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on German Papers |
| By: | Sack, Detlef; Fuchs, Sebastian |
| Abstract: | Die deutschen Handwerksinnungen sind als Arbeitgeberorganisationen zentrale Akteure der Arbeits- und Tarifbeziehungen im Handwerk. Sie stehen jedoch vor großen Herausforderungen. Daher ergibt sich die Frage, wie die Innungen ihre Aufgaben in den Arbeits- und Tarifbeziehungen ausfüllen und wie leistungsfähig sie sind. Auf Basis der Ergebnisse des Forschungsprojektes "Innungen, Tarifbindung und Mitbestimmung im Wandel" präsentiert dieses Working Paper zentrale Befunde zu den Aufgaben der Innungen, ihren Organisationsherausforderungen und relevanten Entwicklungen in den Arbeits- und Tarifbeziehungen des Handwerks. Ausblickend werden Implikationen für die Organisation von Arbeitgeberinteressen und Strategien zur Gestaltung "guter Beschäftigung" im Handwerk diskutiert. |
| Keywords: | Selbstverwaltung, Arbeitgeberorganisation, Arbeitsbeziehungen, Interessenvertretung, Ehrenamt |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:335869 |
| By: | Enste, Dominik |
| Abstract: | Haushaltshilfen bieten seit Jahren eine wertvolle Entlastung im Alltag von rund 11 Prozent der Haushalte. Aber kaum eine Hilfe ist angemeldet. Gründe sind vor allem die geringeren Kosten und das Problem, eine Person zu finden, die regulär arbeiten möchte. Zuviel Bürokratie ist hingegen keine Ausrede mehr. Die Anmeldung bei der Minijobzentrale ist einfach und schnell erledigt - und hilft Steuern zu sparen. Eine Abschaffung der Minijobs würden hingegen zu einem Boom der Schwarzarbeit führen. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:335922 |
| By: | Lippert, Barbara (Ed.); Mair, Stefan (Ed.) |
| Abstract: | Die Epoche der Pax Americana, die nach dem Zweiten Weltkrieg Deutschlands und Europas Sicherheit garantierte, kommt an ihr Ende. Die Europäer können sich nicht mehr auf die Allianz und Partnerschaft mit den USA verlassen. Deshalb sucht Europa Wege aus der gefährlichen Abhängigkeit von Washington, die - auch über die Präsidentschaft von Donald Trump hinaus - Frieden, Demokratie und Wohlstand auf dem Kontinent sichern. Das ist nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen, sondern erfordert über die nächsten fünf bis zehn Jahre einen erheblichen Aufwuchs an Ressourcen und strategische Überlegungen. Die vierzehn Beiträge dieser SWP-Studie zeigen, wie unterschiedlich die Ausgangsbedingungen und Potentiale je nach Politikfeld und Herausforderungen sind, um Strategien des Übergangs zu entwickeln. Dabei zeihen die Europäer mit Blick auf Washington ein Miteinander, Ohneeinander und sogar Gegeneinander ins Kalkül. Entsprechend fallen die Analysen zur Agency der Europäer und den Spielräumen für eine europäische Russland-, Nahost- und Chinapolitik sehr differenziert aus. Die Trumpsche Logik des schnellen Dealmakings und der Unilateralismus unter den Vorzeichen von "MAGA" kollidieren vielfach und prinzipiell mit der multilateralen, an das Völkerrecht gebundenen Außen- und Sicherheitspolitik und einem nachhaltigen Friedensengagement der EU. Stichworte für die dringliche Neuorganisation von Sicherheit in Europa sind die Europäisierung der Nato und eigene militärische Fähigkeiten, neue sicherheitspolitische Führungskonstellationen in Europa und eine Governance in der Technologie- und Cybersicherheitspolitik, die konfliktfähig und resilient ist. Auch in der geopolitischen Zeitenwende sollte die EU ihre Soft Power fortentwickeln. Bei den existentiellen Fragen des globalen Regierens - von der UN- und Völkerrechtspolitik über die internationale Handelspolitik bis hin zur Klima- und Energiepolitik - müssen die Europäer neue Partnerschaften und gegebenenfalls auch neue institutionelle Lösungen ohne und gegen die USA finden. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:335877 |
| By: | Jessen, Robin |
| Abstract: | Eine Individualbesteuerung von Ehepartnern könnte die Erwerbstätigkeit in Deutschland um 500.000 zusätzliche Jobs erhöhen und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Doch der steuerliche Umstieg brächte finanzielle Belastungen für Ehepaare und junge Familien mit sich, wenn steuerliche Nachteile nicht kompensiert würden. |
| Keywords: | Familienbesteuerung, Steuerreform, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:rwiimp:336281 |
| By: | Bach, Helena |
| Abstract: | Gewerkschaften kritisieren die geringe Tarifbindung in Deutschland und fordern, dass die Bundesregierung Maßnahmen zur Ausweitung des tarifvertraglichen Geltungsbereichs ergreift. Eine Analyse auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt, dass der Geltungsbereich von Tarifverträgen bei knapp 50 Prozent der Beschäftigten liegt, aber nur 15 Prozent Mitglied einer Gewerkschaft sind. Es sind damit vor allem die Unternehmen, die die derzeitige Reichweite tarifvertraglicher Regelungen sichern. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:335932 |
| By: | Dispan, Jürgen |
| Abstract: | Die Elektrowerkzeugbranche mit ihren mehr als 21.000 Beschäftigten wandelt sich in den 2020er Jahren wie nie zuvor. Sie befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformationen, die von einer angespannten wirtschaftlichen Situation überlagert wird. Eine überragende Bedeutung für die weitere Entwicklung der Elektrowerkzeugbranche liegt in den drei Trends "Akku-Transformation", "Digitalisierungs-/KI-Transformation" und "Systemschluss". Die doppelte Transformation muss von den Unternehmen gemeistert werden. Das Überleben der Elektrowerkzeughersteller (und damit auch die Beschäftigung in der Branche) wird im nächsten Jahrzehnt jedoch vor allem durch Systemangebote und Gesamtlösungen entschieden, die in den multidimensionalen Systemschluss münden. |
| Keywords: | Akku, Transformation, kabellos, Szenarien, Maschinenbau |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:335867 |
| By: | Weber, Daphne |
| Abstract: | Die "alternative Gewerkschaft" Zentrum ist ein auf Betriebe ausgerichtetes Projekt mit Verbindungen zur extremen Rechten, insbesondere zur AfD und rechtsextremen Netzwerken. Es richtet sich gezielt gegen die DGB-Gewerkschaften. Im Kern der Kommunikation steht die strategische Inszenierung von Nähe zu Arbeiter:innen in Opposition zur IG Metall, während strukturelle Fragen und Transformationsdynamik des Automobilsektors ignoriert werden. Der Blick auf die Kampagnenstrategien zeigt die gezielte Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, die strategisch auf emotionale Ansprache, Wiederholung und schleichende Normalisierung rechtsextremen Gedankenguts im Betrieb setzt. Die Studie analysiert die Kampagnen zur Betriebsratswahl 2018 und 2022 sowie die Bundestagswahlkampagne der AfD 2024/25 im Hinblick auf arbeits-, sozial- und gewerkschaftspolitische Themen. |
| Keywords: | Rechtsextremismus, rechte Gewerkschaft, Betriebsrat, Strategie |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:335868 |
| By: | Heidebrecht, Sebastian; Tokarski, Paweł |
| Abstract: | Goße Internetplattformen prägen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der EU, stellen den Binnenmarkt vor neue Herausforderungen und sind wegen ihrer überwiegenden US-amerikanischen Herkunft auch zunehmend ein geopolitisches Konfliktthema.Online-Plattformen haben ambivalente Effekte: Sie fördern Integration, Innovation und Digitalisierung des Binnenmarkts, bergen aber zugleich Risiken wie Marktmachtmissbrauch, Desinformation und intransparente algorithmische Steuerung. Die EU hat ihren Regulierungsansatz deutlich verschärft, insbesondere mit den beiden Verordnungen DSA und DMA. Sie steht bei der Durchsetzung jedoch vor einer Reihe von Hürden: der nicht eindeutigen Rechtsklarheit, der asymmetrischen Ressourcenverteilung zwischen Regulierungsbehörden und großen digitalen Plattformen und der unzureichenden Verpflichtung zu algorithmischer Transparenz. Zur Stärkung der digitalen Souveränität wird die Einrichtung einer unabhängigen europäischen Digitalaufsicht empfohlen. Sie könnte darauf hinwirken, dass nationale Vollzugsdefizite und regulatorische Fragmentierung überwunden und Vorschriften einheitlich durchgesetzt werden. Digitale Regulierung allein reicht nicht aus: Sie muss durch eine umfassende industrie- und wettbewerbspolitische Strategie ergänzt werden, die das Wachstum europäischer Technologieunternehmen im globalen Wettbewerb fördert. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:335892 |
| By: | Rode, Johannes; Römer, Daniel |
| Abstract: | Erneuerbare Energien sind inzwischen die Basis der Stromerzeugung in Deutschland. Allein Wind und Sonne lagen im letzten Jahr bei über 45% des verbrauchten Stroms. Durch gegenläufige saisonale und tageszeitliche Schwankungen haben die beiden erneuerbaren Energiequellen hohes Synergiepotenzial. In den letzten drei Jahren gab es jedoch im Schnitt jeweils rund 15 Tage an denen ungünstige Bedingungen für Wind und Sonne zusammenfielen. An diesen Tagen können Reservekapazitäten und Stromimporte den Strombedarf in Deutschland decken. Die Analyse beleuchtet die Entwicklung in den letzten Jahren und zeigt verschiedene Maßnahmen für den Erhalt der Versorgungssicherheit angesichts des geplanten Ausstiegs aus der Kohleverstromung. Hierzu gehören die Flexibilisierung der Nachfrage, eine Angebotsglättung durch Batteriespeicher, eine Stärkung des europäischen Stromhandels sowie wasserstofffähige Gaskraftwerke. |
| Date: | 2026–01–27 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159314 |
| By: | Thimm, Johannes |
| Abstract: | Das übergeordnete Prinzip im Handeln von Präsident Donald Trump ist die Konsolidierung der eigenen Macht. Weder in der Innen- noch in der Außenpolitik respektiert er institutionelle oder rechtliche Grenzen seiner Handlungsfreiheit. Ermöglicht wird dies durch eine loyale republikanische Kongressmehrheit und einen ihm wohlgesinnten Obersten Gerichtshof. Die USA entwickeln sich derzeit in Richtung eines kompetitiven Autoritarismus. Um Kritik zu unterbinden, übt der Präsident Druck auf Andersdenkende aus und setzt den Regierungsapparat gegen politische Kontrahenten ein. Es ist nicht sicher, dass die Zwischenwahlen 2026 und die Präsidentschaftswahlen 2028 frei und fair ablaufen werden. Trumps innenpolitische Prioritäten sind die politische Kontrolle über den Regierungsapparat und die Ausweisung undokumentierter Migrantinnen und Migranten. Davon abgesehen entspricht sein Programm trotz ökonomisch-populistischer Rhetorik der konservativen Agenda von Steuererleichterung, Deregulierung und Sozialstaatsabbau.Eine außenpolitische Priorität ist die Neustrukturierung der Handelsbeziehungen durch eine aggressive Zollpolitik. Dabei agiert Trump nicht ""transaktional", sondern setzt auf Zwang. Multilaterale Organisationen und globale Ziele wie Klimaschutz oder Entwicklung werden nicht mehr unterstützt. Allein in der Beilegung gewaltsamer Konflikte und der Kontrolle der westlichen Hemisphäre reklamieren die USA unter Trump noch eine - allerdings nicht liberale - Führungsrolle für sich. Ob die US-Demokratie den Angriffen des Präsidenten standhält, ist ungewiss. Die Beziehung Deutschlands und Europas zu den USA muss grundlegend neu gedacht werden. Bei der Abwägung, inwieweit man Trumps Erpressung nachgibt, gilt es, die Wechselwirkungen zwischen Innen- und Außenpolitik zu beachten. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:335865 |
| By: | Paleschke, Maximilian |
| Abstract: | Kann ein Comeback der deutschen Industrie gelingen? In den 2000er Jahren war Deutschland noch Exportweltmeister, mittlerweile fällt es im Vergleich zu China zurück, insbesondere im Automobilsektor und im Maschinenbau. Ist ein Turnaround möglich und wenn ja, unter welchen Bedingungen? Im Folgenden betrachten wir drei historische Fallstudien ehemals führender Industrien, die zurückgefallen sind und einen Turnaround versucht haben: Schiffbau in Südkorea, Automobil in den USA und Stahl in Schweden. In keiner der drei Fallstudien gelingt der vollständige Turnaround, das Wiedererlangen der alten Marktposition. |
| Keywords: | Turnaround, Wachstum, Geschäftsmodelle, Industrie |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:336267 |
| By: | Schuster-Johnson, Florian; Sigl-Glöckner, Philippa |
| Abstract: | Der fiskalische Spielraum im Bundeshaushalt schwindet. Dennoch steigen die Subventionen. Aktuell fließen rund zehn Prozent des Haushalts oder 60 Milliarden Euro in Finanzhilfen an Unternehmen. Sie werden zumeist mit der Sicherung von Arbeitsplätzen begründet. In Zeiten knapper Kassen sollten sie einer systematischen Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen werden. Obwohl die Bundeshaushaltsordnung bereits Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen vorschreibt, scheitern diese am Fehlen eines hinreichend einfachen, ökonomisch fundierten Indikators. Einen solchen Indikator schlagen wir in diesem Papier vor: die Fiskalische Kosten-Arbeitsplatz-Relation (FisKAR). Sie setzt die fiskalischen Kosten von Finanzhilfen ins Verhältnis zu ihren erwartbaren Beschäftigungseffekten - dem impliziten Ziel der meisten Finanzhilfen. Angewendet auf den Bundeshaushalt 2026 zeigen wir, dass vor allem Steuerprivilegien zugunsten der Automobilhersteller und Strompreissubventionen für die energieintensive Industrie teuer ausfallen. Investitionszuschüsse für die Dekarbonisierung der Industrie und zur Förderung von Innovationen haben dagegen gemessen an Arbeitsplatzeffekten geringe Kosten. Wir folgern: Der Bundeshaushalt sollte einer grundlegenden Review unterzogen werden. - Finanzhilfen im Bundeshaushalt konsequent auf Wachstum und unsubventionierte Arbeitsplätze ausrichten. - Subventionen weniger am Erhalt des Status quo orientieren, sondern an Ziele knüpfen, etwa das Ausrollen der Elektromobilität, eine treffsichere Förderung der Gebäudesanierung oder die Schaffung von Sockelkapazitäten in der Grundstoffindustrie. - Innovationsförderprogramme zusammenlegen und auf erfolgreichen Transfer in neue Geschäftsmodelle trimmen, bei der Dekarbonisierung nicht nachlassen. |
| Keywords: | Bundeshaushalt, Subventionen, Beschäftigung |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:336268 |
| By: | Stadt Leipzig, Amt für Statistik und Wahlen |
| Abstract: | Bei der Kommunalen Bürgerumfrage handelt es sich um eine Mehrthemenbefragung (Omnibusbefragung). Die inhaltlichen Schwerpunkte ergeben sich aus den Informationsbedürfnissen der Stadtverwaltung. Der vorliegende Ergebnisbericht wertet ausgewählte Fragestellungen der Kommunalen Bürgerumfrage 2024 grafisch und textlich aus. |
| Date: | 2025–11–10 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:8wmab_v1 |
| By: | Pfnür, Andreas; Günther, Maria |
| Abstract: | Jede Form von betrieblicher Tätigkeit bedarf der räumlichen Organisation. Bildlich gesprochen sind die Prozesse und das Corporate Real Estate Management (CREM) wie zwei Seiten einer Medaille. Die aktuellen Transformationen der Unternehmen gehen deshalb einher mit entsprechend großen Herausforderungen im betrieblichen Immobilienmanagement. Im Sinne der folgenden Ausführungen ausgedrückt: Ohne Schaffung der entsprechenden Voraussetzungen bei den immobiliaren Betriebsmitteln, wird keinem Unternehmen eine effiziente Transformation gelingen. |
| Date: | 2025–12–16 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159177 |
| By: | Zilla, Claudia; Peschke, Marie |
| Abstract: | In Lateinamerika haben drei Länder offiziell angekündigt, sich zu einer feministischen Außenpolitik (FAP) zu verpflichten: Mexiko im Jahr 2020, Chile und Kolumbien im Jahr 2022. Die Einführung eines feministischen Ansatzes in die Außenpolitik steht im Zusammenhang mit einem zunehmenden Gender-Bewusstsein in der internationalen, regionalen und nationalen Politik. Im Vergleich zu europäischen FAP-Varianten zeichnen sich die FAP-Ansätze dieser Länder durch einen stärkeren Inlandsbezug aus, einen Bezug zu den Problematiken der eigenen Gesellschaft. Dies zeigt sich besonders im mexikanischen Fall, während die chilenische FAP auch die feministische Perspektive im Außenhandel betont und die kolumbianische FAP sich als pazifistisch definiert. In keinem dieser Länder führt die FAP eine politische Wende herbei. Sie verleiht vielmehr einer bereits bestehenden Politik der Gleichstellung der Geschlechter und des Gender-Mainstreamings neuen Schwung. Sie sorgt dafür, den Grad an Partizipation und Repräsentation von Frauen zu erhöhen sowie deren Beiträge zur Außenpolitik deutlich sichtbar zu machen. Im Sinne einer globalen Gender- und Menschenrechtsagenda sind Mexiko, Chile und Kolumbien wichtige Partner, für Deutschland wie für die EU. Da sie untereinander die Zusammenarbeit in diesen Bereichen intensivieren, sind sie zudem lohnende Partner für die Erweiterung von Dreieckskooperationen. Da das Auswärtige Amt die FAP aufgegeben hat, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die feministische Entwicklungspolitik jedoch weiterführt und die Zukunft der FAP in Chile angesichts eines anstehenden Machtwechsels ungewiss ist, empfehlen sich für die Kooperation in diesem Feld variable begriffliche Rahmungen und Formate. Deutschland sollte den bi-regionalen Dialog und Austausch - auch zwischen feministischen und Frauenorganisationen - intensiv fördern und sich nicht nur mit Finanzmitteln, sondern auch an den Lernprozessen beteiligen. |
| Keywords: | Lateinamerika, feministische Außenpolitik (FAP), Mexiko, Chile, Kolumbien, Gender-Bewusstsein, Menschenrechtsagenda, bi-regionaler Dialog EU-Lateinamerika |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:335864 |
| By: | Brüggemann, Anke; Rode, Johannes |
| Abstract: | In diesem Kapitel analysieren wir den mittelfristigen Ausblick für die Energiepreise in Deutschland. Unsere empirische Analyse zeigt, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien mittelfristig zu einem Rückgang des Börsenstrompreises führen wird. Das wird Großabnehmern zugutekommen, insbesondere jenen, die von Vergünstigungen bei Netzentgelten, staatlichen Abgaben und Umlagen profitieren. Allerdings wird der Ausbau der Stromnetze und von Speicherkapazität wieder kostentreibend wirken. Langfristig sind die Unsicherheiten hinsichtlich des technologischen Fortschritts und der politischen Rahmenbedingungen sehr groß. Dennoch scheint es wahrscheinlich, dass die Energiepreise für die Industrie in Deutschland auch in der langen Frist weiterhin über dem Niveau anderer Länder liegen werden und damit einen dauerhaften Wettbewerbsnachteil bedeuten. Dies gilt insbesondere im Vergleich mit Regionen mit sehr guten Standortbedingungen für die Erzeugung von Strom aus Wind und Sonne. |
| Date: | 2025–11–27 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159317 |
| By: | Gottschalk, Saskia; Schuster-Johnson, Florian |
| Abstract: | Die Bundesregierung plant für 2026 eine umfassende Sozialstaatsreform, aufbauend auf den Ergebnissen der Sozialstaatskommission. Damit soll die deutsche Wirtschaft gestärkt und der Bundeshaushalt entlastet werden. Ob das gelingen kann, analysieren wir in diesem Papier: Wir quantifizieren die Effekte von fünf Reformvorschlägen auf das Wirtschaftswachstum und den Staatshaushalt. Unsere Simulationen zeigen, dass eine Sozialstaatsreform wie von der Kommission vorgeschlagen, die Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag in einer Leistung zusammenfasst und die geltenden Hinzuverdienstregeln reformiert, fiskalischen Spielraum von vier bis fünf Milliarden Euro schaffen könnte, wovon gut eine Milliarde auf den Bund entfällt. Demgegenüber fallen die fiskalischen Effekte einer Abschaffung der Karenzzeit für Schonvermögen oder schärferer Sanktionen nur geringfügig aus. Allerdings wird eine Verbesserung der Arbeitsanreize durch lockerere Hinzuverdienstregeln den Bundeshaushalt nur entlasten können, wenn Arbeitsaufnahmehemmnisse abgebaut werden, ausreichend gut bezahlte Jobs vorhanden sind und Reformen finanziert werden können. Unsere Handlungsempfehlungen: - Aktive arbeitsmarktpolitische Maßnahmen ausbauen, um Leistungsbeziehende beim Übergang in die Arbeit stärker zu unterstützen. - Gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen durch eine Neuausrichtung der Wirtschafts- und Finanzpolitik mit einem Fokus auf Bildung, Innovation und Forschung. - Eine klug ausgestaltete Schuldenregel schaffen, die eine Vorfinanzierung von fiskalisch nachhaltigen Reformen ermöglicht und Mittel verpflichtend zweckbindet. |
| Keywords: | Arbeitsmarkt, Sozialstaat, Bundeshaushalt |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:dzimps:336269 |
| By: | Brüggemann, Anke; Grewenig, Elisabeth; Rode, Johannes; Schwartz, Michael |
| Abstract: | Die Klimaschutzinvestitionen des deutschen Unternehmenssektors sind im Jahr 2024 um real knapp 8 % auf 80 Mrd. EUR gesunken. Das zeigt das KfW-Klimabarometer 2025. Der Rückgang der Investitionen ist auf die Großunternehmen zurückzuführen. Diese haben im Vorjahresvergleich ihre Klimaschutzinvestitionen inflationsbereinigt um 18, 5 % deutlich reduziert. Die schwierige weltwirtschaftliche Entwicklung, steigender internationaler Wettbewerbsdruck sowie veränderte Prioritäten dürften das Klimaengagement der Großunternehmen gebremst haben. Der Mittelstand hat dagegen in der Gesamtschau seine Investitionen in den Klimaschutz im vergangenen Jahr ausgeweitet (+7, 8 % real). Die Erhebung zeigt: die drängendsten Hemmnisse für Investitionen in Klimaschutz liegen für Unternehmen in wirtschaftlichen und finanziellen Aspekten sowie langen Genehmigungsverfahren begründet. Die Senkung der Strompreise ist der größte Wunsch der Unternehmen an die Politik zur Unterstützung von Klimaschutzinvestitionen. |
| Date: | 2025–12–15 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:159316 |
| By: | Augurzky, Boris; Karagiannidis, Christian |
| Abstract: | Deutschlands Krankenhauslandschaft ist nicht optimal: 1.600 Standorte existieren, 1.000 würden genügen; die Konzentration würde die Qualität steigern und damit Leben retten. Eine Neustrukturierung würde 64 Milliarden Euro kosten, aber 11 Milliarden Euro jährlich sparen, sofern die geplanten weitreichenden Ausnahmeregelungen nicht erfolgen. Der Transformationsfonds von 50 Milliarden Euro kann immerhin 80% der Optimierung finanzieren. |
| Keywords: | Krankenhaus, Standort, Gesundheitsreform, Deutschland |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:rwiimp:336282 |
| By: | Obst, Thomas; Sultan, Samina; Matthes, Jürgen |
| Abstract: | Die EU atmet auf. Doch allein die Androhung der Grönlandzölle hat große Unsicherheit erzeugt. Denn nach einer neuen IW-Schätzung hätte für Deutschland ein Schaden in Höhe von rund 0, 6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) gedroht. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:335933 |
| By: | Schönfeld, Gudrun; Wenzelmann, Felix |
| Abstract: | Das Bundesinstitut für Berufsbildung wertet jährlich die tariflichen Ausbildungsvergütungen zum Stand 1. Oktober aus. 2025 erhielten Auszubildende in tarifgebundenen Betrieben im Durchschnitt 1.209 Euro pro Monat. Die tariflichen Ausbildungsvergütungen erhöhten sich um 6, 7 Prozent. Dies war der höchste Anstieg, seitdem bundesdeutsche Gesamtdurchschnitte ermittelt werden. Bereits 2024 wurde mit 6, 3 Prozent eine Zunahme in ähnlicher Dimension gemessen. Durch die hohen Zuwächse konnten die Verluste bei den realen Vergütungen, insbesondere zwischen 2021 und 2023, weitgehend ausgeglichen werden. Der Fachbeitrag präsentiert weitere Ergebnisse nach ausgewählten Berufen, Ausbildungsbereichen und Ausbildungsjahren. |
| Keywords: | Ausbildungsvergütung, Ausbildungsberuf, Ausbildungsbereich, Regionaler Vergleich, Geschlechterverteilung, Ausbildungsjahr, Sozialleistung, Betriebliche Berufsausbildung, Kosten-Nutzen-Analyse |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:bibbfb:336270 |
| By: | Adolphsen, Ole; Könneke, Jule |
| Abstract: | Die fossile Außenpolitik der USA unter Präsident Donald Trump hat den Konflikt zwischen Elektro- und Petro-Staaten in der internationalen Klimapolitik verschärft. Auf der 30. Weltklimakonferenz (COP30) in Belém trat diese Blockbildung insbesondere in der Auseinandersetzung um einen Fahrplan zur Abkehr von fossilen Brennstoffen (TAFF) offen zutage. Während eine wachsende Zahl von Staaten TAFF als notwendige Konsequenz der Energiewende betrachtet, verhinderten fossile Produzenten substantielle Fortschritte. Auf der Konferenz wurde deutlich, dass der UNFCCC-Prozess aus strukturellen Gründen nur begrenzt in der Lage ist, diesen Verteilungskonflikt zu moderieren. Für die EU ergibt sich daraus ein strategisches Dilemma zwischen den Zielen, den COP-Prozess weiter auf TAFF auszurichten oder zentrale Mechanismen des Pariser Abkommens zu stabilisieren. Im Hinblick auf die nächste globale Bestandsaufnahme im Rahmen der COP33 wird sich entscheiden, ob dieses Dilemma auflösbar ist. |
| Keywords: | 30. Weltklimakonferenz (COP30), internationale Klimapolitik, Elektro-Staaten, Petro-Staaten, Klimarahmenkonvention (UNFCCC), Pariser Abkommen, fossile Außenpolitik der USA, Donald Trump, Ausbau erneuerbarer Energien, Nationally Determined Contributions (NDCs) |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:335920 |
| By: | Diermeier, Matthias; Puls, Thomas; Weisskircher, Manès |
| Abstract: | Die Politik der aktuellen US-Regierung hat deutliche Auswirkungen auf die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. So sind die deutschen Direktinvestitionsflüsse in die USA seit dem Amtsantritt von Trump um rund 24 Prozent gesunken und die deutschen US-Exporte um fast 9 Prozent eingebrochen. Das schafft Verluste auf beiden Seiten. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:335925 |
| By: | Sultan, Samina |
| Abstract: | Die Politik der aktuellen US-Regierung hat deutliche Auswirkungen auf die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen. So sind die deutschen Direktinvestitionsflüsse in die USA seit dem Amtsantritt von Trump um rund 24 Prozent gesunken und die deutschen US-Exporte um fast 9 Prozent eingebrochen. Das schafft Verluste auf beiden Seiten. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:335924 |
| By: | Biehler, Nadine; Meier, Amrei |
| Abstract: | Menschen auf der Flucht sind nicht nur physischen Gefahren, sondern auch schweren psychischen Belastungen ausgesetzt, von der Vertreibung selbst über Gewalterfahrungen bis zu unsicheren Lebensbedingungen und Perspektivlosigkeit am Zielort. Die Folgen dieser Erschütterungen beeinträchtigen nicht nur die Betroffenen, sondern auch den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft und deren wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität. Dennoch wird psychosoziale Unterstützung (Mental Health and Psychosocial Support, MHPSS) in Fluchtsituationen sowohl im politischen Diskurs als auch in internationalen Hilfsprogrammen oft vernachlässigt. Dabei können sich entsprechende Maßnahmen positiv auf das Zusammenleben in den Aufnahmeländern, aber auch auf Friedensprozesse in den Herkunftsländern auswirken und damit der dritten Dimension des Humanitarian-Development-Peace-Nexus (HDP-Nexus), der sogenannten Friedenssäule, zugutekommen. Der HDP-Nexus soll humanitäre Hilfe und Entwicklung mit Friedensförderung verzahnen. Dieser Ansatz ist gerade in Fluchtsituationen von großer Bedeutung. |
| Keywords: | Psychische Gesundheit, psychische Störung, Depression, posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Angststörung, Vertreibung, Fluchttrauma, lokale Integration, Rückkehr, Resettlement, Game Connect, Cash for Work, CfW, Mental Health and Psychosocial Support (MHPSS) |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:335921 |
| By: | Plünnecke, Axel |
| Abstract: | Die qualifizierte Zuwanderung leistet einen wichtigen Beitrag zur MINT-Fachkräftesicherung und stärkt die Innovationskraft Deutschlands. Erfolge der qualifizierten Zuwanderung zeigen sich auch bei den Medianbruttolöhnen: Während deutsche Vollzeitbeschäftigte Ende 2024 bei 4.177 Euro liegen, erreichen Beschäftigte aus Indien einen Medianlohn von 5.393 Euro. Dieser Unterschied ist darauf zurückzuführen, dass ein großer Anteil der indischen Beschäftigten in akademischen MINT-Berufen tätig ist. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:335923 |
| By: | Wellbrock, Christian |
| Abstract: | Dieses Kapitel analysiert die gesellschaftliche Bedeutung des Journalismus aus ökonomischer Perspektive. Ökonomisch betrachtet ist Journalismus ein Gut mit ausgeprägten positiven Externalitäten, da sich ein erheblicher Teil seines gesellschaftlichen Nutzens nicht in der individuellen Zahlungsbereitschaft widerspiegelt. Empirische Forschung, insbesondere zu sogenannten „Nachrichtenwüsten“, zeigt, dass der Rückgang von (lokalem) Journalismus mit geringerer Wahlbeteiligung, steigender politischer Polarisierung, sinkendem politischen Wissen sowie schwächerer politischer und wirtschaftlicher Kontrolle einhergeht. Dieser gesellschaftliche Nutzen entsteht in wesentlichen Teilen durch positive Externalitäten und führt zu einer Unterversorgung mit Journalismus. Die Digitalisierung hat dieses Problem verschärft, da sie traditionelle Erlösmodelle (insbesondere durch Werbung und Anzeigen) untergräbt und die wirtschaftliche Verwertbarkeit journalistischer Inhalte erschwert. Der Beitrag diskutiert verschiedene Regulierungs- und Förderansätze zur Korrektur dieses Marktversagens, darunter öffentlich-rechtliche Medien, sowie Nachfrage- und Angebotsförderung. |
| Date: | 2026–01–21 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:zjgmy_v1 |
| By: | Bach, Helena; Lesch, Hagen |
| Abstract: | Die Bundesregierung will ein Bundestariftreuegesetz auf den Weg bringen, um die Tarifbindung in Deutschland zu erhöhen. Ein Blick auf die Wirkungen der verschiedenen Landestariftreueregelungen liefert indes ein ernüchterndes Bild. Mit Ausnahme MecklenburgVorpommerns geht die Tarifbindung sowohl in Bundesländern mit als auch in Ländern ohne entsprechende Regelungen zurück. Die Gesetzesregelungen scheinen dabei kaum Einfluss auf die Entwicklung der Tarifbindung zu nehmen. |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:335931 |
| By: | Carry, Inga |
| Abstract: | Kritische Rohstoffe sind zu einem Schlüsselthema der Trump-Administration geworden. Mit einer Mischung aus Deregulierung, staatlicher Steuerung und Finanzierung will sie die amerikanische Rohstoffindustrie ausbauen. Denn die hohe Abhängigkeit der USA von chinesischen Rohstoffen zwingt Washington bei Verhandlungen mit Peking zu schmerzhaften Zugeständnissen. Trump nutzt die Rohstofffrage nun selbst als geopolitischen Hebel, um seine handels- und sicherheitspolitischen Interessen global geltend zu machen. Während multilaterale Foren wie die Minerals Security Partnership brachliegen, setzt Trump auch im Rohstoffsektor auf bilaterale Deals. Bei der Sicherung kritischer Rohstoffe konkurriert Europa mittlerweile nicht mehr nur mit China, sondern auch mit den USA. Daher sollte die Europäische Union (EU) ihre Rohstoffsouveränität entschlossener stärken, ohne sich bei Fragen der Nachhaltigkeit und regelbasierter Kooperation von Trump in die Defensive drängen zu lassen. |
| Keywords: | USA, EU, China, Rohstoffpolitik, Trump, kritische Rohstoffe, U.S. International Development Finance Corporation, DFC, Defense Production Act, DPA, One Big Beautiful Bill Act, OBBBA, Zollpolitik, RESourceEU, European Critical Raw Materials Centre, Minerals Security Partnership, MSP, Inflation Reduction Act, IRA, Rohstofflieferketten |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:335918 |
| By: | Senghaas, Monika (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "One of the goals of the reform of the German basic income scheme in 2023 was to promote trust and transparency in interactions between benefit recipients and jobcentres. Among other things, this was to be achieved by replacing the previous integration agreement with the so-called cooperation plan on July 1, 2023. In its draft bill on the citizen’s income law, the federal government at the time described the cooperation plan as a “core element” of the reform (Bundesregierung 2022: 3). Like the integration agreement, the cooperation plan is to be concluded with every person eligible for benefits who is capable of working and sets out the integration goal and the essential steps for integration (§ 15 SGB II). In contrast to the integration agreement, however, the cooperation plan does not provide a direct legal basis for benefit reductions. This research report presents the results of a research project that examined the implementation of the cooperation plan in counselling practice and the views of jobcentre employees on this instrument. The analyses are based on three different types of data: first, cooperation plans from jobcentres jointly run by the Federal Employment Agency and the municipality were analysed; second, group discussions with jobcentre employees from the counselling and placement departments were conducted; and third, interactions between jobcentre employees and benefit recipients were observed by researchers. Analysis of the cooperation plans shows that, in addition to work-related goals, goals from other areas, such as health or language acquisition, are also frequently included. The same applies to the activities to be undertaken by benefit recipients. In addition to job search, these include, for example, improving health, formal assessment of employability, language acquisition, and family and personal circumstances. In principle, the instrument thus appears to offer the possibility of documenting many of the topics addressed in jobcentre interactions without narrowing the focus to job search. However, there is a tendency toward very general cooperation plans when it comes to health-related goals or personal circumstances. With regard to support from the jobcentre, the most frequent references are to labour market-related counselling and job suggestions. Concrete support offers are less common in the cooperation plans that were analysed. Jobcentre employees justify this, among other things, with uncertainty regarding the financial resources available for such support. The group discussions show that jobcentre employees appreciate the cooperation plan for its clarity and brevity. A key point of criticism is the requirement to draw up and regularly update a cooperation plan with all benefit recipients. If the usual repertoire of job placement services offers little scope for change, which is the case, for example, when benefit recipients have severe health restrictions, the respondents see this as unnecessary bureaucratic effort. In addition, the fact that the cooperation plan is not legally binding has attracted criticism. Some interviewees would like to see legally binding agreements from the outset, while others consider a flexible transition to legally binding obligations of benefit recipients to be important. The options provided for by law to demand legally binding obligations and to reduce benefits on this basis are perceived as imprecise, and few routines for their use had developed during the study period. Still other interviewees express positive views on the legal non-binding nature of the cooperation plan. These interviewees appreciated the associated reduction in formal requirements for the instrument and describe the cooperation plan as an opportunity to actively involve benefit recipients in planning the next steps and to document agreements in small steps in everyday language. In the counselling sessions observed, it was common practice to frame the cooperation plan as a summary and documentation of what had been discussed previously. This means that, initially, goals and the next steps to be taken are discussed separately from the cooperation plan. The discussion is then documented in the cooperation plan. This process was mainly controlled by jobcentre employees. In addition, jobcentre employees sometimes used the cooperation to (re)define goals and activities in dialogue with benefit recipients, which suggests its use a participatory tool. At times, the cooperation plan also served as a basis for jobcentre employees to control compliance with the specified activities. In addition, there were cases in which jobcentre employees did not bring up the cooperation plan in interactions, for example because a valid cooperation plan was still in place or because, in their view, concluding a plan would have overwhelmed the benefit recipients in their situation. The reform of SGB II planned for 2026 retains the cooperation plan in principle. At the same time, the rules for the legally binding enforcement of obligations are being clarified. Against the background of the findings presented in this research report, this may increase the acceptance of the cooperation plan in jobcentres. It remains to be seen what role the instrument will play in counselling practice under the changed conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Date: | 2026–02–06 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202602 |
| By: | Becker, Marco; Daube, Carl Heinz; Peskes, Markus; Reinking, Ernst; Semenischev, Corinna |
| Abstract: | In diesem Working Paper wird digitale Resilienz als strategische Metakompetenz für Organisationen im Kontext disruptiver Transformation untersucht. Dazu werden sechs zentrale Problemfelder - von technologischer Komplexität über Cyber-Bedrohungen bis hin zu kultureller Trägheit - analysiert und ihre Wechselwirkungen dargestellt. Die Untersuchung zeigt, dass digitale Resilienz die Integration technologischer, organisatorischer und menschenzentrierter Dimensionen erfordert. Regulatorische Anforderungen (NIS-2, DORA, ISO-Standards) bilden den verbindlichen Rahmen, während Zukunftskompetenzen auf individueller, sozialer und organisationaler Ebene das Fundament bilden. Die Arbeit identifiziert charakteristische Erkennungsmerkmale digital resilienter Unternehmen und entwickelt ein integratives Framework für die praktische Umsetzung. |
| Abstract: | This paper examines digital resilience as a strategic meta-competency for organizations undergoing disruptive transformation. Six central problem areas are analyzed, ranging from technological com-plexity and cyber threats to cultural inertia, and their interdependencies are illustrated. The study shows that digital resilience requires integrating technological, organizational, and human-centered dimensions. While regulatory requirements (NIS-2, DORA, and ISO standards) provide the binding framework, future competencies at the individual, social, and organizational levels form the foundation. The paper identifies the defining characteristics of digitally resilient enterprises and proposes an integrative framework for practical implementation. |
| Keywords: | Unternehmensresilienz, Organisationale Anpassung, Digitale Transformation, Cybersecurity, Digitale Resilienz, Risikomanagement |
| JEL: | M15 O33 D81 M12 K24 |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esprep:336212 |
| By: | Coatanlem, Yann; Coste, Oliver |
| Abstract: | In diesem Artikel stellen wir fest, dass die Rentabilität von Hochrisiko-Technologieunternehmen, die mit hohen Ausfallraten einhergehen, in hohem Maße von den Restrukturierungskosten, also von den Kosten des Scheiterns, abhängt. Diese wiederum werden maßgeblich durch den arbeitsrechtlichen Kündigungsschutz mitbestimmt. Auf der Grundlage einer Kombination aus Finanzanalysen, empirischen Beobachtungen und vorhandener Literatur schätzen wir, dass die Restrukturierungskosten (die weit mehr als nur Abfindungszahlungen umfassen) in Ländern mit einem hohen arbeitsrechtlichen Kündigungsschutz, beispielsweise in Westeuropa, etwa zehnmal höher sind als in Ländern mit geringem arbeitsrechtlichem Kündigungsschutz, beispielsweise in den USA. Wir zeigen auf, dass sich dieser Kostenunterschied in niedrigeren Kapitalrenditen im Technologiesektor niederschlägt, und bestätigen dies empirisch. Wir erläutern außerdem, dass die Kosten des Scheiterns - also die Ausgaben für die Einstellung erfolgloser Projekte - ein entscheidender Faktor für den Rückstand Europas im Technologiesektor sind. Dieser Faktor hat erhebliche Folgen für die europäische Wettbewerbsfähigkeit, Lebensstandard und Sicherheit. Eine zentrale Erkenntnis ist hierbei, dass die Restrukturierungskosten auch dann eine Rolle spielen, wenn sie nur für größere Unternehmen gelten, da die hohen Renditen der wenigen Gewinner erst dann realisiert werden können, wenn diese größer geworden sind. Wir schlagen daraufhin Reformen vor, die die wachsende Kluft zwischen Europa und den USA sowie China schließen würden, ohne dabei das europäische Sozialmodell zu gefährden. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:lefpps:336635 |
| By: | Schmidt, Christoph M. |
| Keywords: | Rentenreform, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:rwiimp:336280 |
| By: | Schmidt, Christoph M.; Schmidt, Torsten |
| Abstract: | Die deutsche Wirtschaft steckt weiterhin in einer strukturellen Krise. Zwar hat das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 0, 4% zugenommen, dennoch bleiben die Belastungen wie geopolitische Spannungen, neue Zollbarrieren sowie ein wachsender Reformdruck bestehen. Anstatt auf Impulse durch staatliche Investitionen zu hoffen, sind umfassende strukturelle Veränderungen notwendig. Demografiefeste soziale Sicherungssysteme sowie ein beherzter Bürokratieabbau sind die entscheidenden Stellhebel. |
| Keywords: | Soziale Sicherheit, Bürokratie, Politische Reform, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:rwiimp:336283 |
| By: | Domguia Teto, Jean Oscard; Dulgeridis, Marcel; Schubart, Constantin |
| Abstract: | Despite extensive planning, successful strategy implementation remains one of the biggest challenges for organizations worldwide, a phenomenon known as the implementation gap. This thesis systematically analyses the causes of this discrepancy between strategy formulation and realization, ranging from insufficient communication and inadequate resource allocation to organizational resistance to change. Based on a comprehensive literature review of established theories and methods from the fields of Strategic Management, Organizational Development, and Change Management, key success factors for strategy implementation are identified. The core of this work is the development of the "Adaptive Alignment & Execution" (AAX) Framework. This integrative framework combines proven principles and tools to enable a holistic and dynamic approach to strategy implementation. It addresses the need for strategic clarity, dynamic alignment, agile execution, and continuous learning. The framework is supplemented by a practical checklist designed to help organizations proactively address the identified causes of the implementation gap and promote the successful implementation of their strategies. |
| Keywords: | Strategy Implementation, Strategy Gap, Implementation Gap, Implementation Framework |
| Date: | 2026 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:335883 |