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on German Papers |
Issue of 2019‒12‒16
seven papers chosen by Roberto Cruccolini Ludwig-Maximilians Universität München |
By: | Nell, Rasmus |
Abstract: | * Der Wirtschaftsstandort Deutschland hinkt bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens im internationalen Vergleich hinterher. * Start-Ups konnen mit ihren disruptiven Geschaftsideen bei der digitalen Transformation im Gesundheitswesen entscheidende Akzente setzen, stosen jedoch in der unternehmerischen Praxis auf (systemimmanente) Hurden, die den Marktzugang behindern. * Die Unternehmer*innen sind oftmals branchenfremd und verfugen daher nur eingeschrankt uber Kenntnisse bestehender regulativer Rahmenbedingungen. * Insbesondere die Umstellung der EU-Richtlinien hinsichtlich der Zulassung von Medizinprodukten verunsichern junge Entrepreneure. * Die eHealth Start-Up Szene in Deutschland ist durch ein hohes Mas an Heterogenitat gekennzeichnet, wobei das lokale Grundungsumfeld und die Forderungsstrukturen den jeweiligen Entwicklungspfad vorskizzieren. |
Date: | 2019 |
URL: | http://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:iatfor:122019&r=all |
By: | Julia Bachtrögler; Angela Köppl; Atanas Pekanov (WIFO); Margit Schratzenstaller; Franz Sinabell |
Abstract: | Das EU-Budget für die Periode 2021 bis 2027 muss sich stärker als bisher am europäischen Mehrwert orientieren, um angesichts der kontroversiellen Positionen der Mitgliedsländer und deren primärer Orientierung an der Nettoposition eine Einigung zu ermöglichen. Eine weitere Stärkung des Anteils von Ausgaben für Forschung, klimafreundliche grenzüberschreitende Verkehrs- und Energieversorgungsinfrastruktur und die zweite Säule der Agrarpolitik sowie von proaktiven Asyl- und Migrations- sowie Integrations- und Entwicklungsausgaben würde den europäischen Mehrwert der EU-Ausgaben erhöhen. Soll der Budgetrahmen nicht über den Vorschlag der Europäischen Kommission hinaus erhöht werden, können Spielräume durch eine stärkere Verringerung der ersten Säule der Agrarpolitik oder durch eine stärkere Fokussierung der Kohäsionspolitik geschaffen werden. Die stärkere Kopplung der Mittel an Umwelt- und Klimaziele und Ziele in der Migration und Integration sowie die Beachtung des Prinzips der Rechtsstaatlichkeit würden den europäischen Mehrwert des EU-Budgets steigern. Der europäische Nutzen des EU-Budgets könnte weiter gesteigert werden durch die Einführung eines Korbs von (steuerbasierten) Eigenmittelquellen (zusätzlich zu den diesbezüglichen Vorschlägen der Europäischen Kommission bieten sich Steuern auf den Flugverkehr sowie ein Grenzausgleichssystem für den EU-Emissionshandel an) als teilweiser Ersatz für die auf der Umsatzsteuer-Bemessungsgrundlage sowie dem Bruttonationaleinkommen basierenden nationalen Beiträgen, die derzeit überhaupt keinen Beitrag zur Umsetzung zentraler EU-Ziele und EU-Strategien leisten. Eine Erhöhung des Zielwerts für das Klima-Mainstreaming über den Vorschlag der Europäischen Kommission von 25% der Gesamtausgaben hinaus, der konsequente Ausschluss der Förderung fossiler Energien sowie die Nutzung "grüner" Eigenmittelquellen würden das EU-Budget zu einem zentralen Baustein des anvisierten "Green Deal for Europe" machen und seinen "grünen" europäischen Mehrwert stärken. Eine gesamthafte Betrachtung ist erforderlich: Regulative Eingriffe, Ausgaben- und Einnahmenseite des EU-Budgets müssen zusammen gedacht werden; angesichts der unterschiedlichen Interessen der Mitgliedsländer muss nach Paketlösungen gesucht werden. Isolierte Diskussionen über einzelne Maßnahmen (und Maßnahmenbereiche) sind nicht zielführend. Die Querverbindungen zwischen den Ausgabenbereichen des Mittelfristigen Finanzrahmens (z. B. ländliche Entwicklung und Kohäsion oder Forschung und Regionalförderung) zu anderen Politikbereichen sind stärker zu beachten und zu nutzen. |
Keywords: | EU, EU-Budget, Mehrjähriger Finanzrahmen, EU-Eigenmittelsystem |
Date: | 2019–12–10 |
URL: | http://d.repec.org/n?u=RePEc:wfo:wpaper:y:2019:i:592&r=all |
By: | Bernhardt, Wolfgang |
Abstract: | Die Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen vom 1. September und 27. Oktober 2019 sprechen ihre eigene, beredte Sprache. Das muss ich hier im Einzelnen nicht wiederholen und / oder ausdeuten. Das ist in aller Breite geschehen. Statistische Zahlen lassen sich überall nachlesen, die unterschiedlichen (Be-)Wertungen und Schlussfolgerungen auch. Das Wahlergebnis und die Diskussionen und Veröffentlichungen aus / in den letzten Wochen / Monaten vor und nach den Wahlen haben die Probleme wie in einem Brennglas noch einmal deutlich werden lassen. Das Thema meines gleichnamigen Vortrags in Leipzig am 29. Mai 2019 - Einheit in Zweiheit? - ist / war mit einem Fragezeichen versehen. Jetzt ist es wohl richtiger, ein Ausrufezeichen zu setzen. Untergangsstimmung ist gleichwohl nicht angezeigt und hilft auch nicht weiter, nicht im Osten und nicht im Westen. Die Menschen / Bürger in Brandenburg, Sachsen und Thüringen haben gezeigt, dass sie Demokratie "können": es waren weithin Persönlichkeits- und keine Parteiwahlen: Woidke (SPD), Kretschmer (CDU) und Ramelow (Die Linke); was will man mehr? |
Date: | 2019 |
URL: | http://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:leiwps:164&r=all |
By: | Mackscheidt, Klaus |
Abstract: | [...] Wir fassen zusammen: Der Bundeshaushalt kommt in den nächsten 10 Budgetjahren in große Bedrängnis, weil zusätzlich zu einem ohnehin hohen Investitionsbedarf drei soziale Nebenhaushalte sehr große Zuschussbedarfe fordern werden. Es sind dies die Rentenversicherung mit ihren anwachsenden Bundeszuschüssen, die Pflegeversicherung mit den nicht mehr ausreichenden Beiträgen zur Stillung des tatsächlichen Pflegebedarfs und die unerledigten Investitionen bei den Krankenhäusern, weshalb auch die Länderhaushalte erhöhte Bundesergänzungszuweisungen im vertikalen Finanzausgleich vom Bund fordern werden. Das sind alles zukünftige Lasten beim Bundeshaushalt; ein zusätzliches Klimaschutzpaket könnte er somit nicht auch noch verkraften. Der neue Parafiskus "Klimaschutzpaket" dagegen entlastet ihn. So ist dieser Parafiskus eine Rettung aus der Not. |
Date: | 2019 |
URL: | http://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:uoccpe:1903&r=all |
By: | Stöhr, Annika; Budzinski, Oliver; Jasper, Jörg |
Abstract: | Der Deal der beiden größten deutschen Energielieferanten RWE und E.ON zum Tausch verschiedener Geschäftseinheiten, welcher Mitte September 2019 genehmigt wurde, wird den deutschen Energiemarkt wesentlich umstrukturieren und sowohl im Bereich Erzeugung als auch im Vertrieb zu jeweils einem dominanten Wettbewerber führen. E.ON wird dabei durch die Übernahme der innogy Geschäfte im Bereich des klassischen Energievertriebs und der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge wesentliche Wettbewerbsvorteile erhalten. Dazu zählt unter anderem der Zugang zu einer Vielzahl an Messstellen und damit Datensätzen im Bereich des Haushalts- und Geschäftskundenvertriebs. Die Auswertung und Nutzung dieser Datensätze eröffnet dem zusammengeschlossenen Unternehmen neue Geschäftsfelder, aber auch Möglichkeiten die dominante Stellung auf dem Markt zu missbrauchen. Dieser Beitrag widmet sich den potenziellen Auswirkungen der innogy-Übernahme durch E.ON in den Bereichen klassischer Vertrieb und E-Mobilität, in welchen die angesprochenen Aspekte der Datenökonomik eine wesentliche Rolle spielen. Des Weiteren werden die Auswirkungen der Marktumstrukturierung auf den Konzessionsmarkt betrachtet und die politökonomische Dimension des Zusammenschlusses erläutert. Wir schließen mit einer Kurzanalyse der Erlaubnisentscheidung und der damit verbundenen Auflagen und kommen zu dem Schluss, dass diese nicht geeignet sind, die erheblichen anti-kompetitiven Auswirkungen des Zusammenschlusses einzudämmen oder zu verhindern. |
Keywords: | Wettbewerbspolitik,Fusionskontrolle,Energieökonomik,Datenökonomik,Preisdiskriminierung,Industrieökonomik,competition policy,merger control,energy economics,data economics,price discrimination,industrial economics |
JEL: | Q40 Q41 Q48 K21 K23 K32 L41 L42 L43 |
Date: | 2019 |
URL: | http://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:tuiedp:132&r=all |
By: | Stamm, Andreas; Altenburg, Tilman; Müngersdorff, Maximilian; Stoffel, Tim; Vrolijk, Kasper |
Abstract: | Bekleidung für den rasch wachsenden Weltmarkt wird fast ausschließlich in Entwicklungs- und Schwellenländern gefertigt. Die Produktionsbedingungen in diesen Ländern gehen mit erheblichen sozialen und ökologischen Problemen einher. Diese in den Griff zu bekommen, ist eines der wesentlichen Ziele der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Dabei werden Maßnahmen in den Produktionsländern verknüpft mit Anstrengungen, unternehmerische Verantwortung entlang der gesamten Textil-Lieferkette einzufordern und hohe und transparente Standards durch den „Grünen Knopf“ zu zertifizieren. Die vorliegende Studie identifiziert die wichtigsten sozialen und ökologischen Herausforderungen in der Textil-Lieferkette. Sie betont drei Hauptproblemfelder: Arbeitsbedingungen in der Konfektion; Umweltprobleme in den vorgeschalteten Nassprozessen; und soziale und ökologischen Probleme in der Baumwollerzeugung. Des Weiteren werden (neue) Handlungsfelder für Deutschlands internationale Zusammenarbeit in vier Bereichen beschrieben: (1) den Konsum nachhaltiger gestalten; (2) unternehmerische Sorgfaltspflicht einfordern; (3) die lokale Wertschöpfung in der Produktion steigern; und (4) Institutionen vor Ort stärken. |
Keywords: | Entwicklungszusammenarbeit,Textilwirtschaft,Soziale Probleme,Umweltschutz,Arbeitsbedingungen,Produktionsbedingungen |
JEL: | O29 O19 O44 Q56 F66 D63 |
Date: | 2019 |
URL: | http://d.repec.org/n?u=RePEc:zbw:esrepo:209119&r=all |
By: | Eichhorst, Werner (IZA); Kettenring, Jannis (IZA); Ody, Margard (IZA) |
Abstract: | Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, Bonn 2019 (43 Seiten) |
Date: | 2019–12–06 |
URL: | http://d.repec.org/n?u=RePEc:iza:izarrs:92&r=all |