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on German Papers |
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Issue of 2025–11–17
forty papers chosen by Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München |
| By: | Grömling, Michael |
| Abstract: | Die deutsche Wirtschaft konnte im bisherigen Jahresverlauf 2025 die konjunkturelle Wende nicht vollziehen. Die anhaltende wirtschaftliche Krise zeigt sich auf Basis der regelmäßigen Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in einer unverändert schlechten Geschäftslage der deutschen Unternehmen. Die Geschäftserwartungen für das Jahr 2026 fallen auf Basis der IW-Konjunkturumfrage vom Oktober 2025 sogar wieder etwas schlechter aus als die Perspektiven für das Jahr 2025 gemäß der Frühjahrsumfrage: Ein Viertel der vom IW befragten Unternehmen sieht im Jahr 2026 eine höhere Produktion oder Geschäftstätigkeit als im Jahr 2025, jedoch geht nahezu ein Drittel von einem Rückgang aus. Damit ist der Negativsaldo seit dem Frühjahr von gut -3 Prozentpunkten auf knapp -7 Prozentpunkte angestiegen. Auf Basis einer Einordnung der aktuellen Erwartungswerte in die Historie der IW-Konjunkturumfragen lässt sich ein Stimmungsumschwung in den deutschen Unternehmen und eine Konjunkturwende mit einer ausgeprägten Aufschwungsqualität nicht erkennen. Vor allem in der Industrie sind die Produktionserwartungen für 2026 negativ, was auf ein weiteres schwieriges Industriejahr in Deutschland hindeutet. Auch die privatwirtschaftlichen Dienstleister gehen pessimistisch in das kommende Jahr. Dagegen hat die Bauwirtschaft ein ausgeglichenes Erwartungsbild für 2026. Gesamtwirtschaftlich dürfte trotz der angekündigten Investitionsprogramme im Bereich der Privatwirtschaft auch 2026 weniger investiert werden: 33 Prozent aller Firmen planen mit niedrigeren und nur 23 Prozent mit höheren Investitionsbudgets. Vor allem die langjährige Investitionskrise in der deutschen Industrie dürfte sich weiter verschärfen und die industrielle Basis nach vorne gerichtet weiter unter Druck kommen. Bei den Beschäftigungsperspektiven für das Jahr 2026 zeichnen alle drei großen Wirtschaftsbereiche ein negatives Erwartungsbild. Mit 36 Prozent ist der Anteil der privaten Unternehmen in Deutschland, die Personal abbauen, doppelt so hoch wie der Anteil der Betriebe, die mit mehr Mitarbeitern planen. Der in den letzten drei Jahren bereits eingetretene Beschäftigungsabbau in der Industrie wird sich auch 2026 fortsetzen: 41 Prozent der Industriefirmen planen mit weniger und nur 15 Prozent mit mehr Personal. Auch bei den privaten Dienstleistern wollen ein Fünftel zusätzliche und mehr als ein Drittel weniger Mitarbeiter beschäftigen. |
| Keywords: | Konjunktur, Unternehmensbefragung, Investitionen, Beschäftigung |
| JEL: | C82 E32 I15 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:330679 |
| By: | Armeli, Navid; Schmid, Katrin |
| Abstract: | Der vorliegende Report untersucht die sogenannte "vergleichende Darstellung" aus den Vergütungsberichten von DAX- und MDAXUnternehmen für das Geschäftsjahr 2023. - Die Unternehmen sind seit 2021 verpflichtet, über die jährlichen Veränderungen bei der Vergütung der Vorstände und der Durchschnittsvergütung der Beschäftigten zu berichten. Das ermöglicht Einblicke in die vertikale Vergütungsstruktur der Unternehmen und die Berechnung einer Pay Ratio zwischen Vorstand und Belegschaft. - Der Report zeigt, dass zwar alle Unternehmen ihrer Berichtspflicht formal nachkommen, die veröffentlichten Daten allerdings unterschiedlich aussagekräftig sind. - Ein Teil der Unternehmen veröffentlicht nur die Veränderungsraten der Jahreseinkommen in Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Art der Darstellung lässt keine Rückschlüsse auf die Pay Ratio zu und ist im Sinne einer transparenten Berichterstattung nahezu bedeutungslos. - Besonders aussagekräftig dagegen sind die veröffentlichten Einkommensdaten der Beschäftigten nach Region. Die Hälfte der DAX- und MDAX-Unternehmen veröffentlicht in der vergleichenden Darstellung das Durchschnittseinkommen ihrer in Deutschland tätigen Beschäftigten. Das erlaubt erstmals einen umfassenden Einblick in die "deutschen Verhältnisse" der Pay Ratio. - Der Report zeigt, dass die vergleichende Darstellung in den Vergütungsberichten für Arbeitnehmervertreter*innen in den Aufsichtsräten gut zugängliches und unbedingt zu nutzendes Datenmaterial liefert. - Zur Verbesserung der Transparenz und Vergleichbarkeit in der Berichterstattung zur vergleichenden Darstellung bedarf es aus Sicht der Autor*innen drei regulatorischer Anpassungen: (1) Verpflichtung zur Berichterstattung von absoluten Zahlen, zusätzlich zu den prozentualen jährlichen Veränderungsraten; (2) Verpflichtung zur Berichterstattung der Vergütung von inländischen Arbeitnehmer*innen und der Gesamtbelegschaft; (3) Verpflichtung zur Nutzung des Medians anstatt des Durchschnittwertes der Beschäftigteneinkommen. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsmbr:331229 |
| By: | Rosenbohm, Sophie |
| Abstract: | Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht nur ein relevantes Forschungsfeld im Kontext der Erforschung von Arbeit, sondern KI-gestützte Verfahren werden zunehmend selbst zu Instrumenten im Forschungsprozess. Zwei Anwendungsfelder werden im Folgenden in den Blick genommen: die KI-gestützte Transkription von Interviewaufnahmen sowie KI-gestützte Verfahren zur Analyse von Interviewtranskripten bzw. Dokumenten. In der arbeitssoziologischen Forschung fehlt bislang eine systematische Auseinandersetzung mit den Potenzialen, aber auch den Grenzen dieser Entwicklungen. Eine solche Auseinandersetzung ist insbesondere geboten, weil KI-gestützte Kategorisierungen und Interpretationsangebote grundlegende Fragen nach Reflexivität, Kontextsensibilität und interpretativer Kontrolle aufwerfen und zudem datenschutzrechtliche Aspekte berühren. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:331226 |
| By: | Blank, Florian; Brehmer, Wolfram |
| Abstract: | Die Beschäftigung von Rentner*innen und Pensionär*innen ist weit verbreitete Praxis: In der Mehrheit der mitbestimmten Betriebe und Dienststellen arbeiten Ruheständler*innen. Auf Grundlage der WSI-Betriebs- und Personalrätebefragung 2023 bietet dieser Report eine Bestandsaufnahme des Umfangs und der Formen dieser Beschäftigung. Untersucht werden die Gründe für den Einsatz von Rentner*innen oder Pensionär*innen, die Verbreitung geringfügiger Beschäftigung in diesem Kontext sowie die Weiterbeschäftigung von Personen, die bereits vor dem Renten- bzw. Pensionsbezug in dem Betrieb/ der Dienststelle gearbeitet haben. Auch die spezifischen Arbeitsbedingungen werden analysiert. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:331243 |
| By: | Beznoska, Martin; Hentze, Tobias |
| Abstract: | Der öffentliche Investitionsbedarf in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist offenkundig und erstreckt sich dabei im Grunde über sämtliche Bereiche der Infrastruktur, vor allem auch im kommunalen Bereich. In den vergangenen Jahren ist der Bedarf stetig gestiegen. Beispielsweise zeigen 74 Prozent der Kommunen in NRW einen Investitionsrückstand bei ihren Schulgebäuden an (KfW Research, 2025). Nur in der Ländergruppe Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen ist dieser Wert höher. Die Politik in Deutschland - nicht nur in NRW - hat eine Priorisierung von öffentlichen Investitionen weitgehend vermissen lassen. Einer Befragung zufolge fühlen sich aktuell 86 von 100 Unternehmen durch eine mangelhafte Infrastruktur beeinträchtigt. Im Jahr 2013 traf dies auf 50 von 100 Unternehmen zu (Puls, 2025). Ausgehend von einem geschätzten gesamtstaatlichen öffentlichen Investitionsbedarf von zusätzlich 60 Milliarden Euro jährlich wird klar, dass dieser Bedarf nicht ausschließlich mit laufenden Einnahmen finanzierbar ist (Dullien et al., 2024). Ursächlich hierfür sind sowohl der Bund als auch Länder und Kommunen. Im deutschen Föderalismus beschränkt sich die Verantwortung des Landes NRW nicht auf Landesaufgaben, sondern schließt die kommunale Ebene ein, für deren Finanzausstattung die Länder dem Grundgesetz nach verantwortlich sind. Der Schuldenstand des Landes NRW konnte seit der Finanzkrise deutlich reduziert werden. Öffentliche Investitionen waren bisher trotz ihres hohen wirtschaftlichen Nutzens - insbesondere für Digitalisierung und Klimaschutz - auf niedrigem Niveau. Hinzu kommt ein Mangel an Planungskapazitäten an vielen Stellen in der öffentlichen Verwaltung. Eine mangelhafte Infrastruktur mindert das Potenzialwachstum, da es zu Effizienzverlusten führt, zum Beispiel längere Arbeits- und Transportwege, und hemmend auf private Investitionen wirkt. Gleichzeitig hat sich die Lage vieler Kommunen deutlich verschlechtert. Defizite und Schuldenstände sind vielerorts gestiegen. Im Jahr 2024 lag das Defizit der Kommunen in NRW bei mehr als 6, 8 Milliarden Euro. Je Einwohner war dies das vierthöchste Defizit aller Flächenländer. Da die Kommunen den Großteil der öffentlichen Investitionen tätigen, ist ihre finanzielle Ausstattung besonders relevant. Die fiskalischen Spielräume haben sich für die Länder in den vergangenen Monaten grundlegend verändert. Zum einen ist ihnen analog zur Regelung für den Bund eine strukturelle Nettokreditaufnahme von 0, 35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestattet. Für NRW bedeutet dies einen zusätzlichen Spielraum in Höhe von rund 3, 2 Milliarden Euro pro Jahr. Zum anderen werden Länder und Kommunen am Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) des Bundes zu 20 Prozent beteiligt. Pro Jahr kann das Land NRW im Schnitt bis 2035 über knapp 1, 8 Milliarden Euro verfügen. |
| Keywords: | Öffentliche Investition, Parlament, Nordrhein-Westfalen, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:330680 |
| By: | Haag, Maike; Kohlisch, Enno; Koppel, Oliver |
| Abstract: | Die weltweite Patentleistung im Bereich land- und forstwirtschaftlicher Maschinen hat sich seit Beginn des Jahrtausends mehr als verdreifacht. Allen voran digitale Anwendungen beflügeln die Innovationsdynamik. Besonders erfreulich: Der Forschungsstandort Deutschland nimmt den internationalen Spitzenplatz ein - auch dank der hiesigen Betriebsstätten des USamerikanischen Branchenprimus. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:331239 |
| By: | Buch, Tanja (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Niebuhr, Annekatrin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany ; Universität Kiel); Stöckmann, Andrea (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Die vorliegende Studie betrachtet die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren im Zeitraum zwischen 1999 und 2023 mit einem Fokus auf Mecklenburg-Vorpommern und seine Landkreise und kreisfreien Städte. In diesem Zeitraum ging die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern um 4, 4 Prozent zurück, nur in Thüringen und Sachsen-Anhalt kam es ebenfalls zu Verlusten. Im Bundesdurchschnitt stieg die Beschäftigung um 22, 3 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern konnten im Untersuchungszeitraum nur in der Hansestadt Rostock signifikante Beschäftigungsgewinne erzielt werden. In allen übrigen Landkreisen und in Schwerin erreichten die Beschäftigtenzahlen nach zwischenzeitlichen drastischen Einbrüchen allenfalls wieder das Ausgangsniveau – oder blieben, in einigen Landkreisen deutlich, hinter diesem zurück. Die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, variieren in Vorzeichen und Stärke über die Regionen hinweg. Für das Land insgesamt gilt, dass von der Branchenstruktur, der Betriebsgrößenstruktur und der Qualifikationsstruktur positive Effekte auf die Beschäftigungsentwicklung ausgegangen sind. Dagegen geht vom ermittelten Standorteffekt eine dämpfende Wirkung aus. Mit Blick auf die demografische Entwicklung wirkte die Altersstruktur der Beschäftigten im Untersuchungszeitraum nicht mehr wachstumsfördernd, war jedoch auch noch nicht beschäftigungshemmend. Angesichts des ungünstigen Einflusses der regionalen Standortbedingungen sollte geprüft werden, worin die besonderen Standortnachteile des Landes bestehen und wie diese gezielt reduziert werden können. Zudem könnten insbesondere in einer Stabilisierung bzw. Verbesserung der Qualifikations- und Altersstruktur der Arbeitskräfte Potenziale liegen, um die Beschäftigungsdynamik im Land positiv zu beeinflussen. In Bezug auf die demografische Entwicklung gilt es, junge und gut qualifizierte Arbeitskräfte im Land zu halten und die Produktivität älterer Arbeitskräfte durch eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung zu erhalten." (Autorenreferat, IAB-Doku) |
| Keywords: | Bundesrepublik Deutschland ; Mecklenburg-Vorpommern ; IAB-Open-Access-Publikation ; Beschäftigtenstruktur ; Beschäftigungsentwicklung ; Betriebsgröße ; Bundesländer ; demografische Faktoren ; IAB-Beschäftigtenhistorik ; Personen ohne Schulabschluss ; Altersstruktur ; Qualifikationsstruktur ; regionale Disparität ; regionale Faktoren ; regionaler Vergleich ; sektorale Verteilung ; Standortfaktoren ; Wirtschaftszweigstruktur ; 1999-2023 |
| Date: | 2025–09–09 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabrno:202503 |
| By: | Anger, Christina; Betz, Julia; Geis-Thöne, Wido |
| Abstract: | Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird es für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland immer wichtiger, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland die bestmögliche Bildung erhalten, um sich später erfolgreich am Arbeitsmarkt positionieren zu können. Psychische Belastungen während der Schulzeit stellen hierbei einen bislang noch wenig beachteten Risikofaktor dar. Im Laufe der Corona-Pandemie haben psychische Belastungen deutlich zugenommen und in verschiedenen Bereichen bislang noch nicht wieder das vorherige Niveau erreicht. Dabei stellen insbesondere auch Ängste vor den vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Krisen eine Belastung für die Kinder und Jugendlichen dar. Konkrete Risikofaktoren für eine schwerere psychische Beeinträchtigung finden sich vor allem im sozialen Nahfeld der Schülerinnen und Schüler. Zu nennen sind hier insbesondere Konflikte in der Familie und Mobbing. Hinzugekommen ist als Gefahrenquelle der übermäßige Konsum digitaler Medien, dessen Auswirkungen bislang noch nicht vollständig bekannt sind. Kommt es bei Kindern und Jugendlichen zu psychischen Problemen, kann dies die öffentlichen Haushalte auf verschiedene Weise belasten. Zu nennen sind hier beispielsweise die Kosten für die medizinische Betreuung der betroffenen Personen, aber auch die geringeren Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben, wenn diese sich später schlechter am Arbeitsmarkt positionieren. So stellen viele Maßnahmen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen für die öffentlichen Haushalte auf längere Sicht eine lohnenswerte Investition dar. Auch wenn die Zusammenhänge bislang noch nicht ausreichend erforscht sind, ist bekannt, dass psychische Beeinträchtigungen eine wesentliche Ursache für Schul- und Studienabbrüche sind. Auch gehen rund zwei Drittel der Bezüge von Erwerbsminderungsrenten der unter 30- Jährigen auf psychische Beeinträchtigungen zurück. Um die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern in Deutschland nachhaltig zu verbessern, sollte die medizinische Versorgung und Unterstützung der Kinder und Jugendlichen verbessert werden. Dazu ist nicht nur eine Stärkung der Versorgungskapazitäten, sondern auch eine Sensibilisierung der Eltern, Lehrkräfte und weiteren mit den Schülerinnen und Schülern in Kontakt stehenden Personengruppen für Anzeichen psychischer Erkrankungen wichtig. Zudem sollten die Rahmenbedingungen für eine gesunde psychische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler im sozialen Umfeld verbessert werden. Dazu zählt etwa eine gezielte Unterstützung von stark konfliktbelasteten Familien und das Schaffen von Rückzugsräumen außerhalb des elterlichen Haushalts für die betroffenen Kinder und Jugendlichen. Ebenso fällt die Sensibilisierung der Eltern für eine gute Begleitung der Kinder in der digitalen Welt in diesen Bereich. So sollten sich auch die Familien- und Bildungspolitik und nicht nur die Gesundheitspolitik mit der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen verstärkt beschäftigen. Die Bemühungen und gezielten Investitionen sollten in einer nationalen Strategie zur Förderung der mentalen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen eingebettet werden. Diese Strategie sollte ein Gesundheitsmonitoring zur mentalen Gesundheit dieser Bevölkerungsgruppe aufbauen, auf deren Grundlage evidenzbasiert in Programme zur Stärkung der mentalen Gesundheit investiert werden sollte. Hierbei sind die Bereiche Bildung und Gesundheit enger zu verzahnen (Christiansen et al., 2025). |
| Keywords: | Schüler, Mental Health, Gesundheitsökonomik, Deutschland |
| JEL: | I10 I20 J13 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:330677 |
| By: | Sagner, Pekka; Voigtländer, Michael |
| Abstract: | Der vorliegende IW-Wohnindex untersucht die Entwicklung der Kauf- und Mietpreise für Wohnimmobilien in Deutschland. Der vierteljährlich erscheinende Kurzreport präsentiert die Ergebnisse eines hedonischen Preisindex auf der Basis von mehreren Millionen Wohnimmobilieninseraten. Betrachtet werden dabei sowohl inserierte Kaufpreise als auch Neuvertragsmieten. Nähere Informationen zur Methodik finden sich im Anhang. Der Report fokussiert sich regelmäßig auf die allgemeinen Preisentwicklungen für den Kauf- und Mietmarkt sowie regionale Auswertungen nach Regionstypen und für die größten deutschen Städte. In einem weiteren Kapitel wird die Preisentwicklung für Wohnimmobilien vor dem Hintergrund ausgewählter Sonderthemen näher beleuchtet. Während der Kernteil der Studie sich auf die Darlegung der Ergebnisse konzentriert, rundet das letzte Kapitel die Studie durch eine immobilienökonomische und wohnungspolitische Einordnung ab. Als Sonderthema werden diesmal die Marktsegmente in den Top-7-Standorten näher betrachtet. Hierzu werden die Märkte in den sieben größten deutschen Städten nach den Preisniveaus aufgegliedert und dann deren Entwicklung separat betrachtet. Dabei stehen die Fragen im Vordergrund, ob das Luxussegment besonders von den Preisreduktionen der letzten Jahre betroffen war, wie dies international oft beobachtet werden kann, und ob es bei den Neuvertragsmieten ein Auseinanderdriften oder eine stärkere Annäherung zwischen den Segmenten in den letzten Jahren gab. |
| Keywords: | Wohnimmobilien, Immobilienpreis, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:330678 |
| By: | Eckelt, Marcus |
| Abstract: | Der vorliegende Forschungsbericht fasst die wesentlichen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Auszubildenden in Deutschland zusammen. Im Rahmen des Forschungsprojekts CKoBeLeP Crowdwork und Crowdworker vor, während und nach der beruflichen Ausbildung - Kompetenz-/Subjektivierungseffekte, individuelle Beruflichkeit und lernförderliche Plattformgestaltung wurde diese Befragung als explorativer Zugang zum Forschungsgegenstand gewählt, da es bis dahin noch keine Forschung zu Crowdwork unter Auszubildenden in Deutschland gab. Ziel war es, relevante Daten zum Kontext zu gewinnen, d.h. zur objektiv bereits erfolgten Digitalisierung der Ausbildung und der Lebenswelten der Auszubildenden wie auch bzgl. der diesbezüglichen subjektiven Einschätzungen der Auszubildenden. |
| Keywords: | Auszubildende, Befragung, Digitalisierung, Crowdsourcing, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hsuopa:330689 |
| By: | Fitzner, Elena; Enste, Peter |
| Abstract: | Technologische Entwicklungen ermöglichen neue Konzepte für den intelligenten Operationssaal, der Patient:innensicherheit und Effektivität chirurgischer Eingriffe verbessern soll. Das KARVIMIO-Unterstützungssystem stellt erste Entwicklungsschritte für KI-basierte AR-Visualisierungen von medizinischen Instrumenten zur Unterstützung von operationstechnischen Assistent:innen dar. Im Rahmen dieser technologischen Entwicklung konnten durch die enge Zusammenarbeit mit der Zielgruppe praxisrelevante Anforderungen erfasst und das System erprobt werden. Ein ELSI-basiertes formatives Evaluationsdesign bietet eine wertvolle Unterstützung und Ergänzung zur iterativen Ermittlung und Einbindung der Nutzendenperspektive. Das KARVIMIO-Unterstützungssystem kann die Kompetenzentwicklung fördern, Sicherheit geben, Abläufe optimieren und den fachgerechten Umgang mit Instrumenten unterstützen. |
| Keywords: | digitaler Operationssaal, Augmented Reality, User-centered design, ELSI, Karvimio |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:331242 |
| By: | Zerres, Christopher; Seitz, Jürgen |
| Abstract: | Die Digitalisierung und die stetige Zunahme digitaler Kommunikationskanäle haben zu einer enormen Steigerung der verfügbaren Datenmengen geführt. Unternehmen stehen dadurch vor der Herausforderung, Inhalte nicht nur effizient zu produzieren, sondern diese auch zielgerichtet zu analysieren und zu optimieren. Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet hier neue Möglichkeiten, da sie große Datenmengen in kurzer Zeit verarbeiten, Muster erkennen und Erkenntnisse generieren kann, die in klassischen Analyseprozessen nur mit erheblichem personellen und zeitlichen Aufwand zu erzielen wären. KI-gestützte Content-Analyse umfasst dabei eine Vielzahl von Verfahren, die von der Textanalyse (z. B. Sentiment-Analysen, Keyword-Extraktion, Themenmodellierung) über Bild- und Videoanalysen bis hin zu multimodalen Ansätzen (kombinierte Auswertung verschiedener Daten-formate) ausgewertet werden. Der Einsatz dieser Technologien verspricht nicht nur Effizienz-steigerungen, sondern auch eine Verbesserung der inhaltlichen Qualität und Relevanz von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen. Gleichzeitig sind die Implementierung und der Betrieb solcher Systeme mit Herausforderungen verbunden. Dazu zählen Fragen der Datenqualität, technische Integrationshürden, die Einhal-tung rechtlicher Vorgaben wie der DSGVO, ethische Aspekte der KI-Nutzung sowie die Akzeptanz und das Verständnis der Ergebnisse innerhalb der Organisation. Zudem variiert die Prozessreife in Unternehmen erheblich: Während einige Unternehmen bereits etablierte, automatisierte Analyseprozesse einsetzen, stehen andere noch am Anfang und experimentieren mit ersten Anwendungen. Vor diesem Hintergrund liefert das vorliegende Arbeitspapier eine empirische Bestandsaufnahme zur Nutzung von KI-gestützter Content-Analyse im deutschsprachigen Raum. Ziel ist es, Einblicke in den Verbreitungsgrad, die Einsatzschwerpunkte, den wahrgenommenen Nutzen, die vorhandenen Ressourcen sowie die bestehenden organisatorischen, technischen und regulatorischen Hürden zu geben. Die Erhebung richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus Marketing, Kommunikation, IT und Geschäftsführung und bietet damit einen praxisnahen Einblick in den Status quo sowie die Entwicklungsperspektiven bis 2026. |
| Keywords: | KI, Künstliche Intelligenz |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ouwpmm:330687 |
| By: | Bergmann, Julian; Erforth, Benedikt; Hackenesch, Christine; Keijzer, Niels; Koch, Svea |
| Abstract: | Trotz der Budgetkürzungen für 2025 und 2026 bleibt Deutschland der größte Geber öffentlicher Entwicklungsleistungen (Official Development Assistance, ODA) unter den 27 EU-Mitgliedstaaten und trägt aufgrund seiner Wirtschaftskraft den größten Anteil am ODA-Budget der EU. Die laufenden Diskussionen zur Neuausrichtung der deutschen Entwicklungspolitik fokussieren sich bisher primär auf die bilaterale Zusammenarbeit, ohne die europäische Entwicklungspolitik genügend zu berücksichtigen. Letztere leistet jedoch zentrale Beiträge, um die entwicklungs- und außenpolitischen Ziele der Bundesregierung umzusetzen. Sie sollte daher stärker in die Reformdebatten miteinbezogen werden. Die gegenwärtige weltpolitische Lage erfordert es, europäische entwicklungspolitische Expertise und Prioritäten gezielt zu bündeln und insbesondere auch in die gemeinsame Strategiefindung einzubinden. In den kommenden Jahren stehen die EU und Deutschland vor der dreifachen Herausforderung, gleichzeitig die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit auszubauen, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Nachhaltigkeitsprioritäten des European Green Deals zu verwirklichen. Um diese Ziele zu erreichen, muss Entwicklungspolitik von einem Randthema zu einem strategischen und sichtbaren Pfeiler einer wertebasierten Außenpolitik werden, die geopolitische wie geoökonomische Realitäten reflektiert. Damit dies gelingt, schlagen wir fünf Schlüsselbereiche vor, welche Deutschland gemeinsam mit Brüssel ausgestalten und priorisieren sollte: 1. Wohlstandssicherung und Wirtschaftsförderung: Vier Jahre nach dem Start von Global Gateway sollte sich Deutschland für eine stärkere Partnerorientierung und für eine Konkretisierung der Initiative hinsichtlich ihrer formalen Ziele und Prioritäten stark machen - auch in den bevorstehenden EU-Haushaltsverhandlungen. 2. Sicherheitspolitische Beiträge von Entwicklungspolitik: Die EU und Deutschland sollten gezielt entwicklungspolitische Bereiche und Initiativen fördern, die einen sicherheitspolitischen Mehrwert entfalten. Dies ist insbesondere im Fall der zivilen Unterstützung der Ukraine und im Bereich der Krisenprävention in fragilen Kontexten möglich. 3. Migration: Die EU sollte ihre externe Migrationspolitik im Hinblick auf Wirksamkeit und unbeabsichtigte Folgen kritisch überprüfen. Sie sollte mehr Transparenz und klare Standards bei Migrationspartnerschaften schaffen und Konditionalität als begrenztes, kontextabhängiges Instrument einsetzen. Um gegenseitigen Nutzen für die EU und ihre Partner zu sichern, ist ein ausgewogenes Zusammenspiel von kurzfristiger Krisenbewältigung und langfristiger Ursachenbekämpfung entscheidend, das von Investitionen in legale Mobilitätsoptionen flankiert wird. 4. Team Europe im multilateralen Kontext: Die derzeit laufenden Reformdiskussionen in den Vereinten Nationen (VN) erfordern das Engagement der EU und ihrer Mitgliedstaaten und eine starke gemeinsame Position - auch angesichts der Verpflichtung des EU-Vertrags, multilaterale Lösungen für globale Herausforderungen zu suchen. 5. Demokratieförderung, transnationale Netzwerke und politische Bildung: Deutschland und Europa sollten ihre Demokratieförderung gemeinsam überdenken und priorisieren. Insbesondere zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für die Förderung von Demokratie und Menschenrechten einset-zen, sollten stärker unterstützt werden. |
| Keywords: | Europäische Entwicklungspolitik, EU-Entwicklungspolitik, Europäische Wirtschaftsaußenpolitik, EU-Migrationspolitik, Global Gateway, 360-Grad-Ansatz, Team Europe |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:idospb:331220 |
| By: | Engler, Jan; Mertens, Armin; Stettes, Oliver |
| Abstract: | Auch wenn die Arbeitsnachfrage in jüngster Vergangenheit gesunken ist und die Arbeitslosigkeit zugenommen hat, wodurch ein potenziell größeres Arbeitsangebot besteht, fällt es Unternehmen weiterhin schwer, offene Stellen adäquat zu besetzen. Zusätzlich wird, bedingt durch den demografischen Wandel, auch der Mangel an Fachkräften mit qualifizierter Berufsausbildung in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie Unternehmen sich im Ringen um qualifiziertes Personal behaupten können. Betriebliche Zusatzleistungen, die über das Gehalt hinausgehen, können bei der Entscheidung von Bewerberinnen und Bewerbern den Unterschied machen. Hierbei stellt sich die Frage, was Arbeitgeber aus Sicht von Beschäftigten attraktiv macht, und mit welchen Arbeitsplatzmerkmalen Unternehmen werben, um sich von Wettbewerbern um Arbeitskräfte abzuheben. Auf Basis der IW-Beschäftigtenbefragung 2024 und einer KI-gestützten Analyse von Stellenanzeigen untersucht die Studie die Diskrepanz zwischen den Arbeitsplatzpräferenzen von Beschäftigten und den von Unternehmen beworbenen Merkmalen. Im Ergebnis zeigt sich, dass Arbeitsplatzmerkmale wie Beschäftigungssicherheit, die Möglichkeit, Wissen und Können einzubringen, kurze Pendelzeiten, betriebliche Altersversorgung und eine Tarifbindung sowohl von Beschäftigten als auch in Stellenanzeigen häufig genannt werden. Unterschiede in Präferenzen bestehen je nach Geschlecht, Alter, Grad der Behinderung und Qualifikationsniveau. Für jüngere Beschäftigte sind Angebote in der betrieblichen Altersversorgung besonders relevant, für ältere dagegen eine Tarifbindung des Betriebs. Beide Merkmale werden auch von Menschen mit Behinderung als wichtig erachtet. Wechselbereite Beschäftigte zeigen keine signifikant anderen Präferenzen. Mit guten Transformationserfahrungen beim bisherigen Arbeitgeber steigen die Ansprüche. Auch wenn das Muster von Arbeitsplatzmerkmalen, die in Stellenausschreibungen beworben werden, in großen Teilen dem Bewertungsraster von Beschäftigten entspricht, fällt bei der Gegenüberstellung auf, dass mit einer leistungsabhängigen Vergütung und großen Entscheidungsspielräumen zwei Charakteristika zwar einen hohen Stellenwert bei Beschäftigten einnehmen, von Unternehmen aber nur relativ zurückhaltend hervorgehoben werden. Hier stellt sich die Frage, ob eine leistungsabhängige Vergütung als Teilkomponente des Gehalts erst im Nachgang zu erfolgten Bewerbungen und im Rahmen von Vorstellungsgesprächen genannt wird. Ebenso bleibt die Frage offen, ob große Entscheidungsspielräume eher implizit von Unternehmen kommuniziert werden (z. B. im Verbund mit der Stellenbezeichnung Führungskraft, Leitung etc.) und deshalb methodisch schwerer erfasst werden können. Insgesamt zeigt die Analyse deutliche Unterschiede sowohl innerhalb der Präferenzen von Beschäftigten als auch in den beworbenen Arbeitsplatzmerkmalen in Stellenanzeigen auf. Da sich diese Präferenzen sowohl nach Alter, Geschlecht, Grad der Behinderung und Qualifikationsniveau, aber auch hinsichtlich der Branchenzugehörigkeit, Führungsverantwortung und KI-Einsatz zum Teil deutlich unterscheiden, sollten Unternehmen bei der Gestaltung von Stellenanzeigen die Präferenzen spezifischer Beschäftigtengruppen bewusst sein. Die Studie liefert wichtige Hinweise darauf, wo Unternehmen die Wünsche potenzieller Bewerberinnen und Bewerber bereits adäquat berücksichtigen und wo noch Potenziale bestehen. |
| Keywords: | Arbeitsplatz, Arbeitszufriedenheit, Arbeitsgestaltung, Befragung, Deutschland |
| JEL: | J29 J63 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:330681 |
| By: | Steinberg, Guido |
| Abstract: | Die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Reformen dienen dem Ziel, die Herrschaft des saudischen Kronprinzen Muhammad Bin Salman langfristig zu festigen. Bin Salman zentralisiert die Entscheidungsfindung in seiner Person und kontrolliert die gesamte Politik des Landes. Der neue Autoritarismus des Kronprinzen ist weitaus durchgreifender und kompromissloser, als es in Saudi-Arabien bis 2015 der Fall war. Von Beginn an setzte Bin Salman auf einen ausgeprägten saudischen Nationalismus, den viele Beobachter als "Saudi-First-Politik" beschreiben. Aus Sicht des Kronprinzen ist eine soziale und kulturelle Liberalisierung Grundvoraussetzung für das Gelingen seiner Wirtschaftsreformen und damit für das langfristige Überleben des Königreichs und der Herrscherfamilie. Die Reformen zeitigen nur begrenzten Erfolg, denn trotz wirtschaftlicher Belebung bleibt Saudi-Arabien unverändert von seinen Öleinnahmen abhängig. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:330662 |
| By: | Diermeier, Matthias; Weisskircher, Manès |
| Abstract: | In der emotional aufgeladenen klimapolitischen Debatte entscheiden nicht nur Argumente, sondern auch deren Absender. Das zeigt eine neue Studie hinsichtlich des Ausbaus von Windkraft im Wald: Während die Kritik der Umweltschutz-NGO NABU die Zustimmung zur Windkraft im Wald senkt, führt die Kritik der AfD zu mehr Befürwortung. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:331237 |
| By: | Hilpert, Hanns Günther (Ed.); Lohmann, Sascha (Ed.) |
| Abstract: | Die Rückkehr von Macht auf den Markt ist das Wesensmerkmal einer geoökonomischen Zeitenwende, wie sie die internationale Politik derzeit erlebt. Damit wurde der alten Erkenntnis neue Aufmerksamkeit verschafft, wonach wirtschaftliche Tätigkeit nicht nur Wohlstand erzeugen, sondern auch außen- und sicherheitspolitische Zielsetzungen befördern kann. Für die Analyse und eine Strategie der Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik bedarf es einer klaren Konzeptionalisierung des Begriffs der Geoökonomie. Dies ist nicht zuletzt deshalb erforderlich, um Kosten und Nutzen geoökonomischer Maßnahmen fundiert abwägen und deren Erfolgsaussichten realistischer einschätzen zu können. Die Beiträge dieser Sammelstudie fokussieren sich auf die theoretisch-konzeptionellen Grundlagen geoökonomischen Denkens und untersuchen in funktional definierten Politikfeldern ausgewählte empirische Fallbeispiele geoökonomischen Handelns. Damit die deutsche Politik mehr Effektivität und Kohärenz in ihrem geoökonomischen Handeln erreichen kann, empfehlen sich folgende Vorgehensweisen: erstens der Aufbau ressortübergreifender Strukturen für die Querschnittsaufgabe Geoökonomie, zweitens der Ausbau von Kommunikation und Koordination mit relevanten Stakeholdern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie drittens die Intensivierung der internationalen Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Partnern. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:330663 |
| By: | Klein, Margarete; Stewart, Susan |
| Abstract: | Seit 2022 hat Russlands Führung ihre Aktivitäten zur patriotischen und militärischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen noch einmal massiv ausgeweitet. Das gilt sowohl für verpflichtende Maßnahmen als auch für Freiwilligenangebote. Trotz einer vordergründigen Vielfalt an Programmen und beteiligten Akteuren stehen diese unter strikter Kontrolle des Kremls. Dessen Ziel ist, die nächste Generation im Sinne der politischen Führung zu erziehen, loyalen Nachwuchs für Regime und Militär zu rekrutieren und kritische Individuen frühzeitig zu identifizieren. Die Maßnahmen erfassen eine wachsende Zahl von Kindern und Jugendlichen und reichen mittlerweile bis in die Kindergärten hinein. Die Betroffenen reagieren darauf mit einer Mischung aus Begeisterung, Indifferenz und Opportunismus. Offener Widerstand ist aufgrund eines hohen Konformitätsdrucks und des repressiven Charakters des Regimes nur punktuell festzustellen. |
| Keywords: | Russische Föderation, militärisch-patriotische Erziehung, Wladimir Putin, Russlands Krieg gegen die Ukraine, Freiwillige des Sieges (wolontjory pobedy), Jugendarmee (junarmija), Bewegung der Ersten (dwischenije perwych), Grundlagen russländischer Staatlichkeit, Gespräche über Wichtiges, Sarnitsa 2.0 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:331228 |
| By: | Paulus, Alexandra |
| Abstract: | Moderne Streitkräfte sind enorm abhängig von Softwareprodukten. Diese sind das Ergebnis komplexer Geflechte aus Software-Anbietern, Dienstleistern, Softwarekomponenten und weiteren Unternehmen, die zusammen die Software-Lieferkette bilden. Bei "herkömmlichen" Cybersicherheitsvorfällen verschaffen sich Bedrohungsakteur:innen in der Regel direkt Zugang zu ihrem Ziel. Im Gegensatz dazu haben Risiken der Software-Lieferkette ihren Ursprung an einer vorgelagerten Stelle der Lieferkette und erzeugen dann an anderer Stelle einen Effekt - häufig bei den Endnutzer:innen. Streitkräfte sind besonders anfällig für diese Risiken. Vorfälle im militärischen Bereich, bei denen die Software-Lieferkette eine Rolle spielte, haben militärische Betriebsabläufe unterbrochen oder böswilligen Akteuren Wirtschaftsspionage, politische Spionage und Sabotage ermöglicht. Der Bundespolitik und der Bundeswehr stehen mehrere Maßnahmen zur Verfügung, um die Streitkräfte vor den Auswirkungen der Risiken der Software-Lieferkette zu schützen. Dabei müssen Entscheidungsträger:innen zunächst für unterschiedliche Einsatzbereiche von Software ein angemessenes Schutzniveau festlegen, um die Balance zu wahren zwischen dem Schutz vor den Risiken auf der einen und Funktionalität, Kosten und Einsatzgeschwindigkeit auf der anderen Seite. Die Bundesregierung und die Bundeswehr sollten einerseits Maßnahmen ergreifen, um einen bewussten Umgang der Streitkräfte mit den Risiken der Software-Lieferkette zu ermöglichen und sich selbst zu schützen; andererseits sollten sie Software-Anbieter dazu bringen, die Angreifbarkeit ihrer Produkte zu reduzieren. Durch die Kombination beider Ansätze kann diese mögliche Bedrohung in Schach gehalten werden. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:330661 |
| By: | Hentze, Tobias |
| Abstract: | Auch wenn die Politik formal die Vorgaben zur Verwendung der Extraschulden einhält, wird fast die Hälfte der Mittel nicht zusätzlich eingesetzt. Hinzu kommen zumindest fragwürdige Buchungsvorgänge im Bundeshaushalt. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:331240 |
| By: | Boysen-Hogrefe, Jens |
| Abstract: | as Ziel für das reale Wirtschaftswachstum des jeweils laufenden Jahres, das von der chinesischen Führung alljährlich auf der gewöhnlich im März stattfindenden Sitzung des nationalen Volkskongresses veröffentlicht wird, liegt in der Regel nahe an der Zuwachsrate, die nach Ablauf des Jahres tatsächlich offiziell ausgewiesen wird. So wurde das für 2024 vorgegebene Ziel von "ungefähr 5 Prozent" trotz erheblichen wirtschaftlichen Gegenwinds nach Angaben der Statistikbehörde auf nahezu "magische" Weise exakt erreicht. Tatsächlich wich die offizielle reale BIP-Zuwachsrate seit dem Jahr 2012, in dem Xi Jinping Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) wurde, mit Ausnahme der Jahre der COVID-19-Pandemie allenfalls geringfügig - und wenn, dann stets positiv - vom jeweiligen Wachstumsziel ab. Dabei sanken die nach offiziellen Angaben erreichten Raten seit 2012 im Einklang mit dem schrittweise von 7, 5 Prozent im Jahr 2012 auf aktuell 5 Prozent reduzierten jährlichen Wachstumsziel im Trend deutlich, sie schwankten jedoch nur geringfügig um diesen Trend. Größere Schwankungen der Produktion gab es hingegen in nominaler Rechnung. In den Jahren 2023 und 2024 waren die Zuwächse des Bruttoinlandsprodukts aufgrund eines rückläufigen BIP-Deflators nominal sogar niedriger als real. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ifwbox:331225 |
| By: | Kunath, Gero |
| Abstract: | Der demografische Wandel schreitet in China voran und die Bevölkerung schrumpft. Schätzungen zufolge könnte sie bis Ende des Jahrhunderts weniger als halb so groß wie derzeit sein. Das trifft auch den Arbeitsmarkt. Droht ein Fachkräftemangel in China? Der Arbeitsmarkt steht vor großen Herausforderungen, hat aber kurzfristig noch gewisse Potenziale. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:331231 |
| By: | Wydra-Somaggio, Gabriele (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schorr, Niklas (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "Zwischen 2013 und 2022 haben im Saarland ungefähr 20.900 junge Menschen bis zum Alter von 25 Jahren eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (sv-Beschäftigung) aufgenommen, ohne zuvor einen formalen Berufsabschluss erworben zu haben. Einige dieser Personen beginnen zwar eine Ausbildung, beenden diese aber vorzeitig, also ohne Abschluss. Andere wiederum besuchen Maßnahmen, die gezielt die Berufswahl und Berufsorientierung bzw. die Aktivierung und berufliche Eingliederung unterstützen, aber auch Beschäftigung schaffende Maßnahmen. Meist erzielen die jungen Menschen jedoch nicht unmittelbar Ausbildungsabschlüsse, so dass das Fachkräftepotenzial dieser ungelernten jungen Menschen nicht genutzt werden kann. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Betriebe, die insbesondere im Saarland von einem ausgeprägten Fachkräftebedarf betroffen sind. Zudem wirkt sich Ausbildungslosigkeit negativ auf die Erwerbskarrieren der jungen Menschen aus. Vor allem junge Menschen mit einem niedrigen Schulabschluss und mit ausländischer Staatsbürgerschaft weisen ein hohes Risiko auf, dauerhaft ohne Ausbildung zu bleiben. Insgesamt schaffen 39 Prozent der knapp 11.000 Personen, die zwischen 2013 und 2017 bis zum Alter von 25 Jahren zunächst eine sv-Beschäftigung aufnehmen, es auch bis zum Alter von 35 Jahren nicht, einen Berufsabschluss zu erwerben. Ihre weiteren Erwerbskarrieren sind von geringeren Löhnen, geringen Aufstiegschancen und unsteteren Beschäftigungsverläufen geprägt. Insbesondere Erwerbsverläufe, die zu Beginn von einer langen Phase in sv-Beschäftigung, die ohne Berufsabschluss ausgeübt wird, gekennzeichnet sind, aber auch unstete Verläufe mit langen Phasen der Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie Zeiten außerhalb des Arbeitsmarktes bergen ein hohes Risiko, langfristig ohne Berufsabschluss zu bleiben." (Autorenreferat, IAB-Doku) |
| Keywords: | Bundesrepublik Deutschland ; Saarland ; Ausbildungsabbrecher ; IAB-Open-Access-Publikation ; Ausbildungsverzichter ; ausgeübter Beruf ; Berufseinmündung ; Berufsverlauf ; Bildungsverlauf ; Erwerbspersonenpotenzial ; Integrierte Erwerbsbiografien ; Integrierte Erwerbsbiografien ; Jugendarbeitslosigkeit ; Lohnentwicklung ; Nachqualifizierung ; nicht formal Qualifizierte ; sektorale Verteilung ; Arbeitslosenquote ; Ungelernte ; 2013-2022 |
| Date: | 2025–09–22 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabrrp:202503 |
| By: | Aydın, Yaşar |
| Abstract: | Die Türkei ist nicht nur ein wichtiger Absatzmarkt für deutsche Kraftfahrzeuge, sie exportiert zugleich in bedeutendem Umfang Automobile und diverse Komponenten nach Deutschland. Durch ihre Einbindung in die deutschen Lieferketten tragen türkische Zulieferer maßgeblich zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie bei. Allerdings sieht sich die türkische Autoindustrie mit komplexen wirtschaftlichen, technologischen und geopolitischen Herausforderungen konfrontiert: Handelshemmnisse, Verschärfung des internationalen Wettbewerbs, makroökonomische Ungleichgewichte. Diese Herausforderungen gewinnen nun auch für die deutsche Automobilwirtschaft und Sicherheitspolitik an Relevanz - bergen sie doch sicherheits- und geoökonomische Risiken und könnten die deutsch-türkische Verflechtung schwächen. Türkische Autohersteller und Regierungsvertreter reagieren auf die genannten Herausforderungen mit einer strategischen Neupositionierung hin zu Digitalisierung und Elektrifizierung. Daraus ergeben sich neue Kooperationschancen mit Deutschland. |
| Keywords: | türkische Automobilindustrie, deutsche Automobilindustrie, Lieferketten, Wettbewerbsfähigkeit, Elektromobilität, E-Mobilität, Mobilitätswende, Produktionsstandort Türkei, türkische Autohersteller, chinesische Autohersteller, Togg, BYD, Tesla, türkische Wirtschaft, Technologie, Geopolitik, Sicherheitspolitik, Neupositionierung türkische Automobilindustrie, Türkei, China, Deutschland, EU, USA, Nato, Sicherheitsrisiken E-Autos |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:331224 |
| By: | Kohaut, Susanne (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Möller, Iris (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Oberfichtner, Michael (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "The report examines the underrepresentation of women in leadership positions - the so-called gender leadership gap - in private sector companies in Germany and relates it to companies' efforts to create family-friendly working conditions." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | IAB-Open-Access-Publikation ; IAB-Betriebspanel |
| Date: | 2025–11–04 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202524 |
| By: | Zerres, Stephanie; Zerres, Thomas |
| Abstract: | Die Europäische Union besteht heute aus 27 Mitgliedstaaten. Ihr Recht, das im Wesentlichen auf Verträgen zwischen diesen Mitgliedstaaten und den von ihr verabschiedeten Rechtsakten beruht, beeinflusst in Deutschland zur Zeit etwa 90% aller Normen des Wirtschaftsrechts. Vor dem Hintergrund dieser großen Bedeutung, gerade auch für ein EU-weites Aktivwerden deutscher Unternehmen, gibt dieser Arbeitsbericht einen einführenden Überblick über die Grundlagen des Rechts der Europäischen Union. |
| Keywords: | Europäische Union, Unternehmen |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:ouwpmm:330686 |
| By: | Kümmerling, Angelika |
| Abstract: | Im Vergleich zum Jahr 2012 sind die mittleren Arbeitszeiten abhängig Beschäftigter gesunken und lagen 2023 bei 34, 6 Stunden. Treiber dieses Rückgangs sind vor allem die Arbeitszeiten von Männern. Aber auch die von Frauen geleistete Arbeitszeit verringerte sich erstmals seit 2017, wenn auch nur leicht. Rückläufig sind insgesamt die Arbeitszeiten der Vollzeitbeschäftigten, während sie bei Teilzeitbeschäftigten deutlich angewachsen sind. Innerhalb der Gruppe der Teilzeitbeschäftigten sind sichtbare Verschiebungen festzustellen: Ein Anstieg der Teilzeitbeschäftigung zeigt sich insbesondere bei Vätern, Hochqualifizierten sowie Personen ohne Kinderbetreuungsverpflichtungen. Trotz sinkender individueller Arbeitszeiten hat das gesamtwirtschaftliche Arbeitszeitvolumen infolge hoher Beschäftigungsquoten zugenommen. 2023 waren mehr Menschen in Deutschland erwerbstätig, und es wurde mehr Arbeitszeit erbracht als jemals zuvor seit der Wiedervereinigung. Diese positive Entwicklung des Arbeitsmarktes kann sich jedoch auf gesellschaftlicher Ebene eher negativ auswirken: Die Verfügbarkeit von Zeit für gesellschaftliches Engagement, politische Beteiligung oder Pflege verringert sich. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iaqrep:331227 |
| By: | Schneider, Swen |
| Abstract: | Vorwort: Masterstudierende im Bereich Digital Business Management an der Frankfurt University of Applied Sciences führten ein einjähriges empirisches Forschungsprojekt durch, um die Auswirkungen generativer Künstlicher Intelligenz (GenKI) auf das Hochschulwesen und Studium zu untersuchen. Grundlage waren Befragungen unter Studierenden und Dozierenden sowie eine Analyse von Abschlussnoten. Das Projekt untersucht die Wahrnehmung und Nutzung von GenKI durch Studierende und Lehrende, ihre Einbindung in Lehr- und Prüfungsprozesse sowie die Auswirkungen auf akademische Leistungen. Ziel ist es, Chancen und Herausforderungen des KI-Einsatzes im Hochschulbereich aufzuzeigen und Impulse für die zukünftige Integration in die akademische Praxis zu geben. Obwohl die Studien nicht repräsentativ sind, geben sie doch erste Hinweise darauf, wie generative KI insbesondere in die Lehre eingebunden werden kann. Ein zentrales Ergebnis ist das sogenannte KI-Paradoxon: Je intensiver Studierende GenKI nutzen, desto stärker wächst ihr Vertrauen in die Technologie - selbst bei dem Bewusstsein, dass KI fehlerhafte oder irreführende Inhalte erzeugen kann. Mit zunehmender Erfahrung steigt der Einsatz in akademischen Arbeiten, insbesondere in Abschlussarbeiten, während gleichzeitig die Bereitschaft sinkt, die generierten Inhalte kritisch zu prüfen. |
| Keywords: | Hochschule, Wissenschaftliches Arbeiten, Generative künstliche Intelligenz, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:fhfwps:330669 |
| By: | Nordt, Anke; Schäfer, Achim; Wichmann, Sabine |
| Keywords: | Land Economics/Use |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:ags:gewi24:364727 |
| By: | Martinez, Carolina Guzman; Köbler, Alexandra; Koppel, Oliver |
| Abstract: | Qualifizierte Migration leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Innovationskraft Deutschlands: Mindestens 14 Prozent aller hierzulande entwickelten Patentanmeldungen gehen inzwischen auf Erfinderinnen und Erfinder mit ausländischen Wurzeln zurück. Einen besonderen Beitrag leistet dabei Indien - nicht zuletzt auch dank Initiativen wie "Make it in Germany". |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:331230 |
| By: | Schäfer, Holger |
| Abstract: | Das Bundesministerium für Arbeit hat einen Entwurf für die Reform der Grundsicherung vorgelegt. Die Maßnahmen schaffen mehr Verbindlichkeit und betonen wieder stärker die Komponente des "Forderns". Dies könnte zu mehr Übergängen in Arbeit führen. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkkur:331238 |
| By: | Schneider, Jonas |
| Abstract: | Systematisches Nachdenken darüber, wie ein "kalter" militärischer Wettbewerb (peacetime military competition) zum eigenen Vorteil gestaltet werden kann, ist im deutschen Regierungsapparat nicht institutionalisiert. Auch deshalb ist es in Deutschland unterentwickelt. Mit Russland befindet sich Deutschland aber in einem solchen Wettbewerb, und das dürfte so bleiben. In den USA wurden auf der Suche nach Ansätzen, um militärische Kräfteverhältnisse zulasten von Gegnern zu ändern, seit den 1970er Jahren sogenannte "Net Assessments" einflussreich: Analysen, die vielfältige Erkenntnisse einbeziehen - von historischen Traumata über industrielle Engpässe bis zu bürokratischen Dysfunktionalitäten - und die darauf abzielen, Schwachstellen des Gegners im militärischen Wettbewerb zu ermitteln. Damit zeigen sie Wege auf, wie diese Schwächen ausgenutzt werden können. Für Deutschlands strategische Aufstellung gegenüber Russland scheint Net Assessment ein vielversprechendes Instrument zu sein. |
| Keywords: | Net Assessment, militärischer Wettbewerb, "kalter" militärischer Wettbewerb, peacetime military competition, militärische Kräfteverhältnisse, Schwachstellen des Gegners ermitteln, Asymmetrien ausnutzen, wettbewerbsorientierte Strategien, competitive strategies, USA, Office of Net Assessments, ONA, Sowjetunion, Ost-West-Konflikt, Russland, Deutschland, Bundeswehr |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:331232 |
| By: | Heiduk, Felix; Hell, Nora |
| Abstract: | Die halbjährlich stattfindenden ASEAN-Gipfeltreffen sind fester Bestandteil der regionalen Gipfeldiplomatie. International finden sie aber nur wenig bis gar keine Beachtung. Das liegt zum einen daran, dass sie, als "talk shops" verschrien, selten konkrete Ergebnisse liefern; zum anderen daran, dass strukturelle und institutionelle Schwächen der ASEAN, die häufig bei Gipfeln zutage treten, grundsätzliche Zweifel an ihrer Wirksamkeit bestärken. Dass dem ASEAN-Gipfel im Oktober 2025 in Kuala Lumpur größere internationale Aufmerksamkeit geschenkt wurde, hat mehrere Gründe: US-Präsident Trump nahm zum ersten Mal an einem Gipfeltreffen der Regionalorganisation teil und trat als Schirmherr des im Rahmen des Gipfels unterzeichneten thailändisch-kambodschanischen Friedensabkommens auf. Am Rande des Gipfels führten die USA und China zudem Verhandlungen über die Begrenzung ihrer Handelsstreitigkeiten. Die Aufnahme Timor-Lestes als elftes Mitglied der ASEAN unterstreicht die Attraktivität des Verbunds. Viele konkrete Herausforderungen wie das Management regionaler Konflikte oder die Reform des Konsensprinzips sind allerdings noch immer nicht bewältigt. Trotzdem bleibt die ASEAN aufgrund ihrer "convening power", ihres inklusiven Multilateralismus und der wachsenden strategischen Bedeutung Südostasiens für Deutschland und Europa wichtig. |
| Keywords: | ASEAN-Gipfel, Kuala Lumpur, USA, China, Handelsstreitigkeiten, Zölle, Timor-Leste, Myanmar, "convening power", inklusiver Multilateralismus, "ASEAN-Zentralität", "Friedensabkommen", Thailand, Kambodscha, Malaysia, Donald Trump, Südchinesisches Meer |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:331236 |
| By: | Meier, Clément; Colussi, Gaé; Pink Cross, - |
| Abstract: | Im Jahr 2022 wurden erstmals in der Schweizerischen Gesundheitsbefragung (SGB) – einer repräsentativen Umfrage, die alle fünf Jahre unter der Schweizer Bevölkerung durchgeführt wird – Fragen aufgenommen, mit denen LGBTQ+-Personen in ihrer Vielfalt identifiziert werden können. In diesem kurzen Forschungsbericht, der in Zusammenarbeit mit Pink Cross veröffentlicht wurde, haben wir die Daten der SGB analysiert, um LGBTQ+-Personen zu identifizieren. Der Bericht unterstreicht, wie wichtig es ist, bei der Erhebung von Gesundheitsdaten verschiedene Variablen zur Identifizierung von LGBTQ+-Personen zu berücksichtigen, und zeigt gleichzeitig, dass nach wie vor erhebliche Ungleichheiten im Gesundheitsbereich bestehen (allgemeiner Gesundheitszustand, Depressionen usw.). |
| Date: | 2025–10–28 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:osf:socarx:sym5w_v1 |
| By: | Dilger, Alexander |
| Abstract: | Das Institut für Organisationsökonomik (IO) an der Universität Münster wurde am 1. Oktober 2010 gegründet und besteht damit seit fünfzehn Jahren. Dieser 15. Jahresbericht informiert über das fünfzehnte Jahr, d. h. über das Wintersemester 2024/25 und das Sommersemester 2025. Wie in den Vorjahren werden das Institut und seine Angehörigen vorgestellt. Danach wird über die Forschung und Lehre sowie weitere Aktivitäten am Institut berichtet. |
| Abstract: | The Institute for Organisational Economics at the University of Münster was founded on October 1st, 2010, and has thus been in existence for fifteen years. This 15th annual report provides information about the fifteenth year, i.e., the winter semester 2024/25 and the summer semester 2025. As in previous years, the institute and its members are introduced. This is followed by a report on research and teaching as well as other activities at the instit |
| Keywords: | Forschung, Institut, Lehre, Organisation, Universität |
| JEL: | A22 A23 A29 I23 M20 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:umiodp:330664 |
| By: | Paulus, Alexandra |
| Abstract: | Die Cybersicherheit von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in Europa ist stark abhängig von den Vereinigten Staaten. Konkret dominieren US-amerikanische Unternehmen den weltweiten Markt für Cybersicherheits-Anwendungen ebenso wie für Informationen über entsprechende Bedrohungen. Bei der Gewinnung von Letzteren spielt auch das Militär des Landes eine Rolle. Außerdem leistet die Regierung in Washington finanzielle Unterstützung für Schwachstellen-Datenbanken und das Open-Source-Ökosystem. Was zunächst nach technischen Einzelaspekten klingt, bedeutet in der Summe, dass Europas Handlungsfähigkeit in diesem Bereich begrenzt ist und es auch mit einem eigenen "EuroStack" noch bliebe. Diese Abhängigkeiten können in verschiedenen Situationen zum Problem werden - wenn die US-Regierung ihre finanzielle Unterstützung für Cybersicherheit beendet, wenn sie ihre politischen Prioritäten ändert oder in einem Konflikt mit Europa die Dependenz offen als Waffe einsetzt. Deutsche und europäische Entscheidungsträger:innen sollten jetzt gezielt Maßnahmen ergreifen, um die Abhängigkeiten zu reduzieren und so die Cybersicherheit in Europa langfristig zu schützen. |
| Keywords: | Cybersicherheit, USA, Europa, Schwachstellen-Datenbanken, Open-Source-Ökosystem, Open-Source-Software (OSS), EuroStack, Cyber Threat Intelligence (CTI), US Cyber Command, Common Vulnerabilities and Exposures (CVE), National Vulnerability Database (NVD) |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpakt:331235 |
| By: | Weymanns, Ben; Barth, Martin |
| Abstract: | Agilität gilt häufig als Antwort auf eine zunehmende Komplexität und Dynamik in Organisationen. Die deutsche Versicherungswirtschaft sieht sich in diesem Zusammenhang einem besonderen Spannungsverhältnis gegenüber: Traditionelle Unternehmensstrukturen treffen auf neue Anforderungen wie Digitalisierung, volatile Kundenbedürfnisse und einen wachsenden Konkurrenzdruck durch Insurtechs oder etablierte Versicherer. Dieser Artikel untersucht, welche spezifischen Erfolgsfaktoren für den Einsatz agiler Arbeitsweisen in den Anwendungsfeldern IT, Produktentwicklung und kundenorientierte Prozesse relevant sind. Zu diesem Zweck werden auf Basis qualitativer Experteninterviews sowohl generische als auch anwendungsfeldspezifische Erfolgsfaktoren identifiziert. Die Analyse zeigt, dass eine pauschale Übertragung agiler Prinzipien nicht zielführend ist. Vielmehr bedarf es differenzierter Umsetzungsstrategien je nach Anwendungsfeld. Zuletzt werden praxisnahe Handlungsempfehlungen abgeleitet, die strukturelle, kulturelle und regulatorische Besonderheiten der Branche berücksichtigen. Insgesamt ist Agilität für Versicherungsunternehmen kein Widerspruch, sondern bietet eine Möglichkeit, durch gezielten Wandel die langfristige Zukunftsfähigkeit und Kundenbindung zu sichern. |
| Abstract: | Agility is often regarded as a response to growing organizational complexity and dynamic. In the German insurance industry, this aspiration encounters a particular tension: traditional corporate structures face new demands such as digitalization, volatile customer needs, and intensifying competition from insurtechs and established insurers. This article examines the specific success factors for implementing agile ways of working in the domains of IT, product development, and customer-oriented processes. Drawing on qualitative expert interviews, both generic and domain-specific success factors are identified. The analysis reveals that a blanket application of agile principles is not effective. Instead, differentiated implementation strategies are required depending on the area of application. Finally, the article derives practiceoriented recommendations that account for the structural, cultural, and regulatory characteristics of the industry. Overall, agility is not a contradiction for insurance companies but rather an opportunity to secure long-term viability and strengthen customer loyalty through targeted transformation. |
| Keywords: | Agilität, Versicherungsbranche, Anwendungsfelder, deutsche Versicherer, Erfolgsfaktoren für Agilität, Agility, insurance industry, fields of application, German insurers, success factors for agility |
| JEL: | G22 L23 O33 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhbm:330682 |
| By: | Hussels, Jonathan; Schmidt, Suntje; Richter, Ralph |
| Abstract: | Dieses Policy Paper fasst Ergebnisse des Projekts "SOIR - Stark durch Offene Innovationsregionen" zusammen und zeigt fünf Handlungsfelder für eine innovationsorientierte Entwicklung ländlicher Regionen auf. Damit bietet es eine systematische Betrachtung regionaler Gestaltungsspielräume. Innovationsprozesse in ländlichen Räumen benötigen spezifische und bedarfsgerechte Unterstützung, da typische Innovationsträger wie Hochschulen oder größere innovierende Unternehmen häufig fehlen und es selten eine kritische Masse an Akteuren in einzelnen Bereichen gibt |
| Keywords: | Innovationssystem, Technologiepolitik, Ländlicher Raum, Regionalentwicklung, Deutschland |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:irsdia:330685 |
| By: | Pies, Ingo |
| Abstract: | Dieser Aufsatz analysiert die Eskalationsdynamik zwischen Populismus "von unten" und Anti-Populismus "von oben". Populisten beschimpfen Eliten im Namen des Volkes, wo- rauf Anti-Populisten mit Gegenbeschimpfung reagieren. Beide Bewegungen verstärken sich in einer toxischen Symbiose, die politische Auseinandersetzungen trivialisiert, tribalisiert und tribunalisiert. An die Stelle sachorientierter Interessenpolitik tritt identitätspolitische Lagerbildung, die Verständigungsprozesse blockiert und Systemvertrauen erodieren lässt. Wehrhaft wird Demokratie nicht durch Exklusion, sondern durch Revitalisierung prozeduraler Diskurskompetenz: durch zivilisierte Streitkultur, mündigen Medienkonsum, respektvollen Widerspruch und faire Diskussionsformate. Nur so lässt sich die Problemlösungsfähigkeit demokratischer Politik erhöhen und Reformstau überwinden. |
| Abstract: | This article analyzes the escalation dynamic between populism "from below" and anti- populism "from above." Populists denounce elites in the name of the people, while antipopulists increasingly respond with counter-denunciations. Both movements reinforce one another in a toxic symbiosis that trivializes, tribalizes, and tribunalizes political debate. In place of interest-based politics emerges identity-driven polarization, which blocks processes of mutual understanding and erodes trust in institutions. Democracy becomes resilient not through exclusion, but through revitalizing procedural discourse competence: civil debate culture, mature media consumption, respectful dissent, and fair formats of discussion. Only then can democratic problem-solving capacity be strengthened and reform gridlock overcome. |
| Keywords: | Populismus, Anti-Populismus, wehrhafte Demokratie, affektive Polarisierung, Diskursversagen, Populism, anti-populism, self-protecting democracy, affective polarization, discourse failure |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:mlucee:330675 |
| By: | Morick, Alexander; Perst, Florian; Schubart, Constantin |
| Abstract: | This Discussion Paper explores the potential and strategic application of generative artificial intelligence in content marketing, using the specialty chemicals industry as an example. Against the backdrop of the growing business relevance of the technology, concrete Use-Cases are identified in which generative AI can meaningfully support the production of content. A systematic evaluation of suitable tools, taking into account both functional and company-specific requirements, reveals which solutions are particularly well-suited for operational use. Practice-oriented recommendations are also derived, showing how the successful implementation of generative AI can be achieved within the framework of a structured change process to increase efficiency, foster creative processes, and enhance content quality. The results are based on a qualitative, exploratory research approach using semi-structured expert interviews. The results provide impetus for the structured integration of generative AI into content marketing within the specialty chemicals industry and contribute to the sustainable use of the technology at the intersection of digital advancement and business practice. |
| Keywords: | Generative Artificial Intelligence, Content Marketing, Potential Assessment, Strategy Development |
| JEL: | M31 M37 O33 L26 J24 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhma:330683 |