|
on German Papers |
Issue of 2025–07–21
twelve papers chosen by Roberto Cruccolini, Ludwig-Maximilians Universität München |
By: | Cömert, Bilge |
Abstract: | Das Forschungsmonitoring Nr. 29 gibt einen Überblick über aktuelle Studien und Publikationen zur Arbeitswelt der Zukunft für den Berichtszeitraum Januar bis März 2025. Es orientiert sich an den Schwerpunkten der Forschungsstelle "Arbeit der Zukunft": Digitalisierung und Arbeit der Zukunft, Standards für digitale Arbeitsformen, Beschäftigung im Wandel, Arbeit aufwerten, Humanisierung der Arbeit 4.0, Atmende Arbeitszeiten und Zeitarrangements, Innovationsbegrifflichkeiten, Künstliche Intelligenz und Sozial-ökologische Transformation. |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:319887 |
By: | Hentze, Tobias |
Abstract: | Die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse gilt unmittelbar auch für die Bundesländer. Daher ist es im Grundsatz naheliegend, die Regelungen in die Landesverfassung des Landes Nordrhein-Westfalen zu übernehmen, wie es ein Antrag der FDP-Fraktion vorsieht. Der Gesetzentwurf der FDP-Fraktion geht allerdings über die Regelungen des Grundgesetzes hinaus: Erstens berücksichtigt der Gesetzentwurf nicht die Grundgesetzänderungen vom März 2025. Es bleibt offen, inwieweit dies mit Blick auf den strukturellen Verschuldungsspielraum der Länder angepasst werden soll. Zweitens sieht der Gesetzentwurf losgelöst davon Verschärfungen gegenüber der grundgesetzlichen Regelung mit Blick auf finanzielle Transaktionen vor. Eine Abgrenzung finanzieller Transaktionen dahingehend, ob sie eine Umgehung der Schuldenbremse darstellen oder nicht, wäre vermutlich streitanfällig. Zudem würde sich der Handlungsspielraum des Landes weiter verengen, so dass die Schuldenbremse nach Landesverfassung strenger wäre als nach dem Grundgesetz oder anderen Landesverfassungen. Dieses Abweichen ist angesichts der anstehenden Herausforderungen aus ökonomischer Sicht nicht zielführend. Gegen die Aufnahme der Schuldenregeln in die Landesverfassung zum aktuellen Zeitpunkt spricht, dass im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD auf Bundesebene eine Neufassung der Schuldenregeln bis Ende des Jahres 2025 vereinbart worden ist. Entsprechend müsste die Landesverfassung absehbar nochmals geändert werden. |
JEL: | E61 H61 H62 |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:319908 |
By: | von Neumann-Cosel, Nicol; Buntjer, Sebastian; Heene, Tobias; Ruhmöller, Daniel |
Abstract: | Die deutsche Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie ist eine heterogene Branche. Die Teilbranchen stehen dabei entsprechend vor unterschiedlichen Herausforderungen, wie sich wandelnden Kundenanforderungen und umweltpolitischen Auflagen oder steigenden Energie- und Materialpreisen. Flankiert werden diese spezifischen Themen durch die gesamtgesellschaftlichen und -wirtschaftlichen Herausforderungen des demografischen Wandels und der Digitalisierung. In der Branchenanalyse werden sowohl die strukturellen Veränderungen als auch Trends und Entwicklungen herausgearbeitet und in Bezug zur Beschäftigtensituation und der Arbeit der Interessenvertretungen gesetzt. |
Keywords: | Industrieverpackungen, Verpackungsmittel, Wellpapier, Papierverarbeitung, Fachkräftemangel |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:hbsfof:319888 |
By: | Bardt, Hubertus; Grömling, Michael |
Abstract: | Nach vorne gerichtete Entscheidungen sind von Erwartungen geprägt. Je klarer und zuversichtlicher diese sind, umso eher wird eine Investitions- oder Konsumentscheidung getroffen. Derzeit sind in Deutschland ein historisch hohes Ausmaß an Verunsicherung sowie schlechte Unternehmenserwartungen zu erkennen. Ohne eine gestärkte und auf reale Verbesserungen begründete Zuversicht wird eine notwendige Erholung schwer zu erreichen sein. Vor diesem Hintergrund wird im folgenden Beitrag analysiert, welche Veränderungen bei den Unternehmen in Deutschland mehr Zuversicht hinsichtlich ihrer aktuellen Geschäftstätigkeit schaffen würden. Im Rahmen der IW-Konjunkturumfrage vom Frühjahr 2025 wurden den gut 2.000 Unternehmen 14 Einflussgrößen für ihre mögliche Zuversicht zur Bewertung vorgegeben. Für mehr Zuversicht sorgt demnach eine grundlegende Entlastung von Bürokratie und Regulierungen. Drei Viertel der Unternehmen erwarten einen starken Einfluss auf ihre Zuversicht und weitere 22 Prozent einen moderaten Effekt. Für zwei Drittel der Unternehmen hätte eine moderate Entwicklung der Arbeitskosten einen starken positiven Effekt auf ihre Stimmung. Für weitere 31 Prozent ginge das mit einem moderaten Zuversichtseffekt einher. Nahezu alle Unternehmen geben an, dass der allgemeine Kurs der Wirtschaftspolitik starken (61 Prozent) oder moderaten (31 Prozent) Einfluss auf ihre Zuversicht hat. Hohe Zustimmungswerte erreicht staatliches Handeln für langfristig wettbewerbsfähige Energiepreise, für eine investitions- und innovationsorientierte Steuerpolitik und für einen verbindlichen Kurs der Transformationspolitik. Fast die Hälfte der Firmen nennt verbesserte Exportaussichten nach Asien und die USA als Einflussgröße für mehr Zuversicht, knapp ein Fünftel der Befragten sogar in einem starken Ausmaß. Deutlich wichtiger sind bessere Exportaussichten in Europa, dem Hauptmarkt deutscher Exportfirmen. Auch eine Stabilisierung der internationalen Liefer- und Produktionsbeziehungen würde sich für fast vier von fünf Unternehmen in positiver Weise (stark und moderat) auf die Zuversicht hinsichtlich ihrer eigenen Geschäftstätigkeit auswirken. |
Keywords: | Konjunktur, Unsicherheit, Unternehmensbefragung, Wirtschaftspolitik |
JEL: | C82 E32 D84 |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:319652 |
By: | Blank, Florian; Brehmer, Wolfram; Ahlers, Elke |
Abstract: | Viele Arbeitnehmer*innen wechseln direkt aus regulärer Beschäftigung in die Altersrente. Einige ältere Beschäftigte werden jedoch arbeitslos oder ziehen sich aus gesundheitlichen oder anderen Gründen aus dem Erwerbsleben zurück. Manche können betriebliche Regelungen nutzen, die den Übergang in den Ruhestand strukturieren und erleichtern sollen. Der Report analysiert auf Grundlage der WSI-Betriebs- und Personalrätebefragung 2023 das Angebot und die Inanspruchnahme betrieblicher Instrumente des Altersübergangs. Er stellt außerdem dar, in welchem Umfang unterschiedliche Wege in den Ruhestand von älteren Beschäftigten genutzt werden. |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:320464 |
By: | Kotte, Volker (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
Abstract: | "Die ökologische Transformation wird die Arbeits- und Lebensweise grundlegend verändern. Der Umstieg auf nachhaltigen Ressourcenverbrauch geht über die Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase hinaus. Die Umstellung des Ressourcenverbrauchs auf das Maß, das auf natürlicher Weise regeneriert werden kann, dürfte historisch an die Bedeutung der Industrialisierung im 18. und 19. Jahrhundert heranreichen. In einer Metastudie werden für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern die Ergebnisse dreier Ansätze präsentiert, um die Auswirkungen der ökologischen Transformation auf den Arbeitsmarkt zu betrachten. Im ersten Ansatz werden für die ökologische Transformation als bedeutend erachteten Branchen und Berufe analysiert. Im zweiten Ansatz, dem „Greenness of Jobs Index“ (GOJI) geht es um eine Messung umweltfreundlicher und umweltschädlicher Tätigkeiten in den Berufen. Der dritte Ansatz stellt die aus Beschäftigung hervorgehenden CO2-Emissionen und Beschäftigungswachstum in nicht emissionsintensiven Wirtschaftszweigen auf regionaler Ebene gegenüber. Im Ergebnis zeigt sich, dass für die ökologische Transformation relevante Berufe in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern eine hohe Bedeutung haben. Umweltfreundliche berufliche Anforderungen werden dabei immer wichtiger. Allerdings sind Regionen und Branchen sehr unterschiedlich betroffen. Der Zusammenhang zwischen Energie- und Ressourcenverbrauch sowie Beschäftigung spielt eine bedeutende Rolle." (Autorenreferat, IAB-Doku) |
Keywords: | Bundesrepublik Deutschland ; Hamburg ; Mecklenburg-Vorpommern ; Schleswig-Holstein ; IAB-Open-Access-Publikation ; Dekarbonisierung ; Auswirkungen ; Berufsbeschreibung ; Berufsgruppe ; Berufswandel ; Beschäftigungseffekte ; Beschäftigungsentwicklung ; Emission ; Energiewirtschaft ; IAB-Beschäftigtenhistorik ; Klimaschutz ; nachhaltige Entwicklung ; regenerative Energie ; regionaler Vergleich ; sektorale Verteilung ; Greenness-of-Jobs-Index ; Tätigkeitswandel ; Umweltberufe ; Umweltschutzindustrie ; Verkehrswesen ; 2009-2022 |
Date: | 2025–05–13 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabrno:202501 |
By: | Janssen, Thilo; Lübker, Malte |
Abstract: | Im Jahr 2024 haben die Gewerkschaften in Europa erstmals seit Beginn des Preisauftriebs wieder auf breiter Front reale Tariferhöhungen durchgesetzt. Um gegen Kaufkraftverluste vorzugehen, griffen sie dabei vermehrt zu Arbeitskampfmaßnahmen. Die beiden vergangenen Jahre waren deshalb in vielen Ländern von Streiks geprägt - und zwar auch dort, wo diese sonst eher die Ausnahme sind. Trotzdem gibt es in den meisten Ländern der Europäischen Union weiterhin Aufholbedarf. Dies gilt auch für Deutschland, wo das reale Tarifniveau im vergangenen Jahr noch deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus lag. |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:wsirep:320465 |
By: | Voigtländer, Michael |
Abstract: | Die Lage im Wohnungsmarkt ist äußerst angespannt, insbesondere in den Großstädten. Die Nachfrage nach Wohnraum in den Städten ist sehr groß, auch aufgrund der durchschnittlich besseren wirtschaftlichen Entwicklung, die Bautätigkeit aufgrund des Zinsschocks aber stark rückläufig. In dieser Situation plant die Bundesregierung die Verlängerung der Mietpreisbremse, die Oppositionsparteien Bündnis 90 / Die Grünen und die Linke plädieren für noch darüberhinausgehende Maßnahmen wie eine Reduzierung der Kappungsgrenzen oder einen Mietenstopp. In der vorliegenden Stellungnahme wird erläutert, dass diese zusätzlichen Regulierungen mit großen Nachteilen verbunden sind. Dies sind die Kernargumente: Die ökonomische Forschung zeigt sehr eindeutig die Folgen eines Mietstopps. Ein Mietstopp induziert starke Ausweichreaktionen bei den Vermietern, die langfristig entweder mit einem Rückzug aus dem Markt oder mit einer deutlichen Reduktion von Instandsetzungen und Sanierungen reagieren. Auf Seiten der Mieter steigt zusätzlich die Nachfrage, sodass der Wettbewerb um Wohnungen noch intensiver wird. Dies geht insbesondere zu Lasten junger und einkommensschwächerer Haushalte. Im Gegensatz zum Mietstopp soll die Mietpreisbremse die Neuvertragsentwicklung dämpfen. Dies kann sinnvoll sein, um Zeit für den Neubau zu gewinnen. Allerdings entwickelt sich die Mietpreisbremse zunehmend zu einem Mietenstopp, da Marktmiete und Bestandsmiete, an der die Mietpreisbremse anknüpft, sich auseinanderentwickeln. Eine Verlängerung der Mietpreisbremse ist daher nicht zu empfehlen. Eine weitere Absenkung der Kappungsgrenzen wird die Fluktuation im Mietwohnungsmarkt weiter reduzieren. Schon heute gibt es für Haushalte, selbst bei Haushaltsverkleinerungen, kaum Anreize, in kleinere Wohnungen zu ziehen. Jede weitere Regulierung der Bestandsmieten wird den Markt weiter einfrieren, was den Zugang zum Wohnungsmarkt für junge Menschen und Familien erschwert. Der deutsche Mietwohnungsmarkt hat international lange Vorbildcharakter gehabt, da eine feine Balance zwischen den Interessen der Mieter und Vermieter gehalten wurde. Diese Balance ist aber nicht mehr gegeben, und angesichts der nun höheren Zinsen werden immer weitere Regulierungen einen Rückzug privater Vermieter induzieren. |
Abstract: | The housing market situation is extremely tense, particularly in major cities. Demand for housing in urban areas is very high, partly due to generally stronger economic development. At the same time, construction activity has declined sharply as a result of the interest rate shock. In this context, the federal government is planning to extend the rent control mechanism ("Mietpreisbremse"), while opposition parties such as Bündnis 90/The Greens and "Die Linke" are calling for even more far-reaching measures, such as lowering the cap on permissible rent increases or implementing a full rent freeze. This statement explains why such additional regulations would entail significant disadvantages. The core arguments are as follows: Economic research clearly demonstrates the consequences of a rent freeze. A freeze on rents triggers strong evasive responses from landlords, who in the long term tend either to withdraw from the rental market altogether or to substantially reduce investments in maintenance and refurbishment. On the tenant side, demand increases further, exacerbating competition for available flats. This disproportionately affects younger and lower-income households. Unlike a rent freeze, the rent control mechanism is intended to moderate the development of rents in new tenancy agreements. This can be sensible in order to buy time for new construction. However, the rent control mechanism is increasingly functioning as a de facto rent freeze, as market rents and existing rents (which serve as the benchmark for the control) diverge. For this reason, an extension of the rent control mechanism is not advisable. A further reduction in the permissible cap on rent increases would decrease mobility in the rental housing market even more. Already, there are very few incentives for households-especially smaller or shrinking ones-to move to smaller dwellings. Any additional regulation of existing rents will further freeze the market, making it more difficult for young people and families to access housing. The German rental housing market has long been considered a model internationally, as it maintained a careful balance between the interests of tenants and landlords. However, this balance no longer exists. In light of the now higher interest rates, further regulation is likely to prompt private landlords to withdraw from the market. |
Keywords: | Mietpreisregulierung, Mietpreisbremse, Wohnungsmarkt |
JEL: | D04 R28 R52 |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iwkrep:319907 |
By: | Hartl, Tobias (Universität Maastricht); Wanger, Susanne (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Warning, Anja (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Weber, Enzo (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
Abstract: | "This study presents representative macroeconomic data on the number of hours on short-term working accounts in Germany. Across all economic sectors, there was a total number of 473 million hours booked on these accounts in the fourth quarter 2023, about 150 million hours more than in 2013. The importance of short-term working accounts has grown significantly over time, also shown by the increasing percentage of firms and administrations that utilize them." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
Keywords: | IAB-Open-Access-Publikation |
Date: | 2025–07–08 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabkbe:202512 |
By: | Kosyakova, Yuliya (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Olbrich, Lukas (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Gallegos Torres, Katia (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Hammer, Luisa (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Koch, Theresa (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany); Wagner, Simon (Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany) |
Abstract: | "Temporary migration, return and onward migration have reached high levels in Germany. Between 2014 and 2023, the average emigration rate among foreign nationals ranged from 6 to 11 percent, depending on the data source. At the same time, Germany requires a net annual immigration of around 400, 000 people to stabilize its labor force potential. The high mobility propensity among immigrants can challenge this goal – with far-reaching consequences for securing skilled labor, integration, and the long-term viability of the welfare state. To gain robust insights into the causes, patterns, and effects of mobility, the International Mobility Panel of Migrants in Germany (IMPa) was established as a new longitudinal online survey. It includes first-time surveys every two years, complemented by annual follow-up surveys over a four-year period. In the first wave (December 2024 to April 2025), around 50, 000 immigrants participated. The first follow-up survey is scheduled for the second half of 2025. Using statistical weighting procedures, the data allow for representative statements about individuals in Germany who immigrated by April 2, 2024, are registered in the data of the Federal Employment Agency (e.g. via employment, benefit receipt, or participation in labor market programs), and are in working age (18 to 65 years). Key findings from the first wave indicate: A narrow majority of immigrants (57 percent, roughly 5.7 million people) plan to stay in Germany permanently. Around 1.2 million (12 percent) aim for a temporary stay, and roughly 3 million (30 percent) remain uncertain. About 2.6 million people (26 percent) reported having considered leaving Germany in the last 12 months; approximately 300, 000 (3 percent) already have concrete emigration plans – split roughly equally between return migration and onward migration. Given Germany’s structural need for skilled labor, the political priority in migration policy is shifting: not only immigration, but also the long-term retention of immigrants is becoming a key challenge. The data reveal that emigration intentions vary widely. Those intending to return primarily target European countries such as Poland or Romania, while onward migrants tend to prefer Switzerland, the United States, or Spain. Motivations also differ: family reasons dominate returns to the country of origin, while economic opportunities play a key role in onward migration. Main reasons for emigration considerations include political dissatisfaction, personal preferences, tax burdens, and bureaucracy. These motives are present among labor migrants, education- and family-based migrants alike; refugees also frequently cite discrimination as a major reason. Overall, the findings suggest that state measures such as reducing bureaucracy, simplifying administrative procedures, and offering tax incentives could help lower emigration intentions. Regarding sociodemographic and migration-specific factors, the IMPa results highlight their central role in shaping emigration intentions. Men report higher rates of temporary stay intentions, emigration considerations, and concrete migration plans than women. Region of origin and reason for migration significantly influence mobility patterns: refugees and individuals with family reunification backgrounds express considerably lower emigration tendencies, while migrants from EU countries and those who came for work or education show higher mobility. Moreover, immigrants with permanent residence status or EU/German citizenship are more likely to consider leaving – likely due to broader legal mobility options. The IMPa results highlight that labor market factors and economic integration also play a critical but nuanced role in shaping emigration intentions. Education emerges as a key predictor: highly educated individuals more frequently express thoughts of leaving or make concrete plans than those with lower educational levels. Qualifications obtained in Germany or third countries – as well as foreign qualifications recognized in Germany – are more strongly associated with emigration considerations, likely due to their higher international transferability. Employed individuals are more likely to report temporary stay intentions than those who are not employed or are in training. Sectors where the outmigration risk among immigrants is particularly high—such as IT and technical services—are also those facing significant skilled labour shortages. Moreover, it is notable that in other sectors vulnerable to labour shortages—such as healthcare, construction, public administration, or retail—, emigration tendencies are not above average, but they are still relevant. Higher incomes are also associated with stronger emigration considerations and plans, indicating a pattern of positive selection. Another important factor is job satisfaction: the less satisfied individuals are with their work, the more frequently they express temporary intentions to stay, thoughts of emigration, and concrete emigration plans. Job satisfaction thus acts as a stabilizing factor. Language skills show differentiated effects: while descriptive findings suggest that individuals with poor German skills have lower intentions to stay permanently and higher mobility plans, multivariate analyses indicate that good German skills are associated with increased mobility. Good English skills also tend to increase emigration intentions, likely due to better international labor market options. Social integration and societal participation are also crucial: family ties in Germany and regular contact with German nationals have a stabilizing effect. A strong emotional attachment to Germany stabilizes the intention to stay, whereas a strong connection to the country of origin increases the likelihood of emigration. A strong subjective sense of welcome and low perceptions of discrimination significantly reduce the probability of emigration considerations and plans. Conversely, perceptions of discrimination – especially in interactions with authorities, police, and at the workplace – greatly increases emigration tendencies. Political dissatisfaction also significantly raises the likelihood of emigration-related thoughts and plans. In summary, emigration intentions do not arise randomly but are the result of a complex interplay of individual characteristics, social integration, economic anchoring, and perceived societal acceptance. One of the central findings of the IMPa survey is that those who came to Germany for work or education, better educated, more economically successful, and more linguistically integrated are the ones most likely to consider leaving or already have concrete plans to do so. In other words: those most urgently needed to secure Germany’s future labou supply are also those most inclined to leave. This selective mobility endangers the country’s long-term ability to retain skilled labour. It is therefore essential to offer this group a meaningful perspective and to position Germany not only as a place of immigration but as a country in which people want to stay and build their future. This includes faster and more transparent recognition of qualifications, a determined reduction of bureaucratic hurdles, family-friendly integration policies, and targeted measures against everyday and workplace discrimination. Only when immigrants feel like fully included members of society – with real opportunities for participation and professional advancement – are they likely to choose Germany as their long-term home and pursue both personal and professional goals here. So far, only about one fifth of those with emigration plans have taken concrete steps toward leaving. At the same time, roughly one fifth express a long-term wish to return to Germany, one third rule it out, and about half remain undecided. This means that around two thirds of those considering emigration are potentially open to returning in the future. Activating and supporting this return potential could become a valuable component of Germany’s strategic labor policy. A forward-looking migration strategy must go beyond attracting newcomers: it must also ensure long-term perspectives for staying. The IMPa findings offer important insights in this regard and highlight the urgent need to remove structural barriers, accelerate and simplify migration and administrative processes, strengthen social integration, and foster openness and inclusion. Only then will Germany succeed not only in managing migration but in shaping it sustainably." (Author's abstract, IAB-Doku) ((en)) |
Keywords: | Bundesrepublik Deutschland ; Aufenthaltsdauer ; IAB-Open-Access-Publikation ; Auswanderung ; berufliche Integration ; EU-Bürger ; Drittstaatsangehörige ; Determinanten ; Einwanderer ; internationale Migration ; Lebensplanung ; Rückwanderung ; Rückwanderungsbereitschaft ; soziale Integration ; IAB-Befragung International Mobility Panel of Migrants in Germany ; Wanderungsmotivation ; Zielgebiet ; 2024-2025 |
Date: | 2025–06–11 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:iab:iabfob:202515(de) |
By: | Burbach, Jörg |
Abstract: | Der Beitrag untersucht systematisch die Dynamiken toxischer Kommunikation im Kontext digitaler Spielwelten am Beispiel von GTA V und seinem Online-Modus. Ausgehend von einer persönlichen Spielerfahrung wird gezeigt, wie Spielmechanik, Designentscheidungen und soziale Interaktionen toxisches Verhalten nicht nur ermöglichen, sondern strukturell fördern. Zentrale psychologische Konzepte wie der Online-Disinhibition-Effekt und der Proteus-Effekt werden herangezogen, um das Verhalten der Spieler:innen zu erklären. Das Paper versteht Toxizität als systemisches Phänomen und plädiert für eine differenzierte Verantwortungsteilung zwischen Entwickler:innen, Plattformen, Bildungseinrichtungen und Nutzer:innen. |
Abstract: | This article systematically examines the dynamics of toxic communication in digital gaming environments using GTA V and its online mode as a case study. Starting from a personal gameplay experience, the paper explores how game mechanics, design choices, and social interaction structurally promote toxic behavior. Key psychological concepts such as the online disinhibition effect and the Proteus effect are employed to analyze player conduct. Toxicity is understood as a systemic phenomenon, and the article argues for a shared responsibility among developers, platforms, educational institutions, and users. |
Keywords: | Toxische Kommunikation, GTA V / GTA Online, Online-Disinhibition-Effekt, Proteus-Effekt, Digitale Spielkultur, Medienpädagogik |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iudpda:320418 |
By: | Inderst, Rudolf Thomas; Simond, Stefan Heinrich |
Abstract: | Martial Arts sind seit den 1980ern ein prägendes Spielemotiv - von Arcade-Klassikern wie Mortal Kombat bis zu heutigen Fighting Games, Sportsimulationen und narrativen Actiontiteln. Dieser Beitrag analysiert zwei spielkulturell einschlägige Kontrastbeispiele: Streets of Rage 2 wird hinsichtlich der Verortung von Martial Arts in urbaner Ikonografie aufgeschlüsselt, wohingegen Sifu als reflexive Brechung des traditionellen Rachenarrativs interpretiert wird. Basierend auf der Methodik des Close Playing werden dabei sowohl narrative, ästhetische als auch ludische Elemente der Martial Arts-Konstruktionen berücksichtigt. Das Ziel ist letztlich die Systematisierung unterschiedlicher Inszenierungsformen digitaler Kampfkunst. |
Abstract: | Martial arts have been a defining motif in digital games since the 1980s-from arcade classics like Mortal Kombat to contemporary fighting games, sports simulations and narrative action titles. This article analyses two culturally significant and contrasting examples: Streets of Rage 2 is examined with regard to the localisation of martial arts within urban iconography, while Sifu is interpreted as a reflexive subversion of the traditional revenge narrative. Drawing on the method of close playing, the analysis considers narrative, aesthetic and ludic elements in the construction of martial arts. The aim is to contribute to a systematic understanding of different modes of martial arts representation in digital games. |
Keywords: | Martial Arts, Digitale Spiele, Game Studies, Kampfsport, Kampfkunst |
Date: | 2025 |
URL: | https://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iudpda:320417 |