspotential über das Land hinaus By Kurtz, Gerrit
  20. Chinas geheime Nukleartests: Wie der Großmächtewettbewerb internationale Testnormen zu erodieren droht By Rombach, Philipp
  21. Cybersicherheit im Gesundheitssektor: Nationale, europäische und globale Resilienz zusammendenken By Bayerlein, Michael; Bendiek, Annegret; Hemmelskamp, Jonas; von der Forst, Maik
  22. Konjunkturprognose Deutschland: Herbst 2026 By Berlemann, Michael; Hinze, Jörg
  23. Migrationsrouten im Fokus: Routenbasierte Ansätze zwischen Schutzversprechen und Migrationskontrolle By Knapp, Nadine; Koch, Anne
  24. Die neue Arktisstrategie der EU: Chancen für Europas digitale Souveränität By Bendiek, Annegret; Holste, Svenja
  25. Vermittelte Erkenntnisse By Dilger, Alexander
  26. Kolumbien als klima- und energiepolitischer Vorreiter: Anforderungen an deutsche und europäische Kooperation By Könneke, Jule
  27. Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien trotz positiver Arbeitsmarktentwicklung: Welche Rolle spielen ökonomische Faktoren? By Grunau, Philipp; Hoffmann, Florian; Titze, Mirko
  28. Schutzlücken in der deutschen Fachkräfteanwerbung: Faire Anwerbung als Prävention gegen Arbeitsausbeutung By Knapp, Nadine; Landmesser, Emma
  29. Springerpools im Krankenhaus: Betriebliche Flexibilisierung von Pflegearbeit als Handlungsarena organisationaler Gerechtigkeit By Becka, Denise; Bräutigam, Christoph; Evans-Borchers, Michaela
  30. Die EU-Luftfahrt zwischen Krise und Klimapolitik: Handlungsoptionen zwischen Kerosin-Schock und Revision des Emissionshandels By Brazzola, Nicoletta
  31. Der Rundbrief für Kindergärtnerinnen (1938-1943): Erste quellenkritische Einblicke in ein Medium Nationalsozialistischer Frühpädagogik By Otto, Stephan
  32. Neue Trends im Entrepreneurship, Corporate Entrepreneurship & Business Development und deren Implementierung in innovativen MBA-Programmen unter besonderer Berücksichtigung von Healthy Leadership, Healthy Entrepreneurship und Life Design By Michalski, Tino; Charova, Sonja
  33. Schutz und Wiedervernässung von Moorböden: Empfehlungen für die Landes- und Regionalplanung By Einig, Klaus; Grotefels, Susan; Harms, Alexander; Hirschelmann, Sophie; Kapitza, Katharina; Kießling, Nadine; Linke, Christoph; Löb, Stephan; Schnurr, Tamara; Sondermann, Martin; Uhl, Thorsten; Wojatschke, Annie
  34. Wie gestalten Tarifverträge die betriebliche Ausbildung? Übersicht und Verbreitung anhand ausgewählter Tarifbranchen By Polloczek, Magdalena; Mach, Linus
  35. Die Rolle der Co-Worker: Innen in betrieblichen Inklusionsprozessen:ein Überblick über den Forschungsstand By Delicat, Nina; Tibbe, Niklas; Ritter, Luisa; Ashkbous, Sarina; von Kardorff, Ernst
  36. Dauerhaft provisorisch - syrische Flüchtlinge in Jordanien: Zwischen Rückkehrdruck und blockierter Integration By Biehler, Nadine; Meier, Amrei
  37. Die Wirkungskette der vorausschauenden Instandhaltung. Vier Übergabestellen zwischen Sensorsignal und realisiertem Ertrag. Konstruktentwicklung und Abgrenzung für den industriellen Mittelstand By Platvoet, Ralf
  38. Einflussfaktoren für das Gelingen von Innovationskooperationen zwischen KMU und Hochschulen By Bijedić-Krumm, Teita; Mokhtar, Julia; Nielen, Sebastian; Schneider, Sebastian; Stephan, Meike
  39. Der Euro als internationale Leitwährung: Ökonomische Bedingungen und politische Voraussetzungen By Hüther, Michael; Demary, Markus; Fremerey, Melinda; Gerards Iglesias, Simon

  1. By: Truger, Achim
    Abstract: Das vorliegende Kurzgutachten ergänzt das Kurzgutachten "Neufassung von § 18a Abs. 3 Landeshaushaltsordnung aus finanzwissenschaftlicher und finanzpolitischer Sicht" (Breuer und Truger 2025) im Lichte der Inhalte der Anhörung vom 12. Juni 2025 im Ausschuss für Haushalt und Finanzen der Landtags Brandenburg (Landtag Brandenburg 2025) und aktueller Publikationen hinsichtlich der Themen "Konjunkturbedingte Kreditaufnahmen und Tilgung". Dabei werden die Inhalte der Anhörung gemäß Protokoll insbesondere hinsichtlich der geäußerten Standpunkte bezüglich der Frage der Glättung der Potenzialschätzung und der mittelfristigen Tilgung der durch die Glättung ggf. entstehenden zusätzlichen Kreditaufnahmen im Landeshaushalt ausgewertet. Das Kurzgutachten bezieht auch aktuellere Publikationen, die nach Abschluss des Kurzgutachtens von Breuer und Truger (2025) veröffentlicht wurden, ein; insbesondere Boysen-Hogrefe und Hoffmann (2025), Iwers und Stampehl (2025); Rietzler und Paetz (2025) sowie aktuelle Konjunkturprognosen wirtschaftswissenschaftlicher Forschungsinstitute.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifsoex:343590
  2. By: Aydın, Yaşar
    Abstract: Der Nato-Gipfel vom 7. und 8. Juli 2026 in Ankara bescherte Präsident Recep Tayyip Erdoægan einen persönlichen Prestigegewinn und der Türkei eine symbolische Aufwertung ihrer Stellung in der Nato sowie als Sicherheitspartner für USA und EU. Doch die konkreten Ergebnisse waren bescheiden. Die von der türkischen Regierung wahrgenommenen sicherheitspolitischen Bedrohungen sowie das Interesse, die internationale Vernetzung voranzutreiben und die Exportchancen der expandierenden Rüstungsindustrie des Landes auszubauen, erfordern engere Kooperation mit den USA und der EU. Dadurch stößt das Leitbild der "nationalen strategischen Autonomie", das Ankara gegenüber Washington wie Brüssel verfolgt, an seine Grenzen. Die beim Gipfel in der türkischen Hauptstadt demonstrierte Nähe zum US-Präsidenten Donald Trump könnte sich als Hindernis für das Ziel der türkischen Führung erweisen, die Türkei als europäische Mittelmacht stärker in die europäische Sicherheitsarchitektur einzubinden. Umgekehrt könnte eine Annäherung an die EU das Verhältnis zu Trump belasten. Trotz solcher Dilemmata bleibt eine strategische Rückkehr zur "klassischen Westorientierung" ausgeschlossen.
    Keywords: Strategische Autonomie, türkische Außenpolitik, Nato-Gipfel 2026, Westorientierung, strategische Autonomie, Erdoægan, Trump, Türkei, USA, EU, Deutschland, Geopolitik, Rüstungskooperation, Nato-Forum für Verteidigung, Countering America's Adversaries Through Sanctions Act, CAATSA, Montreux-Übereinkommen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343135
  3. By: Zenker, Andrea; Heyen, Nils B.; Hummler, Andreas; Karaboga, Murat; Runge, Greta; Schlüfter, Claudia
    Abstract: Im Jahr 2020 löste das hoch ansteckende SARS-CoV-2-Virus eine weltweite Pandemie mit tief-greifenden Wirkungen auf Gesundheit, Alltag, Wirtschaft und Arbeit sowie das gesellschaftliche Zusammenleben aus. Wechselnde Gefährdungslagen und jeweils aktuelle Forschungserkenntnisse zum Virus, seinen Wirkungen und seiner Übertragbarkeit flossen in Vorgaben und Regeln ein und hatten Auswirkungen auf alle Bereiche des täglichen Lebens. In Deutschland ist die Bewältigung einer derartigen Krisensituation in die föderale Struktur ein-gebettet. Dabei wird das Infektionsschutzgesetz als Bundesgesetz und rechtliche Grundlage über Landesverordnungen in den Bundesländern und mittels lokaler Anordnungen in den Stadt- und Landkreisen umgesetzt. Zusätzlich zur Krankheitsabwehr und zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung hatte die Pandemie weitere Effekte, die den Alltag der Menschen präg-ten. Somit kam den Kommunalverwaltungen eine besondere Bedeutung zu, denn sie mussten die Landesvorgaben mit der jeweiligen Situation vor Ort abgleichen, in teilweise tagesaktueller Weise reagieren und dies auch zielgruppengerecht über unterschiedliche Kanäle kommunizieren, um der Aufgabe der Daseinsvorsorge für ihre Bürger:innen gerecht werden zu können. Neue, innovative Ansätze, pragmatische Lösungen sowie die Solidarität der (lokalen) Bevölke-rung hatten eine elementare Bedeutung, um die Krise in bestmöglicher Weise überwinden zu können. Hier setzt das vorliegende Discussion Paper an. Eingebettet in das BMFTR-geförderte Verbundvorhaben "Innovationen in der lokalen Krisenbewältigung: Der moderierende Effekt von Verwaltungshandeln auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Corona-Pandemie (Inno-LoK)" untersucht es innovative Ansätze während der Pandemie in ausgewählten deutschen Kommunen mit einem explorativ-qualitativen Untersuchungsdesign. Die Auswahl der unter-suchten Stadt- und Landkreise erfolgte in einem vorgelagerten Schritt auf Basis eines aus Infektions- und Sterberaten gebildeten Betroffenheitsindex sowie ergänzender Strukturdaten. Als Schwerpunktthemen wurden der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD), die Kommunikationsaktivitäten und Informationsvermittlung in der Krisensituation sowie das Mitwirken und zivilgesellschaftliches Engagement beleuchtet. Grundlage sind 22 leitfadengestützte Interviews, ergänzt um einen Validierungsworkshop mit den Befragten; ein Anspruch auf deutschlandweite Repräsentativität besteht nicht. Die drei Vertiefungsstudien zeigen, dass die Kommunalverwaltungen agiler und innovativer agieren als oftmals öffentlich wahrgenommen wird. Die hohe Bedeutung lösungsorientierter, innovativer Ansätze- oftmals verbunden mit digitalen Werkzeugen - in den untersuchten Kommunen wird betont. Darüber hinaus zeigen die Analysen, dass ein erfolgreiches Krisenmanagement ein hohes Maß an Flexibilität, Agilität und Pragmatismus innerhalb eines verlässlichen rechtlichen Rahmens verlangt. Bestehende Kontakte und Netzwerke sowie eine offene Kommunikation tragen zum Abbau von Hürden, zur Schaffung und Verstärkung von Vertrau-en, zur Mitwirkung bei der Umsetzung von Regeln, zum Austausch von Wissen und Erfahrungen und zum raschen, flexiblen Handeln bei. Förderlich hierfür sind eine entsprechende Veränderungsbereitschaft, eine vertrauensvolle Führungskultur mit Freiräumen für Mitarbeitende, ein flexibler Personaleinsatz und die Berücksichtigung individueller Stärken und Belastungsgrenzen. Eine klare, offene und an unterschiedliche Zielgruppen angepasste Kommunikation erläutert das Vorgehen und seine Grenzen und kann so zu Vertrauen und Akzeptanz der getroffenen Entscheidungen beitragen. Zur erfolgreichen Bewältigung künftiger Krisen sollten die Pandemieerfahrungen systematisch aufgearbeitet und Resilienz bereits in Nichtkrisenzeiten aufgebaut werden und dabei besonders der gesellschaftliche Zusammenhalt präventiv gestärkt werden. Dies schließt den offenen Aus-tausch über die gewonnenen Erfahrungen sowie die Ableitung von Lerneffekten ein.
    Keywords: innovative Verwaltungen, Corona-Pandemie
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fisidp:343582
  4. By: Dispan, Jürgen
    Abstract: Die Pharma- und Biotech-Industrie mit ihren 133.000 Beschäftigten ist Innovationsmotor und tragende Säule der industriellen Gesundheitswirtschaft. In den 2020er Jahren steht die Branche vor großen, vielschichtigen Herausforderungen, wie geopolitischen Unsicherheiten, Fachkräfteengpässen und zunehmendem Wettbewerbs-, Preis- und Regulierungsdruck. Gleichzeitig befindet sie sich inmitten eines tiefgreifenden Wandels, geprägt von den drei zentralen, miteinander verknüpften Transformationsfeldern "Biotechnologie und neue Modalitäten", "Digitalisierung und Künstliche Intelligenz" und "neue Geschäftsmodelle und Kooperationen". Aktives Handeln von Unternehmen, Politik und Mitbestimmung ist erforderlich, damit Deutschlands Pharma- und Biotech-Standort wettbewerbsfähig und sozial nachhaltig bleibt.
    Keywords: Big Pharma, Innovation, Pharmaunternehmen, European Biotech Act, AMNOG
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343068
  5. By: Latour, Ulrich
    Abstract: Die aktuellen Transformationsprozesse stellen Akteure in Wirtschaft und Politik vor große Herausforderungen. Der Erfolg von Anpassungsprozessen hängt stark von der regionalen Wirtschaftsstruktur ab. Vor diesem Hintergrund rückt die Frage nach regionaler ökonomischer Resilienz in den Fokus - also der Fähigkeit von Regionen, auf wirtschaftliche Schocks zu reagieren und sich zu erholen. Die Studie identifiziert zentrale Stabilisierungsfaktoren dieser Resilienz und macht sie für eine empirische Analyse nutzbar. Am Beispiel der Region Nahetal-Hunsrück wird ihre Ausprägung anhand ausgewählter Indikatoren dargestellt und in den Transformationskontext eingeordnet. Die Ergebnisse fließen in eine SWOT-Analyse ein und liefern erste Handlungsempfehlungen für regionale Akteure.
    Keywords: DekarbonisierungDE-206, Wirtschaftskrise, Digitalisierung, Innovation, SWOT$
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343067
  6. By: Horovitz, Liviu; Schneider, Jonas
    Abstract: Im Mai 2026 hat die Überprüfungskonferenz des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags (Non-Proliferation Treaty, NPT) stattgefunden. Das Treffen scheiterte, weil sich die Delegationen nicht auf ein Abschlussdokument einigen konnten. Dass dies zum dritten Mal in Folge geschah, ist einmalig in der Geschichte des NPT. Im Vorfeld hatten einige Diplomaten und Fachleute gewarnt, ein erneuter Fehlschlag wäre katastrophal für den Vertrag und die gesamte Nuklearordnung. Doch dies ist ein Fehlschluss. Der NPT ist zwar der Kern der nuklearen Ordnung und hat zudem erhebliches Gewicht für die Weltordnung insgesamt. Doch frühere Überprüfungskonferenzen, der Verlauf der diesjährigen Tagung und die Reaktionen auf ihren Ausgang legen nahe, dass der NPT stabil ist. Die wachsende nukleare Ungleichheit, wie sie in dem Arrangement zwischen fünf Kernwaffenstaaten und 186 Nichtkernwaffenstaaten angelegt ist, polarisiert die multilaterale Nukleardebatte in New York, Genf und Wien, doch sie bedroht nicht den Fortbestand des NPT. Gefahr für den Vertrag bestünde indes, wenn Russlands und Chinas Revisionismus weiter zunehmen und der Gestaltungswille der USA noch mehr schwinden sollte.
    Keywords: Nuklearer Nichtverbreitungsvertrag, Non-Proliferation Treaty (NPT), Überprüfungskonferenz 2026, Kernwaffenstaaten, Atomordnung, Konferenzpräsident Do Hung Viet, Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO), Iran-Krieg, Krieg gegen die Ukraine
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343133
  7. By: Marcel Fratzscher
    Abstract: Die Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 könnte die politische Landschaft Berlins stark verändern. In den jüngsten Umfragen haben vor allem die Linke und die AfD im Vergleich zu 2023 deutlich zugelegt, während CDU und SPD klar verloren haben. Für welche Positionen stehen die politischen Parteien in Berlin? Und wie haben sich ihre Positionen in den letzten 20 Jahren verändert? Eine Auswertung des Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung: Die etablierten Parteien sind in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich progressiver geworden. Besonders stark gilt dies für die SPD – im Gegensatz vor allem zur FDP, die nun deutlich konservativere Positionen vertritt. Der große Gegenpol ist die AfD. Sie vertritt in fast allen Themenbereichen, vor allem in der Gesellschafts- und Sozialpolitik, extremere Positionen. Zudem zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Positionierungen der Parteien in Berlin und auf Bundesebene, vor allem bei der CDU.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:diw:diwakt:124de
  8. By: Gropp, Reint; Reifschneider, Alexander
    Abstract: Anfang September wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag, und die AfD hat erstmals die Chance auf eine eigene Regierungsmehrheit. Sachsen-Anhalt hat eine der ältesten Beschäftigtenstrukturen Deutschlands: Fast jeder dritte deutsche Beschäftigte ist 55 oder älter. Im vergangenen Jahrzehnt hat das Land netto bereits 40.580 deutsche Beschäftigte verloren. Die Beschäftigung blieb dennoch stabil, weil 51.960 ausländische Beschäftigte hinzukamen. Ein erheblicher Teil dieses Zuwachses stammt aus Fluchtkontexten: Seit Ende 2020 kamen rund 40% des Zuwachses aus Asylherkunftsländern und der Ukraine. Die internationale Evidenz zeigt nach Regierungswechseln zu zuwanderungskritischen Parteien Rückgänge des ausländischen Zuzugs zwischen 32 und 65%. Eine kompensierende Rückkehr Einheimischer ist nicht zu beobachten. Die Analyse zeigt, dass tausende von offenen Stellen in Sachsen-Anhalt nicht besetzt werden könnten, mit entsprechenden Auswirkungen auf Wohlstand und Wachstum.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwhpno:343593
  9. By: Hämmerle, Moritz; Hornung, Tim; Menez, Raphael
    Abstract: Dieses Working Paper zeigt am Praxisbeispiel der Gebr. Heller Maschinenfabrik, wie eine tiefgreifende industrielle Transformation unter Einbindung des Betriebsrats erfolgreich gestaltet werden kann. Auf Basis aktueller Transformationsforschung, des Fraunhofer-Transformationsindex und des Ansatzes der Industrial Transformation Governance wird eine mitbestimmte Transformationsreise rekonstruiert, die Strategie, Organisation, Wertschöpfung und Arbeit gemeinsam neu ausrichtet. Das Paper bietet Einblicke in Governance-Modelle, Beteiligungsformate und Lernprozesse, die Unternehmen dabei unterstützen, Wandel wirksam, beteiligungsorientiert und vorausschauend zu gestalten.
    Keywords: Maschinenbau Standortsicherung, Automobilindustrie, Qualifizierung, Betriebsrat, Standortsicherung
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343066
  10. By: Musitz, Lia; Daum, Timo
    Abstract: In China werden Robotaxis nicht als isolierte Technologie, sondern als Bestandteil eines langfristig geplanten Verkehrssystems betrachtet. Als Teil des bis 2035 angestrebten "nationalen dreidimensionalen Verkehrsnetzes" sollen sie durch digital vernetzte Mobilität zu einem ökologisch effizienten, umfassenden und schnellen Verkehrssystem beitragen. Der Ausbau intelligenter Straßeninfrastruktur begleitet ihre Einführung und schafft aus Chinas Sicht die Voraussetzungen für einen sicheren und skalierbaren Betrieb. Unterschiedlich ausgestaltete lokale Regelungen von Straßentests und Demonstrationsanwendungen dienen in China nicht nur der technischen und kommerziellen Erprobung, sondern auch der Gewinnung regulatorischer Erkenntnisse. Diese fließen wiederum in die schrittweise Entwicklung nationaler Gesetze ein. Peking ist Vorreiter beim begleitenden Infrastrukturaufbau für die Fahrzeug-Straße-CloudIntegration und den Einsatz von Robotaxis als ÖPNV-Zubringer. Mit internationalen Regeln und Technologien kompatiblen Fahrzeugen begünstigt Shenzhen den Export. Wuhan nützt die Skalierung von Robotaxis strategisch für die Transformation seiner lokalen Automobilindustrie. Shanghai wiederum setzt auf Governance-Modelle für eine sozial verträgliche Verkehrstransformation. Damit entwickelt China national komplementäre Lösungsansätze für unterschiedliche wirtschaftliche und soziale Anforderungen der Robotaxi-Entwicklung. Obwohl Nachzügler, konnte China die USA in den vergangenen fünf Jahren bei Skalierung existierender Betriebe überholen.Apollo Go ist der größte und erfahrenste Anbieter, Pony.AI positioniert sich als Systemanbieter, WeRide setzt am stärksten den Fokus auf globale Märkte. Der Robotaxi-Markt ist aus der technischen Erprobungsphase aus- und in den Wettbewerb um Rentabilität und globale Marktanteile eingetreten. In einigen Städten in China entwickeln sich Robotaxis bereits zu einem gängigen AlltagsVerkehrsmittel. In der 14 Millionen Einwohner zählenden Stadt Wuhan ist bereits ein Drittel des Stadtgebiets durch Robotaxi-Services abgedeckt. Ein zukünftiges explosives Wachstum des chinesischen Robotaxi-Marktes ist zu erwarten. Treibende Faktoren sind sinkende Hardwarekosten, der durch die alternde Bevölkerung bedingten Fahrermangel und die starke politische Unterstützung. Die USA sind geopolitisch versperrt, in Europa werden Kollaborationen mit Autoherstellern (Stellantis) und Flottenbetreibern (Uber, Lyft) angestrebt. Ein eigenständiger europäischer Robotaxi-Stack scheint derzeit nicht in Sicht.
    Keywords: Robotaxi, China, Regulierung, Flottenbetrieb, Mikromobilität
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wzbgwp:343596
  11. By: Jochmann-Döll, Andrea
    Abstract: Die digitale Transformation verändert die Arbeit in technologischer und organisatorischer Hinsicht. Dadurch verändern sich auch die Anforderungen an die Beschäftigten. Es stellt sich die Frage, wie diese Veränderungen in anforderungsgerechten und gleichzeitig diskriminierungsfreien Entgeltsystemen abgebildet werden können. In diesem Working Paper wird am Beispiel eines Projekts der Förderlinie Transformation gezeigt, wie ein Konzept für ein modernes Entgeltsystem in einem beteiligungsorientierten Prozess gestaltet werden kann. Die Projektschritte werden im Einzelnen beschrieben und die Ergebnisse des Beispielprojekts dargestellt. Diese Beschreibungen und eine kurzgefasste Checkliste können weitere Projekte dieser Art anregen und unterstützen.
    Keywords: Digitalisierung, geschlechtergerecht, Arbeitsbewertung, Transparenz, Diskriminierung
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343103
  12. By: Hinz, Sarah; Scheier, Franziska; Holst, Gregor; Jahn, Anja
    Abstract: Als hochgradig verflochtene Schlüsselbranche bildet die Halbleiterindustrie das technologische Rückgrat der digitalen und ökologischen Transformation. Europas Stärke liegt in spezialisierten Segmenten wie Leistungselektronik, Sensorik und Ausrüstungstechnologien. Zugleich bestehen erhebliche Abhängigkeiten von globalen Lieferketten, die geopolitische Risiken verschärfen. Mit dem European Chips Act verfolgt die EU einen industriepolitischen Strategiewechsel hin zu mehr Resilienz und Diversifizierung. Diese Neuausrichtung trifft auf Verschiebungen in der Fachkräftebasis und auf Herausforderungen für Arbeitsbedingungen, Tarifbindung und Mitbestimmung. Das Zusammenspiel von Innovation, nachhaltiger Produktion und qualifizierter Arbeit ist daher entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Branche.
    Keywords: European Chips Act, Mikroelektronik, Silicon Saxony, Chip-Krise, Foundries
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343084
  13. By: Vetter, Mark; Mittelhaus, Tristan; Dörkßen, Katharina
    Abstract: Die deutsche Bahnindustrie gehört weltweit zur technologischen Spitze und ist ein Pfeiler industrieller Wertschöpfung, qualifizierter Be-schäftigung und nachhaltiger Verkehrswende. Zugleich steht die Branche unter wachsendem Druck: Globaler Wettbewerb, steigende Kosten, regulatorische Hemmnisse und Fachkräftemangel erzwingen strukturelle Anpassungen. Die Studie analysiert die Ausgangslage der deutschen Bahnindustrie und zeigt auf, wie Industrie- und Verkehrspolitik enger verzahnt werden können. Ein innovationsfreundlicher Heimatmarkt, verlässliche Investitionen und klare strategische Prioritäten sind entscheidend, um Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und technologische Führung langfristig zu sichern.
    Keywords: Fahrzeugbau, Schienenfahrzeuge, Infrastruktur, Schienengüterverkehr, Schienenpersonenverkehr
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343570
  14. By: Dannhauer, Pia
    Abstract: Die Reise des Bundespräsidenten, die ihn Mitte Juni 2026 unter anderem nach Indonesien und auf die Philippinen führte, hat einmal mehr das wachsende Bewusstsein der deutschen Außenpolitik für die Bedeutung Südostasiens signalisiert. Geht es um Deutschlands Verhältnis zum Indo-Pazifik, erfahren bislang aber Nordostasien und Indien größere Aufmerksamkeit. Die Beziehungen zu Südostasien bleiben vergleichsweise schwach ausgeprägt und von ökonomischen Interessen geleitet. Vorrangiges Ziel ist dabei, Abhängigkeiten von China zu korrigieren. Über ihr Wirtschaftspotential hinaus hat die Region aber eigenständiges strategisches Gewicht: als Schauplatz der Großmächte-Rivalität, Knotenpunkt globaler Lieferketten und lauter werdende Stimme in multilateralen Foren. Um seine Interessen an Stabilität und einer regelbasierten internationalen Ordnung im Indo-Pazifik langfristig zu stärken, muss Deutschland seine Kooperation mit Südostasien vertiefen - zumal viele Akteure um Einfluss dort konkurrieren.
    Keywords: Südostasien, Indo-Pazifik, Indo-Pazifik-Leitlinien (2020), Volksrepublik China, Indonesien, Thailand, Malaysia, Philippinen, Vietnam, Singapur, Association of Southeast Asian Nations (ASEAN), De-Risking
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343118
  15. By: Dorsch, Nic; Gropp, Reint; Reifschneider, Alexander
    Abstract: Das Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt verspricht umfangreiche neue Leistungen, den Verzicht auf neue Schulden und niedrigere Steuern zugleich. Diese Policy Note beziffert, wie weit Kosten und Gegenfinanzierung auseinanderliegen. Von 136 kostenwirksamen Maßnahmen lassen sich 28 mit amtlichen Quellen belegen. Diese kosten rund 1, 6 Mrd. Euro pro Jahr. Da das AfD-Programm neue Schulden ausschließt, kommen die im Landeshaushalt bereits eingeplanten 877 Mio. Euro jährlicher Neuverschuldung hinzu. Der bezifferbare Finanzierungsbedarf beträgt damit rund 2, 5 Mrd. Euro pro Jahr. Dem stehen bei großzügiger Auslegung rund 243 Mio. Euro belegbare Einsparungen gegenüber. Von jedem Euro sind damit nicht einmal zehn Cent gedeckt. Es bleibt eine Lücke von mindestens 2, 2 Mrd. Euro pro Jahr. Das entspricht rund einem Viertel der Steuereinnahmen des Landes, umgerechnet gut 1 000 Euro je Einwohner und Jahr. Da das Programm auch Steuererhöhungen ausschließt, ist unklar, wie die AfD diese Lücke schließen will.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwhpno:343532
  16. By: Beile, Judith; Schöneberg, Katharina
    Abstract: Die nichtfinanzielle Berichterstattung ist für große Unternehmen Bestandteil des Geschäftsberichts, wenn sie nach der europäischen Richtlinie CSRD berichten. Da die Themenpalette des Nachhaltigkeitsberichts nach CSRD Personalthemen einschließt, haben die Unternehmen ihre Personalberichterstattung weitgehend in die Nachhaltigkeitsberichterstattung integriert, separate Personalberichte gibt es kaum noch. Anhand der Berichte von sechs Unternehmen prüft die Studie exemplarisch die Folgen der CSRD-Berichterstattung für die Personalberichterstattung. Sie sind zwiespältig: Einige Anforderungen der CSRD beispielsweise in Bezug auf Kennzahlen und Wirksamkeitsüberprüfungen führen zu qualitativen Verbesserungen. Auf der anderen Seite folgt die Berichterstattung einer anderen Logik, so dass es keine konsistente Personalberichterstattung gibt. Personalthemen finden sich über den Bericht verstreut. Aufgrund der Beschränkung auf Themen, die als wesentlich ermittelt werden, können wichtige Personalthemen entfallen. Für den Aufsichtsrat wird die Prüfung der Personalstrategie dadurch komplexer und aufwändiger. Die Analyse verknüpft die Erkenntnisse mit Handlungsempfehlungen für Aufsichtsräte mit Blick auf die Prüfung der Personalberichterstattung.
    Keywords: Mitbestimmung, Giertz, Personalberichterstattung, CSRG, nichtfinanzielle Berichterstattung
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:imumbp:343595
  17. By: Weihmann, Franziska
    Abstract: Betriebliche Trennungen sind in vielen Organisationen längst kein Ausnahmefall mehr. Restrukturierungen, technologische Transformation und Effizienzprogramme machen sie zu einer wiederkehrenden Führungs- und HR-Aufgabe. Für Betroffene ist ein unfreiwilliger Arbeitsplatzverlust häufig eine psychosozial belastende Übergangsphase. Zugleich entstehen für Unternehmen Folgewirkungen über den Austritt hinaus. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, wie ein wirtschaftspsychologisch fundierter Outplacement-Ansatz Trennungsprozesse so unterstützen kann, dass ausscheidende Mitarbeitende entlastet und die Arbeitgeberwahrnehmung stabilisiert wird. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Es wurden acht leitfadengestützte Experteninterviews mit drei Stakeholdergruppen geführt, aus Unternehmenssicht, aus der Perspektive von Outplacement-Anbietenden sowie aus der Betroffenenperspektive. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wirksamkeit von Outplacement weniger in einzelnen Bewerbungsinstrumenten liegt, sondern vor allem in Prozessqualität, Timing und Vertrauenssicherung. Auf Basis dieser Befunde entwickelt die Arbeit ein phasenbasiertes Outplacement-Konzept als Bestandteil einer konsistenten Trennungsarchitektur. Es umfasst Standards für frühe Kontaktpunkte, modulare Bausteine zur Passung unterschiedlicher Ausgangslagen, eine Rollen- und Schnittstellenlogik sowie ein Evaluationsraster, das Ergebnis, Prozess und Erlebnisqualität verbindet. Outplacement wird damit als gestaltbarer Hebel beschrieben, der individuelle Übergänge strukturiert und zugleich Signale einer fairen und wertschätzenden Trennungskultur stärkt.
    Keywords: betriebliche Trennungsprozesse, Outplacement, Outplacement-Konzept, Trennungsmanagement, Trennungskultur
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fomarb:343474
  18. By: Cavigneaux, Elie
    Abstract: Sanktionen sind ein zentrales Instrument in der Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Ihre Durchsetzung hängt mit davon ab, dass die EU nicht nur politisch, sondern auch strafrechtlich auf Verstöße gegen restriktive Maßnahmen reagieren kann, die sie verhängt hat. Einer entsprechenden Strafverfolgung sind bislang jedoch enge nationalstaatliche Grenzen gesetzt. Aus diesem Grund haben Frankreich und Deutschland bereits 2022 vorgeschlagen, das Mandat der Europäischen Staatsanwaltschaft (EUStA) auf die Verletzung von EU-Sanktionen auszuweiten. Dies scheiterte an ungenügender Unterstützung im Rat der EU. Daran änderte auch nichts, dass 2024 eine Richtlinie erlassen wurde, die Straftatbestände und Mindeststrafen bei Verstößen gegen restriktive Maßnahmen der Union definierte. Der Machtwechsel in Ungarn und die für 2026 vorgesehene Bewertung (und mögliche Überarbeitung) des EUStA-Mandats bieten eine Chance, um das Thema erneut aufzugreifen.
    Keywords: Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA), EUStA-Mandat, Europäische Union (EU), Verstärkte Zusammenarbeit, EU-Sanktionen, Sanktionsverletzungen, Strafrecht, grenzüberschreitende Kriminalität, Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF)
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343503
  19. By: Kurtz, Gerrit
    Abstract: Die Spannungen zwischen Addis Abeba und der Region Tigray schwellen sukzessive an. Fehlkalkulationen könnten sogar zu einem erneuten großflächigen Krieg führen, auch wenn die Beteiligten dies nicht direkt anstreben mögen. Seit Ende des Krieges im Norden Äthiopiens im November 2022 hat sich keine neue belastbare politische Ordnung herausgebildet. Tigray befindet sich in einer Zwischenwelt von Krieg und Frieden. Die Verantwortung dafür tragen sowohl die äthiopische Regierung als auch deren Friedenspartner, die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF). Die TPLF hat nach dem Verlust der nationalen Regierungsmacht 2018 noch keine neue Rolle für sich gefunden, sondern ist von internen Machtkämpfen gezeichnet und von autoritären Reflexen geprägt. Umgekehrt hat die äthiopische Regierung nicht genug getan, die Rückkehr von Binnenvertriebenen zu ermöglichen und die territoriale Integrität von Tigray wiederherzustellen. Ein erneuter Waffengang könnte Eritrea, Sudan und weitere regionale Akteure miteinbeziehen. Deutschland und die EU sollten sich entschieden für Krisenprävention einsetzen, um eine weitere Eskalation in der ohnehin angespannten Region am Roten Meer zu verhindern.
    Keywords: Volksbefreiungsfront von Tigray, Tigray People's Liberation Front, TPLF, Tigray Interim Regional Administration, TIRA, Tadesse Worede, Debretsion Gebremichael, Abiy Ahmed, Getachew Reda, Tsdadkan Gebretensae, Isaias Afwerki, Ethiopian National Defense Force, ENDF, Pretoria-Abkommen, United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR, Amhara, Fano, Eritrea, Sudan, Sudan, National Election Board of Ethiopia, NEBE, Tsimdo, Peace and Change Council, Red Sea Council
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343121
  20. By: Rombach, Philipp
    Abstract: Die USA werfen China vor, geheime Atomwaffentests durchzuführen, die gegen internationale Normen und Testmoratorien verstoßen. Wegen der vergleichsweise kleinen historischen Testbasis besitzt China starke Anreize, zusätzliche Testdaten für die Modernisierung seines Atomwaffenprogramms zu gewinnen. Für Washington wäre es dennoch nachteilig, wenn es als Antwort darauf seine unterirdischen Nukleartests wiederaufnähme, da Russland und China von der Erosion internationaler Testnormen stärker profitieren würden. Deutschland und Europa können nur begrenzt handeln, indem sie auf mehr Transparenz und vertrauensbildende Maßnahmen hinwirken.
    Keywords: China, Russland, USA, Atomtest, Atomwaffe, Vertrag über die Begrenzung unterirdischer Kernwaffentests, TTBT, nuklearer Teststoppvertrag, CTBT, CTBTO, IMS, One-Point Safety, National Nuclear Security Administration, NNSA, NNSA Stockpile Stewardship and Management Program
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343120
  21. By: Bayerlein, Michael; Bendiek, Annegret; Hemmelskamp, Jonas; von der Forst, Maik
    Abstract: Der Gesundheitssektor sieht sich weltweit einer zunehmenden Bedrohung durch Cyberangriffe ausgesetzt. Das European Repository of Cyber Incidents (EuRepoC) verzeichnete zwischen 2022 und 2025 insgesamt 351 signifikante Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen. Diese Daten liefern erste Erkenntnisse über die Auswirkungen von und das Krisenmanagement nach Cyberangriffen auf das Gesundheitswesen und verdeutlichen, dass solche Angriffe eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit und die nationale Sicherheit darstellen. Die Datenauswertung zeigt, dass es eines Scharniers zwischen nationalen kritischen Sektoren und der europäischen bzw. der internationalen Ebene bedarf. Diese Funktion könnte der Nationale Sicherheitsrat einnehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Erstellung integrierter nationaler und internationaler Lagebilder auf Basis interdisziplinärer Auswertungen. Nur so können Bedrohungen systematisch erfasst, daraus wirksame Maßnahmen abgeleitet und der Gesundheitssektor ganzheitlich abgesichert werden.
    Keywords: Cybersicherheit, Gesundheitssektor, Gesundheitswesen, Krisenmanagement, Krisenreaktionen, Resilienz, öffentliche Gesundheit, nationale Sicherheit, kritische Sektoren, kritische Infrastrukturen, KRITIS, Digitalisierung, Ransomware-Angriffe, Datendiebstahl, Störungen von IT-Systemen, Nationaler Sicherheitsrat, EU, Europäische Union, Weltgesundheitsorganisation, WHO, Auswirkungen von Cyberangriffen auf die Gesundheitsversorgung, Datenlage, Register, Datenbanken, BSI, ENISA, SSA
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343122
  22. By: Berlemann, Michael; Hinze, Jörg
    Abstract: Die deutsche Wirtschaft hat sich nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts in der ersten Hälfte dieses Jahr besser entwickelt als geopolitische Belastungen und die negative Stimmung hierzulande hätten erwarten lassen; das preis- und saisonbereinigte Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich in diesem Zeitraum um 0, 75 %, auf Jahresbasis um 1, 5 %. Gleichzeitig wurden wichtige Reformvorhaben - wie die Gesundheitsreform (in Kraft), eine Rentenreform und eine Steuerreform (beide als Entwurf) - auf den Weg gebracht. Überdies haben sich mehrere Konjunktur- und Klimaindikatoren verbessert; der hier zum Ausdruck kommende Stimmungsumschwung zum Positiven spiegelt sich allerdings nicht immer in der öffentlichen Meinung wider. Abgesehen davon verdeutlicht die weiterhin schwache private Investitionstätigkeit den nach wie vor bestehenden Bedarf an Strukturreformen. Aktuell halten der Irankonflikt und die Störung der Straße von Hormus weiter an. Und in Deutschland stehen mehrere Landtagswahlen an - mit gegebenenfalls problematischen Auswirkungen auch auf die Regierungskoalition, den Reformprozess und die Stimmung in der Wirtschaft. Hier wird davon ausgegangen, dass die aktuelle Bundesregierung ihre Arbeit fortsetzt, wenn auch unter eventuell erschwerten Bedingungen. Auch wenn der Ölpreis momentan stark schwankt, ein weiterer drastischer, dauerhafter Anstieg der Energiepreise scheint aber wenig wahrscheinlich. Unter diesen Bedingungen sollte sich die deutsche Wirtschaft zunächst leicht, im kommenden Jahr stärker aufwärts entwickeln. Das reale Bruttoinlandsprodukt würde dann im Jahresdurchschnitt 2026 um 1 1/4 % und 2027 - bei Deeskalation des Irankonflikts und Umsetzung der Reformpolitik - ebenfalls um 1 1/4 % wachsen. Die Inflationsrate für die Verbraucherpreise bewegte sich in letzter Zeit knapp unterhalb von 3 %. Das lag vor allem an deutlich erhöhten Energiepreisen (10, 5 %); ohne diese betrug die Teuerungsrate 2, 2 %. Vom bisherigen Energiepreisschock werden noch einige Kostenanstöße ausgehen, bei künftig eher rückläufigen Ölpreisen sollte die Inflationsrate aber bald ihren Höhepunkt überschreiten. Im Jahresdurchschnitt 2026 würde sie dann etwas mehr als 2 1/2 % betragen. 2027 könnte sie sich wieder auf 2 % hin bewegen. Zweifelsohne birgt diese Prognose erhebliche Risiken - sowohl im geopolitischen wie auch im innenpolitischen Umfeld - in sich, doch liegen diese im spekulativen Bereich.
    Abstract: According to the latest figures from the Federal Statistical Office, the German economy performed better in the first half of this year than geopolitical burdens and the negative mood in this country would have expected; the price- and seasonally adjusted gross domestic product increased by 0.75% in this period and by 1.5% on an annual basis. At the same time, important reform projects - such as the health care reform (in force), a pension reform and a tax reform (both as a draft) - were launched. In addition, several economic and climate indicators have improved; however, the positive change in sentiment expressed here is not always reflected in public opinion. Apart from this, the continued weakness in private investment activity illustrates the continuing need for structural reforms. Currently, the Iran conflict and the disruption of the Strait of Hormuz continue. And in Germany, several state elections are scheduled - with potentially problematic effects on the governing coalition, the reform process and the mood in the economy. It is assumed that the current federal government will continue its work, albeit under possibly more difficult conditions. Even though the oil price is currently fluctuating strongly, a further drastic, lasting increase in energy prices seems unlikely. Under these conditions, the German economy should initially develop slightly, but more strongly in the coming year. Real gross domestic product would then grow by 1% on average in 2026 and by 1% in 2027 - if the Iran conflict de-escalates and the reform policy is implemented - also by 1%. The inflation rate for consumer prices has recently been just below 3%. This was mainly due to significantly higher energy prices (10.5%); excluding these, the inflation rate was 2.2%. The current energy price shock will still provide some cost impulses, but the inflation rate should soon exceed its peak if oil prices tend to fall in the future. On an annual average in 2026, it would then be slightly more than 2 1/2%. In 2027, it could move back to 2%. There is no doubt that this forecast entails considerable risks - both in the geopolitical and domestic political environment - but these are in the speculative realm.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hwwifo:343575
  23. By: Knapp, Nadine; Koch, Anne
    Abstract: Routenbasierte Ansätze versprechen eine Neuausrichtung internationaler Flucht- und Migrationspolitik: Statt einzelne Länderkontexte isoliert zu betrachten, lenken sie den Blick auf das Gesamtgeschehen entlang zentraler Migrationskorridore. Der analytische Mehrwert dieses Perspektivwechsels liegt angesichts der komplexen und transnationalen Natur von Mobilitätsdynamiken auf der Hand. Die wachsende Popularität routenbasierter Ansätze ist jedoch auch politisch begründet: Sie sind für Akteure unterschiedlicher politischer Lager diskursiv anschlussfähig, können Synergieeffekte in der operativen Arbeit ermöglichen und die Allokation knapper Ressourcen erleichtern. Zugleich steht das Konzept exemplarisch für ein grundlegendes Spannungsfeld internationaler Migrationspolitik: Routenbasierte Ansätze können den Schutz entlang von Migrationskorridoren verbessern, aber auch die Auslagerung von Migrationskontrolle in Herkunfts- und Transitländer legitimieren. Ob sie einen Paradigmenwechsel markieren oder bekannte Steuerungslogiken lediglich neu rahmen, entscheidet sich an ihrer praktischen Ausgestaltung.
    Keywords: Route-based Approach, RBA, Whole-of-Route Approach, mixed migration, Migrationskorridore, Migrationsmanagement, Schutzlücken, International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies, IFRC, International Organization for Migration, IOM, Office of the United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR, Save the Children, Europäiscje Strategie für Asyl- und Migrationsmanagement, Migrationskontrolle, Migrationsdiplomatie, Team-Europe-Initiative, UN80-Prozess
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343123
  24. By: Bendiek, Annegret; Holste, Svenja
    Abstract: Die Arktis spielt bisher nur eine untergeordnete Rolle in den europäischen Bemühungen, digitale Souveränität zu erlangen. Doch für dieses Anliegen bildet die digitale Infrastruktur im Hohen Norden einen zentralen Baustein. Die Arktisstrategie der EU, die in diesem Jahr aktualisiert wird, sollte sich daher nicht auf klassische Sicherheitsaspekte beschränken. Dies gilt zumal vor dem Hintergrund hybrider Bedrohungslagen im Ostseeraum. Von besonderer Bedeutung sind europäische Projekte zum Ausbau arktischer Unterwasserkabel, bei denen es sich um kritische Infrastruktur handelt. Allerdings braucht es für diese Vorhaben eine ambitionierte EU, die sich ihrer Stärke bewusst ist, Innovation und Nachhaltigkeit bei der Entwicklung grüner Technologien zu verwirklichen.
    Keywords: Europäische Union (EU), Arktisstrategie der EU, digitale Souveränität Europas, Unterwasserkabel, kritische Infrastruktur, Arktischer Rat, West-Arktis-Passage, Polarpassage, Polar Connect, Far North Fiber
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343119
  25. By: Dilger, Alexander
    Abstract: Rationalisten und Empiristen stritten, ob Menschen vor allem über eigenes Denken oder Wahrnehmen an Erkenntnisse gelangen. Beides ist der Fall, doch die meisten Erkenntnisse werden von anderen Menschen vermittelt, was auch und gerade in der Wissenschaft gilt. Das kann zu Fehlern und Täuschungen führen, die sich jedoch reduzieren lassen. Künstliche Intelligenz kommt aktuell bei der Vermittlung von Erkenntnissen hinzu.
    Abstract: Rationalists and empiricists debated whether humans acquire knowledge primarily through their own thinking or through perception. Both play a role, yet most knowledge is mediated by other people, a fact that holds true in science as well. This can lead to errors and deceptions, though these can be mitigated. Artificial intelligence is now also playing a part in the transmission of knowledge.
    Keywords: Empirie, Erkenntnis, Lernen, Künstliche Intelligenz, Rationalität
    JEL: D80 D83 I20 I23
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:umiodp:343591
  26. By: Könneke, Jule
    Abstract: Kolumbien hat sich unter Präsident Gustavo Petro international als Vorreiter im Klimaschutz und einer gerecht gestalteten Abkehr von fossilen Energieträgern positioniert. Petros Klima- und Energiepolitik setzt unter anderem auf angebotsseitige Maßnahmen zur Begrenzung fossiler Energieträger. Dies ist nahezu einzigartig unter denjenigen Ländern des Globalen Südens, die - wie Kolumbien - fossile Brennstoffe exportieren. Zugleich war Petro nur begrenzt darin erfolgreich, diese Agenda im eigenen Land umzusetzen. Die Präsidentschaftswahl 2026 wird über die Zukunft seines Reformkurses mitentscheiden. Ob die Transformation in Kolumbien gelingt, ohne kurzfristig wirtschaftliche Stabilität, Versorgungssicherheit und sozialen Zusammenhalt zu gefährden, ist relevant für viele Länder, die fossile Energieträger exportieren und nur begrenzten fiskalischen Spielraum haben. Daher verfolgen sie aufmerksam, ob und unter welchen Bedingungen Deutschland und die Europäische Union (EU) die Transformation in Kolumbien unterstützen. Ein Scheitern hätte politische Bedeutung über Kolumbien hinaus.
    Keywords: Kolumbien, Globaler Süden, EU, Deutschland, Gustavo Petro, Export fossiler Brennstoffe, Energiewende, Abkehr von fossilen Energieträgern, TAFF, TAFF-Prozess, Santa-Marta-Konferenz, angebotsseitige Maßnahmen zur Begrenzung fossiler Energieträger, UN-Klimaprozess, COP28, COP30, Präsidentschaftswahl Kolumbien 2026, Transformationspartnerschaften
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343116
  27. By: Grunau, Philipp; Hoffmann, Florian; Titze, Mirko
    Abstract: Der vorliegende Beitrag untersucht treibende Kräfte für rechtspopulistisches Wahlverhalten (gemessen über den Stimmenanteil der Partei Alternative für Deutschland) in Wahlen zum Deutschen Bundestag zwischen 2013 und 2025. Die Studie legt einen besonderen Fokus auf Determinanten mit Arbeitsmarktbezug, da sich diese mit Maßnahmen der Wirtschaftspolitik beeinflussen lassen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwhstu:343594
  28. By: Knapp, Nadine; Landmesser, Emma
    Abstract: In den vergangenen Jahren wurde das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schrittweise reformiert, um die Anwerbung internationaler Arbeitskräfte zu erleichtern. Wenig politische Beachtung findet bislang, dass damit ein erhöhtes Risiko ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse einhergeht - vor allem weil Ausbeutung häufig schon bei der Anwerbung im Herkunftsland entsteht. Die Bundesregierung sollte daher ihre Bemühungen zur internationalen Fachkräftegewinnung durch einen effektiven Regulierungsrahmen für private Vermittlungsagenturen, den Ausbau grenzüberschreitender Kooperationen sowie eine gezieltere Nutzung migrationsbezogener Entwicklungszusammenarbeit in wichtigen Herkunfts- und Transitländern flankieren.
    Keywords: Anwerbung, Fachkräfteeinwanderungsgesetz, Arbeitsausbeutung, miss-bräuchliche Rekrutierung, schlechte Arbeitsbedingungen, Migrationskorridore, Nationaler Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit, NAP A/Z, Entwicklungszusammenarbeit, Regulierung privater Vermittlungsakteure
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343117
  29. By: Becka, Denise; Bräutigam, Christoph; Evans-Borchers, Michaela
    Abstract: Viele Krankenhäuser haben Springerpool-Modelle etabliert, um flexibel auf kurzfristige Personalbedarfe reagieren zu können. Die vorliegende Untersuchung zeigt, wie Springerpool-Modelle partizipativ weiterentwickelt werden können. Im Fokus steht in welcher Weise die Beschäftigten aus dem Springerpool auf die Stationen verteilt werden und wie Transparenz über die Verteilungsergebnisse des Pool-Modells hergestellt werden kann. Diese Themen adressieren wichtige Gerechtigkeitsanliegen von Beschäftigten, die sich im Zusammenspiel von Stationsbeschäftigten und Beschäftigten im Springerpool zeigen.
    Keywords: Fachkräftemangel, Personalmanagement, Arbeitsbedingungen, Alfried Krupp Krankenhaus, Dienstplan
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343569
  30. By: Brazzola, Nicoletta
    Abstract: Der Iran-Krieg hatte zur Folge, dass sich die Kerosinpreise etwa verdoppelten und Fluggesellschaften tausende Flüge streichen mussten. Aus der Branche sind Stimmen mit dem Ansinnen zu vernehmen, klimapolitische Auflagen zu lockern. Doch sie verkennen, was die Krise tatsächlich zeigt: Nicht zu viel Klimapolitik treibt die Kosten, sondern die Abhängigkeit von fossilen Energien selbst. 2026/27 entscheidet die EU, ob sie die seit 2013 geltende Ausnahmeregelung ("Stop the clock") für internationale Flüge beendet und das Emissionshandelssystem auf alle Abflüge aus dem Europäischen Wirtschaftsraum ausweitet oder ob diese weiterhin unter internationalen Kompensationsmechanismen bleiben. Die Entscheidung hat Konsequenzen weit über die Luftfahrt hinaus: für das 2040-Klimaziel, für die Nachfrage nach dauerhafter CO2-Entnahme und für die Glaubwürdigkeit europäischer Klimaarchitektur.
    Keywords: Carbon Off-setting and Reduction Scheme for International Aviation (CORSIA), EU-Luftfahrt, Iran-Krieg, Klimapolitik, nachhaltige Luftfahrttreibstoffe, Sustainable Aviation Fuels, SAF, EU-Emissionshandelssystem, ETS, Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation, CORSIA, Artikel-6.4-Gutschriften, ReFuelEU-Verordnung, UN-Zivilluftfahrtorganisation, ICAO, CO2-Entnahme, CDR, direkte Luftabscheidung mit Speicherung, DACCS
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343115
  31. By: Otto, Stephan
    Abstract: Der Beitrag untersucht den bislang kaum erforschten Rundbrief für Kindergärtnerinnen der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) als organisationsinternes Kommunikations- und Steuerungsmedium des nationalsozialistischen Kindergartenwesens. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche pädagogischen, fachlichen und ideologischen Leitvorstellungen über die Publikation vermittelt wurden. Zunächst wird der Rundbrief quellenkritisch hinsichtlich seiner Entstehung, Verbreitung und Funktion eingeordnet. Darauf aufbauend werden die Inhaltsverzeichnisse der zwischen 1938 und 1943 erschienenen Ausgaben systematisch ausgewertet, um thematische Schwerpunkte und Entwicklungen zu rekonstruieren. Ergänzend werden ausgewählte Beiträge und ihre Autor:innen exemplarisch analysiert, um die Verflechtung pädagogischer Argumentationen mit nationalsozialistischen Erziehungs- und Gesellschaftsvorstellungen herauszuarbeiten. Der Beitrag leistet damit einen ersten quellenkritischen Zugang zu einer bislang kaum beachteten Quelle der bildungshistorischen Forschung und erweitert die Perspektive auf die Rolle interner Fachkommunikation bei der ideologischen Ausrichtung frühpädagogischer Praxis im Nationalsozialismus.
    Abstract: This article examines the largely unexplored Rundbrief für Kindergärtnerinnen (Newsletter for Kindergarten Teachers), an internal publication of the National Socialist People's Welfare Organization (NSV), as an organizational instrument of communication and control within the National Socialist kindergarten system. It explores the pedagogical, professional, and ideological concepts conveyed through the publication. First, the newsletter is critically examined as a historical source with regard to its origin, dissemination, and function. Subsequently, the tables of contents of all available issues published between 1938 and 1943 are systematically analyzed to reconstruct thematic priorities and developments over time. In addition, selected articles and their authors are examined to explore the interconnections between pedagogical arguments and National Socialist educational and ideological principles. By providing the first critical analysis of this largely neglected source, the article contributes to the historiography of early childhood education and offers new insights into the role of internal professional communication in the ideological orientation of early childhood educational practice under National Socialism.
    Keywords: NS-Pädagogik, historische Bildungsforschung, Kindergarten, frühkindliche Bildung, Ideologie
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhso:343587
  32. By: Michalski, Tino; Charova, Sonja
    Abstract: Das vorliegende Working Paper untersucht die innovative Weiterentwicklung von MBA-Programmen bei den Fachkompetenzen Entrepreneurship, Corporate Entrepreneurship und Business Development durch die Integration von Healthy Leadership, Healthy Entrepreneurship und Life Design. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie klassische wirtschaftswissenschaftliche Kompetenzen um gesundheitsbezogene und resilienzfördernde Aspekte ergänzt werden können. Die bisherigen Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass diese Themen im Zuge eines zunehmend gesundheitsbewussten Verständnisses von Arbeit, Führung und Entrepreneurship an Bedeutung gewinnen und einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung zukünftiger Führungskräfte leisten könnten. Auf Grundlage der Analyse diese Working Papers wird ein erster konzeptioneller Vorschlag für ein entsprechend erweitertes und erneuertes MBA-Programm entwickelt. Das Working Paper liefert damit Impulse für die Weiterentwicklung von MBA-Studienprogrammen und zeigt gleichzeitig Ansatzpunkte für zukünftige Forschung auf.
    Abstract: This working paper examines the innovative further development of MBA programs in the competence areas of Entrepreneurship, Corporate Entrepreneurship und Business Development through the integration of Healthy Leadership, Healthy Entrepreneurship and Life Design. The aim is to demonstrate how traditional business competencies can be supplemented with health-related and resilience-building aspects. The existing research suggests that these topics are gaining importance in the context of an increasingly health-conscious understanding of work, leadership and entrepreneurship and could make a valuable contribution to the education of future leaders. Based on the analysis of this working paper, an initial conceptual proposal for a correspondingly expanded and renewed MBA program is developed. This working paper thus provides an impetus for the further development of MBA programs and simultaneously identifies starting points for future research.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fhfwps:343562
  33. By: Einig, Klaus; Grotefels, Susan; Harms, Alexander; Hirschelmann, Sophie; Kapitza, Katharina; Kießling, Nadine; Linke, Christoph; Löb, Stephan; Schnurr, Tamara; Sondermann, Martin; Uhl, Thorsten; Wojatschke, Annie
    Abstract: Die Wiedervernässung entwässerter Moor- und weiterer organischer Böden ist für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung, erfordert jedoch eine enge Verzahnung von Raumordnung, Wasserwirtschaft, Flurneuordnung und Flächenmanagement. In diesem Positionspapier wird aufgezeigt, wie die Landes- und Regionalplanung den Moorbodenschutz wirksam unterstützen kann: durch die Ausweisung von Vorranggebieten zum Schutz und zur Wiedervernässung von Moorböden, die Streichung von Vorranggebieten für den Torfabbau, die Einführung bzw. Weiterentwicklung von Gebieten für den natürlichen Klimaschutz sowie durch koordinierende Beiträge bei großflächigen Wiedervernässungsprojekten. Darüber hinaus werden institutionelle Optionen zur behördlichen Zusammenarbeit, notwendige Anpassungen wasser- und förderrechtlicher Rahmenbedingungen sowie Maßnahmen für eine effizientere Flurbereinigung und eine strategische Finanzierung aufgezeigt. Das Papier formuliert praxisorientierte Empfehlungen, wie Moorbodenschutz planerisch verankert, Umsetzungshürden abgebaut und die Wiedervernässung als überörtliche öffentliche Aufgabe beschleunigt werden kann.
    Abstract: Rewetting drained peatlands and other organic soils is central to climate protection, but close coordination between spatial planning, water management and land use management is required. This position paper shows how state and regional planning can effectively support peatland protection and rewetting. This can be achieved through designating priority and reserve areas, eliminating peat extraction areas, further developing climate protection areas, and providing coordinating support for large-scale rewetting projects. It also outlines institutional options for cooperation between authorities, necessary adjustments to water and mining law frameworks, and measures for more efficient land consolidation and strategic financing. The paper formulates practical recommendations on incorporating the management of peatlands and other organic soils into planning processes, removing implementation barriers, and accelerating the rewetting process as a public task.
    Keywords: Moorbodenschutz, Wiedervernässung, Raumordnung, Landesplanung, Regionalplanung, Klimaschutz, Planungsinstrumente, Peatland management, rewetting, spatial planning, state planning, regional planning, climate protection, planning instruments
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:arlpos:343584
  34. By: Polloczek, Magdalena; Mach, Linus
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:343574
  35. By: Delicat, Nina; Tibbe, Niklas; Ritter, Luisa; Ashkbous, Sarina; von Kardorff, Ernst
    Abstract: Basierend auf dem Forschungsstand von 27 qualitativen Studien untersucht die systematische Literaturanalyse die Rolle der Co-Worker:innen in den betrieblichen Inklusions- und Wiedereingliederungsphasen. Die Studien zeigen, dass Co-Worker:innen sowohl unterstützende als auch hemmende Funktionen in diesen Prozessen ausüben können. Wichtige soziale unterstützende Einflussfaktoren sind u. a. die Art der Erkrankung oder Behinderung, die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Co-Worker:innen, die betrieblichen Eingliederungsmaßnahmen für die betroffene Person und nicht zuletzt eine integrationsfördernde oder -hemmende Unternehmenskultur. Es wird empfohlen, Co-Worker:innen frühzeitig in die Planung von (Wieder-)Eingliederungsmaßnahmen einzubeziehen, um tragfähige Maßnahmen abzuleiten.
    Keywords: Beeinträchtigung, Behinderung, Betriebliches Eingliederungsmanagement BEM, Unterstützungsleistungen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:343069
  36. By: Biehler, Nadine; Meier, Amrei
    Abstract: Jordanien zeigt exemplarisch, dass Aufnahmebereitschaft und internationale Unterstützung nicht ausreichen, um in langanhaltenden Vertreibungssituationen dauerhafte Lösungen zu erreichen: Trotz vergleichsweise günstiger Voraussetzungen ist für viele dort lebende syrische Flüchtlinge keine langfristige Perspektive erkennbar. Stattdessen ist durch das Zusammenspiel jordanischer Regierungsinteressen und internationaler Geberprioritäten ein System begrenzter Teilhabe für die Geflüchteten entstanden. Es ermöglicht vielen Syrer:innen, ihren Alltag unter prekären Bedingungen weitgehend eigenständig zu organisieren, bietet ihnen aber weder substantielle Rechte noch Zukunftsperspektiven. Diese Zwischenarrangements - international finanziert und auf temporären Aufenthalt ausgerichtet - haben lange funktioniert. Weil die Hilfsgelder sinken und die Rückkehrerwartungen steigen, werden diese Arrangements zunehmend brüchig. Für Geber wie Deutschland stellt sich daher die Frage, wie Unterstützung künftig gestaltet werden kann, wenn freiwillige Rückkehr für viele nicht realistisch ist, Resettlement kaum zur Verfügung steht und lokale Integration politisch blockiert bleibt.
    Keywords: syrische Flüchtlinge in Jordanien, Flüchtlingspolitik, Refugee and Resilience Plan, 3RP, Jordan Response Plan, JRP, Globaler Flüchtlingspakt, Global Compact on Refugees, GCR, Jordan Compact, UNHCR Asylum Seeker/Refugee Certificate, Cash for Work
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:343136
  37. By: Platvoet, Ralf
    Abstract: Predictive maintenance is conceived as a detection problem and fails as a handover problem. The technical literature, the relevant standards and most vendor communication address how incipient damage can be detected earlier and more reliably. Practice, by contrast, reports pilots that measure correctly for months and produce no demonstrable economic return. This paper develops a construct for that observation. It rests on an inductive content analysis of seven practitioner documents from a consulting practice which repeatedly describe where the effect of a functioning system is lost. From the 42 coded passages, four handover points can be derived, at each of which a decision rather than a technology determines what follows: the valuation of failure consequences per asset, the addressing of the alert to a person holding both a deadline and a mandate, the selection of the pilot asset by consequence rather than by accessibility, and contractual commitment ahead of the second decision. The construct is grounded in the P-F interval of reliability-centred maintenance, in signal detection theory, in the alarm management practice of process control, and in real options theory. A delineation against eight established instruments shows that none addresses the fourth point and none addresses the first and the fourth together. Seven testable propositions are derived from the effectiveness claims of the practitioner material; the central one holds that the handover points act multiplicatively rather than additively. A subsidiary investigation traces the economic figures circulating in the field back to their primary sources and locates them in a government publication of 2010 which itself cites unnamed surveys, and in a 2016 study of virtualised IT system downtime. The paper offers neither empirical data nor proof of effectiveness. It establishes the conceptual basis on which such proof can first be attempted. Vorausschauende Instandhaltung wird als Detektionsproblem konzipiert und scheitert als Übergabeproblem. Die technische Literatur, die einschlägigen Normen und der überwiegende Teil der Anbieterkommunikation behandeln die Frage, wie ein beginnender Schaden früher und sicherer erkannt wird. Die Praxis berichtet dagegen von Piloten, die über Monate korrekt messen und keinen nachweisbaren wirtschaftlichen Ertrag erzeugen. Dieses Papier entwickelt ein Konstrukt für diese Beobachtung. Grundlage ist eine induktive Inhaltsanalyse von sieben Praxisdokumenten aus einer Beratungspraxis, in denen wiederkehrend beschrieben wird, an welchen Stellen die Wirkung eines funktionierenden Systems verloren geht. Aus den 42 kodierten Fundstellen lassen sich vier Übergabestellen ableiten, an denen jeweils eine Entscheidung und keine Technik über den weiteren Verlauf bestimmt: die Bewertung der Ausfallfolge je Anlage, die Adressierung der Meldung an ein Subjekt mit Frist und Mandat, die Selektion des Pilotobjekts nach Folge statt nach Zugänglichkeit und die vertragliche Bindung vor der zweiten Entscheidung. Das Konstrukt wird an das P-F-Intervall der zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltung, an die Signalentdeckungstheorie, an die Alarmbewirtschaftung der Prozessleittechnik und an die Realoptionstheorie zurückgebunden. Eine Abgrenzung gegen acht etablierte Instrumente zeigt, dass keines von ihnen die vierte Stelle adressiert und keines die erste und die vierte zugleich. Aus den Wirkungsbehauptungen der Praxisliteratur werden sieben prüfbare Propositionen formuliert, deren zentrale lautet, dass die Übergabestellen multiplikativ und nicht additiv wirken. Eine Nebenuntersuchung verfolgt die in der Fachöffentlichkeit kursierenden Wirtschaftlichkeitszahlen bis zu ihren Primärquellen zurück und findet sie in einer Regierungspublikation von 2010, die selbst auf ungenannte Umfragen verweist, sowie in einer Studie über den Ausfall virtualisierter IT-Systeme aus dem Jahr 2016. Das Papier liefert keine Empirie und keinen Wirksamkeitsnachweis. Es schafft die begriffliche Grundlage, auf der ein solcher Nachweis erst geführt werden kann.
    Keywords: predictive maintenance; condition monitoring; P-F interval; alarm fatigue; effect chain; investment decision; Mittelstand; construct development; vorausschauende Instandhaltung; Wirkungskette; Alarmermüdung
    JEL: D81 G31 L60 M11 O33
    Date: 2026–09–04
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:pra:mprapa:130918
  38. By: Bijedić-Krumm, Teita; Mokhtar, Julia; Nielen, Sebastian; Schneider, Sebastian; Stephan, Meike
    Abstract: Die Studie untersucht, welche Faktoren das Zustandekommen und den Erfolg von Innovationskooperationen zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Hochschulen beeinflussen. Für KMU sind Hochschulen wichtige Partner, weil sie ihnen Zugang zu wissenschaftlichem Know-how, Forschungsinfrastruktur und Förderkompetenz bieten. Zentrale Erfolgsfaktoren für Innovationskooperationen sind bestehende Netzwerke, Vertrauen sowie ein gegenseitiges Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitsweisen und Ziele von Wissenschaft und Wirtschaft. Erschwert wird die Zusammenarbeit durch begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen, unterschiedliche Zeithorizonte und bürokratische Anforderungen der Förderprogramme. Innovationskooperationen zwischen KMU und Hochschulen könnten dadurch befördert werden, dass Hochschulen die Sichtbarkeit ihrer Forschung erhöhen und regionale Transferverbünde auf- bzw. ausgebaut werden.
    Abstract: The study examines the factors that influence the establishment and success of innovation cooperation between small and medium-sized enterprises (SMEs) and universities. Universities are important partners for SMEs, as they offer access to scientific expertise, research infrastructure and expertise in securing funding. Key success factors for innovation partnerships include existing networks, trust and a mutual understanding of the different working methods and objectives of academia and industry. At the same time, limited financial and human resources, differing time horizons and the bureaucratic requirements of funding conditions hamper collaboration. Universities should raise the profile of their research. Regional knowledge transfer networks should be established or expanded.
    Keywords: Innovationskooperationen, FuE, Innovationen, KMU, Hochschulen, Innovation cooperation, R&D, Innovation, SME, Universities
    JEL: O31 O32 O38 I23
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifmmat:343588
  39. By: Hüther, Michael; Demary, Markus; Fremerey, Melinda; Gerards Iglesias, Simon
    Abstract: Die internationale Währungsordnung befindet sich in einer Phase des strukturellen Umbruchs, die durch geopolitische Spannungen, handelspolitische Fragmentierung und nationale Selbstgenügsamkeit der USA geprägt ist. Das exportbasierte europäische Geschäftsmodell steht massiv unter Druck. Gleichzeitig erodiert die bisher unangefochtene Dominanz des US-Dollars als globale Leitwährung. Ursächlich hierfür sind eine stetig wachsende Verschuldung von Staat und privaten Akteuren in den USA, politische Unwägbarkeiten sowie die willkürliche Instrumentalisierung des Dollars in internationalen Konflikten. Dies eröffnet der Europäischen Union (EU) eine historische Gelegenheit, den Euro in einem zunehmend multipolaren Währungssystem strategisch stärker zu positionieren. Obwohl der Euro unbestritten die zweitwichtigste Reserve- und Transaktionswährung der Welt darstellt und die Europäische Zentralbank (EZB) eine hohe Reputation durch Unabhängigkeit und erfolgreiches Krisenmanagement erarbeiten konnte, stagniert sein globaler Bedeutungsanteil seit geraumer Zeit auf diesem Niveau. Eine wesentliche Ursache hierfür ist die anhaltende Fragmentierung der europäischen Finanzmärkte sowie das gravierende Fehlen eines tiefen, integrierten europäischen Marktes für sichere Anlageformen ("Safe Assets"). Während der US-Kapitalmarkt durch seine enorme Liquidität und Markttiefe besticht, konkurrieren in der Eurozone weiterhin zahlreiche nationale Emittenten mit stark divergierenden Risikoprofilen, Emissionsstrategien und Emissionsinfrastrukturen, was internationale institutionelle Investoren weniger attraktiv ist. Um die internationale Rolle des Euro zu stärken, müssen umfassende institutionelle Reformen umgesetzt werden. Zentral sind hierbei die Vollendung der europäischen Kapitalmarktunion sowie die Schaffung eines einheitlichen europäischen Referenzwerts durch gemeinsame Safe Assets (Eurobonds). Die vorliegende Studie skizziert hierfür einen pragmatischen, graduellen Pfad: In einer Übergangsphase könnten synthetische Währungskörbe aus bestehenden nationalen Staatsanleihen gebildet werden, um dem Markt erste standardisierte Liquidität zur Verfügung zu stellen. Langfristig ist jedoch eine echte gemeinsame Emissionsstruktur unabdingbar, das heißt eine gemeinsame europäische Emissionsinfrastruktur, die europäische Anleihen emittiert. Um politische Widerstände zu überwinden und das Moral-Hazard-Problem zu minimieren, sollten Eurobonds eng an eine europäische Investitions- und Verteidigungsunion gekoppelt werden. Neben der finanziellen Architektur erfordert der Status einer Leitwährung unweigerlich die Stabilität der Institutionen in der Eurozone sowie den Ausbau der geoökonomischen und militärischen "Hard Power". Historisch halten Staaten bevorzugt die Währungen jener Mächte, die glaubwürdig sicherheitspolitischen Schutz und territoriale Stabilität garantieren können. Die internationale Stärkung des Euro ist kein politisches Prestigeprojekt, sondern ein unverzichtbares Resilienzprogramm zur Sicherung der strategischen Autonomie und finanziellen Souveränität Europas. Ein starker Euro würde die Finanzierungskosten durch Wohlstandseffekte senken und die geopolitische Handlungsfähigkeit der EU durch Relevanz signifikant erweitern.
    Abstract: The international monetary order is currently undergoing a structural transformation characterized by geopolitical tensions and trade fragmentation. Europe's export-driven business model is under severe pressure. Concurrently, the historically undisputed dominance of the US dollar as the global reserve currency is eroding. This development is driven by the US twin deficit, a continuously growing national debt, political volatility, and the increasing weaponization of the dollar in international conflicts. Consequently, a historic window of opportunity has opened for the European Union to strategically strengthen the euro's position within an increasingly multipolar monetary system. While the euro indisputably remains the world's second most important reserve and transaction currency, its global market share has stagnated for some time. A primary cause for this is the persistent fragmentation of European financial markets and the critical lack of a deep, integrated market for safe assets. While the US capital market is characterized by its vast liquidity and market depth, the eurozone continues to feature numerous national issuers competing with highly divergent risk profiles-a dynamic that deters international institutional investors. Strengthening the Euro's international role requires the implementation of comprehensive institutional reforms. The completion of the Capital Markets Union and the Banking Union, alongside the establishment of a unified European benchmark through joint bonds (Eurobonds), are of paramount importance. To this end, the present study outlines a pragmatic, gradual roadmap: during a transitional phase, synthetic sovereign bond baskets comprising existing national debt could be introduced to provide the market with initial standardized liquidity. In the long run, however, a genuine joint issuance framework is indispensable. To overcome political resistance and mitigate moral hazard, genuine Eurobonds should be strictly tied to a European investment and defense union. Beyond financial architecture, achieving the status of a dominant reserve currency inevitably requires the expansion of geo-economic and military "hard power". Historically, states have demonstrated a strong preference for holding the currencies of powers capable of providing credible security guarantees and territorial stability. In conclusion, strengthening the international role of the euro is not merely a political prestige project, but an essential resilience program designed to safeguard Europe's strategic autonomy and financial sovereignty. A stronger euro would reduce financing costs through wealth effects and significantly enhance the EU's geopolitical agency.
    JEL: E42 F33 G15 H63
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:343586

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