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on German Papers |
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Issue of 2026–08–10
seventeen papers chosen by Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München |
| By: | Hintemann, Ralph; Hinterholzer, Simon; Graß, Monika |
| Abstract: | Rechenzentren sind eine zentrale Basisinfrastruktur der digitalen Transformation. Sie ermöglichen neue digitale Anwendungen und neue Geschäftsmodelle und gewinnen damit rasant an strategischer Bedeutung für Wirtschaft, Verwaltung und Forschung. Die vorliegende Studie analysiert aktuell die die Struktur, Entwicklung und Perspektiven des Rechenzentrumsmarktes im Freistaat Bayern. Der globale Rechenzentrumsmarkt befindet sich in einer Phase sehr dynamischen Wachstums, getrieben vor allem durch Cloud-Dienste und den zunehmenden Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Auch in Deutschland steigen die Rechenzentrumskapazitäten deutlich. Internationale Hyperscale-Cloud-Anbieter prägen diese Entwicklung, konzentrieren ihre großvolumigen Investitionen bislang jedoch bisher vor allem auf die Standorte FrankfurtRheinMain und Berlin-Brandenburg. Bayern spielt eine bedeutende Rolle im deutschen Rechenzentrumsmarkt. Wesentliche Standortvorteile ergeben sich aus der starken technologieorientierten Wirtschaft, einer breiten industriellen Basis sowie einer leistungsfähigen Wissenschafts- und Forschungslandschaft. Diese Kombination erzeugt eine hohe und stabile Nachfrage nach Rechenzentrumsleistungen und macht Bayern zu einem attraktiven Standort für unterschiedliche Rechenzentrumstypen und Geschäftsmodelle. Im Jahr 2025 gibt es in Bayern rund 370 Rechenzentren mit einer IT-Anschlussleistung von über 100 kW sowie etwa 9.000 kleinere IT-Installationen. Die gesamte IT-Anschlussleistung aller Rechenzentren und IT-Installationen beläuft sich auf rund 420 MW. Seit 2020 sind die Rechenzentrumskapazitäten in Bayern um etwa 30 % gestiegen. Der Stromverbrauch der Rechenzentren liegt 2025 bei rund 3, 1 TWh und nimmt trotz erheblicher Effizienzfortschritte weiter zu. Der bayerische Rechenzentrumsmarkt ist derzeit noch stark von Rechenzentren geprägt, die von Unternehmen und Forschungseinrichtungen in eigenen Gebäuden betrieben werden. Gleichzeitig gewinnt der Markt für gemietete Rechenzentrumsflächen (Colocation-Rechenzentren) deutlich an Bedeutung und macht inzwischen rund 35 % der Kapazitäten aus. Das Wachstum der vergangenen Jahre ist nahezu vollständig auf neue Colocation-Rechenzentren zurückzuführen. Räumlich konzentriert sich die Entwicklung insbesondere auf die Regionen München und Nürnberg, die zu den attraktivsten Rechenzentrumsstandorten in Deutschland zählen. Zunehmend gewinnt auch der Norden Bayerns an Bedeutung, insbesondere die Standorte im Einflussbereich der Metropolregion FrankfurtRheinMain. Eine besondere Stärke des Rechenzentrumsstandortes Bayerns liegt in den Bereichen von KI und High-Performance-Computing (HPC). Der Freistaat ist in Deutschland ein führender KI-Standort, insbesondere durch seine Forschungsinstitute, Universitäten und forschungsintensiven Unternehmen. Bereits heute entfallen über 20 % der bayerischen Rechenzentrumskapazitäten auf KI- und HPC-Anwendungen - ein bundesweiter Spitzenwert. Dieser Anteil wird in den kommenden Jahren weiter deutlich steigen. Für die Zukunft wird ein anhaltend starkes Wachstum des Rechenzentrumsmarktes in Bayern erwartet. Bis 2030 könnten die Kapazitäten auf rund 550 MW anwachsen. Die Stromversorgung entwickelt sich dabei zunehmend zu einem strategischen Engpassfaktor, der neue Konzepte und eine stärkere Einbindung in regionale Energie- und Wärmesysteme erforderlich macht. Zielbild für die Rechenzentren der Zukunft in Bayern setzt bewusst nicht ausschließlich auf ein Wettrennen als Standort für Rechenzentren globaler Cloud-Konzerne. Im Mittelpunkt steht vielmehr eine robuste, dezentrale und an den regionalen Bedarf angepasste Rechenzentrumslandschaft. Die Rechenzentren dienen in erster Linie der bayerischen Wirtschaft - von Start-ups über den industriellen Mittelstand bis hin zu Forschungseinrichtungen und der öffentlichen Hand. Regionale Cluster, digitale Souveränität, hohe Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien sowie die systematische Nutzung von Abwärme bilden dabei die zentralen Leitprinzipien einer zukunftsfähigen Rechenzentrumsstrategie für Bayern. |
| Keywords: | Rechenzentren, Cloud Computing, KI, IT-Anschlussleistung, Availability Zone (Verfügbarkeitszone) |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:341790 |
| By: | Proeger, Till; Meub, Lukas |
| Abstract: | Deutschland steht als Industriegesellschaft in einer Zeit multipler Krisen vor der Herausforderung, eine komplexe technische Infrastruktur aufrechtzuerhalten, obwohl Investitionen in physische Infrastrukturen und das sie tragende technisch-handwerkliche Humankapital über Jahrzehnte zurückgegangen sind. Parallel erhöhen Klimaveränderung, der demografische Wandel, steigende Energiepreise sowie wachsende soziale und geopolitische Spannungen den Druck auf kritische Infrastrukturen und das Risiko systemischer Krisen. Für die unmittelbare Reaktion auf derartige Krisen, aber auch für die langfristige Erhöhung der gesamtstaatlichen Resilienz spielt das Handwerk eine entscheidende Rolle. Die vorliegende Studie analysiert dafür die kurz- und langfristige Perspektive und verdeutlicht so den Beitrag des Handwerks für die Erhöhung der gesamtstaatlichen Resilienz. Zunächst wird in einer langfristigen Perspektive die angespannte Ausgangslage von kritischer Infrastruktur geschildert, die sich insbesondere aus steigenden Energiekosten, begrenzten staatlichen Mitteln und rasch absinkendem Fachkräftepotenzial ergibt. Diese Rahmenbedingungen erzeugen Tendenzen zur Reduktion gesellschaftlicher und technischer Komplexität, woraus sich auch eine Entwicklung hin zu höherer Resilienz ergeben kann. Daran anknüpfend wird das Handwerk als zentraler Träger der materiellen Reproduktion technischer Infrastrukturen eingeordnet und die Perspektive der langfristigen Erhöhung der gesellschaftlichen Resilienz eingenommen. Hierfür wird die Anpassung von Infrastrukturen an ein ressourcenkonformes und nachhaltig tragfähiges Niveau durch mehr handwerkliche Qualifikationen in der Bevölkerung, höhere Autarkiegrade bei Vorprodukten sowie weniger komplexe und dadurch robustere Infrastrukturen beschrieben. In der kurzfristigen Perspektive wird anschließend skizziert, warum das Handwerk für die akute Reaktion auf Krisen entscheidend ist und wie eine systematische Einbindung des Handwerks in Strukturen des Bevölkerungsschutzes für die kurzfristige Wiederherstellung kritischer Infrastrukturen aussehen kann. Übergreifend werden Handlungsempfehlungen für die Verknüpfung von Handwerk und Bevölkerungsschutz sowie zur Erhöhung der gesamtgesellschaftlichen Resilienz gegeben und künftige Forschungsbedarfe für dieses aus Handwerkssicht bislang wenig beachtete Themengebiet formuliert. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifhfob:342462 |
| By: | Roeper, Felix |
| Abstract: | Die Nutzung des Straßengüterverkehrs zum Transport von Gütern bietet viele Vorteile gegenüber anderen Verkehrsträgern. Die Transportzeiten sind gering, die Flexibilität des Verkehrsträgers ist hoch und die flächendeckend ausgebaute Infrastruktur bietet den Vorteil, dass Tür-zu-Tür-Lieferungen im Gegensatz zu anderen Verkehrsträgern wie der Schiene oder der Binnenschifffahrt ohne Umschlagsprozesse möglich sind. Es bestehen jedoch auch viele Herausforderungen, die mit dem Transport von Gütern im Straßengüterverkehr verbunden sind. So sind die Transportkosten hoch und es sind viele negative Externalitäten mit der Nutzung des Lkws als Transportmittel verbunden. Außerdem ist die Effizienz gering, was sich beispielsweise durch einen hohen prozentualen Anteil an Leerfahrten äußert. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es das Ziel dieser Dissertation, Maßnahmen zu entwickeln und zu untersuchen, die zu einer Steigerung der Effizienz und zu einer Reduzierung der Transportkosten im Straßengüterverkehr führen. Insbesondere die Untersuchung des Einsatzes von auktionsbasierten Mechanismen in der Tourenplanung liegt hierbei im Fokus dieser Dissertation. Die Arbeit setzt dabei drei Schwerpunkte in der Forschung. Zum einen wird der Einsatz von auktionsbasierten Mechanismen zur Versteigerung von Transportaufträgen von Verladern an Speditionen untersucht. Zum anderen der Tausch von unwirtschaftlichen Transportaufträgen zwischen Speditionen in einer Koalition. Eine systematische Literaturrecherche wird durchgeführt, um die Veröffentlichungen innerhalb dieser beiden Forschungsströmungen zu erfassen, zu analysieren und die wichtigsten Ergebnisse zusammenzufassen. Weiter werden Forschungslücken identifiziert und Ideen für zukünftige Forschung präsentiert. Der dritte Schwerpunkt dieser Dissertation liegt auf der Untersuchung des Einsatzes von auktionsbasierten Mechanismen, die zum Tausch von ungünstigen Zeitfenstern im Rahmen der Tourenplanung mit Zeitfensterrestriktionen eingesetzt werden. Weil Zeitfenster, die für eine effiziente Tourenplanung wünschenswert wären, schnell nicht mehr verfügbar sind, müssen Umwege bei den zufahrenden Touren eingeplant werden, die für die betroffenen Speditionen zu höheren Transportkosten führen. Zur Untersuchung wird ein Tourenplanungsprozess mit Zeitfenstertausch modelliert und zwei auktionsbasierte Mechanismen werden für den Tausch getestet. Die Untersuchung erfolgt hierbei durch die Modellierung und Nutzung eines agentenbasierten Simulations- und Optimierungsmodells. Zum Abschluss werden die zentralen Ergebnisse der Dissertation aufbereitet und Limitationen sowie zukünftige Forschungsfelder aufgezeigt. |
| Date: | 2026–05–05 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:160900 |
| By: | Kuhn, Sarah (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wiethölter, Doris (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Carstensen, Jeanette (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren mit Fokus auf die Bundesländer Berlin und Brandenburg, sowie die brandenburgischen Landkreise und kreisfreien Städte. Ziel der vorliegenden Analyse ist es, herauszufinden, wie sich die Beschäftigungsentwicklung zwischen Regionen unterscheidet, und welche Faktoren zu diesen Unterschieden beitragen. Betrachtet werden die Auswirkungen der regionalen Branchen-, Betriebsgrößen- und Qualifikationsstruktur, der Einfluss regionaler Standortbesonderheiten sowie die Effekte verschiedener demografischer Faktoren auf das Beschäftigungswachstum. Im Zeitraum 1999 bis 2023 hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Berlin im Bundesvergleich stark überdurchschnittlich entwickelt. Berlin verzeichnet im Bundesländervergleich die mit Abstand höchste relative Zuwachsrate. In Brandenburg lag die Beschäftigungsentwicklung dagegen unter dem deutschen Durchschnitt, aber noch vor den anderen ostdeutschen Flächenländer, mit Ausnahme von Sachsen. Für Berlin und Brandenburg gilt, dass von der Branchen- und der Qualifikationsstruktur positive Impulse auf die Beschäftigungsentwicklung ausgehen. Für Berlin ist auch der ermittelte Standorteffekt positiv, in Brandenburg beeinflusst dieser Effekt das Beschäftigungswachstum dagegen eher negativ. Der Betriebsgrößenstruktureffekt wirkt im Untersuchungszeitraum in Brandenburg noch leicht wachstumsfördernd, dagegen fällt dieser Einfluss in Berlin negativ aus. Auf bedeutende dämpfende Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Beschäftigungsentwicklung deuten unsere Ergebnisse für Berlin bislang nicht hin. Im Vergleich zur bundesweiten Entwicklung hat sich die Altersstruktur in Berlin im Beobachtungszeitraum relativ günstig entwickelt. In Brandenburg wirkt sich die Altersstruktur im Untersuchungszeitraum dagegen bereits wachstumsbremsend aus. Insgesamt deuten sowohl die erheblichen Unterschiede in der regionalen Beschäftigungsdynamik als auch die sehr differenzierte Wirkung verschiedener Einflussfaktoren darauf hin, dass der arbeitsmarkt- und regionalpolitische Handlungsbedarf zwischen den Bundesländern stark variiert und es keine „one-size-fits-all“-Lösung gibt." (Autorenreferat, IAB-Doku) |
| Date: | 2026–06–16 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabrbb:202601 |
| By: | Breuer, Christian; Truger, Achim |
| Abstract: | Die konjunkturelle Situation in Deutschland im Frühjahr 2025 ist nach mehreren schweren Schocks (Coronakrise, Energiepreiskrise, Zollkonflikte) und zwei Jahren negativen Wachstums schlecht. • Das aktuelle Verfahren zur Konjunkturbereinigung in Brandenburg (Bundesverfahren) erkennt die starke krisenbedingte Unterauslastung jedoch nach mehreren Abwärtsrevisionen der Potenzialschätzungen (zu schätzende "Normallage") nur noch in relativ geringem Ausmaß als konjunkturell verursacht. • Eine Unterschätzung konjunktureller Defizite und spiegelbildlich eine Überschätzung des strukturellen Defizits durch die Konjunkturbereinigung kann im Rahmen der Schuldenbremse zu einer prozyklischen Fiskalpolitik ("Sparen in der Rezession") führen. Die ständigen Revisionen des Potenzials erschweren zudem die Planbarkeit und Stetigkeit der Finanzpolitik. * Als Alternative zum Bundesverfahren wird daher eine mehrjährige Glättung der Potenzialschätzungen vorgeschlagen, bei der das arithmetische Mittel der aktuellen und früherer Potenzialschätzungen für das jeweilige Haushaltsjahr verwendet wird. * Eine mehrjährige Glättung führt am aktuellen Rand zu einer deutlich verzögerten Anpassung des Produktionspotenzials und ermöglicht eine stärker antizyklische Fiskalpolitik mittels höherer konjunkturbedingter Defizite. * Spiegelbildlich würde eine Glättung in einem hypothetischen Aufschwungszenario nach mehreren Jahren symmetrisch zu erheblichen konjunkturellen Überschüssen führen. * Wenn Konjunkturgerechtigkeit, Planbarkeit und Vorhersehbarkeit der Finanzpolitik einen großen Stellenwert einnehmen, könnte eine mehrjährige Glättung der Potenzialschätzung ein geeignetes Mittel zur Lösung des Revisionsproblems sein. * Die Stabilität der Schätzung erhöht sich tendenziell mit der Anzahl der in die Glättung einbezogenen Projektionen. * Insofern prozyklische Revisionen einem idealtypischen Konjunkturzyklus folgen, könnte eine Glättung über einen vollständigen Konjunkturzyklus (rund 10 Jahre) die Stabilität der Schätzung verbessern. * Bei der Wahl, wie viele Jahre in die Glättung einbezogen werden, kann eine politische Abwägung notwendig werden, bei der neben der Revisionsneutralität auch andere Faktoren eine Rolle spielen können (z.B. Planbarkeit, Vorhersagbarkeit oder Defizitaversion) * Zur Verstetigung der öffentlichen Investitionen und der öffentlichen Daseinsvorsorge sowie zur Verbesserung der Konjunkturgerechtigkeit könnte das Land Brandenburg die Konjunkturkomponente der kommunalen Ebene im Bundesverfahren in die (geglättete) Konjunkturbereinigung des Landeshaushalts einbeziehen. Allerdings sollte das Verfahren im Auf- und Abschwung zwingend symmetrisch sein, d.h. d.h. unterhalb der Normallage dürfen zusätzliche Kredite für die Kommunen aufgenommen werden, während oberhalb der Normallage eine entsprechende Tilgung erforderlich ist. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifsoex:342509 |
| By: | Marcel Fratzscher |
| Abstract: | Künstliche Intelligenz (KI) entwickelt sich für immer mehr Menschen rasant zu einer wichtigen, wenn nicht dominanten Informationsquelle – nicht nur im täglichen Leben, sondern auch bei politischen Informationen. Damit können KI-Chatbots die politische Meinungsbildung und womöglich auch die Wahlergebnisse in Demokratien erheblich beeinflussen. Aber wie politisch neutral sind KI-Chatbots? Basieren ihre Informationen auf den bestmöglichen Quellen und einer ausgewogenen Analyse? Oder werden sie von Eigentümern und Betreibern möglicherweise als Instrument politischer Einflussnahme genutzt? Die Analyse der Aussagen von fünf KI-Chatbots zur künftigen Bundesregierung und zur Landesregierung in Sachsen-Anhalt zeigen: Die Resultate von SuperGrok, dem Chatbot von Elon Musks xAI, unterscheiden sich stark und grundlegend von den Einschätzungen der anderen vier untersuchten Chatbots. Für knapp die Hälfte aller wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Indikatoren bewertet SuperGrok die AfD – sowohl für Deutschland als auch für Sachsen-Anhalt – als die effektivste und erfolgreichste künftige Regierung, stützt sich dabei aber überwiegend auf AfD-Quellen. Dies deutet auf eine bewusste, wenn nicht sogar absichtliche Verzerrung hin. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:diw:diwakt:120de |
| By: | Marcel Fratzscher |
| Abstract: | Im September 2026 wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die AfD hat gute Chancen, stärkste Kraft zu werden. Doch was würden weniger Europa, weniger Zuwanderung und geringere öffentliche Investitionen für die Menschen bedeuten? Diese Kurzstudie belegt ein AfD-Paradox: Regionen, die überproportional stark für die AfD stimmen, leiden deutlich stärker unter einer AfD Politik als andere. Obwohl vieles an der Unzufriedenheit der Menschen in starken AfD-Regionen verständlich ist, würden sie sich mit der Wahl der AfD selbst am meisten schaden. Das gilt nirgendwo mehr als in Sachsen-Anhalt. Durch die von der AfD geforderte Politik – den Austritt aus Euro und EU, Abschottung und einen Stopp der Zuwanderung sowie massive staatliche Kürzungen – würden Menschen dort im Durchschnitt jährlich rund 1.600 Euro pro Kopf an Einkommen verlieren; zudem könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Die Einkommensverluste durch eine AfD-Politik könnten in Sachsen-Anhalt bis zu doppelt so hoch ausfallen wie im Bundesdurchschnitt. Die Gefahr einer Abwärtsspirale ist groß. Unzufriedenheit treibt die Unterstützung für die AfD, was wiederum die Lebenssituation weiter verschlechtert. Eine hoffnungsvolle Perspektive: Gelingt es, neue Zukunftschancen zu schaffen, kann aus der Abwärts- eine Aufwärtsspirale werden. Denn diese Kurzstudie zeigt auch, dass AfD-Wähler*innen, gerade im Osten, auf Veränderungen reagieren. Die deutsche Geschichte belegt es: Die 1990er und 2000er Jahre waren gerade in den ostdeutschen Ländern Jahrzehnte der Stärkung der Demokratie, des wachsenden Wohlstands und sozialer Teilhabe. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:diw:diwakt:121de |
| By: | Clausen, Jens |
| Abstract: | Die Publikation untersucht den Nutzen der Energiewende aus einer stärker ökonomisch geprägten Perspektive. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie erneuerbare Energien nicht nur zum Klimaschutz beitragen, sondern auch zu einer kostengünstigeren und zukunftsfähigen Energieversorgung für Haushalte, Kommunen und Unternehmen führen können. Neben klassischen Klimaschutzargumenten werden insbesondere finanzielle Vorteile der Energiewende betrachtet, etwa im Bereich Elektromobilität, Stromkostenentwicklung, Wärmewende und globaler Cleantech-Märkte. |
| Keywords: | Energiewende, Elektromobilität, Erneuerbarer Strom, Wärmewende |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:341855 |
| By: | Köppl-Turyna, Monika |
| Abstract: | Europa verfügt über eine starke wissenschaftliche Basis in den Lebenswissenschaften, verliert im globalen Wettbewerb der Biotechnologie jedoch zunehmend an Boden. Während die USA ihre Dominanz bei Forschung, Venture Capital und Unternehmenswachstum weiter ausbauen, gelingt es Europa deutlich seltener, wissenschaftliche Exzellenz in international erfolgreiche Unternehmen zu übersetzen. Unsere neue Policy Note analysiert die strukturellen Ursachen dieses Rückstands entlang der gesamten Wertschöpfungskette - von universitärer Forschung über Start-ups und Scale-ups bis hin zu Börsengängen und globaler Expansion. Österreich verfügt grundsätzlich über sehr gute Voraussetzungen. Der heimische Life-Sciences-Sektor umfasst mittlerweile 1.174 Unternehmen mit mehr als 73.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund 40 Milliarden Euro. Die pharmazeutische Industrie zählt zu den dynamischsten Industriebereichen des Landes und macht mittlerweile rund zehn Prozent der österreichischen Warenexporte aus. Gleichzeitig weist Österreich eine hohe Forschungsintensität sowie international sichtbare Forschungsstandorte auf. Die Analyse zeigt jedoch, dass Europa insbesondere in kapitalintensiven Wachstumsphasen strukturelle Nachteile aufweist. Europäische Biotech-Unternehmen leiden unter fragmentierten Kapitalmärkten, schwacher Venture-Capital-Finanzierung und langen regulatorischen Verfahren. So entfallen von weltweit 36, 5 Milliarden Euro an Venture-Capital-Investitionen in Biotechnologie rund 29, 5 Milliarden Euro auf die USA, während die EU-27 lediglich 3, 6 Milliarden Euro erreicht. Gleichzeitig dauern Zulassungsverfahren in Europa deutlich länger als in den USA. EcoAustria spricht sich daher für umfassende wirtschaftspolitische Reformen aus. Dazu zählen eine stärkere Mobilisierung kapitalgedeckter Pensionssysteme für Wachstumskapital, die Schaffung eines integrierten europäischen Kapitalmarktes für Biotechnologieunternehmen sowie schnellere und effizientere Zulassungsverfahren. Gleichzeitig muss die steuerliche und regulatorische Attraktivität von Mitarbeiterbeteiligungen verbessert werden, um internationale Spitzenkräfte und unternehmerisches Talent stärker an Europa zu binden. Darüber hinaus plädiert die Studie für die gezielte Entwicklung weniger international sichtbarer Exzellenzcluster in Europa. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ecoapn:342465 |
| By: | Gebhard, Bero; Tröger, Tobias |
| Abstract: | Dieser Beitrag soll die Komplexitäten im Zusammenhang mit der beabsichtigten Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit reduzieren und einige der Debatten der letzten Wochen einordnen. Hierbei geht es insbesondere um drei Themen: Zunächst rekonstruieren wir die zentralen Schritte der geplanten Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit. Im zweiten Teil zeigen wir, mit welcher Strategie die Unicredit ein Pflichtangebot umgehen konnte und wo die Grenzen dieses Vorgehens liegen. Abschließend ordnen wir ein, welche Strategie und welche Finanztransaktionen hinter Unicredits freiwilligem Angebot vermutlich stehen. In diesem Zusammenhang stellen sich viele einzelne, teils sehr technische Fragen, die hier nicht allesamt behandelt werden können und sollen. Ziel dieses Beitrags ist es vielmehr, einen prägnanten Überblick zum Ablauf der Transaktion und den zentralen rechtlichen Zusammenhängen zu geben und einige erste Schlussfolgerungen für das Übernahmerecht zu ziehen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:safepl:341989 |
| By: | Stephan, Gesine (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Büttner, Thomas (Bundesagentur für Arbeit); Lang, Julia (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schewe, Torben (Bundesagentur für Arbeit) |
| Abstract: | "The use of active labour market policy measures is regularly subject to scrutiny. This study examines commonly used measures provided under Germany’s unemployment insurance system (Social Code Book III, SGB III). It focuses on trends in participation and on the effects of these measures on participants’ employment prospects. Finally, the study considers an instrument that, while still of limited quantitative importance, has attracted increasing attention in recent years: so-called partial qualifications." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Date: | 2026–07–23 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202612 |
| By: | Berlemann, Michael; Hinze, Jörg |
| Abstract: | Nach gutem Start der deutschen Wirtschaft in dieses Jahr hinein haben sich seit Ende Februar durch den Irankrieg, insbesondere durch die Sperrung der Straße von Hormus und der damit verbundenen Energieverteuerung, die Perspektiven für Wachstum und Inflation deutlich verschlechtert. Die Sperrung der Straße von Hormus dauert nun länger an als zunächst erwartet. Die erratische US-Zollpolitik dämpft zudem die deutschen Exportaktivitäten spürbar. Die Stimmung in der Wirtschaft wurde aber auch durch hausgemachten Probleme beeinträchtigt, insbesondere weil der Reformprozess nur langsam vorankommt und von Unstimmigkeiten innerhalb der Koalitionsregierung überlagert wurde. Die weitere Entwicklung im Irankonflikt ist unklar, die anstehenden Reformen bergen Konfliktpotenzial. Auch wenn die Straße von Hormus bald wieder passierbar wird und Ölund Gaspreise nachgeben, wird die Energieverteuerung noch einige Zeit nachwirken. Und die gedämpfte Stimmung bei Investoren und Verbrauchern dürfte erst mal für Zurückhaltung sorgen. Lediglich die staatlichen Konsumausgaben und Fiskalprogramme für Infrastruktur und Verteidigung geben Impulse. In diesem Jahr dürfte die deutsche Wirtschaft unter diesen Bedingungen lediglich um knapp 3/4 % zunehmen. 2027 könnte, bei Beendigung des Irankriegs und konsequenterer Reformpolitik, das reale Bruttoinlandsprodukt um 1 1/4 % wachsen. Die Inflationsrate für die Verbraucherpreise bewegte sich in letzter Zeit auf 3 % zu, insbesondere weil die Energiepreise deutlich stiegen. Davon werden noch einige Kostenanstöße ausgehen, auch wenn der Tankrabatt den Preis-auftrieb zunächst gebremst hat. Bei der hier unterstellten Entwicklung würde die Inflationsrate jedoch bald ihren Höhepunkt überschreiten. Im Jahres-durchschnitt 2026 würde sie dann etwas mehr als 2 1/2 % betragen. 2027 könnte sie sich wieder Richtung 2 % bewegen. Diese Prognose birgt erhebliche Risiken in sich. Die weitere Entwicklung im US-Iran-Konflikt ist offen. Eine noch längere Sperrung der Straße von Hormus würde die Wachstumschancen weiter reduzieren und die Inflationsgefahren erhöhen. Auch mehren sich die Zweifel, dass die Koalitionsregierung die angekündigten Strukturreformen konsequent umsetzt und die Sonderverschuldungsmöglichkeiten für zusätzliche Investitionen nutzt. |
| Abstract: | After a good start to this year for the German economy, the outlook for growth and inflation has deteriorated significantly since the end of February due to the Iran war, in particular the closure of the Strait of Hormuz and the associated increase in energy prices. The closure of the Strait of Hormuz is now lasting longer than initially expected. The erratic US tariff policy is also noticeably dampening German export activities. However, the mood in the economy has also been affected by home-grown problems, especially because the reform process is progressing slowly and has been overshadowed by disagreements within the coalition government. The further development of the Iran conflict is unclear, and the upcoming reforms harbor potential for conflict. Even if the Strait of Hormuz will soon become passable again and oil and gas prices will fall, the increase in energy prices will continue to have an impact for some time. And the subdued mood among investors and consumers is likely to cause restraint for the time being. Only government consumer spending and fiscal programs for infrastructure and defense provide impetus. Under these conditions, the German economy is likely to grow by just under 3/4% this year. In 2027, with an end to the Iran war and a more consistent reform policy, real gross domestic product could grow by 1 1/4%. The consumer price inflation rate has been moving towards 3% recently, mainly because energy prices have risen significantly. This will still provide some cost impulses, even if the fuel discount has initially slowed down price inflation. However, with the development assumed here, the inflation rate would soon exceed its peak. On an annual average in 2026, it would then be just over 2 1/2%. In 2027, it could move back towards 2%. This forecast entails considerable risks. The further development of the US-Iran conflict is open. An even longer closure of the Strait of Hormuz would further reduce growth opportunities and increase the risks of inflation. There are also growing doubts that the coalition government will consistently implement the announced structural reforms and use the special debt opportunities for additional investments. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hwwifo:342495 |
| By: | Dr. Anja Bauer; Rolf Bürkl; PD Dr. Katharina Gangl; Prof. Dr. Christoph Ungemach |
| Abstract: | Diese Studie untersucht systematische Unterschiede im Konsumklima privater Haushalte in Deutschland entlang dreier soziodemografischer Dimensionen: Alter, Einkommen und Haushaltstyp. Auf Basis der Mikrodaten des NIM Konsumklimasurveys zeigen wir, dass Jüngere, Personen mit hohem Einkommen und Familienhaushalte optimistischere Konsumerwartungen aufweisen als Ältere, Personen mit geringem Einkommen und Rentnerhaushalte. Die gefundenen Ergebnisse können teilweise erklären, warum strukturell, aufgrund der demografischen Entwicklung, das Konsumklima seit Jahren negativer wird. Die Ergebnisse zeigen zudem, dass sich Unterschiede zwischen soziodemografischen Gruppen durch die Hochinflationsphase stark verschoben haben. Beispielsweise kommt es erst mit der Hochinflationsphase zu unterschiedlichen Sparneigungen in verschiedenen Einkommensgruppen. Bestehende Theorien und empirische Befunde können die Ergebnisse nur teilweise erklären. Im Diskussionsteil werden politische Entlastungspakete diskutiert, die möglicherweise mit den strukturellen Verschiebungen zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass soziodemografische Unterschiede im Konsumklima zu einer verbesserten Analyse und Gestaltung von fiskal- und sozialpolitischen Maßnahmen in einer alternden Gesellschaft führen können. |
| Keywords: | Konsumklima, Verbrauchervertrauen, Altersgruppen, Einkommensheterogenität, Haushaltstyp, Lebenszyklushypothese, GfK-Index |
| JEL: | D12 D84 E21 E27 |
| Date: | 2026–06 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:eoh:report:report-001 |
| By: | Küffmann, Karin; Veith, Tobias |
| Abstract: | Die Digitalisierung bewirkte das Leeren der Innenstädte auf unterschiedliche Arten. Diese werden hier kurz aufgeführt. Um eine Innenstadt wieder lebendiger werden zu lassen, ist neben einer erhöhten Sichtbarkeit mit zunehmenden digitalen Services durch Stakeholder der Innenstadt auch der explizite Einsatz von AR eine Option, um Events und Besucherreisen lebendig werden zu lassen. Es wird kurz auf die Inhalte des Forschungsprojektes ARIZON eingegangen, das auf soziale Interaktion und digitale Erlebnisse an vorgegebenen Orten in der Stadt setzt. |
| Abstract: | Digitalization has led over the years to the depopulation of city centers in various ways. These are briefly outlined here. To revitalize a city center, in addition to increased visibility through expanded digital services provided by city center stakeholders, the explicit use of AR is also an option for bringing events and visitor experiences to life. We will briefly discuss the content of the ARIZON research project, which focuses on social interaction and digital experiences at specific locations in the city. |
| Keywords: | inner city, Innenstadt, AR, Augmentierte Erlebnisse, events, Erlebnisse, tourism, Besucherreisen, Partizipative Stadtentwicklung, Tourismus |
| JEL: | M00 M15 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:341785 |
| By: | Becker, Marco; Gerasimenko, Aleksandra; Wolf, Jakob; Waldmann, Leon-Ly |
| Abstract: | Insolvenzgefährdete Unternehmen benötigen belastbare Frühwarnsysteme, um rechtzeitig den Turnaround einzuleiten. Das vorliegende Working Paper verbindet ein quantitatives Prognosemodell zur Insolvenzgefährdung mit einem strukturierten Rahmenwerk für das Turnaround-Management. Mit Hilfe eines quantitativen Modells wird ein vierstufiger Gefährdungsgrad abgeleitet, dem jeweils eine Standardstrategie zugeordnet ist. Darauf aufbauend werden typische endogene und exogene Krisenursachen sowie ein dreistufiger Turnaround-Projektplan (Liquiditätssicherung, operative Restrukturierung, strategische Neuausrichtung) vorgestellt. Als Standardstrategien dienen unter anderem die wertorientierte Steuerung (ROCE > WACC), die Turnaround BASIS-Strategie, der Fokus auf Kernaktivitäten sowie Asset Retrenchment und radikales 50%-Shrinking. Abschließend werden zentrale Erfolgsfaktoren und Misserfolgsfaktoren des Turnaround Managements gegenübergestellt. |
| Abstract: | Insolvency-threatened companies require robust early warning systems in order to initiate a turnaround in time. This working paper combines a quantitative forecasting model for insolvency risk with a structured framework for turnaround management. Using a quantitative model, a four-stage risk level is derived, to which a standard strategy is assigned in each case. Building on this, typical endogenous and exogenous crisis causes are presented, along with a three-stage turnaround project plan (liquidity assurance, operational restructuring, strategic realignment). Standard strategies include, among others, value-based management (ROCE > WACC), the Turnaround BASIS strategy, a focus on core activities, as well as asset retrenchment and radical 50% shrinking. Finally, the key success factors and failure factors of turnaround management are compared and contrasted. |
| Keywords: | Turn Around Management, Insolvenzgefährdung, Insolvenz, ROCE, Zinsdeckung, Resilienz |
| JEL: | M1 M4 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esprep:342368 |
| By: | Haas, Anette (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Lerche, Adrian (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Moritz, Michael (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Phan thi Hong, Van (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wilkens, Alice (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Dauth, Wolfgang (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "As part of its controlling activities, the Federal Employment Agency (BA) uses regional typologies developed by the IAB based on a special two-stage classification approach. By accounting for heterogeneity of regional labor markets, in the BA’s controlling system these typologies serve as a meaningful basis for comparing and assessing the performance of the 144 regional employment agencies of the BA. Agencies that face a similar set of challenges due to their regional conditions are grouped together as “comparison types” (Vergleichstypen). The IAB has recently developed a new version of the vocational training market typology for the Federal Employment Agency (BA) accounting for changes in regional labor market conditions, and changes in the groups of people interested in vocational training. In the new classification system, the target variable for the training market is the entry-rate of all individuals interested in vocational training. The number of individuals interested in vocational training who entered the program (cumulative entries over several months as of September 30, 2025) is considered in relation to the young resident population (ages 15 to 20). The intake of individuals interested in training refers to a newly defined group of people, as a subset of all individuals receiving counseling (clients under the SGB III and SGB II legal frameworks). This group is in the focus of career counseling. The IAB typology is based on a two-stage classification approach. In the first stage, framework conditions relevant to the target variables are identified and their relative importance is determined. In the second stage, agency districts with similar framework conditions are assigned to comparison types. To identify differences of importance between regional labor markets, a large set of variables (116) is used as a starting point. A selection of the relevant economic and other conditions is made using the LASSO method, a machine learning algorithm. The method optimizes the predictive quality of the target variables and selects the smallest possible number of variables (parsimony-based modeling). The variables selected in the first stage are subject to a cluster analysis in the second stage to generate the different comparison groups. Prior to this, the variables are standardized and weighted. This ensures that framework conditions with greater explanatory power are given greater weight. The cluster analysis yielded 11 comparative types. The individual types differ significantly from one another in terms of the proportion of applicants interested in vocational training, the youth ratio, the seasonal span, the proportion of unplaced applicants, and the geography. The 11 types can be grouped into four major groups which differ in terms of housing costs, urbanization, and the proportion of young people interested in vocational training. Group I consists of employment agencies in predominantly rural areas, often in East Germany or northern and southeastern Bavaria. Housing costs are below average, and these agency districts typically have average to above-average proportions of individuals interested in vocational training. Group II, on the other hand, focuses on districts with average housing costs and higher population densities. Group III, characterized by predominantly urban districts, is further distinguished by above-average housing costs. Group IV consists of two subtypes: a) large cities and b) districts surrounding metropolitan areas, typically in western Germany. The proportion of individuals interested in vocational training in this group is significantly below average." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Date: | 2026–08–05 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202608 |
| By: | Menzel, Clara; Miersch, Claudia |
| Abstract: | Hintergrund: Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Lebensqualität und die klinischen Ergebnisse bei onkologischen Patienten, ist jedoch nach wie vor nur unzureichend in die Routineversorgung integriert. Ziel dieser Arbeit war es, das Informationsverhalten von Krebspatienten, ihre Nutzung und Bewertung von Ernährungsinformationsquellen, ihre Erfahrungen mit Ernährungsberatung sowie wahrgenommene Unsicherheiten und Hindernisse bei der Umsetzung von Ernährungsempfehlungen zu untersuchen. Methodik: Es wurde eine quantitative Querschnittsstudie unter Verwendung eines standardisierten, anonymen Online-Fragebogens durchgeführt. Die Daten von 31 erwachsenen Krebspatienten in Deutschland wurden mittels deskriptiver Statistik analysiert, ergänzt durch eine qualitative Inhaltsanalyse der offenen Antworten. Ergebnisse: Fast alle Teilnehmer gaben an, sich nach ihrer Diagnose aktiv mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen, wobei sich die Mehrheit auf digitale Informationsquellen, insbesondere das Internet, stützte. Diese Quellen wurden zwar häufig genutzt, waren jedoch auch mit Skepsis, Informationsüberflutung und Schwierigkeiten bei der Beurteilung der Glaubwürdigkeit verbunden. Medizinisches Fachpersonal und Ernährungsexperten wurden als äußerst vertrauenswürdig wahrgenommen, jedoch seltener konsultiert. Nur 29 % der Teilnehmer hatten eine professionelle Ernährungsberatung erhalten, die hinsichtlich Verständlichkeit und Empathie positiv bewertet wurde, jedoch Einschränkungen in Bezug auf Individualisierung und Kontinuität aufwies. Trotz guter Ernährungskompetenz berichteten die Patienten von erheblichen Herausforderungen bei der Umsetzung der Ernährungsempfehlungen. Zu den wichtigsten Hindernissen zählten therapiebedingte Symptome, strukturelle Einschränkungen, begrenzte Unterstützung sowie widersprüchliche oder unklare Informationen. Die Unsicherheit wurde durch uneinheitliche Empfehlungen, auch von Seiten des medizinischen Fachpersonals, weiter verstärkt. Fazit: Die Ergebnisse verdeutlichen eine Diskrepanz zwischen dem hohen Informations- und Beratungsbedarf und unzureichenden Strukturen. Um Unsicherheiten zu reduzieren und Orientierung zu schaffen, sind eine frühzeitige, kontinuierliche und patientenzentrierte Ernährungsberatung sowie qualitätsgesicherte Informationsangebote erforderlich. Darüber hinaus sollte die Rolle von Ernährungsfachkräften in der onkologischen Versorgung gestärkt werden. |
| Abstract: | Objective: Nutrition plays a critical role in quality of life and clinical outcomes in oncology patients, yet it remains insufficiently integrated into routine care. This study aimed to examine cancer patients' information-seeking behavior, their use and evaluation of nutritional information sources, experiences with nutritional counseling, and perceived uncertainties and barriers in implementing dietary recommendations. Methods: A quantitative cross-sectional study was conducted using a standardized, anonymous online questionnaire. Data from 31 adult cancer patients in Germany were analyzed using descriptive statistics, complemented by qualitative content analysis of open-ended responses. Results: Almost all participants reported actively engaging with nutrition following their diagnosis, with the majority relying on digital information sources, particularly the internet. While these sources were frequently used, they were also associated with skepticism, information overload, and difficulties in assessing credibility. In contrast, medical professionals and nutrition experts were perceived as highly trustworthy but were consulted less frequently, indicating a trust-use gap. Only 29% of participants had received professional nutritional counseling, which was rated positively in terms of clarity and empathy but showed limitations regarding individualization, continuity, and accessibility. Despite a moderate level of nutritional literacy, patients reported substantial challenges in implementing dietary recommendations. Key barriers included therapy-related symptoms, structural constraints, limited support, and contradictory or unclear information. Uncertainty was further reinforced by inconsistent recommendations, including those from healthcare professionals. Conclusions: The findings highlight a discrepancy between patients' high demand for nutritional information and counseling and the limited integration of these services into oncology care. Improving access to early, continuous, and patient-centered nutritional counseling, strengthening the role of nutrition professionals, and ensuring clear, consistent, and evidence-based communication are essential to reduce uncertainty and support patients in implementing dietary recommendations. |
| Keywords: | Ernährung, Onkologie, Ernährungsberatung, Informationsverhalten, Ernährungskompetenz, Patientenperspektive, Nutrition, Oncology, Nutritional counseling, Information behavior, Nutritional literacy, Patient perspective |
| JEL: | I10 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhgs:342503 |