nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–04–20
twenty-six papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Geschlechtsspezifische Lohnunterschiede in Sachsen – Regionale Unterschiede und Entwicklung By Weyh, Antje; Fuchs, Michaela; Rossen, Anja
  2. Eskalation im Nahen Osten: Auswirkungen auf Europa - und was (nicht) zu tun ist By Grimm, Veronika; Haucap, Justus; Kolev, Stefan; Wieland, Volker
  3. Gesellschaftspolitische Spannungen am Arbeitsplatz By Diermeier, Matthias; Doliesen, Konrad; Hammermann, Andrea
  4. Eine Wachstumsagenda für Deutschland By Grimm, Veronika; Haucap, Justus; Kolev, Stefan; Wieland, Volker
  5. Die gesetzliche Rentenversicherung: Diagnose und Therapie im Jahr 2025 By Grimm, Veronika; Haucap, Justus; Kolev, Stefan; Wieland, Volker
  6. IAB-Betriebspanel (IAB-BP) 1993-2024 By Bellmann, Lisa; Gensicke, Miriam; Grau, Katrin; Kohaut, Susanne; Möller, Iris; Oberfichtner, Michael; Schwengler, Barbara; Tschersich, Nikolai; Umkehrer, Matthias
  7. Rechenkapazität als strategischer Standortfaktor und Hebel der digitalen Wettbewerbsfähigkeit By Koch, Philipp; Graf, Nikolaus; Rabong, Sarah
  8. Junge Menschen ohne Berufsabschluss im Arbeitsmarkt in Hessen - Entwicklungen seit 2014 By Ulrich, Angela; Röhrig, Annette; Schmitt, Laila; Schorr, Niklas; Wydra-Somaggio, Gabriele
  9. High Noon: Die 12-Uhr-Regel an deutschen Tankstellen By Gregor, Leonard
  10. Kurz- und langfristige Kosten des Sozialstaates: Der Sozialabgabengedenktag 2026 By Raffelhüschen, Bernd; Schultis, Sebastian; Stramka, Sebastian
  11. Darstellungsästhetik als Analyse- und Gestaltungsmodell digitaler Spiele: Skizzierung einer Taxonomie By Trautzsch, Nadine
  12. Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft – Kurzbericht der dritten Befragungswelle. Nach dem KI-Aufmerksamkeitsanstieg: Zwischen Stabilisierung, Skepsis und Regulierungsanforderungen By Marcinkowski, Frank; Keller, Birte; Lünich, Marco; Flaßhoff, Florian Golo
  13. Längere Arbeitszeiten By Schäfer, Holger; Stettes, Oliver
  14. Evaluierung der Bevölkerungsvorausschätzung 2023: Warum braucht Leipzig eine Neuberechnung? By Schultz, Andrea; Lagrange, Manuela; Seifert, Ingo
  15. Spatial Close Playing: Eine räumliche Methode zur Analyse digitaler und virtueller Räume By Burbach, Jörg
  16. Sozio-ökonomische Bedeutung von modernen Breitbandnetzen und Breitband-Fördermaßnahmen By Briglauer, Wolfgang; Schwarzbauer, Wolfgang
  17. Arbeitsmarktentwicklung 2026: Fiskalpolitischer Rückenwind trifft auf geopolitischen Gegenwind (Labour market outlook 2026: Fiscal tailwind meets geopolitical headwind) By Gartner, Hermann; Hellwagner, Timon; Hummel, Markus; Hutter, Christian; Lochner, Benjamin; Wanger, Susanne; Weber, Enzo; Zika, Gerd
  18. Panel Lebensqualität und Teilhabe - Feld- und Methodenbericht der Welle 4 By Hülle, Sebastian; Bömmel, Nadja; Kasrin, Zein; Meß, Andreas; Özerdogan, Anil; Schiele, Maximilian; Schneider, Ramona; Schröder, Charlotte; Trappmann, Mark; Weik, Jonas Aljoscha; Wenzig, Claudia; Wolff, Joachim; Zabel, Cordula; Zins, Stefan
  19. Regionale Arbeitsmarktprognosen 2026: Konjunkturschwäche belastet die regionalen Arbeitsmärkte weiterhin (Regional Labour Market Forecasts 2026: Economic Weakness Continues to Weigh on Regional Labour Markets) By Heining, Jörg; Jahn, Daniel; Kuhn, Sarah; Rossen, Anja; Sujata, Uwe; Uhlig, Max Andreas; Weyh, Antje
  20. Zeitenwende und öffentliche Finanzen By Corneo, Giacomo
  21. Beschäftigte geben ihrem Arbeitsplatz gute Noten: Arbeitsklima-Index 2025 By Hammermann, Andrea; Stettes, Oliver
  22. Psychische Erkrankung, Neurodiversität, Recovery: Konturen eines integrativen Forschungsfeldes für Ausbildung, Praxis und Forschung der Sozialen Arbeit By Wägerle, Jennifer; Albrecht-Ross, Bessy
  23. Auf dem Weg ins Debakel: Die Diskrepanz zwischen dem KI-Anspruch der EU und ihrer Energieplanung By Ciani, Matilde
  24. (H)ausquartiert: Regionale Unterschiede beim Zugang zu Wohneigentum By Osswald do Amaral, Francisco; Staratschek, Gereon; Zdrzalek, Jonas; Zetzmann, Steffen
  25. Verlagerung von CO2-Emissionen durch EU-Klimapolitik? Ein Überblick By Fadinger, Harald; Gerster, Andreas; Sauré, Philip; Wanner, Joschka
  26. Abschlussbericht: Missionsorientierung und Innovationscluster By Wurster, Stefan; Hottenrott, Hanna; Bartscherer, Falk; Kurz, Felix

  1. By: Weyh, Antje (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Fuchs, Michaela (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Rossen, Anja (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Der vorliegende Beitrag untersucht den Gender Pay Gap und seine Bestimmungsfaktoren in den Jahren 2019 und 2024 im regionalen Vergleich zwischen Deutschland, Ostdeutschland, Sachsen und den sächsischen Kreisen. Die zentrale Datenbasis dafür bildet die Beschäftigtenhistorik des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. In Sachsen lag der unbereinigte Gender Pay Gap für Vollzeitbeschäftige in 2024 mit 6, 7 Prozent über dem Wert für Ostdeutschland mit 5, 1 Prozent, allerdings deutlich unterhalb des gesamtdeutschen Wertes von 17, 2 Prozent. Gegenüber 2019 ging er sowohl in Sachsen, in Ostdeutschland als auch deutschlandweit weiter zurück. Insgesamt nehmen dabei sowohl die Unterschiede zwischen den Regionen, als auch die Unterschiede zwischen den Gender Pay Gap nach ausgewählten individuellen und betrieblichen Merkmalen weiter ab. Um ein detaillierteres Bild der Einflussgrößen des Gender Pay Gap zu erhalten, werden diese individuellen und betrieblichen Merkmale sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren zudem im Rahmen einer Oaxaca-Blinder-Zerlegung betrachtet. Diese zeigt im erklärten Teil, dass vor allem die berufliche Orientierung von Frauen und Männern, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Qualifikation, die betriebliche Lohnstruktur und die Lohnhöhe nach wie vor entscheidende Einflussfaktoren auf die Höhe der Lohnlücke sind. Der unerklärte Teil der Zerlegung entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Dieser fällt im Gegensatz zu Deutschland, in Ostdeutschland und Sachsen höher aus als der unbereinigte Gender Pay Gap. Frauen müssten aufgrund der messbaren, lohnbestimmenden Faktoren in Ostdeutschland und Sachsen somit mehr als Männer verdienen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
    Date: 2026–02–27
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabrsa:202601
  2. By: Grimm, Veronika; Haucap, Justus; Kolev, Stefan; Wieland, Volker
    Abstract: Der wissenschaftliche Beraterkreis der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie hat ein Kurzgutachten zu den Auswirkungen der Lage im Nahen Osten vorgelegt. Ausgehend von ersten Analysen zu den kurzfristigen Effekten auf Lieferketten und Energiepreise, bezieht der Beraterkreis dabei auch Stellung zu gegenwärtig diskutierten kurzfristigen Maßnahmen sowie darüberhinausgehenden Handlungsoptionen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:imfswp:340019
  3. By: Diermeier, Matthias; Doliesen, Konrad; Hammermann, Andrea
    Abstract: Gesellschaftspolitische Diskussionen sind in deutschen Unternehmen weit verbreitet: Nur fünf Prozent der befragten Personalverantwortlichen berichten, diese überhaupt nicht wahrzunehmen. Aus Sicht der Beschäftigten bestätigt sich die Relevanz: Acht von zehn Beschäftigte in Deutschland erleben solche Gespräche zumindest gelegentlich. Unterschiede zeigen sich nach Arbeitsbereich - außerhalb des Büros beispielsweise in der Produktion wird häufiger diskutiert - und regional: Migration und die Spaltung der Parteienlandschaft dominieren in Ostdeutschland, Klimapolitik eher im Westen. Auswirkungen auf das Betriebsklima sind überwiegend nicht spürbar. Mehr als die Hälfte der Personalverantwortlichen sieht weder positive noch negative Effekte, ein Viertel erkennt eine förderliche Wirkung auf das Miteinander. Auch Beschäftigte nehmen die Debatten meist gelassen zur Kenntnis: Nur 14 Prozent bewerten sie negativ. Spannungen oder Ausgrenzung sind bislang die Ausnahme. Entscheidend ist weniger das Thema als die Art und Intensität der Diskussion. Wo konstruktiv debattiert wird, kann das Miteinander gestärkt werden. Ein zentraler Einflussfaktor ist die wirtschaftliche Lage: Stabilität wirkt konfliktmindernd, ökonomische Sorgen hingegen sind ein Katalysator für Spannungen weit über wirtschaftliche Fragen hinaus. Der Blick nach vorn: Rund 60 Prozent der deutschlandweit befragten Personalleiter erwarten eine Zunahme gesellschaftspolitischer Diskussionen in den nächsten fünf Jahren. 42 Prozent bewerten Ihr Unternehmen als gut vorbereitet - nur etwas mehr als jedes zehnte Unternehmen wähnt sich schlecht vorbereitet. Viele Unternehmen setzen bereits auf Maßnahmen wie Teambuilding, Verhaltenskodizes oder Anlaufstellen im Konfliktfall. Ziel ist eine Unternehmenskultur, die gesellschaftspolitische Fragen antizipiert und konstruktiv integriert. Die Rolle, die Führungskräfte dabei einnehmen sollten, wird von Beschäftigten je nach Altersgruppe unterschiedlich bewertet: Jüngere Beschäftigte, die sich in den gesellschaftspolitischen Themen häufig zurückhalten, wünschen sich im Gegensatz zu ihren älteren Kollegen mit rund 26 Prozent mehr als doppelt so häufig ein stärkeres Eingreifen ihrer Führungskraft, um Spannungen vorzubeugen oder diese beizulegen.
    Keywords: Betrieblicher Konflikt, Politische Einstellung, Unternehmenskultur, Personalführung, Mitarbeiterbefragung, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:340025
  4. By: Grimm, Veronika; Haucap, Justus; Kolev, Stefan; Wieland, Volker
    Abstract: In einem Gutachten zeigt der Beraterkreis fünf zentrale Handlungsfelder auf, die für eine zukunftsfähige Wachstumsstrategie relevant sind: 1. Innovation und Strukturwandel müssten zugelassen werden, 2. staatliche Investitionen seien strategischer auszurichten, 3. Deregulierung sei systematischer voranzutreiben, 4. europäische Integration sei zu vertiefen und 5. weist der Beraterkreis erneut auf notwendige Reformen der Sozialsysteme und der Steuerpolitik hin.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:imfswp:340018
  5. By: Grimm, Veronika; Haucap, Justus; Kolev, Stefan; Wieland, Volker
    Abstract: In einem Impulspapier weist der wissenschaftliche Beraterkreis des Bundeswirtschaftsministeriums auf die Notwendigkeit entschlossener Reformen des Rentensystems hin, damit die Rente finanzierbar bleibt. Die Reformvorschläge reichen von der Kopplung des Renteneintrittsalters an die fernere Lebenserwartung über die Anpassung der Bestandsrenten an die Preisentwicklung bis hin zur Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:imfswp:340017
  6. By: Bellmann, Lisa (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Gensicke, Miriam (Verian); Grau, Katrin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kohaut, Susanne (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Möller, Iris (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Oberfichtner, Michael (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schwengler, Barbara (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Tschersich, Nikolai (Verian); Umkehrer, Matthias (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Dieser Datenreport beschreibt das IAB-Betriebspanel (IAB-BP) 1993-2024. Das IAB-Betriebspanel ist eine jährliche repräsentative Arbeitgeberbefragung zu betrieblichen Determinanten der Beschäftigung. Die Erhebung wird seit 1993 in Westdeutschland und seit 1996 auch in Ostdeutschland durchgeführt. Sie stellt die zentrale Quelle für Analysen zur Arbeitskräftenachfrage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland dar." (Autorenreferat, IAB-Doku)
    Keywords: Bundesrepublik Deutschland ; Gewichtung ; Betriebsbefragung ; Datenanalyse ; Datenaufbereitung ; Datengewinnung ; Datenorganisation ; Datenzugang ; IAB-Betriebspanel ; Datenanonymisierung ; Stichprobenverfahren ; 10.5164/IAB.IABBP9324.de.en.v1 ; 1993-2024
    Date: 2026–02–11
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfda:202601(de)
  7. By: Koch, Philipp; Graf, Nikolaus; Rabong, Sarah
    Abstract: Rechenkapazität ist ein zentraler Bestandteil moderner digitaler Infrastruktur - und ein strategischer Standortfaktor, bei dem Europa und Österreich im internationalen Vergleich noch deutlichen Aufholbedarf haben. Vor dem Hintergrund des EU-weiten Kapazitätsausbaus im Rahmen des "AI Continent Action Plan" und der österreichischen Industriestrategie analysiert die vorliegende Policy Note die ökonomische Bedeutung der Ansiedlung von Datencentern in Österreich und leitet wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen ab. Kurzfristig erzeugen Bau und Betrieb von Datencentern substanzielle Nachfrageimpulse, die über Vorleistungsverflechtungen Wertschöpfung, Beschäftigung und fiskalische Effekte generieren. Mittelfristig können Datencenter als Hebel der digitalen Wettbewerbsfähigkeit wirken - durch Cluster- und Pull-Effekte, breitere Digitalisierungsimpulse und einen Beitrag zur digitalen Souveränität. Diese strukturellen Wirkungen entstehen jedoch nicht automatisch, sondern erfordern institutionelle Einbettung und gezielte wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen. Daraus leiten sich fünf Handlungsempfehlungen ab: ein klares Standortprofil definieren, Humankapital sichern und binden, offenen Zugang zu Rechenleistung gestalten, Netzwerkstrukturen institutionalisieren sowie begleitende Infrastrukturpolitik langfristig absichern.
    Keywords: Cloud Computing, IT-Infrastruktur, Standortwettbewerb, Politikberatung, Österreich
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ecoapn:340007
  8. By: Ulrich, Angela (IAB); Röhrig, Annette (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schmitt, Laila (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schorr, Niklas (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wydra-Somaggio, Gabriele (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Der Bericht untersucht die Entwicklung junger Menschen unter 35 Jahren ohne Berufsabschluss in Hessen seit 2014. Besonders betroffen von Ausbildungslosigkeit sind junge Menschen mit niedrigen Schulabschlüssen sowie solche mit ausländischer Staatsangehörigkeit – vor allem aus Asylherkunftsländern. Viele junge Ungelernte arbeiten in wenigen Berufsgruppen (v. a. Verkehr/Logistik, Verkauf) sowie in der Zeitarbeit. Diese Tätigkeiten sind häufig prekär: Rund 62 Prozent der ersten Beschäftigungen dauern höchstens sechs Monate. Die Analyse der Erwerbsbiografien zeigt: 32 Prozent derjenigen, die ohne Ausbildung oder Studium ins Berufsleben starten, verbleiben bis 35 Jahre ohne Abschluss. Wer später doch noch einen Abschluss erwirbt, hat deutlich stabilere Beschäftigungen und höhere Einkommen. Eine Clusteranalyse identifiziert fünf typische Erwerbsverlaufsmuster in dieser Gruppe. Besonders hohes Risiko langfristiger Ausbildungslosigkeit haben jene, die direkt nach der Schule in ungelernte Beschäftigung einsteigen und lange dort verbleiben, Personen mit instabilen Erwerbsverläufen, Männer, Nicht-Deutsche sowie junge Menschen mit Hauptschulabschluss. Gerade angesichts des demografischen Wandels und steigender Fachkräftebedarfe ist es entscheidend, junge Ungelernte frühzeitig zu unterstützen. Erfolgsversprechend sind intensive Begleitung durch die Bundesagentur für Arbeit, gezielte Ansprache von Beschäftigten ohne Abschluss und klare Karriereperspektiven durch Qualifizierung. Ausbildungslosigkeit schadet langfristig sowohl den Erwerbschancen der Betroffenen als auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Betriebe." (Autorenreferat, IAB-Doku)
    Keywords: Integrierte Erwerbsbiografien
    Date: 2026–02–18
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabrhe:202601
  9. By: Gregor, Leonard
    Abstract: Am 28. Februar 2026 begannen die Vereinigten Staaten von Amerika und der Staat Is rael Luftangriffe auf die Islamische Republik Iran. In der Folge kündigten die iranischen Revolutionsgarden eine Sperrung der Straße von Hormus an, die am 2. März 2026 offi ziell durch die iranische Regierung bestätigt wurde. Da etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels über diese Meerenge abgewickelt wird, kam es zu einem deutlichen Anstieg der globalen Ölpreise. Gleichzeitig verteuerten sich auch Raffinerieprodukte erheblich; insbesondere die Benzin- und Dieselpreise in Deutschland verzeichneten einen starken Anstieg. Während der globale Ölpreis am 9. März die psychologisch bedeutsame Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritt, lagen die Kraftstoffpreise in Deutschland be reits Anfang März bei über 2 Euro pro Liter. Ihren vorläufigen Höchststand erreichten sie Mitte März bei etwa 2, 20 Euro pro Liter für Benzin beziehungsweise 2, 30 Euro pro Liter für Diesel. Diese Entwicklungen auf den Ölmärkten führten rasch zu einer breiten öffentlichen De batte über vermeintlich überhöhte Kraftstoffpreise sowie über geeignete regulatorische und wirtschaftspolitische Reaktionen. Am 11. März 2026 kündigte die deutsche Bun desministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche, im Rahmen eines Maß nahmenpakets an, ein aus Österreich bekanntes Regulierungsmodell einzuführen. Dieses sogenannte "österreichische Modell", das dort bereits seit 2011 Anwendung findet, sieht vor, dass Tankstellen ihre Preise lediglich einmal täglich- um 12 Uhr- erhöhen dürfen, während Preissenkungen weiterhin jederzeit zulässig bleiben. Das entsprechende Kraft stoffpreisanpassungsgesetz (KPAnG) wurde am 26. März 2026 vom Deutschen Bundestag verabschiedet und tritt nach kurzer Übergangsfrist zum 1. April 2026 in Kraft. Dieser Artikel nutzt die Echtzeitdaten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe des Bun deskartellamts, um die Effekte der neuen Regulierung zu analysieren. Da die Maßnahme erst seit einem Tag in Kraft ist, beschränkt sich der folgende Vergleich auf die am 31. März 2026 und am 1. April 2026 gemeldeten Tankstellenpreise.
    Keywords: Kriegsfolgen, Benzinpreis, Tankstelle, Preisregulierung, Wirkungsanalyse, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:diceop:340003
  10. By: Raffelhüschen, Bernd; Schultis, Sebastian; Stramka, Sebastian
    Abstract: Deutschland steht angesichts steigender Sozialausgaben und wachsender struktureller Herausforderungen unter zunehmendem finanzpolitischem Druck: Schon heute bewegen sich die Sozialausgaben auf einem Rekordniveau. Im Zuge der voranschreitenden Bevölkerungsalterung wird sich der Finanzierungsbedarf für die sozialen Sicherungssysteme in den kommenden Jahrzehnten weiter erhöhen. Ein anschaulicher Indikator für die aktuelle finanzielle Belastung durch den Sozialstaat sind die Gedenktage der sozialen Sicherung, die für diese Publikation neu ermittelt wurden. Darüber hinaus legen die Autoren dar, in welchem Ausmaß die gegenwärtige Ausgestaltung des Sozialstaates zu impliziten Schulden führt, die vor allem junge und zukünftige Generationen belasten werden.
    Keywords: Demografie, Generationenbilanz, Öffentliche Finanzen, Sozialpolitik, Sozialversicherungen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwarg:340022
  11. By: Trautzsch, Nadine
    Abstract: Visuelle Gestaltung digitaler Spiele wird in Praxis, Lehre und Forschung häufig über unscharfe Stilbegriffe, implizites Gestaltungswissen oder technische Kategorien beschrieben. Diese Begriffe sind für die Kommunikation im Produktionsalltag zwar funktional, erweisen sich jedoch für Analyse, Vergleich und Vermittlung als begrenzt. Das vorliegende Discussion Paper schlägt daher vor, Darstellungsästhetik als analytischen Begriff zu fassen, der visuelle Erscheinungsformen digitaler Spiele systematisch beschreibbar macht, ohne sie auf normative Stilklassen zu reduzieren. Hierfür wird ein mehrdimensionales Modell entwickelt, das formale, mediale-technische und wahrnehmungsbezogene Aspekte visueller Darstellung unterscheidet und durch operative Kategorien wie Art Style, Darstellungsform, Kameraperspektive und Genre ergänzt. Ziel ist es, eine gemeinsame analytische Sprache bereitzustellen, mit der visuelle Darstellungsästhetiken präziser benannt, verglichen und reflektiert werden können. Zugleich versteht sich das Modell nicht nur als Analyseinstrument, sondern auch als gestaltungsbezogener Bezugsrahmen für Konzeptentwicklung, Kommunikation und visuelle Entscheidungsprozesse in der Praxis. Die Anwendbarkeit des Modells wird exemplarisch am Spiel Sable gezeigt. Das Paper argumentiert, dass visuelle Darstellungsästhetik nicht aus einzelnen Stilmerkmalen ableitbar ist, sondern aus der spezifischen Konfiguration formaler, technischer und wahrnehmungsbezogener Parameter hervorgeht. Darstellungsästhetik wird damit nicht als bloße Stilfrage, sondern als analytische Aufgabe des Game Designs formuliert.
    Keywords: Darstellungsästhetik, visuelle Gestaltung, Game Design, Game Studies, Game Art, Analysemodell
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iudpda:340027
  12. By: Marcinkowski, Frank; Keller, Birte; Lünich, Marco; Flaßhoff, Florian Golo
    Abstract: Der Kurzbericht präsentiert zentrale Ergebnisse der dritten von vier repräsentativen Befragungswellen der Studie Monitor Digitale Arbeitsgesellschaft, die im Rahmen des Forschungsprojekts Meinungsmonitor Künstliche Intelligenz 3.0 durchgeführt wurde. Grundlage sind die Angaben von 1.647 Befragten (928 Erwerbstätige, 719 Nichterwerbstätige) im Januar 2026. Die dritte Befragungswelle zeigt, dass das im Verlauf des Jahres 2025 gestiegene Interesse an KI zu Beginn des Jahres 2026 wieder leicht zurückgeht, während die subjektive Einschätzung des eigenen Wissens auf dem erreichten Niveau stabil bleibt. Gleichzeitig nehmen Vorbehalte gegenüber bestimmten gesellschaftlichen Einsatzfeldern zu, insbesondere in Bereichen mit Bezug zu staatlichen Sicherheitsaufgaben und politischen Entscheidungen. In der Arbeitswelt bleibt die Bewertung der Auswirkungen von KI auf den eigenen Beruf insgesamt stabil und leicht nutzenorientiert. Die berufliche Nutzung von KI stagniert zuletzt weitgehend. Viele Beschäftigte berichten weiterhin keine grundlegenden Veränderungen ihrer Tätigkeitsanforderungen und nur geringe persönliche Jobunsicherheit, während die Sorge, dass KI menschliche Arbeit allgemein ersetzen oder grundlegend verändern könnte, weiterhin deutlich stärker verbreitet ist als die persönliche Jobunsicherheit. Erstmals wird zudem ein besonderes Schlaglicht auf die Regulierungspräferenzen der Bevölkerung geworfen: Während staatliche Eingriffe bei arbeitsmarktbezogenen Folgen breite Unterstützung finden, werden Eingriffe in wirtschaftliche Freiheiten und steuerpolitische Maßnahmen deutlich ambivalenter bewertet. Insgesamt deutet sich eine stärkere Ausdifferenzierung und Festigung der Einstellungen gegenüber KI an.
    Date: 2026–04–07
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:zcxje_v1
  13. By: Schäfer, Holger; Stettes, Oliver
    Abstract: Der deutsche Arbeitsmarkt wird in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen stehen, die durch den demografischen Wandel hervorgerufen werden. Die gegenwärtige konjunkturelle Krise und damit einhergehende Schwäche der Arbeitskräftenachfrage ändern nichts an der Tatsache, dass das Arbeitskräftepotenzial dramatisch schrumpft. Damit dies nicht in einen wachstumsbegrenzenden Rückgang des Arbeitsangebots mündet, müssen Mechanismen zur Kompensation greifen: Ausweitung des Potenzials durch Fachkräftezuwanderung, Erhöhung der Erwerbsbeteiligung und Ausweitung der Arbeitszeit. Es muss damit gerechnet werden, dass das Potenzial aus der Zuwanderung begrenzt bleiben wird und sich die Erwerbsbeteiligung bestenfalls in einer längeren Frist erhöhen lässt. Auch das Potenzial, das mit einer Aktivierung Arbeitsloser erschlossen werden könnte, reicht nicht aus. Damit verbleibt die Arbeitszeitverlängerung als eine entscheidende Stellschraube zur Bewältigung der demografischen Lasten. Eine wirkungsvolle Verlängerung der Lebensarbeitszeit ist von den geplanten und zum Teil bereits beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung nicht zu erwarten. Hierfür müsste die Möglichkeit für besonders langjährig Versicherte, ohne Abschläge vorzeitig Rente beziehen zu können, abgeschafft werden. Allgemein müssen die Konditionen für einen vorzeitigen Renteneintritt mit Abschlägen für derzeit langjährig Versicherte dahingehend modifiziert werden, dass die Renteneintrittsentscheidung effektiv in Richtung des gesetzlichen Renteneintrittsalters verschoben wird. Vor diesem Hintergrund sollte auch die Wiedereinführung der Hinzuverdienstgrenze erwogen werden. Eine automatische Anpassung des gesetzlichen Eintrittsalters würde langfristig die Relation der Beitragszahler zu Beitragsempfängern in einer ausgewogenen Balance halten. Die Wochen- oder Jahresarbeitszeit lässt sich nur indirekt politisch steuern, denn sie wird autonom von Arbeitnehmern und Betrieben verhandelt. Der Gesetzgeber kann nur einen Rahmen schaffen, der eine Ausweitung der individuellen Arbeitszeit attraktiv macht. Die im Koalitionsvertrag festgelegten Maßnahmen weisen im Ansatz in die richtige Richtung, bleiben aber Stückwerk und kranken an Problemen im Detail. Die wesentliche Stellschraube besteht in der Verringerung des Abgabenkeils. Erwerbstätige werden bereit sein, länger zu arbeiten, wenn es sich durch ein höheres verfügbares Einkommen auszahlt. Aktuelle Befunde aus der IWBeschäftigtenbefragung 2025 bestätigen, dass das Gros der aufstockungswilligen Beschäftigten die Erwartung haben, die Ausweitung der wöchentlichen Arbeitszeit müsse sich auch lohnen. Darüber hinaus gehören bestehende Regeln sowie politisch diskutierte und avisierte gesetzliche Maßnahmen auf den Prüfstand. In einem "Demografie-Check" muss jede Regelung, die Anreize zu einer Verringerung des Arbeitsangebots setzt, dahingehend bewertet werden, ob der beabsichtigte Zweck die problemverschärfende Wirkung auf das Arbeitsangebot rechtfertigen kann. Befunde aus den IW-Beschäftigtenbefragungen 2024 und 2025 signalisieren, dass auch die Unternehmen durch eine altersgerechte und lebensphasenorientierte Personalpolitik ihren Beitrag dazu leisten können, dass Beschäftigte motiviert werden, mehr und mit Blick auf die Lebensarbeitszeit länger zu arbeiten. Aus Sicht der Beschäftigten ist eine Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort ein wichtiger Faktor für eine potenzielle Ausweitung der eigenen wöchentlichen Arbeitszeiten.
    Abstract: The German labor market will face major challenges in the coming years because of demographic change. The current economic crisis and the associated weakness in labor demand do not alter the fact that the labor force is shrinking dramatically. To prevent this from leading to a decline in the labor supply that would limit growth, compensatory mechanisms must be put in place: expanding potential supply through the immigration of skilled workers, increasing labor force participation, and extending working hours. It must be expected that the potential from immigration will remain limited and that labor force participation can only be increased in the longer term at best. The potential that could be raised by activating the unemployed is also insufficient. This leaves the extension of working hours as a decisive lever for coping with the demographic burden. The measures planned and, in some cases, already decided upon by the federal government are not expected to effectively extend working life. To achieve this, the option for people who have been insured for a long time to take early retirement without reductions would have to be abolished. In general, the conditions for early retirement with reductions for people who have been insured for a long time must be modified in such a way that the decision to retire is effectively postponed towards the statutory retirement age. Against this background, the reintroduction of the additional income limit should also be considered. An automatic adjustment of the statutory retirement age would keep the ratio of contributors to beneficiaries in a balanced equilibrium in the long term. Weekly or annual working hours can only be controlled indirectly by politics, as they are negotiated autonomously by employees and companies. Legislators can only create a framework that makes extending individual working hours attractive. The measures set out in the coalition agreement are a step in the right direction, but they remain piecemeal and suffer from problems in the details. The key lever is to reduce the tax wedge. Employees will be willing to work longer if it pays off in terms of higher disposable income. Findings from the IW Employee Survey 2025 confirm that most employees are willing to increase their working hours if it would be worthwhile. In addition, existing rules and politically debated and announced legislative measures need to be reviewed. In a "demographic check, " every regulation that creates incentives to reduce the labor supply must be evaluated to determine whether the intended purpose can justify the problem-exacerbating effect on the labor supply. Findings from the IW employee surveys in 2024 and 2025 indicate that companies can also contribute to motivating employees to work more and longer in terms of their working life by implementing age-appropriate or life-stage-oriented personnel policies. From the employees' point of view, flexible working hours and locations are an important factor in potentially extending their own weekly working hours.
    Keywords: Arbeitskräftepotenzial, Arbeitszeitgestaltung, Altersgrenze, Arbeitsmarktreform, Deutschland
    JEL: J11 J21 J26
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:340024
  14. By: Schultz, Andrea; Lagrange, Manuela; Seifert, Ingo
    Abstract: Im Jahr 2023 wurde die letzte Bevölkerungsvorausschätzung für Leipzig berechnet. Zwei Jahre sind seitdem vergangen, sodass diese Vorausschätzung in ihrer Treffsicherheit beurteilt werden kann. Das Leipziger Bevölkerungswachstum fiel in den ersten zwei Prognosejahren insgesamt höher aus als erwartet. Bevölkerungsvorausschätzungen versuchen, die künftigen Entwicklungen von Einwohnerzahlen vorherzusagen. Da über die Entwicklungen, die die Zukunft betreffen, jedoch Unkenntnis oder zumindest Unsicherheit besteht, müssen Annahmen getroffen werden. Der vorliegende Beitrag stellt dar, wie nah die Realität die getroffenen Annahmen widerspiegelt. In der Bevölkerungsvorausschätzung 2023 ist die Annahme zur den Wanderungsgewinnen der Stadt Leipzig in der Realität übertroffen wurden, die Annahmen zur zusammengefassten Geburtenziffer wurde in der Realität in der Höhe nicht erreicht.
    Date: 2025–08–31
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:fhpy9_v1
  15. By: Burbach, Jörg
    Abstract: Spatial Close Playing bezeichnet eine Methode zur Analyse digitaler und virtueller Räume durch ihre navigierbare Rekonstruktion und Untersuchung räumlicher Nutzung. Aufbauend auf der etablierten Methode des Close Playing erweitert Spatial Close Playing die Analyse um eine räumliche Perspektive: Levelstrukturen, Spielerbewegungen und Spielverläufe werden als dreidimensionale und zeitlich navigierbare Modelle untersucht. Durch immersive Analyseumgebungen können Forschende Räume frei erkunden, Spieltrajektorien visualisieren und Leveldesign direkt im Raum analysieren. Spatial Close Playing versteht digitale Spiele als spielbare Systeme und räumliche Forschungsobjekte, deren Struktur, Dynamik und Interaktionslogik innerhalb eines navigierbaren Analysemodells untersucht werden können.
    Keywords: Spatial Computing, Close Playing, Spatial Analysis, Game Studies, Digital Environments
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iudpda:340028
  16. By: Briglauer, Wolfgang; Schwarzbauer, Wolfgang
    Abstract: Moderne Breitbandnetze sind eine zentrale Voraussetzung für die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Die vorliegende EcoAustria Policy Note analysiert auf Basis mehrjähriger Forschungsarbeiten und einer Evaluierung der Programme BBA2020 und BBA2030 die volkswirtschaftlichen Effekte der österreichischen Breitbandförderung zwischen 2015 und 2024. Die Ergebnisse zeigen: Die öffentlichen Investitionen in Höhe von rund 2, 1 Milliarden Euro waren hoch rentabel. Den Fördermitteln stehen geschätzte zusätzliche BIP-Effekte von 7 bis 12 Milliarden Euro gegenüber. Daraus ergibt sich ein fiskalischer Multiplikator von 3, 4 bis 5, 7. Die Evaluierung weist einen kausal signifikanten Nettofördereffekt nach - insbesondere beim Ausbau gigabitfähiger Anschlüsse. Zudem zeigen sich positive räumliche Spillover-Effekte, da Investitionen in einzelnen Gemeinden häufig weitere Ausbauschritte in benachbarten Regionen begünstigen. Ein zentraler Befund der Analyse ist jedoch, dass die wirtschaftlichen Effekte primär durch die tatsächliche Nutzung von Breitbanddiensten entstehen, und nicht allein durch deren Verfügbarkeit. Während mobile Nutzung kurzfristig starke Impulse setzt, entfalten Glasfaserinfrastrukturen ihre Effekte langfristig und kumulativ. Produktivitätsgewinne ergeben sich insbesondere dann, wenn Unternehmen in digitale Kompetenzen, Software und organisatorische Anpassungen investieren und digitale Anwendungen aktiv einsetzen. Vor diesem Hintergrund leitet EcoAustria drei wirtschaftspolitische Handlungsempfehlungen ab: Erstens sollten Angebots- und Nachfrageseite gemeinsam gestärkt werden, etwa durch Programme zur Förderung digitaler Kompetenzen und zur Unterstützung der digitalen Transformation von KMU. Zweitens ist eine stärkere Technologieneutralität in der Förderpolitik anzustreben, um Kosteneffizienz und Versorgungsgeschwindigkeit - insbesondere in strukturschwächeren Regionen - zu erhöhen. Drittens sollte Breitbandpolitik stärker mit Qualifizierungs-, Innovations- und Unternehmenspolitik verzahnt werden, da der volle wirtschaftliche Nutzen digitaler Infrastruktur erst durch komplementäre Investitionen entsteht. Die Policy Note kommt damit zu dem Schluss: Breitband ist eine gesamtwirtschaftliche Schlüsseltechnologie, deren bisherige Fördermaßnahmen sich klar gerechnet haben. Für künftige Programme wird jedoch entscheidend sein, Infrastruktur, Nutzung und digitale Fähigkeiten gemeinsam weiterzuentwickeln, um das volle Wertschöpfungspotenzial auszuschöpfen.
    Keywords: Breitbandkommunikation, Förderprogramm, Digitalpolitik, Wirkungsanalyse, Österreich
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ecoapn:340008
  17. By: Gartner, Hermann (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Hellwagner, Timon (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Hummel, Markus (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Hutter, Christian (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Lochner, Benjamin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wanger, Susanne (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Weber, Enzo (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Zika, Gerd (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "The German economy has been developing weakly for three years. While fiscal packages will boost the economy, the Iran war has added new geopolitical risks. The labour market is stabilising, but employment development in particular is being constrained. This report provides an outlook for 2026." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Keywords: Bundesrepublik Deutschland ; Iran ; Sondervermögen ; Auswirkungen ; Beschäftigungsentwicklung ; Bruttoinlandsprodukt ; Erwerbspersonenpotenzial ; Finanzpolitik ; Arbeitslosigkeitsentwicklung ; Konjunkturentwicklung ; Krieg ; sektorale Verteilung ; Arbeitsmarktentwicklung ; Arbeitsmarktprognose ; Wirtschaftsentwicklung ; Arbeitszeitentwicklung ; 2019-2026
    Date: 2026–03–24
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202605
  18. By: Hülle, Sebastian (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Bömmel, Nadja (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kasrin, Zein (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Meß, Andreas (SOKO Institut); Özerdogan, Anil (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schiele, Maximilian (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schneider, Ramona (IAB); Schröder, Charlotte (SOKO Institut); Trappmann, Mark (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Weik, Jonas Aljoscha (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wenzig, Claudia (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wolff, Joachim (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Zabel, Cordula (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Zins, Stefan (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "The field and methodology report for wave 4 of the panel survey “Quality of Life and Social Participation” (Lebensqualität und Teilhabe) describes the study design, survey instruments, field implementation, field results, and data preparation for the final survey of the remaining 16i-panel. The aim of wave 4 is to measure the long-term effects of the “Participation in the Labour Market” (Teilhabe am Arbeitsmarkt) subsidy programme according to Article 16i Social Code II after the end of the subsidy period. The panel survey was conducted as part of the evaluation of the Participation Opportunities Act which was carried out by the IAB. The central objective of the Participation Opportunities Act is to improve the employability and social participation of long-term unemployed people who are distant from the labour market or of people who have been receiving means-tested unemployment benefits under the Social Code (SC) II for a long time and whose chances of integration into gainful employment are considered to be very low (Deutscher Bundestag 2019). The Participation Opportunities Act comprises two active labour market policy measures: “Integration of the long-term unemployed” (Eingliederung von Langzeitarbeitslosen) according to Article 16e SC II and the above mentioned “Participation in the labour market” (Article 16i SC II). Both instruments essentially consist of wage subsidies for employers and provide holistic on-the-job coaching for the participants to support their employment integration. The telephone panel survey aims to analyse the short-, medium-, and long-term effects of the subsidies on the employability and social participation of the participants. The survey design was based on a programme-specific sampling, which resulted in a dual-frame approach with two independent surveys—the 16e-panel and the 16i-panel. Using a treatment-control group approach, both the participants (treatment group) and non-participating means-tested unemployment benefit recipients (control group) were surveyed in the panel study. The study design includes three 16e-panel waves and four 16i-panel waves, in order to examine the short-term, medium-term, and long-term effects of the subsidy. The maximum subsidy duration is five years for subsidies according to Article 16i SC II, and two years for subsidies according to Article 16e SC II. Therefore, wave 3 was the final survey for the 16e-panel and wave 4 is the final survey for the 16i-panel. The contents of the questionnaire for respondents primarily cover social participation and employability as key target dimensions of the evaluation, as well as characteristics of the support provided, including coaching. In wave 4, most of these key content areas from the previous waves are surveyed again as part of the 16i-panel, in order to identify developments in these constructs and to strengthen the panel character of the study. In addition, the questionnaire covers aspects of the sustainability of the subsidy effects upon the expiry of the subsidy with respect to possible transitions from subsidized employment to regular employment in the labour market. All participants in the 16i-panel gave linkage consent in the recruitment wave, so that the survey data can also be linked to administrative data from the Statistics Department of the German Federal Employment Agency. This further increases the analytical potential of the “Quality of Life and Social Participation” panel. In the fourth wave of the survey, a total of 4, 602 telephone interviews were conducted by the SOKO survey institute between January and June 2025. In order to achieve the targeted net case numbers, unbalanced cases were also surveyed. These are target persons who did not give a (complete) interview in all previous waves. This resulted in an additional 751 unbalanced cases, accounting for around 16.3 percent of the realized interviews. However, unbalanced cases have a much lower contact rate (by 53.4 percentage points) and an almost twice as high refusal rate as balanced cases, i.e., those target persons who participated in all survey waves. As a result, the response rates for balanced cases (77.6 %) and unbalanced cases (19.7 %) differ substantially with 57.9 percentage points. Across all cases, the response rate is 52.5 percent. The recruitment of control cases was more successful than that of the treatment cases, with a response rate of 54.0 percent compared to a response rate of 49.4 percent, respectively. An average of 4.1 telephone contact attempts were necessary to successfully conduct an interview. The average interview duration is 30 minutes, although there are significant differences between the respondent groups due to the modular structure of the questionnaire." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Keywords: Bundesrepublik Deutschland ; IAB-Datensatz Lebensqualität und Teilhabe ; Befragung ; Benachteiligtenförderung ; Codierung ; Datenaufbereitung ; Datengewinnung ; Erfolgskontrolle ; Fragebogen ; Imputationsverfahren ; Langzeitarbeitslose ; Panel ; Antwortverhalten ; Interviewereffekt ; soziale Partizipation ; Sozialgesetzbuch II ; Stichprobenverfahren ; Telefoninterview ; Teilhabechancengesetz
    Date: 2026–03–26
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202605
  19. By: Heining, Jörg (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Jahn, Daniel (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kuhn, Sarah (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Rossen, Anja (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Sujata, Uwe (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Uhlig, Max Andreas (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Weyh, Antje (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "The weak economic climate continues to have a negative impact on regional labour markets. Employment subject to social security contributions is expected to decline in 2026 in ten out of the 16 federal states. Unemployment continues to rise in most federal states." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Date: 2026–04–10
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202606
  20. By: Corneo, Giacomo
    Abstract: Was bedeutet die verteidigungspolitische Wende Deutschlands für seine öffentlichen Finanzen? Dieser Beitrag offeriert einfache Formeln, mit denen zentrale finanzpolitische Implikationen quantifiziert werden können. Es zeigt sich, dass eine reine Kreditfinanzierung bereits nach wenigen Jahren eine kräftige Schuldenspirale auslösen würde. Die optimale Steuerung der Staatsverschuldung sieht vielmehr so aus, dass die Schuldenstandsquote bis Anfang 2030 fallen soll und danach konstant bleiben soll. Die erforderliche Erhöhung der Steuerquote ist beträchtlich. Die verteidigungspolitische Wende geht mit einer permanenten Erhöhung der Steuerquote um rund drei Prozentpunkte einher. Hinzu kommt die von der Bevölkerungsalterung bedingte Erhöhung der Steuerquote.
    Keywords: Verteidigungspolitik, Staatsverschuldung, Steuerquote, Öffentliche Finanzen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fubsbe:340000
  21. By: Hammermann, Andrea; Stettes, Oliver
    Abstract: Die große Mehrheit der Beschäftigten in Deutschland bewertet ihre Arbeitsbedingungen überwiegend positiv. Rund 5.000 Beschäftigte wurden in der IW-Beschäftigtenbefragung 2025 zwischen Ende Mai bis Anfang Juni gebeten, neun zentrale Merkmale ihres Arbeitsplatzes anhand von Schulnoten zu bewerten - von der Arbeitsmenge über Entscheidungsspielräume bis zur Zusammenarbeit mit den Kollegen und der Führungskraft. Insgesamt bewerten 70 Prozent oder mehr der Befragten den Großteil ihrer Arbeitsplatzmerkmale mit "sehr gut", "gut" oder "befriedigend". Besonders positiv schneiden die kollegiale Zusammenarbeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Zusammenarbeit mit der Führungskraft ab, die jeweils von mindestens einem Fünftel als "sehr gut" bewertet werden. Am kritischsten sehen Beschäftigte ihre Weiterentwicklungsmöglichkeiten: Über 20Prozent vergeben hier die Noten "mangelhaft" oder "ungenügend". Aus den Einzelbewertungen wurde ein Arbeitsklima-Index gebildet. Dieser zeigt eine deutlich linksschiefe Verteilung, da die Beschäftigten überwiegend gute Noten vergeben. Nur rund 3 Prozent erleben ihr Arbeitsklima insgesamt als "mangelhaft" oder sogar "ungenügend", etwa 6 Prozent vergeben einen "Einserdurchschnitt". Das Arbeitsklima steht in engem Zusammenhang mit der Arbeitszufriedenheit, dem Engagement und der Wechselabsicht. Beschäftigte mit einem niedrigen Arbeitsklima-Index sind mit ihrer Arbeit unzufriedener, fühlen sich weniger engagiert und überlegen häufiger, ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Die Ergebnisse differenziert nach Beschäftigtenmerkmalen zeigen: Frauen und Männer beurteilen ihre Arbeitsbedingungen ähnlich. Größere Unterschiede bestehen dagegen nach Altersgruppen. Ältere Beschäftigte bewerten ihre Weiterentwicklungsmöglichkeiten schlechter, sind jedoch häufiger zufrieden mit der Zusammenarbeit im Team, der Arbeitsmenge und den Arbeitsinhalten sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Beschäftigte mit höheren Bildungsabschlüssen vergeben tendenziell bessere Noten, vor allem in Bezug auf ihre Vergütung und Entscheidungsspielräume. Mit dem geplanten Quality Jobs Act der Europäischen Kommission zur Förderung hochwertiger Arbeitsplätze gewinnt die Debatte über die Qualität der Arbeit in Deutschland wieder an Bedeutung. Die Vorzeichen sind jedoch vor dem Hintergrund einer schwächeren Arbeitsmarktlage anders als in den Jahrzehnten des Beschäftigungsaufbaus zuvor. Die wirtschaftliche Unsicherheit drückt zwar auf das Arbeitsklima, die generell eher positive Grundstimmung zeugt jedoch nicht von einem regulatorischen Handlungsbedarf. Neue Standards "hochwertiger" Arbeitsplätze könnten hingegen zusätzliche Hürden im Arbeitsmarkt festschreiben, die einem Aufschwung der Arbeitskräftenachfrage entgegenwirken.
    Abstract: Most employees in Germany rate their working conditions positively. Between late May and early June in 2025 around 5, 000 employees were asked to evaluate nine key characteristics of their workplace using school grades. Overall, 70 percent or more of respondents rated most of their workplace like workload, work content and collaboration with colleagues and supervisors as "very good, " "good, " or "satisfactory." Collaboration among colleagues, work-life balance, and cooperation with supervisors received especially positive ratings, with at least one-fifth of respondents regarding them as "very good." Employees were most critical of their development opportunities: with more than 20 percent "poor" or "very poor" grades. An Arbeitsklima-Index (work climate index) was created from the individual ratings. It shows a clearly left-skewed distribution, as employees predominantly award good grades. Only about three percent experience their overall working climate as poor or very poor, while around six percent give an average grade of "very good". The working climate is linked to job satisfaction, engagement, and intention to change jobs. Employees with a low work climate index are less satisfied with their work, feel less engaged, and more frequently consider changing employers. Results differentiated by employee characteristics show: men and women assess their working conditions similarly. Larger differences appear across age groups. Older employees rate their development opportunities more critically but are more often satisfied with teamwork, workload, work content, and work-life balance. Employees with higher educational qualifications tend to give better ratings, particularly regarding scope for decision-making and compensation. With the European Commission's planned Quality Jobs Act to promote high-quality workplaces, the debate about job quality in Germany is gaining renewed relevance. However, against the backdrop of a weaker labor market, the conditions differ from those of the previous decades of employment growth. Although economic uncertainty weighs on the working climate, the generally positive overall sentiment does not indicate a need for regulatory action. New standards for "high-quality" jobs could instead establish additional barriers in the labor market, potentially hindering a recovery in labor demand.
    Keywords: Arbeitsbedingungen, Betriebsklima, Bewertung, Befragung, Deutschland
    JEL: J29 J81
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:340023
  22. By: Wägerle, Jennifer; Albrecht-Ross, Bessy
    Abstract: Die Diskurse zu psychischer Erkrankung, Neurodiversität und Recovery haben sich in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend parallel entwickelt, obwohl ihnen grundlegende Gemeinsamkeiten zugrunde liegen: die Kritik am medizinischen Defizitmodell und die Anerkennung von Erfahrungswissen als eigenständiger Erkenntnisquelle. Das vorliegende Diskussionspapier plädiert für eine systematische Zusammenführung dieser drei Perspektiven und skizziert die Konturen eines integrativen Forschungsfeldes für die Soziale Arbeit. Professionstheoretisch knüpft es an das Konzept reflexiver Professionalität (Dewe & Otto) an: Erfahrungen psychischer Krisen lassen sich als verdichtetes Praxiswissen verstehen, das reflexiv auf wissenschaftliches Wissen bezogen werden kann. Der Begriff des Sanismus dient dabei als sensibilisierender Terminus, der strukturelle Diskriminierung aufgrund psychischer Differenz sichtbar macht. Die Relevanz dieser Perspektive ergibt sich aus der spezifischen Positionierung der Sozialen Arbeit als Aufstiegsstudiengang und frauendominiertem Berufsfeld - Positionen, die intersektional mit dem sozialen Gradienten psychischer Belastung verschränkt sind. Das Papier entwickelt Implikationen für Ausbildung, Praxis und Forschung der Sozialen Arbeit.
    Abstract: Discourses on mental illness, neurodiversity, and recovery have developed largely in parallel over the past decades, even though they share fundamental similarities: criticism of the medical deficit model and recognition of experiential knowledge as a genuine source of insight. This discussion paper argues for a systematic convergence of these three perspectives and outlines the contours of an integrative field of research for social work. In terms of professional theory, it builds on the concept of reflexive professionalism (Dewe & Otto): experiences of mental crisis can be understood as condensed practical knowledge that can be reflexively related to scientific knowledge. The concept of sanism serves as a sensitizing term that makes structural discrimination based on mental difference visible. The relevance of this perspective stems from the specific positioning of social work as an advanced degree program and a female-dominated profession-positions that are intersectionally intertwined with the social gradient of mental stress. The paper develops implications for training, practice, and research in social work.
    Keywords: psychische Erkrankung, Krisenerfahrung, Neurodiversität, Recovery, Reflexive Professionalität, Soziale Arbeit, EX-IN, Erfahrungswissen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhso:340026
  23. By: Ciani, Matilde
    Abstract: Das globale Rennen um die KI-Führerschaft hat begonnen, und Europa versucht, vorne mitzuspielen. Es besteht jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen der Planung von Rechenzentrumskapazitäten und der Stromversorgungsplanung in der EU. • Trotz ambitionierter Pläne droht die EU im globalen KI-Rennen weiter zurückzufallen: China will seine Rechenzentrumskapazität bis 2030 verdreifachen, die Vereinigten Staaten sind dabei, sie zu verdoppeln, wodurch Europa mit deutlich geringeren Anteilen an der globalen Kapazität zurückbleibt. • Der Strombedarf der EU-Rechenzentren wird sich in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich verdoppeln, von etwa 80 auf 168 TWh. Die obere Grenze dieses Bereichs entspricht dem gesamten Elektrizitätsbedarf einer europäischen Industrienation, beispielsweise dem Bedarf von Polen im Jahr 2024. Der Anteil des gesamten EU-Strombedarfs, der auf Rechenzentren entfällt, wird daher rasch von rund 2% im Jahr 2023 auf rund 5% im Jahr 2030 ansteigen. • Die Deckung des zusätzlichen Strombedarfs, der durch Rechenzentren entstehen wird, ist nur möglich, wenn der Verbrauch der übrigen Wirtschaftsbereiche weit gehend konstant bleibt. Dies ist jedoch unwahrscheinlich, da der Bedarf auch in anderen Sektoren steigen wird, insbesondere im Wohnungsmarkt (Wärmepumpen) und im Verkehrssektor (Elektrofahrzeuge). • Bis 2030 entsteht dadurch eine erhebliche Lücke zwischen Strombedarf und verfügbarer Elektrizität, die dem Netto-Stromverbrauch von Ländern wie Belgien oder Finnland im Jahr 2024 entspricht. Ohne vorausschauende Planung droht der Europäischen Union ein gefährliches Trilemma: Sie müsste zwischen Wachstum, Klimaneutralität und einer führenden Rolle im KI-Rennen abwägen.
    Abstract: The Global Race for AI is on, and Europe is trying to play its part. However, there is a serious mismatch between data center capacity planning and energy supply planning in the EU. • Despite ambitious plans, the EU risks falling further behind: China is on track to triple its data center capacity by 2030, and the United States to double, leaving Europe with significantly lower shares of global capacity • EU data centers' electricity demand is forecast to double over the next five years, from ∼80 and 168 TWh; the upper end of this range is equivalent to the entire electricity demand of a country such as Polandin2024. The share of total EU electricity demand absorbed by data centers will thus rise rapidly from around 2% in 2023 to around 5% in 2030. • Covering the additional demand by data centers is only possible if the rest of the economy remains largely static. This is, however, unlikely, as the electricity demand in other sectors will increase as well, in particular in the housing market (heat pumps) and in the transportation sector (electric vehicles). • The uncovered additional electricity demand of data centers by 2030 is substantial and equivalent to the 2024 net electricity consumption of countries like Belgium or Finland. Poor planning may thus leave the European Union in a dangerous trilemma: giving up on growth, net-zero goals, or on the AI race.
    Keywords: Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Elektrizität, Artificial Intelligence, Digitalisation, Energy
    JEL: O33 Q43
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:340030
  24. By: Osswald do Amaral, Francisco; Staratschek, Gereon; Zdrzalek, Jonas; Zetzmann, Steffen
    Abstract: Der gestiegene Eigenkapitalbedarf stellt die zentrale Hürde beim Immobilienerwerb in Deutschland dar. Im Median musste ein durchschnittlicher Haushalt, zwischen 2015 und 2024, 9, 37 Jahre sparen, um das erforderliche Eigenkapital aufzubringen. • Einen wesentlichen Anteil macht hierbei nicht der Preis an sich aus, sondern die anfallenden Erwerbsnebenkosten. Allein für die Grunderwerbsteuer sowie die Notar- und Grundbuchkosten beträgt die mediane Sparzeit 1, 46 Jahre. • Die regionale Ungleichheit ist erheblich: Die Sparzeit für den gesamten Eigenkapitalbedarf variiert zwischen den Kreisen stark und erreicht in München und seinem Umland sowie in anderen besonders teuren Wachstumsregionen Werte von weit über 20 Jahren. • Ein Vergleich zeigt: Hohe Gesamtbelastungen sind vor allem Ausdruck hoher Preise. Bei den Erwerbsnebenkosten kommen darüber hinaus Unterschiede zum Tragen, die auf die unterschiedlichen Grunderwerbsteuersätze der Bundesländer zurückzuführen sind. • Diese Einstiegshürde trifft diejenigen besonders hart, die über kein Vermögen und keine familiäre Unterstützung verfügen. Der Zugang zu Wohneigentum, und somit auch die Möglichkeit des Vermögensaufbaus, ist regional ungleich verteilt. • Wenn die Politik den Zugang zu Wohneigentum erleichtern möchte, sollte sie deshalb insbesondere bei den einmaligen Erwerbsnebenkosten ansetzen. Hier liegt ein eher kurzfristig beeinflussbarer Hebel als beim Preisniveau selbst. @• The rise in total upfront cash requirement has become the main obstacle to homeownership in Germany. Between 2015 and 2024, the average household needed a median of 9.37 years to save the necessary funds for a home purchase. • A substantial share of this burden comes not from the price itself, but from the closing costs incurred at purchase. For the real estate transfer tax and notary and land registry fees alone, the median saving time amounts to 1.46 years. • Regional inequality is considerable: the time needed to save for the total upfront cash requirement varies sharply across districts and exceeds 20 years in Munich and its surrounding area, as well as in other particularly expensive growth regions. • A comparison shows that high overall burdens primarily reflect high prices. In the case of closing costs, however, additional differences arise from the variation in real estate transfer tax rates across the German states. • This entry barrier hits those who lack wealth and family support especially hard. Access to homeownership, and thus also the opportunity to build wealth, is unevenly distributed across regions. • If policymakers want to broaden access to homeownership, they should focus in particular on one-off closing costs. This is a policy lever that can be influenced more readily in the short run than the price level itself.
    Abstract: The rise in total upfront cash requirement has become the main obstacle to homeownership in Germany. Between 2015 and 2024, the average household needed a median of 9.37 years to save the necessary funds for a home purchase. • A substantial share of this burden comes not from the price itself, but from the closing costs incurred at purchase. For the real estate transfer tax and notary and land registry fees alone, the median saving time amounts to 1.46 years. • Regional inequality is considerable: the time needed to save for the total upfront cash requirement varies sharply across districts and exceeds 20 years in Munich and its surrounding area, as well as in other particularly expensive growth regions. • A comparison shows that high overall burdens primarily reflect high prices. In the case of closing costs, however, additional differences arise from the variation in real estate transfer tax rates across the German states. • This entry barrier hits those who lack wealth and family support especially hard. Access to homeownership, and thus also the opportunity to build wealth, is unevenly distributed across regions. • If policymakers want to broaden access to homeownership, they should focus in particular on one-off closing costs. This is a policy lever that can be influenced more readily in the short run than the price level itself.
    Keywords: Erschwinglichkeit von Wohneigentum, Wohneigentum, Vermögensungleichheit, Housing affordability, Homeownership, Wealth inequality
    JEL: R21 R31 D31 G51
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:340034
  25. By: Fadinger, Harald; Gerster, Andreas; Sauré, Philip; Wanner, Joschka
    Abstract: Emissionsverlagerung (Leakage) ist real, aber begrenzt: Studien zeigen, dass etwa 10-30 % der durch EU-Klimapolitik eingesparten Emissionen ins Ausland verlagert werden. Der Großteil der Emissionsreduktionen bleibt jedoch global wirksam, sodass die Politik insgesamt effektiv ist. • Kaum Evidenz für ein "Grünes Paradoxon": Die Befürchtung, dass Klimapolitik zu einem vorgezogenen Anstieg von Emissionen führt, wird empirisch nicht bestätigt. Stattdessen reagieren Unternehmen oft mit geringeren Investitionen in fossile Energien, was Emissionen eher senkt. • EU setzt Instrumente gegen Wettbewerbsnachteile ein: Dazu gehören kostenlose Emissionszertifikate sowie der CO₂-Grenzausgleich (CBAM), der Importe entsprechend ihrer Emissionen bepreist. Ziel ist es, Leakage zu reduzieren und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. • Wirksamkeit der Instrumente hängt stark vom Design ab: Der aktuelle CBAM erfasst nur wenige Sektoren und hat daher begrenzte Wirkung auf globale Emissionen. Eine Ausweitung auf mehr Sektoren könnte die Emissionsreduktion deutlich erhöhen. • Klimapolitik bringt zusätzliche Vorteile: Neben Emissionsreduktionen fördert sie Innovationen, verbessert die Luftqualität und stärkt Energie- sowie geopolitische Unabhängigkeit. Diese positiven Nebeneffekte erhöhen den Gesamtnutzen der Maßnahmen.
    Abstract: Carbon leakage exists but is limited: Studies show that around 10-30% of emissions reduced by EU climate policy are shifted abroad. However, the majority of emission reductions remain effective globally, meaning the policy is overall still effective. • Little evidence for a "green paradox": The concern that climate policy may trigger a short-term increase in emissions is not supported by empirical evidence. Instead, firms often reduce investments in fossil fuels, which tends to lower emissions. • EU uses instruments to address competitiveness concerns: These include free allocation of emission allowances and the Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM), which prices imports based on their emissions. The goal is to reduce leakage and ensure a level playing field. • Effectiveness depends on policy design: The current CBAM covers only a limited number of sectors and therefore has a relatively small impact on global emissions. Expanding it to more sectors could significantly increase emission reductions. • Climate policy generates additional benefits: Beyond reducing emissions, it fosters innovation, improves air quality, and strengthens energy security and geopolitical independence. These co-benefits increase the overall value of such policies.
    Keywords: Klimapolitik, Leakage, Grünes Paradoxon, EU ETS, CBAM, Climate policy, carbon leakage, the green paradox
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:340033
  26. By: Wurster, Stefan; Hottenrott, Hanna; Bartscherer, Falk; Kurz, Felix
    Abstract: The "Mission Orientation and Innovation Clusters" project investigates how mission-oriented innovation policies (MOIPs) influence technological specialization, innovation clusters, and national innovation performance. While MOIPs are designed to address grand societal challenges, their impact on the formation and persistence of technological leadership remains unclear. This project sought to systematically analyze the conditions under which mission orientation supports the emergence of innovation clusters and how institutional and political factors shape the effectiveness of these policies.
    Keywords: mission-oriented innovation policies, innovation clusters, national innovation performance
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:339769

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