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on German Papers |
| By: | Laßhof, Maurice; Brinkmann, Ulrich |
| Abstract: | Der Beitrag untersucht Struktur und Strategie eines "rechten Betriebspopulismus" am Beispiel der rechtsextremen Pseudogewerkschaft "Zentrum". Auf Basis qualitativer Expert*inneninterviews zeigt er, wie Transformationsdruck, Personalabbau, Dequalifizierung, Prekarisierung und demokratische Legitimitätsdefizite zu Anknüpfungspunkten rechter Mobilisierung werden. Im Fokus steht die Analyse der betriebspopulistischen Konfliktlinien: Zentrum verschiebt den Kapital-Arbeit-Konflikt auf der vertikalen Achse gegen IG Metall und Betriebsräte und codiert die IG Metall zugleich auf der horizontalen Achse als betriebsfremde Eingriffsmacht. Dadurch erscheint sie als hybride Gegnerin von "oben" und "außen". Der Beitrag diskutiert Gegenstrategien für eine demokratische, konfliktfähige Gewerkschaftsarbeit. |
| Keywords: | Betriebsrat, Mitbestimmung, Wahlverhalten, Automobilindustrie, Betriebsratswahlen |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342549 |
| By: | Schmid, Katrin; Schöneberg, Katharina |
| Abstract: | Die Branchenanalyse untersucht die Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie vor dem Hintergrund eines starken Auftragswachstums und eines massiven Stellenaufbaus der letzten Jahre. Analysiert werden Umsatz- und Beschäftigtendaten, Auftragsentwicklung, Produktions- und Lieferkettenengpässe, die Rolle wachsender Rüstungsausgaben, Digitalisierung und KI, Anforderungen an "grünes Fliegen" sowie Qualifikationsbedarfe, Onboarding und Arbeitsbelastungen. Basis sind dabei amtliche Statistiken, Branchenpublikationen und 15 leitfadengestützte Interviews mit Betriebsräten, Management und Verbandsvertreter:innen. Daraus werden Handlungsfelder für Arbeitnehmervertretungen abgeleitet. |
| Keywords: | Airbus, Boeing, Renewable Energy, Directive II, Grünes Fliegen, Klima VII |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342521 |
| By: | Sperneac-Wolfer, Christian; Baumgarten, Michael; Egenberger, Vera |
| Abstract: | Die Westbalkanregelung bietet Staatsangehörigen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Montenegro und Serbien einen niedrigschwelligen und kontingentierten Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt. Auf der rechtlichen Ebene weist die Regelung einige Besonderheiten auf. Die vorliegende Untersuchung fragt nach den Effekten der Westbalkanregelung auf die Rechte der Beschäftigten und konzentriert sich dabei auf den Bausektor. Auf Grundlage von Expert*innen-Interviews und einer Fokusgruppendiskussion mit sechs Arbeitsrechtsberater*innen identifiziert sie positive und negative Auswirkungen der Westbalkanregelung auf die Rechte von Beschäftigten und formuliert Handlungsempfehlungen. |
| Keywords: | Mindestlohn, Arbeitszeit, Unterbringung, Aufenthaltstitel, soziale Absicherung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342522 |
| By: | Lühr, Thomas; Boes, Andreas; Kämpf, Tobias |
| Abstract: | Eine neue Phase der Digitalisierung, Umbauprozesse zur Dekarbonisierung von Produktionsstrukturen und veränderte globale Wettbewerbsstrukturen sind aktuell Herausforderungen für Unternehmen und ihre Beschäftigten. Die vorliegende Studie zeigt, dass ein Großteil der Beschäftigten grundsätzlich für Veränderungen bereit ist. Ein Scheitern der Transformation droht eher durch die Inkonsistenzen und Widersprüche in der Ausrichtung von Unternehmensstrategien. Eine echte Transformation kann nur gelingen, wenn das Management bereit ist, Qualifizierung zu fördern, Strukturen neu zu denken und die erforderlichen Prozesse konsequent umzusetzen. |
| Keywords: | Machtkämpfe, Veränderungsbereitschaft, Bürokratie, Modernisierung, Umbauprozess |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342446 |
| By: | Weimann-Sandig, Nina; Duderstadt, Mathias |
| Abstract: | Der Fachkräftemangel in Kitas zwingt die Träger, neue Wege zu gehen - Zeitarbeit gilt dabei als Rettungsanker und Reizthema zugleich. Dieses Working Paper beleuchtet, wie Personaldienstleister pädagogische Fachkräfte vermitteln, welche Motive die Beschäftigten zur Zeitarbeit veranlassen und wie die Einrichtungen mit der neuen Flexibilität umgehen. Auf Basis der qualitativen Interviews und Gruppendiskussionen aus dem Projekt "Beschäftigungsverhältnisse in der Kindertagesbetreuung" zeigt die Studie: Zeitarbeit stabilisiert den Betrieb zwar kurzfristig, verstärkt langfristig aber die strukturellen Spannungen zwischen Professionalität, Marktlogik und pädagogischer Verantwortung. Ein analytischer Blick auf ein ambivalentes Instrument im deutschen System der frühen Bildung und Betreuung. |
| Keywords: | Kinderbetreuung, frühkindliche Bildung, Fachkräftemangel, Arbeitnehmerüberlassung, Personaldienstleistung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342444 |
| By: | Niewerth, Claudia; Rom, Simone |
| Abstract: | Das Forschungsprojekt untersucht die Karrierechancen und Qualifizierungsbedarfe von Frauen in Teilzeit. Vor allem um Kinder zu betreuen, gehen mehr Frauen als Männer einer Teilzeitbeschäftigung nach. Für Frauen bedeutet das eine Beeinträchtigung ihrer Wertschätzung, ihres Wohlbefindens und ihrer Karrieremöglichkeiten im Unternehmen. Mit speziellem Coaching von Frauen in Teilzeit, Schulungen für Führungskräfte zum Umgang mit Teilzeitbeschäftigten, Schnupperpraktika und Jobsharing können Unternehmen teilzeitfreundlicher werden und ihre Mitarbeiterinnen besser fördern. Teilzeitbeschäftigung hindert Frauen zudem daran, an betrieblichen Fort- und Weiterbildungen teilzunehmen. Qualifizierungen sollten daher flexibler gestaltet und vermehrt halbtags und digital angeboten werden. |
| Keywords: | Gender-Care-Gap, Rollenbild, Sorgearbeit, Weiterbildung, Gleichberechtigung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342488 |
| By: | Küster-Simić, André; Schönfeldt, Janek |
| Abstract: | Die Zukunft des Industriestandorts Deutschland entscheidet sich auch in der Stahlbranche. Zwischen globalem Wettbewerbsdruck, steigenden Energie- und CO2-Kosten sowie ambitionierten Klimazielen steht die Branche vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Milliardeninvestitionen in neue Produktionsrouten treffen auf unsichere Rahmenbedingungen und internationale Überkapazitäten. Die vorliegende Studie analysiert die wirtschaftliche Lage der Stahlindustrie, vergleicht die Wettbewerbsfähigkeit verschiedener Produktionspfade und ordnet zentrale industrie-, energie- und klimapolitische Handlungsfelder ein. |
| Keywords: | Hüttenwerk, Elektrostahlwerk, Section 232, Primärstahlindustrie, CISAF |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342519 |
| By: | Stracke, Stefan |
| Abstract: | Der Strukturwandel in der Molkereiwirtschaft führte zur Konzentration der Verarbeitungskapazitäten auf große Unternehmen. Auch wenn es nach wie vor zahlreiche kleinere und mittlere Betriebe gibt, treiben Übernahmen, Schließungen und Fusionen sowie regional rückläufige Milcherzeugungsmengen die Konsolidierung voran. Die Beschäftigtenzahl blieb in den letzten Jahren konstant bzw. stieg leicht. Zentrale personalpolitische Herausforderungen sind der Personal- und Fachkräftemangel, der demografische Wandel sowie die Entwicklung stärker bedürfnisorientierter Arbeitszeitmodelle. Die Studie gibt einen Überblick über die aktuelle Markt- und Branchenstruktur der Molkereiwirtschaft in Deutschland und analysiert Beschäftigung, Arbeitsbedingungen und Technisierungsstand. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342459 |
| By: | Marcinkowski, Frank; Keller, Birte; Lünich, Marco; Flaßhoff, Florian Golo |
| Abstract: | Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der letzten von vier repräsentativen Befragungswellen der Studie Monitors Digitale Arbeitsgesellschaft, die im Rahmen des Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 durchgeführt wurde. Grundlage sind die Angaben von 1.607 Befragten (915 Erwerbstätige, 692 Nichterwerbstätige) im Juli 2026. Zum Abschluss der Befragungsreihe zeigt sich, dass das Interesse an KI nach dem zwischenzeitlichen Rückgang wieder auf das erhöhte Niveau vom Sommer 2025 steigt, während die subjektive Einschätzung des eigenen Wissens auf einem gegenüber der ersten Erhebung höheren Niveau stabil bleibt. Gleichzeitig fällt die Bewertung der gesellschaftlichen Folgen von KI kritischer aus: Weniger Befragte sehen mehr Nutzen als Risiken, während risikobetonte und ambivalente Einschätzungen zunehmen. In der Arbeitswelt bleibt die Nutzen-Risiko-Bewertung für den eigenen Beruf stabil und leicht nutzenorientiert. Die Einschätzung konkreter Arbeitsbedingungen entwickelt sich teilweise positiver, zugleich nimmt die persönliche Jobunsicherheit erkennbar zu. Besonders deutlich steigt die berufliche KI-Nutzung, die den höchsten Stand der Befragungsreihe erreicht. Zuwächse zeigen sich vor allem bei generativen, empfehlenden, analytischen und entscheidungsnahen Funktionen. Zugleich berichten Beschäftigte häufiger von Nutzungsfreiheit, eigener Entscheidungshoheit und Mitgestaltungsmöglichkeiten, auch wenn die Mehrheit weiterhin keinen Einfluss auf die Einführung von KI am Arbeitsplatz hat. Insgesamt deuten die Ergebnisse auf eine fortschreitende Normalisierung von KI hin: Mit ihrer stärkeren Verbreitung werden sowohl konkrete Vorteile und Handlungsspielräume als auch mögliche Risiken für Beschäftigung und Gesellschaft sichtbarer und differenzierter bewertet. |
| Date: | 2026–08–11 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:4kcn3_v1 |
| By: | van Treeck, Till |
| Abstract: | Ökonomische Bildung steht vor der Herausforderung, die Multiparadigmatik der Wirtschaftswissenschaften sichtbar zu machen. Während das Homo-oeconomicus-Modell und das Marktmodell der neoklassischen Ökonomik zentrale Bestandteile schulischer und universitärer Einführungen sind, bleiben alternative Paradigmen häufig unterbelichtet. Der Beitrag argumentiert, dass Kontroversität in der ökonomischen Bildung nicht nur die verbale Diskussion unterschiedlicher wirtschaftspolitischer Positionen, sondern auch die Gegenüberstellung unterschiedlicher ökonomischer Modelle und Menschenbilder erfordert. Hierzu wird das Soziale Interaktionsmodell vorgestellt. Mit Hilfe einfacher Beispiele wird illustriert, wie das Modell als gemeinsame analytische Grundlage dienen kann, um neoklassische, verhaltensökonomische, keynesianische, evolutionär-institutionelle, marxistische und feministische Perspektiven systematisch miteinander zu vergleichen. Anhand der Kernlehrpläne für Sozialwissenschaften und ausgewählter Schulbücher für die gymnasiale Oberstufe in Nordrhein-Westfalen wird gezeigt, wie das Soziale Interaktionsmodell zur Förderung von Kontroversität sowie zur stärkeren Integration mikro- und makroökonomischer Lehrinhalte an Schulen und Hochschulen beitragen kann. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifsowp:342534 |
| By: | Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK)) |
| Abstract: | Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juli 2026 um 0, 5 Prozentpunkte auf 2, 8 % gestiegen. Ausschlaggebend war die höhere Teuerung bei Kraftstoffen durch das Ende des Tankrabatts und kriegsbedingt gestiegene Raffineriemargen. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln blieb schwach und die Kernrate ohne Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak verharrte bei 2, 4 %. Die HVPI-Inflation lag mit 2, 8 % ebenfalls deutlich höher als zuvor und dabei etwas niedriger als im Euroraum insgesamt. Die kräftigere Teuerung bei den Kraftstoffpreisen (23, 0 % nach 11, 3 % im Juni 2026) wirkte sich bei Familien mit geringen und mittleren Einkommen am stärksten aus. Die EZB hat auf ihrer Juli-Sitzung zu Recht besonnenere Töne angeschlagen als nach der Zinsentscheidung im Juni 2026. Wie in den Vormonaten deuten auch die Juli-Zahlen nicht darauf hin, dass der Energiepreisschock einen breiteren Preisauftrieb in der Wirtschaft auslöst. So ist der Anstieg der Inflation von 1, 8 % im Dezember 2025 auf 2, 8 % im Juli 2026 allein dem massiven Preisanstieg bei Kraftstoffen und Heizöl geschuldet. Ähnliches gilt bisher auch für den Euroraum insgesamt. Zinserhöhungen sind nicht nur ein stumpfes Instrument gegen Preisschocks; es wäre auch widersinnig, wenn die Regierungen erhebliche öffentliche Mittel zur Förderung der schwachen Investitionstätigkeit einsetzen, während die EZB die Investitionen zugleich über höhere Finanzierungskosten bremst. |
| Keywords: | Verbraucherpreise, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, haushaltsspezifische Inflationsraten, Energiepreise, Tankrabatt, Inflationsausgleichsprämie |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:221-2026 |
| By: | Alexander Herzog-Stein (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Ulrike Stein (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Nico Rudorf |
| Abstract: | Seit Ende 2022 haben geopolitische Verwerfungen, Trumps Zollpolitik, die chinesische Subventionspolitik, anhaltende Kriege sowie die fortbestehende Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu einer ausgeprägten Nachfrageschwäche geführt. Nach zwei Jahren Abschwung stagnierte die deutsche Wirtschaft auch im Jahr 2025, während der Arbeitsmarkt bemerkenswert robust blieb. Die deutschen Lohnstückkosten (LSK) stiegen 2025 zwar überdurchschnittlich. Dies ist in Rezessions- und Stagnationsphasen aufgrund ihrer antizyklischen Entwicklung jedoch nicht ungewöhnlich und stellt keinen Indikator für die künftige Entwicklung dar. Ausschlaggebend für den LSK-Anstieg war nicht die Arbeitskostenentwicklung, sondern das schwache Produktivitätswachstum insbesondere infolge der anhaltenden Nachfrageschwäche. Der beschleunigte Strukturwandel leistet hierzu nur einen geringen Beitrag. Entscheidend sind vielmehr die konjunkturell bedingte Abschwächung des Produktivitätswachstums der letzten Jahre sowie die im internationalen Vergleich geringe IKT-Kapitalakkumulation, die auf unzureichende Investitionen in Digitalisierung und Zukunftstechnologien hindeutet. Statt Lohnzurückhaltung oder Sozialabbau braucht es daher mehr Investitionen in Digitalisierung; künstliche Intelligenz und Innovation – insbesondere im Dienstleistungssektor –, die den Faktor Arbeit kollaborativ dabei unterstützen, seine Fähigkeiten zu erweitern und die Arbeitsproduktivität nachhaltig zu erhöhen. |
| Keywords: | Produktivität, Arbeitskosten, Lohnstückkosten, Euroraum, Wettbewerbsfähigkeit, Mehrfachkrise |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:report:202-2026 |
| By: | Beckmann, Fabian; Spohr, Florian |
| Abstract: | Interessenorganisationen von Erwerbslosen erleben zahlreiche Hemmnisse für eine stärkere kollektive Organisierung der Betroffenen. Während Erwerbsloseninitiativen die politische Interessenvertretung ihrer Klientel aufgrund unzureichender Ressourcen vielfach vernachlässigen, konkurrieren in Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften Erwerbsloseninteressen mit anderen Interessen. "Zukunftsvereinbarungen" und "Von Arbeit in Arbeit" sind aktuell die wichtigsten Regulierungsinstrumente, die Sicherheit, Statuserhalt und Beteiligung der Beschäftigten in Transformationsprozessen stärken können. Die Interessenorganisationen der Erwerbslosen scheitern daran, die Betroffenen zu politisieren und Interessendivergenzen unter Erwerbslosen(-Vertretungen) auszuräumen. Gesellschaftliche Stigmatisierungen der Erwerbslosen erschweren eine kollektive Interessenartikulation zusätzlich. Politisch brisant: Rechtspopulistische Parteien stoßen in diese Repräsentationslücke und verlagern den politischen Oben-Unten-Konflikt zu einem Innen-Außen-Konflikt, der im Kontrast zu dem inklusiven Solidaritätsanspruch der Interessenorganisationen der Erwerbslosen steht. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:343142 |
| By: | Henger, Ralph; Küper, Malte; Wünsch, Laurens |
| Abstract: | Die Studie untersucht, welche Heizkosten- und Verteilungswirkungen sich aus dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ergeben, wenn in bestehenden Wohngebäuden weiterhin neue fossile Heizungen eingebaut werden. Im Mittelpunkt stehen die Mehrkosten klimafreundlicher Brennstoffe infolge der Neuregelungen zur Bio-Treppe und zur künftigen Grüngas- und Grünheizölquote sowie die Aufteilung der Gasnetzentgelte und der CO2-Kosten zwischen Vermietern und Mietern. Das GModG erweitert die Technologieoffenheit beim Heizungstausch und eröffnet Eigentümern damit größere Entscheidungsspielräume. Zugleich verlagert es mehr Verantwortung für langfristige Preis-, Infrastruktur- und Regulierungsrisiken auf Eigentümer und Haushalte. Diese Risiken ergeben sich aus dem Zusammenwirken steigender CO2-Preise, der zunehmenden Beimischung von Biomethan und klimafreundlicheren Gasen und steigender Gasnetzentgelte. Die Modellrechnungen dieser Studie zeigen: Für einen durchschnittlichen Haushalt in einer teilsanierten Altbauwohnung mit einem Jahresverbrauch von 10.000 kWh steigen die jährlichen Heizkosten von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf 1.952 Euro im Jahr 2040 und auf 2.366 Euro im Jahr 2045, sofern bis dahin eine vollständige Versorgung mit Biomethan beziehungsweise klimaneutralem Gas unterstellt wird. Die laufenden Betriebskosten würden sich damit gegenüber dem heutigen Niveau mehr als verdoppeln. Die Unsicherheit der künftigen Heizkosten unter dem GModG steigt insbesondere durch die nun obligatorische Bio-Treppe und steigende Grüngas- und Grünheizölquote. In den in dieser Studie betrachteten Szenarien weitet sich die Preisspanne bei einer ausschließlich erdgasbasierten Versorgung bis 2045 nur moderat aus. Der Kostenkorridor der GModG-Variante wird dagegen deutlich breiter. Grund dafür ist die erhebliche Unsicherheit über die Verfügbarkeit und Bepreisung von Biomethan in der mittleren und langen Frist: Weder die Bio-Treppe noch die Grüngasquote lassen sich langfristig allein durch Biomethan erfüllen, zusätzlich ist teurer Wasserstoff erforderlich. Die Modellrechnungen für das Jahr 2040 zeigen, dass die Bio-Treppe mit knapp 74 Prozent den größten Teil der Mehrkosten verursacht. Gleichzeitig sinkt die Bedeutung der CO2- Preise über die Zeit, da für biogene Kraftstoffe keine CO2-Emissionen bilanziert werden. Besonders deutlich wird dieses akkumulierte Kostenrisiko im Vergleich mit einer Wärmepumpe: Sie weist in den Modellrechnungen über den gesamten Betrachtungszeitraum deutlich geringere und weniger unsicherere Heizkosten auf. Die Abschaffung der 65-Prozent-Vorgabe ist kritisch zu bewerten, da die technologieoffene Neuregelung den Eindruck vermittelt, fossil betriebene Heizkessel könnten grundsätzlich bis über das Jahr 2044 hinaus genutzt werden. Dies steht in einem unmittelbaren Spannungsverhältnis zum gesetzlichen Ziel, spätestens 2045 Klimaneutralität zu erreichen und wird zu kostenintensiven fossilen Lock-In-Effekten führen, da der Einbau einer neuen fossilen Heizung technische und wirtschaftliche Bindungen für viele Jahre schafft. Der Ansatz, die Vermieter an den Folgekosten einer von ihnen gewählten fossilen Heizung zu beteiligen, ist vor diesem Hintergrund grundsätzlich zu begrüßen. Für neu eingebaute fossile Heizungsanlagen tragen Vermieter und Mieter die anfallenden CO2-Kosten, die Netzentgelte und die Kosten der verpflichtend einzusetzenden klimafreundlichen Brennstoffe künftig jeweils zur Hälfte. Die Beteiligung des Vermieters ist allerdings auf einen Brennstoffanteil von höchstens 30 Prozent des gesamten Brennstoffverbrauchs begrenzt. Ab der Erhöhung der Bio-Treppe auf 60 Prozent im Jahr 2040 führt dies zu einer deutlichen Mehrbelastung der Mieter. Die konkrete Ausgestaltung als pauschale hälftige Aufteilung ist insgesamt kritisch zu sehen, weil sie die differenzierte Logik des Stufenmodells im CO2KostAufG - insbesondere bei den CO2-Kosten - durchbricht und weder den energetischen Zustand des Gebäudes noch die tatsächlichen Einflussmöglichkeiten beider Vertragsparteien berücksichtigt. |
| JEL: | H23 Q48 Q54 R31 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:343052 |
| By: | Baumann, Helge |
| Abstract: | Der vorliegende Report widmet sich der Verbreitung von Homeoffice sowie dessen Zusammenhang mit verschiedenen Merkmalen der Arbeits- und Lebenssituation auf Grundlage der WSI-Erwerbspersonenbefragung. In den Daten zeigen sich zunächst Stagnation und Ausdifferenzierung der Homeofficequoten: Stagnation, weil sich die Homeofficeanteile in den letzten Jahren nur geringfügig verändert haben. Ausdifferenzierung, weil es seit 2023 weniger ausschließliche betriebliche und ausschließliche Homeofficetätigkeit gibt, dafür aber mehr hybride Formen. Bei den betrachteten Merkmalen stechen hinsichtlich Umfangs und Entwicklung besonders das Qualifikationsniveau und die Region hervor: In den neuen Bundesländern arbeiten zwar weniger Menschen im Homeoffice, allerdings hat sich die Passung zwischen Wunsch und Wirklichkeit für die Menschen im Osten seit 2024 deutlich verbessert. Akademiker*innen hingegen sind in Sachen Homeoffice zwar in jeder Hinsicht privilegiert, allerdings arbeiten sie inzwischen, häufiger als noch im Jahr 2024, an zwei statt an drei Tagen zu Hause. Die wenigsten Beschäftigten möchten ausschließlich zu Hause arbeiten: Häufig wünschen sie sich einfach etwas mehr an Homeoffice; während sie durchschnittlich etwas weniger als zwei Tage pro Woche im Homeoffice arbeiten, läge ihre Wunschvorstellung im Schnitt eher bei 2, 5 Tagen. Den meisten Beschäftigten wäre also mit "nur" einem Homeoffice-Tag mehr pro Woche schon sehr geholfen. Warum ist das wichtig? Weil eine fehlende Passung von Wunsch und Wirklichkeit weitreichende Begleiterscheinungen haben kann, und zwar nicht nur - wie stets diskutiert - für die Work-Life-Balance der Beschäftigten, sondern für ihre Arbeitsbelastung und ihre Gesundheit. Das gilt sogar dann, wenn mehr im Homeoffice gearbeitet wird als gewünscht, besonders aber, wenn aus Beschäftigtensicht zwei oder mehr Tage zu wenig im Homeoffice gearbeitet wird: Dann verdoppelt sich der Anteil der Menschen mit schlechter Gesundheit und der Anteil von Personen mit hoher Arbeitsbelastung verdreifacht sich sogar. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:343125 |
| By: | Kaczmarczyk, Patrick; Krebs, Tom |
| Abstract: | Die klimaneutrale Stahlproduktion in Deutschland ist wettbewerbsfähig, wenn die Politik einen kohärenten industriepolitischen Rahmen setzt: einen Industriestrompreis von 50 Euro/MWh und einen Industriewasserstoffpreis von 120 Euro/ MWh für tarifgebundene Unternehmen, außerdem Investitionsförderung, Buy-European-Regel für öffentliche Beschaffung und Zölle auf Importe aus Ländern mit niedrigen Arbeits- und Umweltstandards. Die Herstellungskosten liegen in diesem Fall bei rund 590 Euro je Tonne Rohstahl und damit unter dem Stahlpreis der letzten Jahre. Stahlproduktion in Deutschland hat Zukunft, aber nur wenn die Politik die notwendigen Rahmenbedingungen schafft. |
| Keywords: | Deindustrialisierung, Industriepolitik, Resilienz, Industriestrompreis, Local Content |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342520 |
| By: | Heiland, Heiner; Hassan-Beik, Maren; Simon, Hendrik; Behruzi, Daniel |
| Abstract: | Die Studie untersucht Arbeitsbedingungen und Entwicklungen mit Fokus auf Schule, Wohnen und Arbeit. Auf Basis einer Mixed-Methods-Untersuchung (34 Interviews, Online-Befragung mit über 7.000 Beschäftigten, Literatur- und Datenanalyse) werden Struktur, Akteure, Finanzierung und empirische Befunde dargestellt. Zentrale Trends sind Ökonomisierung, Personenzentrierung/Ambulantisierung und das Bundesteilhabegesetz, die Leistungsangebot, Personaleinsatz und Planungssicherheitverändern. DieBefunde zeigen hohe Belastungen, prekäre Arbeitsverhältnisse, häufige Teilzeit, Gewaltvorfälle und eine unzureichende Digitalisierung. Die Studie liefert differenzierte Einblicke in Werkstätten für behinderte Menschen, Schulassistenz und Wohnformen und arbeitet Handlungsfelder für Politik und Träger heraus. |
| Keywords: | Bundesteilhabegesetz, Werkstätten für behinderte Menschen, WfbM, Schulassistenz, Tagesförderstätten |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342443 |
| By: | Pfahl, Svenja; Unrau, Eugen; Hobler, Dietmar; Reuyß, Stefan |
| Abstract: | Im Fokus steht die Arbeitszeitzufriedenheit von Männern mit Kindern und/oder Pflegeaufgaben, die in der Produktion oder produktionsnahen Bereichen arbeiten. Die Studie zeigt, wie sich Care-Verantwortung bei männlichen Produktionsmitarbeitern in Hinblick auf ihre Arbeitszufriedenheit auswirkt. Es wird deutlich, dass Schichtarbeit und die Pflege von Angehörigen die Arbeitszufriedenheit der Männer negativ beeinflussen, genauso wie eine Vielzahl von ungünstigen Arbeitszeitbedingungen. Die Arbeitszeitzufriedenheit dieser Beschäftigtengruppe wird längst nicht mehr allein durch Dauer, Lage und Verteilung der Arbeitszeit bestimmt: Die Faktoren Planbarkeit und Zeitdruck in der Arbeit gewinnen zunehmend an Bedeutung. |
| Keywords: | Sorgearbeit, Schichtarbeit, Vereinbarkeit, Familie, Beruf |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342445 |
| By: | Busemeyer, Marius R.; Wehl, Nadja; Garritzmann, Susanne |
| Abstract: | Politische Einstellungen entstehen bereits in jungen Jahren: Jugendliche entwickeln parteipolitische Präferenzen sowie Haltungen zu Demokratie und Migration. Zwischen der 7. und 9. Klasse zeigt sich ein steigendes politisches Interesse und eine insgesamt hohe Unterstützung demokratischer Werte, wie Umfragedaten in diesem Policy Paper belegen. Zugleich werden deutliche Unterschiede nach Bundesland, Schultyp und Bildungshintergrund sichtbar. Besonders auffällig ist die stärkere Identifikation mit der AfD in nicht-gymnasialen Schulformen und in bildungsferneren Kontexten. Die Ergebnisse unterstreichen einen besonderen Handlungsbedarf für politische Bildung und den Abbau struktureller Ungleichheiten. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:cexpps:343131 |
| By: | Horvat, Djerdj; Jäger, Angela; Lerch, Christian |
| Abstract: | Menschzentrierte Wertschöpfung verbindet Kompetenzentwicklung mit einer Arbeitsorganisation, die Beschäftigte aktiv in Wertschöpfungs- und Verbesserungsprozesse einbindet, und gewinnt in der Diskussion um erfolgreiches Wirtschaften wieder an Bedeutung. Gerade bei schnellem technologischem Wandel ist die Rolle des Menschen für die Wertschöpfung zentral und eine aktive Einbindung der Mitarbeitenden in Produktions- und Veränderungsprozesse entscheidend. Die vorliegende Mitteilung zeigt, dass viele Betriebe einzelne Maßnahmen menschzentrierter Wertschöpfung nutzen, integrierte Ansätze jedoch selten bleiben. Besonders leistungsstark sind dabei Betriebe, die Weiterbildung und menschzentrierte Organisationsgestaltung systematisch verbinden. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fisibu:343130 |
| By: | Moritz, Hendrik; Rode, Johannes |
| Abstract: | Seit 1991 sind die Preise von Lithium-Ionen-Zellen um 99 % gefallen. Diese Entwicklung ist vor allem auf Skaleneffekte und Effizienzsteigerungen zurückzuführen, begünstigt durch die gestiegene Nachfrage nach Elektroautos. In Deutschland hat sich die installierte Batteriespeicherleistung im Stromsektor in den letzten fünf Jahren mehr als verachtfacht, vor allem dank Heimspeichern. Netzgebundene Großspeicher auf Lithium-Ionen-Basis gewinnen Marktanteile, andere Speicherformen wie Pumpspeicher stagnieren. Unsere Analyse zeigt: Strompreiszonen mit vielen Großbatteriespeichern weisen im Großhandel geringere Preisschwankungen auf. Bei Heimspeichern ist der Effekt vernachlässigbar. Sie sind bislang überwiegend auf Eigenverbrauch ausgerichtet. Hemmnisse bestehen für Großbatteriespeicher beim Netzanschluss. Zudem bildet das aktuelle Marktdesign lokale Netzengpässe mit einem deutschlandweit einheitlichen Börsenstrompreis nicht ab. Dynamische Netzentgelte bieten einen Ansatz, um diese Netzengpässe ökonomisch zu berücksichtigen. |
| Date: | 2026–08–20 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:161847 |
| By: | Heider, Florian; Lindner, Vincent; Schaffranka, Claudia |
| Abstract: | Wissenschaftliche Politikberatung in Krisen erfordert belastbare Evidenz trotz Zeitdruck und Datenlücken. Dieser Beitrag illustriert dies an zwei Projekten für das Europäische Parlament: die Analyse geopolitischer Risiken für Banken mittels Stresstest-Vergleichen sowie die Untersuchung von Halterstruktur sogenannter bail-in-fähiger Bankanleihen durch die Kombination öffentlicher und kommerzieller Datenquellen. Während erste Näherungen kurzfristig wichtige Erkenntnisse liefern, ersetzen sie keine solide Dateninfrastruktur. Für eine glaubwürdige Beratung sind daher methodische Transparenz, institutionelle Unabhängigkeit und ein verbesserter Zugang zu konsistenten und zeitnahen Aufsichtsdaten unerlässlich. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:safepl:343104 |
| By: | Schröder, Christoph |
| Abstract: | Untersucht wird, ob ein hoher Tarifgeltungsgrad die funktionale Einkommensverteilung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern beeinflusst. Dies wird an der Lohnquote gemessen. Politische Initiativen wie das Bundestariftreuegesetz und die EU-Mindestlohnrichtlinie zielen darauf ab, die Tarifgeltung auszuweiten. Aus theoretischer Sicht ist ein starker Einfluss der Tarifgeltung auf die Lohnquote jedoch wenig plausibel. Höhere Tariflöhne verteuern den Produktionsfaktor Arbeit in Relation zum Kapital, was langfristig Substitutionseffekte zwischen Kapital und Arbeit auslösen und die Lohnquote senken kann. Zudem können überhöhte Löhne die Beschäftigung gefährden und Rationalisierungen erzwingen, um die Produktivität anzupassen. Die empirische Analyse zeigt im internationalen Vergleich eine große Spannweite beim Tarifgeltungsgrad: Sie reicht von nahezu hundert Prozent in Frankreich bis zu weniger als ein Prozent in Estland. Den in der EUMindestlohnrichtlinie definierten Referenzwert von 80 Prozent erreichten im Jahr 2022 zehn Länder, darunter Frankreich, Österreich, Belgien und die skandinavischen Staaten. Deutschland lag bei rund fünfzig Prozent. Hinsichtlich der Lohnlücke zwischen tarifgebundenen und nicht gebundenen Beschäftigten ergibt sich kein einheitliches Bild. In Ländern mit hoher Tarifgeltung ist der Lohnvorteil tarifgebundener Beschäftigter meist gering oder sogar negativ, wie in Schweden oder Dänemark. In Deutschland beträgt die unbereinigte Lohnlücke etwa 27 Prozent, bereinigt jedoch nur rund 5 Prozent, was auf Selektionseffekte zurückzuführen ist, da vor allem produktivere Unternehmen Tarifverträge anwenden. Der internationale Querschnittsvergleich bestätigt die theoretischen Überlegungen, wonach es keinen engen Zusammenhang zwischen dem Grad der Tarifgeltung und der Höhe der Lohnquote gibt: Länder mit hoher Lohnquote wie Kroatien oder Lettland weisen sehr unterschiedliche Tarifgeltungsgrade auf. Dies belegt auch eine einfache Modellrechnung für Deutschland: Ein Anstieg des Tarifgeltungsgrads von 50 auf 80 Prozent würde die Lohnquote lediglich um etwa 1, 1 Prozentpunkte steigern können, wenn man den bereinigten Lohnvorteil tarifgebundener Firmen von maximal 5 Prozent zugrunde legt. Die Ausweitung des Geltungsbereichs von Tarifverträgen erweist sich somit nicht als wirksames Instrument zur Umverteilung zwischen Arbeit und Kapital. |
| Abstract: | The study examines whether a high level of collective bargaining coverage influences the functional income distribution between companies and employees. This is measured by the wage share. Political initiatives such as the Bundestariftreuegesetz and the EU Minimum Wage Directive aim to expand collective bargaining coverage. From a theoretical perspective, however, a strong impact seems unlikely. Higher collectively agreed wages increase the cost of labor relative to capital, which can trigger substitution effects in the long term and reduce the wage share. Moreover, excessive wages can jeopardize employment and force adjustments toward higher capital intensity and productivity. The empirical analysis in an international comparison shows a wide range of collective bargaining coverage: it spans from nearly one hundred percent in France to less than ten percent in Estonia. Ten countries reach a level of over eighty percent, including France, Austria, Belgium, and the Scandinavian states, while Germany stands at around fifty percent. Regarding the wage gap between employees covered by collective agreements and those not covered, there is no consistent pattern. In countries with high coverage, the wage advantage of covered employees is usually small or even negative, as in Sweden or Denmark. In Germany, the unadjusted wage gap is about 27 percent, but only around five percent when adjusted, which is due to selection effects, as mainly productive companies apply collective agreements. The international cross-sectional comparison confirms the theoretical considerations that there is no close relationship between the degree of collective bargaining coverage and the level of the wage share: countries with a high wage share, such as Croatia or Latvia, show very different coverage levels. This is also confirmed by a simple model calculation for Germany: an increase in coverage from 50 to 80 percent would raise the wage share by only about 1.1 percentage points, assuming an adjusted wage advantage of covered firms of a maximum of 5 percent. Collective bargaining coverage thus does not prove to be an effective instrument for redistribution between labor and capital. |
| JEL: | D33 J50 O49 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:343051 |
| By: | Berger, Viktoria (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Ruf, Kevin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wolter, Stefanie (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Grunau, Philipp (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "This data report describes the linked data of the survey “Linked Personnel Panel” (LPP) with administrative data of the Institute for Employment Research (IAB) 1975–2024." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | Bundesrepublik Deutschland ; Datenaufbereitung ; Datenqualität ; Datensatzbeschreibung ; Datenfusion ; IAB-Datensatz Linked Personnel Panel ; 10.5164/IAB.LPP-ADIAB7524.de.en.v1 ; 1975-2024 |
| Date: | 2026–08–17 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfda:202604(de) |
| By: | Wirth, Carsten |
| Abstract: | Die Folgen von Homeoffice-Arbeit auf die Arbeitsbeziehungen sind bislang wenig erforscht. Dieses Working Paper untersucht, welche Herausforderungen von Homeoffice-Arbeit Betriebsräte wahrnehmen und wie sich ihre Praxis mit Bezug zu Homeoffice-Arbeitenden verändert. Die Ergebnisse zeigen, dass Betriebsräte ihre Praxis zunächst durch eine Teil-Virtualisierung ihrer Interessenvertretungsarbeit auf Homeoffice-Arbeitende ausrichten. Später entstehen als Folge von Konflikten zwei unterschiedliche Muster der Interessenvertretungspraxis: ein präsenzorientiertes und eines als Interessenvertretung mobil Arbeitender. Beide Muster generieren die Stabilität der Institution "Betriebsrat" durch Wandel. |
| Keywords: | Interessensvertretung, Corona, IG Metall, mobile Arbeit, virtuell |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:342548 |
| By: | Jan Behringer (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Sebastian Dullien (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Lukas Endres (Macroeconomic Policy Institute (IMK)) |
| Abstract: | In den vergangenen Monaten wurde intensiv über Reformen des Sozialstaats diskutiert, darunter Leistungskürzungen in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung, eine Anhebung des Renteneintrittsalters sowie die Streichung der Entgeltfortzahlung am ersten Krankheitstag. Anhand einer aktuellen Online-Umfrage wird in diesem Policy Brief gezeigt, dass diese Debatte bei einem beträchtlichen Teil der Bevölkerung zu Sorgen um die eigene finanzielle Absicherung führt. Mehr als 80 Prozent der Menschen machen sich einige oder sogar große Sorgen um ihre finanzielle Absicherung. Als Konsequenz schränken mehr als 40 Prozent ihre Konsumausgaben ein, sodass die Sozialstaatsdebatte an sich zu einer Belastung für die Konjunktur zu werden droht. Zugleich ist das Vertrauen in die Regierung gering, insbesondere bei Menschen mit großen Sorgen um ihre finanzielle Absicherung. Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass die diskutierten Maßnahmen von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt werden. Dies gilt über alle Parteianhängerschaften hinweg – auch unter Anhänger*innen von Parteien, die entsprechende Reformen fordern. Bemerkenswert ist auch die große Ablehnung in Bevölkerungsgruppen, die von einzelnen Maßnahmen weniger stark betroffen wären. Dies deutet darauf hin, dass die Bevölkerung dem bestehenden Niveau der sozialen Absicherung einen hohen Stellenwert beimisst. |
| Keywords: | Reformen des Sozialstaats, Renteneintrittsalter, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Sorgen um die finanzielle Absicherung, Konsum, Vertrauen in die Bundesregierung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:222-2026 |
| By: | Jeannerat, Hugues; Butzin, Anna; Carvalho, Luís; Manniche, Jesper |
| Abstract: | Wissen ist nicht nur Voraussetzung, sondern Bestandteil gesellschaftlicher Transformation. Transformation entsteht durch die Verbindung wissenschaftlichen, praktischen und gesellschaftlichen Wissens. Knowledge for Action, Knowledge by Action und Knowledge as Action beschreiben den Prozess transformativen Lernens. Regionen werden zu Wissensräumen, in denen Orientierung, Experimentieren und institutioneller Wandel zusammenwirken. Innovationspolitik entwickelt sich damit zunehmend zu einer Politik des Lernens. |
| Keywords: | Transformatives Wissen, Innovationspolitik, Regionalentwicklung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:343124 |
| By: | Schulten, Thorsten |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:343072 |
| By: | Hoffmann, Elke; Fischer, Helge |
| Abstract: | This study examines the role of leadership communication in the context of corporate succession and its influence on employee trust and motivation. The aim is to identify those communicative dimensions that particularly promote motivation and trust during phases of transition. The study is based on a quantitative survey with supplementary open-ended questions among employees who have experienced leadership succession. The theoretical basis is provided by Elving's (2005) Change Communication Framework and Deci and Ryan's (1993) self-determination theory. On this basis, the dimensions of transparency, consistency, respect & dialogue, trust, and motivation were theoretically derived, operationalized, and empirically tested in hypotheses about their interrelationships. The results show that communication directly strengthens trust, while motivation is predominantly conveyed indirectly via trust. Trust thus acts as a psychological link between communication and motivation. Qualitative feedback also makes it clear that communication is always embedded in cultural, structural, and psychological contexts. Practical recommendations for succession processes are derived from the findings and grouped into six areas: consistency, transparency, dialogue and respect, visible leadership, organizational support, and dealing with uncertainty and emotions. |
| Keywords: | Business Succession, Corporate Integration, Buy-and-Build, Mergers and Acquisitions (M&A), Change Communication, Employee Motivation & Retention, Leadership |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:342464 |
| By: | Adorno, Giuseppe; Schubart, Constantin |
| Abstract: | Evolving customer expectations and increasing pressure for efficiency are accelerating the integration of generative artificial intelligence into customer services. This paper examines the perception and acceptance of AI-supported communication within the particularly trust-sensitive asset management industry. Based on an online survey incorporating a vignette experiment, the study analyzes perceived service quality, trust, and inteded use in this context. The findings indicate that AI-generated responses are perceived as equivalent in quality or slightly better than human-generated responses in certain dimensions. At the same time a preference for human operated channels seems to persist. The sample reveals different user segments ranging from digitally inclined and independent decision-makers to more traditionally oriented clients. These groups require differentiated implementation strategies. Accordingly, the primary challenge for financial service providers lies less in the technological capabilities of generative systems than in overcoming a trust- and context-dependent acceptance gap. A sustainable deployment of AI in customer service therefore does not call for a one-size-fits-all solution. This study recommends aligning the implementation with an analysis of the company's own customer structure and their individual needs, and gradually adapting the business process landscape to the new technology. |
| Keywords: | Generative Artificial Intelligence, AI-Supported Customer Service, Perceived Service Quality, Trust in AI-Systems, Technology Acceptance Models, Asset-Management |
| JEL: | G23 O33 D83 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:342561 |
| By: | Perst, Florian; Schubart, Constantin; Welsch, Valeria |
| Abstract: | Social media has fundamentally changed how brands communicate and are perceived by consumers, increasing the importance of authenticity and credibility in brand communication. This study examines how social media campaigns by OKTAGON MMA Germany are associated with perceived authenticity, credibility, and brand perception, and whether differences exist between MMA fans and individuals with a general interest in sports. A quantitative online survey with 181 participants was conducted and analyzed using statistical methods. The results show that perceived authenticity has a strong positive association with both credibility and overall brand perception. Contrary to common assumptions, perceived advertising does not negatively affect authenticity or credibility but shows a weak positive relationship with brand evaluation. Furthermore, no significant differences between the analyzed content formats were found regarding perceived authenticity. The group comparison reveals that MMA fans evaluate the content significantly more positively across all examined dimensions than individuals with a general interest in sports. The findings contribute to a better understanding of authenticity, credibility, and brand perception in the context of professional sports social media communication and highlight the importance of integrating commercial elements in a credible and context-appropriate way. For practitioners, the results emphasize the need to balance strategic communication with perceived authenticity in order to strengthen brand perception in digital sports environments. |
| Keywords: | Brand Authenticity, Source Credibility, Social Media Communication, Digital Marketing, Sports Marketing, Advertising Effects |
| JEL: | M31 M37 L83 Z21 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:342562 |
| By: | Fixemer, Matthias; Schubart, Constantin |
| Abstract: | Against the backdrop of the ongoing "democratization of the capital market", this Discussion Paper examines the influence of digital portfolio tracking tools (PTT) on the investment behavior of private investors. It analyzes the impact of this software on decision making and trading activity. The research design comprises a quantitative online survey (n = 267) conducted between December 2025 and January 2026. The questionnaire includes categories regarding usage motivation, functional requirements, and the behavioral effects of software use. Results show that PTT serve primarily as organizational and control instruments to reduce complexity and create transparency. Hypothesis testing confirmed significant correlations between usage frequency, control frequency, and behavioral adjustments. A key finding is the identification of a structural "media break". Despite a significantly increased frequency of portfolio observations, usage does not lead to a proportional increase in trading activities. The functional separation of analysis and transaction acts as a stabilizing factor, promotes rational decisions, and minimizes cognitive biases within behavioral finance. While objective analysis functions are prioritized, gamification elements show a distinct polarization. In summary, PTT contribute significantly to the professionalization and democratization of private wealth management. They promote emotional stability and strengthen discipline in pursuing longterm wealth accumulation. This constitutes an essential basis for sustainable private pension provision. From these findings, practical design recommendations for online brokers to promote rational investor behavior are derived. |
| Keywords: | portfolio tracking tools, private investors, investment behavior, wealth accumulation, behavioral finance, democratization |
| JEL: | G41 G11 D14 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:342463 |
| By: | Friese, Sarah; Störmer, Maja |
| Abstract: | This paper examines the use of artificial intelligence (AI) in human resource development, with a particular focus on discrimination-sensitive design. Drawing on legal frameworks, particularly the EU AI Act, as well as sociological and technical perspectives, the study analyzes both the potential and the risks of AI deployment. In human resource development, AI offers significant added value through personalized learning processes, competence analysis, and the evaluation of development measures. At the same time, there is a risk that socially embedded forms of discrimination may be reproduced through biased training data. The analysis shows that, to date, only a few technically effective fairness approaches exist, particularly for generative AI. Against this background, responsibility lies not only with developers but also with users of AI systems. The paper derives practice-oriented recommendations for the legally compliant, fair, and human-centered use of AI in human resource development and emphasizes the need for a holistic sociotechnical approach. |
| Keywords: | Artificial intelligence, human resource development, fairness, discrimination, EU AI Act |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhhr:343091 |
| By: | Zettier, Fabian; Krickel, Frank; Linke, Knut |
| Abstract: | This discussion paper investigates which generative AI (GenAI) competencies are demanded in German job advertisements and how they align with AI competency frameworks. The study combines a synthesis of 18 competency frameworks with an AI-assisted qualitative content analysis of 258 GenAI-relevant job postings from the German Federal Employment Agency's job portal (collected on 14 March 2026) using a deductive-inductive approach. Results show a strongly technology-centric demand pattern: programming and cloud/MLOps dominate, while reflection, governance, and legal/compliance competencies remain weakly articulated despite their prominence in literature and regulatory relevance. Cluster analysis reveals three role profiles: technical engineering, application/process-oriented roles, and hybrid profiles combining technical depth with strategic integration. Inductive analysis identifies emerging competency fields not systematically covered by existing frameworks, including AI enablement and knowledge transfer, domain expertise, AI tool evaluation, human-centred design, and protocol-related integration skills. Implications are derived for competency-based recruiting and role-specific upskilling, emphasizing the need to explicitly anchor governance and compliance capabilities alongside technical implementation expertise. |
| Keywords: | Generative AI, German labor market, IT labor, AI competency frameworks |
| JEL: | J24 M51 L86 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhit:343092 |