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on German Papers |
| By: | Schlabs, Susanne |
| Abstract: | Nachdem sich der erste Beitrag (siehe hier) mit der Bedeutung von Genderaspekten für Ver- und Überschuldung auseinandergesetzt hat, steht nun das professionelle Handeln im Rahmen der Schuldnerberatung im Fokus. Welche Bedeutung hat zum Beispiel die Geschlechterrolle für die Beratung? Welche Rolle spielt sie bei der Inanspruchnahme von Hilfeangeboten oder Interpretation der persönlichen Situation? Im Anschluss an die im ersten Teil dargestellten Zusammenhänge geht es nun um gendersensible und genderbewusste Ansätze als erweiterte Möglichkeiten des professionellen Handelns. |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328327 |
| By: | Schlabs, Susanne |
| Abstract: | Erst Prävention und Ressourcenorientierung, dann Nachhaltigkeit und nun auch noch Genderaspekte im Kontext der sozialen Schuldnerberatung?! Dabei ist die "Genderdiskussion" innerhalb der Sozialen Arbeit und auch in der Schuldnerberatung nicht völlig neu. Im Zuge des stetigen Wandels und einer fortschreitenden Professionalisierung dieses Handlungsfeldes spiegeln sich nun eben auch gesellschaftliche Prozesse wider und es vollziehen sich deutlich wahrnehmbare Transformationen. Ver- und Überschuldung im Genderkontext oder gar gendersensibel zu diskutieren, halten viele für entbehrlich. Die Diskussion von Genderaspekten gibt wichtige Impulse im Hinblick auf methodisches Handeln und die Professionalität in der Schuldnerberatung. Der erste Teil widmet sich dem Hintergrund des Themas, während der zweite Teil – erscheint im Juni – die Bedeutung für die Praxis beleuchtet. |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328326 |
| By: | Josef Baumgartner |
| Abstract: | Das WIFO erwartet für 2025 eine Inflationsrate von +3, 5% (+0, 6 Prozentpunkte gegenüber 2024) und für 2026 von +2, 4%. Im Vergleich zur Prognose vom Juni 2025 ergibt sich eine Aufwärtsrevision von +0, 6 Prozentpunkten für 2025, die vor allem auf die (deutlich) höheren Realisierungen für die Monate Juni bis August zurückzuführen ist. Für 2026 ergibt sich die Aufwärtsrevision (+0, 2 Prozentpunkte) durch einen Überhangeffekt aus den höheren Veränderungsraten im 2. Halbjahr 2025 und aus den bereits angekündigten (Bund, Stadt Wien) bzw. von anderen öffentlichen Gebietskörperschaften noch erwarteten stärkeren Preissteigerungen im Bereich der öffentlichen Hand (administrierte Preise). Die Kerninflation (Verbraucherpreisindex ohne Lebensmittel, Alkohol, Tabak und Energie) fällt aufgrund der vergleichsweise geringen Preisanstiege bei industriell hergestellten Gütern 2025 etwas niedriger aus (+3, 3%) als die Headline-Inflation. |
| Date: | 2025–10–07 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wfo:rbrief:y:2025:i:12 |
| By: | Berndt, Caro |
| Abstract: | Caro Berndt widmet sich in diesem Überschuldungsradar dem Thema "Finanzielle Gesundheit". Die Autorin analysiert nicht nur die Verbindung von finanziellen Aspekten und Gesundheit/Wohlbefinden, sondern untersucht auch verschiedene Definitionen und daran angelehnte Konzepte, um die Bestimmungsfaktoren der finanziellen Gesundheit herauszuarbeiten und den Begriff klar abzugrenzen. Dabei verknüpft sie aktuelle internationale Studien, um die Herausforderungen bei der Vergleichbarkeit verschiedener Ansätze aufzuzeigen und deren Auswirkungen auf unterschiedliche Praxisfelder zu beleuchten. Es stehen sowohl die Finanzkompetenz der Verbraucher*innen als auch sozialpolitische und marktwirtschaftliche Mechanismen im Fokus. Der Beitrag trägt zur präzisen Begriffsbestimmung bei und bietet eine Grundlage für zukünftige Diskussionen zur finanziellen Gesundheit und verwandten Themen. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328332 |
| By: | Maull, Hanns W. |
| Abstract: | In ihrer Außen- und Sicherheitspolitik verfolgte die Bundesrepublik Deutschland von Anfang an ein Rollenkonzept, das sich an drei grundlegenden Prämissen orientierte: "Nie wieder" (Absage an die Gräuel des nationalsozialistischen Deutschland), "niemals im Alleingang" (prinzipieller Multilateralismus), "Diplomatie statt Gewalt". Dieses Rollenkonzept lässt sich als das einer "Zivilmacht" beschreiben. Die im Verfolg dieses Konzeptes insgesamt überaus erfolgreiche Politik verdankte sich innen- und außenpolitischen Voraussetzungen, die im Verlauf der beiden letzten Jahrzehnte zusehends erodierten.Innenpolitisch ermöglicht wurden die Erfolge der Zivilmacht Deutschland durch kluge Machtpolitik: Die Bundesrepublik entfaltete ein auf ihr Rollenkonzept zugeschnittenes Portfolio an Machtressourcen, die letztlich der friedlichen Wiedervereinigung eines in ein vereintes Europa eingebetteten Deutschlands den Weg bahnten. Die Kultivierung dieser Machtressourcen und eine konsequente strategische Ausrichtung am Konzept der Zivilmacht wurden in jüngster Zeit jedoch vernachlässigt. Außenpolitisch beruhten die Erfolge auf der Verfügbarkeit von inner- und außereuropäischen Partnern, leistungsfähigen internationalen Organisationen und einem internationalen Umfeld, das insgesamt in gewissem Ausmaß "zivilisiert" war: Die Anwendung von Gewalt wurde in den zwischenstaatlichen Beziehungen durch das nukleare Patt in Europa eingehegt. In seinen Grundzügen ist das Rollenkonzept der Zivilmacht für Deutschland auch unter den gegenwärtigen, wesentlich ungünstigeren äußeren Bedingungen unverzichtbar: Es ist außen- wie innenpolitisch zutiefst verwoben mit der Identität und Verfassung der Bundesrepublik als liberale Demokratie. Die Bundesregierung sollte daher auf eine konsequente Wahrung und Mehrung ihres spezifischen Machtportfolios setzen und dabei insbesondere die (Fort-)Entwicklung der internationalen und supranationalen Zusammenarbeit mit anderen liberalen Demokratien und gleichgesinnten Partnern vorantreiben. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:swpstu:328234 |
| By: | Happel, Birgit; Peters, Sally; Schlembach, Julia |
| Abstract: | Finanzielle Fragestellungen sind in der Sozialen Arbeit allgegenwärtig, werden jedoch oft unterschätzt, obwohl sie wirtschaftliche Sicherheit, soziale Beziehungen und die Lebensqualität von Familien maßgeblich beeinflussen. Eine systematische Integration finanzieller Bildung in Ausbildung und Praxis der Sozialen Arbeit kann präventiv wirken und langfristig zur sozialen Teilhabe sowie finanziellen Inklusion beitragen. Besonders in der sozialpädagogischen Familienhilfe ist es wichtig, finanzielle Problemlagen frühzeitig zu erkennen, um negative Auswirkungen auf das Familiensystem zu minimieren und nachhaltige Unterstützung zu bieten. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328330 |
| By: | Römer, Daniel; Rode, Johannes |
| Abstract: | Stärkere Klimaschutzmaßnahmen verlieren derzeit in vielen Ländern an Popularität. Umso erfreulicher ist es, dass die Zustimmung zur Energiewende in Deutschland nach einem deutlichen Rückgang im vergangenen Jahr wieder leicht angestiegen ist. 83 % der deutschen Haushalte gaben im haushaltsrepräsentativen KfW-Energiewendebarometer an, dass die Energiewende wichtig oder sehr wichtig ist. Im Vorjahr waren es 82 %. Allerdings sind weniger Haushalte bereit, die Energiewende auch durch eigene Aktivität voranzutreiben. Insgesamt nutzen 13, 5 Millionen und damit 33 % der deutschen Haushalte mindestens eine Energiewendetechnologie. Das ist ein Anstieg um 800.000 Haushalte oder zwei Prozentpunkte zum Vorjahr. Zu den Energiewendetechnologien zählen beispielsweise Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, und Elektroautos. Die Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen ist zentral für die Nutzung – und somit auch die Höhe der künftigen CO2-Bepreisung. |
| Date: | 2025–10–01 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:dar:wpaper:157507 |
| By: | Wulf, Kirstin |
| Abstract: | Seit dem Jahr 2023 gibt es das Berliner Projekt "Papierkram", um Menschen mit ADHS besser bei finanziellen Schwierigkeiten unterstützen zu können. Wegen ihrer speziellen kognitiven Herausforderungen haben Betroffene von ADHS ein dreimal höheres Risiko für finanzielle Probleme und Überschuldung im Vergleich zur allgemeinen Bevölkerung. Über ein Jahr hinweg wurde mit "Papierkram" ein digitaler Arbeitsraum eingerichtet, der darauf ausgelegt ist, finanzielle Aufgaben effektiv zu bewältigen, Überforderungen zu mindern und die unsichtbaren Hürden im Alltag zu verringern. Im Rahmen dieses Überschuldungsradars werden ausgewählte kognitive Hindernisse, die bei ADHS von großer Tragweite sind, erläutert, damit die Bedarfe dieser bisher weitestgehend unerkannten Gruppe künftig besser in der Beratungspraxis berücksichtigt werden kann. |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328328 |
| By: | Roggemann, Hanne; Größl, Ingrid |
| Abstract: | Kreditgeber vermarkten ihre Kreditprodukte gerne als verbraucherfreundlich und nutzen hierfür Begriffe wie fair, verantwortungsvoll, nachhaltig und sozial. Was genau dahintersteckt, bleibt unklar. Häufig werden die Begriffe synonym verwendet. Der vorliegende Policy Brief nimmt eine konzeptuelle Begriffsabgrenzung für einen fairen, einen verantwortungsvollen und einen sozial nachhaltigen Kredit vor, die dazu beitragen kann, das Ambitionsniveau eines verbraucherfreundlichen Kredits erkennbar zu machen. Ein Kredit wird dabei als ein Prozess begriffen, der sowohl die Vertragsanbahnungsphase, die Vertragsschlussphase als auch die Tilgungsphase umfasst, in der es auch um Zahlungsstörungen bis hin zur Einstellung der Zahlungen geht. Jede Phase dieses Prozesses kann durch Eigenschaften charakterisiert werden, die das Ambitionsniveau im Hinblick auf die Verbraucherfreundlichkeit aufzeigen. In dem vorliegenden Abgrenzungsvorschlag hängt dieses Ambitionsniveau davon ab, inwiefern Anbieter den Kreditnutzen der Kreditnehmer:innen in jeder Phase des Kreditprozesses berücksichtigen. Der Abgrenzungsvorschlag kann sowohl von Kreditanbietern genutzt werden, um ihr Ambitionsniveau in Bezug auf den Aspekt "Verbraucherschutz" im Rahmen der sozialen Nachhaltigkeit abzubilden, als auch dem Gesetzgeber als Orientierungsrahmen für die aktuelle und künftige verbraucherrechtliche Gesetzgebung dienen. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffpbs:328336 |
| By: | Grahlmann, Lydia; Herzog, Kerstin; Bode, Thomas |
| Abstract: | In der letzten Zeit hat sich nicht nur die Soziale Arbeit verstärkt mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, sondern auch in der Sozialen Schuldnerberatung gibt es zahlreiche Publikationen dazu. Diese Beiträge betonen alle, wie wichtig Nachhaltigkeit für eine professionelle Schuldnerberatung ist. Dieses Überschuldungsradar konzentriert sich auf die Zielgruppe der Schuldnerberatung – also auf die Menschen, die von dieser Beratung profitieren sollen. Es wird dabei die Frage gestellt: Wie muss die Beratung im Sinne der Nachhaltigkeit gestaltet sein, um die Lebensrealität und Bedürfnisse dieser Menschen in den Mittelpunkt zu stellen? |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328329 |
| By: | Kruse, Hauke; Nolte, Kerstin; Lenze, Jana; Roggemann, Hanne |
| Abstract: | Um eine nachhaltige Anlageentscheidung zu treffen, sind bestimmte Kompetenzen und Kenntnisse erforderlich, die sowohl Aspekte der Nachhaltigkeit als auch der finanziellen Bildung umfassen. Auf Grundlage eines empirischen Forschungsprojekts2 können wir anhand von qualitativen Daten zeigen, dass das Nachhaltigkeitsverständnis von Privatanleger:innen sehr unterschiedlich ist, so dass es für sie gar nicht leicht ist, sich der eigenen Nachhaltigkeitspräferenzen bewusst zu werden. Dies liegt zum Beispiel an einer fehlenden einheitlichen Definition von Nachhaltigkeit. Zusätzlich wird die Umsetzung der eigenen Nachhaltigkeitspräferenzen dadurch erschwert, dass beispielsweise ein ausreichendes Wissen darüber fehlt, wie Nachhaltigkeitsaspekte mit den traditionellen Entscheidungsdimensionen der Geldanlage wie Liquidität, Rendite und Sicherheit zusammenhängen. Eine nachhaltige Anlage- entscheidung erfordert somit eine Kombination aus Wissen und Fähigkeiten, die sowohl die finanzielle Bildung als auch ein tiefes Verständnis von Nachhaltigkeit umfassen. Entsprechend argumentieren wir, dass das Vergegenwärtigen der eigenen Nachhaltigkeitspräferenzen eine zentrale Kompetenz für eine nachhaltige Geldanlage ist und Eingang in Initiativen zur Stärkung der Finanzbildung finden sollte. |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffpbs:328333 |
| By: | Roggemann, Hanne; Nolte, Kerstin; Lenze, Jana; Kruse, Hauke |
| Abstract: | Umfragen deuten auf ein steigendes Interesse von Verbraucher:innen an nachhaltigen Anlageprodukten hin, die sich jedoch nicht in einem entsprechenden Handeln widerspiegeln.2 Trotz eines großen Interesses an Nachhaltigkeit investieren viele Menschen nicht nachhaltig. Auf Grundlage eines empirischen Forschungsprojektes3 können wir mittels qualitativer Erhebungsmethoden zeigen, dass die Entscheidung für eine nachhaltige Geldanlage durch ein Informationsproblem erschwert wird. Für Verbraucher:innen ist es sehr herausfordernd, die eigenen Nachhaltigkeitspräferenzen mit den verfügbaren Informationen abzugleichen, auch weil Informationen zu Nachhaltigkeit bei Anlageprodukten zum Teil irreführende Erwartungen bezüglich der Funktionsweise und der Auswirkungen der nachhaltigen Anlageentscheidung wecken. Das Verbraucherschutzrecht schreibt an vielen Stellen vor, dass Finanzanbieter bestehende Informationsasymmetrien abbauen. Konkretisiert wird dabei nicht, auf welche Weise dies im Einzelfall geschehen sollte. Damit wird Anbietern von Anlageprodukten ein beträchtlicher Spielraum eingeräumt, der zu Lasten der Verbraucher:innen genutzt werden kann. Nachhaltigkeit ist ein sehr umfassender Begriff. Wünschenswert aus Verbraucher:innensicht wäre es deshalb, eine Offenlegung jener Informationen gesetzlich vorzuschreiben, die zur Beurteilung der Nachhaltigkeitsdimension erforderlich ist. |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffpbs:328335 |
| By: | Kauder, Björn |
| Abstract: | Wofür gibt der Bund die zur Verfügung stehenden Einnahmen aus? Die Antwort hängt nicht nur von den politischen Präferenzen der Volksvertreter ab, sondern auch von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der vorliegende Beitrag untersucht, wie sich die Ausgaben des Bundes auf verschiedene Aufgaben aufteilen und wie sich die Werte im Zeitablauf verschoben haben. Hierzu wird die Entwicklung der Ausgabenanteile gegliedert nach Aufgaben seit den frühen 1990er Jahren betrachtet. Neben den Anteilen bestimmter Ausgaben an den Gesamtausgaben wird auch die Entwicklung der Ausgaben pro Einwohner sowie der Ausgaben relativ zum Bruttoinlandsprodukt untersucht. Zudem wird betrachtet, wie sich die Höhe der Ausgaben des Bundes insgesamt entwickelt hat. Die Ergebnisse zeigen, dass die inflationsbereinigten Ausgaben pro Einwohner in den 1990er und 2000er Jahren zunächst nur langsam anstiegen, bevor sie in den 2010er Jahren leicht zurückgingen. Mit Ausbruch der Corona-Pandemie kam es jedoch zu einem deutlichen Anstieg, der die Ausgaben bis heute über das Niveau vor der Pandemie hebt. Im Jahr 2024 lagen die inflationsbereinigten Ausgaben des Bundes pro Einwohner rund ein Drittel über dem Wert von 1992. Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt sind die Ausgaben jedoch niedriger als zu Beginn der 1990er Jahre. Vor allem der Sozialstaat hat sich dynamisch entwickelt. Wendete der Bund im Jahr 1992 noch lediglich 35 Prozent des Budgets für soziale Leistungen auf, waren es im Jahr 2024 bereits 48 Prozent. Ab Mitte der 2000er Jahre lag der Anteil sogar meist über 50 Prozent. In Euro pro Einwohner ausgedrückt hat sich der Wert zwischen 1992 und 2024 inflationsbereinigt beinahe verdoppelt. Die Zuschüsse zur Sozialversicherung stiegen vor allem zwischen Mitte der 1990er und den frühen 2000er Jahren merklich an. Die arbeitsmarktbezogenen Sozialleistungen stiegen im Zuge der Hartz-Reformen und verharren seitdem auf hohem Niveau. In der Kategorie Allgemeine Dienste zeigen sich nur unauffällige Entwicklungen. Die Ausgaben für Politische Führung und zentrale Verwaltung, Auswärtige Angelegenheiten sowie Verteidigung weisen keine eindeutigen Trends auf. Die Finanzwirtschaft hat eine wechselvolle Entwicklung hinter sich. Sie ist geprägt durch die lange Zeit rückläufigen, zuletzt aber wieder deutlich gestiegenen Zinsen sowie durch verschiedene Sondervermögen. Besonders in den Jahren nach der Wiedervereinigung, aber auch in den vergangenen Jahren spielten die Sondervermögen eine bedeutende Rolle. Die Personalausgaben haben sich unauffällig entwickelt; ihr Anteil an den Gesamtausgaben des Bundes ist zuletzt sogar auf 9, 1 Prozent zurückgegangen. Bei den Investitionen ist über die Jahre eine negative Entwicklung ersichtlich, sie machten zuletzt ein Achtel der Bundesausgaben aus. Der Fokus der Politik liegt zudem auf Zuweisungen und Zuschüssen für Investitionen. Die direkten Sachinvestitionen in den öffentlichen Kapitalstock verharren auf niedrigem Niveau. |
| Abstract: | What does the federal government spend the available revenue on? The answer depends not only on the political preferences of the members of parliament, but also on the social and economic framework conditions. This article examines how the federal government's expenditure is divided between various tasks and how values have shifted over time. To this end, the development of expenditure shares broken down by tasks since the early 1990s is examined. In addition to the shares of certain expenditure in total expenditure, the development of expenditure per capita and expenditure relative to gross domestic product is also examined. This article also looks at how the total level of federal expenditure has developed. The results show that inflation-adjusted expenditure per inhabitant rose only slowly in the 1990s and 2000s before falling slightly in the 2010s. With the outbreak of the coronavirus pandemic, however, there was a significant increase, which has lifted expenditure above the pre-pandemic level to this day. In 2024, inflation-adjusted federal expenditure per capita was around a third higher than in 1992. However, in relation to gross domestic product, expenditure is lower than at the beginning of the 1990s. The welfare state has developed dynamically. While the federal government only spent 35 percent of the budget on the welfare state in 1992, this figure had risen to 48 percent by 2024. From the mid-2000s, the proportion was even mostly over 50 percent. Expressed in euros per inhabitant, the figure almost doubled between 1992 and 2024 after adjusting for inflation. Federal grants to social insurance increased significantly, particularly between the mid-1990s and the early 2000s. Labor market-related social benefits rose during the Hartz reforms and have remained at a high level ever since. In the general services category, there were only inconspicuous developments. Expenditure on political management and central administration, foreign affairs and defense show no clear trends. Financial management has undergone eventful development. It is characterized by the long period of declining interest rates, which have recently risen again significantly, and by various special funds. The special funds played a particularly important role in the years following reunification, but also in recent years. Personnel expenditure has developed unremarkably; its share of total federal expenditure has recently even fallen to 9.1 percent. A negative trend can be seen in investments over the years, which recently accounted for an eighth of federal expenditure. The focus of policy is on allocations and grants for investments. Direct real investment in public capital stock remains at a low level. |
| JEL: | H50 H10 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:328258 |
| By: | Niewerth, Claudia; Rom, Simone |
| Abstract: | Die Vielfalt der Belegschaft hinsichtlich Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Orientierung, kulturellem Hintergrund sowie geistiger und körperlicher Behinderung wird immer präsenter. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Veränderungen in Deutschland ist es umso wichtiger, dass Unternehmen ein Zeichen setzen und für mehr Inklusion und eine positive partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Mitarbeitenden sorgen. Betriebsräte spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Gleichstellung, Gerechtigkeit und Diversität in Unternehmen. Sie sind als Mitbestimmungsakteur gefragt, durch verschiedene Strategien und Betriebsvereinbarungen einen diskriminierungsfreien Umgang aller Beschäftigten zu ermöglichen. Doch wie können Betriebsräte handeln, um diese Themen in ihren Betrieben voranzutreiben? Was sind wichtige Schritte? An wen können sie sich wenden? Was muss beachtet werden? Diese Porträtreihe gibt Antworten auf diese und weitere Fragen. |
| Keywords: | Inklusion, Betriebsrat, Praxiswissen Betriebsvereinbarungen, BASF Polyurethanes GmbH, DRK Kreisverband Landkreis Konstanz e.V., Gustav Hensel GmbH, Sick AG |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:imumbp:328273 |
| By: | Hamann, André; Schwarz, Sabine |
| Abstract: | André Hamann und Dr. Sabine Schwarz (Lernende Region Köln) stellen den international entwickelten Ansatz "Finanzielle Gesundheit für Eltern (FGE)" vor. Das von UNICEF, The Human Safety Net und AFLATOUN entwickelte Konzept wurde 2024 erstmals in Deutschland erprobt: In praxisnahen Workshops mit über 160 Eltern wurden Basisfähigkeiten wie Sparen, Haushalten und Prioritätensetzen im Familienbudget vermittelt. Internationale Studien zeigen, dass Eltern entscheidende Finanzvorbilder sind. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Armutsrisiken stärkt FGE gezielt ihre finanzielle Resilienz – mit direktem Einfluss auf die Bildungs‑ und Teilhabechancen ihrer Kinder. Nach erfolgreicher Pilotphase wird das Programm in Deutschland fortgeführt. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328331 |
| By: | Lenze, Jana; Roggemann, Hanne; Nolte, Kerstin; Kruse, Hauke |
| Abstract: | Nachhaltige Geldanlagen haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Doch die komplexe Informationslandschaft und die Schwierigkeit der Informationsbewertung stellen Ver- braucher:innen vor große Herausforderungen, ihre Nachhaltigkeitspräferenzen in die Anlage- entscheidung miteinzubeziehen. Auch die obligatorische Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen durch die MiFID II Verordnung scheint hier bisher nicht geholfen zu haben. Die Ergebnisse unseres empirischen Forschungsprojekts2 zeigen, dass es Privatanleger:innen kaum gelingt, ihre eigenen individuellen Nachhaltigkeitspräferenzen mit der starren eindimensionalen Nachhaltigkeitsabfrage in der Anlageberatung abzugleichen. Damit dieses gelingen kann, muss in der Anlageberatung den unter- schiedlichen Bedürfnissen Rechnung getragen werden. Unsere Analyse zeigt, dass hinsichtlich der Informationsbedarfe und der Nachhaltigkeitsambitionen von Privatanleger:innen zwischen sechs verschiedenen Verbrauchergruppen unterschieden werden kann (siehe Tabelle). Um Privatanleger:innen dabei zu unterstützen Nachhaltigkeit in ihrer Anlageentscheidung mit einzubeziehen, sollte auf Berater:innenseite ein Bewusstsein für verschiedene Verbraucher:innentypen geschaffen und von einem starren Nachhaltigkeitsverständnis abgewichen werden. |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffpbs:328334 |
| By: | Mergelsberg, Anna; Schöne, Lars Bernhard |
| Abstract: | Dieses Arbeitspapier beschäftigt sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Bedarf an Wohn- und Sozialimmobilien am Beispiel der Hansestadt Hamburg. Als zweitgrößte Stadt Deutschlands und bedeutendes urbanes Zentrum eignet sich Hamburg in besonderer Weise für die Analyse der Wechselwirkungen zwischen demografischer Entwicklung und Immobilienbedarf. Zentrales Ziel der Schrift ist es, die Veränderungen in der Nachfrage nach Wohnraum, Kindertagesstätten und Pflegeheimen darzustellen und bestehende strukturelle Defizite zu identifizieren. Die Untersuchung basiert auf einer Kombination aus Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews, wodurch sowohl statistische Daten als auch aktuelle Einschätzungen aus der Praxis einbezogen werden. Auf dieser Grundlage werden die Entwicklungen im Bereich der Wohnimmobilien, der Kita-Immobilien sowie der Pflegeinfrastruktur differenziert betrachtet. Darüber hinaus fließen Prognosen zur Bevölkerungs- und Altersstruktur ein, um die zukünftige Entwicklung des Bedarfs einschätzen zu können. Abschließend werden bestehende Stadtentwicklungsmaßnahmen aufgegriffen und übergeordnete Handlungsempfehlungen formuliert |
| Abstract: | This working paper examines the impact of demographic change on the demand for residential and social real estate, using the Hanseatic city of Hamburg as an example. As Germany's second-largest city and an important urban center, Hamburg is particularly well suited for analyzing the interactions between demographic development and real estate demand. The main objective of this paper is to describe the changes in demand for housing, daycare centers, and nursing homes and to identify existing structural deficits. The study is based on a combination of literature research and qualitative expert interviews, incorporating both statistical data and current assessments from practice. On this basis, developments in the areas of residential real estate, childcare facilities, and care infrastructure are examined in detail. In addition, forecasts on population and age structure are included in order to assess future demand trends. Finally, existing urban development measures are addressed and overarching recommendations for action are formulated. |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iiwmps:328260 |
| By: | Gartner, Hermann (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany ; Universität Erlangen-Nürnberg); Resch, Bajai (IAB ; Universität Regensburg); Weber, Enzo (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany ; Universität Regensburg) |
| Abstract: | "Wage development is a central variable for characterizing the conditions on the labour market. An observation instrument for wage development is being developed at the IAB: the IAB Wage Monitor. It is based on the OPAL survey. OPAL is a high-frequency, web-based survey conducted by the IAB, focusing on labor market-related topics. It surveys quarterly approximately 7, 500 people of working age (18–65 years), asking varying questions on current topics. Wages can be analyzed by characteristics such as age, gender, education, and employment status, as well as by quantiles. Based on this survey, timely statements about the development of wage inequality can be made. One advantage of the OPAL data compared to, for example, the Income Survey (Verdiensterhebung) is that it also includes household context. This allows for comparisons of incomes in households with and without children. Another advantage compared to administrative data (such as the SIAB data from the IAB) is that wages are not censored at the social security contribution threshold, and working hours are also collected. This report presents the data basis, the preparation steps and report first results from the wage monitoring system. For example, the average hourly wage was €23.54 in the fourth quarter of 2023. By the second quarter of 2025, it had risen to €25.61. Wage disparities decreased during this period. A comparison of the wages of men and women shows that: On average of the past four quarters of 2025, women earned on average 15.3 percent less than men. The average wage of newly hired employees tends to fluctuate more than that of long-term employees. This was particularly evident in the first quarters of 2024 and 2025: Wages in existing employment relationships increased by only 6.7 percent in the first quarter of 2025 compared to the same quarter of the previous year, while wages in new employment relationships increased by 21.5 percent. In the second quarter, the relation was 6.2 percent to 7.5 percent. The current IAB wage monitor will be published several times a year in the future." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | IAB-Open-Access-Publikation ; IAB-Befragung Arbeiten und Leben in Deutschland |
| Date: | 2025–10–09 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202521 |
| By: | Damar-Blanken, Sally; Peters, Sally |
| Abstract: | Schon seit Langem werden von Verbraucherzentralen, Antidiskriminierungsberatungsstellen oder NGOs wie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen Benachteiligungen älterer Menschen beim Zugang zu Finanzdienstleistungen thematisiert. Demnach haben altersbedingte Benachteiligungen bei den Finanzdienstleistungen, z. B. Ablehnung von Krediten oder Vergabe von Krediten bzw. Versicherungen zu schlechteren Konditionen zugenommen. Wie die Benachteiligungen konkret aussehen, hängt vom jeweiligen Finanzprodukt ab. Allerdings ist derzeit unklar, inwiefern altersbedingte Benachteiligungen bei der Kreditvergabe verboten sind. Das Überschuldungsradar gibt einen Überblick, welche Rolle das Alter bei Finanzprodukten spielt und in welcher Form ältere Menschen z.B. am Kreditmarkt benachteiligt werden. |
| Date: | 2024 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iffrad:328325 |
| By: | Schmucker, Alexandra (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Vom Berge, Philipp (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "This data report describes the Sample of Integrated Labour Market Biographies (SIAB) 1975 - 2023." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | Bundesrepublik Deutschland ; Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien ; IAB-Open-Access-Publikation ; Datenaufbereitung ; Datendokumentation ; Datengewinnung ; Datenqualität ; Datenzugang ; IAB-Beschäftigtenhistorik ; IAB-Leistungsempfängerhistorik ; Stichprobenverfahren ; 10.5164/IAB.SIAB7523.de.en.v2 ; 1975-2023 |
| Date: | 2025–09–19 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfda:2025v202(de) |
| By: | Keßler, Jutta |
| Abstract: | Die Förderung demokratiebezogener Persönlichkeitsbildung liegt nicht allein in der Verantwortung der Schule, sondern prägt das berufliche Selbstverständnis aller Akteur*innen im Sozial- und Bildungswesen. Politische Bildung wird als gemeinsame Aufgabe reflektiert, die durch gesellschaftliche Polarisierungen unter Druck gerät. Nach der Vorstellung symptomatischer Begriffe ("Hystorien", "Moralitis") werden normative Begriffe ("Neutralität", "Überwältigung", "Kontroversität") untersucht. Grundlage der Analyse sind programmatische Orientierungsrahmen: die "Frankfurter Erklärung für eine kritisch-emanzipatorische politische Bildung" (2015), der "Beutelsbacher Konsens" (1976) und die "Kinder- und Jugendberichte" von 2016, 2020 und 2024. Abschließend entwickelt der Beitrag konkrete Handlungsansätze für eine kompetenzorientierte politische Bildungspraxis, zieht didaktische Konsequenzen und stellt sieben praktische Aufgaben vor, die zentrale Aspekte politischer Urteilskraft - wie Dialogkompetenz, Affektsensibilität, Perspektivwechsel, Humorfähigkeit und Kontextbezug - erfahrbar machen. Politische Bildung wird phänomenologisch beschrieben, mit dem Ziel zu verstehen, was sich zeigt und wie. Im Zentrum steht die Frage, wie politische Bildung Haltung zeigen kann, ohne zu überwältigen, und Kontroversität ermöglicht, ohne in Beliebigkeit zu kippen. |
| Abstract: | Promoting democracy-related personal development is not solely the responsibility of schools, but shapes the professional self-image of all actors in the social and education sectors. Political education is reflected upon as a shared task that is coming under pressure due to social polarization. After introducing symptomatic terms ("hystories", "moralitis"), normative terms ("neutrality", "overwhelming", "controversy") are examined. The analysis is based on programmatic orientation frameworks: the "Frankfurt Declaration for Critical-Emancipatory Political Education" (2015), the "Beutelsbach Consensus" (1976), and the "Children and Youth Reports" of 2016, 2020, and 2024. Finally, the article develops concrete approaches for competence-oriented political education practice, draws didactic conclusions, and presents seven practical tasks that make central aspects of political judgment-such as dialogue competence, affect sensitivity, perspective change, humor, and context reference-tangible. Political education is described phenomenologically with the aim of understanding what is revealed and how. The focus is on the question of how political education can take a stance without overwhelming, and enable controversy without tipping into arbitrariness. |
| Keywords: | Civic Education, Democratic Pedagogy, Professional Neutrality, Beutelsbach Consensus, Frankfurt Declaration, Political Judgment, Ambiguity Tolerance, Media Literacy, Experiential Learning, Affect Formation |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhso:328263 |
| By: | Pimpertz, Jochen; Schüler, Ruth M.; Stockhausen, Maximilian |
| Abstract: | Die Bund-Länder-Kommission "Zukunftspakt Pflege" soll bis zum Jahresende 2025 Grundlagen für eine Pflegereform erarbeiten. Ihr Arbeitsauftrag steht unter dem Oberziel der Beitragssatzstabilität. Dazu beschäftigt sich die Kommission unter anderem mit der Frage, ob eine erweiterte Versicherungspflicht im Kapitaldeckungsverfahren helfen kann, private Haushalte vor stetig steigenden Eigenanteilen bei stationärer Pflege zu schützen. Dieser Ansatz vermag aber keinen Beitrag zur Stabilisierung der Beitragssatzentwicklung zu leisten. Denn er zielt auf die Absicherung bislang nicht versicherter Kostenrisiken ab. Dennoch ließe sich eine erweiterte Versicherungspflicht zum Beispiel mit dem Schutz vor Freifahrerverhalten begründen. Denn einkommensstärkere und vermögende Haushalte könnten versucht sein, auf eigene Vorsorge zu verzichten und stattdessen ihre Mittel im Vertrauen auf die steuerfinanzierte Hilfe zur Pflege für andere Zwecke einzusetzen. Gegen diese Vermutung spricht jedoch, dass die Vermögensausstattung deutscher Haushalte zum Übergang in den Ruhestand die höchsten Werte erreicht. Zusammen mit ihrem Alterseinkommen wären deshalb rund fünf von zehn Rentnerhaushalte in der Lage, die Pflegekosten bei stationärer Versorgung für eine Person bis zu fünf Jahre aus eigener Kraft zu finanzieren. Berücksichtigt man, dass dafür auch eine selbstgenutzte Immobilie beliehen werden kann, dann wären es sogar sieben von zehn Rentnerhaushalten. Die steuerfinanzierte Hilfe zur Pflege fließt aber erst, wenn Antragsteller eigenes Einkommen eingesetzt und Vermögen abgeschmolzen haben. Deshalb wirkt die Bedürftigkeitsprüfung wie ein Selbstbehalt, der vor Freifahrerverhalten schützt. Außerdem würden wohlhabende Rentnerhaushalte von einer erweiterten Versicherungspflicht profitieren. Denn ihr Einkommen bliebe im Pflegefall verschont und das Vermögen fiele im Zweifel den potenziellen Erben zu. Fraglich ist zudem, ob damit der Sozialstaat effizienter wird. Zwar winkt eine Entlastung der Kostenträger steuerfinanzierter Hilfen. Denn die Eigenanteile bei stationärer Pflege sinken um die zusätzliche Versicherungsleistung. Deshalb sinkt auch die Wahrscheinlichkeit, im Pflegefall auf steuerfinanzierte Hilfen angewiesen zu sein. Gleichzeitig würde aber ein Einkommensausgleich notwendig, damit einkommensschwache Haushalte - egal welchen Alters - nicht durch die erforderliche Zusatzprämie über Gebühr belastet werden. Das kostet nicht nur, der Einkommensausgleich wäre auch weniger treffsicher, weil eine Prüfung der Vermögensverhältnisse entfällt. In keinem Fall sollte aber erwogen werden, die bislang privat zu tragenden Eigenanteile an den Pflegekosten über die soziale Pflegeversicherung zu finanzieren. Dann würden die Finanzierungserfordernisse und der Beitragssatz noch stärker ansteigen. Um das Ziel der Beitragssatzstabilität zu erreichen, sollte die Kommission ihr Augenmerk stattdessen darauf lenken, wie eine kapitalgedeckte Versicherungslösung innerhalb der sozialen Pflegeversicherung aufgebaut werden kann, um das Teilleistungsversprechen mitzufinanzieren. So ließe sich der drohende Beitragssatzanstieg nicht nur bremsen, sondern auch die zunehmende Belastung jüngerer Beitragszahler begrenzen. |
| Abstract: | The German Federal-State Commission on the 'Future of long-term Care' is tasked with developing a reform by the end of 2025. Its mandate is guided by the overarching goal of contribution rate stability. To this end, the commission is examining, among other things, whether extending compulsory insurance by a funded scheme could help protect private households from steadily rising co-payments for inpatient care. However, this approach cannot contribute to stabilising contribution rate in the mandatory pay-as-you-go long-term care insurance. This is because it aims to cover cost risks that were not previously insured. Nevertheless, extended compulsory insurance could be justified, for example, by protecting against free-riding behaviour. This is because higher-income and wealthier households could be tempted to forego making their own provisions and instead use their funds for other purposes, relying on tax-financed care assistance. However, this assumption is contradicted by the fact that German households have the highest level of assets at the time of retirement. Together with their retirement income, around five out of ten pensioner households would therefore be able to finance for up to five years the costs of inpatient care for one person from their own resources. Considering that owner-occupied property can also be mortgaged for this purpose, the figure would even be seven out of ten pensioner households. However, tax-funded care assistance is only paid out once applicants have used up their own income and assets. The means test therefore already acts as a kind of excess, protecting against free-riding behaviour. Instead, wealthy pensioner households would benefit from extended compulsory insurance. This is because their income and assets would remain unaffected in the event of long-term care. The remaining assets would instead pass to their potential heirs. It is also questionable whether this would make the welfare state more efficient. It would certainly ease the burden on tax-financed assistance, as additionally insured benefits reduce the likelihood of having to rely on tax-financed assistance in the event of long-term care. At the same time, however, income transfer would be necessary to ensure that low-income households - regardless of age - are not unduly burdened by the additional premium required. Not only would this be costly, but income equalisation would also be less accurate due to the waiver of means testing. Under no circumstances, however, should consideration be given to financing co-payments, which have been borne privately up to now, through pay-as-you-go long-term care insurance. This would lead to an even greater increase in expenditure and contribution rates. To achieve the goal of contribution rate stability, the commission should focus its attention instead on establishing a funded insurance solution within the social care insurance system to help finance the partial benefit promise. This would not only slow down the impending increase in contribution rates but also limit the increasing burden on younger contributors. |
| Keywords: | Einkommensverteilung, Renteversicherung, Pflegeversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Verteillung und öffentliche Finanzen |
| JEL: | I13 J11 J32 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkpps:328241 |
| By: | Diegmann, André (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany ; IWH); Gürtzgen, Nicole (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kovalenko, Tim (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Kubis, Alexander (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Pirralha, André (IAB); Pohlan, Laura (IAB); Popp, Martin (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Vetter, Franka (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "The IAB Job Vacancy Survey is a quarterly and representative establishment survey on labour demand and recruitment processes in Germany. The survey identifies the overall stock of vacancies in the German labour market, including those vacancies that are not reported to the Federal Employment Agency (FEA). The first module of the questionnaire collects information about the number and structure of vacancies, future personnel requirements, about the current economic situation and the expected development of participating establishments. The second module enquires about employer attitudes and firm use of current labour market instruments as well as the employer handling of people disadvantaged in the labour market. The third module asks for information about the last new hire and the last case of a failed recruitment effort. The Research Data Centre of the Federal Employment Agency offers the data sets of the survey waves from 2000 onwards." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | IAB-Open-Access-Publikation ; 10.5164/IAB.IABSE0022.de.en.v1 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfda:202509(de) |
| By: | Ganzer, Andreas (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Schmucker, Alexandra (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Umkehrer, Matthias (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Zimmermann, Florian (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
| Abstract: | "This data report describes the LIAB Cross-Sectional Model (LIAB QM) 1993 - 2023. This data report is structured as follows. In addition to the introduction, Section 1 contains information on data access as well as an outline of the data and volume structure. A description of the individual data sources can be found in Section 2. Data preparation and data quality are discussed in Sections 3 and 4, while the individual variables are described in Section 5." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
| Keywords: | Bundesrepublik Deutschland ; IAB-Open-Access-Publikation ; Datenaufbereitung ; Datenorganisation ; Datenqualität ; Datenschutz ; Datenzugang ; IAB-Linked-Employer-Employee-Datensatz ; Querschnittuntersuchung ; Stichprobenverfahren ; 10.5164/IAB.LIABQM9323.de.en.v1 ; 1993-2023 |
| Date: | 2025–09–24 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfda:202508(de) |
| By: | Demary, Markus; Taft, Niklas |
| Abstract: | Bei Stablecoins handelt es sich um Finanzinstrumente, die ähnlich wie Geldmarktfonds funktionieren und in US-Staatsanleihen investieren. Jedoch werden bei Stablecoins keine Fondsanteile, sondern Kryptowerte erworben. Wie bei den Eurodollars in den 1960er und 1970er Jahren handelt es sich um finanzielle Verbindlichkeiten, die außerhalb des US-Bankensystems geschaffen wurden. Mit dem GENIUS-Gesetz (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins of 2025) zielen die USA auf die Förderung des Marktes für Stablecoins ab. Die Auswirkungen einer verstärkten Vernetzung von Stablecoins mit dem weltweit größten und liquidesten Markt für Staatsanleihen ist für die globale Finanzmarktstabilität jedoch bedeutsam. Die Staatsverschuldung der USA beläuft sich aktuell auf rund 122 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Sie ist auch deshalb gestiegen, weil sich die Lebenserwartung der Bevölkerung von 70 Jahren im Jahr 1966 auf 78 Jahre im Jahr 2024 verlängert hat. Dies hat dazu geführt, dass die Ausgaben für Medicare und Medicaid von jeweils 0, 2 Prozent des BIP auf 3, 6 und 3, 1 Prozent des BIP und die Ausgaben der Rentenversicherung im gleichen Zeitraum von 2, 4 Prozent auf 4, 8 Prozent gestiegen sind. Für die wachsende Staatsverschuldung der USA ist auch verantwortlich, dass sich zwischen Staatsausgaben und Steuereinnahmen im Zeitablauf eine Schere aufgetan hat. Zudem werden rund 13 Prozent der Steuerschuld nicht eingetrieben. Trotz der hohen Ausgaben im Vergleich zu den Einnahmen finanzieren ausländische Anleger diese Verschuldung, da die USA über den bedeutendsten sicheren Hafen für Investoren verfügen und der US-Dollar die bedeutendste Reserve- und Transaktionswährung darstellt. US-Staatsanleihen gelten dabei als das sicherste Finanzinstrument. Aufgrund der global hohen Nachfrage nach diesem Safe Asset, verfügen die USA über sehr günstige Finanzierungsbedingungen. Grund zur Sorge bereitet aber eine Entdollarisierung, d.h. eine Verringerung der Verwendung des Dollars im Welthandel und bei Finanztransaktionen. Eine Förderung des Marktes für Stablecoins soll der Entdollarisierung entgegenwirken. Ähnlich wie die Geldmarktfonds können sie die Liquiditätshaltung von Haushalten und Unternehmen mit der Staatsfinanzierung verbinden. Die Vernetzung von US-Staatsverschuldung und Stablecoins könnte Gefahren für die globale Finanzstabilität mit sich bringen. Denn wenn der Markt für US-Staatsanleihen unter Druck geraten würde, dann sind Stablecoins für ihre Anleger nicht länger ein sicherer Vermögenswert. Ähnlich wie bei Geldmarktfonds besteht bei Stablecoins ein Run-Risiko. In Panik geratene Kunden können ihr Geld sofort abziehen, was einen sofortigen Verkaufsdruck auslöst und Notfallverkäufe auf der Aktivseite des Stablecoins nach sich ziehen kann, welche zu einem Preisverfall bei US-Staatsanleihen führen können. Aufgrund der hohen globalen Bedeutung des US-Kapitalmarkts als sicherer Hafen könnte sich daraus eine globale Finanzmarktkrise entwickeln. |
| Abstract: | Stablecoins are financial instruments which work similar to money market funds, and which invest in US government bonds. Stablecoins, however, issue cryptocurrencies instead of fund shares. Similar to the Eurodollar market in the 1960ies and the 1970ies are financial liabilities created, which are issued outside the US capital market. With the GENIUS Act (Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins of 2025) the USA aim to promote the market for stablecoins. The consequences of a deepening interconnection between stablecoins and the globally largest and most liquid market for government bonds are crucial for global financial stability. The government debt of the USA sums currently to 122 percent of its gross domestic product (GDP). It has increased inter alia because the life expectancy of the US population has increased from 70 years in the year 1966 to 78 years in the year 2024. Demographic change has contributed to the increased expenditures for Medicare and Medicaid from 0.2 percent of the GDP each to 3.6 and 3.1 percent of the GDP and it has contributed to increased expenditures for Social Security from 2.4 percent to 4.8 percent of the GDP over the same time span. Also responsible for the growing debt ratio is the growing gap between government spending and tax revenues. Moreover, 13 percent of the tax revenues in the USA cannot be collected. Despite the high government expenditures in relation to the tax revenues are foreign investors willing to finance the government debt, because the USA is the globally most important safe haven for investors and the US-Dollar is the most important reserve and transaction currency in global foreign exchange markets. USTreasuries are the globally most important safe assets. The high global demand for this safe asset contributes to the low financing cost of the USA. One reason to worry is the process of de-dollarization, which is a reduction in the use of the US-Dollar in global trade and financial transactions. The promotion of the market for stablecoins could lessen the dedollarization. Similar to money market funds could stablecoins connect the liquidity demand of households and companies to government financing. However, the interconnection between the US government debt and stablecoins could lead to threats to global financial stability. If the market for US government bonds would come under pressure, stablecoins would no longer be regarded as safe money by their holders. Similar to money market funds, stablecoins would be prone to a run-risk. If panicking holders of a large stablecoin could try to withdraw money, this will force its management to enact fire-sales of the fund's bonds which could trigger a price drop of US government bonds. Because of the high global importance of the US capital market as a safe haven this could trigger a global financial crisis. |
| JEL: | E44 F31 F34 H5 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:328257 |
| By: | Fremerey, Melinda; Gerards Iglesias, Simon |
| Abstract: | Auch 35 Jahre nach der deutschen Einheit wird in Politik und Öffentlichkeit weiterhin intensiv darüber diskutiert, welche Unterschiede zwischen Ost und West bestehen und wie weit das Land tatsächlich zusammengewachsen ist. Besonders deutlich treten diese Differenzen im politischen Wahlverhalten zutage: Auch wenn sich das Ost-West-Gefälle beim Stimmenanteil für die rechtsextreme Partei AfD bei den letzten Bundestagswahlen verringert hat, zeigen sich nach wie vor markante Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Regionen im Wahlverhalten. Diese Trennlinie verläuft oft sogar mitten durch Nachbargemeinden. Vor diesem Hintergrund widmet sich dieses Paper den sogenannten Grenzregionen. Darunter verstehen wir Gemeinden, die direkt an der früheren innerdeutschen Grenze liegen. Diese Grenzräume eignen sich besonders gut, um die Entwicklung seit der Wiedervereinigung zu untersuchen, weil sie durch ihre Lage unmittelbar von der historischen Teilung geprägt waren und geographisch heute ähnlich verortet sind. Ziel dieser Studie ist, ihre wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklung im Vergleich zu anderen Regionen systematisch zu analysieren. Dadurch lässt sich erkennen, welche Unterschiede fortbestehen, wo Angleichungsprozesse erfolgreich verlaufen sind und in welchen Bereichen weiterhin Divergenzen sichtbar bleiben. |
| Abstract: | 35 years after German reunification, there is still intense debate in politics and public discourse about the differences between East and West and the extent to which the country has actually grown together. These differences are particularly evident in political behavior: elections reveal striking differences between eastern and western German regions-for example, in support for the far-right party Alternative for Germany, or AfD, whose approval ratings are significantly higher east of the former inner-German border. This historical dividing line is thus still visible today and often even runs right through neighboring communities. Against this backdrop, this paper focuses on the so-called border regions. By this we mean communities that lie directly on the former inner-German border. These border areas are particularly well suited for examining developments since reunification because their location meant they were directly affected by the historical division. The aim is to systematically analyze their economic, social, and political development in comparison with other regions. This will reveal which differences remain, where convergence processes have been successful, and in which areas divergences remain visible. |
| JEL: | R12 R23 R58 |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:328259 |
| By: | Yvonne Wolfmayr; Robert Stehrer |
| Abstract: | Herausgeber ist das Kompetenzzentrum "Forschungsschwerpunkt Internationale Wirtschaft" (FIW). |
| Keywords: | international trade, Austrian Foreign Trade, Economic Outlook Austria |
| Date: | 2025–10 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:wsr:fiwjag:y:2025:m:10 |
| By: | Dulgeridis, Marcel; Schattenberg, Lisa; Schattenberg, Christian |
| Abstract: | This discussion paper explores the intersection of attachment theory and psychological contracts within contemporary organizational contexts. Building on Rousseau's typology of psychological contracts (2000) and rooted in attachment-based frameworks, the paper highlights how individual attachment styles significantly influence employees' perceptions of fairness, trust, and psychological safety in the workplace. Securely attached individuals tend to resonate with relational and balanced contracts, characterized by mutual trust, emotional commitment, and long-term orientation. In contrast, ambivalently attached employees demonstrate heightened sensitivity to inconsistency and require structured but meaningful engagement to prevent emotional detachment or burnout. The paper further investigates how structural changes-such as mergers, downsizing, or managerial turnover-can induce contract breaches, leading to disengagement or loss of organizational commitment. Additionally, the study advocates for leadership strategies that are adaptive to diverse attachment patterns and emphasizes the role of leadership diagnostics, transparent communication, and psychological safety as key levers toward resilient employment relationships. By integrating insights from social exchange theory and commitment models, this paper provides recommendations for both HR management and leadership development, while also outlining directions for future research. The findings suggest that recognizing and integrating attachment dynamics can contribute significantly to improved employee well-being, trust-based leadership, and sustainable organizational performance. |
| Keywords: | Psychologischer Arbeitsvertrag, Bindungstheorie, Führung, Mitarbeitendenbindung, psychologische Sicherheit, emotionale Sicherheit, relationale Verträge, transitorische Verträge, transaktionale Verträge, ideologische Verträge, psychologische Arbeitsbeziehung, Unternehmenskultur, adaptive Führung, sichere Bindung, ambivalente Bindung, innerliche Kündigung, Arbeitsbeziehungsdynamik, Arbeitsmotivation, psychologische Verletzlichkeit, personalisierte Führung |
| Date: | 2025 |
| URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iubhhr:328262 |