nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2026–01–19
24 papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Deutschland als arktischer Sicherheitsakteur: Neue Leitlinien deutscher Arktispolitik unter schwierigeren Bedingungen By Adrians, Helge; Däumer, Michael; Etzold, Tobias; Paul, Michael
  2. Kompendium zur Berufsausbildung nach Bundes- und Landesrecht: Eine vergleichende Betrachtung der Strukturen, Ordnungsprozesse und Abschlussprüfungen By Zöller, Maria; Jörgens, Julia
  3. Deutschlands industriellen Kern modernisieren und Wohlstand steigern - vertane Chance, Lichtblicke und erforderliche Weichenstellungen - Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2026 By Tom Bauermann; Sebastian Dullien; Alexander Herzog-Stein; Christoph Paetz; Katja Rietzler; Ulrike Stein; Sabine Stephan; Silke Tober; Sebastian Watzka
  4. Handlungsempfehlungen zur Steuerung regionaler Ökosysteme der Kreislaufwirtschaft By Chamier-Gliszczynski, Sandra; Kissmann, Valentin; Meub, Lukas; Thomä, Jörg
  5. Methodenleitfaden zur Entwicklung regionaler Ökosysteme der Kreislaufwirtschaft By Chamier-Gliszczynski, Sandra; Kissmann, Valentin; Meub, Lukas; Thomä, Jörg
  6. Wer arbeitet an den Festtagen 2025/2026? By Seils, Eric; Baumann, Helge
  7. Betriebliche Arbeitszeitflexibilität - individuelle Arbeitszeitoptionen: Was regeln die Tarifverträge? Eine Analyse von 25 Branchen und Tarifbereichen By Bispinck, Reinhard
  8. Monitoring von Ökosystemen in der Kreislaufwirtschaft: Methodik und Ergebnisse aus sechs europäischen Regionen By Kissmann, Valentin; Chamier-Gliszczynski, Sandra; Meub, Lukas; Thomä, Jörg
  9. Staatsfonds und Außenpolitik: Wie Saudi-Arabien, die VAE und Katar in ihre Macht investieren By Roll, Stephan
  10. Wenn die Heimat unbewohnbar wird: Geplante Umsiedlungen als globale Herausforderung in Zeiten des Klimawandels By Knapp, Nadine
  11. Gesundheitsförderung als Brücke in die Erwerbstätigkeit für Langzeitarbeitslose: Erkenntnisse aus dem rehapro-Modellprojekt PRO AKTIV By Drescher, Susanne
  12. "Citythons" als Instrument der Quartiersentwicklung: Das Urban Solutions Lab By Butzin, Anna; Flögel, Franz; Meyer, Kerstin; Rabadjieva, Maria; Terstriep, Judith
  13. Einkommensverteilung in Deutschland und der Europäischen Union: IW-Verteilungsreport 2025 By Stockhausen, Maximilian; Niehues, Judith; Engel, Henrik
  14. Weltwirtschaft im Winter 2025: Gegenwind hält an - Expansion bleibt mäßig By Gern, Klaus-Jürgen; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-Hsin; Reents, Jan
  15. Deutsche Wirtschaft im Winter 2025: Sand im Getriebe, Staat auf dem Gaspedal By Boysen-Hogrefe, Jens; Groll, Dominik; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Schröder, Christian
  16. Falscher Schulzweig? Wahrgenommene Bildungsungerechtigkeit bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte By Diehl, Claudia; Pomianowicz, Katja; Hinz, Thomas
  17. Mindestlöhne in österreichischen Kollektivverträgen Q3/2025 By Josef Zuckerstätter
  18. Technologischer Wandel und Löhne: Die Anpassung der Berufe spielt eine entscheidende Rolle (Technological Change and Wages: How Shifts in Job Tasks Shape Workers’ Earnings) By Bachmann, Ronald; Demir, Gökay; Green, Colin; Uhlendorff, Arne
  19. Die Krise der afrikanischen Handlungsfähigkeit und der wachsende Einfluss externer Akteure in der Konfliktmediation in Afrika By Minde, Nicodemus
  20. US-Zölle: Wie stark leiden die deutschen Branchenexporte? Eine empirische Bestandsaufnahme By Sultan, Samina
  21. Entwicklung der deutschen Exporte im Jahr 2025 nach Ländern By Matthes, Jürgen
  22. Weltwirtschaft: trügerische Stabilität By Obst, Thomas; Kolev-Schaefer, Galina
  23. (H)ausgeträumt: Eigenkapital als Hindernis zum Eigenheim By Amaral, Francisco; Staratschek, Gereon; Zdrzalek, Jonas; Zetzmann, Steffen
  24. Expedition Open-Science-Land. Ein Reiseführer für die Wirtschaftsforschung By Sarstedt, Marko; Siegfried, Doreen; Neumann, Meikel; Adler, Susanne J.; Genschow, Oliver; Imschloss, Monika

  1. By: Adrians, Helge; Däumer, Michael; Etzold, Tobias; Paul, Michael
    Abstract: Die Arktis und der arktisch-nordatlantische Raum gewinnen aufgrund der besseren Zugänglichkeit arktischer Seewege und Ressourcen an geopolitischer Relevanz. Deutschland sollte sich in diesem Raum stärker politisch, militärisch und wirtschaftlich einbringen. Erforderlich für eine erfolgreiche deutsche Arktispolitik sind eine engere Zusammenarbeit mit Arktisstaaten und Partnern in der EU und der Nato, eine stärkere sicherheitspolitische Einbindung Deutschlands und eine bessere Verzahnung von zivilen und militärischen Kapazitäten. Der arktisch-nordatlantische Raum ist als Einheit zu begreifen und im Kontext der Sicherheit Europas zu betrachten. Für Deutschland folgt daraus, dass es sich aktiv an der Stabilisierung dieses Raums beteiligen und zur Bewahrung der fragilen Balance in der Arktis beitragen sollte. Eine deutsche Arktisstrategie sollte Prinzipien wie eine regelbasierte Ordnung und Multilateralismus nicht nur bekräftigen, sondern sie auch mit klar definierten politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Instrumenten zu schützen versuchen. Langfristig sollte eine deutsche Arktisstrategie über die Leitlinien von 2024 hinausgehen und konkrete Schritte zur Wahrung deutscher Interessen in der Region festlegen. Deutschland muss eine Strategie entwickeln, die klare Prioritäten setzt, politische und sicherheitspolitische Maßnahmen definiert, Ressourcen mobilisiert und insgesamt Handlungsfähigkeit generiert und ausstrahlt. Deutschland sollte seine neue Arktispolitik konsequenter in eine europäische Gesamtpolitik einbinden. Durch enge Abstimmung mit der EU Außen- und Sicherheitspolitik und eine aktive Mitgestaltung der EU Arktisstrategie kann Deutschland seine Interessen wirksamer vertreten und zugleich zur Handlungsfähigkeit Europas in der Region beitragen.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:334474
  2. By: Zöller, Maria; Jörgens, Julia
    Abstract: Das Kompendium ermöglicht erstmals einen umfassenden Überblick über die geregelte Berufsausbildung nach Bundes- und Landesrecht in Deutschland. Dabei wird das Ziel verfolgt, kriteriengeleitet einen Einblick in den Gesamtkontext der beruflichen Erstausbildung zu erleichtern und die heterogenen Rahmenbedingungen abzubilden. Mithilfe einer vergleichenden Herangehensweise werden dafür Gemeinsamkeiten und Unterschiede - mit Fokus auf Strukturen, Ordnungsprozesse und Abschlussprüfungen - herausgestellt. Betrachtet werden die Ausbildungen auf der Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) bzw. der Handwerksordnung (HwO) sowie die Ausbildungen, für die das Berufsbildungsgesetz nicht angewendet wird. Zu letzteren zählen die Ausbildungen nach Landesrecht sowie die bundesrechtlich geregelten Ausbildungen in Gesundheitsfachberufen. Abgerundet wird das Kompendium mit dem Versuch einer quantitativen Abbildung der unterschiedlichen Ausbildungsbereiche.
    Keywords: Berufsbildung, Berufsbildungsrecht, Vergleich, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:bibbfb:334919
  3. By: Tom Bauermann (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Sebastian Dullien (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Alexander Herzog-Stein (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Christoph Paetz (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Katja Rietzler (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Ulrike Stein (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Sabine Stephan (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Silke Tober (Macroeconomic Policy Institute (IMK)); Sebastian Watzka (Macroeconomic Policy Institute (IMK))
    Abstract: Mit der Lockerung der Schuldenbremse wurde eine zentrale Voraussetzung für die zukunftsfähige Reform des Modells Deutschland geschaffen. Nach drei Jahren Krise ist nun zügiges und strategisches Handeln geboten, um dauerhaft negative Folgen für Deutschlands künftigen Wohlstand abzuwenden. Neben einer expansiven Ausrichtung der Fiskalpolitik und gezielten staatlichen Investitionen erfordert der Erhalt des industriellen Kerns der deutschen Wirtschaft eine Industriepolitik für zentrale Zukunfts- und Schlüsselbranchen. Mit Blick auf die Erderwärmung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit muss das Tempo der Transformation zur Klimaneutralität hoch bleiben und insbesondere im Wasserstoffsektor sogar erhöht werden. Die hastige Reform der Schuldenbremse ist nicht nachhaltig und die unbegrenzte Kreditfinanzierungsmöglichkeit für Verteidigung und Ähnliches belastet die Schuldentragfähigkeit. Eine Bündelung der Kräfte auf EU-Ebene, wie beim Aufbauprogramm NextGenerationEU, bleibt besonders wichtig, zumal mehr als die Hälfte der deutschen Exporte ins europäische Ausland gehen. Anstelle von Einzelmaßnahmen bedarf es einer umfassenden Strategie, die die demografisch bedingten Herausforderungen für Arbeitsmarkt und Rentensystem als Ganzes in den Blick nimmt. Angesichts der entspannten Inflationslage sollte die EZB den geldpolitischen Handlungsspielraum nutzen, um die Belastungen der Industrie durch die Euro-Aufwertung und die US-Zölle zu mildern.
    Keywords: Schuldenbremse, Wirtschaftsmodell Deutschland, Deindustrialisierung, EZB, Energiepreise
    Date: 2026
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:imk:report:199-2026
  4. By: Chamier-Gliszczynski, Sandra; Kissmann, Valentin; Meub, Lukas; Thomä, Jörg
    Abstract: Dieser Forschungsbericht untersucht sechs regionale RRR-Ökosysteme (Re-use, Repair, Refurbishment) für Elektro- und Elektronikgeräte in Nordwesteuropa. Auf Basis von Praxiserfahrungen und Interviews im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts E6 werden zentrale Schritte, Governance-Ansätze sowie typische Infrastrukturanforderungen und Finanzierungsfragen herausgearbeitet. Im Fokus stehen wiederkehrende Hindernisse sowie praxisorientierte Ansatzpunkte, wie neu entstehende und bereits etablierte Ökosysteme weiterentwickelt werden können. Handwerksbetriebe sind dabei ein zentraler Umsetzungspartner für den Übergang zu einer zirkulären Wirtschaftsweise. Sie fungieren als operative Schnittstelle zwischen Konsum, Produktion und Reparatur und sind damit entscheidend für die Skalierung von Reparatur-, Wiederverwendungs- und Aufbereitungsstrategien. Der Bericht arbeitet Leitlinien für die Umsetzung eigener Ökosysteme heraus und ergänzt den bestehenden Methodenleitfaden zum Aufbau regionaler Ökosysteme der Kreislaufwirtschaft (ifh Forschungsbericht Nr. 33).
    Keywords: Kreislaufwirtschaft, Elektrogroßgerät, Hausgerät, Elektronikschrott, Führungsorganisation, Finanzierung, Infrastruktur, Nordeuropa, Westeuropa
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifhfob:334493
  5. By: Chamier-Gliszczynski, Sandra; Kissmann, Valentin; Meub, Lukas; Thomä, Jörg
    Abstract: Die Studie entwickelt eine Methodik für den Aufbau regionaler Ökosysteme der Kreislaufwirtschaft. Anhand von RRR-Ökosystemen (Re-use, Repair, Refurbishment) im Bereich der Elektro- und Elektronikgeräte wird ein Leitfaden konzipiert. Dieser führt die Akteure in vier aufeinander aufbauenden Phasen von der Analyse des regionalen Kontextes bis zur Skalierung erfolgreicher Lösungen. Regionen können ortsspezifische Strategien für Reparatur, Wiederverwendung und Aufarbeitung entwickeln und diese mit den europäischen Zielen einer zirkulären Wirtschaft verbinden. Dabei werden technische, sozioökonomische und institutionelle Einflussfaktoren systematisch miteinander verknüpft. Die regionale Ökosystemperspektive bezieht dabei das Handwerk als zentralen Akteur im Übergang zu einer zirkulären Wirtschaftsweise ein, da es Reparatur- und Aufbereitungsleistungen praktisch umsetzt. Die Studie stützt sich auf aktuelle Forschungsergebnisse sowie auf Interviews, die im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Projekts E6 durchgeführt wurden.
    Keywords: Kreislaufwirtschaft, Elektrogroßgerät, Hausgerät, Elektronikschrott, Abfallpolitik, Westeuropa, Nordeuropa
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifhfob:334492
  6. By: Seils, Eric; Baumann, Helge
    Abstract: Wenngleich den Weihnachtstagen oftmals Wünsche für eine besinnliche Zeit vorausgehen, ähnelt der Advent heutzutage oftmals einem Endspurt, in dem sichergestellt werden soll, dass noch in diesem Jahr Verträge unter Dach und Fach gebracht, Projekte fertiggestellt und Weihnachtswaren abverkauft werden. Dann aber leeren sich die Büros und Werkstätten nach und nach, während sich die dunklen Straßen und verspäteten Züge füllen. Viele machen dann die oft zitierten drei Kreuze und sagen sich: Geschafft! Bei anderen geht der Tanz aber womöglich erst richtig los: Das Weihnachtsgeschäft brummt bis zur letzten Minute, und an Silvester haben nicht nur Gastronomen, sondern auch die Beschäftigten in den Notaufnahmen allerhand zu tun. Wieder andere sorgen für fahrende Züge, den Strom, Sicherheit und das fließende Wasser. Vor diesem Hintergrund befasst sich dieses Papier mit der folgenden Frage: Wer muss wann und wo an den Festtagen arbeiten? Zunächst jedoch einige kurze Anmerkungen zur Datenquelle.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:334516
  7. By: Bispinck, Reinhard
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsieqt:334515
  8. By: Kissmann, Valentin; Chamier-Gliszczynski, Sandra; Meub, Lukas; Thomä, Jörg
    Abstract: Dieser Forschungsbericht stellt die Entwicklung und Durchführung eines Baseline-Monitorings zur Bewertung von RRR-Ökosystemen (Re-use, Repair, Refurbishment) in sechs nordwesteuropäischen Regionen im Rahmen des EU-Projekts E6 dar. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und der zentralen Rolle des Handwerks bei Reparatur, Werterhalt und Ressourcenschonung wurden Key Performance Indikatoren (KPIs) definiert und darauf aufbauend zwei Befragungsinstrumente für Ökosystempartner und Organisationen entwickelt. Das Baseline Monitoring erfasst erstmals systematisch den Status quo der untersuchten Ökosysteme und liefert vergleichbare Daten zu Reifegrad, politischer und gesellschaftlicher Unterstützung, finanzieller Leistungsfähigkeit, Reparaturkapazitäten, strukturellen Hindernissen sowie Kommunikations- und Kooperationsstrukturen. Die Ergebnisse zeigen deutliche Unterschiede zwischen den Regionen, etwa bei der Einbindung handwerklicher Akteure, der Ausgestaltung politischer Maßnahmen sowie zentralen Herausforderungen wie dem Zugang zu Ersatzteilen, Reparaturinformationen oder qualifizierten Fachkräften. Das Monitoring bildet damit eine fundierte Grundlage, um die Weiterentwicklung der Ökosysteme im Projektverlauf zu begleiten, Barrieren gezielt zu adressieren und übertragbare Erkenntnisse für die Stärkung und Skalierung handwerksnaher Strukturen der Kreislaufwirtschaft abzuleiten.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifhfob:334470
  9. By: Roll, Stephan
    Abstract: Die drei Golfmonarchien Saudi-Arabien, Katar und Vereinigte Arabische Emirate verfügen über fünf der aktivsten und größten Staatsfonds weltweit: den saudischen Public Investment Fund (PIF), die Qatar Investment Authority (QIA) sowie die drei emiratischen Fonds Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), Mubadala und ADQ. Diese Fonds erfüllen nicht nur die Funktion, Öleinnahmen in Investitionskapital umzuwandeln und so den Übergang von rentenbasierten Ökonomien zu diversifizierten Wirtschaftsstrukturen zu ermöglichen. Vielmehr tragen sie auch dazu bei, die außenpolitische Handlungsfähigkeit ihrer Staaten zu erweitern. Institutionelle und personelle Verflechtungen ermöglichen es den Regierungen der drei Länder, die Fonds strategisch einzusetzen und so die eigene Hard, Soft und Sharp Power deutlich auszubauen - etwa durch Investitionen im In- und Ausland auf Feldern wie Rüstung, Medien, Sport und neue Technologien sowie durch Kooperationen mit politisch einflussreichen Akteuren. Gleichzeitig bemühen sich die Golfmonarchien, ihre Staatsfonds als unpolitisch und rein renditeorientiert darzustellen. Dabei helfen die Gründung von Tochterunternehmen oder die Zusammenarbeit mit Private-Equity-Gesellschaften. Deutschland und seine europäischen Partner haben ein nachvollziehbares Interesse daran, die Staatsfonds als Investoren zu gewinnen; sie dürfen jedoch die damit verbundenen Risiken nicht vernachlässigen. Dazu gehören der mögliche Zugriff Dritter auf kritische Infrastrukturen, der drohende Abfluss sensibler Militär- und Sicherheitstechnologie sowie die Gefahr einer politischen Einflussnahme der Golfmonarchien. Darüber hinaus müssen sich Deutschland und die EU grundsätzlicher damit auseinandersetzen, dass die außenpolitischen Handlungsmöglichkeiten der drei Golfmonarchien durch ihre Staatsfonds gewachsen sind. Denn das Verhalten Saudi-Arabiens, der Emirate und Katars auf regionaler wie internationaler Ebene widerspricht teilweise deutschen und europäischen Interessen.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:334471
  10. By: Knapp, Nadine
    Abstract: Mit dem fortschreitenden Klimawandel wird die geplante Umsiedlung ganzer Gemeinschaften aus Risikogebieten zunehmend unvermeidlich. Sie ist schon heute weltweit Realität und wird als Maßnahme der Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge künftig häufiger notwendig sein. Umsiedlungen können Leben retten und Vertreibungsrisiken verringern. Gleichwohl gelten sie als "letztes Mittel", da sie kostspielig sind, tief in Lebensgrundlagen, soziale Netzwerke und kulturelle Identitäten eingreifen und neue Risiken bergen. Damit sie wirksam sind, müssen sie partizipativ und menschenrechtskonform gestaltet und durch entwicklungsorientierte Maßnahmen flankiert werden, die das Wohlergehen und die Widerstandsfähigkeit der Betroffenen stärken und strukturelle Ungleichheiten verringern. Vielerorts fehlen hierfür politischer Wille, konkrete Strategien und Ressourcen - besonders in einkommensschwachen Staaten mit ohnehin geringen Anpassungskapazitäten. Diese sind daher stark auf internationale Unterstützung angewiesen, die bislang meist fragmentiert, ad hoc und unkoordiniert erfolgt. Je länger adäquate Strukturen fehlen, desto größer die Gefahr, dass menschliche Sicherheit massiv beeinträchtigt, grundlegende Menschenrechte verletzt und ganze Communities (erneut) vertrieben werden - mit Risiken für regionale Stabilität und globale Sicherheit. Die Bundesregierung sollte gezielt Lücken im internationalen System adressieren, den Zugang zu Wissen und Ressourcen erleichtern und sektorübergreifendes Lernen stärken. Das bisherige deutsche Engagement in Fidschi sollte mittelfristig auf weitere klimavulnerable Regionen und Ländern ausgeweitet werden - mit Fokus auf gemeinschaftsgetragene Umsiedlungsprojekte.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:334468
  11. By: Drescher, Susanne
    Abstract: Wissenschaftliche Studien belegen, dass gesundheitliche Einschränkungen mit (langer) Arbeitslosigkeit in einem Zusammenhang stehen. Das Modellprojekt PRO AKTIV setzte an dieser Problematik an. Ziel war es, die gesundheitliche Entwicklung von erwerbsfähigen Leistungsberechtigen im SGB II zu unterstützen: als Brücke zur (Wieder-)Aufnahme von Erwerbsarbeit. Die Projektergebnisse zeigen, dass Verbesserungen der psychischen Gesundheit die Chancen für gelingende Erwerbsperspektiven erhöhen. Freiräume in der Beratung durch einen reduzierten Betreuungsschlüssel und ein sanktionsfreier Umgang mit Teilnehmer*innen waren Rahmenbedingungen für diese positive Entwicklung. Die enge Kooperation der Jobcenter mit der Rentenversicherung ermöglichte eine frühzeitige Abstimmung zu Reha relevanten Themen. Der Kontakt zu betrieblichen Akteuren wiederum verbesserte den Zugang zu passenden Arbeitsplätzen.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:334569
  12. By: Butzin, Anna; Flögel, Franz; Meyer, Kerstin; Rabadjieva, Maria; Terstriep, Judith
    Abstract: Ein Citython ist ein spezifischer Hackathon, bei dem Teilnehmende in kurzer Zeit innovative Lösungen für städtische Herausforderungen entwickeln und in kurzen Pitches vorstellen. Im Sommer 2025 veranstaltete das IAT mit dem Urban Solutions Lab einen solchen Citython für urbane Herausforderungen aus Gelsenkirchen. Studierende mehrerer Ruhrgebietsuniversitäten nahmen im Rahmen von Lehrveranstaltungen. Das Format bewährte sich besonders in der Lehre: Die Teilnehmenden berichteten über deutliche Kompetenzgewinne u. a. in Teamarbeit, Präsentation, digitalen Fähigkeiten und Methoden. Alle vier Teams arbeiteten mit außergewöhnlich hoher Motivation. Darüber hinaus eignet sich das Urban Solutions Lab, um junge Menschen als Innovationsagentinnen und -agenten für die Stadtund Regionalentwicklung zu gewinnen.
    Keywords: Junge Leute, Urbanes Experimentieren, Urbane Labs, Citython, Quartiersentwicklun
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:334587
  13. By: Stockhausen, Maximilian; Niehues, Judith; Engel, Henrik
    Abstract: Trotz Rezession und Inflation lag Deutschland auch im Jahr 2023 unter den fünf Ländern der Europäischen Union (EU) mit der höchsten mittleren Kaufkraft der Einkommen. Obwohl die subjektiven Bewertungen des Haushaltsnettoeinkommens gegenüber dem Beginn der Coronapandemie - wie in vielen der einkommensstarken Länder - etwas negativer ausfallen, gibt es innerhalb der EU weiterhin nur wenige Länder, in denen die Einschätzungen positiver sind als in Deutschland. Tatsächlich berichteten in der europäischen Erhebung über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) im Jahr 2023 in keinem der EU-27-Staaten weniger Menschen, relativ schlecht, schlecht oder sehr schlecht mit ihrem Einkommen auszukommen - und nur in den Niederlanden, Luxemburg und Schweden gaben mehr Menschen an, finanziell gut oder sehr gut zurechtzukommen. Dies spiegelt sich auch in der Entwicklung der Einkommensungleichheit wider. So zeichnet sich nach 2020 sowohl auf Basis des EU-SILC als auch des Mikrozensus (MZ) eine im Wesentlichen stabile Einkommensverteilung auf einem Niveau des Gini-Koeffizienten von 0, 3 oder knapp darunter ab. Im europäischen Vergleich ein durchschnittliches Niveau, welches ähnlich zu Schweden ist, und das sich seit 2005 auf Basis der Mikrodaten der amtlichen Statistik in Deutschland kaum verändert hat. Das Einkommensarmutsrisiko (präziser: Niedrigeinkommensquote) ist im EU-27-Vergleich unterdurchschnittlich ausgeprägt und hat sich nach überwiegender Datenlage nach 2020 strukturell nicht verschlechtert. Bezüglich der langfristigen Entwicklung des Armutsrisikos gilt es zu beachten, dass unterschiedliche Datenquellen teilweise voneinander abweichende Trends aufweisen. Während im EU-SILC die Entwicklung des Armutsrisikos zwischen 2008 und 2023 weitestgehend unauffällig bleibt und sich im Bereich von 15 Prozent bis 16 Prozent bewegt, zeichnet sich im MZ zwischen 2005 und bis zum Zeitreihenbruch im Jahr 2019 zunächst ein ansteigender Trend ab, der sich in großen Teilen durch die erhöhte Zuwanderung seit 2010 erklären lässt. Nach dem Jahr 2020 ist die Niedrigeinkommensquote - bei gleichzeitig sinkender realer Niedrigeinkommensschwelle - auf Basis des MZ leicht rückläufig. Vor dem Hintergrund der krisengeprägten Entwicklungen der vergangenen Jahre kann die in der Gesamtschau weitestgehend stabile Verteilungssituation durchaus als positiv bewertet werden.
    Abstract: Despite the recession and inflation during the past years, Germany remained among the five European Union (EU) countries with the highest average purchasing power of median income in 2023. Although subjective assessments of net household income are somewhat more negative than at the start of the coronavirus pandemic - as in many high-income countries - there are still only a few countries within the EU where subjective income assessments are more favourable than in Germany. In fact, in the 2023 EU-SILC survey, no EU-27 country reported a lower share of people saying they found it relatively hard, hard, or very hard to get by on their income - and only in the Netherlands, Luxembourg, and Sweden did a higher share of people report managing well or very well financially. This is also reflected in the development of income inequality. According to both the EU-SILC and the microcensus, the income distribution after 2020 appears to be essentially stable at a Gini coefficient of 0.3 or slightly below. This is an average level in European comparison, similar to Sweden, that has hardly changed since 2005 based on microdata from official surveys in Germany. The risk of income poverty (more precisely: low-income rate) is below average in a comparison of the EU-27 and, according to the majority of survey data, has not structurally deteriorated after 2020. Regarding the longterm development of the risk of poverty, it should be noted that different data sources show varying trends. While the EU-SILC shows that the risk of poverty rate remains largely unchanged between 2008 and 2023, ranging between 15 per cent and 16 per cent, the microcensus initially shows an upward trend between 2005 and the break in the time series in 2019, which can largely be explained by increased immigration since 2010. After 2020, the low-income rate is slightly declining based on the microcensus, with a simultaneous decline in the real low-income threshold. Against the backdrop of the recent crises, the largely stable income distribution can be considered positive overall.
    JEL: D31 I32
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:334498
  14. By: Gern, Klaus-Jürgen; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Liu, Wan-Hsin; Reents, Jan
    Abstract: Die Weltproduktion hat im laufenden Jahr trotz belastender Handelskonflikte und dadurch erhöhter Unsicherheit nur leicht an Tempo verloren. Der Welthandel stieg sogar kräftig. Impulse für Handel und Investitionen gehen weiter vom Boom der KI-Technologie aus. Die Geldpolitik wird in den Vereinigten Staaten voraussichtlich nochmals deutlich gelockert, im Euroraum dürften die Notenbankzinsen vorerst auf ihrem derzeitigen Niveau verbleiben. Gleichzeitig gehen von der Finanzpolitik insgesamt expansive Impulse aus, nicht zuletzt, weil die Rüstungsausgaben in vielen Ländern angesichts der veränderten geopolitischen Konstellation stark ausgeweitet werden. Allerdings dürften die bremsenden Effekte der US-Zollpolitik nun nach und nach deutlicher sichtbar werden, zumal sich abzeichnet, dass die US-Zölle dauerhaft hoch bleiben werden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für die kommenden Monate eine weitere leichte Verlangsamung der weltwirtschaftlichen Expansion. So dürfte sich der Produktionsanstieg in den Vereinigten Staaten und im Euroraum zunächst abschwächen, und die Aussichten für die Konjunktur in China haben sich zuletzt eingetrübt. Alles in allem haben wir unsere Prognose für den Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - aufgrund der bislang robusten Entwicklung im Vergleich zur Herbstprognose für dieses und nächstes Jahr aber deutlich um jeweils 0, 3 Prozentpunkte auf 3, 3 Prozent bzw. 3, 1 Prozent erhöht. Für 2027 rechnen wir nun mit einer Beschleunigung der weltwirtschaftlichen Expansion auf 3, 2 Prozent. Der Rückgang der Inflation kam im Jahr 2025 zum Stillstand, in den Vereinigten Staaten zogen die Preise aufgrund der Zölle zuletzt sogar verstärkt an, und es bleibt ein Risiko, dass die Geldpolitik gegensteuern muss.
    Abstract: Global output growth slowed down only slightly and proved resilient amid trade conflicts and the resulting increase in uncertainty. World trade has even risen sharply. Both trade and investment continue to be buoyed by the boom in AI-related technologies. Monetary policy in the United States is expected to be eased further, while in the euro area policy rates are likely to remain at their current level for the time being. At the same time, fiscal policy will be expansionary on aggregate-driven in part by substantial increases in defense spending in many countries in response to the altered geopolitical environment. However, the dampening effects of US tariff policy are likely to become increasingly apparent, especially since US tariffs can be expected to remain permanently high. Against this backdrop, we expect the global economic expansion to gradually slow down further over the coming months, as growth in the United States and the euro area is likely to temporarily weaken and the business outlook in China has recently deteriorated. Given the robust developments so far, we have nevertheless revised our forecast for global output - based on purchasing power parities - markedly upwards compared with our autumn forecast, by 0.3 percentage points each for both this year and next, to 3.3 percent and 3.1 percent, respectively. For 2027, we now expect global growth to accelerate to 3.2 percent. The decline in inflation came to a halt in 2025; in the United States, prices have even increased more strongly due to tariffs, and there remains a risk that monetary policy will eventually have to tighten in response.
    Keywords: China, Europa, Konjunktur Welt, Europäische Union & Euro, Fiskalpolitik & Haushalt, Internationale Finanzen, Internationaler Handel, Arbeitsmarkt, Migration, Geldpolitik
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkkb:334584
  15. By: Boysen-Hogrefe, Jens; Groll, Dominik; Hoffmann, Timo; Jannsen, Nils; Kooths, Stefan; Krohn, Johanna; Schröder, Christian
    Abstract: Die deutsche Wirtschaft hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Für mehr als ein mageres Plus reicht es aber bislang nicht. Ab dem kommenden Jahr setzt die expansive Finanzpolitik Impulse. Die recht hohen Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts in den kommenden beiden Jahren kaschieren jedoch die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Abgesehen vom Fiskalimpuls und der höheren Zahl an Arbeitstagen wird die zugrundeliegende wirtschaftliche Dynamik vorerst schwach bleiben. Die konjunkturellen Erholungsspielräume sind schmaler als es Indikatoren zur gesamtwirtschaftlichen Kapazitätsauslastung derzeit suggerieren. Gerade im Verarbeitenden Gewerbe dürfte die niedrige Auslastung vor allem Spiegelbild der gesunkenen Wettbewerbsfähigkeit sein und einem weiteren Abbau von Produktionskapazitäten vorausgehen. Die deutschen Exporteure werden weiterhin Weltmarktanteile verlieren, auch wenn die Phase sinkender Exporte zu Ende geht. Alles in allem rechnen wir mit Anstiegen des Bruttoinlandsprodukts von 1 Prozent für 2026 (Herbstprognose: 1, 3 Prozent) und 1, 3 Prozent für 2027 (Herbstprognose: 1, 2 Prozent), nach 0, 1 Prozent in diesem Jahr. Für das kommende Jahr erwarten wir im Vergleich zum Herbst einen etwas geringeren Fiskalimpuls bei noch stärker bremsenden strukturellen Hemmnissen. Insbesondere die Unternehmen zeigen bislang keinerlei Absichten, ihre Investitionen hierzulande spürbar zu erhöhen. Der Arbeitsmarkt wird sich mit der anziehenden wirtschaftlichen Dynamik wieder fangen und die Arbeitslosenquote von 6, 3 Prozent im laufenden Jahr auf 5, 9 Prozent im Jahr 2027 zurückgehen. Größeren Beschäftigungsanstiegen steht jedoch zunehmend der demographisch bedingte Mangel an Arbeitskräften im Weg. Das Budgetdefizit des Staates wird von 2, 4 Prozent (2025) auf 4 Prozent (2027) in Relation zum Bruttoinlandsprodukt steigen. Die öffentlichen Schulden steigen bis zum Jahr 2027 auf 65, 4 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt.
    Abstract: The German economy has stabilized at a low level, but more than modest growth is currently out of reach. From next year onward, expansionary fiscal policy will boost economic activity. However, the high GDP growth rates projected for the coming years mask the weak underlying economic conditions. Excluding the fiscal impulse and the additional boost from calendar effects, the fundamental pace of expansion will remain subdued. The scope for a cyclical recovery is narrower than current capacity-utilization indicators suggest. In manufacturing, in particular, low utilization reflects the erosion of competitiveness and may precede further reductions in productive capacity. German exporters are expected to continue losing global market share, even though the phase of declining exports is coming to an end. Overall, we forecast GDP growth of 1.0 percent in 2026 (autumn forecast: 1.3 percent) and 1.3 percent in 2027 (autumn forecast: 1.2 percent), following an increase of 0.1 percent this year. For next year, we assume a somewhat smaller fiscal impulse than in the autumn projection, alongside stronger structural headwinds compared to the autumn forecast. In particular, firms show no sign of significantly increasing investment. As economic activity strengthens, the labor market is expected to stabilize, with the unemployment rate declining from 6.3 percent this year to 5.9 percent in 2027. However, employment gains will be increasingly constrained by demographically driven labor shortages. The public deficit is projected to rise from 2.4 percent of GDP in 2025 to 4 percent in 2027. Public debt is expected to increase to 65.4 percent of GDP by 2027.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkkb:334583
  16. By: Diehl, Claudia; Pomianowicz, Katja; Hinz, Thomas
    Abstract: Jugendliche mit Migrationsgeschichte sind besonders häufig der Ansicht, auf einen höheren als den besuchten Schulzweig zu gehören. Wir zeigen dass dies auch dann gilt, wenn Leistungen und kognitive Fähigkeiten nicht auf eine Unterforderung hindeuten. Ein zentrales Problem scheint die unzureichende Kenntnis der Voraussetzungen für den Gymnasialbesuch zu sein. Wahrnehmungen von Unfairness sind zudem vor allem unter Hauptschülerinnen und -schülern verbreitet. Jugendliche mit Migrationsgeschichte besuchen diesen stigmatisierten Schulzweig besonders häufig. Auch die hohen Bildungsaspirationen zugewanderter Eltern spielen eine wichtige Rolle. Für Schule und Politik stellt sich die Aufgabe, Beratungsprozesse zu stärken und ambitionierten Eltern und Kindern mit Migrationsgeschichte Wege zum Bildungserfolg aufzuzeigen.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:cexpps:334586
  17. By: Josef Zuckerstätter
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:clr:mwugar:270
  18. By: Bachmann, Ronald (RWI und Universität Düsseldorf); Demir, Gökay (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Green, Colin (Norwegian University of Science and Technology (NTNU)); Uhlendorff, Arne (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany ; Centre de Recherche en Economie et Statistiques (CREST))
    Abstract: "This report shows that wages developed very differently across occupations depending on how strongly their task content changed in response to technological progress. Occupations that moved away from easily automatable routine tasks – such as data entry, standardized processing, or simple production steps – towards more complex non-routine cognitive tasks like problem-solving, coordination, or advisory work experienced noticeable wage growth. By contrast, occupations whose task profile remained largely routine saw wages stagnate or decline. These findings highlight that adapting the job tasks of occupations and investing in further training are key mechanisms enabling workers to benefit from technological change." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Keywords: Weiterbildungsbeteiligung ; Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien ; IAB-Open-Access-Publikation ; Automatisierung ; Beruf ; Berufswechsel ; Digitalisierung ; Einfacharbeit ; BIBB/BAuA-Erhebung ; Lohnentwicklung ; Lohnhöhe ; Männer ; technologischer Wandel ; Routine ; Sozioökonomisches Panel ; Tätigkeitsmerkmale ; Tätigkeitsschwerpunkt ; Vollzeitarbeit
    Date: 2026–01–13
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202601
  19. By: Minde, Nicodemus
    Abstract: Die internationalen Beziehungen Afrikas gehen davon aus, dass Afrikas periphere Stellung ein proaktiveres Vorgehen in globalen Fragen erfordert - ein Konzept, das als African agency (afrikanische Handlungsfähigkeit) bezeichnet wird. In der Konfliktmediation lässt sich jedoch eine Erosion dieser afrikanischen Handlungsfähigkeit beobachten: Fragen von Frieden und Sicherheit auf dem afrikanischen Kontinent werden immer stärker durch externe Akteure geprägt. Unter dem Leitmotiv "Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme" (African solutions to African problems) wurden die Afrikanische Union (AU) und die Regionalen Wirtschaftsgemeinschaften (RECs) zum zentralen Ausdruck afrikanischer Handlungsfähigkeit. Inzwischen leiden sie jedoch unter organisatorischen und institutionellen Schwächen, knappen Finanzmitteln und einer begrenzten Durchsetzungsfähigkeit - eine Lücke, die zunehmend von externen Akteuren geschlossen wird. Golfstaaten wie Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate sind zu wichtigen Vermittlern in afrikanischen Konflikten geworden. Ihr Engagement wird vor allem von geopolitischen Ambitionen, sicherheitspolitischen Erwägungen und wirtschaftlichen Interessen getragen - insbesondere am Horn von Afrika und in der Großen-Seen-Region. Die Krise des Multilateralismus - gekennzeichnet durch einen Rückgang globaler Kooperation und veränderte Machtverhältnisse - hat dazu geführt, dass sogenannte Mittelmächte das Vakuum füllen, das der Rückzug westlicher Staaten hinterlassen hat. Um die Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen, ist es entscheidend, die AU und die afrikanischen RECs zu stärken und Koordinierungsmechanismen auszubauen, um Doppelstrukturen und Überschneidungen bei Friedensinitiativen zu vermeiden. Afrika muss die Kontrolle über seine Friedensagenda zurückerlangen, indem es externe Partner auf Augenhöhe einbindet. Die wachsende geopolitische Bedeutung des Kontinents ist dabei zugleich Herausforderung und Chance, seine agency neu zu definieren und die Solidarität in einer multipolaren Welt zu erneuern.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:sefggs:334581
  20. By: Sultan, Samina
    Abstract: Die engen transatlantischen Handelsbeziehungen geraten durch die Zollpolitik von US-Präsident Trump stark unter Druck. Das spiegelt sich schon in der Exportentwicklung der deutschen Branchen der ersten drei Quartale 2025 wider. Im Durchschnitt über alle Branchen hinweg sind die deutschen Exporte in die USA in diesem Zeitraum um 7, 8 Prozent gesunken, während sie im Mittel des Vergleichszeitraums der Jahre 2016 bis 2024 noch um durchschnittlich fast 5 Prozent gestiegen sind. Besondersstark leiden die deutschen US-Exporte von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, Maschinen und auch von chemischen Erzeugnissen, die zusammen für mehr als zwei Fünftel der deutschen US-Exporte stehen. In Summe ziehen allein diese drei Branchen die USAusfuhr Deutschlands um über 5, 2 Prozentpunkte im Vorjahresvergleich nach unten. Das sind mehr als zwei Drittel des Gesamtrückgangs bei den deutschen Exporten in die USA. Die vergleichsweise starke Zollbelastung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen bis zur Zolleinigung zwischen der EU und der USA im August 2025 dürfte wesentlich dazu beigetragen haben, dass die deutschen Kfz-Ausfuhren in die USA mit minus 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders stark zurückgegangen sind. Auch die deutschen Maschinenausfuhren in die USA unterliegen teils einem deutlich höheren Zollsatz von 50 Prozent, der für Stahl und Aluminium sowie Produkte daraus greift. Demgemäß sind die deutschen Maschinenexporte in die USA in den ersten drei Quartalen 2025 um 9, 5 Prozent gesunken. Bei Metallen erklären stärkere Vorzieheffekte im ersten Quartal den Zuwachs an Exporten, während in den nachfolgenden Quartalen auch hier die Ausfuhren zurückgehen. Bei pharmazeutischen und ähnlichen Erzeugnissen spielen Vorzieheffekte und mögliche Umlenkungseffekte ebenso eine Rolle zur Erklärung des Exportwachstums wie auch die Tatsache, dass diese länger als andere Waren von US-Importzöllen verschont blieben (und zum Teil auch jetzt noch von Zöllen ausgenommen sind). In wichtigen Branchen sind die deutschen US-Exporte somit auf das Niveau von 2022 oder gar Anfang 2019 zurückgeworfen. Hätte es aber nach der Coronapandemie nicht einen deutlichen Aufschwung bei den deutschen US-Exporten bis zur Wahl Donald Trumps im Herbst 2024 gegeben, wäre der Einbruch noch deutlich schmerzhafter. Da die US-Importzölle vorerst nicht auf das vorherige Niveau sinken dürften, kann die Entwicklung im dritten Quartal 2025 möglicherweise als eine Annäherung an das "neue Normal" bei den deutschen US-Exporten betrachtet werden. Das trifft das ohnehin unter Druck geratene deutsche Exportmodell hart. Das lässt sich etwa an der Tatsache festmachen, dass die Entwicklung bei den deutschen Ausfuhren in die USA die Entwicklung bei den weltweiten Exporten Deutschlands um 0, 81 Prozentpunkte gedrückt hat, während sie noch im vergangenen Jahr einen positiven Wachstumsbeitrag geleistet haben. Die Entwicklung der deutschen US-Exporte hat bei einigen Branchen einen erheblichen Einfluss auf die weltweiten Branchenexporte Deutschlands. Bei Kraftwagen und Kraftwagenteilen etwa ist die negative Entwicklung bei den deutschen US-Exporten für annähernd die Hälfte des weltweiten Exportrückgangs verantwortlich. Auch bei den deutschen Maschinenausfuhren sind die Einbußen in den USA ein wichtiger Faktor für den gesamten Rückgang von 3, 3 Prozent. In etwas geringerem Maß gilt das auch für chemische Erzeugnisse.
    Abstract: The close transatlantic trade relations are coming under significant strain due to U.S. President Trump's tariff policies. This is already reflected in the export performance of German industries during the first three quarters of 2025. On average across all sectors, German exports to the U.S. fell by 7.8 percent during this period, whereas in the comparable timeframe from 2016 to 2024 they had still grown by nearly 5 percent on average. German exports of motor vehicles and parts, machinery, and chemical products - together accounting for more than two-fifths of German exports to the U.S. - are particularly hard hit. Combined, these three sectors alone have dragged Germany's exports to the U.S. down by over 5.2 percentage points compared to the previous year, representing more than two-thirds of the overall decline in German exports to the U.S. The relatively high tariff burden on motor vehicles and parts until the tariff agreement between the EU and the U.S. in August 2025 likely contributed significantly to the sharp drop of 14 percent in German automotive exports to the U.S. compared to the previous year. German machinery exports to the U.S. are partially also subject to a substantially higher tariff rate of 50 percent, which applies to steel, aluminium, and related products. Accordingly, German machinery exports to the U.S. fell by 9.5 percent in the first three quarters of 2025. For metals, stronger front-loading effects in the first quarter explain the initial increase in exports, while subsequent quarters saw declines. For pharmaceutical and similar products, front-loading and possible diversion effects also help explain export growth, as these goods were exempt from U.S. import tariffs for longer than other products (and some remain exempt even now). In key sectors, German exports to the U.S. have thus been pushed back to levels seen in 2022 or even early 2019. Without the significant upswing in German exports to the U.S. following the COVID-19 pandemic until Donald Trump's re-election in fall 2024, the downturn would have been even more painful. Since U.S. import tariffs are unlikely to return to previous levels anytime soon, the development in the third quarter of 2025 may represent an approximation of the "new normal" for German exports to the U.S. This hits the already pressured German export model hard. This can be seen, for example, in the fact that the development of German exports to the US has depressed the development of Germany's global exports by 0.81 percentage points, whereas last year they still made a positive contribution to Germany's global export. The development of German exports to the U.S. has a significant impact on global exports for certain sectors. For motor vehicles and parts, the negative development in exports to the U.S. accounts for nearly half of the global export decline. Losses in the U.S. market are also a key factor behind the overall 3.3 percent drop in German machinery exports worldwide. To a somewhat lesser extent, this also applies to chemical products.
    Keywords: Zollpolitik, Amerikanisch, Export, Exportwirtschaft, Kfz-Industrie, Maschinenbau, Chemieindustrie, Deutschland
    JEL: F02 F10 F15
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:334499
  21. By: Matthes, Jürgen
    Abstract: Die deutschen Warenexporte in zwei wichtige deutsche Exportzielländer sind im Jahr 2025 deutlich gesunken. Im Fall der USA beträgt der nominale Ausfuhrrückgang in den ersten drei Quartalen dieses Jahres gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum fast 8 Prozent, gegenüber China sogar über 12 Prozent. Bei den USA liegt das vor allem an der aggressiven Zollpolitik der Trump Administration. Bei China spielen viele Faktoren eine Rolle, unter anderem eine gestiegene Leistungsfähigkeit chinesischer Anbieter in einigen Sektoren, aber auch unfaire Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Subventionen und einen unterbewerteten Yuan-Wechselkurs gegenüber dem Euro. Die Exporteinbrüche in die USA und nach China ziehen für sich genommen die Veränderungsrate der gesamten deutschen Ausfuhren in den ersten drei Quartalen um über 1, 5 Prozentpunkte gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum nach unten, die USA um minus 0, 81 Prozentpunkte und China um minus 0, 74 Prozentpunkte. Gleichwohl hat die nominale deutsche Gesamtausfuhr in alle Länder in dieser Zeit leicht um 0, 25 Prozent zugelegt. Das liegt vor allem daran, dass die deutschen Ausfuhren nach Europa (EU und Nachbarländer wie Schweiz, UK und Norwegen) gestiegen sind, wenn auch nur um weniger als 3 Prozent. Weil die europäischen Exportpartner aktuell für fast 70 Prozent der deutschen Ausfuhren stehen, zieht der nur moderate Ausfuhrzuwachs nach Europa die Veränderungsrate der gesamten deutschen Ausfuhr um fast 2 Prozentpunkte nach oben. Aus der EU allein kommt ein positiver Wachstumsbeitrag von über 1, 5 Prozentpunkten, der die summierten negativen Beiträge der USA und Chinas fast vollständig ausgleicht. Unter den europäischen Ländern sind es vor allem Polen, die Schweiz und Spanien, die jeweils für Wachstumsbeiträge von um die 0, 3 Prozentpunkte stehen, so dass sie zusammengenommen die jeweiligen negativen Wachstumsbeiträge der USA oder Chinas weit mehr als ausgleichen. Darüber hinaus wirken auch die stärker wachsenden deutschen Dienstleistungsexporte kompensierend. Das zeigt ein Blick auf die Außenhandelsdaten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Die deutschen Gesamtexporte von Waren und Dienstleistungen haben sich daher etwas besser entwickelt als die Warenexporte. Das gilt in nominaler und ebenso in preisbereinigter realer Betrachtung. Doch trotz dieses kompensierenden Effekts gingen die realen Gesamtexporte (VGR-Basis) in den ersten drei Quartalen 2025 leicht um 0, 7 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurück, so dass die Exportentwicklung das Wirtschaftswachstum etwas dämpfte.
    Abstract: German merchandise goods exports to two important German export destinations fell significantly in 2025. In the case of the USA, goods exports fell by almost 8 per cent in the first three quarters of this year compared with the same period last year, and by more than 12 per cent in the case of China. Regarding the USA, this is mainly due to the aggressive tariff policy of the Trump administration. In the case of China, many factors play a role, including increased efficiency of Chinese suppliers in some sectors, but also unfair distortions of competition through state subsidies and an undervalued yuan exchange rate against the Euro. The slump in German goods exports to the USA and China alone dragged down the rate of change in total German goods exports in the first three quarters by more than 1.5 percentage points compared with the same period last year, with the USA accounting for minus 0.81 percentage points and China for minus 0.74 percentage points. Nevertheless, total German goods exports to all countries rose slightly by 0.25 per cent during this period. This is mainly due to the fact that German goods exports to Europe (the EU and neighbouring countries such as Switzerland, the UK and Norway) rose moderately, albeit by just under 3 per cent. Because European export partners currently account for almost 70 per cent of German goods exports, the only moderate growth in goods exports to Europe is pushing up the rate of change in total German goods exports by almost 2 percentage points. The EU alone is making a positive contribution to growth of over 1.5 percentage points, which almost completely offsets the combined negative contributions of the USA and China. Among the European countries, Poland, Switzerland and Spain are each contributing around 0.3 percentage points to the total export growth, meaning that together they more than offset the negative growth contributions of the USA or China, respectively. In addition, stronger growth in German services exports is also having a compensatory effect. This is evident from a look at the foreign trade data in the national accounts. Total German exports of goods and services have therefore performed better than German goods exports only. This applies in a nominal view, but also in real terms when adjusted for price changes, which is relevant for economic growth. However, despite the above-mentioned compensating effects of rising goods exports to EU countries and relatively dynamic services exports, German real exports of goods and services declined sightly be 0.7 percent in the first three quarters of 2025 compared to the first three quarters of 2024 - which implies a small drag on Germany's economic growth in 2025.
    Keywords: Export, Außenhandelsstatistik, Außenhandelsstruktur, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:334500
  22. By: Obst, Thomas; Kolev-Schaefer, Galina
    Abstract: Die Weltwirtschaft zeigt im Herbst 2025 trotz erheblicher geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Konflikte eine trügerische Stabilität und blieb im Jahresverlauf erstaunlich robust. Der globale Warenhandel lag in den ersten neun Monaten - getrieben durch Vorzieheffekte in Erwartung höherer Zölle - deutlich über dem Vorjahreswert. Aufgrund der anhaltend hohen wirtschaftspolitischen Unsicherheit dürfte sich die Dynamik der Weltwirtschaft im Prognosezeitraum abschwächen. Das Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung wird von 2, 5 Prozent im Jahr 2025 auf 2 Prozent im Jahr 2026 zurückgehen. Der internationale Warenverkehr bleibt durch das protektionistische Umfeld belastet. Der Welthandel expandiert in diesem Jahr noch kräftig um 4, 5 Prozent, wird aber 2026 voraussichtlich nur um 1, 5 Prozent zulegen. Die Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung sind vielfältig. Neben einer möglichen Eskalation von handels- und geopolitischen Konflikten, zählen dazu potenzielle Unterbrechungen von internationalen Lieferketten, etwa bei der Versorgung mit kritischen Rohstoffen. Die strategische Instrumentalisierung der Handelspolitik markiert einen Epochenbruch. Trotz bilateraler Vereinbarungen bleibt das US-Zollniveau historisch hoch und belastet die globale Wirtschaftsleistung im Prognosezeitraum. Die hohe Staatsverschuldung in den G7-Staaten, steigende Zinslasten und die Gefahr einer abrupten Neubewertung von Technologieaktien im Zuge des Künstliche Intelligenz (KI) Investitionsbooms erhöhen die Schockanfälligkeit der Finanzmärkte. Positive Impulse könnten von sinkenden Energiepreisen und produktivitätssteigernden Effekten der KI-Investitionen ausgehen. Insgesamt ergibt sich eine strukturelle Verschiebung hin zu einer geopolitisch geprägten Weltwirtschaft mit einer Erosion multilateraler Handelsnormen. Regional zeigen sich folgende konjunkturelle Entwicklungen: In den USA kompensieren Vorzieheffekte, ein damit verbundener Lageraufbau sowie eine Ausdehnung der privaten Investitionen die negativen Effekte der Handelszölle. Das reale BIP wächst um 2 Prozent in diesem Jahr, im kommenden Jahr aufgrund erhöhter wirtschaftspolitischer Unsicherheit um 1, 7Prozent. China bleibt gefangen in der Strukturkrise. Die Volkswirtschaft expandiert trotz Immobilienkrise um 4, 7 Prozent, getragen von Exporten und fiskalischen sowie geldpolitischen Stimuli. Die Unterauslastung der Produktion und der handelspolitische Gegenwind führen 2026 zu einer Abschwächung auf 4, 3 Prozent. Japans Wirtschaft wird von einem schwachen Yen, gestiegenen Exporten sowie Unternehmensinvestitionen gestützt. Das reale BIP wächst 2025 um 1, 2 Prozent, 2026 aufgrund einer nachlassenden Dynamik bei Exporten und Industrieproduktion um 0, 7Prozent. Das Wachstum im Euroraum bleibt in diesem Jahr moderat aufwärtsgerichtet mit 1, 4 Prozent. Es fehlt aber an Schwung. 2026 geht die Wirtschaftsleistung auf 1, 1 Prozent zurück, belastet durch die US-Handelszölle und Risiken bei der Schuldentragfähigkeit. Frankreich befindet sich im Sog der politischen Krise und wächst dieses Jahr um 0, 7 Prozent, im kommenden Jahr um 0, 8 Prozent. Italiens Wirtschaft schwinden die Ziehkräfte. Die Wirtschaft wächst dieses Jahr schwach mit 0, 5 Prozent, im kommenden Jahr um 0, 7 Prozent. Die Wirtschaft im Vereinigten Königreich expandiert aufgrund eines starken Jahresbeginns mit 1, 4 Prozent im Jahr 2025, und im Jahr 2026 mit 1, 2 Prozent.
    Abstract: Despite significant geopolitical tensions and ongoing trade policy conflicts, the global economy proved surprisingly resilient. Global merchandise trade exceeded last year's level, largely driven by front-loading effects in anticipation of higher tariffs. Hence, the world economy maintained a deceptive stability throughout 2025. However, persistently high economic policy uncertainty is expected to dampen global momentum over the forecast horizon. World output growth is projected to decline from 2.5% in 2025 to 2.0% in 2026. International trade remains constrained by a protectionist environment: while global trade will expand by 4.5% this year, growth is expected to slow sharply to 1.5% in 2026. Risks to the global economy are diverse. Beyond potential escalation of trade and geopolitical conflicts, vulnerabilities include possible disruptions to international supply chains, particularly in critical raw materials. Strategic use of trade policy instruments marks a structural break in the global economic world order. Despite bilateral agreements, U.S. tariff levels remain historically high, weighing on global output throughout the forecast period. Additional risk factors include elevated public debt levels in G7 countries, rising interest rate burdens, and the possibility of abrupt devaluations in technology stocks amid the ongoing AI (artificial intelligence) investment boom-factors that increase financial market fragility. On the upside, falling energy prices and productivity gains from AI-related investments could provide positive impulses. Overall, the global economy is undergoing a structural shift toward a geopolitically fragmented system, accompanied by an erosion of multilateral trade norms. Regional Developments: United States: Inventory build-up and expanded private investment offset tariff-related headwinds. Real GDP growth is expected at 2.0% in 2025, moderating to 1.7% in 2026 amid heightened policy uncertainty. China: Despite the real estate crisis, fiscal and monetary stimulus measures support growth of 4.7% in 2025, slowing to 4.3% in 2026 due to underutilized capacity and trade headwinds. Japan: A weak yen, stronger exports, and corporate investment underpin growth of 1.2% in 2025, easing to 0.7% in 2026 as export and industrial momentum fades. Euro Area: Growth remains moderate at 1.4% in 2025, declining to 1.1% in 2026 under pressure from U.S. tariffs and debt sustainability concerns. France: Political uncertainty limits growth to 0.7% in 2025 and 0.8% in 2026. Italy: Weak fundamentals result in growth of 0.5% in 2025, rising slightly to 0.7% in 2026. United Kingdom: Following a strong start to the year, GDP expands by 1.4% in 2025, slowing to 1.2% in 2026.
    Keywords: Internationale Konjunktur, Zoll, Geldpolitik, Finanzpolitik, Wirtschaftsprognose
    JEL: F44 E66 F47
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:334481
  23. By: Amaral, Francisco; Staratschek, Gereon; Zdrzalek, Jonas; Zetzmann, Steffen
    Abstract: Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum hat in deutschen Städten seit 1980 deutlich abgenommen, mit spürbaren Folgen für Vermögensbildung, soziale Mobilität und Generationengerechtigkeit. Wir betrachten die Erschwinglichkeit aus zwei Perspektiven: die Finanzierbarkeit von Zins- und Tilgungskosten und die Aufbringung des nötigen Eigenkapitals für den nicht fremdfinanzierten Teil des Kaufpreises, Steuern und Nebenkosten. Hierzu kombinieren wir Daten zu Hypothekenkonditionen, Haushaltseinkommen und Immobilienpreisen deutscher Städte im Zeitraum von 1980 bis 2024 und finden, dass sich die Hypothekenzahlungen relativ zum Einkommen über die Zeit nur wenig verändert haben. Im Gegensatz dazu stieg der Eigenkapitalbedarf relativ zum Einkommen deutlich an: Haushalte benötigten 1980-1990 weniger als zwei Jahreseinkommen um den Eigenkapitalbedarf beim Wohnungskauf zu decken, 2015-2024 hingegen mehr als drei. Diese Ergebnisse zeigen, dass eine Fokussierung auf die Hypothekenkosten den Rückgang der Erschwinglichkeit von Wohneigentum deutlich unterschätzt. Stattdessen ist der Eigenkapitalbedarf zur zentralen Hürde geworden und begünstigt Haushalte, die bereits über Vermögen verfügen oder auf Vermögen aus dem familiären Umfeld zurückgreifen können.
    Abstract: Housing (un-)affordability has become a defining social and economic challenge in German cities, shaping both wealth accumulation and intergenerational inequality. We decompose affordability into two components: the ability to service monthly mortgage payments and the ability to meet the upfront cash requirements for purchasing a home. Combining data on re-gional mortgage financing conditions, household incomes, and house prices from 1980 to 2024, we find that mortgage payments relative to income have changed little over time. In stark contrast, upfront costs relative to income have risen sharply: whereas households in 1980-1990 needed savings of less than two years of annual income to cover the equity re-quirement for an apartment purchase, households in 2015-2024 require more than three years. These results show that focusing on mortgage costs alone severely understates the decline in housing affordability. Instead, rising entry costs have become the primary constraint on homeownership, reinforcing advantages for households with existing wealth or familial financial support.
    Keywords: Erschwinglichkeit von Wohneigentum, Wohneigentum, Vermögensungleichheit, Housing affordability, Homeownership, Wealth inequality
    JEL: R21 R31 D31 G51
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwkpb:334522
  24. By: Sarstedt, Marko; Siegfried, Doreen; Neumann, Meikel; Adler, Susanne J.; Genschow, Oliver; Imschloss, Monika
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:334373

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