nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–07–27
eighteen papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Startchancen als Schnittstellen-Programm: Multiprofessionelle Kooperation zwischen Schulen und Kinder- und Jugendhilfe By Stöbe-Blossey, Sybille; Glaser, Stella; Hackstein, Philipp
  2. IMK Inflationsmonitor - Kraftstoffpreise treiben deutsche Inflation im April 2026 auf 2, 9 % By Silke Tober
  3. Wo gibt es Jugend- und Auszubildendenvertretungen in Deutschland? By Brehmer, Wolfram; Polloczek, Magdalena
  4. Viel Wissen, wenig Wachstum: Was bei der Innovationsförderung des Bundes schief läuft und wie sie reformiert werden könnte By von Wangenheim, Sven; Marx, Alexander; Schuster, Florian
  5. Ist der Euro zukunftsfest? By Feld, Lars P.; Fuest, Clemens; Haucap, Justus; Hey, Johanna; Wieland, Volker; Wigger, Berthold U.
  6. IMK Inflationsmonitor - Kraftstoffpreise dominieren Inflation auch im Mai 2026, EZB reagiert verfrüht By Silke Tober
  7. Strompreise clever deckeln, Übergewinne vermeiden - Effekte des Iberischen Mechanismus auf den Strommarkt By Tom Bauermann; Thomas Theobald; Fynn Janssen
  8. Temporärer Tankrabatt: Trotz Nachteilen vertretbar - Primärer Vorteil ist die Dämpfung der Inflation By Sebastian Dullien; Katja Rietzler; Silke Tober
  9. Integrationsquoten in der Grundsicherung: Rückläufige Übergänge in Beschäftigung vor und nach der Bürgergeldreform (Integration rates of basic income support recipients: declining transitions to employment before and after the Citizen’s Benefit Reform) By Fitzenberger, Bernd; Hohmeyer, Katrin; Prümer, Stephanie
  10. Gefühlte Kaufkraftverluste belasten privaten Konsum und Vertrauen in die Regierung - Erkenntnisse aus einer Online-Umfrage By Jan Behringer; Lukas Endres
  11. Welche Märkte sich lohnen: Wie der Tragfähigkeitscheck wirtschaftspolitische Hebel messbar macht By Görlich, Paul; Paleschke, Maximilian
  12. Trotz Sondervermögen: Deutschlands Bevölkerung wünscht massive Erhöhung öffentlicher Investitionen - Erkenntnisse aus einer Online-Befragung By Jan Behringer; Sebastian Dullien
  13. Reine Versprechen? Transparenzversprechen in globalen Goldlieferketten auf dem Prüfstand By Küblböck, Karin
  14. Anti-ökologischer Backlash in der Wirtschaft: Krisenwahrnehmung, Zukunftserwartungen und Antwortstrategien in Energiewirtschaft, verarbeitender Industrie und Lebensmittelbranche By Büchinger, Ricarda; Dreher, Marc; Kungl, Gregor
  15. Jenseits der DV 100 - Prozessmuster der Krisenstabsarbeit By Kerstan, Rico
  16. Ungebremste Staatsverschuldung? Fiskalregeln bleiben unverzichtbar By König, Jörg; Quitzau, Jörn
  17. Anmerkungen zum akademischen Publizieren By Dilger, Alexander
  18. Nachhaltig orientiertes Business Development im internationalen strategischen Konzernmanagement aus europäischer Perspektive By Michalski, Tino

  1. By: Stöbe-Blossey, Sybille; Glaser, Stella; Hackstein, Philipp
    Abstract: Das Startchancen-Programm adressiert Schnittstellen im Bildungsföderalismus sowie zwischen dem Schulsystem und der Kinder- und Jugendhilfe. Für Effekte auf Bildungserfolg und Teilhabe sind ebenenübergreifende und multiprofessionelle Kooperationen erforderlich, die systematisch aufgebaut und weiterentwickelt werden. Zentrale Gelingensbedingungen liegen in drei Kooperationsdimensionen - in einem abgestimmten Handeln von Schulaufsicht und Kommune (Schulträger und Jugendamt) zur Verknüpfung von Schulentwicklung und kommunalen Präventionsstrategien, in der Zusammenarbeit von Lehrkräften und sozialpädagogischem Personal für eine integrierte Förderung sowie im Aufbau tragfähiger Netzwerke zwischen Schulen und außerschulischen Partnern im Sozialraum. Weitere Schnittstellen betreffen zum einen die Unterstützung der Schulen durch die Sozialverwaltung bei der Aufgabe, Familien den Zugang zu Bildungs- und Teilhabeleistungen zu erleichtern, und zum anderen die stärkere Verzahnung der frühen Bildung mit der Förderung im Grundschulalter ("Startchancen-Kita").
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:341973
  2. By: Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die deutsche Inflationsrate stieg im April 2026 um weitere 0, 2 Prozentpunkte auf 2, 9 %. Dabei hätte der stärkere Anstieg der Kraftstoff- und Heizölpreise die Inflation zwar für sich genommen sogar um 0, 3 Prozentpunkte erhöht, aber die Kernrate verringerte sich zugleich leicht. Der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak legte etwas zu, blieb aber moderat. Die HVPI-Inflation stieg ebenfalls auf 2, 9 % und lag damit erstmals seit Juli 2025 unter der des Euroraums insgesamt (3, 0 %). Der Preisschub bei den Kraftstoffpreisen hat die Inflationsraten von Familien mit geringen und mittleren Einkommen im zweiten Monat des Irankriegs besonders deutlich erhöht, und zwar auf nunmehr 2, 9 % bzw. 3, 0 %. Dabei gingen 1, 3 Prozentpunkte allein auf die Kraftstoffteuerung zurück, verglichen mit 2 Prozentpunkten im zweiten Monat des Ukrainekriegs. Die EZB war gut beraten, die Zinsen auf ihrer April-Sitzung unverändert zu lassen. Ob eine Zinserhöhung erforderlich wird, hängt davon ab, wie lange die Blockade der Straße von Hormus noch anhält und welche Maßnahmen die Regierungen zur Eindämmung von Zweitrunden ergreifen, darunter günstigenfalls auch eine Neuauflage der Inflationsausgleichsprämie als Ersatz für die vom Bundesrat jüngst abgelehnte, missverständlich kommunizierte und wohl sogar intern falsch verstandene Entlastungsprämie. Gelingt ein Ende des Irankriegs und die Öffnung der Straße von Hormus in den kommenden Wochen, dürfte der Rohölpreis deutlich fallen und mit ihm die Inflation.
    Keywords: Verbraucherpreise, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, haushaltsspezifische Inflationsraten, Energiepreise, Tankrabatt, Inflationsausgleichsprämie
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:216-2026
  3. By: Brehmer, Wolfram; Polloczek, Magdalena
    Abstract: Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) setzen sich für die Interessen von jungen Beschäftigten sowie Auszubildenden ein und sorgen dafür, dass deren Anliegen in die betriebliche Mitbestimmung einfließen. Doch in welchen Betrieben und Dienststellen existieren diese Gremien tatsächlich? Der vorliegende Report verdeutlicht, dass das Vorhandensein einer JAV einer "doppelten Selektion" unterliegt: Es ist einerseits stark abhängig von den strukturellen Bedingungen, die bereits die Existenz von Betriebs- und Personalräten prägen, während andererseits die konkrete Ausbildungsaktivität des Betriebes eine Schlüsselrolle einnimmt. Größere Belegschaften, eine hohe Ausbildungsintensität sowie ein Standort in Westdeutschland erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eine JAV besteht. Zudem verweisen die Ergebnisse auf Unterschiede zwischen den Sektoren: Der öffentliche Dienst weist gegenüber der Privatwirtschaft deutlich höhere Chancen für eine JAV-Struktur auf. Während in der Privatwirtschaft auch institutionelle Rahmenbedingungen wie Tarifbindung, gewerkschaftliche Organisation und das Ausmaß betrieblicher Konflikte eine wichtige Rolle spielen, treten diese Faktoren im öffentlichen Dienst in den Hintergrund.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:341975
  4. By: von Wangenheim, Sven; Marx, Alexander; Schuster, Florian
    Abstract: Deutschland befindet sich in einem Innovationsparadox. Staat und Unternehmen investieren mehr als fast jedes andere Land der Welt in Forschung und Entwicklung (FuE) - und doch mangelt es an Innovation. Wir untersuchen, ob die Allokation der FuE-Fördermittel des Bundes diesem Paradox entgegenwirkt oder es verstärkt. Grundlage ist der Förderkatalog des Bundes mit nahezu 40.000 aktiven Fördervorhaben. Für die Unternehmensförderung kombinieren wir ihn mit Unternehmensdaten aus S&P Capital IQ und klassifizierten Technologie-Reifegraden (TRL) mittels Few-Shot-LLM-Klassifikation. Das Ergebnis: Die Förderpolitik bevorzugt systematisch große und etablierte Unternehmen. Jeweils fast zwei Drittel der Fördersummen fließen an Großunternehmen ab 250 Mitarbeitenden und etablierte Unternehmen, die älter als 20 Jahre sind. Die Fördermittel konzentrieren sich außerdem auf die mittleren Reifestufen TRL 4 bis 6; Frühphasenforschung auf TRL 1 bis 3 erhält bei Unternehmen so gut wie keine Projektförderung. Dieses System fördert nicht disruptive Innovationen, sondern subventioniert die inkrementelle Verbesserung bestehender Produkte. Wir leiten aus dem Vergleich mit anderen Ländern vier Reformoptionen für die Förderpolitik des Bundes ab, die diese Probleme beheben können. Ein Förderprogramm für kleine und junge Unternehmen mit gesetzlicher Mindestquote bei der Vergabe von Fördermitteln inkl. Zugang zu öffentlicher Beschaffung. Eine gesetzlich verankerte Technologieprioritätenliste mit TRL-Ziel-Vorgaben, durch die die Allokation von Fördermitteln in Schlüsseltechnologien und Hightech-Sektoren geleitet wird. Eine Ausweitung der Frühphasenförderung - durch einen schrittweisen Ausbau der SPRIND und ein ergänzendes, breit angelegtes und niedrigschwelliges Programm, das insbesondere auch frühe TRL-Stufen umfasst. Stärkere Transferförderung durch neue Anreize und Unterstützung bei der Zusammenarbeit zwischen Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen sowie direkterem Zugang zu Fördergeldern für Forschende.
    Keywords: Innovation, Forschung, Wachstum
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:342312
  5. By: Feld, Lars P.; Fuest, Clemens; Haucap, Justus; Hey, Johanna; Wieland, Volker; Wigger, Berthold U.
    Abstract: Ist der Euro für zukünftige Herausforderungen gut gerüstet? Nach der Corona-Pandemie, der Energiekrise und der Hochinflation der Jahre 2021 bis 2023 stellt sich diese Frage mit neuer Dringlichkeit. Zwar ist die Inflationsrate inzwischen wieder deutlich gesunken. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben jedoch grundlegende Schwächen des institutionellen Ordnungsrahmens der Europäischen Währungsunion offengelegt. Vor diesem Hintergrund analysiert der Kronberger Kreis, wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Marktwirtschaft, den aktuellen Zustand der Währungsunion. Im Mittelpunkt stehen die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank, die institutionelle Architektur des Euroraums sowie die internationale Rolle des Euro. Auf dieser Grundlage werden konkrete Reformvorschläge für eine langfristig stabile und zukunftsfeste Währungsunion entwickelt.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwkro:341995
  6. By: Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die deutsche Inflationsrate ist im Mai 2026 um 0, 3 Prozentpunkte auf 2, 6 % gesunken. Ausschlaggebend war der Tankrabatt, wobei der durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiepreisschock weiterhin für den deutlichen Anstieg der Inflation seit Jahresbeginn verantwortlich ist. Die Kernrate nahm etwas zu, während sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln, Alkohol und Tabak merklich verringerte. Die HVPI-Inflation fiel mit 2, 7 % ebenfalls geringer aus als zuvor und lag insbesondere wegen des Tankrabatts unter der des Euroraums (3, 2 %). Infolge der Entlastung bei den Kraftstoffpreisen und der geringeren Teuerung bei Lebensmitteln sind die haushaltsspezifischen Inflationsraten von Familien mit geringeren und mittleren Einkommen besonders stark gefallen, und zwar um 0, 5 bzw. 0, 4 Prozentpunkte auf 2, 4 % und 2, 6 %. Die am 11. Juni 2026 beschlossene Zinserhöhung der EZB war verfrüht. Statt die Märkte mit ökonomischem Sachverstand einzuhegen, scheint sich die EZB aktuell von den Markterwartungen leiten zu lassen, anstatt ihnen Orientierung zu geben. Der durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiepreisschock erhöht nicht nur die Inflation, sondern belastet auch die Wirtschaft im Euroraum erheblich. Derzeit ist nicht absehbar, ob der Preisschock temporär bleibt oder länger anhält, geschweige denn, ob es nennenswerte Zweitrundeneffekte geben wird. Daher fehlt derzeit ein hinreichender ökonomischer Grund, die Konjunktur zusätzlich zu bremsen.
    Keywords: Verbraucherpreise, Geldpolitik, Europäische Zentralbank, haushaltsspezifische Inflationsraten, Energiepreise, Tankrabatt, Inflationsausgleichsprämie
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:217-2026
  7. By: Tom Bauermann (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Thomas Theobald (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Fynn Janssen
    Abstract: Die Gaspreise in Europa sind seit dem Angriff auf den Iran deutlich gestiegen. Aufgrund des Strommarktdesigns können höhere Gaspreise schnell zu höheren Strompreisen führen - mit Nachteilen für Stromverbraucher:innen. Laut der vorliegenden Analyse und der Annahme der Realisierung von Gas-Future-Preisen (Basis: Märzwerte) könnten sich Nettokostenvorteile von rund 7, 3 Mrd. Euro pro Jahr realisieren lassen, wenn ein Gaspreisdeckel im Sinne des Iberischen Strompreismechanismus eingeführt wird. Der Mechanismus dürfte sich darüber hinaus bei vorübergehender Aktivierung gesamtwirtschaftlich als vorteilhaft erweisen. Er wirkt inflationshemmend und wachstumsfreundlich.
    Keywords: Strommarkt, Iberischer Mechanismus, Iberische Ausnahme, Wirtschaftswachstum, Merit-Order, Entlastung, Zufallsgewinne, Inflation
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:215-2026
  8. By: Sebastian Dullien (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Katja Rietzler (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Die deutsche Wirtschaft erlebt zum zweiten Mal innerhalb von fünf Jahren einen massiven Energiepreisschock. Insbesondere die stark ansteigende Inflation ist aufgrund der erst jungen Inflationserfahrung mit Teuerungsraten von fast 10 % ein Problem, auch, weil die Gefahr besteht, dass die EZB mit übertriebenen Zinserhöhungen auf die Kritik reagiert, sie habe in den vergangenen Jahren zu spät reagiert. Deshalb sind derzeit Maßnahmen angemessen, die schnell die Inflation dämpfen, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage stützen und indirekte wie Zweitrundeneffekte des Energiepreisanstiegs auf die Inflation begrenzen. Der vorgeschlagene Tankrabatt bringt zwar unschöne Nebenwirkungen mit sich, weil er das Preissignal abschwächt und signalisiert, dass der Staat Autofahrende mit Verbrennerfahrzeugen erneut schützt. Alternative Maßnahmen wie eine Mehrwertsteuersenkung sind allerdings nicht so zeitnah umsetzbar, sodass diese Nebenwirkungen derzeit akzeptiert werden können. Der Tankrabatt ist deshalb für eine Übergangszeit eine vertretbare Maßnahme. Sollte der Energiepreishöhenflug allerdings über den Juni 2026 hinaus anhalten, sollte vor einer Verlängerung des Tankrabatts geprüft werden, ob nicht andere preisdämpfende Maßnahmen wie die Senkung der Mehrwertsteuer für Lebensmittel, eine Senkung der Stromsteuer sowie eine weitere Senkung der Netzentgelte umgesetzt werden können. Flankieren sollten nicht-preisliche Maßnahmen wie ein Tempolimit auf Autobahnen und Landstraßen eingesetzt werden.
    Keywords: Energiesteuer, Tankrabatt, Inflation
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:214-2026
  9. By: Fitzenberger, Bernd (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Hohmeyer, Katrin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Prümer, Stephanie (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Over the past four years, the integration rate of basic income support recipients who transitioned to employment has declined and has not returned to the level seen before the COVID-19 crisis. During this period, the labour market was affected not only by the COVID-19 crisis but also by the start of the war against Ukraine, a recession, and the Citizen’s Benefit Reform. This study examines how the integration rate and the quality of the jobs obtained by working-age benefit recipients - who did not come to Germany as part of the refugee migration since the mid-2010s - have evolved between 2015 and 2025. The focus is on the job-seeking status of these working-age benefit recipients." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Date: 2026–07–16
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202611
  10. By: Jan Behringer (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Lukas Endres (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Eine Online-Umfrage des IMK zeigt, dass bei einer Mehrheit der Menschen in Deutschland zum Jahresende 2025 der Eindruck besteht, sich immer noch weniger leisten zu können als vor fünf Jahren, obwohl die inflationsbedingten Realeinkommensverluste der Jahre 2021 bis 2023 im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt wieder aufgeholt wurden. Diese Wahrnehmung geht mit anhaltenden Sorgen um die zukünftige Entwicklung der Lebenshaltungskosten, geplanten Konsumeinschränkungen und einem geringeren Vertrauen in die Bundesregierung einher. Die Ergebnisse liefern eine mögliche Erklärung, warum sich der private Konsum trotz wiederhergestellter Realeinkommen bislang nur schwach entwickelt. Mit Blick auf den jüngsten Energiepreisanstieg infolge des Iran-Kriegs besteht zudem das Risiko, dass die gestiegenen Kraftstoffpreise die Sorgen vor einer Verschlechterung der eigenen Kaufkraft verstärken und dadurch die Konsumbereitschaft zusätzlich dämpfen.
    Keywords: Verbraucherpreise, Einkommen, Kaufkraft, Konsum, Vertrauen in die Bundesregierung, Energiepreise, Iran-Krieg
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:218-2026
  11. By: Görlich, Paul; Paleschke, Maximilian
    Abstract: Das deutsche Wirtschaftsmodell steht unter Druck. China übernimmt einen Exportmarkt nach dem anderen mit Produkten, die deutlich günstiger sind als die in Deutschland hergestellten. Waren es vor ein paar Jahren noch verhältnismäßig einfache Produkte wie Kabel, trifft es nun die Leitindustrien im Automobil- und Maschinenbau. Welche Geschäftsmodelle sind unter solchen Bedingungen in Deutschland noch tragfähig? Die Beantwortung dieser Frage ist die Voraussetzung für eine gezielte Förderpolitik: Fließen öffentliche Mittel in ein Geschäftsmodell, dessen Kapitalrendite dauerhaft unter den Kapitalkosten liegt, werden sie kaum privates Kapital mobilisieren. Ermöglicht gezielte Förderung hingegen den Aufbau dauerhaft rentabler Produktion, kann der volkswirtschaftliche Nutzen den Mitteleinsatz aufgrund privatwirtschaftlicher Folgeinvestitionen um ein Vielfaches übersteigen. Dazu entwickeln wir einen Tragfähigkeitscheck. Er überprüft, ob spezifische Geschäftsmodelle rentabel sein können und welche Auswirkungen ausgewählte unternehmerische oder politische Maßnahmen haben. (Das ist selbstverständlich nicht das einzig relevante oder gar entscheidende Kriterium für politische Maßnahmen. Für viele Subventionen ist es aber die zentrale Motivation. Diese versuchen wir hier evaluierbar zu machen.) Anhand zweier Fallstudien - LKW und Busse mit Verbrennungsmotor sowie Optical Engines für Photonik-Chips - zeigen wir, dass die Wirksamkeit politischer Maßnahmen ganz wesentlich vom jeweiligen Geschäftsmodell, der Technologie und dem Marktumfeld abhängt. Damit lassen sich politische Maßnahmen wesentlich präziser gestalten, Einsparpotenziale bei Erhaltungssubventionen identifizieren und Ressourcen auf Märkte lenken, die das Potenzial zur eigenständigen Tragfähigkeit haben. Gerade in Zeiten knapper Haushaltsmittel ist eine solch fokussierte Wirtschaftspolitik zentral.
    Keywords: Wirtschaftsmodell, Leitindustrie, Innovation
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:342313
  12. By: Jan Behringer (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Sebastian Dullien (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Öffentliche Investitionen und ihre Finanzierung stehen seit Jahren im Mittelpunkt wirtschaftspolitischer Debatten in Deutschland. Anhand einer aktuellen Online-Umfrage wird in diesem Policy Brief gezeigt, dass sich die große Mehrheit der Bevölkerung mehr Investitionen in allen zentralen Bereichen der öffentlichen Infrastruktur wünscht. Gegenüber den Ergebnissen einer vergleichbaren Umfrage unmittelbar nach der Bundestagswahl 2021 zeigt sich zudem, dass der Wunsch nach zusätzlichen Investitionen in vielen Bereichen sogar zugenommen hat. Lediglich beim Klima- und Umweltschutz sowie beim Mobilnetz und Internet ist der Anteil der Menschen, die sich für Mehrinvestitionen aussprechen, seit 2021 zurückgegangen. Hinsichtlich der Finanzierung zeigen die Ergebnisse, dass eine Kreditaufnahme für zusätzliche Investitionen in der Bevölkerung mehrheitlich akzeptiert wird. Diese Position findet bei den Anhängerschaften aller Parteien sogar eine absolute Mehrheit - mit Ausnahme der AfD, bei deren Anhängerschaft aber immer noch eine relative Mehrheit einer Kreditaufnahme grundsätzlich zustimmt. Darüber hinaus besteht bei vielen Menschen allerdings der Wunsch, primär durch Umschichtungen in den öffentlichen Haushalten finanzielle Spielräume für zusätzliche Investitionen zu schaffen.
    Keywords: Öffentliche Investitionen, Kreditfinanzierung, Finanzpolitik, Schuldenbremse
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:pbrief:213-2026
  13. By: Küblböck, Karin
    Abstract: Gold gilt als Inbegriff von Reinheit, Sicherheit und Beständigkeit. Gleichzeitig sind seine Gewinnung und Verarbeitung vielfach mit problematischen Arbeitsbedingungen, Umweltzerstörung, Landkonflikten, Informalität und gewaltsamen Konflikten verbunden. Vor diesem Hintergrund haben sich im Goldsektor in den letzten zwei Jahrzehnten verschiedene Regulierungsansätze und private Standards herausgebildet, die Transparenz schaffen und Vertrauen in globale Goldlieferketten herstellen sollen. Das vorliegende Briefing Paper gibt einen Überblick über den globalen Goldsektor und untersucht anschließend das Spannungsverhältnis zwischen Transparenzversprechen und struktureller Intransparenz im Goldsektor, mit Schwerpunkt auf den Standards der London Bullion Market Association (LBMA). Es zeigt, dass Transparenz nicht als umfassende Offenlegung konkreter Lieferketten verstanden wird, sondern als Nachweis standardisierter Verfahren, während zentrale Informationen über Herkunft und Handel verborgen bleiben. Auf dieser Grundlage argumentiert das Paper, dass private Standards und Sorgfaltspflichten zwar wichtige Fortschritte gegenüber früherer Nichtregulierung darstellen, zugleich aber eine Fiktion von Transparenz erzeugen. Sie produzieren ein Bild verantwortungsvollen Goldes und verschieben den Fokus von den materiellen Bedingungen des Goldsektors auf die formale Nachweisbarkeit von Verfahren. So wird Verantwortlichkeit suggeriert, ohne die strukturellen Probleme des Goldsektors substanziell zu adressieren.
    Keywords: Gold, Goldlieferketten, London Bullion Market Association, Due Diligence, Standards, Transparenz, Rohstoffgovernance
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:oefseb:341985
  14. By: Büchinger, Ricarda; Dreher, Marc; Kungl, Gregor
    Abstract: In den zurückliegenden Jahren gab es eine Reihe an Entwicklungen, die sich als eine Verlangsamung, teilweise auch Umkehrung ökologisch-nachhaltiger Transformationsprozesse betrachten lassen - etwa der Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen. Diese Entwicklungen werden in der akademischen und öffentlichen Debatte als anti-ökologischer Backlash diskutiert. Die vorliegende Studie untersucht auf Basis von 31 qualitativen Interviews mit Entscheidungsträger:innen aus Unternehmen der Energiewirtschaft, Lebensmittelbranche und verarbeitenden Industrie, wie der antiökologische Backlash von Wirtschaftsakteuren wahrgenommen wird, welche Zukunftserwartungen sie damit verbinden und mit welchen unternehmerischen Maßnahmen sie ihm begegnen. Das Ergebnis zeigt, dass der Backlash zwar breit wahrgenommen wird, die damit verbundenen Zukunftserwartungen aber sehr heterogen sind und sich unter anderem zwischen den verschiedenen Branchen unterscheiden. Während einzelne Unternehmen nachhaltigkeitsbezogene Investitionen reduzieren oder pausieren, bleiben die Reaktionen auf den Backlash in den meisten unserer Fälle tentativ und beschränken sich auf eine Anpassung der Außenkommunikation. Aufgrund der Aktualität des Themas bleiben die Ergebnisse jedoch vorläufig und eine weitere begleitende Untersuchung erforderlich.
    Abstract: In recent years, there have been a number of developments that can be seen as a slowdown-and in some cases, a reversal-of sustainability transition processes, such as the U.S. withdrawal from the Paris Climate Agreement. These developments are discussed in academic debate as an anti-environmental backlash. Based on 31 qualitative interviews with decision-makers from companies in the energy sector, food supply, and processing industry, this study examines how economic actors perceive the antienvironmental backlash, what future expectations they associate with it, and what business measures they are taking to address it. The results show that while the backlash is widely recognized, the associated future expectations are highly heterogeneous and vary, among other things, across different sectors. While some companies are reducing or pausing sustainability-related investments, reactions to the backlash remain tentative in most of our cases and are limited to adjustments in external communication. However, given the topicality of the issue, the findings remain preliminary, and further monitoring is required.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:stusoi:341988
  15. By: Kerstan, Rico
    Abstract: Der Beitrag rekonstruiert, welche Arbeitsmuster bei drei Krisenmanagementansätzen in einer simulierten Unternehmenskrise sichtbar werden. Drei Teams bearbeiteten dasselbe Szenario in zwei Runden. Zwischen den Runden erhielten sie unterschiedliche Interventionen: einen Ad-hoc-/Reflexionsimpuls, einen an der Dienstvorschrift 100 (DV 100) orientierten Stabsarbeitsimpuls und eine facilitatorgestützte Prozessintervention. Der Beitrag ist als explorative Mixed-Methods-Fallstudie angelegt. Er verbindet Transkripte, Kommunikationsdaten, Entscheidungskodierung, Beobachter- und Selbsteinschätzungen sowie eine Nullmessung der Ausgangsprofile. Untersucht werden die Prozessmuster der Lagearbeit, Rollenkoordination, Entscheidungsbildung und Nachverfolgung. Der Ad-hoc-/Reflexionsimpuls bildet die Kontrollreferenz für Wiederholung und allgemeine Reflexion. Gegenüber diesem Maßstab zeigt sich bei der facilitatorgestützten Prozessführung die dichteste gemeinsame Spur aus Lagearbeit, adressierten Entscheidungen und Nachverfolgung. Dafür wurde weniger Schulungszeit eingesetzt als beim DV-100-orientierten Ansatz. Das Ergebnis zeigt den praktischen Wert einer gesonderten Prozessrolle im Unternehmenskrisenstab.
    Abstract: This working paper examines how three crisis management approaches shape crisis staff work in a simulated business crisis. Three teams processed the same scenario in two rounds. Between rounds they received different interventions: an ad-hoc/reflection input, a DV 100-oriented staff-work input, and a facilitator-based process intervention. The mixed-methods analysis combines transcripts, communication records, decision coding, ratings, and an exploratory baseline profile. It examines process patterns in situation assessment, role coordination, decision formation, and follow-up. The ad-hoc/reflection input serves as the control reference for repetition and general reflection. Against this reference, the team using facilitator-based process guidance shows the densest combined trace of situation work, addressed decisions, and follow-up. This intervention required less training time than the DV 100-oriented input. The result supports establishing process guidance as a dedicated role in corporate crisis staff work.
    Keywords: Krisenmanagement, Krisenstab, Mixed Methods, Simulation, Entscheidungsprozesse, Unternehmenskontext
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:nbswps:342102
  16. By: König, Jörg; Quitzau, Jörn
    Abstract: Die Staatsverschuldung steigt weltweit auf neue Höchststände. Nach Jahren niedriger Zinsen geraten die öffentlichen Haushalte vieler Länder unter Druck. Hinzu kommen neue fiskalische Belastungen durch geopolitische Spannungen, höhere Verteidigungsausgaben und den demografischen Wandel. Gleichzeitig gelingt es vielen Staaten selbst außerhalb akuter Krisensituationen nicht, ihre Haushalte nachhaltig zu konsolidieren und glaubwürdige Strategien zum Schuldenabbau vorzulegen. Kritisch wird Verschuldung vor allem dann, wenn Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen bestehen. Überschuldung entsteht dabei meist schleichend als Folge dauerhaft hoher Defizite. Staatsschulden sind jedoch kein Naturereignis, sondern das Ergebnis politischer Anreizstrukturen. Da Finanzmärkte oder Ratingagenturen Regierungen nur begrenzt zu fiskalischer Disziplin zwingen, dienen Fiskalregeln als institutionelle Schutzmechanismen gegen die politische Neigung, aktuelle Ausgaben über neue Schulden zu finanzieren.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwarg:341994
  17. By: Dilger, Alexander
    Abstract: Das akademische Publikationssystem ist sehr vielfältig und ausdifferenziert. Der Umgang mit daraus gewinnbaren Informationen erscheint allerdings zu eingeschränkt, vor allem bei Berufungsverfahren mit der Konzentration auf eine oder wenige Publikationen in absoluten TopZeitschriften. Dabei handelt es sich um Spitzenleistungen, doch es gibt noch viele andere wissenschaftliche Leistungen, die insgesamt wichtiger sein können, insbesondere über die Dauer von wissenschaftlichen Karrieren.
    Abstract: The academic publishing system is highly diverse and differentiated. However, the way the information derived from it is utilised appears too limited, particularly in appointment procedures that focus on just one or a few publications in top-tier journals. While these represent outstanding achievements, there are many other scholarly contributions that may be more significant overall, especially when viewed across the span of academic careers.
    Keywords: Journal, Nachwuchs, Publikation, Qualität, Wissenschaft
    JEL: A11 D81 D83 I23 J24 M51
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:umiodp:341987
  18. By: Michalski, Tino
    Abstract: Das vorliegende Working Paper befasst sich mit dem nachhaltigen Business-Development in inter- nationalen Konzernen durch Corporate Social Responsibility aus einer europäischen Perspektive. Dabei wird als Leitkonzept der dreiteilige Ansatz von Rangan, Chase und Karim genutzt. Basierend auf diesem Leitkonzept wurde in dem vorliegenden Beitrag eine prozessfokussierte Implemen- tierungsmatrix entwickelt, die diesen Ansatz auf Managementprozesse, Kerngeschäftsprozesse und unterstützende Geschäftsmodellprozesse anwendet. Der Beitrag analysiert die CSR-Engagements von internationalen Konzernen aus Europa und stellt Möglichkeiten sowie Empfehlungen des erfolg- reichen Einstiegs in CSR-Maßnahmen für internationale Konzerne aus Europa vor.
    Abstract: This working paper deals with sustainable business development in international corporations through corporate social responsibility from a European perspective. The three-part approach of Rangan, Chase and Karim is used as a guiding concept. Based on this guiding concept, a process- focused implementation matrix is developed in this article, which is then applied to the management processes, core business processes and supporting business model processes. This paper analyzes the CSR commitments of international corporations of European origin and presents opportunities and recommendations for successfully introducing CSR measures for international corporations of European origin.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fhfwps:341984

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