nep-ger New Economics Papers
on German Papers
Issue of 2025–12–22
28 papers chosen by
Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München


  1. Deutsche Strommärkte während und nach einem Blackout: Ein allgemeinverständlicher Überblick der Prozesse und Verantwortlichen By Schuhmacher, Johannes
  2. Was bedeutet eigentlich "Infrastrukturinvestition"? Auf der Suche nach einer begrifflichen Schärfung By Gross, Friedhelm; Kolev, Stefan; Hild, Jonathan; Scheib, Tobias
  3. Wirkung der Verwendung der Mittel des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität sowie der zusätzlichen Bundesmittel für Verteidigung, Zivil- und Bevölkerungsschutz auf das Potenzialwachstum in Mecklenburg-Vorpommern: Schriftliche Anhörung des Finanzausschusses des Landtags Mecklenburg-Vorpommern By Drygalla, Andrej; Heinisch, Katja; Holtemöller, Oliver; Lindner, Axel; Schult, Christoph; Solms, Anna; Zeddies, Götz
  4. Immerhin ein Plus: IW-Konjunkturprognose Winter 2025 By Bardt, Hubertus; Demary, Markus; Grömling, Michael; Henger, Ralph; Hentze, Tobias; Kolev-Schaefer, Galina; Obst, Thomas; Pimpertz, Jochen; Schäfer, Holger; Seele, Stefanie
  5. Fachkräfte finden und binden: Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht By Herzer, Philip; Arndt, Franziska; Freisburger, Judith; Stippler, Sibylle
  6. 300.000 Betreuungsplätze für unter Dreijährige fehlen: Eine Betrachtung der Entwicklung von Bestand und Bedarf an Betreuungsplätzen By Geis-Thöne, Wido
  7. Grünau 2025. Ergebnisse der Bewohnerbefragung im Rahmen der Langzeitstudie "Wohnen und Leben in Leipzig-Grünau" By Kabisch, Sigrun; Pößneck, Janine; Häßler, Pauline; Böttcher, Timo
  8. Zeit für eine strategische Partnerschaft: Das Potenzial der Zusammenarbeit Deutschland-Marokko By Houdret, Annabelle; Furness, Mark
  9. Erfolge, Herausforderungen, Perspektiven von PRO AKTIV: Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Begleitforschung eines rechtskreisübergreifenden rehapro-Modellprojekts By Drescher, Susanne; Alfuss, Charlotte; Kirsch, Johannes; Rinke, Timothy
  10. Konjunkturprognose Deutschland: Winter 2025 By Berlemann, Michael; Hinze, Jörg
  11. Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Niedersachsen und Bremen By Harten, Uwe; Wrobel, Martin
  12. Kontextanalysen zum Wiederaufbau nach dem Hochwasser 2021 in Deutschland: Impulse für Resilienz und Klimaanpassung By Reckhaus, Zora; Kuhlicke, Christian
  13. Künstliche Intelligenz in der Physiotherapie: Einflussfaktoren auf die Bewertung aus Patientensicht By Schubart, Constantin; Olbrich, Johannes
  14. Zur Rolle von Landesstrategien beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft - die Beispiele Baden-Württemberg und Sachsen By Schnabl, Esther; Wielowiejski, Maja; Stahlecker, Thomas
  15. Reformbedarf im öffentlich-rechtlichen Rundfunk By König, Jörg
  16. Fun x Wissen = Erfolg: Edutainment In Mathematik-Servicekursen – Ein Weg aus Frust und Zahlenangst. Ein praxisorientiertes Diskussionspapier über spielbasierte Lehr- und Lernformate, die Motivation fördern und Zahlenangst bei fachfremden Studierenden abbauen By Schneider, Florian; Maciejewski-Hofmann, Martina
  17. Einfluss der ökologischen Landwirtschaft auf den Bodenkohlenstoff - Ergebnisse aus Bodeninventuren in Deutschland By Brügge, Kimberley; Don, Axel
  18. Unternehmensnachfolgen in Deutschland 2026 bis 2030 By Rieger-Fels, Markus; Schlömer-Laufen, Nadine; Suprinovič, Olga; Rauch, Andreas
  19. Stadtgefühle: Ausstellungen studentischer Kunstprojekte zum Thema "Emotionen und Raum" By Peterson, Melike (Ed.); Küttel, Nora (Ed.)
  20. Corporate Social Responsibility, ESG und Nachhaltigkeitsziele im strategischen Konzern-Management und im Konzern Business Development By Michalski, Tino
  21. Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit mit Fokus auf Start-Up und Scale-Up Unternehmen By Köppl-Turyna, Monika
  22. Datenspeicher Gesellschaftliches Arbeitsvermögen verknüpft mit administrativen Daten des IAB (GAV-ADIAB) 1975-2019 v2 By Zimmermann, Florian; Umkehrer, Matthias; Ruf, Kevin; Müller, Dana; Seth, Stefan
  23. Nutzererfahrungen zu Mobilfunk in abgeschlossenen Umgebungen: Analyse der Indoor- bzw. InCar-/InTrain-Versorgungsauflagen By Wissner, Matthias; Niedick, Lars; Sörries, Bernd
  24. Die Bedeutung von Glaube und Unwissenheit für den Nachhaltigkeitsdiskurs: Eine Rede in der ersten Person By Faber, Malte; Manstetten, Reiner
  25. Ordnungspolitische Rahmenbedingungen für eine zukunftsorientierte Mittelstandspolitik: Das Beispiel der grünen Transformation By Holz, Michael; Pahnke, André; Wolter, Hans-Jürgen
  26. Flexibler Übergang in den Ruhestand By Dilger, Alexander
  27. Weiterbildungsbeteiligung und Weiterbildungshürden bei Arbeitsuchenden und Erwerbstätigen By Helbig, Laura; Hesener, Carlotta; Leber, Ute; Trahms, Annette; Vicari, Basha
  28. Zwischen Bildschirm und Besprechungsraum: Wahrnehmung von Emotionen in analogen und digitalen Führungskontexten. Eine qualitative Analyse aus Sicht von Führungskräften By Ahlert, Mia; Berghammer, Anja

  1. By: Schuhmacher, Johannes
    Abstract: Der Beitrag analysiert aus energiewirtschaftlicher Perspektive, wie Strommärkte in Deutschland und Europa während und nach einem großflächigen Blackout organisiert werden. Ausgangspunkt ist der europäische Network Code on Emergency and Restoration sowie die von der Bundesnetzagentur genehmigten Notfallbestimmungen der Übertragungsnetzbetreiber. Systematisch wird herausgearbeitet, unter welchen technisch-betrieblichen und regulatorischen Bedingungen die Aussetzung von Day- Ahead-, Intraday- und Regelenergiemärkten zulässig ist. Im Zentrum steht die Frage, welche Kriterien für die Wiederaufnahme des Marktbetriebs erfüllt sein müssen: stabilisierter Verbundbetrieb, funktionsfähige IT- und Kommunikationsinfrastruktur sowie hinreichende Handlungsfähigkeit der Marktakteure. Darauf aufbauend wird der schrittweise Übergang vom Lastfolgebetrieb zurück zu marktbasierter Einsatzsteuerung beschrieben, einschließlich konservativer Grenzkuppelleistungen und erhöhter Reservevorhaltung in der Frühphase. Der Beitrag beleuchtet die Rollen von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern, Strombörsen, Bundesnetzagentur, ENTSO-E, Kraftwerksbetreibern und Bilanzkreisverantwortlichen und verknüpft den normativen Rahmen mit Erfahrungen aus realen Störungsereignissen. Ziel ist es, die komplexen Markt- und Entscheidungsprozesse in einem seltenen, aber gesellschaftlich hochrelevanten Szenario transparent darzustellen.
    Keywords: Strommarkt, Stromnetz, Elektrizitätswirtschaft, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:kitiip:333890
  2. By: Gross, Friedhelm; Kolev, Stefan; Hild, Jonathan; Scheib, Tobias
    Abstract: Im Kontext der aktuellen Debatte über das "Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität" entwickelt das Papier eine ökonomisch fundierte Definition von Infrastruktur. Diese fußt auf einer kapitaltheoretischen Analyse sowie einer begriffsund rechtshistorischen Einordnung. Daraufhin wird eine funktionale Differenzierung in die Infrastruktur der Unternehmen, Infrastruktur der Haushalte und Infrastruktur des Staates in den Mittelpunkt gerückt, die auf produktionsrelevante Vorleistungen der Unternehmen fokussiert. Zusätzlich zu dieser funktionalen Differenzierung werden gemeinsame ökonomische Kriterien der Infrastruktur diskutiert. Anschließend wird die Legitimation staatlichen Engagements im Infrastrukturbereich mithilfe der Theorie des Marktversagens thematisiert. Daraus wird ein Framework entwickelt, das Kriterien für die Legitimation staatlichen Engagements im Infrastrukturbereich bietet. Entscheidungsträger wie die kritische Öffentlichkeit erhalten durch das Framework die Möglichkeit zur präziseren Abgrenzung des Infrastrukturbegriffs und zur besseren Priorisierung einzelner Infrastrukturinvestitionen bei der Allokation des Sondervermögens.
    JEL: H54 H41 D61 D78 E22
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:lefpes:333948
  3. By: Drygalla, Andrej; Heinisch, Katja; Holtemöller, Oliver; Lindner, Axel; Schult, Christoph; Solms, Anna; Zeddies, Götz
    Abstract: Welche Wachstumsimpulse können zusätzliche, kreditfinanzierte Finanzmittel für Infrastruktur, Klimaneutralität und Verteidigung in Mecklenburg-Vorpommern setzen? Im Rahmen einer schriftlichen Anhörung des Finanzausschusses des Landtages Mecklenburg-Vorpommern beantwortet das IWH Fragen zur Verwendung der Finanzmittel und zur möglichen Wirkung von zusätzlichen Investitionen auf das Produktionspotenzial und das Wirtschaftswachstum in Mecklenburg-Vorpommern. Angesichts der demographischen Entwicklung ist die Arbeitsproduktivität der Schlüssel zur Verbesserung der Wachstumsaussichten des Landes.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwhpno:333930
  4. By: Bardt, Hubertus; Demary, Markus; Grömling, Michael; Henger, Ralph; Hentze, Tobias; Kolev-Schaefer, Galina; Obst, Thomas; Pimpertz, Jochen; Schäfer, Holger; Seele, Stefanie
    Abstract: Im Gegensatz zu den vorhergehenden fünf Jahren und auch zum Jahr 2025 werden im kommenden Jahr erstmals alle Veränderungsraten der volkswirtschaftlichen Nachfrageaggregate in Deutschland ein positives Vorzeichen aufweisen. Die deutschen Exporte werden allerdings kaum das schwache Vorjahresniveau übertreffen und weiter von der schwächer werdenden globalen Dynamik abgekoppelt bleiben. Denn weltweit werden zunehmend die negativen Wirkungen der amerikanischen Zollpolitik und der geopolitischen Spannungen sichtbar. Im Jahr 2026 wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft auf 2 Prozent verlangsamen. Nach einem Plus von 4, 5 Prozent im Jahr 2025 wird der Welthandel im Jahr 2026 nur noch um 1, 5 Prozent zulegen. In diesem Kontext wird hierzulande keine wirkliche Aufschwungsqualität erreicht. Dazu sind die Investitionsaussichten zu wenig gefestigt. Der deutsche Außenhandel bleibt im Desorientierungsstress und dies belastet die privatwirtschaftlichen Investitionen. Die staatlichen Investitionsabsichten werden sich im kommenden Jahr noch nicht entscheidend materialisieren. Gleichwohl liefern die privaten und staatlichen Investitionen immerhin einen Wachstumsbeitrag von einem halben Prozentpunkt im Jahr 2026. Die Konsumdynamik bleibt trotz normaler Inflationsraten von rund 2 Prozent, aber wegen gedämpfter Beschäftigungsperspektiven unter ihrem Potenzial. Die Arbeitslosigkeit verharrt im nächsten Jahr bei knapp 3 Millionen und die Erwerbstätigkeit stagniert bis Ende 2026 - mit sektoralen Verschiebungen zulasten der Industrie. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland im Jahr 2026 um 0, 9 Prozent wachsen. Nach drei Jahren Rezession und Stagnation gibt es immerhin ein nennenswertes Plus. Rund ein Drittel davon entfällt gleichwohl auf einen Kalendereffekt, da im kommenden Jahr fast 2 ½ Arbeitstage mehr zur Verfügung stehen als im Jahr 2025. Mit Blick auf den Verlauf löst sich Deutschland etwas aus seiner Schockstarre. Steigende Staatsausgaben führen dazu, dass die Schuldenstandquote in Deutschland auf 66 Prozent ansteigt und die Staatsquote auf über 50 Prozent anschwellt.
    Keywords: Konjunktur, Weltwirtschaft, Arbeitsmarkt, Staatshaushalt, Finanzmärkte
    JEL: E2 E3 E5 E6
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:333916
  5. By: Herzer, Philip; Arndt, Franziska; Freisburger, Judith; Stippler, Sibylle
    Abstract: Fachkräfte sind knapp - das spüren Unternehmen bei der Personalgewinnung deutlich. Einer repräsentativen Befragung des KOFA zufolge erleben 14, 7 Prozent der befragten Unternehmen, dass Bewerberinnen und Bewerber einen Arbeitsvertrag unterschreiben, anschließend aber die Stelle nicht antreten. Fast ein Viertel der Unternehmen erlebt zudem Kündigungen seitens neuer Mitarbeitender innerhalb der Probezeit und über ein Drittel bekam Absagen von Bewerberinnen und Bewerber, die sich für einen anderen Job entscheiden. Ursache für diese Phänomene könnte ein Wandel in den Erwartungen der Beschäftigten sein: 91 Prozent der Unternehmen berichten, dass Mitarbeitende heute höhere Ansprüche an Arbeitgeber stellen als früher. Drei Viertel der Unternehmen reagieren auf diese veränderten Erwartungen und betreiben heute mehr Aufwand, um Beschäftigte zu finden und zu binden. Besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen unter Druck, weil sie häufig nicht die gleichen Ressourcen in der Personalarbeit einsetzen können, wie große Konzerne. Darum stellt sich die Frage, welche Ansätze tatsächlich erfolgreich sind. Die KOFA-Studie zeigt auf Basis der repräsentativen Unternehmensbefragung des IW-Personalpanels, welche Strategien sich in der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden als besonders wirkungsvoll erweisen - und wo bislang ungenutztes Potenzial liegt.
    Keywords: Fachkräfte, Arbeitskräftemangel, Personalbeschaffung, Mitarbeiterbindung, Deutschland
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkofa:333889
  6. By: Geis-Thöne, Wido
    Abstract: Hatte die Zahl der unter Dreijährigen in institutioneller Betreuung im Jahr 2023 mit 857.000 ihren Höchststand erreicht, ist sie bis zum Jahr 2025 wieder um 56.000 oder 6, 5 Prozent auf nur noch 801.000 gesunken. Niedriger lag sie letztmals im Jahr 2018. Ursächlich hierfür sind vorwiegend die stark gesunkenen Kinderzahlen. Lebten Ende des Jahres 2022 noch 2, 28 Millionen unter Dreijährige in Deutschland, waren es Ende des Jahres 2024 nur noch 2, 12 Millionen. Gleichzeitig ist im letzten Jahr allerdings auch die Betreuungsquote leicht von 38, 2 Prozent auf 37, 8 Prozent gesunken (jeweils bezogen auf Kinderzahlen nach Korrektur der Bevölkerungsbestände mit dem Zensus 2022), was bisher nur einmal - im Umfeld der Corona-Pandemie im Jahr 2021 - der Fall war. Legt man die Angaben von Eltern zu den Betreuungswünschen für ihre unter Dreijährigen aus dem Vorjahr zugrunde, hätte im Jahr 2025 an sich ein Bedarf an 1, 10 Millionen Betreuungsplätzen bestanden, womit sich rechnerisch eine Lücke von 300.000 Plätzen ergibt. Allerdings ist die Lage regional sehr unterschiedlich. Im Osten ist die Zahl der unter Dreijährigen zwischen dem 31. Dezember 2018 und dem 31. Dezember 2023 um 19, 6 Prozent zurückgegangen und damit regelrecht eingebrochen. Damit einhergehend ist auch der rechnerische Bedarf an Betreuungsplätzen zwischen den Jahren 2019 und 2025 von 261.000 auf nur noch 213.000 gesunken. Diese negative Entwicklung dürfte sich noch weiter fortsetzen, da sich im Osten bei den Geburten bislang noch keine Trendumkehr abzeichnet. Auch ist die Betreuungsinfrastruktur mit einer Betreuungsquote von 54, 9 Prozent im Jahr 2025 bereits sehr gut ausgebaut. So dürfte ein Rückbau nahezu unumgänglich sein. Allerdings betrifft dies nur die Einrichtungen und nicht das freiwerdende Personal, das eingesetzt werden sollte, um die Relationen zwischen den Betreuungskräften und Kindern zu verbessern und so die Qualität der Angebote zu stärken. In Westdeutschland lag der errechnete Bedarf an Betreuungsplätzen im Jahr 2025 mit 890.000 ähnlich hoch wie im Jahr 2019 mit 891.000. Dies erklärt sich nicht nur mit weit weniger stark rückläufigen Kinderzahlen als im Osten, sondern auch mit noch steigenden Betreuungswünschen der Eltern. Insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern dürfte hier auch bei weitem noch nicht das Ende erreicht sein, wobei unter anderem auch die von staatlicher Seite gesteuerte Entwicklung der Elternbeiträge und weiterer Aspekte des institutionellen Rahmens einen Einfluss haben können. Derzeit fehlen in diesen beiden Ländern zusammen rechnerisch 87.000 Betreuungsplätze und in Nordrhein-Westfalen 85.000. Relativ zur Zahl der Kinder liegen die Lücken in Bremen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen mit Werten zwischen 18 Prozent und 19 Prozent am höchsten. Insgesamt ergibt sich für Westdeutschland eine Lücke von 15, 6 Prozent. Besonders hoch ist die Betreuungsquote in Hamburg mit 49, 3 Prozent, wohingegen sie beim Schlusslicht Bremen mit 31, 3 Prozent um mehr als ein Drittel niedriger liegt. Dort besucht auch im Alter von drei Jahren noch mehr als ein Fünftel der Kinder keine Kita, was bei einer vergleichsweise heterogenen Bevölkerung mit Blick auf die Entwicklungs- und Teilhabechancen der Kinder sehr problematisch sein kann. Grundsätzlich sollte in den nächsten Jahren nicht nur darauf hingearbeitet werden, flächendeckend Betreuungsangebote zu machen, die die Bedarfe der Eltern möglichst vollständig decken. Wichtig ist es auch, Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf - insbesondere im Bereich des Erwerbs der deutschen Sprache - frühzeitig in die Kitas zu holen, auch wenn sich die Eltern an sich noch nicht unbedingt eine institutionelle Betreuung für sie wünschen.
    Abstract: While the number of children under the age of three in institutional care peaked at 857, 000 in 2023, it had fallen again by 56, 000 or 6.5 per cent to just 801, 000 by 2025. The last time it was lower was in 2018. This is mainly due to the sharp decline in the number of children. While there were 2.28 million children under the age of three living in Germany at the end of 2022, by the end of 2024 there were only 2.12 million. At the same time, the childcare rate also fell slightly last year from 38.2 per cent to 37.8 per cent (based on the number of children after adjusting the population figures with the 2022 census). This has only happened once before - during the coronavirus pandemic in 2021. Based on parents' childcare preferences from the previous year, there would have been a need for 1.10 million childcare places for children under the age of three in 2025. This results in a calculated shortfall of 300, 000 places. However, the situation varies greatly from region to region. In the east, the number of children under the age of three declined by 19.6 per cent between 31 December 2018 and 31 December 2023. As a result, the calculated demand for childcare places between 2019 and 2025 has fallen from 261, 000 to just 213, 000. This negative trend is likely to continue, as there are no signs of a reversal in the birth rate in the east. With a childcare coverage rate of 54.9 per cent in 2025, the childcare infrastructure is already very well developed. This means that a reduction in capacity is almost inevitable. However, this only affects the facilities and not the staff. These persons should be deployed to improve the relationships between childcare workers and children, thereby enhancing the quality of the services provided. In western Germany, the calculated demand for childcare places in 2025 was 890, 000, which is similar to the 2019 figure of 891, 000. This is due to a combination of a much smaller decline in the number of children than in the east and a continuing increase in parents' demand for childcare. In Baden-Württemberg and Bavaria in particular, this trend is unlikely to come to an end soon, although government-controlled developments in parental contributions and other aspects of the institutional framework may also have an influence. Currently, there is a shortage of 87, 000 childcare places in these two states together and 85, 000 in North RhineWestphalia. Relative to the number of children, the gaps are highest in Bremen, Rhineland-Palatinate, Saarland and North Rhine-Westphalia, with figures between 18 per cent and 19 per cent. Overall, there is a gap of 15.6 per cent for western Germany. The childcare rate is particularly high in Hamburg at 49.3 per cent, whereas in Bremen it is more than a third lower at 31.3 per cent. There, more than a fifth of children still do not attend daycare at the age of three, which can be very problematic for the children's development and participation opportunities, given the comparatively heterogeneous population in Bremen. In principle, the focus in the coming years should not only be on providing childcare services that meet parents' needs as fully as possible, but also important at bringing children with special support needs - especially in the area of German language acquisition - into daycare centres early in life, even if their parents do not necessarily want institutional care for them yet.
    Keywords: Kinderbetreuung, Kinderbetreuungseinrichtung, Deutschland
    JEL: I20 J11 J13
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:333887
  7. By: Kabisch, Sigrun; Pößneck, Janine; Häßler, Pauline; Böttcher, Timo
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ufzrep:333946
  8. By: Houdret, Annabelle; Furness, Mark
    Abstract: Deutschland und Marokko verbindet eine lange Geschichte der Entwicklungszusammenarbeit, die sich heute unter veränderten regionalen und internationalen Bedingungen weiterentwickelt. Diese Partnerschaft kommt beiden Ländern zugute und birgt erhebliches Potenzial. Marokko hat sich zu einem wichtigen Akteur in Nord- und Westafrika entwickelt und seinen wirtschaftlichen, militärischen und geopolitischen Einfluss gestärkt. Es profitiert von deutschem Fachwissen, Investitionen und strategischer Unterstützung. Deutschland kann sich die Zusammenarbeit mit Marokko noch stärker zunutze machen, um seine wirtschaftlichen, technologischen und diplomatischen Interessen voranzubringen. Allerdings verändern globale Dynamiken die deutsch-marokkanische Zusammenarbeit. Traditionelle Entwicklungszusammenarbeit, bei der westliche Staaten dem "Globalen Süden" Hilfe leisten, verliert an Bedeutung. Stattdessen nehmen Transaktionsbeziehungen im Sinne gegenseitiger wirtschaftlicher, kommerzieller und politischer Vorteile zu. Dieser pragmatische Ansatz muss jedoch weiterhin in Kooperationsnormen eingebettet sein, die Menschenrechte, soziale Inklusion und ökologische Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellen. Diese Prinzipien bilden die Grundlage für langfristige Vorteile für die Gesellschaften beider Länder. Deutschland sollte sich als Partner positionieren, der seine Interessen klar definiert und strategische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Unterstützung einer inklusiven und nachhaltigen Entwicklung verbindet. Wenn Kompromisse erforderlich sind, müssen diese identifiziert und adressiert werden oder notfalls dazu führen, dass Deutschland in bestimmten Bereichen auf Zusammenarbeit verzichtet. Trotz erfolgreicher Armutsreduzierung bestehen in Marokko weiterhin erhebliche sozioökonomische Ungleichheiten, die durch Klimawandel, eingeschränkten Zugang zu Gesundheit und Bildung sowie mangelnde Governance weiter zunehmen. Internationale Partner können Marokko bei der Bewältigung dieser Probleme unterstützen. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Außenpolitik formuliert, die Interessen verfolgt und Werte durch starke Partnerschaften mit wichtigen Ländern verteidigt. Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein zentraler Bestandteil dieser Beziehungen - um Entwicklung nachhaltig zu gestalten und um Türen für eine umfassende Kooperationspolitik zu öffnen. Marokkanische Gesprächspartner*innen aus Regierung, Forschung und Zivilgesellschaft, die für dieses Papier befragt wurden, betonten, dass ihr Land genau diese Art von Beziehung aufbauen möchte. Vier strategische Schlüsselbereiche werden die bilaterale Zusammenarbeit in den nächsten zehn Jahren vorrausichtlich bestimmen: 1. Geostrategische Interessen - vor allem der Status der Westsahara und die Beziehungen zu Afrika; 2. Infrastruktur und Investitionen - insbesondere private und öffentliche Investitionen in Infrastruktur, Konnektivität und Energie; 3. Beschäftigung, Fachkräfte und Migration - mit Fokus auf legale Migration, berufliche Bildung und den Arbeitskräftebedarf beider Länder; und 4. Governance für das Gemeinwohl - vor allem im Klimaschutz und für transparente, rechenschaftspflichtige und inklusive Regierungsführung auf lokaler wie internationaler Ebene. Deutschland und Marokko haben in über 50 Jahren Entwicklungszusammenarbeit erhebliches Vertrauen aufgebaut - eine solide Basis für eine strategischere Partnerschaft. Die Verwirklichung dieses Potenzials erfordert jedoch Klarheit über die jeweiligen Prioritäten, Anpassungsbereitschaft und roten Linien.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:idospb:333593
  9. By: Drescher, Susanne; Alfuss, Charlotte; Kirsch, Johannes; Rinke, Timothy
    Abstract: Das Modellprojekt PRO AKTIV startete am 1. Januar 2020 und lief bis zum 31. Dezember 2024. Mit dem Vorhaben wurde das Ziel verfolgt, die Teilhabe von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im SGB II-Leistungsbezug zu steigern, deren Erwerbsintegration aufgrund ihrer gesundheitlichen Lage erheblich gehemmt wird. Vor diesem Hintergrund bestand ein wesentliches Anliegen darin, die gesundheitliche Situation der Menschen zu verbessern sowie deren Selbstständigkeit und soziale Teilhabe zu fördern, um dadurch ihre Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen bzw. zu stabilisieren.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqfor:333963
  10. By: Berlemann, Michael; Hinze, Jörg
    Abstract: Die deutsche Wirtschaft wartet auf die Konjunkturwende. Wie schon insgesamt im ersten Halbjahr 2025 stagnierte das reale Bruttoinlandsprodukt auch im 3. Quartal. Ein schwieriges internationales Umfeld und eine bislang nur zaghafte Umsetzung von Reformen durch die neue Regierung - überlagert von immer wieder aufkommenden Störungen innerhalb der Koalition - bremsten weiterhin die Wirtschaftsentwicklung. Nach Regelung der Zollfrage mit den USA und mit der allmählichen Umsetzung der fiskalischen Ausgabenprogramme und Fördermaßnahmen sollte sich das Wirtschaftsklima allerdings bessern. Dies sollte teils schon in den letzten Monaten dieses Jahres, aber vor allem ab kommendem Jahr in den entsprechenden Statistiken sichtbar werden, besonders bei den Bau- und Ausrüstungsinvestitionen. Der staatliche und der private Konsum werden zudem weiterhin die Konjunktur stützen. Lediglich der Außenbeitrag wird bei nur schwachen Exporten und stärker zunehmenden Importen negativ wirken. Für 2025 erwartet das HWWI unverändert im Jahresdurchschnitt ein Wirtschaftswachstum von 0, 2 %. Bei erhöhter Konjunkturdynamik im Gefolge der Fiskalprogramme und Fördermaßnahmen wird dann für 2026 und für 2027, zumal begünstigt durch mehr Arbeitstage (2026 insgesamt 2 ½ mehr als 2025, 2027 nochmals 1 ¼ mehr), mit einem Wirtschaftswachstum von jeweils 1 ½ % gerechnet. Die Inflationsrate für die Verbraucherpreise bewegt sich seit einiger Zeit nahe der Stabilitätsmarke von 2 %, ohne diese allerdings nachhaltig zu unterschreiten. Die Kernrate hält sich weiterhin bei rund 2 ¾ %, nicht zuletzt weil die Lohnabschlüsse im Regelfall über der Inflationsrate liegen und damit bei schwacher Produktivitätsentwicklung auch die der Arbeitskosten. Deshalb wird die Inflationsrate wohl auch im Prognosezeitraum, auch wenn sich kein neuer Inflationsdruck abzeichnet, knapp über der 2-Prozent-Marke verharren. Die Risiken für diese Prognose sind vielfältig. Neben geopolitischen Spannungen belasten die Unsicherheiten durch die Zollpolitik der USA sowie die Handelspolitik Chinas die internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Binnenwirtschaftlich ist das Reformtempo bislang gering und es mehren sich die Indizien, dass die Sonderverschuldungsmöglichkeiten nicht allein für zusätzliche Investitionen verwendet werden, sondern auch für Ausgaben aus dem eigentlichen Kernhaushalt; das reduziert die möglichen Wachstumsimpulse. Zudem bergen die erforderlichen Reformen in den sozialen Sicherungssystemen, namentlich bei den Renten, einigen Sprengstoff für die Koalition.
    Abstract: The German economy is waiting for the economic turnaround. As in the first half of 2025 overall, real gross domestic product stagnated in the 3rd quarter. A difficult international environment and a so far only tentative implementation of reforms by the new government - overshadowed by recurring disruptions within the coalition - continued to slow down economic development. However, following the settlement of the tariff issue with the USA and the gradual implementation of fiscal spending programmes and support measures, the economic climate should improve. This should be reflected in the corresponding statistics in the last months of this year, but especially from next year, especially in the case of investment in construction and equipment. Government and private consumption will also continue to support the economy. Only the balance of exports will have a negative effect with only weak exports and stronger growth in imports. For 2025, the HWWI continues to expect economic growth of 0.2% on an annual average. With increased economic momentum as a result of the fiscal programmes and support measures, economic growth of 1 1/2% is then expected for 2026 and 2027, especially as more working days (2026 a total of 2 1/2 more than in 2025, another 1 1/4 more in 2027).
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hwwifo:333962
  11. By: Harten, Uwe (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wrobel, Martin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 2000 und 2023 mit einem Fokus auf die Bundesländer Niedersachsen und Bremen und deren Kreise und kreisfreien Städte. In diesem Zeitraum hat sich die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Niedersachsen im Bundesvergleich leicht überdurchschnittlich und jene in Bremen leicht unterdurchschnittlich entwickelt. Dabei weisen nahezu alle Kreise und kreisfreien Städte ein positives Beschäftigungswachstum auf, die Stärke der Beschäftigungsdynamik variiert allerdings deutlich über die Regionen hinweg. Auch die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, variieren in Vorzeichen und Stärke über die Regionen hinweg. Für beide Länder gilt insgesamt, dass sie mit Blick auf die Beschäftigungsentwicklung, wenn auch im unterschiedlichen Ausmaß, von ihrer Branchenstruktur profitieren. Die Betriebsgrößenstruktur sowie landes- und regionsspezifische Standorteffekte wiederum begünstigten die Entwicklung in Niedersachsen, dämpften diese aber in Bremen. Während für die Qualifikationsstruktur in Niedersachsen ein leicht dämpfender Effekt auf die Beschäftigungsentwicklung ermittelt werden konnte, ging von ihr in Bremen ein leicht positiver Einfluss aus. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum sowohl in Niedersachsen als auch Bremen wachstumsfördernd. In Bremen zeigt sich der Effekt jedoch nur schwach positiv, womit er weit weniger günstig ausfiel, als in allen anderen westdeutschen Regionen. Aus unseren Ergebnissen schlussfolgern wir u. a., dass mit Maßnahmen zur allgemeinen Verbesserung der Qualifikationsstruktur vorhandene Potenziale aktiviert werden könnten, um die Beschäftigungsdynamik in beiden Ländern positiv zu beeinflussen. Hinsichtlich der demografischen Entwicklung gilt es, junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten oder gar dazuzugewinnen sowie die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine höhere Weiterbildungsbeteiligung, auch verbunden mit physischen Arbeitserleichterungen, zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku)
    Date: 2025–12–15
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabrnb:202502
  12. By: Reckhaus, Zora; Kuhlicke, Christian
    Abstract: Das BMBF geförderte, interdisziplinäre Projekt KAHR (Klimaanpassung, Hochwasser und Resilienz) begleitet den Wiederaufbau in den Gebieten in Deutschland, die von dem Hochwasser im Jahr 2021 betroffen waren. In dem Rahmen des Projekts wurde eine Kontextanalyse durchgeführt, die wesentliche Faktoren identifiziert und analysiert, die den Wiederaufbau beeinflussen. Der theoretische und konzeptionelle Hintergrund basiert dabei auf dem Ansatz des "Building Back Bettes", der fordert Strukturen widerstandsfähiger, nachhaltiger und gerechter neu aufzubauen. In diesem Zusammenhang wurden Kontext-Karten entwickelt, die darstellen, welche Faktoren den "privaten Wiederaufbau", den "öffentlichen Wiederaufbau" und den "sozialen Wiederaufbau" beeinflussen. Mit Vertreter:innen von sozialen Infrastrukturen sowie von Verwaltung, Behörden und Institutionen wurden in zwei Erhebungswellen semi-strukturierte Leitfadeninterviews durchgeführt um zu ermitteln, welche Faktoren den Wiederaufbau beeinflussen, zur Resilienz der Gemeinschaften beitragen und welche Herausforderungen und Chancen im Wiederaufbauprozess bestehen. Die Ergebnisse und Erkenntnisse sollen dazu beitragen, zukünftige Wiederaufbaustrategien zu verbessern und zur Entwicklung von resilienten und klimaangepassten Lösungen beizutragen sowie die Bedeutung sozialer Infrastrukturen in der Bewältigung von Naturkatastrophen besser zu verstehen.
    Abstract: The BMBF-funded, interdisciplinary KAHR (Climate Adaptation, Flooding and Resilience) project is supporting reconstruction efforts in areas of Germany affected by the floods in 2021. As part of the project, a context analysis was carried out to identify and analyse key factors influencing reconstruction. The theoretical and conceptual background is based on the 'Building Back Better' approach, which calls for structures to be rebuilt in a more resilient, sustainable and equitable manner. In this context, context maps were developed to illustrate the factors influencing 'private reconstruction', 'public reconstruction' and 'social reconstruction'. Semi-structured guided interviews were conducted with representatives of social infrastructures, administrations, authorities and institutions in two survey waves to determine which factors influence reconstruction, contribute to the resilience of communities and what challenges and opportunities exist in the reconstruction process. The results and findings should help to improve future reconstruction strategies and contribute to the development of resilient and climate-adapted solutions, as well as to a better understanding of the importance of social infrastructure in coping with natural disasters.
    Keywords: Hochwasser, Extrem Wetterereignisse, Wiederaufbau, Resilienz, Soziale Infrastrukturen, Flood, Reconstruction, Resilience, Building Back Better, Social Infrastructure
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ufzrep:333945
  13. By: Schubart, Constantin; Olbrich, Johannes
    Abstract: Die Studie untersucht, wie aktuelle und ehemalige Patienten den potenziellen Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Physiotherapie bewerten und welche Faktoren diese Einschätzung beeinflussen. Grundlage war eine quantitative Online-Befragung mit 269 Teilnehmenden; Personen ohne physiotherapeutische Erfahrung wurden ausgeschlossen (n = 43), sodass 226 auswertbare Datensätze vorlagen. Erfasst wurden die Bewertung von KI (Cronbach's = 0, 860), Technikbereitschaft ( = 0, 862), Sorgen im Zusammenhang mit KI ( = 0, 682) sowie allgemeine Selbstwirksamkeit ( = 0, 907). Darüber hinaus gaben die Befragten an, wie sie den Einsatz von KI als Zweitmeinung einschätzen, welches diagnostische Entscheidungsmodell sie bevorzugen und ob sie sich durch KI eine bessere Rückmeldung zum Therapieverlauf erhoffen. Die Datenanalyse umfasste deskriptive Statistiken, inferenzstatistische Verfahren in Excel (Korrelationen, Regressionsanalysen, t-Tests) sowie ein Strukturgleichungsmodell (SEM) in SmartPLS. Die Ergebnisse zeigen eine insgesamt positive Einstellung gegenüber KI in der Physiotherapie (M = 3, 64; SD = 0, 71). Besonders gut wurde der Einsatz von KI als Zweitmeinung bewertet (M = 3, 92; SD = 0, 80). Eine deutliche Mehrheit (86, 7 %) bevorzugte ein kollaboratives Entscheidungsmodell, bei dem KI den Prozess unterstützt, die letztendliche Verantwortung jedoch beim Physiotherapeuten verbleibt. Auch die Möglichkeit, durch KI ein verbessertes Feedback zum Therapieverlauf zu erhalten, wurde als hilfreich eingeschätzt (M = 4, 00; SD = 0, 75). Technikbereitschaft stand in einem positiven, wenngleich moderaten Zusammenhang mit der KI-Bewertung, während Sorgen über den Verlust persönlichen Kontakts und den Datenschutz negative Effekte zeigten. Weder die Selbstwirksamkeit noch das Alter hatten einen signifikanten Einfluss. Zusammenfassend bewerten Patienten den Einsatz von KI differenziert, aber überwiegend positiv, sofern diese die fachliche Expertise ergänzt und grundlegende Bedürfnisse wie persönliche Interaktion und Datensicherheit gewahrt bleiben.
    Keywords: Physiotherapie, Künstliche Intelligenz, Patientenperspektive, Technikbereitschaft, Datenschutz, Persönlicher Kontakt, Strukturgleichungsmodell
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhgs:333892
  14. By: Schnabl, Esther; Wielowiejski, Maja; Stahlecker, Thomas
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fisifr:333964
  15. By: König, Jörg
    Abstract: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des dualen Rundfunksystems. Im digitalen Zeitalter steht er jedoch vor der Herausforderung, seine Legitimation und seinen Auftrag neu zu begründen, zudem auch das öffentliche Vertrauen deutlich zurückgegangen ist. Kritisiert werden tendenziöse Berichterstattungen, mangelnde Transparenz sowie ein im internationalen Vergleich extrem hohes Budget. Reformen müssen dementsprechend deutlich tiefer greifen als in den Medienstaatsverträgen vorgesehen.
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:smwpos:333935
  16. By: Schneider, Florian; Maciejewski-Hofmann, Martina
    Abstract: Mathematik-Servicekurse gelten vielerorts als "Angstfächer": Studierende aus Ingenieur-, Wirtschaftsund Sozialwissenschaften bringen häufig negative Vorerfahrungen, geringe Selbstwirksamkeit und ausgeprägte Zahlenangst mit. Dieses Diskussionspapier zeigt, wie Edutainment-Ansätze die Lernmotivation und das Konzeptverständnis in fachfremden Mathematikkursen steigern können, ohne die fachliche Tiefe zu gefährden. Ausgangspunkt ist eine theoretische Fundierung anhand lernpsychologischer Modelle wie der Cognitive Load Theory, der Theorie der desirable difficulties und des Konzepts der Self-Explanation. Daran anschließend werden konkrete Edutainment-Formate vorgestellt - von Check-ins und Stimmungsbarometern über Begriffs- und Bewegungsspiele bis hin zu Storyboard-Methoden. Die Praxisbeispiele verdeutlichen, wie spielerische Zugänge in Vorlesungen und Übungen integriert werden können, um Aufmerksamkeit, Interaktion und langfristige Wissensverankerung zu fördern. Eine kritische Diskussion beleuchtet Chancen, Grenzen und Erfolgsfaktoren, insbesondere mit Blick auf technische, didaktische und institutionelle Voraussetzungen sowie den Umgang mit kognitiver Überlastung. Das Papier versteht sich als Impuls für die Diskussion, wie spielerische Methoden im mathematischen Hochschulunterricht systematisch verankert werden können.
    Abstract: Mathematics service courses are often considered "fear subjects": students from engineering, economics, and social sciences frequently bring with them negative prior experiences, low self-efficacy, and a pronounced fear of numbers. This discussion paper shows how edutainment approaches can increase learning motivation and conceptual understanding in mathematics courses outside the subject area without compromising the depth of the subject matter. The starting point is a theoretical foundation based on learning psychology models such as cognitive load theory, the theory of desirable difficulties, and the concept of self-explanation. This is followed by the presentation of specific edutainment formats - from checkins and mood barometers to terminology and movement games to storyboard methods. The practical examples illustrate how playful approaches can be integrated into lectures and exercises to promote attention, interaction, and long-term knowledge retention. A critical discussion highlights opportunities, limitations, and success factors, particularly with regard to technical, didactic, and institutional requirements, as well as dealing with cognitive overload. The paper is intended as a stimulus for discussion on how playful methods can be systematically anchored in university mathematics teaching.
    Keywords: Edutainment, Mathematik für Fachfremde, Mathematikdidaktik, Studentenmotivation
    JEL: I23
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhit:333917
  17. By: Brügge, Kimberley; Don, Axel
    Abstract: Mit dem Ökolandbau werden verschiedene Umweltziele der Landwirtschaft erreicht, wie eine höhere Biodiversität und Tierwohl. Auch die Treibhausgasemissionen pro Flächeneinheit sind niedriger als in der konventionellen Landwirtschaft und viele Studien berichten von steigenden Bodenkohlenstoffvorräten durch den Ökolandbau. Veränderungen im Bodenkohlenstoffvorrat sind klimawirksam und beeinflussen die Bodenfruchtbarkeit und viele Funktionen des Bodens. Der Ökolandbau unterscheidet sich in zentralen Bewirtschaftungspraktiken von der konventionellen Landwirtschaft, die die Qualität und Menge von organischen Kohlenstoffeinträgen in die Böden und damit langfristig auch die Bodenkohlenstoffvorräte beeinflussen. Die bisherigen Erkenntnisse zur Wirkung des Ökolandbaus auf den Bodenkohlenstoff basieren hauptsächlich auf kontrollierten Feldexperimenten. Bislang ist nicht bekannt, ob sich der Ökolandbau in der landwirtschaftlichen Praxis genauso auf den Bodenkohlenstoff auswirkt. Im Rahmen dieser Studie wurden zwei Bodeninventurdatensätze ausgewertet, um die landwirtschaftliche Praxis Deutschlands abzubilden und die Wirkung des Ökolandbaus auf den Bodenkohlenstoff dort zu untersuchen. Es wurden mineralische Oberböden (0-30 cm) unter Ackernutzung betrachtet, die im Rahmen der Bodenzustandserhebung Landwirtschaft (BZE-LW, 2159 Ackerflächen) und dem HumusKlimaNetz-Projekt (578 Ackerflächen) beprobt wurden. Standortbedingte Unterschiede im Bodenkohlenstoff wurden mit einem Random-Forest-Modell herausgerechnet. Im Mittel zeigte sich in den Daten der BZE-LW kein signifikanter Unterschied im Bodenkohlenstoffgehalt und -vorrat unter ökologischer im Vergleich zu konventioneller Bewirtschaftung. Die Bodenkohlenstoffunterschiede nahmen mit zunehmender Dauer der ökologischen Bewirtschaftung auf den Ackerflächen zu. Die Dauer der ökologischen Bewirtschaftung lag dabei zwischen 1 und 62 Jahren. Die Validierung mit einem unabhängigen Datensatz aus dem HumusKlimaNetz-Projekt ergab gleichfalls, dass es keine Unterschiede im mittleren Bodenkohlenstoffgehalt zwischen den beiden Landwirtschaftssystemen gibt. Dies widerspricht bisherigen Studien und legt nahe, dass durch den Ausbau der Ökolandwirtschaft in seiner jetzigen Form kein Bodenkohlenstoffaufbau erreicht wird. Als Ursachen dafür wurden Faktoren untersucht, die den Eintrag von Kohlenstoff in den Boden beeinflussen: Die Menge der organischen Düngung auf den Ackerflächen war im Mittel vergleichbar zwischen Ökolandbau (0, 47 Mg C ha-1 a-1) und konventionellem Landbau (0, 45 Mg C ha-1 a-1). Ein Drittel der Ackerflächen im Ökolandbau und im konventionellen Landbau erhielten gar keine organische Düngung. Auch der Anbau von Zwischenfrüchten unterschied sich kaum zwischen den Anbausystemen (14% bzw. 11% der Anbaujahre). Die Fruchtfolge im Ökolandbau war förderlicher für den Bodenkohlenstoff: Der Anteil der sogenannten Humusmehrer (z.B. Kleegras) in den Fruchtfolgen lag im Ökolandbau bei 39%, im konventionellen Landbau bei 11%. Die Erträge waren im Ökolandbau im Mittel um 31% geringer als im konventionellen Landbau, sodass weniger Ernterückstände gebildet werden, die zum Bodenkohlenstoffaufbau beitragen. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass der erwartete Aufbau von Bodenkohlenstoff durch den Ökolandbau in der landwirtschaftlichen Praxis unter aktuellen Bedingungen in Deutschland nicht stattfindet. Im Ökolandbau wird Bodenkohlenstoff aber mit weitaus weniger negativen Umwelteffekten aufgebaut durch die humusfördernden Fruchtfolgen, wohingegen der Bodenkohlenstoff im konventionellen Landbau durch erheblichen Einsatz von Düngemitteln zustande gekommen ist, die mit negativen Umwelteffekten verbunden sind. Dies ist bei der Bewertung von Bodenkohlenstoff in Ackerböden zu berücksichtigen, neben der Höhe der erreichten Bodenkohlenstoffvorräte.
    Abstract: Organic farming offers several environmental benefits compared to conventional farming. This includes the promotion of higher biodiversity or animal welfare. Additionally, greenhouse gas emissions per unit area are less than those produced by conventional farming, and numerous studies report increases in soil organic carbon (SOC) stocks under organic farming. Changes in SOC stocks have impacts on climate mitigation, soil fertility and various soil functions. Management practices employed in organic farming differ from those used in conventional farming. These key differences in management have an effect on both quality and quantity of organic carbon inputs into soils, and therefore also on SOC stocks. However, current knowledge on the impact of organic farming on SOC levels is mainly derived from controlled field experiments. It remains unclear whether organic farming has the same effect on SOC under real farming conditions. In this thesis, two soil inventory datasets from Germany were evaluated to represent farming practices of German agriculture and to assess the impact of organic farming on SOC content and stocks under these conditions. Mineral topsoils (0-30 cm) of croplands were analysed, including data from the first German agricultural soil inventory (BZE-LW, 2159 cropland sites) and the HumusKlimaNetz project (578 cropland sites). To account for site-specific differences in SOC, a Random Forest model was employed. On average, the BZE-LW data showed no significant differences in SOC content or stocks between organic and conventional farming. SOC levels were observed to be slightly lower under organic farming (0.7 g kg⁻¹ and 0.2 Mg ha⁻¹) than under conventional farming. These differences increased with increasing duration of organic farming on the sites. The duration of organic farming ranged from 1 to 62 years. Validation with an independent dataset from the HumusKlimaNetz project confirmed this result, thereby supporting the conclusion that organic farming in its current form does not enhance SOC in agricultural practice in Germany. Factors influencing carbon inputs to the soil were analysed to explain this effect. On average, rates of organic fertilization were similar under organic (0.47 Mg C ha-1 y-1) and conventional farming (0.45 Mg C ha-1 y-1). One-third of the sites in both farming systems received no organic fertilization at all. The cultivation of cover crops showed minimal difference between the farming systems with 14% and 11% of the years of cultivation in organic and conventional farming, respectively. Crop rotations in organic farming were more favourable for enhancing SOC, with humus-building crops (e.g., grass-clover) comprising 39% of crop rotations in organic farming compared to 11% in conventional farming. However, yields in organic farming were on average 31% lower than in conventional farming, resulting in fewer crop residues available to contribute to SOC. The results of this study demonstrate that the anticipated increase in SOC through organic farming does not occur under current farming conditions in Germany. With organic farming, however, soil carbon is built up with less negative environmental effects but through soil carbon-promoting crop rotations. In contrast, soil carbon in conventional farming is achieved through the extensive use of fertilisers, which are associated with negative environmental effects. This must be taken into account when assessing soil carbon in croplands, in addition to the level of soil carbon stocks.
    Keywords: Bodenkohlenstoff, organische Bodensubstanz, Ackerbau, ökologische Landwirtschaft, soil carbon, soil organic matter, cropland management, organic farming
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:jhtire:333950
  18. By: Rieger-Fels, Markus; Schlömer-Laufen, Nadine; Suprinovič, Olga; Rauch, Andreas
    Abstract: Gemäß der vorliegenden Schätzung stehen im Zeitraum 2026 bis 2030 deutschlandweit etwa 186.000 Unternehmen zur Übergabe an. Damit stagniert die Zahl der Übergaben, trotz der zunehmenden Alterung der Unternehmensinhaberinnen und -inhaber. Ursächlich hierfür ist eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen, die eine Übernahme aus Sicht der Nachfolgeinteressierten weniger attraktiv macht. Die höchste Anzahl an Übergaben entfällt abermals auf den Bereich der Unternehmensbezogenen Dienstleistungen sowie auf Unternehmen mit 500.000 bis 1 Mio. Euro Jahresumsatz. Die meisten Übergaben - gemessen am Unternehmensbestand - werden für Niedersachsen vorausberechnet. Unseren metaanalytischen Schätzungen auf Basis von Studien der letzten 40 Jahre zufolge wurden gut die Hälfte der Familienunternehmen innerhalb der Familie, etwa 17 % an Beschäftigte und die restlichen 29 % an Externe übergeben. Dabei haben familieninterne Nachfolgen in den Studien der letzten 15 Jahren leicht an Bedeutung verloren.
    Abstract: According to the current estimate, around 186, 000 businesses in Germany will be up for transfer between 2026 and 2030. This means that the number of transfers is stagnating, despite the increasing age of business owners. This is due to the deterioration in the economic situation of the businesses, which makes a takeover less attractive from the point of view of those interested in a succession. Once again, the highest number of transfers is in the business services sector and among businesses with an annual turnover between 500, 000 and 1 million euros. Most transfers - relative to the total number of businesses - are predicted for Lower Saxony. According to our meta-analytical estimates, based on studies conducted over the past 40 years, a good half of family businesses have been transferred within the family, around 17% to employees, and the remaining 29% to external parties. Family-internal successions have become slightly less common in studies conducted over the last 15 years.
    Keywords: Unternehmensübertragungen, Familienunternehmen, Deutschland
    JEL: L19 M19 M29
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifmduf:333944
  19. By: Peterson, Melike (Ed.); Küttel, Nora (Ed.)
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:brebwr:333897
  20. By: Michalski, Tino
    Abstract: Wachsende soziale, ökologische und gesellschaftlich-humanitäre Ansprüche in Deutschland, Europa und der westlichen Welt insgesamt müssen zunehmend im strategischen Konzern- Management, im strategischen Konzern-Planungssystem und im korrespondierenden Konzern Business Development integriert werden. Der vorliegende Artikel stellt einen Versuch dar, CSR- und ESG-orientierte Nachhaltigkeit in das strategische Konzern-Management, das strategische Konzern- Planungssystem und das Konzern Business Development von internationalen und globalen Konzernen europäischer Herkunft zu integrieren, um den Wandel zu einem nachhaltigen strategischen Konzern-Management, einem nachhaltigen strategischen Konzern-Planungssystem und zu einem nachhaltigen strategischen Konzern Business Development voranzutreiben.
    Abstract: Growing social, environmental, and socio-humanitarian demands in Germany, Europe, and the Western world at large must increasingly be integrated into the corporate strategic management, the corporate strategic planning system as well as into the corresponding corporate business development. This article represents an attempt to integrate CSR- and ESG-oriented sustainability into corporate strategic management, into the corporate strategic planning systems and into the corporate business development of international and global corporations of European origin in order to drive as much as possible the transition to sustainable strategic corporate management, sustainable strategic corporate planning systems and sustainable strategic corporate business development.
    Keywords: Konzern, Nachhaltigkeit, Planungssystem, Strategisches Management
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fhfwps:333949
  21. By: Köppl-Turyna, Monika
    Abstract: Europas Wettbewerbsfähigkeit steht unter Druck. Die Produktivitätslücke gegenüber den USA hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig vergrößert, besonders im Technologiesektor, wo die Produktivität US-amerikanischer Unternehmen massiv gestiegen ist, während sie in Europa weitgehend stagniert. Eine zentrale Ursache sieht EcoAustria darin, dass in Europa deutlich weniger innovative Start-ups entstehen und diese im Vergleich zu den USA langsamer wachsen. Konkret liegt die Eintrittsrate vielversprechender Neugründungen in den USA rund 25 Prozent höher als in Europa. Zudem erreichen die wachstumsstärksten jungen US-Firmen einen sechsfach höheren Beschäftigungsanteil als vergleichbare europäische Jungunternehmen. Folglich werden in Europa deutlich weniger von ihnen zu Marktführern. Unsere aktuelle Policy Note verdeutlicht diese Entwicklung und zeigt auf, dass innovative Jungunternehmen in Europa oftmals durch strukturelle Hürden ausgebremst werden. ...
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ecoapn:333939
  22. By: Zimmermann, Florian (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Umkehrer, Matthias (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Ruf, Kevin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Müller, Dana (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Seth, Stefan (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "This data report describes the Data from the Data Fund of Societal Work Power from the Federal Archive of Germany on employment in the GDR in 1989 linked with administrative data of the Institute for Employment Research (IAB) (GAV-ADIAB) 1975 - 2019." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Date: 2025–12–18
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfda:202516(de)
  23. By: Wissner, Matthias; Niedick, Lars; Sörries, Bernd
    Abstract: Mit fortschreitender Digitalisierung findet ein erheblicher Teil der drahtlosen Sprachkommunikation und Datennutzung nicht mehr im Außenraum, sondern in Innenbereichen wie Gebäuden und Fahrzeugen (z. B. Zügen, Kfz) statt. Eine Neuausrichtung der regulatorischen Vorgaben hin zu einer verbesserten Indoor-Versorgung erscheint daher sowohl aus nutzerorientierter als gesellschaftlicher Perspektive diskutabel. Eine solche Diskussion hat in einigen europäischen Ländern, in denen zumeist Versorgungsdefizite festgestellt wurden, bereits stattgefunden. In der Folge wurden teilweise Indoor-Auflagen eingeführt. Die Analyse von vier europäischen Ländern (Österreich, Großbritannien, Rumänien und Frankreich) in diesem Diskussionsbeitrag zeigt Unterschiede und Gemeinsamkeiten, aber auch Schwierigkeiten bei der Implementierung und Überwachung von Indoor-Auflagen auf. So haben Österreich und Großbritannien nur einmalig auf Indoor-Auflagen zurückgegriffen. Die Motivation war in beiden Fällen in erster Linie die Versorgung bestimmter Gebiete mit unzureichender Breitbandversorgung, um eine umfassende Teilhabe der Bürger an der digitalen Transformation zu ermöglichen. In Rumänien werden Indoor-Auflagen seit 2012 als Mittel in Frequenzauktionen genutzt, um bestimmte Regionen besser zu versorgen oder die Qualität in Verkehrsmitteln zu verbessern. Frankreich schreibt dagegen bestimmte Maßnahmen in Innenräumen vor, die teilweise auf Kundenwunsch durchgeführt werden müssen. Eine wesentliche Herausforderung bei der Festlegung von Indoor-Auflagen ist die Anwendung von Dämpfungsfaktoren für Gebäude oder Transportmittel. Der Ländervergleich zeigt, dass diese technischen Parameter im Vorfeld von den Regulierungsbehörden in Abstimmung mit den Netzbetreibern festgelegt werden. Zudem sind die technischen Qualitätsparameter zu definieren, die mit unterschiedlichen Prüfmethoden und Nutzungssituationen validiert werden müssen. Sofern Regulierungsbehörden Indoor-Auflagen machen, sind zur Operationalisierung derselben belastbare, standardisierte Messund Prüfverfahren notwendig, um die Mobilfunkversorgung innerhalb von Gebäuden objektiv zu erfassen und damit vergleichbar zu machen. Indoor-Versorgungsauflagen stehen in einem Spannungsverhältnis von (unterschiedlichen) Nutzerperspektiven und der Möglichkeit, die Umsetzung der Auflagen transparent zu überprüfen. Zudem können Vorgaben zur Indoor-Versorgung, die mit Zugangsansprüchen einhergehen, die Qualität der Mobilfunkversorgung verbessern, ohne dass dabei ex-ante explizite Versorgungsvorgaben in den Frequenzzuteilungen notwendig waren. Ebenfalls zeigt die Analyse, dass einzelne Regulierungsbehörden anstreben, verstärkt Informationen für Endkunden über die Indoor-Versorgung bereitzustellen. Abschließend ist noch zu erwähnen, dass öffentlich verfügbaren Informationen über die Indoor-Versorgung auch einen Beitrag zum Infrastrukturwettbewerb leisten können.
    Abstract: With ongoing digitalization, a substantial share of mobile communication and data usage no longer takes place outdoors but in indoor environments such as buildings and vehicles (e.g., trains, motor vehicles). A reorientation of regulatory requirements toward indoor coverage therefore appears debatable from user-oriented and societal perspectives alike. Such a discussion has already taken place in several European countries, where coverage gaps were mostly identified. As a result, some countries introduced indoor coverage obligations. The analysis of four European countries (Austria, the United Kingdom, Romania, and France) in this discussion paper highlights differences and commonalities, as well as challenges in implementing and monitoring indoor obligations. Austria and the United Kingdom have resorted to indoor obligations only once; in both cases, the primary motivation was to provide certain areas with inadequate broadband coverage to enable citizens to fully participate in the digital transformation. In Romania, indoor obligations have been used since 2012 as a tool in spectrum auctions to improve coverage in specific regions or enhance quality in means of transport. France, by contrast, prescribes certain measures for indoor environments, some of which must be carried out upon customer request. A key challenge in countries with indoor obligations is the application of attenuation factors for buildings or means of transport. The cross-country comparison shows that these technical parameters are determined in advance by the regulatory authorities in coordination with the network operators. In addition, the technical quality parameters must be defined and validated through various testing methods and usage scenarios. Whenever regulatory authorities impose indoor coverage obligations, robust and standardized measurement and verification procedures are required to operationalize them, enabling an objective and comparable assessment of mobile network coverage inside buildings. Indoor coverage obligations exist in a tension between (differing) user perspectives and the need to ensure transparent verification of compliance. Moreover, indoor coverage requirements linked to access obligations can enhance the quality of mobile network coverage without the need for explicit ex-ante coverage targets in spectrum assignments. The analysis also shows that some regulatory authorities aim to provide more information to end users about indoor coverage. Finally, publicly available information on indoor coverage can also contribute to infrastructure-based competition.
    Keywords: Mobilkommunikation, Digitalisierung, Standard, Österreich, Großbritannien, Rumänien, Frankreich
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wikdps:333891
  24. By: Faber, Malte; Manstetten, Reiner
    Abstract: Der Beitrag untersucht die Rolle von Glaube und Unwissenheit für den Nachhaltigkeitsdiskurs aus einer erkenntnistheoretischen und existentiellen Perspektive. Ausgehend von der Diagnose, dass trotz erheblicher wissenschaftlicher und politischer Anstrengungen die gesellschaftliche Transformation hin zu Nachhaltigkeit unzureichend bleibt, wird gefragt, welche Bedeutung Grundhaltungen wie Glaube, Hoffnung und Liebe für das ethische Selbstverständnis einer zukunftsfähigen Gesellschaft haben können. In Anknüpfung an die Enzyklika Laudato si’ (Franziskus 2015) und an den Satz des Hebräerbriefs „Es ist aber der Glaube das feste Vertrauen auf das Erhoffte, ein Überzeugtsein von dem, was wir nicht sehen“, wird Glaube nicht als Meinung, sondern als eine Haltung des Vertrauens gegenüber Kontingenz, und Unwissen verstanden. Diese Haltung ermöglicht, Unwissen nicht als Mangel, sondern als Raum von Möglichkeiten zu begreifen. Glaube und Vertrauen eröffnen so eine alternative epistemische Perspektive, in der Zukunft und Nichtwissen nicht Bedrohung, sondern Quelle von Sinn, Kreativität und moralischer Orientierung sind. Nachhaltigkeitspolitik wird dadurch als ein Feld verstanden, das auf epistemische Demut, interpersonales Vertrauen und die Anerkennung der Grenzen rationaler Steuerung angewiesen ist. Nur auf der Basis solcher Grundhaltungen kann verantwortliches Handeln gegenüber einer ungewissen, kontingenten Zukunft gelingen. Der Beitrag schlägt damit eine Brücke zwischen theologischer Anthropologie und ökonomisch-philosophischer Reflexion über Nachhaltigkeit. Abstract (English) The Significance of Faith and Ignorance for the Sustainability Discourse. A Speech in the First Person This paper explores the significance of faith and ignorance within the discourse on sustainability from an epistemological and existential perspective. Starting from the observation that, despite decades of scientific and political engagement, progress toward sustainability remains insufficient, it asks what relevance fundamental attitudes such as faith, hope, and love may have for the ethical self-understanding of a sustainable society. Drawing on Pope Francis’ encyclical Laudato si’ (2015) and the verse from the Letter to the Hebrews—“Faith is the assurance of things hoped for, the conviction of things not seen”—faith is interpreted not as belief or opinion but as an attitude of trust toward contingency, and ignorance. This orientation allows ignorance to be understood not as a deficiency but as a space of potentiality. Faith and trust thus open an alternative epistemic perspective in which the unknown and the unseen become sources of meaning, creativity, and moral orientation rather than of fear or paralysis. Sustainability policy, in this light, depends on epistemic humility, interpersonal trust, and the recognition of the limits of instrumental rationality. Only through such dispositions can responsible action toward an uncertain and contingent future emerge. The paper thereby seeks to bridge theological anthropology with philosophical and economic reflections on the conditions of sustainable practice.
    Keywords: Nachhaltigkeit; Transformation; Umweltökonomie; Ökologische Ökonomie; Enzyklika Laudato si‘; Glaube; Unwissen; Vertrauen
    Date: 2025–12–12
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:awi:wpaper:0766
  25. By: Holz, Michael; Pahnke, André; Wolter, Hans-Jürgen
    Abstract: Eigenschaften wie z. B. hohe Flexibilität, schnelle Entscheidungsprozesse oder Langfristorientierung begünstigen die Transformationsanstrengungen mittelständischer Unternehmen. Jedoch fehlt es insbesondere dem kleineren Mittelstand oft an zeitlichen und finanziellen Mitteln, um die grüne Transformation bewältigen zu können. Um den Mittelstand nicht übermäßig zu belasten, sollte auf Ge- und Verbote sowie Berichtspflichten soweit wie möglich verzichtet werden. Stattdessen sollte der Zertifikatehandel ausgebaut werden. Um Benachteiligungen mittelständischer Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu vermeiden, könnte (wieder) eine unentgeltliche Zuteilung der Zertifikate erfolgen. Die Übergangsphase sollte zeitlich gestreckt werden, die Kosten für die Umstellung der Energieinfrastruktur sollten weitgehend öffentlich finanziert und nicht auf mittelständische Unternehmen umgelegt werden.
    Abstract: Characteristics such as high flexibility, rapid decision-making processes and a long-term orientation favour the transformation efforts of Mittelstand companies. However, smaller Mittelstand companies in particular often lack the time and financial resources to cope with the green transition. In order not to place an excessive burden on Mittelstand enterprises, restrictive commands, prohibitions and reporting requirements should be avoided as far as possible. Instead, the emission trading system should be expanded. In order to avoid disadvantages for Mittelstand companies in international competition, certificates could (once again) be allocated free of charge. The transition phase should be extended, and the costs of converting the energy infrastructure should be largely financed by the public sector and not passed on to Mittelstand enterprises.
    Keywords: Ordnungspolitik, Mittelstandspolitik, grüne Transformation, Mittelstand, KMU, Regulatory policy, Mittelstand policy, green transition, Mittelstand enterprises, SMEs
    JEL: K32 Q54 Q58
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifmmat:333954
  26. By: Dilger, Alexander
    Abstract: Ein flexibler Übergang in den Ruhestand ist möglich und häufig vorteilhaft für die Betroffenen sowie andere, insbesondere wenn deswegen länger gearbeitet wird. Deshalb sollten die Optionen dazu weiter verbessert werden, auch für (potentielle) Arbeitgeber einschließlich des öffentlichen Dienstes.
    Abstract: A flexible transition into retirement is possible and often advantageous for those affected as well as others, especially if it means working longer. Therefore, the options for this should be further improved, also for (potential) employers, including the public sector.
    Keywords: Flexibilität, Pension, Rente, Renteneintrittsalter, Ruhestand
    JEL: H55 J26 J65 K31 M55 P16
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:umiodp:333906
  27. By: Helbig, Laura (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Hesener, Carlotta (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Leber, Ute (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Trahms, Annette (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Vicari, Basha (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany)
    Abstract: "Despite the great importance of further training in the modern world of work, not all individuals participate in training equally. Our article provides an insight into the structures of training participation and attempts to identify possible barriers. To this end, we present results from the adult study of the National Educational Panel Study (NEPS-SC6) and look at informal learning activities, e.g. reading of specialized literature, as well as non-formal, course-based further training. In our analyses, we differentiate between employed persons and job seekers. Our analyses initially show that participation in further training is closely linked to qualification and age. Higher-qualified persons – neither employed or job seekers – as well as middle-aged people participate more frequently in non-formal further training than lower-qualified and younger or older people. With regard to participation in informal learning activities, however, we only find a correlation for the qualification level, but not for age. There are also differences between non-formal and informal training in terms of gender: Women (job seekers and employed) are more likely to participate in non-formal further training, whereas men are more likely to participate in informal training. In terms of competencies, our analyses show that employees with higher competencies in the areas of reading, math and information and communication technology (ICT) participate more frequently in non-formal and informal training. For the group of job seekers, such a pattern only emerges for informal, but not for non-formal further training. In addition to factors such as qualification, age, gender and competencies, we also consider other characteristics that may represent barriers to participation in further training. We find that participation in further training is closely linked to the individual health status. Poor health appears to be a barrier to participation in further training, particularly in the group of job seekers. In addition, individual expectations of the benefits and costs of further training affect training participation. Hardly surprising, participation in further training is higher when the expected benefits are high and costs are low. According to our analyses, information about further training opportunities also plays an important role. Especially job seekers often feel poorly informed about further training opportunities. The less information there is, the lower the level of participation in further training – both among the employed and the job seekers. Finally, the training motivation is also important for participation, but our study shows that not all people with plans for further training are actually able to implement them. Overall, our analyses indicate that participation in further training is linked to a variety of factors that should be considered when thinking about how to increase training participation. Potential measures to increase training participation include the expansion of advisory and information activities or the provision of digital forms of learning, which could better meet the specific needs of some individuals." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en))
    Keywords: NEPS-SC6-ADIAB
    Date: 2025–12–17
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202526
  28. By: Ahlert, Mia; Berghammer, Anja
    Abstract: Emotions play a part in today's and tomorrow's workplaces. Emotions are central to contemporary workplaces and will remain so. There is evidence that conversations between leaders and their employees are increasingly replaced by digital interactions. This study examines how the perception of emotions differs between digital and face-to-face situations. To investigate this, a qualitative interview study was conducted with seven executives from diverse industries. The results show that emotion perception relies on multiple cues, with nonverbal signals being particularly important. The executives acknowledged the challenges, and, in some cases, the opportunities associated with digital formats. This study found no clear evidence that digital formats lead to more misunderstandings than face-to-face interactions. Although the two contexts differ, emotions can be perceived in both. The findings highlight the importance of emotional awareness, reflective practice, and deliberate meeting design to minimize uncertainty and misunderstandings, including the targeted use of digital meetings.
    Keywords: emotion perception, nonverbal cues, leader-employee communication, hybrid work
    Date: 2025
    URL: https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhhr:333919

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