nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–05–11
twenty-one papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Falke oder Taube in der Nachfolge von Christine Lagarde an der EZB-Spitze? Einsichten aus einer KI-Analyse öffentlicher Reden By Heinemann, Friedrich; Kemper, Jan
  2. Nachhaltigkeit in der Unternehmenssteuerung mit der Wesentlichkeitsanalyse By Mengen, Andreas; Heinrichs, Florian; Daun, Fabian
  3. Wie hoch sind die Buerokratiekosten der Grundsteuerreform 2022/2025? By Sebastian Eichfelder; Yannis Kiel; Jonas Knaisch
  4. Schulträger im Wandel: Digitalisierungsprozesse mit berufsbildenden Schulen gestalten By Mose, Chantal; Ratermann-Busse, Monique; Enssen, Susanne
  5. Bezahlbarkeit, Fairness, Vertrauen: Wie die Energiewende gelingen kann By Schenker, Oliver
  6. Ein verhaltensökonomischer Blick auf Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern By Matthias Sutter
  7. Wie relevant ist die Gewerbesteuer als Standortfaktor? Was wir von Experteninterviews lernen koennen By Thao Bui; Sebastian Eichfelder; Julia Jirmann; Sibel Santiago da Costa
  8. Die Wählerschaft des BSW bei der Bundestagswahl 2025: Befunde aus der WSI-Nachwahlbefragung By Baumann, Helge; Seikel, Daniel
  9. Zugewanderte Fachkräfte leben oft in den Stadtstaaten und im Süden By Geis-Thöne, Wido
  10. Ermäßigte Umsatzsteuersätze eher zurückfahren als ausweiten By Heinemann, Friedrich; Kindler, Karina
  11. Kompetenzen für die Mitgestaltung einer Welt im Umbruch: Verbleibstudie und Zukunftsorientierung der IDOS Postgraduierten-Ausbildung By Christ, Simone; Grimm, Sven; Engin-Stock, Tülin; Schulz, Isabella
  12. Kooperationen prägen das Innovationsgeschehen deutscher Hochschulen By Grätz, Philipp; Kohlisch, Enno; Koppel, Oliver
  13. Kaufkraft: In Bayern am höchsten By Schröder, Christoph; Wendt, Jan
  14. Gesellschaftliche Innovationsfähigkeit als Motor transformativer Regionalentwicklung By Terstriep, Judith
  15. Private Hochschulcampi stärken die lokale Wirtschaft: Insbesondere in weniger städtischen Regionen By Krieger, Bastian; Schubert, Torben
  16. Bleibt die große Inflation diesmal aus? By Demary, Markus
  17. Zusammen ist man weniger allein: Mit Team Europe 2.0 die europäische Entwicklungspolitik stärken By Koch, Svea; Bergmann, Julian; Erforth, Benedikt; Hackenesch, Christine; Keijzer, Niels
  18. Zwischen Anspruch und Realität: die Umsetzung des Schlichtungsverfahrens im Jobcenter By Köppen, Magdalena
  19. Die Zeichen stehen wieder auf Schrumpfung By Deschermeier, Philipp
  20. Künstliche Intelligenz in deutschen Betrieben: Jeder vierte Betrieb nutzt mittlerweile generative KI (Artificial Intelligence in German establishments: One in four has adopted generative AI) By Friedrich, Martin; Kagerl, Christian
  21. Die Tankstellenpreise für Diesel sind von der Rohölpreisentwicklung seit dem Irankrieg stark entkoppelt - Preisbindung könnte Lösung sein By Brühl, Volker

  1. By: Heinemann, Friedrich; Kemper, Jan
    Abstract: Die letzte Amtszeit von Christine Lagarde endet im Oktober 2027. Presseberichten zufolge erwägt sie einen früheren Amtsverzicht. Als mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für ihre Nachfolge an der Spitze der EZB werden derzeit vor allem vier Personen diskutiert: der frühere spanische Notenbankchef Pablo Hernández de Cos, der frühere niederländische Zentralbankchef Klaas Knot, der aktuelle Bundesbankpräsident Joachim Nagel und das deutsche EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel. Dieser Policy Brief befasst sich mit der Frage, wie sich die vier genannten Kandidatinnen und Kandidaten geldpolitisch einordnen lassen und ob sie eher als "Taube" oder eher als "Falke" eingeordnet werden können. Methodisch kommen KI-gestützte Analysen öffentlicher Reden zur Anwendung.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:340878
  2. By: Mengen, Andreas; Heinrichs, Florian; Daun, Fabian
    Abstract: Die zunehmenden gesetzlichen Anforderungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verfehlen ihre Wirkung nicht: Das Thema "Management der Nachhaltigkeit" nimmt in der öffentlichen Debatte, in der Wissenschaft und in der Unternehmenspraxis einen immer größeren Raum ein. Unternehmen haben erkannt, dass sie ohne aktives Nachhaltigkeitsmanagement kaum in der Lage sind, den Anforderungen ihrer Stakeholder gerecht zu werden. Die Vorgaben der EU zum Nachhaltigkeitsreporting machen eine Überprüfung der "doppelten Wesentlichkeit" ganz unterschiedlicher Nachhaltigkeitsthemen zum Dreh- und Angelpunkt des Nachhaltigkeitsmanagements und der Berichterstattung. Aber wie erstellt man in der Praxis eine solche Wesentlichkeitsanalyse, welche Kennzahlen lassen sich aus dieser ableiten und wie finden diese ihren Weg in die Unternehmenssteuerung? Wer an einer Antwort auf diese und weiterführende Fragen interessiert ist, dem sei die Lektüre des vorliegenden Beitrags empfohlen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hkowis:340832
  3. By: Sebastian Eichfelder (Faculty of Economics and Management, Otto-von-Guericke University Magdeburg); Yannis Kiel; Jonas Knaisch
    Abstract: Der vorliegende Beitrag schaetzt die Buerokratiekosten der Grundsteuerreform 2022/2025 mit Hilfe des Standardkostenmodells der Bundesregierung (SKM) und qualitativer Experteninterviews auf eine Bandbreite von 3, 92 Mrd. € und 6, 50 Mrd. € (im Mittelwert 5, 21 Mrd. €). Dies entspricht 3, 38 % bis 5, 61 % des voraussichtlichen Steueraufkommens im Hauptfeststellungszeitraum von 2022 bis 2028. Die im vorliegenden Beitrag geschaetzten Buerokratiekosten betragen das 3, 6-fache bis 6, 0-fache des 2019 durch den Nationalen Normenkontrollrat (NKR) ermittelten Erfuellungsaufwandes. Damit dokumentiert die vorliegende Untersuchung eine massive Unterschaetzung der Buerokratiekosten der Grundsteuerreform 2022/2025 durch den NKR und die deutsche Bundesregierung.
    Date: 2026–04
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:mag:wpaper:26004
  4. By: Mose, Chantal; Ratermann-Busse, Monique; Enssen, Susanne
    Abstract: Schulträger nehmen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung von Digitalisierungsprozessen an berufsbildenden Schulen ein. Diese auszufüllen unterliegt allerdings diversen strukturellen Restriktionen. Hierzu zählen u.a. institutionelle Hürden und unklare Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern, Kommunen und berufsbildenden Schulen, die eine nachhaltige Strategieentwicklung erschweren. Hinzu kommen bildungspolitische Vorgaben, knappe finanzielle Mittel sowie divergierende Strukturen und fachliche Ausrichtungen berufsbildender Schulen. Einheitliche Empfehlungen für Strategien und Konzepte, Standards für die IT-Infrastruktur und digitale Ausstattung sowie Unterstützungsangebote für ein gelingendes Digitalisierungsmanagement für berufsbildende Schulen fehlen aus Sicht der Schulträger. All dies erfordert transparente Aufgaben-, Funktions- und Zuständigkeitsbereiche sowie eine übergreifende Koordination der Beteiligten im Rahmen multiprofessioneller Zusammenarbeit.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:340863
  5. By: Schenker, Oliver
    Abstract: Die Energiewende tritt in eine Phase, in der Verbraucher/innen selbst zu zentralen Akteuren werden, da Klimapolitik nun direkt in deren Entscheidungen hineinwirkt. Aus ökonomischer Sicht gilt die Bepreisung von Treibhausgasemissionen als das effizienteste Instrument, das in Europa bislang in erster Linie in Energie- und Industriesektoren eingesetzt wurde. Da mit einigem Erfolg: Seit dem Start des europäischen Emissionshandelssystems (EU ETS) im Jahre 2005 sind die Emissionen in den regulierten Sektoren um etwa 51 Prozent gesunken. Durch die Ausweitung des Emissionshandels auf den Gebäude- und Verkehrssektor über das zweite Emissionshandelssystem (EU ETS2), voraussichtlich im Jahr 2028, wird ein zentraler Pfeiler der Energiewende für die Haushalte direkter spürbar. Modellrechnungen erwarten Preisen zwischen 100 und 300 Euro pro Tonne CO2 für die erste Hälfte der 2030er Jahre (siehe Abbildung 1), was einer ungefähren Verdoppelung bis Verfünffachung gegenüber den heutigen Preisen entspricht. Damit werden Kauf- und Investitionsentscheidungen von Haushalten zu entscheidenden Faktoren für den Erfolg der Energiewende, aber auch der dem Wahlerfolg von Parteien, weil sozial- und verteilungspolitische Aspekte der Klimapolitik in den Fokus rücken. Maßnahmen mit spürbaren Belastungen sind politisch nur tragfähig, wenn sie als legitim wahrgenommen werden. Werden Belastungen als unfair wahrgenommen, kann die Akzeptanz schnell sinken oder gar kippen. Dieser Policy Brief erläutert die Evidenz hinter diesen Zusammenhängen und diskutiert politische Handlungsoptionen, die diese Aspekte mitberücksichtigen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:340877
  6. By: Matthias Sutter (Max Planck Institute for Behavioral Economics, Bonn)
    Abstract: Frauen verdienen im Schnitt nach wie vor weniger als Männer. Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte in der Gleichstellung von Männern und Frauen gemacht wurden, gibt es immer noch Ungleichheiten. Matthias Sutter wirft einen verhaltensökonomischen Blick auf mögliche Ursachen für die ungleichen Gehälter von Männern und Frauen. Dabei konzentriert er sich auf Geschlechterunterschiede im Wettbewerbsverhalten, im Verhandlungsverhalten und in der Wahl, in welchen Branchen jemand arbeiten möchte. All diese Faktoren können einen wichtigen Teil der Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen erklären, entziehen sich aber einfachen politischen (bzw. gesetzlichen) Interventionen. Abschließend wird auch die Bedeutung von Kindern für Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern diskutiert.
    Keywords: Verhaltensökonomie, Gehaltsunterschiede, Wirtschaftspolitik, Wettbewerbsverhalten, Verhandlungsverhalten, Kinder
    Date: 2026–04
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:mpg:wpaper:2026_05
  7. By: Thao Bui; Sebastian Eichfelder (Faculty of Economics and Management, Otto-von-Guericke University Magdeburg); Julia Jirmann; Sibel Santiago da Costa
    Abstract: Wir untersuchen anhand von qualitativen Experteninterviews die Relevanz der Gewerbesteuer im Verhaeltnis zu anderen Standortfaktoren am Beispiel von Duesseldorf, Oberhausen und Magdeburg. Besonders relevante Faktoren sind die Verkehrsinfrastruktur, die Verfuegbarkeit von Flaechen sowie von Fach- und Arbeitskraeften. Weitere relevante Faktoren sind Grundstuecks- und Arbeitskosten, Erreichbarkeit für Mitarbeitende, Naehe zu Kunden und anderen Unternehmen, das Image und die Lebensqualitaet einer Stadt, die Schnelligkeit der oeffentlichen Verwaltung sowie die Offenheit und Aufgeschlossenheit der Kommune für Unternehmen sowie Foerderungsmoeglichkeiten. Wichtige Push-Faktoren sind ein Mangel an geeigneten Flächen, mangelnde Zugriffsmoeglichkeiten auf Foerdermittel sowie im Falle von Oberhausen die sehr hohen Hebesaetze der Gewerbesteuer (580 %). Mit Ausnahme von Oberhausen kommt der Gewerbesteuer nach Experteneinschaetzungen in den ausgewaehlten Kommunen keine hohe Bedeutung als Standortfaktor zu. Das gilt insbesondere für Existenzgruender, die eher geringe Gewinne erzielen und auf ein lokales Netzwerk angewiesen sind.
    Keywords: Standortattraktivität, Standortfaktoren, Gewerbesteuer, Wirtschaftspolitik, Steuerpolitik
    JEL: H20 H21 H23 H25
    Date: 2026–01
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:mag:wpaper:26008
  8. By: Baumann, Helge; Seikel, Daniel
    Abstract: Mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat eine neue Partei die politische Landschaft betreten, die bereits kurz nach der Gründung beachtliche Erfolge einfuhr. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte das BSW allerdings knapp. Der WSI-Report analysiert die Wählerschaft des BSW und geht der Frage nach, inwiefern das BSW die AfD Stimmen gekostet hat. Die Untersuchung zeigt, dass das BSW im Vergleich zu anderen Parteien überdurchschnittlich häufig von Frauen und in Ostdeutschland gewählt wurde. BSW-Wähler*innen verfügen im Vergleich über geringere Einkommen und arbeiten oft als Bürokräfte oder Dienstleistungsarbeiter*innen. Sie sorgen sich um die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Eskalation von kriegerischen Auseinandersetzungen und haben ein geringes Institutionenvertrauen. Die meisten BSW-Wähler*innen kombinieren linke wirtschafts- und sozialpolitische Präferenzen mit konservativen oder liberalen gesellschaftspolitischen Einstellungen. Die Linke verlor anteilig mehr Wähler*innen an das BSW als andere Parteien, die zahlenmäßig größte Gruppe in der BSW-Wählerschaft stellen jedoch ehemalige SPD-Wähler*innen. Zwar hat das BSW der AfD mehr Wählerstimmen gekostet als die meisten anderen Parteien, insgesamt verloren aber linke Parteien mehr Wähler*innen an das BSW als rechte Parteien.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:340873
  9. By: Geis-Thöne, Wido
    Abstract: Während in den Stadtstaaten, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern zwischen 16 Prozent und 21 Prozent der Gesamtbevölkerung im Alter zwischen 25- bis 64 Jahren Personen auf zugewanderten Personen mit beruflichen oder hochschulischen Abschlüssen entfällt, sind es in ostdeutschen Flächenländer nur zwischen 6 Prozent und 8 Prozent.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:340869
  10. By: Heinemann, Friedrich; Kindler, Karina
    Abstract: Die Umsatzsteuer ist mit Einnahmen von inzwischen über 300 Milliarden Euro jährlich für Bund, Länder und Gemeinden eine zentrale Einnahmequelle. Gleichzeitig werden die Einnahmen aus dieser Steuer durch eine vielfache Anwendung des ermäßigten Steuersatzes geschmälert. Die Anzahl dieser Ermäßigungs-Tatbestände ist im Zeitverlauf gewachsen. Auch die damit verbundenen Steuerausfälle sind über die Zeit gestiegen und haben im Jahr 2026 mit schätzungsweise 43, 5 Mrd. Euro eine beträchtliche Größenordnung erreicht. Dennoch wird in der aktuellen steuerpolitischen Diskussion vielfach gefordert, den Geltungsbereich des ermäßigten Steuersatzes noch stärker auszuweiten oder den derzeit bei sieben Prozent liegenden ermäßigten Satz zumindest für bestimmte Güter (Lebensmittel) noch weiter abzusenken oder gar auf null zu setzen. Der Bund hat sich verpflichtet, alle Subventionen unter Einschluss der Steuersubventionen regelmäßig zu evaluieren. Das Bundesfinanzministerium hatte deshalb das ZEW mit einer umfassenden Evaluation der ermäßigten Umsatzsteuersätze beauftragt. Dieses Policy Brief berichtet über zentrale Ergebnisse dieser Studie.1 Zur Beurteilung hat die Evaluationsstudie einen klar definierten Kriterienkatalog verwendet und die wichtigsten Tatbestände ermäßigter Steuersätze überprüft.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:340875
  11. By: Christ, Simone; Grimm, Sven; Engin-Stock, Tülin; Schulz, Isabella
    Abstract: Das Postgraduate Programme for Sustainability Cooperation (PGP) des German Institute of Development and Sustainability (IDOS, vormals DIE) bildet seit 1965 Nachwuchs für die deutsche und europäische internationale Zusammenarbeit aus. Wie erfolgreich ist das Programm in der Förderung des Berufseinstiegs und der Kompetenzen seiner Absolvent:innen? Und wie sollte sich die deutsche Ausbildung für internationale Kooperation weiterentwickeln? Anlässlich seines 60-jährigen Jubiläums führte das IDOS eine Verbleibstudie durch, um systematisch den Nutzen des Programms für die rund 1000 Absolvent:innen zu analysieren und Anregungen für seine Weiterentwicklung zu erhalten. Die Studie belegt eindrucksvoll die Relevanz des Postgraduierten-Programms und die Identifikation mit ihm über die letzten 60 Jahre hinweg. Dem Programm wird ein hoher Nutzen für die berufliche und persönliche Entwicklung attestiert, und es wird nachfolgenden Generationen klar weiterempfohlen. Zugleich befindet sich die Welt in einem Epochenumbruch. Grundlegend ändern sich v. a. die Rahmenbedingungen für Kooperationen, die Anforderungen an Personal im Berufsfeld und die Ausbildung von zukünftigen Fach- und Führungskräften. Ausbildungsprogramme wie auch das PGP müssen sich auf diese drastischen Veränderungen einstellen. Letztlich zeigt sich die Qualität eines Ausbildungsprogramms auch daran, wie gut es grundlegende Kompetenzen fördert, die noch unter veränderten Bedingungen nützlich sind und die helfen, diese Veränderungen mitzugestalten. Die IDOS-Absolvent:innen wurden auch nach ihren Perspektiven auf Veränderungen im Berufsfeld internationale Zusammenarbeit befragt. Damit ermöglicht es die Befragung, Schlussfolgerungen zur Weiterentwicklung der Ausbildung zu ziehen: 1. Die Aus- und Fortbildung sollte verschiedene Kompetenzen fördern, die eine Kooperation für nachhaltige Entwicklung gestalten können. Damit in einer zunehmend komplexer werdenden Welt Veränderungen partnerorientiert angestoßen und umgesetzt werden, sind sowohl fachliches und systemisches Wissen wie auch persönliche, soziale, Netzwerk- und Kooperationskompetenzen erforderlich. 2. Institutionen in der Aus- und Weiterbildung sollten Kooperationskompetenzen durch gemeinsames Lernen mit internationalen Partnern stärken. Dies fördert das Verständnis für jeweils andere Perspektiven und unterstützt die Weiterentwicklung von Partnerschaften. 3. Schon in der Ausbildung sollten postkoloniale und machtkritische Perspektiven berücksichtigt und in der konkreten Zusammenarbeit zwischen Organisationen gelebt werden. Diese Aspekte gewinnen auch nach Einschätzung der IDOS-Absolvent:innen in der internationalen Zusammenarbeit an Bedeutung.
    Keywords: Internationale Zusammenarbeit, Entwicklungszusammenarbeit, Aus- und Weiterbildung, Personalentwicklung, Kompetenzentwicklung, Netzwerke, Ausbildungsprogramm, Deutsche Entwicklungspolitik, Europäische Entwicklungspolitik, Multilaterale Entwicklungspolitik, Kooperationskompetenzen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:idospb:340854
  12. By: Grätz, Philipp; Kohlisch, Enno; Koppel, Oliver
    Abstract: Deutsche Hochschulen melden Patente deutlich häufiger in Kooperation mit Forschungspartnern an als andere Akteure. Mit 29, 2 Prozent liegt ihr Kooperationsanteil nahezu sechsmal so hoch wie im Durchschnitt aller Patentanmeldungen. Gemessen an der Patentaktivität insgesamt verteidigt die TU Dresden ihren Spitzenplatz, bereinigt um die Anzahl der Studierenden weisen Sachsen und Thüringen im Bundesländervergleich die meisten Hochschulpatentanmeldungen auf.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:340870
  13. By: Schröder, Christoph; Wendt, Jan
    Abstract: Wie hoch die durchschnittliche Kaufkraft einer Region ist, hängt nicht nur vom Pro-Kopf-Einkommen, sondern auch von ihrem Preisniveau ab. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat deshalb amtliche Daten zum Einkommen um regionale Preisunterschiede bereinigt - mit teilweise überraschenden Ergebnissen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:340859
  14. By: Terstriep, Judith
    Abstract: Klassische Struktur- und Innovationspolitik stößt in der Polykrise an Grenzen - gerade strukturschwache Regionen brauchen gesellschaftliche Innovationsfähigkeit, um aus eigener Kraft zukunftsfähige Entwicklungspfade zu eröffnen. Wer das Potenzial gesellschaftlicher Innovativität in Wert setzen will, muss sechs Dimensionen in den Blick nehmen: geteilte Werte und Normen, kollektive Fähigkeiten, Machtbeziehungen, Handlungsfähigkeit auf Systemebene, Narrative und Imaginationen sowie exogene Faktoren. Gesellschaftliche Innovation ist kein Selbstläufer: Sie entsteht nur dort, wo Transformationsprozesse gezielt initiiert, realisiert, mitgetragen und verstetigt werden, um gemeinsam gestaltet dauerhaft in der Region verankert zu werden.
    Keywords: gesellschaftliche Innovationsfähigkeit, transformative Regionalentwicklung, Transformationsprozesse, gesellschaftliche Herausforderungen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:340862
  15. By: Krieger, Bastian; Schubert, Torben
    Abstract: Die regionale Wirtschaftsentwicklung bleibt in Deutschland eine zentrale politische Herausforderung. Hochschulen werden häufig als mögliche Treiber lokaler Entwicklung angesehen. Für private Hochschulcampi war die empirische Evidenz bislang jedoch begrenzt. Neue Erkenntnisse für Deutschland zeigen, dass private Hochschulcampi die lokale wirtschaftliche Aktivität steigern können. Der geschätzte Effekt entspricht einem Anstieg des lokalen Bruttoinlandsprodukts um rund 1, 5 bis 2, 1 Prozent. Gleichzeitig sind die Effekte regional nicht einheitlich. Sie fallen insbesondere in intermediären und ländlicheren Regionen deutlich aus, während die Evidenz für stärker städtisch geprägte Regionen begrenzt ist. Die Effekte bauen sich zudem nur allmählich über die Zeit auf und werden erst nach mehr als zehn Jahren statistisch signifikant. Darüber hinaus gibt es keine Hinweise auf messbare Effekte in benachbarten Regionen. Insgesamt legen die Ergebnisse nahe, dass private Hochschulcampi zur Regionalentwicklung beitragen können - insbesondere außerhalb der am stärksten städtisch geprägten Teile des Landes und über längere Zeithorizonte hinweg.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:340876
  16. By: Demary, Markus
    Abstract: Öl- und Gaspreise sind infolge des Iran-Krieges um jeweils knapp 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies erinnert an die Energiekrise zu Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine. Die Inflationsrate lag infolge im September 2022 bei 10 Prozent. Besteht nun das Risiko, dass die Teuerungsrate in diesem Jahr ähnlich stark ansteigen wird?
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:340871
  17. By: Koch, Svea; Bergmann, Julian; Erforth, Benedikt; Hackenesch, Christine; Keijzer, Niels
    Abstract: Die internationale Ordnung ist in einem tiefgreifenden Wandel, wobei Großmachtrivalitäten eine Neuordnung globaler Machtstrukturen vorantreiben. Dies hat auch Auswirkungen auf die europäische Entwicklungspolitik. In vielen EU-Mitgliedstaaten gehen die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) zurück; gleichzeitig richten EULänder ihre verbleibenden Mittel stärker an Eigeninteressen aus. Bislang werden diese Reformen weitestgehend bilateral ausdefiniert, wohingegen eine politische Debatte über Rolle, Mehrwert und gemeinsame Ausgestaltung der EU-Entwicklungspolitik weitestgehend fehlt. Doch ohne eine Stärkung der europäischen Zusammenarbeit wird es Europa nicht gelingen, auf die aktuellen weltpolitischen Umbrüche eine adäquate Antwort zu geben. In diesem Policy Brief argumentieren wir, dass Reformbestrebungen in der europäischen Entwicklungspolitik die Zusammenarbeit und Komplementarität stärken müssen, um wirksam auf die veränderte geopolitische Lage reagieren zu können. Unsere Analyse zeigt vier inhaltliche Handlungsfelder, auf die sich laufende Reformprozesse europäischer Akteure konzentrieren und auf denen Entwicklungspolitik wichtige Beiträge leisten soll: 1. Wirtschaftsförderung und Einbindung des Privatsektors; 2. Sicherheitspolitik; 3. Steuerung und Gestaltung von Migration; 4. Menschliche Entwicklung und Armutsreduktion, insbesondere in LDCs (Least Developed Countries). Eine gemeinsame strategische Ausrichtung Europas auf diesen Handlungsfeldern fehlt jedoch bisher. Diese gemeinsamen strategischen Prioritäten auszuhandeln erfordert eine Neubelebung des politischen Dialogs zwischen EU-Institutionen und Mitgliedstaaten sowie eine Weiterentwicklung des "Team Europe"-Ansatzes. "Team Europe 2.0" hätte dann zwei Funktionen: die inhaltliche Komplementarität "nach innen" zu stärken durch eine Verständigung darauf, wie die unterschiedlichen Akteure jeweils zu gemeinsam festgelegten Zielsetzungen beitragen; und "nach außen", um sichtbar zu machen, wofür Europa strategisch steht. Kernelement von Team Europe 2.0 sollte ein verbesserter inhaltlicher Austausch in themenspezifischen, informellen Gruppen unter Führung einzelner Mitgliedstaaten und der Kommission sein. Solche "thematischen Champions" könnten die Entwicklung gemeinsamer Strategien für größere, transformative Initiativen erleichtern. Ein verbesserter politischer Dialog und inhaltliche Abstimmung in Schlüsselbereichen der europäischen Entwicklungspolitik sind Voraussetzungen für ein geeintes und strategischeres Auftreten von "Team Europe" nach außen, auch in multilateralen Kontexten.
    Keywords: EU Entwicklungspolitik, Komplementarität, Team Europe, Global Gateway, Wirtschaftsförderung, Sicherheit, Migration, menschliche Entwicklung
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:idospb:340866
  18. By: Köppen, Magdalena (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "With the citizen's income reform, a conciliation procedure for basic income support for job seekers was introduced for the first time on 1 July 2023 (§ 15a SGB II). It applies when it is not possible to draw up or update the cooperation plan due to differences of opinion between the job centre and the beneficiary, and is intended to enable an amicable solution to be reached. The specific design of the procedure – in particular the question of whether the conciliation is conducted internally by the job centre's own employees or externally by third parties – is the responsibility of the job centre's board of trustees. The legislator thus grants them leeway in the design of the procedure and expressly refrains from imposing a uniform solution. As part of the planned new basic security system, the conciliation procedure is to be abolished. This report is the first empirical study to examine how the institutional requirements for the conciliation procedure are implemented in practice. The analysis is based on qualitative interviews with conciliators and caseworkers from three job centres each with different implementation models and different types of job centres. The analysis was carried out using thematic analysis. Ten institutional parameters derived from the law, the explanatory memorandum to the law and the technical guidelines of the Federal Employment Agency serve as the analytical frame of reference. These can be divided into three groups: requirements for conciliators (neutrality and independence, moderation, professional competence), requirements related to the procedure (legal compliance, transparency, procedural efficiency, autonomy of design, low threshold) and interaction-related requirements (openness to results, participation in the process). With regard to requirements related to the conciliator, it is apparent that neutrality is understood by all conciliators not as a given status, but as a continuous effort to be achieved. Two different understandings can be distinguished here: neutrality through equidistance and conscious abstinence from information on the one hand, and neutrality through active knowledge exchange and mediating on the other. With regard to moderation, too, self-image and expectations vary between passive process support and active steering with conciliator's own proposed solutions. In terms of professional competence, there is a key difference between internal and external conciliators in that internal conciliators have accumulated system knowledge from their consulting work, while external conciliators had to acquire this knowledge retrospectively. In terms of requirements related to the procedure, legal compliance is primarily understood as setting boundaries for the scope of action for conciliation. The pivotal function of the procedure is significant: it offers temporary protection against reduced benefits during its duration, but opens the way to sanctions in the event of failure. Transparency is understood as an ongoing task. Internal conciliators use direct access to the job centre and strategically position the conciliation as a support tool. For external conciliators, information practices are a ‘black box’. The caseworkers’ duty to inform beneficiaries about the conciliation possibility is generally regarded as a central mechanism for creating transparency, but in practice it is unreliable for various reasons. The efficiency of the procedure is assessed by caseworkers as users primarily on the basis of the subjective added value for their further work. The autonomy granted to job centres and conciliators as implementers varies according to institutional location. Internal conciliators tend to make extensive use of their scope for action, while external conciliators limit themselves to the methodological and content-related level. Low thresholds are sought through methods, simple language and the option of an accompanying person. However, this approach has its limits, as internal procedures tend to be low-threshold for caseworkers, but can be burdensome for beneficiaries. External procedures offer symbolic neutrality, but can themselves be high-threshold depending on how access is designed. With regard to interaction-related requirements, two orientations of conciliators can be reconstructed for the requirement of openness to results. Output orientation is characterised by the goal of labour market integration being considered fixed and the means of achieving it as negotiable. Process orientation, on the other hand, accepts the failure to reach an agreement as a legitimate outcome. Participation in the process is understood as an active dialogue, but is not a given. Voluntary participation proves to be structurally limited for both sides. Beneficiaries weigh up participation against the possible consequences, while caseworkers sometimes see participation and initiation as inevitable or as a means of enforcing their demands. Overall, the findings show that institutional requirements are not implemented as fixed rules, but are interpreted subjectively and situationally. The result is not a uniform implementation, but rather variations in local practices. The institutional location of the conciliation structures the framework conditions of practice, but does not determine them completely. The professional orientation of the conciliators is also significant. The roles of caseworkers as users on the one hand and gatekeepers of information on the other are also constitutive. Regarding the institutional requirements in the overall picture, it becomes apparent that these can be mutually dependent and limiting in their implementation. These tensions result not least from the hybrid nature of the instrument itself. Its conceptual vagueness creates different and sometimes contradictory expectations in its implementation and among those involved." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Date: 2026–05–04
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202606
  19. By: Deschermeier, Philipp
    Abstract: Die Bevölkerung Deutschlands ist seit Beginn der 2010er Jahre meiststetig gewachsen. Doch 2025 folgte ein leichter Rückgang. Eine Entwicklung, die sich zukünftig als Trend fortsetzen wird, wie Ergebnisse der aktualisierten IW-Bevölkerungsprognose zeigen. Bis 2045 ist ein Rückgang um 2, 9 Prozent auf etwa 81, 1 Millionen Personen zu erwarten.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:340860
  20. By: Friedrich, Martin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kagerl, Christian (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Generative AI has the potential to transform the economy, but how widely is it already being used? Based on the IAB Establishment Panel, the share of German establishments using generative AI increased almost fivefold, from 5 percent in 2023 to 24 percent in 2025. Use is most common among large establishments, young establishments, and those in knowledge-intensive services. Most users rely on freely available generative AI tools, while only a minority train their own models. Nevertheless, around half of all establishments using generative AI have already made financial investments in the technology. Among users, about half offer or plan to offer AI-related training for their employees. A similar share have introduced or plan to introduce rules governing AI use in the workplace." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Date: 2026–05–05
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202608
  21. By: Brühl, Volker
    Abstract: Since the Iran war, fuel prices in Germany have risen sharply. Our analysis shows that diesel prices at gas stations have increased much more than crude oil prices. On average, downstream margins for oil companies rose by 29 euro cents per liter of diesel during the period under review. To ensure that, in times of crisis, only actual changes in crude oil prices are passed on to end consumers, gas station prices could be linked to daily spot prices in Rotterdam or to short-term Brent futures contracts.
    Keywords: Iran-Krieg, Rohölpreise, Tankstellenpreise für Diesel, Iran war, crude oil prices, gas station prices for diesel
    JEL: Q40 Q41
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:cfswop:340835

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