nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–04–06
forty-five papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Forschungsmonitoring "Arbeit der Zukunft". Ausgabe 32: Oktober bis Dezember 2025 (Berichtszeitraum) By Cömert, Bilge
  2. Der Digitale-Vorreiter-Index (DVI): Eine websitebasierte Analyse By Hönig, Tillman; Müller, Maren
  3. Auswirkungen eines steigenden Ölpreises auf die deutsche Wirtschaft By Kolev-Schaefer, Galina; Obst, Thomas; Puls, Thomas; Sultan, Samina
  4. Schaffen Wero und der digitale Euro mehr Wettbewerb im Zahlungssystem? By Demary, Markus
  5. Wer hat, dem wird gegeben: Der Regierungsentwurf zur Reform der privaten Vorsorge By Blank, Florian
  6. Der Irankrieg und die wirtschaftlichen Konsequenzen für Deutschland By Pavlova, Lora; Herforth, Anna-Lena; Hack, Lukas
  7. Unternehmenskomplexität und Split Ratings By Keil, Samuel; Gür, Yasin; Iqbal, Saffeulrrahman; Schiereck, Dirk
  8. Mittelfristprojektion für Deutschland im Winter 2025: Wachstum verliert Substanz By Boysen-Hogrefe, Jens; Gern, Klaus-Jürgen; Groll, Dominik; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-Hsin; Reents, Jan; Schröder, Christian
  9. Zurück ins Büro? Verbreitung, Hintergründe und Folgen von Return-to-Office-Initiativen By Lott, Yvonne; Peters, Eileen
  10. Lohnquote auf hohem Niveau By Grömling, Michael
  11. Eine neue "Nord-Süd-Kommission": Prozessorientierter Neuansatz statt Wiederauflage der "Brandt-Kommission" By Maihold, Günther
  12. Iranerinnen und Iraner sind gut am deutschen Arbeitsmarkt integriert By Geis-Thöne, Wido
  13. Angriff auf die Sozialpartnerschaft? Die Krise der Automobilindustrie und ihre Auswirkungen auf Arbeitsbeziehungen und Tarifpolitik By Schmalz, Stefan; Zierold, Karla
  14. Zu den Kaufkrafteffekten eines längeren Irankonflikts By Krohn, Johanna; Schröder, Christian
  15. Sorgen und Belastungen während und nach der Corona-Krise: (Solo-)Selbstständige (und) Frauen besonders stark betroffen By Schulze Buschoff, Karin; Peters, Eileen; Müller, Bjarne
  16. KI in der Pflege zwischen Anspruch und Realität: Empfehlungen für die Praxis aus dem Projekt ETAP By Sarwary, Hares; Wielga, Jenny; Enste, Peter
  17. Deindustrialisierung durch fortschreitende Handelsabkopplung By Grömling, Michael
  18. Zur Messung der Staatsausgabenquote By Boysen-Hogrefe, Jens
  19. Erhebung und Bereitstellung von Frühjahrs-Nmin-Werten für die Düngebedarfsermittlung in Deutschland: Gemeinsamkeiten und Unterschiede im föderalen System By Löw, Philipp; Brandes, Elke; Eysholdt, Max; Reuter, Tobias; Zinnbauer, Maximilian; Oltmanns, Renke; Peters, Karen; Schad, Philipp; Fechner, Holger; Jung, Stephan; Langen, Matthias; Gömann, Horst; Kalmbach, Sarah; Offenberger, Konrad; Sperger, Christian
  20. Lern- und Entwicklungsaufgaben des Ausbildungspersonals: Ergebnisse einer strukturierten Literaturanalyse nach PRISMA By Müller, Mattia; Dreßen, Jule Marie; Pascoe, Clarissa; Gerhardus, Kathrin; Frenz, Martin
  21. Alterssicherung - eine Frage von Einkommen und Vermögen: Stellungnahme zum Fragenkatalog der Alterssicherungskommission der Bundesregierung By Pimpertz, Jochen
  22. Machtwechsel in Chile: Zwischen radikalem Wandel und institutioneller Pfadabhängigkeit By Zilla, Claudia
  23. Prognoseevaluation für das Jahr 2025 By Jannsen, Nils
  24. Niedriglohnbeschäftigung 2023: Hohes Armutsrisiko unter Niedriglohnbeziehenden By Kalina, Thorsten
  25. Eine Reform der Gewerbesteuer für tragfähige Kommunalfinanzen By Beznoska, Martin; Hentze, Tobias; Kauder, Björn
  26. Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine: Mehr als Korruptionsbekämpfung By Stewart, Susan
  27. Groß gegen Klein? Der Industriestrompreis als Risiko für Effizienz und Wettbewerb By Krug, Joscha; von Graevenitz, Kathrine; Rottner, Elisa
  28. Deepfakes als neue Cyberbedrohung: Risiken und Abwehrstrategien für Organisationen By Stäcker, Daniel; Saha, Ria; Benlian, Alexander
  29. Europäische Sahel-Politik: Zurück auf Start By Tschörner, Lisa; Tull, Denis M.
  30. Ökonomische Effekte der Unternehmensmitbestimmung: Eine Literaturstudie By Scholz, Robert; Armeli, Navid
  31. Bangladeschs politische Neuordnung nach den Parlamentswahlen: Hoffnung auf Stabilität, Sorgen um demokratische Vielfalt By Scholz, Tobias; Wigger, Leo
  32. Zum Einfluss der Witterungsbedingungen auf die Bauinvestitionen By Hoffmann, Timo
  33. Wohngeld - quo vadis? Wie die Vorteile erhalten bleiben können By Henger, Ralph; Niehues, Judith; Stockhausen, Maximilian
  34. Wohnimmobilienpreise bis 2035: Warum sich regionale Märkte stärker auseinanderentwickeln By Sagner, Pekka
  35. Megatrends in 2026: Chancenkontinent Afrika? By Obst, Thomas; Sultan, Samina
  36. 7. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung: Stellungnahme By Stockhausen, Maximilian
  37. Diesel wird weltweit knapp By Puls, Thomas
  38. Ein Jahr mobil ohne Privatauto in Marburg: Bericht des WZB an die Stadt Marburg By Zimmer, Marek; Buchmann, Isabel; Hoffmann, Michael
  39. Künstliche Intelligenz in Kommunen: Chancen, Herausforderungen und Förderbedarf für die Digitalisierung der Verwaltung. Empirische Ergebnisse zu Akzeptanz, Einsatzfeldern und Praxisbeispielen aus deutschen Gemeinden By Linke, Knut
  40. Weltwirtschaft im Frühjahr 2026: Nahostkonflikt stört wirtschaftliche Aktivität By Gern, Klaus-Jürgen; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-Hsin; Reents, Jan
  41. WSI-Mindestlohnbericht 2026: Konsolidierung der neuen Europäischen Mindestlohnpolitik By Lübker, Malte; Schulten, Thorsten
  42. Strukturelle Hemmnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung im deutschen Stromnetzausbau der Energiewende By Kamlage, Jan-Hendrik; Rogall, Marius; Sasse, David; Mohr, Kim
  43. Auswirkungen möglicher Zölle der USA auf den Import von Holzprodukten By Weimar, Holger; Morland, Christian; Schier, Franziska
  44. "Wir haben ein paarmal überlegt, alle gleichzeitig zu kündigen": Kollektive Herstellung arbeitsweltbezogener Positionierungen in Gruppendiskussionen By Kammerlander, Lukas; Anstätt, Alena; Schon, Milena; Krieg, Caroline; Schröer, Wolfgang; Walther, Andreas
  45. Bürohunde als Ressource im Betrieblichen Gesundheitsmanagement: Strategien zur Förderung des psychischen und physischen Wohlbefindens von Mitarbeitenden By Masch, Rebecca; Störmer, Maja

  1. By: Cömert, Bilge
    Abstract: Das Forschungsmonitoring Nr. 32 gibt einen Überblick über aktuelle Studien und Publikationen zur Arbeitswelt der Zukunft für den Berichtszeitraum Oktober bis Dezember 2025. Es orientiert sich an den Schwerpunkten der Forschungsstelle "Arbeit der Zukunft": Digitalisierung und Arbeit der Zukunft, Standards für digitale Arbeitsformen, Beschäftigung im Wandel, Arbeit aufwerten, Atmende Arbeitszeiten und Zeitarrangements, Humanisierung der Arbeit 4.0., Innovationsbegrifflichkeiten, Künstliche Intelligenz und Sozial-ökologische Transformation.
    Keywords: Weiterbildung, Arbeitszeit, Plattformarbeit, Betriebsrat
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:339594
  2. By: Hönig, Tillman; Müller, Maren
    Abstract: Wo schlägt das digitale Herz Deutschlands? Der neue Digitale-Vorreiter-Index (DVI) nutzt semantische Analysen von über 2, 5 Millionen Firmen-Websites, um den digitalen Transformationsgrad der Wirtschaft so granular und aktuell wie möglich abzubilden.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339631
  3. By: Kolev-Schaefer, Galina; Obst, Thomas; Puls, Thomas; Sultan, Samina
    Abstract: Der eskalierende Konflikt im Nahen und Mittleren Osten hat gravierende Implikationen für die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Anstieg des Ölpreises auf 100 USDollar pro Barrel der Sorte Brent wäre mit Kosten für die deutsche Wirtschaft in Höhe von 0, 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2026 und 0, 6 Prozent im Jahr 2027 verbunden. Insgesamt wäre das ein Verlust an Wirtschaftsleistung in Höhe von etwa 40 Milliarden Euro über zwei Jahre.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339624
  4. By: Demary, Markus
    Abstract: Grenzüberschreitende Kartenzahlungen waren in der EU bisher nicht über EU-Dienstleister möglich. Wero und der digitale Euro sollen für mehr europäische Souveränität im Zahlungsverkehr sorgen. Problematisch ist, dass der digitale Euro Wero Konkurrenz macht.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339646
  5. By: Blank, Florian
    Abstract: Im Bundestag wird ein Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge ("Riester-Rente") diskutiert. Der Policy Brief analysiert die Vorschläge zur Änderung der Förderung durch Zulagen und Sonderausgabenabzug. Im Ergebnis fällt der bisherige Fokus auf die Förderung von Geringverdienern deutlich schwächer aus.
    Keywords: Private Altersvorsorge, Reform, Sparförderung, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsipbs:339616
  6. By: Pavlova, Lora; Herforth, Anna-Lena; Hack, Lukas
    Abstract: Seit Anfang März 2026 hat der Krieg zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten massiv verschärft und für steigende Ölpreise gesorgt. Diese Eskalation erhöht die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa, insbesondere durch steigende Energiepreise und erhöhte Unsicherheit an den Finanz- und Rohstoffmärkten. Für Deutschland ist diese Entwicklung besonders relevant, da die Volkswirtschaft stark energieabhängig ist. Für die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs sind insbesondere dessen Dauer und Intensität entscheidend. Über die Kriegslänge und die wirtschaftlichen Konsequenzen für Deutschland wurden Finanzmarktexpertinnen und -experten im Rahmen des ZEW-Finanzmarkttests im März befragt. Die Befragten sind sich über den weiteren Verlauf uneinig. Sie sind jedoch skeptisch, dass es zu einer schnellen Auflösung des Konflikts kommen wird. Je nach Szenario unterscheidet sich die erwartete Entwicklung der Ölpreise erheblich und somit auch die Konsequenzen für die Preisentwicklung und das Wirtschaftswachstum in Deutschland. Unter der Annahme, dass der Krieg innerhalb eines Monats endet, sind die Auswirkung auf die deutsche Wirtschaft begrenzt. Im Gegensatz dazu erwarten die Befragten einen deutlichen Anstieg der Inflation und einen starken Wachstumsrückgang bei einer längeren Kriegsdauer. Höhere Energiepreise für Unternehmen und Haushalte erweisen sich dabei als wichtigste Bremse des Wachstums.
    Keywords: Krieg, Wirkungsanalyse, Wirtschaftslage, Iran, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:339644
  7. By: Keil, Samuel; Gür, Yasin; Iqbal, Saffeulrrahman; Schiereck, Dirk
    Abstract: Split Ratings, bei denen sich verschiedene Ratingagenturen uneins sind in der Bonitätseinstufung eines Schuldners, erschweren Investoren die Bewertung von Fremdkapitaltiteln und können die Kreditkosten erhöhen. Deshalb ist ein Verständnis für die Ursachen von Split Ratings bedeutsam für das Verständnis der Preisbildung an Kreditmärkten. Die Studie untersucht, ob die Unternehmenskomplexität des Schuldners mit dem Auftreten und der Ausprägung von Split Ratings zusammenhängt. Auf Basis eines Datensatzes US-börsennotierter Unternehmen (1996 – 2021) werden Kreditratings der Agenturen S&P, Moody’s und Fitch mit dem textbasierten Komplexitätsmaß nach Loughran und McDonald (2024) sowie unternehmensspezifischen Kennzahlen verknüpft. Methodisch kommen logistische und ordinale Regressionsmodelle zum Einsatz, in denen vier Hypothesen (Auftreten, Differenz in Notches, Überschreiten der Investment-/Speculative-Grade-Schwelle, Zusammenhang mit zurückgezogenen Ratings) geprüft werden. Die Ergebnisse zeigen zwar keinen signifikanten Einfluss der Komplexität in den 10-K-Berichten auf das Auftreten, die Höhe oder die Relevanzschwelle von Split Ratings. Aber die Nettodateigröße der 10-K-Berichte ist ein relevanter Prädiktor: Sie erhöht sowohl die Wahrscheinlichkeit von Split Ratings als auch deren Differenz. Je umfangreicher zentrale Unternehmensdokumente sind, desto eher kommen die bedeutendsten Ratingagenturen der Welt also zu unterschiedlichen Bonitätseinstufungen.
    Date: 2026–02–11
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159683
  8. By: Boysen-Hogrefe, Jens; Gern, Klaus-Jürgen; Groll, Dominik; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-Hsin; Reents, Jan; Schröder, Christian
    Abstract: Der Wachstumspfad flacht sich weiter ab. Die Wachstumsrate des Produktionspotenzials schmilzt von derzeit rund 0, 5 Prozent auf etwa 0, 3 Prozent gegen Ende des Jahrzehntes. Maßgeblich hierfür ist die demografische Alterung. Das potenzielle Arbeitsvolumen ist über den gesamten Projektionszeitraum hinweg rückläufig. Der Kapitalstock kann zwar weiterhin zur Ausweitung der Produktionsmöglichkeiten beitragen, jedoch nur mit historisch niedrigen Wachstumsbeiträgen. Dies ist auch auf das vergleichsweise hohe Alter des Kapitalstocks zurückzuführen, was auf langjährige Standortschwächen hindeutet. Die Produktivität dürfte sich zwar teilweise erholen, aufgrund fortbestehender Strukturprobleme jedoch nicht an frühere Wachstumsphasen anknüpfen. Die Wirkung der expansiven Finanzpolitik auf das Produktionspotenzial kann sich nur allmählich entfalten und ist mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Gegenüber unserer Projektion im Frühjahr hat sich die Einschätzung des Produktionspotenzials kaum verändert. Im Vergleich zur Schätzung aus dem Vorkrisenjahr 2019 - vor Pandemie und Energiekrise - wurde das Niveau jedoch drastisch nach unten revidiert. Dies deutet auf außergewöhnlich starke Strukturveränderungen hin. Die tatsächliche Wirtschaftsleistung liegt im Jahr 2025 deutlich unter den Produktionsmöglichkeiten, wenngleich das genaue Ausmaß der Unterauslastung infolge der Schätzunsicherheit - nicht zuletzt aufgrund der Krise in der Industrie - unscharf bleibt.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkkb:339637
  9. By: Lott, Yvonne; Peters, Eileen
    Abstract: Immer mehr Unternehmen in Deutschland verpflichten ihre Beschäftigten wieder zur Arbeit im Büro. Diese sogenannten Return-to-Office-Initiativen (RTO) sorgen vielerorts für Unmut - denn Homeoffice ist für viele Menschen längst mehr als ein Arbeitsmodell: Es ermöglicht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dieser Policy Brief untersucht, wie weit RTO-Initiativen in Deutschland verbreitet sind und welche Gründe es dafür gibt - offiziell wie inoffiziell. Außerdem beleuchtet er die Folgen für die Beschäftigten: Wie zufrieden sind sie mit der Rückkehr ins Büro? Und welche Auswirkungen hat diese auf ihr Wohlbefinden und ihre Arbeitszufriedenheit? Grundlage der Analyse ist die WSI-Erwerbspersonenbefragung vom November und Dezember 2025.
    Keywords: Telearbeit, Büro, Arbeitszufriedenheit, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsipbs:339590
  10. By: Grömling, Michael
    Abstract: Zunehmende Ungleichheit wird für Wachstumsprobleme und eine politische Polarisierung verantwortlich gemacht. Mit Blick auf die makroökonomische Verteilung hat sich die Einkommensentstehung langfristig jedoch nicht zulasten der Arbeitseinkommen und zugunsten der Kapitaleinkommen verschoben. Vielmehr ist die Lohnquote in Deutschland zuletzt deutlich angestiegen und liegt mit knapp 75 Prozent auf dem höchsten Niveau seit den 1990er Jahren.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339627
  11. By: Maihold, Günther
    Abstract: Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung nimmt die Ankündigung einer neuen "Nord-Süd-Kommission" einen durchaus hervorgehobenen und sichtbaren Platz ein. Sie soll das Verhältnis Deutschlands zu den Ländern des Globalen Südens im Sinne eines globalen Netzwerks neu bestimmen. Das inhaltliche Profil der avisierten Kommission ist bislang jedoch noch nicht näher definiert worden. Auch darüber, wie das Gremium arbeiten soll, ist noch nichts bekannt geworden. Eines kann jedoch schon vorweggenommen werden: Für einen Erfolg gilt es, das historische Vorbild der Brandt-Kommission aus den 1970er Jahren hinter sich zu lassen und einen anderen Weg einzuschlagen: weg von der traditionellen Kommissionsarbeit der Elder Statesmen und hin zu einem prozessorientierten Ansatz, der die vielen, auch widersprüchlichen Stimmen aus dem Globalen Süden aufzunehmen vermag.
    Keywords: Globaler Süden, Lars Klingbeil, Reem Alabali Radovan, Jimmy Carter, Robert McNamara, Development Assistance Committee, DAC, Org 30
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:339618
  12. By: Geis-Thöne, Wido
    Abstract: Fast 60 Prozent der in Deutschland lebenden Iraner im erwerbsfähigen Alter sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt, wohingegen dies nur auf etwas mehr als die Hälfte der ausländischen Bevölkerung insgesamt zutrifft. Zudem üben die iranischen Staatsangehörigen weit häufiger qualifizierte Fachkrafttätigkeiten aus.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339626
  13. By: Schmalz, Stefan; Zierold, Karla
    Keywords: Kfz-Industrie, Branchenkrise, Arbeitsbeziehungen, Tarifverhandlungen, Sozialpartner, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:339610
  14. By: Krohn, Johanna; Schröder, Christian
    Abstract: Es ist nicht abzusehen, für wie lange beziehungsweise in welchem Ausmaß der Irankonflikt die Rohstoffpreise noch beeinflussen wird. Die für diese Prognose getroffenen Annahmen bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohöl und Erdgas sind daher mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Im Folgenden soll ein Alternativszenario für die Weltmarktpreise betrachtet werden, in dem gegenüber dem Basisszenario, das dieser Prognose zugrunde liegt, die Energiepreise auf dem Weltmarkt dauerhaft um 10 US-Dollar pro Barrel Rohöl bzw. 10 Euro pro MWh Erdgas höher liegen, wodurch ein länger andauernder, ungünstigerer Verlauf des Konflikts abgebildet wird (Tabelle 1). Das Szenario bezieht sich auf die Energiepreise im Verbraucherpreisindex und den Kaufkraftentzug durch die Importe von Erdgas, Rohöl und Mineralölerzeugnisse, die sich recht präzise abschätzen lassen und wichtige Informationen für die Impulse der Rohstoffpreisschwankungen auf die deutsche Wirtschaft liefern. Die geschätzten Effekte sind bezüglich von Rohstoffpreisänderungen weitgehend linear, so dass sich für alternative Annahmen entsprechende proportionale Effekte ergeben.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:339632
  15. By: Schulze Buschoff, Karin; Peters, Eileen; Müller, Bjarne
    Keywords: Coronavirus, Epidemie, Selbstständige, Angestellte, Geschlechterunterschiede, Wirkungsanalyse, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsipbs:339576
  16. By: Sarwary, Hares; Wielga, Jenny; Enste, Peter
    Abstract: Die Implementierung von digitalen Innovationen ist in der stationären Altenpflege mit vielen Herausforderungen verbunden, für die sich unterschiedliche Lösungsoptionen aufzeigen lassen. Eine stabile IT-Infrastruktur und Interoperabilität sind zentral, um einen nachhaltigen Nutzen zu schaffen und Insellösungen zu vermeiden. Kontinuierliche und praxisnahe Schulungsangebote für Pflege- und IT-Personal müssen Teil einer langfristig angelegten Digitalisierungsstrategie in Einrichtungen werden. Transparente Kommunikation innerhalb der Einrichtung ist ein entscheidender Faktor, um Erwartungen zu steuern und Vertrauen aufzubauen.
    Keywords: KI, Pflege, Digitalisierung, Technikfolgen, ELSI, Empfehlungen
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:339639
  17. By: Grömling, Michael
    Abstract: Die Industrieprobleme in Deutschland sind auch Folge rückläufiger Exporte. Im Gegensatz zu früheren Dekaden ist die deutsche Exportwirtschaft von der gleichwohl schwächeren globalen Warennachfrage abgekoppelt. Die weltweite Industrieproduktion verschiebt sich nach Asien. Die geopolitischen Umbrüche verändern obendrein die Handelsbeziehungen. Zudem hat sich die Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Standortkosten und Wechselkursaufwertungen verschlechtert.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339648
  18. By: Boysen-Hogrefe, Jens
    Abstract: Staatseinnahmen und -ausgaben werden häufig relativ zum Bruttoinlandsprodukt als Quoten berichtet. Das Bruttoinlandsprodukt gilt als Maß für das gesamtwirtschaftliche Einkommen. Staatsausgaben- und -einnahmenquoten sollten somit Aufschluss darüber geben, welcher Teil des gesamtwirtschaftlichen Einkommens durch staatliche Finanzierungsvorgänge direkt beeinflusst wird. Allerdings ist die bisherige Messung mit Blick auf die genannten Quoten unvollständig. Die Staatseinnahmen und -ausgaben im Staatskonto der VGR umfassen nicht die Abschreibungen auf den für den Staatskonsum genutzten Kapitalstock, da diese keine Finanzierungsvorgänge relativ zu den anderen Sektoren darstellen, nur rein rechnerisch vorliegen und keinen Einfluss auf den Saldo haben. Zugleich werden die Abschreibungen auf den öffentlichen Kapitalstock aber im Bruttoinlandsprodukt erfasst.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:339634
  19. By: Löw, Philipp; Brandes, Elke; Eysholdt, Max; Reuter, Tobias; Zinnbauer, Maximilian; Oltmanns, Renke; Peters, Karen; Schad, Philipp; Fechner, Holger; Jung, Stephan; Langen, Matthias; Gömann, Horst; Kalmbach, Sarah; Offenberger, Konrad; Sperger, Christian
    Abstract: Der verfügbare Stickstoff im Boden - der sogenannte Nmin-Wert - ist eine wichtige Größe zur Ermittlung des Düngebedarfs für Stickstoff und ist nach § 4 der Düngeverordnung bei der Düngebedarfsermittlung auf Ackerflächen verpflichtend zu berücksichtigen. Im Rahmen des Begleitarbeitskreises des Monitorings zur Wirkung der Düngeverordnung auf das Grundwasser und die Oberflächengewässer (Wirkungsmonitoring) wurde, geleitet vom Thünen-Institut und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, eine Unterarbeitsgruppe "UAG-Nmin" eingerichtet, die sich mit der Bereitstellung und Vergleichbarkeit von behördlichen Richtwerten für mineralischen, pflanzenverfügbaren Stickstoff im Boden im Frühjahr (im Folgenden auch Nmin-Richtwerte) beschäftigte. Dazu wurde zunächst ein Fragebogen an die zuständigen Behörden der Bundesländer verschickt, um Informationen über die jeweils angewandten Verfahren zur Erhebung und Bereitstellung dieser Werte zu sammeln. Anschließend fand im Februar 2025 ein eintägiger Workshop im Rahmen der UAG statt. Ziel war es, die Ergebnisse zum Status quo vorzustellen, Unterschiede zwischen den Bundesländern und Herausforderungen zu diskutieren und mögliche Verbesserungsansätze zu entwickeln. Die Auswertungen zeigten deutliche Unterschiede in den Nmin-Richtwerten sowohl zwischen den Bundesländern als auch über die Jahre hinweg. Diese Schwankungen sind vor allem auf klimatische Bedingungen und Prozesse wie die Mineralisation zurückzuführen. Zusätzlich wurden systematische Abweichungen an Ländergrenzen festgestellt. Diese sind nicht allein durch Standortfaktoren, sondern auch durch unterschiedliche Vorgehensweisen bei Probenahme und Bereitstellung von Richtwerten erklärbar. Die größten Unterschiede zwischen den Vorgehensweisen in den Bundesländern ergeben sich aus der zeitlichen Abstimmung der Beprobung, der Anzahl und Dichte der Proben sowie aus methodischen Details in Analytik und Berechnung, insbesondere bei der dritten Tiefenstufe (60-90 cm). Abgestimmte Beprobungszeiträume könnten die Vergleichbarkeit der Daten verbessern. Auch eine Vereinheitlichung der Beprobungsdichte und der analytischen Verfahren erscheint zielführend, um systematische Diskrepanzen zu verringern. Für die landwirtschaftliche Praxis ergeben sich daraus verschiedene Implikationen. Die unterschiedlichen Vorgehensweisen zwischen den Bundesländern erschweren die Vergleichbarkeit der (kulturspezifischen) Nmin- Richtwerte und folglich auch der Düngebedarfsermittlung. Besonders für Betriebe, deren Flächen über Landesgrenzen hinweg verteilt sind, kann dies zu stark abweichenden Ergebnissen bei der Ermittlung des Stickstoffdüngebedarfs unter Berücksichtigung von Richtwerten führen. Letztlich resultieren daraus ungleiche Wettbewerbsbedingungen sowie eine je nach Vorgehensweise potenziell weniger oder stärker restriktive Düngeregulierung und damit unterschiedliche Umweltwirkungen. Auch im Rahmen des Wirkungsmonitorings spielen Nmin-Werte eine wichtige Rolle bei der Modellierung regionaler Stickstoffbilanzen und der Stickstoffeinträge in die Gewässer. Es zeigt sich, dass Nährstoffbilanz- Modellierungen auf Datengrundlage der aktuellen Erhebungs- und Bereitstellungspraxis grundsätzlich möglich sind, allerdings würde eine stärkere Harmonisierung die Effizienz, Transparenz und Praxistauglichkeit deutlich erhöhen. Langfristig ist für das Wirkungsmonitoring vorgesehen, auf den landwirtschaftlichen Betrieben gemessene Nmin-Daten einzubeziehen, wofür jedoch rechtliche Anpassungen notwendig sind. Mit der vom Thünen-Institut entwickelten Schablone zur Bereitstellung behördlicher Nmin-Werte liegt nun erstmals ein einheitliches Format vor, das von den Ländern positiv bewertet wurde und einen wichtigen Schritt zu einer effizienteren und verlässlicheren Düngebedarfsermittlung darstellen kann. Parallel dazu bieten alternative Ansätze wie regressionsbasierte Berechnungen Potenziale, die eine Düngebedarfsermittlung vor Vegetationsbeginn ermöglichen und Zeit- sowie Kostenaufwand in der Praxis erheblich reduzieren könnten.
    Abstract: The mineralized nitrogen amount in the effective root zone in spring (soil mineral nitrogen, SMN) is an important parameter for determining nitrogen fertilizer requirements and must be taken into account when determining fertilizer requirements for arable land according to §4 of the Fertilizer Application Ordinance in Germany. As part of the Bund/Länder (federal-/state-level) working group of the impact monitoring on the effectiveness of the Nitrates Directive Action Program, a sub-working group "UAG-Nmin" was set up to deal with the provision and comparability of official reference values for mineral, plant-available nitrogen in the soil (SMN values), led by the Thünen Institute and the Chamber of Agriculture in Lower Saxony. To this end, a questionnaire was first sent to the competent authorities of the federal states to gather information on the procedures used to collect and provide these values. Subsequently, a one-day workshop was held in February 2025 as part of the UAG. The aim was to present the results on the status quo, discuss differences and challenges between the federal states, and develop possible approaches for improvement. The evaluations showed considerable differences in SMN values both between the federal states and over the years. These fluctuations are mainly due to climatic conditions and processes such as mineralization. In addition, systematic deviations were found at federal state borders. These can be explained not only by site factors, but also by different approaches to sampling and the provision of reference values. The greatest differences between the approaches in the federal states may result from the timing of sampling, the number and density of samples, and methodological details in analysis and calculation, especially at the third depth level (60 to 90 cm). Coordinated sampling periods could improve the comparability of the data. Standardizing sampling density and analytical procedures also appears to be a useful approach to reducing systematic discrepancies. This has various implications for agricultural practice. The different approaches between the federal states make it difficult to compare (crop-specific) SMN reference values and, consequently, to determine fertilizer requirements equally. Particularly for farms whose land is spread across state borders, this can lead to widely varying results when determining nitrogen fertilizer requirements based on reference values. Ultimately, this results in unequal competitive conditions and, depending on the approach, potentially less or more restrictive fertilizer regulations. SMN values also play an important role in the impact monitoring when modeling regional nitrogen balances and nitrogen inputs into water bodies. It has been shown that nutrient balance modeling based on data from current sampling and provision practices is generally possible, but greater harmonization would significantly increase efficiency, transparency, and practicality. In the long term, farm-level SMN data shall be considered, but this will require legal adjustments. The template developed by the Thünen Institute for the provision of official SMN values as one result of the UAG provides a uniform format for the first time, which has been positively evaluated by the federal states and could represent an important step towards more efficient and reliable fertilizer requirement determination. At the same time, alternative approaches such as regression-based calculations offer potential for determining fertilizer requirements before the start of vegetation and could significantly reduce time and costs in practice.
    Keywords: Stickstoffdüngung, Düngebedarfsermittlung, Nmin, Richtwerte, Stickstoffbilanz, Nährstoffmanagement, Düngeverordnung, Wirkungsmonitoring, Düngepolitik, Nitratrichtlinie, Nitrogen fertilization, nutrient management plan, fertilization planning, nutrient demand, soil mineralnitrogen, nitrogen balance, fertilizer application ordinance, impact monitoring, fertilizer policy, Nitrates Directive
    JEL: Q15 Q18 Q25
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtiwp:339577
  20. By: Müller, Mattia; Dreßen, Jule Marie; Pascoe, Clarissa; Gerhardus, Kathrin; Frenz, Martin
    Abstract: Das betriebliche Bildungspersonal trägt wesentlich zur Qualität beruflicher Bildung bei, steht jedoch steigenden Anforderungen gegenüber. Über Lern- und Entwicklungswege der Ausbilder:innen in der Praxis ist wenig bekannt. Ihre Kompetenzentwicklung findet häufig als Erfahrungslernen im Berufsalltag statt. Ziel des Projekts ist der Aufbau einer gesicherten Erkenntnisbasis für die pädagogisch-didaktische Gestaltung von Qualifizierungsmaßnahmen. Als erster Schritt wurde eine systematische Literaturanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse verdeutlichen wie informelles Lernen, kollegialer Austausch und organisationale Bedingungen die pädagogische Kompetenzentwicklung beeinflussen.
    Keywords: Kompetenzerwerb, Rolle, Qualifizierung
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:339596
  21. By: Pimpertz, Jochen
    Abstract: Die Alterssicherungskommission der Bundesregierung soll einerseits eine Kennziffer für das Gesamtversorgungsniveau aus gesetzlicher Rente, betrieblicher und geförderter Privatvorsorge entwickeln. Andererseits soll es darum gehen, wie der Lebensstandardsicherung im Alter gesichert werden kann. Beide Arbeitsaufträge können zu unterschiedlichen Ableitungen führen: Soll das Gesamtversorgungsniveau aus den drei Säulen maßgeblich für Reformen sein, dann wird damit implizit unterstellt, dass die Bedarfe im Alter vorrangig über monatliche Renten aus den drei Versicherungssystemen gedeckt werden sollen. Der Lebensstandard lässt sich aber auch durch Vermögen absichern. Das ist der Grund, warum Leistungen der Grundsicherung oder das Wohngeld eine Prüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse voraussetzen. Ein Gesamtversorgungsniveau der drei Säulen vermag auch deshalb keine geeignete Zielgröße zu sein, weil die Höhe der Leistungen jeweils von den individuellen Bildungs-, Erwerbs- und Vorsorgeentscheidungen der Versicherten abhängen. Insbesondere in Paarhaushalten können niedrige Versorgungsansprüche einer Person mit hinreichend hohen Leistungen des Partners zusammentreffen. Schon deshalb lässt sich weder aus dem Sicherungsniveau der gesetzlichen Rentenversicherung noch aus dem Verbreitungsgrad ergänzender Vorsorgesysteme treffsicher auf Versorgungsrisiken im Alter schließen. Dennoch werden unterschiedliche Reformmodelle mit der Sorge vor steigender Armutsgefährdung begründet. Auch dieses Messkonzept abstrahiert von den Vermögenswerten. Immerhin berücksichtigt es aber sämtliche Nettoeinkommen, die allen Haushaltsmitgliedern zufließen. Allerdings werden dabei die Vorteile des gemeinsamen Wirtschaftens, das in Mehrpersonenhaushalten möglich ist, über eine Bedarfsgewichtung der Haushaltsmitglieder berücksichtigt. Auch deshalb lässt sich nicht treffsicher von der Höhe einer gesetzlichen, betrieblichen oder privaten Rente auf Armutsgefährdungsrisiken im Haushalt schließen. Tatsächlich deuten die empirischen Befunde darauf hin, dass Vermögenswerte selbst bei der Absicherung von Haushalten mit geringerem Alterseinkommen relevant sein können. Für das Gros der Ruhestandshaushalte werden höhere Vermögensbestände festgestellt, die für eine Lebensstandardsicherung jenseits des Grundsicherungsniveaus eingesetzt werden können - sei es zur Tilgung einer Hypothek, die ein mietfreies Wohnen in der selbstgenutzten Immobilie ermöglicht, oder sei es zur Vorsorge gegen Ausgabenrisiken, die sich zum Beispiel im Pflegefall ergeben. Deshalb sollten Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Alterssicherungssysteme nur auf Basis empirischer Befunde abgeleitet werden, die den Wohlstand eines Haushalts umfassend abbilden, also sowohl die Einkommen- als auch die Vermögensausstattung eines Haushalts berücksichtigen.
    Abstract: An expert-group has been tasked by the Federal Government with drawing up recommendations on the further development of pension schemes. To this end, an index is to be developed that reflects the level of coverage provided by statutory, occupational and private insurance. However, this indicator would lead to erroneous conclusions. For one thing, assets are not considered that can secure one's standard of living in old age just as effectively as monthly pension payments. On the other hand, in two-person households, one person's low pension may coincide with the other person's high pension entitlements. Therefore, the amount of a statutory pension or the prevalence of supplemental pension schemes does not necessarily indicate a pension gap in old age. For the same reasons, concerns about rising risks of poverty in old age are misleading if they are used to justify reforms. Instead, a comprehensive analysis of income and wealth distribution at the household level is necessary to derive a targeted and efficient reform of pension systems.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:339585
  22. By: Zilla, Claudia
    Abstract: Mit dem Amtsantritt von José Antonio Kast am 11. März 2026 und dem Ende der Präsidentschaft von Gabriel Boric fand in Chile ein Machtwechsel statt, der die größte politische Veränderung seit dem Übergang zur Demokratie markiert. Zwar ist Kast der globalen radikalen Rechten zuzuordnen und hat im Wahlkampf die Notwendigkeit eines fundamentalen Wandels betont. Aufgrund seines zurückhaltenden Stils und der politischen Tradition des Landes dürfte seine Regierungsführung jedoch weniger disruptiv ausfallen als die von Donald Trump in den USA, Javier Milei in Argentinien oder Jair Bolsonaro in Brasilien. Während der chilenische Institutionenrahmen sich mäßigend auswirkt, begünstigt der externe Faktor Trump eine Politik, die Rechtsstaat und Demokratie in der Region erodieren lassen könnte.
    Keywords: José Antonio Kast, Chile, Präsident, Gabriel Boric, Republikanische Partei, PR, globale radikale Rechte, Trump, Monroe-Doktrin, Shield of the Americas José Antonio Kast
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:339619
  23. By: Jannsen, Nils
    Abstract: Das Bruttoinlandsprodukt hat sich im Jahr 2025 nach Rückgängen in den beiden Jahren zuvor stabilisiert. Eine konjunkturelle Erholung ist jedoch ausgeblieben. Nach einem Plus von 0, 2 Prozent lag die Wirtschaftsleistung kaum höher als im Jahr 2019. Maßgeblich für die geringe wirtschaftliche Aktivität dürften vor allem strukturelle Probleme gewesen sein, die zu einem massiven Verlust an Wettbewerbsfähigkeit geführt haben. Entsprechend sanken die Unternehmensinvestitionen und die Exporte gingen trotz einer vergleichsweise robusten Weltkonjunktur zurück. Die neuen Zölle auf Lieferungen in die Vereinigten Staaten haben zu der schwachen Entwicklung beigetragen, wenngleich wir die damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Effekte auf Basis von Handelsmodellen als moderat einschätzen. Die Konsumausgaben stiegen dagegen recht lebhaft.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:339635
  24. By: Kalina, Thorsten
    Abstract: Die außerplanmäßige Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 € im Oktober 2022 hat gerade niedrige Stundenlöhne deutlich angehoben. Dieser positive Trend hat sich allerdings 2023 nicht fortgesetzt. Ein besonders hohes Niedriglohnrisiko hatten 2023 Minijobber*innen (79, 4 %), Jüngere (43, 5 %), Geringqualifizierte (41, 9 %), befristet Beschäftigte (37, 2 %) sowie Ausländer*innen (28, 4 %) und Frauen (23, 5 %). Niedriglohnbeschäftigte sind mit 22, 6 % sehr häufig armutsgefährdet. Für die abhängig Beschäftigten insgesamt liegt das Armutsrisiko bei 7, 3 % und ist damit deutlich geringer als in der Bevölkerung insgesamt (17, 7 %). Ein wesentliches Armutsrisiko der Niedriglohnbeziehenden liegt im Erwerbsumfang, sowohl individuell als auch auf der Haushaltsebene. Die Subventionierung von niedrig entlohnter Beschäftigung sollte von den Minijobs hin zu substanzieller Teilzeit verlagert werden.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:339645
  25. By: Beznoska, Martin; Hentze, Tobias; Kauder, Björn
    Abstract: Die Gewerbesteuer ist ein Fremdkörper im Steuersystem, dennoch sind alle Reformversuche in den vergangenen Jahren gescheitert. Dabei sind stabile Einnahmen für die Kommunen in Verbindung mit Anreizen zur Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung möglich - mit dem entsprechenden politischen Willen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339625
  26. By: Stewart, Susan
    Abstract: Eine Reihe von Skandalen in der Ukraine hat gezeigt, dass der russische Angriffskrieg der Korruption im Land kein Ende gesetzt hat. Auch wenn die Institutionen zu ihrer Bekämpfung eine wichtige Rolle spielen, ist Korruption in der Ukraine nach wie vor Symptom eines Governance-Modells, das den Anforderungen von Rechtsstaatlichkeit noch nicht genügt. Die Schwierigkeiten, die mit einer fundamentalen Überwindung dieses Modells einhergehen, werden oft unterschätzt. Eine solche Transformation wird für den Beitritt der Ukraine zur EU jedoch notwendig sein. Sowohl Kyjiw als auch Brüssel werden gleichzeitig an verschiedenen Strängen arbeiten müssen, um Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine zu festigen.
    Keywords: Andrij Jermak, Kyrylo Budanow, Ihor Kolomojskyj, Rinat Achmetow, Viktor Juschtschenko, Petro Poroschenko, Viktor Janukowytsch
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:339622
  27. By: Krug, Joscha; von Graevenitz, Kathrine; Rottner, Elisa
    Abstract: Aufgrund stark gestiegener Stromkosten möchte die deutsche Bundesregierung ab 2026 mit dem Industriestrompreis energieintensive Branchen entlasten, indem bis zu 50 Prozent ihres Verbrauchs auf 50 Prozent des Großhandelspreises (min. 50 €/ MWh) gedeckelt werden. Dieser reiht sich in eine Reihe existierender und vergangener Entlastungsmaßnahmen ein. Vergünstigungen bei Netzentgelten, CO2-bezogenen Strommehrkosten und in der Vergangenheit der EEG-Umlage haben insbesondere für Großverbraucher in energieintensiven Industrien zu deutlich geringeren Strompreisen geführt als für kleinere Verbraucher. 2024 zahlten Kleinverbraucher rund 272 €/MWh, Großverbraucher nur 155 €/MWh. 63 Prozent dieser Preisdifferenz kamen durch Unterschiede bei Netzentgelten, Steuern und Abgaben zustande. Der Industriestrompreis würde die Stromkosten der begünstigten Unternehmen in der Tat signifikant senken. Unsere Studie zeigt jedoch, dass solche selektiven Vergünstigungen Wettbewerbsverzerrungen schaffen, die der Energieeffizienz schaden und sich negativ auf die Produktivität der Industrie auswirken können: Nicht geförderte Firmen mit hohen Energiepreisen verlieren Marktanteile oder scheiden aus, während begünstigte, aber weniger energieeffiziente Produzenten wachsen. Dadurch sinkt die Energieeffizienz ganzer Industrien. Langfristig kann eine Politik, die etablierte Großverbraucher schützt, Innovation hemmen und die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland schwächen.
    Keywords: Industriepolitik, Wettbewerbspolitik, Wirkungsanalyse, Strompreis, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:zewpbs:339643
  28. By: Stäcker, Daniel; Saha, Ria; Benlian, Alexander
    Date: 2026–03–02
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159682
  29. By: Tschörner, Lisa; Tull, Denis M.
    Abstract: Die Staatsstreiche in Mali (2020/21), Burkina Faso (2022) und Niger (2023) haben nicht nur innenpolitische Veränderungen im Sahel mit sich gebracht, sondern auch eine außenpolitische Disruption. Die Militärjuntas haben einen weitgehenden Bruch mit Europa vollzogen und etablierte sicherheits- und entwicklungspolitische Kooperationen beendet. Die Studie geht der Frage nach, welche Handlungsoptionen die EU und ihre Mitgliedstaaten im Sahel noch haben. Dazu werden relevante strategische Entwicklungen in Mali und Niger seit der Machtergreifung durch das Militär analysiert. Darauf aufbauend werden denkbare und plausible Zukunftsszenarien für beide Länder bis 2030 skizziert. Die zunehmende Fragilität der Militärregime macht abrupte politische Wendungen in der Zukunft wahrscheinlich - sei es durch interne Machtkämpfe, erneute Putsche, staatliche Erosion oder militärische Erfolge jihadistischer Aufstandsbewegungen. Ein militärischer Sieg der jihadistischen Gruppe Jama'at Nusrat al-Islam wal-Muslimin in Mali liegt im Bereich des Vorstellbaren. Angesichts dieser Entwicklungen sollte sich Europa stärker im Sahel engagieren, auch wenn die Einflussmöglichkeiten sehr eingeschränkt sind. Hinzu kommen Zielkonflikte und Dilemmata, die sich aus den unterschiedlichen europäischen Interessen und Handlungsmotiven ergeben. Europa sollte versuchen, die negativen politischen und sicherheitspolitischen Dynamiken zu begrenzen sowie zu verhindern, dass die Instabilität sich regional ausweitet. Dies erfordert einen pragmatischen Umgang mit den Militärregierungen und eine sorgfältige Abwägung von Chancen und Risiken.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:339589
  30. By: Scholz, Robert; Armeli, Navid
    Abstract: Der vorliegende Report untersucht systematisch, welche wirtschaftlichen Effekte die Unternehmensmitbestimmung hat. Grundlage ist ein zweistufiges Rechercheverfahren, aus dem nach Bereinigung 384 wissenschaftliche Publikationen mit Schwerpunkt auf der Unternehmensmitbestimmung resultieren. Aus diesem Fundus wurden 63 quantitative Studien identifiziert, die die Effekte der Unternehmensmitbestimmung berechnen. Diese Forschung ist international geprägt: 40 % (25) der Studien stammen von Autor*innen an ausländischen Einrichtungen (vor allem USA), 68 % (43) sind englischsprachig. Der wissenschaftliche Diskurs wird zu über 80 % von Ökonom*innen bestimmt, interdisziplinäre Arbeiten sind selten. Die quantitative Forschung konzentriert sich auf die paritätische Mitbestimmung: 86 % (54) der Arbeiten untersuchen die paritätische Mitbestimmung, 75 % (47) die Drittelbeteiligung und 13 % (8) die Montanmitbestimmung. Insgesamt kommen 33% (21) der Studien zu positiven Effekten der Unternehmensmitbestimmung, weitere 33% (21) berechnen weder positive noch negativen Effekte (neutral), 14% (9) positive und negative Effekte und 19% (12) kalkulieren negative Effekte. Nur knapp ein Fünftel der Studien kommt demnach zum Ergebnis, dass die Unternehmensmitbestimmung negative Wirkungen hat, wobei das vor allem für die Kapitalmarktbewertung gilt. Hinsichtlich Innovationen, Investitionen und wirtschaftliche Leistungs- bzw. Erfolgskennzahlen, wie Produktivität, Rentabilität und Profitabilität, kommt die Forschung zum Schluss, dass es mehrheitlich positive oder zumindest neutrale Effekte der Mitbestimmung gibt.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsmbr:339623
  31. By: Scholz, Tobias; Wigger, Leo
    Abstract: Die Parlamentswahlen in Bangladesch am 12. Februar 2026 markierten eine Zäsur in der neueren Geschichte des Landes. Im August 2024 war Premierministerin Sheikh Hasina gestürzt worden, die mit einer Unterbrechung insgesamt 20 Jahre amtiert hatte. Anschließend übernahm eine Interimsregierung unter Führung des Friedensnobelpreisträgers Muhammad Yunus die Amtsgeschäfte. Ihr gelang es nach zwei unsicheren Jahren, formal ordnungsgemäße Wahlen durchzuführen. Das politische System Bangladeschs hat damit eine hohe institutionelle Resilienz bewiesen. Zugleich wirft das Wahlergebnis neue Fragen auf, was die Zukunft des demokratischen Pluralismus im Land angeht. So bedeutet der klare Wahlsieg der Nationalistischen Partei Bangladeschs (BNP), dass auch weiterhin eine der beiden historischen Familiendynastien an der Spitze des Landes stehen wird. Stimmenzuwächse erzielte das muslimisch-fundamentalistische Lager, was die gesellschaftliche Rolle der Frauen einschränken und eine Wiederannäherung Bangladeschs an das Nachbarland Indien erschweren könnte.
    Keywords: Bangladesch, Parlamentswahlen 2026, Premierministerin Sheikh Hasina, Premierminister Tarique Rahman, Muhammad Yunus, Nationalistische Partei Bangladeschs (BNP), Awami-Liga, Jamaat-e-Islami, National Citizen Party (NCP), Bangladesh-First-Politik, Juli-Proteste 2024, Juli-Charta
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:339620
  32. By: Hoffmann, Timo
    Abstract: Während die Bauinvestitionen mittel- bis langfristig von strukturellen Faktoren wie den Finanzierungsbedingungen abhängen, kann die Witterung kurzfristig einen erheblichen Einfluss auf die Bauaktivität haben. Die Bautätigkeit dürfte allerdings nur in Zeiten mit harscher Witterung beeinträchtigt sein. Mit bessernder Witterung dürfte die Aktivität unmittelbar wieder zulegen. Fraglich ist allerdings, in welchem Maß Nachholeffekte einsetzen, so dass das Niveau der Bauinvestitionen im Jahr insgesamt weniger oder gar nicht beeinflusst wird. Dies dürfte von der Stärke der Beeinträchtigung und der Kapazitätsauslastung abhängen. Beide Einflüsse sollen im Folgenden empirisch untersucht werden.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:339633
  33. By: Henger, Ralph; Niehues, Judith; Stockhausen, Maximilian
    Abstract: Seit der Wohngeld-Plus-Reform 2023 steht das Wohngeld verstärkt in der Kritik. Durch die zeitgleiche Stärkung des Kinderzuschlags hat sich für Familien bei einer kombinierten Inanspruchnahme mit dem Kinderzuschlag der Einkommensbereich vergrößert, in dem eine Arbeitsausweitung kaum oder gar nicht zu einem höheren verfügbaren Einkommen führt. Die Kritik ist insgesamt berechtigt, jedoch liegen die Ursachen nicht allein am Wohngeld, sondern am Transfersystem insgesamt und einer mangelhaften Abstimmung der vorrangigen Leistungen untereinander. Reformvorschläge sollten daher auf diese Problematik fokussieren und nicht darauf abzielen, das Wohngeld mit seiner Systematik abzuschaffen. Leider zeigt sich, dass in der aktuellen Debatte über mögliche Reformen die erhebliche wohnungspolitische Bedeutung des Wohngelds nicht ausreichend berücksichtigt wird. Schließlich ist es das einzige Instrument, das Haushalten hinreichende Anreize setzt, ihren Wohnkonsum nicht ungeachtet der Kosten auszuweiten.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339629
  34. By: Sagner, Pekka
    Abstract: Nach der Zinswende hat sich der deutsche Wohnimmobilienmarkt stabilisiert. Langfristig dürften die Preise moderat steigen - im Mittel real um rund 1 Prozent pro Jahr bis 2035. Entscheidend ist jedoch weniger der bundesweite Trend als die zunehmende regionale Spreizung: Während Metropolräume und wirtschaftsstarke Regionen weiter wachsen, müssen strukturschwächere Regionen mit stagnierenden oder rückläufigen realen Kaufpreisen rechnen.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339630
  35. By: Obst, Thomas; Sultan, Samina
    Abstract: Geopolitische Spannungen werden auch das Jahr 2026 stark prägen. Deswegen strebt die EU danach, ihre Beziehungen zu diversifizieren. Der afrikanische Kontinent bietet hierfür viel Potenzial. Schon jetzt ist die EU der wichtigste Handels- und Investitionspartner Afrikas. Das gilt es auszubauen, auch durch die Förderung der lokalen Wertschöpfung in Afrika.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339628
  36. By: Stockhausen, Maximilian
    Abstract: Der Siebte Armuts- und Reichtumsbericht (7. ARB) ist ein umfangreiches, datenbasiertes Werk, das viele relevante Lebensbereiche abdeckt - von Einkommen und Vermögen über Bildung, Gesundheit und Teilhabe bis hin zu neuen Themen wie Klimawandel und subjektiven Erfahrungen von Armut. Gleichzeitig ist zu kritisieren, dass der Bericht durch seine starke thematische Erweiterung an analytischer Schärfe und Übersichtlichkeit verliert. Ein zentrales, aber zu wenig diskutiertes Problem sind methodische Brüche in wichtigen Datensätzen: Coronabedingte Erhebungsänderungen, die Neugestaltung des Mikrozensus sowie die Integration des EU-SILC ab 2020 in den Mikrozensus erschweren eine verlässliche Trendauswertung in wesentlichen Verteilungskennziffern. Auch im SOEP führte ein Institutswechsel 2021 zu einem Zeitreihenbruch. Dadurch lassen sich Kriseneffekte und die Wirksamkeit politischer Maßnahmen nur eingeschränkt beurteilen. Eine konsequentere Darstellung dieser Einschränkungen im 7. ARB wäre notwendig gewesen. Trotz dieser Probleme zeigen die verfügbaren Daten eine weitgehend stabile Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland. Der Gini-Koeffizient der verfügbaren Haushaltseinkommen liegt seit Jahren nahezu konstant, und auch die Vermögensungleichheit ist - trotz höherem Niveau als bei den Einkommen - leicht rückläufig. Staatliche Umverteilung und automatische Stabilisatoren haben größere Verwerfungen während der Krisen erfolgreich abgefedert. Der Bericht betont zu Recht, dass die Armutsgefährdungsquote ein relatives Maß ist und keine direkte Aussage über materielle Hilfebedürftigkeit trifft. Ursachen steigender Armutsrisiken, wie die starke Zuwanderung von Geflüchteten nach 2015 mit geringen materiellen Ressourcen, stellen keine Gerechtigkeitsdefizite oder ein mangelndes Funktionieren des Sozialstaats dar. Eine sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung bleibt der zentrale Schutzfaktor vor Einkommensarmut. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Diskrepanz zwischen objektiven Daten und subjektiver Wahrnehmung: Viele Bürger überschätzen das Ausmaß sozialer Ungleichheit, was politische Debatten prägt. Diese Wahrnehmungsverzerrungen werden im 7. ARB zwar erwähnt, aber nicht systematisch in die Schlussfolgerungen integriert. Insgesamt ist der 7. ARB als wichtiges Instrument der sozialpolitischen Beobachtung zu würdigen, es ist jedoch eine klarere Kommunikation, eine konsequentere Berücksichtigung methodischer Unsicherheiten sowie eine stärkere Fokussierung auf zentrale Verteilungsindikatoren anzumahnen. Der Bericht sollte Fortschritte und Stabilitäten ebenso hervorheben wie bestehende Herausforderungen, um ein realistisches Bild der sozialen Lage in Deutschland zu vermitteln.
    Abstract: The Seventh Report on Poverty and Wealth (7th ARB) is a comprehensive, data-based work covering many relevant areas of life - from income and wealth to education, health and participation, as well as new topics such as climate change and subjective experiences of poverty. At the same time, it must be criticised that the report loses analytical sharpness and clarity due to its strong thematic expansion. A central but insufficiently discussed problem is methodological breaks in important data sets: Corona-related changes in surveys, the redesign of the microcensus and the integration of EU-SILC from 2020 onwards into the microcensus make it difficult to reliably evaluate trends in key distribution indicators. In the SOEP, too, a change of the survey institute in 2021 led to a break in the time series. As a result, the effects of the crisis and the effectiveness of political measures can only be assessed to a limited extent. A more consistent presentation of these limitations in the 7th ARB would have been necessary. Despite these problems, the available data show a largely stable distribution of income and wealth in Germany. The Gini coefficient for disposable household income has remained virtually constant for years, and wealth inequality is also declining slightly, despite being at a higher level than income inequality. Government redistribution and automatic stabilisers have successfully cushioned major disruptions during the crises. The report rightly emphasises that the at-risk-of-poverty rate is a relative measure and does not directly indicate material need. The causes of rising poverty risks, such as the large influx of refugees after 2015 with limited material resources, do not represent deficits in fairness or a failure of the welfare state. Full-time employment subject to social insurance contributions remains the key factor in protecting against poverty, but this is not sufficiently emphasised in the report. Another critical point is the discrepancy between objective data and subjective perception: many citizens overestimate the extent of social inequality, which shapes political debates. These perceptual distortions are mentioned in the 7th ARB, but are not systematically integrated into the conclusions. Overall, the 7th ARB should be recognised as an important instrument for social policy observation, but clearer communication, more consistent consideration of methodological uncertainties and a stronger focus on key indicators of the distribution of income and wealth are called for. The report should highlight progress and stability as well as existing challenges in order to convey a realistic picture of the social situation in Germany.
    JEL: D31 I32
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:339606
  37. By: Puls, Thomas
    Abstract: Die Sperrung der Straße von Hormus hat den Ölpreis nach oben getrieben. Wirklich schwierig ist die Lage aber bei Raffinerieprodukten wie Diesel oder Kerosin. Diese sind weltweit knapp geworden und weisen größere Preissprünge auf als Erdöl. Da dies die Stoffe sind, die den Transportsektor am Laufen halten, ist absehbar, dass diese Preissprünge bei jedem Konsumenten ankommen werden.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:339647
  38. By: Zimmer, Marek; Buchmann, Isabel; Hoffmann, Michael
    Keywords: Personenverkehr, Mobilitätswende, Kommunale Verkehrspolitik, Marburg, Hessen, Deutschland
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wzbdms:339602
  39. By: Linke, Knut
    Abstract: This paper investigates the current state and challenges of artificial intelligence (AI) implementation in German municipal administrations. Despite AI's growing relevance in society, empirical insights into its acceptance and use in local government are still scarce. Drawing on a nationwide online survey of citizens and municipal officials (n=142; n=50), the study analyzes perceptions, experiences, and expectations regarding digital and AI-supported services in local administration. Research questions focus on the extent of digital transformation, use cases, acceptance, and perceived barriers among both groups, as well as organizational and regulatory drivers and obstacles. Results show that while AI-based services are widely considered crucial for future municipal operations, their practical application is still limited, often restricted to fields like automated translations or citizen communication. Data protection, lack of information, and organizational hurdles emerge as main barriers. The paper concludes with recommendations, emphasizing the need for clear strategies, targeted training, and regulatory clarity to promote effective and responsible AI adoption at the municipal level.
    Keywords: Künstliche Intelligenz, Agile Transformation, Öffentliche Verwaltung, Bürgerkommunikation, Digitale Transformation
    JEL: H83 O33 L86
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhit:339607
  40. By: Gern, Klaus-Jürgen; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-Hsin; Reents, Jan
    Abstract: Die Weltproduktion blieb im Jahr 2025 trotz der Belastungen durch die US-Zollpolitik und dadurch erhöhte Unsicherheit robust und expandierte bis zuletzt in kaum verlangsamtem Tempo. Durch den Irankrieg droht nun jedoch die Energieversorgung empfindlich gestört zu werden, mit potenziell gravierenden Folgen für die wirtschaftliche Aktivität. Derzeit wird allgemein damit gerechnet, dass Produktion und Transport von Öl und Gas aus den Ländern am Persischen Golf bald wieder in normalem Umfang erfolgen können. In diesem Fall, der auch unserer Prognose zugrunde liegt, wären die Auswirkungen nicht gravierend und blieben auf einen leichten Dämpfer für Weltproduktion und einen temporären Anstieg der Inflation begrenzt. So erwarten wir, dass die Weltwirtschaft in der Grundtendenz aufwärtsgerichtet bleibt, getragen von kräftigen Impulsen für Handel und Investitionen vom Boom der KITechnologie. Die Geldpolitik ist weltweit deutlich gelockert worden und stützt inzwischen in den meisten Ländern die Konjunktur. Hinzu kommen in einer Reihe von Ländern Anregungen von der Finanzpolitik. Während die Aussichten für die Konjunktur in China nach wie vor getrübt sind, bleibt die Expansion in den Vereinigten Staaten robust. In Europa dürfte sich die allmähliche wirtschaftliche Belebung nach einem energiepreisbedingten Dämpfer ab der zweiten Hälfte dieses Jahres fortsetzen. Alles in allem rechnen wir wie im vergangenen Dezember mit Zuwachsraten der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - von 3, 1 Prozent in diesem und 3, 2 Prozent im nächsten Jahr. Das Risiko einer erheblichen Abschwächung der Weltkonjunktur ist angesichts der Unsicherheit über den Fortgang der Ereignisse im Nahen Osten allerdings größer geworden.
    Abstract: The world economy remained robust in 2025 despite the strains caused by the trade conflicts and the resulting increased uncertainty and entered the new year with decent momentum. However, the war with Iran now threatens to severely disrupt energy supplies, with potentially serious consequences for economic activity. It is, however, currently widely expected that production and transport of oil and gas from the Persian Gulf will return to normal levels relatively soon. In this case, which also forms the basis of our forecast, the effects would not be substantial and would be limited to a slight dampening of global production and a temporary rise in inflation. We therefore expect the global economy to remain on an upward trend, buoyed by strong impetus for trade and investment from the boom in AI technology. Monetary policy has been significantly loosened worldwide over the past year and is now supporting the economy in most countries. In addition, a number of countries are providing stimulus through fiscal policy. While the economic outlook in China remains clouded, the expansion in the United States should remain robust. In Europe, the gradual economic recovery is likely to continue from the second half of this year onwards, following a few months of slowdown caused by high energy prices. All in all, and unchanged from our forecast of last December, we expect global output - measured on the basis of purchasing power parities - to grow by 3.1 percent this year and 3.2 percent next year. However, given the uncertainty surrounding the developments in the Middle East, there is a significant risk of a considerable slowdown in the global economy.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkkb:339636
  41. By: Lübker, Malte; Schulten, Thorsten
    Abstract: In den vergangenen Jahren hat die Mindestlohnpolitik in Europa einen tiefgreifenden Wandel erlebt: Die Mindestlöhne wurden deutlich angehoben und auf das Ziel ausgerichtet, einen angemessenen Lebensstandard zu sichern. Inzwischen zeichnet sich eine Konsolidierung des neuen Kurses ab: Viele EU-Staaten orientieren sich bei der Bemessung der Mindestlohnhöhe mittlerweile an Referenzwerten, wie sie in der Europäischen Mindestlohnrichtline empfohlen werden, die unlängst vom Europäischen Gerichtshof für grundsätzlich europarechtskonform erklärt wurde. In Deutschland hat die Mindestlohnkommission den Mindestlohn deutlich erhöht und verfolgt nun das Ziel, 60% des Medianlohns zu erreichen. Da eine gesetzliche Verankerung des Referenzwerts noch aussteht, steht der Fortschritt hierzulande allerdings auf tönernen Füßen.
    Abstract: In recent years, minimum wage policy in Europe has undergone a profound change: Many EU countries have raised their minimum wages above average and focused on the goal of ensuring an adequate standard of living. A consolidation of the new course is now emerging, as EU countries are now increasingly basing their minimum wage calculations on reference values as recommended in the European Minimum Wage Directive. The Directive was recently found to be fundamentally in compliance with European law by the European Court of Justice. In Germany, the Minimum Wage Commission has significantly increased the minimum wage and is now pursuing the goal of reaching 60% of the median wage. However, as the reference value has not yet been enshrined in law, progress in this country is still on shaky ground.
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:339640
  42. By: Kamlage, Jan-Hendrik; Rogall, Marius; Sasse, David; Mohr, Kim
    Abstract: Der Ausbau der Stromübertragungsnetze spielt im Rahmen der deutschen Energiewende eine zentrale Rolle, aber führt in den betroffenen Kommunen regelmäßig zu Konflikten. Die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) setzen auf informelle Formate der Stakeholderbeteiligung, um die Akzeptanz und Legitimität der Stromleitungsprojekte zu fördern. Diese informellen Beteiligungsprozesse haben die ÜNB in den letzten 15 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Ziel des Beitrags ist es, diese Entwicklung kritisch zu beleuchten. Der Beitrag zeigt auf, wie sich frühe experimentelle und dialogorientierte Ansätze zu zunehmend professionalisierten und standardisierten, kampagnenartigen Beteiligungsformaten entwickelt haben. Während diese Praktiken die Transparenz und Akzeptanz von Planungsverfahren und der ÜNB als Projektentwickler erhöhen, bleibt ihr Einfluss auf die Akzeptanz der Infrastrukturprojekte selbst begrenzt. Auf der Grundlage dieser Analyse identifiziert der Beitrag fünf strukturelle Hindernisse – ungleiche Verteilung von Lasten und Nutzen, hohe Komplexität und Ressourcenknappheit, begrenzte lokale Entscheidungsbefugnisse, die Doppelrolle der ÜNB sowie lokal spezifische Akzeptanzkonstellationen –, die die Wirksamkeit informeller Beteiligung systematisch einschränken. Abschließend plädiert der Beitrag für einen systemischen und kontextsensitiven Ansatz für die lokale Governance der Energieinfrastruktur. The expansion of electricity transmission grids plays a central role in Germany’s energy transition, but regularly leads to conflicts in the local communities affected. Transmission system operators (TSOs) rely on informal forms of stakeholder engagement to promote acceptance and legitimacy of power line projects. The TSOs have continuously refined these informal engagement processes over the last 15 years. The aim of this paper is to critically examine this development. It demonstrates how early experimental and dialogue-oriented approaches have evolved into increasingly professionalised and standardised, campaign-style participation formats. Whilst these practices enhance the transparency and acceptance of planning procedures and of the TSOs as project developers, their influence on the acceptance of the infrastructure projects themselves remains limited. Based on this analysis, the paper identifies five structural barriers – unequal distribution of costs and benefits, high complexity and resource scarcity, limited local decision-making powers, the dual role of the TSO, and locally specific acceptance constellations – which systematically limit the effectiveness of informal participation. In conclusion, the paper advocates a systemic and context-sensitive approach to the local governance of energy infrastructure.
    Date: 2026–03–24
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:8e34r_v1
  43. By: Weimar, Holger; Morland, Christian; Schier, Franziska
    Abstract: Ziel dieser Studie ist die Untersuchung potenzieller Auswirkungen von US-Importzöllen auf Produktion, Handel und Verwendung von Holz und Produkten auf Basis Holz, wobei besonderes Augenmerk auf den Handelsbeziehungen zwischen den USA und ihren Haupthandelspartnern, einschließlich Deutschland und der EU-27, liegt. Ausgangspunkt ist die andauernde politische Diskussion in den USA, Strafzölle auf importierte Holzwaren zu erheben. Für diese Studie wird eine dreistufige Analyse präsentiert: (1) eine retrospektive Untersuchung des bilateralen Außenhandels von Deutschland und den USA über die letzten zehn Jahre; (2) eine ökonometrische Schätzung des Einflusses von Preisänderungen auf die US-Importnachfrage als Voraussetzung für (3) die Simulation verschiedener Zollszenarien mit dem globalen, partiellen Gleichgewichtsmodell TiMBA (Timber market Model for policy-Based Analysis). Zunächst erfolgt eine Ex-post-Analyse von Handelsdaten für den Zeitraum 2015 bis 2024. Für die meisten Produkte verzeichnen die USA einen negativen Handelssaldo, besonders stark bei Holzfertigwaren. Beim Nadelschnittholz ist die Importabhängigkeit von Kanada hoch, während die Länder der EU-27 weniger bedeutende Lieferanten für den US-Markt sind. Gleichwohl erzielen die Länder der EU-27 in den USA Handelsüberschüsse bei Exporten von Holzfertigwaren, Papier und Pappe sowie Nadelschnittholz. Auch US-Exporte von Zellstoff, Altpapier, Roh- und Restholz und Laubschnittholz in die EU-27 sind relevant, wenn auch mit geringerem Volumen. Wichtigste exportierte Holzprodukte Deutschlands in die USA sind Nadelschnittholz, Faserplatten und Laubschnittholz. Der Anteil der deutschen Nadelschnittholzexporte in die USA ist von etwa 1 % im Jahr 2015 auf etwa 25 % im Jahr 2024 der deutschen Exporte gestiegen und macht damit 50 % der EU-27-Exporte aus. Gleichwohl sind die EU-Länder insgesamt die wichtigsten Handelspartner Deutschlands für Holzprodukte. Die TiMBA Modellergebnisse zeigen, dass bereits ein US-Zoll von 25 % die US-Importe aus Kanada um bis zu 17 % reduzieren kann, während die US-Einfuhren aus Deutschland bei einem identischen Zollsatz das gesamte US-Importvolumen lediglich um einen marginalen Effekt von rund 1 % reduzieren. Die Modellierungsergebnisse zeigen zudem weitere Effekte auf: In den meisten Szenarien steigen die US-Holzpreise um 1, 6 % - 6, 0 %, während die heimische Rohholzproduktion in den USA leicht zunimmt. Im EU-Retorsionszollszenario hingegen fallen die US-Preise um etwa 1, 1 % und die Produktion geht leicht zurück. Für Deutschland führen die US-Zölle zu einer leichten Preis- und Angebotsverlagerung im Schnittholzsektor (Preisänderungen von -0, 4 % bis +0, 1 %). Insgesamt verdeutlicht die Analyse, dass US-Zölle besonders stark auf kanadische und chinesische Lieferungen wirken, während der Einfluss auf deutsche und europäische Exporte insgesamt vergleichsweise gering bleibt, jedoch in spezifischen Produktgruppen (z. B. Laubschnittholz, Faserplatten) nicht vernachlässigbar ist. Eine sorgfältige Analyse von handelspolitischen Maßnahmen ist daher hilfreich, um mögliche weitreichende Folgen für den US- und europäischen Holzmarkt abschätzen zu können.
    Abstract: The aim of this study is to examine the potential impact of US import tariffs on production, trade, and use of wood and wood-based products, with a particular focus on trade relations between the USA and its main trading partners, including Germany and the EU-27. The starting point is the ongoing political debate in the US about imposing tariffs on imported wood products. This study presents a three-stage analysis: (1) a retrospective examination of bilateral trade between Germany and the USA over the last ten years; (2) an econometric estimation of the impact of price changes on US import demand as a prerequisite for (3) the simulation of various tariff scenarios using the global partial equilibrium model TiMBA (Timber market Model for policy-Based Analysis). First, an ex-post analysis of trade data for the period 2015 to 2024 is carried out. For most products, the USA has a negative trade balance, which is particularly pronounced for finished wood products. The USA is highly dependent on imports of coniferous sawnwood from Canada, while the EU-27 countries are less important suppliers to the US market. Nevertheless, the EU-27 countries achieve trade surpluses in the US with exports of finished wood products, paper and paperboard, and coniferous sawnwood. US exports of wood pulp, recovered paper, roundwood and wood residues, and non-coniferous sawnwood to the EU-27 are also relevant, albeit in smaller volumes. The most important German exported wood products to the USA are coniferous sawnwood, fiberboard, and non- coniferous sawnwood. The share of German coniferous sawnwood exports to the US has risen from around 1 % in 2015 to around 25 % in 2024 of German exports, accounting for 50 % of EU-27 exports. Nevertheless, the EU countries as a whole remain Germany's most important trading partners for wood products. The TiMBA model results show that even a 25 % US tariff could reduce US imports from Canada by up to 17 %, while US imports from Germany at an identical tariff rate would only reduce the total US import volume by a marginal effect of around 1 %. The modeling results also show further effects: In most scenarios, US timber prices rise by 1.6 % - 6.0 %, while domestic roundwood production in the US increases slightly. In the EU retaliatory tariff scenario, on the other hand, US prices fall by around 1.1 % and production declines slightly. For Germany, the US tariffs lead to a slight shift in prices and supply in the sawnwood sector (price changes of -0.4 % to +0.1 %). Overall, the analysis shows that US tariffs have a particularly strong impact on Canadian and Chinese shipments, while the impact on German and European exports remains comparatively low overall, but is not negligible in specific product groups (e.g., non-coniferous sawnwood, fiberboard). A careful analysis of trade policy measures is therefore helpful in assessing the potential widespread consequences for the US and European wood products markets.
    Keywords: Holzprodukte, US-Zölle, Außenhandel, Holzmarktmodellierung, Politikfolgenabschätzung, Wood products, US tariffs, international trade, forest sector modelling, policy impact assessment
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtiwp:339579
  44. By: Kammerlander, Lukas; Anstätt, Alena; Schon, Milena; Krieg, Caroline; Schröer, Wolfgang; Walther, Andreas
    Abstract: Übergänge in die Arbeitswelt sind komplexer als oft angenommen. Junge Menschen sehen sich Zuschreibungen und Erwartungen gegenüber und vertreten zugleich eigene Ansprüche. Dieser Vielzahl an teils widersprüchlichen Fremd- und Selbstpositionierungen versucht die Studie mit dem Konzept arbeitsweltbezogener Positionierungen theoretisch und empirisch gerecht zu werden. In zehn Gruppendiskussionen zeigen sich erste Ergebnisse: Während die befragten jungen Menschen generationale Zuschreibungen zumeist ablehnen, halten sie an erwerbszentrierten Lebensmodellen fest. Geschlechtliche Rollenteilungen werden jedoch zurückgewiesen. Obwohl Ungerechtigkeitserfahrungen geteilt werden, fehlen kollektive Solidarisierungsformen. Stattdessen dominieren individuelle Bewältigungsstrategien.
    Keywords: Transformation, Ausbildung, Solidarisierung, Ungerechtigkeit, Beruf
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:339597
  45. By: Masch, Rebecca; Störmer, Maja
    Abstract: In the context of a shifting paradigm within the contemporary world of work, there is an increasing recognition of the necessity for holistic strategies that promote employee health and well-being. This discussion paper examines the potential role of office dogs as a component of occupational health management (OHM) in German organizations. The paper is grounded in a theoretical framework concerning the human-dog relationship and informed by empirical research on animal-assisted interventions. Its primary objective is to analyze the opportunities and risks associated with the implementation of office dogs, particularly in relation to employees' physical and psychological well-being. To this end, a two-stage Delphi process was employed, incorporating the expertise of specialists from the fields of occupational health management, facility management, canine behavior, and veterinary medicine. This methodological approach facilitated the identification of practical requirements, suitability criteria, and measures necessary for the effective integration and sustainable management of office dogs in organizational settings. The findings of this investigation culminated in the development of an evidence-based and adaptable catalogue of measures that addresses health promotion, protective regulations, and organizational considerations, while also considering legal and animal-ethical dimensions. Overall, this work contributes to the systematic implementation of office dog initiatives and delineates the framework conditions under which their presence may foster employee satisfaction, reduce stress, and strengthen organizational culture.
    Keywords: Office dogs, occupational health management, mental well-being, physical well-being, psychosocial workplace design, animal-assisted interventions
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhhr:339608

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